DE1657377C - Vorrichtung zum Eintragen von Gasen in Flüssigkeiten - Google Patents
Vorrichtung zum Eintragen von Gasen in FlüssigkeitenInfo
- Publication number
- DE1657377C DE1657377C DE19651657377 DE1657377A DE1657377C DE 1657377 C DE1657377 C DE 1657377C DE 19651657377 DE19651657377 DE 19651657377 DE 1657377 A DE1657377 A DE 1657377A DE 1657377 C DE1657377 C DE 1657377C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- ventilation
- offset
- rotors
- rotor
- elements
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
- 239000007788 liquid Substances 0.000 title claims description 13
- 239000007789 gas Substances 0.000 title claims description 7
- 238000009423 ventilation Methods 0.000 claims description 71
- 238000006073 displacement reaction Methods 0.000 claims description 5
- 239000002351 wastewater Substances 0.000 claims 1
- 238000005273 aeration Methods 0.000 description 10
- 238000007654 immersion Methods 0.000 description 10
- XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N water Substances O XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 7
- 230000009467 reduction Effects 0.000 description 3
- XEEYBQQBJWHFJM-UHFFFAOYSA-N Iron Chemical compound [Fe] XEEYBQQBJWHFJM-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 2
- QVGXLLKOCUKJST-UHFFFAOYSA-N atomic oxygen Chemical compound [O] QVGXLLKOCUKJST-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 2
- 230000008859 change Effects 0.000 description 2
- 230000008878 coupling Effects 0.000 description 2
- 238000010168 coupling process Methods 0.000 description 2
- 238000005859 coupling reaction Methods 0.000 description 2
- 230000006872 improvement Effects 0.000 description 2
- 238000000034 method Methods 0.000 description 2
- 239000001301 oxygen Substances 0.000 description 2
- 229910052760 oxygen Inorganic materials 0.000 description 2
- 230000008569 process Effects 0.000 description 2
- 230000035939 shock Effects 0.000 description 2
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 1
- 235000013601 eggs Nutrition 0.000 description 1
- 230000002349 favourable effect Effects 0.000 description 1
- 229910052742 iron Inorganic materials 0.000 description 1
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 description 1
- 239000000203 mixture Substances 0.000 description 1
- 238000005192 partition Methods 0.000 description 1
- 238000004062 sedimentation Methods 0.000 description 1
- 239000010865 sewage Substances 0.000 description 1
Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Eintragen von Gasen, insbesondere Luft, in Flüssigkeiten,
insbesondere Abwasser, mit mindestens einem umlaufend angetriebenen etwa horizontalachsig
oberhalb des Flüssigkeitsspiegels gelagerten . Rotor, der mit in die Flüssigkeit eintauchenden Belüftungselementen
in Form von Stäben, Schaufeln od. dgl. bestückt ist, welche in achssenkrechten Ebenen sternförmig mit bestimmter Winkelteilung,
gegebenenfalls unter Versetzung benachbarter Sterne um einfache Bruchteile der Winkelteilung, angeordnet
sind.
Bei den bekannten Vorrichtungei: dieser Art sind
ίο eine Mehrzahl von Belüftungselementen auf einer
Rotorwelle in achssenkrechten Ebenen sternförmig angeordnet. Diese Sterne sind dabei so angeordnet,
daß ihre Belüftungselemente od. dgl. jeweils in der achsparallelen Ebene der Winkelhalbierenden des in
Achsrichtung davor oder dahinter angeordneten Sternes liegen (Zeitschrift »Gesundheits-Ingenieur«,
Heft 7, 83. Jahrgang, 1962, S. 201 bis 206).
