DE166224C - - Google Patents
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- H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
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- H02H3/00—Emergency protective circuit arrangements for automatic disconnection directly responsive to an undesired change from normal electric working condition with or without subsequent reconnection ; integrated protection
- H02H3/26—Emergency protective circuit arrangements for automatic disconnection directly responsive to an undesired change from normal electric working condition with or without subsequent reconnection ; integrated protection responsive to difference between voltages or between currents; responsive to phase angle between voltages or between currents
- H02H3/28—Emergency protective circuit arrangements for automatic disconnection directly responsive to an undesired change from normal electric working condition with or without subsequent reconnection ; integrated protection responsive to difference between voltages or between currents; responsive to phase angle between voltages or between currents involving comparison of the voltage or current values at two spaced portions of a single system, e.g. at opposite ends of one line, at input and output of apparatus
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Bei Wechselstromverteilungssystemen ist es
üblich, die elektrische Energie in 'Form von hochgespannten Wechselströmen von einer
oder mehreren Generatorstationen durch Speiseleitungen zu einer oder mehreren Unter-•
Stationen zu leiten, woselbst die Energie auf eine für die Zwecke des Verbrauches geeignete
■Spannung umgeformt wird. Bei solchen Systemen ist es ferner üblich, zum mindesten
zwei besondere Speiseleiter zu jeder Unterstation zu führen und zuweilen sogar eine
größere Zahl von besonderen Speiseleitern zu einem oder mehreren wichtigen Punkten des
Verteilungsnetzes zu leiten, zu dem Zweck, einen fehlerhaften Leiter ausschalten zu
können, ohne die Stromabnahme zu unterbrechen.
In solchen Verteilungssystemen'ist es üblich, zwei oder mehrere Transformatoren in Parallelschaltung
zu verbinden, indem man die primäre Wicklung oder die Wicklungen eines jeden solchen Transformators mit einer Gruppe
von Sammelschienen und die sekundäre Wicklung oder die Wicklungen mit einer anderen
Gruppe von Sammelschienen verbindet, so daß durch das Durchschlagen eines der Transformatoren
nicht 'die Stromabnahme unterbrochen wird, vorausgesetzt, daß die Fehlerstelle unmittelbar
an beiden Seiten aus dem Stromkreis ausgeschaltet ist.
Um die verschiedenen Speiseleiter und Transformatoren zu schützen, ist es gebräuchlich,
an jedem Ende eines jeden Haupt-, Verbindungs- oder Abzweigspeiseleiters und an jeder Seite eines jeden Transformators eine
selbsttätige Schutzvorrichtung anzuordnen, welche dazu dient, den entsprechenden Leiter
oder Transformator, welcher eine Fehlerstelle aufweist, aus dem Stromkreis auszuschalten.
In der Praxis ist jedoch gefunden worden, daß man unter gewissen Bedingungen des Betriebes
und bei gewissen Arten von Fehlern, so z. B. bei vollkommenem und plötzlich auftretendem
Kurzschluß sich nicht auf das völligsichere und durchaus rechtzeitige Funktionieren
dieses bisher gebräuchlichen Ausschalters verlassen kann, insofern die Ausschalter zuweilen
nicht schalten, wenn sie schalten sollten, oder schalten, wenn sie es nicht sollten und in letzterem
Falle die Energiezuführung zu den Unterstationen unterbinden.
Gegenstand vorliegender Erfindung ist es nun, den oben erwähnten Übelständen hinsichtlich
der selbsttätigen Aussonderung Von Fehlerstellen an Wechselstromverteilungssystemen
zu begegnen, gleichgültig, ob das
System ein Hochspannungs- oder Niederspannungs- sowie ein einphasiges oder ein
mehrphasiges System ist.
Zu diesem Zwecke werden geeignete Ausschaltevorrichtungen
oder Schalter in der Nähe eines jeden Endes einer jeden Haupt-, Verbindungs- oder Abzweigspeiseleitung oder an
jeder Seite eines jeden Transformators oder anderen Apparates, bei denen ein Durchschlagen
und ein Beeinträchtigen der richtigen Wirkung des Systems möglich ist, angeordnet.
