DE1659703A1 - Formstein,insbesondere fuer Gebaeudeschornsteine - Google Patents
Formstein,insbesondere fuer GebaeudeschornsteineInfo
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Description
VXR/P/Su/Ie.
Pall 2326
3) ID IEH-WE BEE A.G. 62 Wiesbaden, Iessingatrasse 16
Aktenz.: P 16 59 7o3.8-25 Formstein, insbesondere ftir Gebäudeschornsteine.
Die Erfindung bezieht sich auf Formsteine, insbesondere
für Gebäudeschornsteine, mit einem gasdichten Innenrohr
und einem isolierenden Mantelrohr·
Bei der Herstellung derartiger Steine geht man bisher so
vor, daß das beispielsweise aus Ton-Schamotte bestehende gebrannte Innenrohr und das beispielsweise aus Beton,
vorzugsweise leicht- oder Schaumbeton, bestehende Mantelrohr in separaten Arbeitsgängen für sich gefertigt und
dann vorwiegend an der Baustelle zusammengesetzt werden. Die separate Fertigung der einzelnen Steinteile macht
zusätzlich zu zwei getrennten Arbeitsgängen noch zwei verschiedene Formvorrichtungen erforderlich und ist
deshalb mit einem relativ hohen Aufwand an Vorrichtungsmaterial und Arbeitszeit verbunden.
Auch die Montage der Steine am Einbauort ist umständlich
und zeitraubend 'und meist nach einem Plan vorzunehmen, der genau vorschreibt, wie die einzelnen Formstücke
des Steines au versetzen sind. So ist zunächst das Mantelrohr in Waage zu bringen und dann in das Mantelrohr
das Innenrohr abstandsgleich bzsw. zentrisch einzusetzen. Obwohl zu diesem Zweck an der Mantelrohrinnenwand
und an der Außenwand des Innenrohres Führungsnutjien
und Führungsleisten vorgesehen sind, benötigt man in den moisten Fällen zusätzliches Werkzeug, beispielsweise
Abotandshalter und handwerkliches Geschick, um die gewünschte Zentrierung zu erhalten.
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Infolge der zweiteiligen Ausführung der bekannten Formsteine ist auch die Bruchgefahr und damit der anfallende
Ausschuß relativ hoch. Außerdem ergeben sich in Relation zum Hauchgaskanal-Querschnitt verhältnismäßig große
äußere Querschnittsabmessungen für die Steine, da Innen- und Außenrohr relativ großen Abstand voneinander haben,
der zur Erhöhung des Isoliereffektes mit isolierend wirkendem Material ausgefüllt sein kann. Das nachträgliche
Anbringen von Anschlüssen ist an diesen Steinen nicht gestattet.
Die mit vorliegender Erfindung zu lösende Aufgabe wird im wesentlichen darin gesehen, die Herstellung und den
Aufbau von Gebäude schornstein-Formsteinen zu vereinfachen
und ihre Montage zu erleichtern. Dies wird gemäß der : Erfindung dadurch erreicht, daß der Formstein durch
gemeinsames Formen des Innenrohr- und Mantelrohrmaterials und anschließendes gemeinsames Brennen als Verbundstein
mit einer Innensehicht und einer Außenschale ausgebildet ist. Dadurch ergibt sich bei einfacher Herstellungsweise
ein einteiliger tot gebrannter bei Wärmebelastung keinerlei Verformung ausgesetzter Formstein,
den man leicht handhaben kann und der trotzdem den \ betriebstechnischen Erfordernissen - gasdichte Innen- !