Diese Anordnung hat eine Reihe von Nachteilen, die in erster Linie darin bestehen, daß stets eine
so große Zahl von Schaufeln gleichzeitig auf die
Wasseroberfläche aufschlägt bzw. in diese eintaucht. Dadurch können erhebliche Torsionsschwingungen
auftreten, die bewirkt werden durch verhältnismäßig hohe Impulsslöße beim Aufschlagen der Schaufeln.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, durch eine verbesserte Anordnung der Belüftungselemente
eine Herabsetzung der Schwingungsbelastung des Rotors und gleichzeitig eine Verbesserung des Gaseintrages
zu erreichen.
Diese Aufgabe wird bei einer Vorrichtung der eingangs beschriebenen Art erfindungsgemäß dadurch
gelöst, daß für mindestens einen Tei1 von jeweils in axialer Richtung benachbarten Belüftungselementen jeweils ein Belüftungselement gegenüber
einem ihm nächst oder übernächst liegenden Belüftungselement um einen im Vergleich zur Winkelteilung
der Sterne geringen Winkelbetrag versetzt ist. Durch die Anordnung gemäß der Erfindung wird
erreicht, daß höchstens eine sehr geringe Anzahl von Belüftungselementen gleichzeitig auf die Wasseroberfläche
aufschlägt bzw. in das Wasser eintaucht. Gleichzeitig erfolgt eine ganz wesentliche, gegebenenfalls
!OOfache Verringerung des einzelnen Stoßimpulses bei entsprechender Frequenzerhöhung der
einzelnen Eintauchvorgänge. Dadurch wird die Gefahr von Torsionsschwingungen erheblich herabgesetzt,
wodurch wiederum alle torsionsbeanspruchten Bauteile, wie Kupplungen, Getriebe und Lagerungen,
leichter gebaut werden können bzw. geschont werden.
Es wurde weiterhin überraschenderweise festgestellt, daß sich mittels der Einrichtung nach der
Erfindung eine erhebliche Verbesserung der Gaseintragung erreichen läßt, da die einzelnen linsen-
förmig ausgebildeten Gasbläschen, die beim Nacheinandereinschlagen
der Belüftungselemente mit hoher Frequenz gebildet werden, sehr klein sind und dadurch eine feinblasigere Begasung erreicht wird
als bisher. Da die Größe und die Form der Gas-So blasen sehr wesentlich sind, beispielsweise für die
Säüerstofieintragung, die ja mit Erhöhung der Grenzfläche zwischen Luft und Wasser erheblich zunimmt,
werden also mit der Vorrichtung nach der Erfindung bessere Ergebnisse erreicht als mit den bekannten Vorrichtungen. Wird die gleiche Sauerstoff
eintragung erreicht, so ist bei der Einrichtung nach der Erfindung nur ein geringerer Energieaufwand
erforderlich, so daß die Einrichtung also wirtschaft-
lieber arbeitet. Hinzu kommt der durch geringere
Stoßvcrluste bewirkte F.nergiegevvinn. Die dadurch erreichten Vorteile werden noch dadurch ergänzt,
daß, wie vorher erwähnt, die Einrichtung nach der Erfindung erheblich weniger störanfällig ist, da sie
nur geringen Beanspruchungen ausgesetzt ist und billiger ist, da wesentliche Teile leichter ausgeführt
sein können.
Insbesondere eignet sich daher die Vorrichtung iu".'h der Erfindung für Belüftungsrotoren mit sehr
grüßen Abmessungen, die bei Verwendung der üblichen Anordnung der Belüftungselemente zu starken
Belastungen ausgesetzt wären. Die Vorrichtung nach der Erfindung kann daher eine Rotorlänge von 4,5
bis I Om und mehr sowie einen Durchmesser von
etwa 1 m und mehr aufweisen, ohne daß im Dauerbetrieb die Beanspruchungen zu groß wurden.
Besonders vorteilhaft ist es, wenn die Versetzung etwa 3 ' beträgt.