Diese Ausschalter sind dazu bestimmt, die Speiseleitungen, Verbindungsleitungen,
Abzweigleitungen, Transformatoren und die anderen Apparate (welche im folgenden alle
unter der Bezeichnung »Speiseleitungen und Transformatoren'! zusammengefaßt sind) aus
dem Stromkreis auszuschalten, sobald ein Fehler in demselben auftritt. Sie werden von
dem zu schützenden Stromkreis aus in der Weise beeinflußt, daß unter normalen Bedingungen
sich ausgleichende entgegengesetzte Kräfte auf die Ausschaltevorrichtungen keine
Wirkung ausüben ; ,sobald aber in den Speiseleitungen
oder Transformatoren ein Fehler auftritt, wird die Ausgleichung aufgehoben, und die Ausschaltevorrichtungen werden
gleichzeitig und augenblicklich zur Wirkung gebracht. Hierdurch wird die mit der Fehlerstelle
behaftete Speiseleitung bezw. der Transformator ausgeschaltet und somit die Einwirkung
auf die unversehrten Teile des Verteilungssystems verhindert, so daß also die Aufrechterhaltung der Stromzuführung gesichert
bleibt.
Die neue Sicherungsschaltung kann in verschiedenster Weise ausgeführt sein und kann
nicht allein in Verbindung mit Hochspannung, Speiseleitern, -transformatoren oder anderen
Apparaten, sondern mit einem beliebigen Teil eines Wechselstromverteilungssystems, sei es
von hoher oder niedriger Spannung, sei es ein- oder mehrphasig, verwendet werden.
In der Zeichnung ist in Fig. 1 ein Teil eines einphasigen Wechselstromverteilungssystems,
welches mit den Sicherheitseinrichtungen nach vorliegender Erfindung ausgestattet ist, dargestellt.
Fig. 2 zeigt die Anwendung der Reguliervorrichtungen auf einen Teil eines Dreiphasenstromverteilungsnetzes.
In Fig. 3 ist eine Speiseleitung für ein Dreiphasensystem mit einer abgeänderten Anordnung der Stromumformer
und Relais und in Fig. 4 eine weitere Abänderung veranschaulicht. Fig. 5 ist die
Darstellung einer Hauptdreiphasenspeiseleitung mit einer Abzweigspeiseleitung, welche
so angeordnet sind, daß ein einziges Relais die Stromunterbrecher an den drei Enden des Speiseleiters gleichzeitig zur Wirkung
bringt, wenn ein Fehler an irgend einer Stelle in dem Haupt- oder dem Abzweigleiter
auftritt. Fig. 6 und 7 lassen weitere Ausführungsformen erkennen.
Bei der Anordnung nach Fig. 1 erstrecken sich die Speiseleitungen α von dem einen Pol
eines einphasigen Wechselstromgenerators b zu einer von zwei Sammelschienen, zwischen
welche die Haupttransformatoren einer Unterstation c eingeschaltet sind. Jede dieser Speiseleitungen
ist an jedem Ende mit einem Hilfsumformer ausgestattet, deren primäre Wicklungen
d in Reihe mit der Speiseleitung liegen und deren sekundäre Wicklungen e einerseits au
eine Rückleitung f, welche beispielsweise durch die Erde gebildet werden kann, und andererseits
an eine Hilfsleitung g geschaltet sind. Diese Hilfsleitung ist in Reihe geschaltet mit
den Spulen der beiden Relais h, welche die beiden Stromunterbrecher i für die Enden des
betreffenden Speiseleiters bedienen. Dieses kann beispielsweise bewerkstelligt werden
durch bewegliche und feste Kontakte k und I,
die in besonderen Ortsstromkreisen m liegen, welche einen Gleichstromerzeuger, z. B. eine
elektrische Batterie n, sowie eine elektromagnetische Vorrichtung 0 enthalten, deren
Anker p die öffnung des entsprechenden Stromunterbrechers i herbeiführt. Letzteres