schicht und wärmeisolierender Außenschale — hervorragend gerecht wird. Der Verbundformstein kann in einfacher
Weise nach den allgemein gültigen handwerkliehen Hegeln versetzt werden, ohne äaß zusätzliche, den Handwerker
über das übliche Maß hinaus belastende Zentrierarbeiten
oder dergleichen erforderlich sind, was die Montagezeit erheblich verkürzt. Darüber hinaus sind die äußeren
Querschnittsabmessungen der Steine geringer und damit raumsparender als bei den bisher üblichen Steinformaten
gleichen Hauchgaskanal-Querschnittes. Des weiteren besteht die vorteilhafte Möglichkeit im Bedarfsfalle
geschosshohe Verbundsteine, beispielsweise für den
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Wohnungsbau, herzustellen und schließlich lassen sich an bereits erstellten Kaminen nachträglich Anschlüsse
ohne Schwierigkeiten anbringen. Ein weiterer Vorteil des Verbundsteines besteht darin, daß er über verhältnismäßig
große Temperaturbereiche angewendet werden kann und auch für Feuerungsanlagen mit hohen Abgastemperaturen
geeignet ist·
Die Formung der Steine geht nach der bei der Herstellung von feuerfesten Verbundsteinen (Compoundsteinen) üblichen
Weise vor sich, in-dem.man in die Steinform eine das Querschnittsprofil dein Form unterteilende Wand hineinstellt,
an deren Innenseite das Material für die Innenschicht und an deren Außenseite das Material für die
Außenschicht eingefüllt werden. Die Trennwand kann ! nach dem Auffüllen oder vor Beendigung des Formvorganges
gezogen und anschließend der Stein gebrannt werden.
Als Materialien für die Innenschicht und die Außenschale des Verbundsteines stehen mehrere Stoffe zur Wahl. Als
besonders geeignet bietet sich aber für die Innen-» '
schicht ein trocken verformbares Hartschamotte-Material mit einem Tonerdegehalt von etwa 3o - 33# und eine J
Druckfeuerbeständigkeit von etwa 138O0 C an, während ·
für die Außenschaixfe ein hochporöses für thermische
Isolierungen gut geeignetes feuerfestes Material auf Schamottegrundlage verwendet wird, das ebenfalls
trocken verformbar ist. Mit den beiden Materialien, die nahezu gleiche Wärmeausdehnungs-Koeffizienten
haben, wird gegenüber den bisher bei Gebäudeschornstein-Formsteinen üblichen Materialien eine höhere
Feuerfestigkeit und Gasdichtigkeit sowie eine bessere Wärmeisolierung erzielt·
- 4 - 1098-41/0311
Je nach Art des verwendeten Materials kann man, "beispielsweise
um den Hafteffekt zwischen der Innenschieht und der Außenschale zu vergrößern, die Stoßflächen
mit Wellen-, Dreiecks- oder ähnlichen ineinandergreifenden Verzahnungsprofilen versehen, wozu eine
entsprechend profilierte Trennwand in die Form eingesetzt wird. Bei Verwendung geeigneten Materials "besteht
die Möglichkeit, die Stoßflächen zwischen den "beiden Steinmaterialien durch in Steinlängsrichtung sich erstreckende,
das Steingewicht verringernde Hohlzellen zu unterbrechen« Gegebenenfalls lassen sie sich auch
in der Innenschieht und der Außenschale anordnen.
In manchen Fällen kann es sich als vorteilhaft erweisen, die zur Formung des Steines in die Form
eingestellte Trennwand im fertig geformten Stein als Armierung zu "belassen. Ferner können zusätzliche,
teils in das Innenschieht-, teils in das Außenschalen-Material
hereinragende Versteifungsrippen, Leisten oder dergleichen vorgesehen sein.
Einzelheiten der Erfindung sind aus der nachstehenden Beschreibung und aus der Zeichnung ersichtlich, die
zwei Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes veranschauli cht·
Fig. 1 zeigt einen neuen Verbund-Formstein im Längsschnitt,
Fig. 2 im Querschnitt und
Fig. 3 ein weiteres Ausfiihrungsbeispiel eines Verbundsteines.