Ein besonders gleichmäßiges Eintauchen der Schaufeln ergibt sich, wenn der Winkelbetrag so
gewählt ist, daß die über d"e Länge des Rotors summierten Winkelbeträge gleich dem Teilungswinkel eines Sternes oder einem ganzzahligen Vielfachen
davon sind. In diesem Fall tauchen al?o z. B. alle Belüftungselemente einer Reihe in jeweils
übernächsten achssenkrechten Ebenen sehr kurz nacheinander ein. Wenn das letzte Belüftungselement
eingetaucht ist, so taucht unmittelbar danach das erste Belüftungselement der nächsten Reihe am anderen
Ende des Rotors ein. Es tritt also keine Unterbrechung in der Eintauchfrequenz ein. Dabei können
auch jeweils mehrere Belüftungselemente in einem größeren Abstand gleichzeitig eintauchen.
Auch andere Eintauchfolgen als die oben beschriebenen können gewählt werden. Wesentlich ist für
ein gleichmäßiges Eintauchen, daß die Eintauchfrequenzen gleich sind und nicht etwa in bestimmten
Intervallen Lücken auftreten, weil keine Beluftungselemente für einen Eintauchvorgang zur Verfügung
stehen. Man kann jedoch auch, wenn dies aus bestimmten Gründen zweckmäßig erscheint, die
Eintauchfrequenz variieren, was möglich ist, ohne daß die vorher erwähnten Lücken auftreten.
Die Belüftungsrotoren bewirken bekanntlich nicht nur ein Einbringen von Luft in Wasser, sondern
gleichzeitig eine Umwälzung des Wassers in dem Belüftungsbecken. Dabei erfolgt die Umwälzung bei
den bekann.en Vorrichtungen senkrecht zu der Rotorachse. Werden die Belüftungselemente entsprechend
der Erfindung versetzt, so erfolgt die Umwälzung nicht mehr wie bei den bekannten Rotoren
senkrecht zur Rotorachse, sondern in einem mehr oder weniger großen Winkel zur Senkrechten. Dies
kann in vielen Fällen vorteilhaft sein, wenn nämlich nicht nur eine Umwälzung um eine waagerechte
Achse des Belüftungsbeckens erfolgen soll, sondern gleichzeitig eine schraubenförmige Umwälzung in
dem Becken. Insbesondere kann dies zweckmäßig sein zur Verbesserung der Durchmischung des
Beckeninhaltes, vor allem zur Intensivierung des Austausches der verschiedenen mehr oder weniger
gasbeladenen Fliissigkeitsschichten in Belüftungsbecken, bei denen die Flüssigkeit in der Art eines
Belüftungsgnbens in der Horizontalen wieder zurückgeführt wird. Die Flüssigkeit wird dann nicht
nur im Kreislauf durch ein derartiges Umwälzbecken hindurchgefüh;t, sondern gleichzeitig um eine horizontale Achse in Fließrichtung umgewälzt, so daß
etwa ein schraubenförmiger Flüssigkeitsstrom entsteht. In diesem Falle wird man, wenn zwei Belüftungsrotoren
gleichzeitig von einem Antriebsaggregat S angetrieben werden, das zwischen diesen beiden
Rotoren angeordnet ist. die Rotoren in je einem Schenkel des Umwälzbeckens anordnen und gegenläufig
betreiben. Um dann eine durchgehende schraubenförmige Strömung zu erreichen, wird man vorteilhafterweise
die Schaufeln beider Rotoren in gleicher Richtung versetzen.
Gemäß der Erfindung kann man nun die Art und
Größe dieser Umwälzung genau beherrschen, und zwar dadurch, daß die Belüftungselemente in ein-
'5 zelnen Längenabschnitten eines Rotors oder einer aus mehreren Rotoren bestehenden Belüftungsanlage
in entgegengesetzte·· Richtung versetzt sind. Auf diese Weise entsteht eine Art »Pfeilung« des Rotors.