kann unter Zuhilfenahme der Schwerkraft bewirkt werden, wie in der Zeichnung sehematisch,
veranschaulicht ist. Die sekundären Wicklungen e der beiden Hilfsumformer sind,
wie veranschaulicht, relativ zueinander so angeordnet, daß normalerweise die in ihnen erzeugten
elektromotorischen Kräfte sich gegenseitig ausgleichen, so daß also alsdann kein
Strom durch den Hilfsdraht g und die Relais h fließt. Entsteht dagegen in dem Leiter α ein
Fehler, z. B. ein Erdschluß an der Stelle a*, so gleichen sich die in den beiden sekundären Wicklungen
e der Hilfsumformer erzeugten elektromotorischen Kräfte nicht mehr gegenseitig aus
und erzeugen einen durch die Hilfsleitung g und die Relais h fließenden Strom, welcher die
Stromunterbrecher i gleichzeitig zur Wirkung bringt. Hierdurch wird alsdann die fehlerhafte
Leitung an beiden Enden aus dem Stromkreis ausgeschaltet, ohne die andere, nicht verletzte
Speiseleitung zu beeinflussen, so daß letztere weiter zur Speisung des Verteilungssystems
verwendet werden kann.
Bei der anderen in Fig. 2 dargestellten Anordnung eines dreiphasigen Wechselstromverteilungssystems,
in welchem drei Leiter a, a},a" für die drei Stromphasen von dem Dreiphasengenerator
b1 gespeist werden, kann das Relaissystem an jeder Seite des Speisekabels
einen Hilfsumformer d, e enthalten und je ein Relais h für jede der drei Phasen und
ebenso drei Hilfsleitungen g, g1, g2, und zwar
je eine für jede Phase bezw. für jede Ader des Speisekabels. Die drei primären Wicklungen
d einer jeden Hilfsumformergruppe
können alsdann in Reihe mit den drei Adern a, a1, a2 des Speisekabels liegen und die sekundären
Wicklungen e besonders an die drei Hilfsleitungen einerseits und an einen gemeinschaftlichen,
geerdeten oder anderen Rückleiter / geschaltet sein. Die drei Stromunterbrecher i an jedem Ende des Speisekabels sind
miteinander verbunden und werden gemeinschaftlich durch den Anker p einer einzigen
Elektromagnetanordnung ο beeinflußt, deren Stromkreis mit jedem der Relais h des betreffenden
Speiseleiterendes in der beschriebenen Weise verbunden ist. Diese Einrichtung ist so getroffen, daß ein in einer der Kabeladern
a, α1, az auftretender Fehler die beiden
mit der Hilfsleitung verbundenen Relais h veranlaßt, gleichzeitig die beiden Gruppen der
Stromunterbrecher i an den Kabelenden zur Wirkung zu bringen und dadurch das ganze
Kabel vollkommen auszuschalten.
Die in Fig. 3 dargestellte Ausführungsform weicht von der vorigen dadurch ab, daß die
sekundären Wicklungen e der drei Hilfsumformer an jedem Ende des Speisekabels in
Serie mit der gemeinsamen Hilfsleitung £ geschaltet sind, so daß in letzterer durch die drei
Wicklungen eine resultierende elektromotorische Kraft erzeugt wird. Dieses kann dadurch
erreicht werden, .daß man, wie in dem dargestellten Beispiel, zwei der Wicklungen e
in der bekannten Dreieckschaltung miteinander verbindet und dann die dritte Windung in umgekehrter
Weise dazuschaltet, was notwendig ist, um das richtige Dreiecksystem der Verbindung vollständig zu machen. Die
beiden elektromotorischen Kräfte der beiden Hilfsumformergruppen gleichen sich hierbei
im normalen Zustande aus. Herrschen aber am Anfang eines der" Leiter andere Stromverhältnisse
wie am Ende desselben, so wird durch den einen Hilfsdraht bewirkt, daß die selbsttätigen Ausschalter in Wirkung treten.