In Fig. 1 und 2 bedeutet 1 die aus feuerfestem Leichtsteinmaterial
bestehende als Isolierung wirkende Außenechale des Verbundsteines und 2 die Innenschicht
aus gasdichtem feuerfesten Material» An den Stoß-
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flächen weisen Außenechale 1 und Innenschicht 2 wellenförmige
Verzahnungen 3 auf, mit denen sie ineinandergreifen. An der einen Stirnseite des Steines ist eine
Nut 4, an der anderen Stirnseite eine Feder 5 vorgesehen,
so daß die Steine mühelos versetzt werden können.
Die strichpunktierten Linien der Figuren 1 und 2 stellen eine Wand 6, beispielsweise aus Blech, dar, die vor
dem Einfüllen der Steinmaterialien in die Form eingestellt wird. Erst danach bringt man das Material für die
Innenschicht 2 innerhalb und das Material für die
Außenschale 1 außerhalb der Wand 6 in die Form ein und beginnt dann mit der Formung des Steines, beispielsweise
durch Rütteln, Pressen oder Stampfen. Vor der letzten Phase der Formung wird die Trenn- j
wand 6 gezogen. Sie kann aber auch im Stein verbleiben und als Armierung zur Versteifung oder Verstärkung
dienen und dazu gegebenenfalls mit zusätzlichen Rippen oder dergleichen versehen sein. Es wäre
auch denkbar, die im Stein verbleibende Trennwand 6 vor ihrem Einbringen in die Form mit einem Klebe- j
mittel zu bestreichen. Derartige und ähnliche Maß- I nahmen fallen in den Rahmen der Erfindung. . :
In Abweichung zu dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 ;
und 2 weist der'Verbundstein nach Fig. "3 eine Reihe
von Leerzellen 2 auf, die an den Stoßflächen der Innenschicht und der Außenschale liegen. Ferner ist
ein Entlüftungsrohr 8 vorgesehen.
Selbstverständlich ist die Erfindung auf die dargestellten und beschriebenen Ausführungsbeispiele nicht
beschränkt, sondern kann auch an Schornstein-Formsteinen mit anderen Querschnitten mit oder ohne Entlüftung
angewendet werden.
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Claims (3)
1. Formsteine, insbesondere für Gebäudeschornsteine,
mit einem gasdichten, feuerfest gebrannten Innenrohr und einem isolierenden Mantelrohr, dadurch gekennzeichnet,
daß der Formstein durch gemeinsames Formen des Innenrohr- und des Mantelrohr-Materials und anschließendes
gemeinsames Brennen als Verbundstein mit einer Innenschicht (2) und einer Außenschale (i) ausgebildet
ist.
2. Formstein nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Innenschicht (2) und die Außenschale (i) an den Stoßflächen wellenartige, sägeartige oder ähnliche '
ineinandergreifende Verzah£u.ng3profile (3) aufweisen.
3. Formstein nach' Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Stoßflächen der Innenschicht (2) und Außenschale (i) durch in Steinlängsrichtung sich erstreckende
Hohlzellen unterbrochen sind.
4· Formstein nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die zur Formung des Verbundsteines in die Form eingestellte Trennwand (6) zwischen Innenschicht- ,
material und *Außenschichtmaterial im geformten Stein
verbleibt und als Armierung dient.
5· Formstein nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
daß teils in das Innenschichtmaterial, teils in das Außenschalenmaterial hereinragende Versteifungsrippen
oder dergleichen vorgesehen sind.
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| EP0026945A1 (de) * | 1979-10-04 | 1981-04-15 | Hans Kramer GmbH & Co. KG Dämmstoffwerk | Verfahren und Vorrichtung zur Innenauskleidung hohler Formstücke |
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- 1968-07-17 SE SE978968A patent/SE327533B/xx unknown
- 1968-07-19 NL NL6810232A patent/NL6810232A/xx unknown
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| SE327533B (de) | 1970-08-24 |
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| AT285902B (de) | 1970-11-25 |
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