Die Umwälzung erfolgt dann an den beiden Enden
so des Rotors in untr '.chiedlicher Richtung, so daß
also auch beispielsweise, wenn divergierende Strömungen
auftreten, sonst nicht umgewälzte Teile am Rand des Beckens mit erfaßt werden können. Bc-i
konvergierenden Umwälzströmungen kann erreicht werden, daß die Beckenwandungen entlastet werden
und eine intensive Durchmischung in der Beckenmitte erfolgt. Durch eine Pfeilung kann außerdem
der Axialschub in dem Rotor kompensiert werden, der auftritt, wenn ein schraubenförmiger Flüssigkeitsstrom
erzeugt wird.
Bei Veiwendung von zwei gleichachsigen Rotoren,
insbesondere mit einem dazwischen angeordneten gemeinsamen Antriebsaggregat, sind vorzugsweise
die Belüftungselemente auf den Rotoren jeweils in entgegengesetzter Richtung versetzt. Diese Anora
nung hat die gleiche Wirkung, als ob bei einem durchgehenden Rotor eine symmetrische »Pfeilung«
erfolgt. Auch kann man auf diese Weise vermeiden, daß vor dem Antriebsaggregat eine zu geringe Umwälzung
erfolgt.
Eine unsymmetrische »Pfeilung« kann man dadurch erreichen, daß die Längenabschnitte mit entgegengesetzter
Richtung der Versetzung ungleiche Längen haben. Dadurch ergeben sich weitere Mögüchkeiten,
die Art der Umwälzung zu beeinflussen und auch den Axialschub auszugleichen.
Normalerweise wird man sämtliche Belüftungselemente gemäß der Erfindung versetzen. Es sind
aber selbstverständlich Fälle denkbar, in denen es zweckmäßig ist, nur einen Teil der Belüftungselemente zu versetzen oder aber beispielsweise ein,
Versetzung um unterschiedliche Winkelbeträge vorzunehmen, so daß also beispielsveise in der Mitte
eines Rotors eine geringere Umwälzströmung entsteht als an den Enden. Schließlich kann gemäß der
Erfindung die Richtung der Versetzung auch mehr als e;nmal wechseln. So entstehen dann eine Anzahl
von divergierenden und konvergierenden Umwälzströmen, die in dem Umwälzbecken eine ausgezeich nete Mischung bewirken.
In den Zeichnungen sind Ausführungsformen nach der Erfindung beispielsweise dargestellt.
F i g. 1 zeigt eine Vorrichtung nach der Erfindung mit zwei Rotoren;
F ϊ g. 2 ist eine Abwicklung eines Teiles eines Rotors gemäß der Erfindung;
F i g. 3 zeigt Belüftungselemente für den Rotor der F i g. 1;
Fig. 4 zeigt eine Draufsicht auf Umwälzbecken elemente 7, 10, 8, 11 und 9, 12 (Fig. 2) in einem
mit der Vorrichtung nach der Erfindung; Winkelabstand von z.B. 15° zueinander angeordnet
F i g. 5 ist ein Schnitt durch ein Umwälzbecken sind,
nach Fig. 3. Gemäß der Erfindung sind nun diejenigen Belüf-
Die Belüftungsvorrichtung nach der Erfindung 5 tungselemcnte, die jeweils der übernächsten achs-
besteht aus einem Antriebsmotor 1, der auf einer senkrechten Ebene zugeordnet sind, in Fig. 2 also
Säule 2 mit einem nicht dargestellten Getriebe ange- beispielsweise die Bclüftungselemente 7, 7', 7" bzw.
bracht ist. Der Motor treibt über ein in der Säule 10, 10', 10" um jeweils 2,5° zueinander versetzt,
angebrachtes, nicht dargestelltes Getriebe einen und zwar in Fig. 2 von links nach rechts gesehen,
Achszapfcn 3 für eine Hohlwelle 4 an. Die Hohl- io nach oben.