Tritt aber eine Änderung in den Stromverhältnissen ein, die sich über die ganze Länge des
Kabels erstreckt, die beispielsweise von einem an einer anderen Stelle entstandenen Fehler
herrührt, so treten die Schalter nicht in Wirkung.
Unter Umständen kann, wie in Fig. 4 dargestellt, nur ein Relais für jede der Speiseleitungen
verwendet werden, welches auf die Stromunterbrecher i an beiden Enden der
Speiseleitung gleichzeitig einwirken soll. In diesem Falle ist ein besonderer Leiter m1 außer
der Hilfsleitung g vorgesehen und so angeordnet, daß er einen Teil des besonderen Relaisstromkreises
bildet.
Das soeben beschriebene Verfahren zur Ausschaltung fehlerhafter Speiseleiter aus
einem Verteilungssystem kann erweitert werden, wie in Fig. 5 an einem dreiadrigen Hauptspeisekabel
und einem dreiadrigen Abzweigspeisekabel schematisch dargestellt ist, welche mit je einer Gruppe von Hilfsumformern an
den drei Kabelenden ausgestattet sind. Diese drei Gruppen von Hilfsumformern sind derart
angeordnet und mit Hilfe einer einzigen Hilfsleitung m1 so geschaltet, daß die der Hilfsleitung
zugeführten elektromotorischen Kräfte sich gegenseitig ausgleichen, sofern nicht etwa
ein Fehler in dem Hauptkabel oder in dem Abzweigkabel auftritt. In diesem letzteren
Falle wird dagegen die Ausgleichung gestört, so daß ein Strom in der Hilfsleitung fließt,
durch dessen Vermittlung alsdann die in den drei Gruppen angeordneten Stromunterbrecher
i geöffnet werden, indem das einzige Relais h den Stromkreis für sämtliche Elektromagnetanordnungen
0 durch die Leitungen ni, mr schließt, welch letztere durch den
Anker k des Relais, wenn dasselbe erregt ist, miteinander verbunden werden. Ein derartiges
System kann natürlich auch auf eine beliebige Anzahl von Abzweigungen erweitert werden.
Das Relais kann hierbei in einer der Unterstationen untergebracht werden, oder es können
verschiedene besondere Relais verwendet werden, von denen eines oder alle so angeordnet
sind, daß sie auf einen oder sämtliche Stromunterbrecher einwirken.
Bei allen vorbeschriebenen Anordnungen ist es ersichtlich, daß, so lange eine Speiseleitung
unverletzt ist, kein Strom durch die zugehörige Hilfsleitung g fließt, und zwar gleichgültig,
welche Bedingungen betreffend des Energieverbrauches zu der betreffenden Zeit vorhanden sind. Dieses rührt daher, daß die
Spannungen, welche in den sekundären Wicklungen e der Hilfsumformer d, e erzeugt sind,
in jedem Moment einander gleich und entgegengesetzt gerichtet sind. Dagegen fließt
unmittelbar, sobald ein Fehler in dem betreffenden Speiseleiter auftritt, ein Strom von beiden
Enden des Speiseleiters in die Fehlerstelle, und die elektromotorische Kraft ist alsdann in
einem Augenblick an den Enden der Speiseleitung in einer oder mehreren Adern a, a1, ar
entgegengesetzt gerichtet. Die sekundären Spannungen der Hilfsumformer an den entgegengesetzten
Enden der Ader oder Adern wirken dann in gleichem Sinne und schicken durch die Hilfsleitung oder die Hilfsleitungen £
einen Strom. Dieser fließt durch das oder die in Reihe mit den Regulierdrähten geschalteten
Relais und bewirkt infolgedessen ein Schließen des Stromes oder der Ströme in der oder den
Elektromagnetanordnungen, Hierdurch wird iao
die Öffnung der zwei Hauptstromunterbrecher i und damit die Ausschaltung der
fehlerhaften Speiseleitung aus dem Stromkreis herbeigeführt.
Insofern unter normalen Verhältnissen der durch das oder die Relais geschickte Strom
gleich Null wird, können solche Relais durch einen ganz geringen Energiestrom, welcher in
eine Fehlerstelle fließt, zur Wirkung gebracht
ίο werden, so daß also die betreffenden durch die
Relais regulierten Stromkreise geschlossen und die entsprechenden Speiseleiter unmittelbar,
sobald ein Fehler auftritt, ausgeschaltet werden.
Die bisherigen Ausführungen über das Ausschalten von Speiseleitern können sinngemäß
auch auf die Ausschaltung von mit Fehlern behafteten stationären Transformatoren übertragen
werden. Mit Rücksicht auf die Tatsache, daß bei Abwärtstransformatoren der Strom auf der sekundären Seite viel größer
ist als auf der primären, und umgekehrt bei Aufwärtstransformatoren der Primärstrom viel
kleiner ist als der Sekundärstrom, in beiden Fällen aber die primäre und sekundäre Spannung
in bestimmtem Verhältnis stehen, ist es notwendig, zwei verschiedene Stromumformer
zu verwenden, welche so bemessen sind, daß unter normalen Verhältnissen die elektromotorischen
Kräfte in der oder den Hilfsleitungen bezw. den anderen Verbindungen
sich gegenseitig neutralisieren.
Ebenso wie es üblich ist, bei einem Mehrphasensystem die verschiedenen Wicklungen
der Mehrphasentransformatoren oder der verschiedenen Gruppen von Einphasentransformatoren,
wenn Mehrphasentransformatoren nicht verwendet werden, in Stern- oder Dreieckschaltungen
zusammenzuschalten, erscheint es notwendig, die Wicklungen der Hilfsumformergruppen
ebenfalls in Gruppen zusammenzuschalten. Diese Hilfsumformer können entweder in die Hauptleitung zu dem
oder denHaupttransformatoren oder aber in die Wicklungsstromkreise dieser Transformatoren
eingeschaltet werden. Sie sind so bemessen und so zueinander und zu dem oder den Regulierdrähten
geschaltet, daß unter allen Betriebsbedingungen, mit Ausnahme eines Durchschlagens
des oder der in Frage stehenden Haupttransformatoren, normalerweise kein
Strom in den Hilfsleitungen fließt und das oder die Relais unwirksam sind, daß aber, sobald ein
Fehler in einem oder einigen der genannten Haupttransformatoren auftritt, ein Strom erzeugt
wird, welcher das oder die entsprechenden Relais zum Ansprechen bringt und den betreffenden fehlerhaften Transformator aus
dem Stromkreis ausschaltet.
In der Anordnung nach Fig. 1 sind die zwei sekundären Wicklungen ex eines jeden der
beiden Stromumformer rf1, e1, die zu dem entsprechenden
Haupttransformator q gehören, so' wie beschrieben eingerichtet und mit der
Hilfsleitung ο-1 so geschaltet, daß die elektromotorischen
Kräfte in beiden sich normalerweise ausgleichen. Die Hilfsleitung g1 verbindet
das Relais h1 mit den sekundären Wicklungen e1 und der Leitung f1, welches durch
Öffnen der beiden Gruppen von Stromunterbrechern den betreffenden Haupttransformator
ausschaltet.
Bei der Anordnung nach Fig. 2 sind die sekundären Wicklungen e1 der Stromumformer
für beide, die primären und sekundären Wickhingen r und ί eines jeden Haupttransformators
q untereinander mit der Hilfsleitung g1 und dem Relais h1 in Serie geschaltet. Die
beiden Gruppen der Stromunterbrecher i1 werden, wie bei Fig. 1, gleichzeitig ausgeschaltet.