welle ist mit dem Achszapfen 3 durch eine Kupp- Bei der beispielsweise dargestellten Versetzung um
lung S verbunden. An ihrem Ende ist sie in einem 2,5l kommen die Bclüftungselemente der cntsprc-
Endlager 6 gelagert. Die Hohlwelle ist bestückt mit chenden Reihen in der dreizehnten achssenkrechten
Bclüftungselcmcntcn, z. B. 7, 8,9(Fi g. 3). Ebene wieder in die gleiche Stellung zu liegen wie
Man kann sehr große Belüftungsrotoren herstellen, 15 die Bclüftungselemente in der zweiten achssenkrcchbci
denen die Hohlwelle einen Durchmesser haben ten Ebene. Allerdings ist dann jeweils eine Verschiekann,
der mehr als ein Viertel des gesamten Durch- bung um eine Reihe erfolgt, so daß also das Bemcsscrs
des Belüftungsrotors beträgt. So kann der lüftungselenient 8* in der dreizehnten Ebene die
Durchmesser der Hohlwelle vorteilhafterweise 300 Stellung des Bclüflungselcmcnts 10 in der zweiten
bis 400 mm und insbesondere 350 bis 360 mm be- ao Ebene einnimmt. Entsprechend nimmt dann beitrugen.
Die Länge der Belüftungsclcmentc beträgt spielsweisc das Bclüftungselcment 10* in der vierdann
vorzugsweise 300 bis 400 mm, insbesondere zehnten Ebene die Stellung des Bclüftungsclcments T
300 bis 350 mm. Auf diese Weise kann ohne wci- in der dritten Ebene ein. Nach sechsmaligem Vcrtcrcs
ein Durchmesser der Rotorwelle von 1000 mm setzen um 2,5° erfolgt also eine Gesamtversetzung
und mehr erreicht werden. Bei diesem Durchmesser 25 von 15'', so daß die Bclüftungselemente in die Stclkann
man mit einer verhältnismäßig geringen Dreh- lung zr liegen kommen, in der sie in der jeweils
zahl auskommen und erreicht trotzdem eine zum nächsten achsscnkrcchlcn Ebene liegen. Die Belüfilinbringcn
der erforderlichen Menge ausreichend tungselemente in den jeweils der zwölften Ebene
hohe Umlaufgeschwindigkeit. Ferner kann man auf folgenden Ebenen schlagen also gemeinsam mit den
diese Wrisp Rclüftungsrotorcn herstellen, die eine 30 Belüftungsclemcntcn der vorhcrliegcndcn Ebene ein.
Länge von über 4,5 m, und zwar insbesondere bis Vortcilhafterweise wird nun die Bestückung des
Ulm aufweisen, wobei gegebenenfalls noch größere Gesamtrolors so gewählt, daß die Zahl der achs-Länpen
erreicht werden können. parallelen Ebenen bzw. der nebeneinander angcord-
Man kann für jeden aus einer Hohlwelle 4 und netcn Sterne ein Vielfaches von zwölf beträgt, so
den Belüftungsclemcntcn, z. B. 7, 8, 9, bestehenden 35 daß also keine Lücken beim Einschlagen der Bc-
Bclüftungsrotor einen gesonderten Antrieb vorsehen. lüftungsclcmcnte auftreten. Die gewählte Versetzung
Dies ist dann zweckmäßig, wenn nur ein einziger um 2,5° ist im allgemeinen bereits ausreichend für
Behälter od. dgl. belüftet werden soll. In diesem eine Vermeidung von Torsionsschwingungen und
Fall ist nicht nur das Endlager 6 an einer der Be- bedingt auf der anderen Seite eine gute schrauben-
hälterwändc untergebracht, sondern auch die Säule 2 40 förmigc Umwälzung. Will man eine Verringerung
mit Motor 1 und Getriebe. der Torsionsbeanspruchung durch Erhöhung der
Man kann aber auch zwei Belüftungsrotoren Eintauchfrequenz erreichen, so kann man den
durch einen einzigen Motor 1 antreiben, wie dies in Winkel, um den die Belüftungselementc versetzt