Fig. 6 zeigt eine andere Relaisausgleichung. Bei derselben ist die Hilfsleitung in die beiden
Teile g, g1 geteilt, von welchen jeder mit je
einer der sekundären Wicklungen der Strom-Umformer rf, e und außerdem mit je einer Erregerspule
c~ verbunden ist. Diese Spulen sind auf einem Magnetkern es einer Relaisanordnung
so angeordnet, daß sie normalerweise ihre Wirkung auf den Kern aufheben. Sobald in dem Speiseleiter α aber ein Fehler auftritt,
wird die Ausgleichung aufgehoben und die Ausschaltung des fehlerhaften Leiters in der
bereits geschilderten Weise herbeigeführt.
Die Fig. 7 zeigt eine ähnliche Anordnung. Bei derselben sind die Eisenkerne e3, auf
welche die beiden gleichen Erregerspulen e" gewickelt sind, gegenüber den beiden Hebelarmen
eines zweiarmigen Relaishebels k angebracht, welcher normalerweise durch die
gleich große Wirkung 'der beiden Spulen und Kerne in seiner wirkungslosen Mittelstellung
gehalten wird. Tritt jedoch in dem Speiseleiter ein Fehler auf, so bewirken die beiden
Erregerspulen e2 zusammen ein Drehen des
Relaishebels k in dem einen oder anderen Sinne, so daß durch Schließung des Stromkreises
der Elektromagnetanordnungen 0 die Stromunterbrecher i geöffnet werden und damit
der fehlerbehaftete Speiseleiter ausgeschaltet wird. Eine derartige Ausgleichung ist
eine mechanische.
Die Hilfsleitungen g bei den oben beschriebenen Anordnungen können wie gewöhnliche
Spannungs- oder Prüf drähte isoliert in denselben Kanälen wie die Hauptkabel oder
besonders in der Erde oder bei Freileitungen an denselben Masten wie die Speiseleitungen
verlegt werden. Um aber die Ausdehnung des Netzes zu verringern, ist es zweckmäßig, die
HÜfsleitungeh, wie es bei Prüf drähten üblich
ist, in den Kabeln selbst unterzubringen.
In gewissen Fällen kaiin die leitende Metallhülle der Kabel, soweit dieselbe isoliert ist,
als Hilfsleitung verwendet werden.
Um zu vermeiden, daß irgend ein Hochspannungsstrom die Relais oder die anderen
empfindlichen Apparate beeinflußt oder auf die Relais oder Apparate übergeht und dadurch dem
ίο Wartepersonal Gefahr bringt, können die in
der beschriebenen Weise in den Kabeln oder auf andere Art verlegten Hilfsleitungen so geschaltet
sein, daß sie die Relais nicht direkt, sondern durch Stromumformer zum An-
ig sprechen bringen.
Die Vorteile der beschriebenen Anordnungen sind besonders, daß dieselben auf jedes Speisesystem
anwendbar und von der Größe der Spannung und der Stärke und Richtung des Stromes unabhängig sind.
Die zur Verwendung gelangenden Umformer sind sämtlich Stromumformer. Hierdurch
gestalten sich die Schaltvorrichtungen zuverlässiger und einfacher, als wenn Spannungsumformer
verwendet werden.
Claims (8)
1. Sicherheitsschaltung für Wechselstromleitungssystenie,
bestehend in einem mit dem zu schützenden Teil des Hauptleitungssystems in induktive Beziehung gebrachten
Hilfsleitungssystem, das ein oder mehrere Relais enthält, die beim Auftreten eines Fehlers in dem Hauptleitungssysteni
die Abschaltung der Fehlerstelle bewirken, dadurch gekennzeichnet, daß die die Induktion zwischen dem Haupt- und Hilfsleitungssystem
bewirkenden Spulen an entgegengesetzten Enden des zu schützenden Leiters oder anderen Apparates oder an entgegengesetzten
Seiten des zu schützenden Transformators liegen und im normalen Zustande des Hauptleitungssystems gleiche entgegengesetzte
elektromotorische oder elektromagnetische Kräfte erzeugen, welche sich in ihrer Wirkung aufheben, die aber beim
Auftreten eines Fehlers in dem zu schützenden Teil die sich aufhebende Wirkung verlieren,
und das oder die Relais zum Ansprechen bringen und dadurch den fehlerhaften Teil ausschalten.
2. Eine Ausführungsform nach Anspruch ι für Speiseleiter, dadurch gekennzeichnet,
daß die primären Wicklungen (d) der Hilfsumformer (d, e) an entgegengesetzten
Enden in den Leitern (a) liegen und daß deren sekundäre Wicklungen (e),
welche so geschaltet sind, daß die in ihnen erzeugten elektromotorischen Kräfte sich
bei normalem Leitungszustand aufheben, durch einen Hilfsleiter (g) untereinander
verbunden sind, durch welchen das oder die Relais (h) zur Bedienung der Ausschaltevorrichtungen
(i) zum Ansprechen gebracht werden.
3. Eine Ausführungsform nach Anspruch ι für einen Mehrphasenspeiseleiter,
dadurch gekennzeichnet, daß die sekundären Wicklungen (e) einer jeden Gruppe
von Hilfsumformern eine gemeinsame Rückleitung haben, welche bei Erdrückleitung
fortfällt.
4. Eine Ausführungsform nach Anspruch ι für ein Mehrphasensystem, dadurch
gekennzeichnet, daß die sekundären Wicklungen (e) der Hilfsumformer an
jedem Ende bezw. jeder Seite des zu schützenden Teiles zu zwei Gruppen hintereinander
geschaltet sind, so daß in jeder Gruppe der sekundären Wicklungen eine
resultierende elektromotorische Kraft hervorgerufen wird und daß die beiden Gruppen der sekundären Wicklungen durch
eine Hilfsleitung (g) gegeneinander ge- , schaltet sind, so daß normalerweise die in
den beiden Gruppen der sekundären Wicklungen erzeugten elektromotorischen Kräfte
einander aufheben (Fig. 3).
5. Eine Ausführungsform nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die go
an den Enden oder Seiten der zu schützenden Teile in den getrennten Wicklungen des Sekundärsystems erzeugten Ströme
nicht als solche, sondern in ihren magnetischen und mechanischen Wirkungen ausgeglichen werden.
6. Eine Ausführungsform nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die
sekundären Wicklungen der Hilfsumformer an beiden Enden oder Seiten des zu schützenden
Teiles des Hauptleitungssystems zwei besondere Stromkreise bilden, durch deren jeden andauernd Strom fließt, und zwar
derart, daß die beiden Ströme normalerweise eine Ausgleichung (Fig. 6 und 7) in dem Relais (k) herbeiführen und auf die
Ausschaitevorrichtungen (i) keine Wirkung ausüben, während bei Auftreten eines
Fehlers in dem zu schützenden Teil die beiden Ströme sich gegenseitig in ihrer Wirkung unterstützen und das Relais zum
Ansprechen bringen.
7. Eine Ausführungsform nach Anspruch ι für einen Transformator, dadurch
gekennzeichnet, daß das Transformationsverhältnis der Hilfsumformer, welche in
Verbindung mit der primären und sekundären Wicklung des Transformators verwendet
werden, ein solches ist, daß die beiden Hilfsumformer, oder die beiden
Gruppen von Hilfsumformern, in ihren sekundären Wicklungen bei normalem
Leitungszustand gleich große, aber entgegengesetzt gerichtete, elektromotorische
Kräfte erzeugen.
8. Eine Ausführungsform nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die
sekundären Wicklungen (e) zweier oder mehrerer an den Enden oder Seiten des
oder der zu schützenden Teile gelegenen Transformatoren oder Gruppen derselben ein einziges Relais (h) zum Ansprechen
bringen, das die verschiedenen Abschaltevorrichtungen (o,p) für jedes Ende oder
jede Seite des oder der zu schützenden Teile gleichzeitig in Tätigkeit setzt, wenn ein
Fehler in dem zu schützenden Teile entsteht (Fig. 4 und 5).
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE166224C true DE166224C (de) |
Family
ID=431639
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT166224D Active DE166224C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE166224C (de) |
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- DE DENDAT166224D patent/DE166224C/de active Active
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