F i g. I gezeigt wird. Die entsprechende Hohlwelle 4' sind, auch so klein wählen, daß die Summe dieser
ist dann ebenfalls über eine Kupplung S' mit einem 45 Winkel über die ganze Länge des Rotors dem Win-Achszapfcn
3' des Getriebes verbunden und auf kel entspricht, um den die Belüftungselcmcnte in
ihrer anderen Seite in einem weiteren, nicht dar- benachbarten achssenkrechten Ebenen versetzt sind,
gestellten Endlager gelagert. Die Bestückung dieser Ist dieser letztere Winkel wie im vorliegend-n Bei-Hohlwellc
4' mit Belüftungselemcnten ist die gleiche spiel 15°, so wären die Belüftungselemente bei
wie bei der Hohlwelle 4. 50 100 Schaufelsternen in entsprechend vielen achsin diesem Falle können zwei Belüftungsbehälter senkrechten Ebenen am jeweils 0,3° zu versetzen,
nebeneinander angeordnet und die Säule 2 auf einer Bei entsprechend tnenr oder weniger Sternen wurden
Zwischenwand zwischen diesen Behältern angeord- sich dann die Winkel entsprechend verändern,
net sein. Die Hohlwellen für die Belüftungselemente Dies gilt für den FaTl, daß die Versetzung über können je nach dem verwendeten Getriebe gleich- 55 die ganze Rotorlänge um den gleichen Winkelbetrag oder gegenläufig angetrieben werden. und in der gleichen Richtung erfolgt. Man kann
net sein. Die Hohlwellen für die Belüftungselemente Dies gilt für den FaTl, daß die Versetzung über können je nach dem verwendeten Getriebe gleich- 55 die ganze Rotorlänge um den gleichen Winkelbetrag oder gegenläufig angetrieben werden. und in der gleichen Richtung erfolgt. Man kann
Die Bestückung der Belüftungsrotoren kann mit- entsprechend Fig. 1 aber auch so vorgehen, daß
tels V-förmig gebogener Flacheisen od. dgl. er- man die Verseteung in der gleichen Richtung nur
folgen, die, wie bet 23 gezeigt, miteinander verbun- beispielsweise bis zu den 3elüftungselementen 13,
den sind und so die Belüftungselemente 7, 8 und 9 60 14, 15 vornimmt. Von da ab erfolgt die Versetzung
bilden. in umgekehrter Richtung, in Fig. 1 im rechten Teil
Die in einer achssenkrechten Ebene angeordneten des linken Rotors also nach oben. Die Belüiiungs-
Belüftungselemente 7, 8, 9 sind jeweils mit einem elemente sind also pfeilartig angeordnet, wobei die
Winkel von z. B. 30 sternförmig angeordnet. In der Belüftungselemente 13, 14, IS eine Art Srrtze ernächstfolgcnden
radialen Ebene sind Belüf tungs- 65 geben. Bei zwölf Belöftongselementen j- Stern
elemente 10, H, 12 mit gleichen Winkelabständen würde man in diesem Fall auf der linken Seite die
angeordnet, jedoch jeweils um den - halben Whikel- Bclüftungselemente am etwa 04° versetzen können,
betrag versetzt, so daß die einzelnen Belüftungs- auf der rechten Seite mn etwa 1 . Es würde dann
(ο
ebenfalls ein Eintauchen ohne Auftreten einer Lücke möglich sein.
Im vorliegenden Fall werden je nach Lage der Spitze die Umwälzströmungen verändert, so daß sich
die vorher bereits erwähnten Möglichkeiten ergeben. Jic Richtung und Stärke der Uniwälzströmungen
hängen im wesentlichen von dem Winkelbetrag ab, um den die Versetzung erfolgt. Das gleiche gilt natürlich
auch für den Ausgleich des axialen Schubes.
Zur Korrektur von Strömung und Axialschub kann man im übrigen auch die einzelnen Belüftungselcmcnte
um einen geringen Winkelbetrag versetzt anordnen. Die in F i g. 2 der Abwicklung dargestellten
Belüftungselemente würden dann nicht senkrecht zur Abwicklungsrichtung sichtbar werden, sondern
würden in einem Winkel dazu angestellt sein.
Bei Belüftungsbecken üblicher Art, bei denen also die Flüssigkeit in einem tiefen Becken um eine horizontale
Achse umgewälzt wird, kann man die beiden Belüftungsrotoren in der gleichen Richtung umlaufen
lassen, wobei jedoch vorteilhafterweise die Versetzung der Belüftungselemente entgegengesetzt
ist, so daß eine Kompensation des Axialschubes beider Rotoren möglich ist.
Besonders vorteilhaft ist die Anwendung der Vorrichtung nach der Erfindung mit der in Fig. 4 dargestellten
Anordnung von Belüftungsbecken. Ei sind in diesem Fall zwischen einem Einlaufgraben
60 und einem Ablaufgraben 61 Umwälzbecken 62.
63, 64, 65 vorgesehen. In diesen Umwälzbecker sind Belüftungseinrichtungen entsprechend der Erfindung
angeordnet, die mit ihren Motoren, beispielsweise 68, 69, 70, auf den Innenwänden der Umwälzbecken
angeordnet sind. Die von diesen Motoren angetriebenen Belüftungsrotoren 71, 72 laufer
dann jeweils mit umgekehrter Drehrichtung, so daC das Wasser in einem Kreislauf durch die Umwälzbecken
fließt. In diesem Fall kann eine schraubenförmige Umwälzung erreicht werden. Dies wird
durch eine Versetzung der Belüftungselemente gemäß der Erfindung bewirkt, wobei diese Versetzung
an beiden Rotoren in gleicher Richtung erfolgt, se daß also eine ununterbrochene schraubenförmige
Umwälzung erreicht wird. Es können jedoch aucl·
ao alle vorher beschriebenen Möglichkeiten angewendet werden, um die jeweils günstigste Umwälzung zi
erreichen.
Man kann zusätzlich auch die Belüftungsrotorer selbst in einem Winkel zu der Umlaufrichtung bzw
den Wänden des Belüftungsbeckens anordnen.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (8)
1. Vorrichtung zum Eintragen von Gasen, insbesondere
Luft, in Flüssigkeiten, insbesondere Abwasser, mit mindestens einem umlaufend angetriebenen
etwa horizontalachsig oberhalb des Flüssigkeitsspiegels gelagerten Rotor, der mit in
die Flüssigkeit eintauchenden Belüftungselementen in Form von Stäben, Schaufeln od. dgl. bestückt
ist, welche in achssenkrechten Ebenen sternförmig mit bestimmter Winkelteilung, gegebenenfalls
unter Versetzung benachbarter Sterne um einfache Bruchteile der Winkelteilung, angeordnet sind, dadurch gekennzeicnn
e t, daß für mindestens einen Teil von jeweils in axialer Richtung benachbarten Belüftungselementen jeweils ein Belüftungsekmerit (7, 10)
gegenüber einem ihm in Axialrichtung nächst oder übernächst liegenden Belüftungselement
(7', 10') um einen im Vergleich zur Winkelteilung der Sterne geringen Winkelbetrag versetzt
ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Versetzung etwa 3° beträgt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Winkelbetrag so
gewählt ist, daß die über die Länge des Rotors summierten Winkelbeträge gleich dem Teilungswinkel eines Sterns oder einem ganzzahligen
Vielfachen davon sind.
4. Vorrichtung nac! Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß bei Anordnung von
zwei gegenläufig angetriebenen Rotoren (71 bzw. 72) in je einem Schenkel eines Umwälzbeckens
(62 bis 65) die Belüftungselemente (7, 8, 9 bzw. 10, 11, 12) beider Rotoren in gleicher Richtung
versetzt sind.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Belüftungselemente (7 bis 9 bzw. 10 bis 12) in einzelnen
Längenabschnitten eines Rotors oder einer aus mehreren Rotoren bestehenden Belüftungsanlage
in entgegengesetzten Richtungen versetzt sind.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß bei Verwendung von zwei
gleichachsigen Rotoren und insbesondere mit einem dazwischen angeordneten gemeinsamen
Antriebsaggregat (1) die Belüftungselemente (7 bis 9 bzw. 10 bis 12) auf den Rotoren jeweils in
entgegengesetzter Richtung versetzt sind.
7. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Längenabschnitte mit entgegengesetzter
Richtung der Versetzung ungleiche Längen haben.
8. Vorrichtung nach Anspruch 5 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Richtung der Versetzung mehr als einmal wechselt.
Applications Claiming Priority (4)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEP0036927 | 1965-05-29 | ||
| DEP0036928 | 1965-05-29 | ||
| DEP0037242 | 1965-07-13 | ||
| DEP0037242 | 1965-07-13 |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1657377A1 DE1657377A1 (de) | 1972-02-10 |
| DE1657377B2 DE1657377B2 (de) | 1973-02-01 |
| DE1657377C true DE1657377C (de) | 1973-08-23 |
Family
ID=
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE69304233T2 (de) | Vorrichtung zur Behandlung von Wasser | |
| DE3324853A1 (de) | Mechanisch-biologische klaeranlage zum reinigen von abwaessern | |
| DE1544087A1 (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Entgasen einer viskosen Fluessigkeit | |
| DE1759861A1 (de) | Abwasserreinigungsanlage | |
| EP0006597A1 (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Belüftung von Wasser | |
| DE1657377C (de) | Vorrichtung zum Eintragen von Gasen in Flüssigkeiten | |
| DE3321532C2 (de) | Rührwerk für Traubenmaische | |
| DE1657377B2 (de) | Vorrichtung zum eintragen von gasen in fluessigkeiten | |
| WO2004105924A1 (de) | Vorrichtung zum aufschäumen einer schlämme | |
| DE3112994C2 (de) | Autoklav zum Aufbereiten von Kakaomasse | |
| DE1584967C (de) | Vorrichtung zum Eintragen von Gasen in Flüssigkeiten, insbesondere zur Oberflächenbelüftung von Abwasser, mit mindestens einem honzontalachsigen Beluftungsrotor | |
| DE3409111A1 (de) | Vorrichtung zur belueftung von wasser und zur biologischen klaerung von abwasser | |
| EP0162121B1 (de) | Klärbecken für die biologische Reinigung von Abwässern | |
| DE681212C (de) | Ruehrwerk fuer Schaumschwimmvorrichtungen | |
| DE2925498A1 (de) | Bodenbearbeitungsmaschine | |
| DE3437623C2 (de) | Kreiselegge | |
| DE718499C (de) | Vorrichtung zur Bearbeitung plastischer Sprengstoffe | |
| DE1519909C3 (de) | Kristallisiervorrichtung | |
| DE1658106A1 (de) | Einrichtung zum Eintragen eines gasfoermigen Mediums in eine Fluessigkeit | |
| CH350935A (de) | Verfahren zum Belüften von Flüssigkeiten und Belüftungsrotor zur Durchführung des Verfahrens | |
| AT122542B (de) | Knetmaschine. | |
| DE1604363C3 (de) | Mischvorrichtung zur kontinuierlichen Herstellung von Kunststoffmassen aus mindestens zwei Materialkomponenten | |
| DE807037C (de) | Waagerecht umlaufendes Butterfass mit festen Einbauten | |
| DE29512121U1 (de) | Vorrichtung zum Belüften und/oder Durchmischen von Flüssigkeit in einem Becken | |
| DE1245913B (de) |