DE1655094B2 - Hydropneumatische federung fuer fahrzeuge - Google Patents
Hydropneumatische federung fuer fahrzeugeInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine hydropneumatische Federung für Fahrzeuge, mit zwei oder mehr an einen
Stellzylinder angeschlossenen, als eigentliche Feder wirkenden hydropneumatischen Speichern mit abgestuften
Fülldrücken, die bei zunehmender Belastung des Fahrzeugs kaskadenartig nacheinander jeweils bei
Erreichen ihres Fülldruckes selbständig zuschalten und als Feder wirksam werden.
Hierdurch kann die Schwingungsdämpfung der Federung an die jeweilige Belastung angepaßt und die
Progressivität der Federkennlinie verringert werden.
Es ist bekannt (FR-PS 1422968) für eine hydropneumatische
Federung für Fahrzeuge, die mit mindestens zwei unter verschieden hohen Drücken stehenden
Speichern ausgestattet ist, diese nacheinander mittels eines Absperrschiebers zuzuschalten, welcher
an seiner einen Stirnfläche dem Federungsdruck ausgesetzt ist und in der entgegengesetzten Richtung von
einer Rückstellfeder belastet ist, die auf einen Mindestdruck eingestellt ist, so daß beim Überschreiten
dieses Mindestdruckes der nächstfolgende Speicher zugeschaltet wird.
Bei einer anderen bekannten hydropneumatischen Federung (DT-AS 1145939) ist der Gasraum oines
als Feder wirkenden hydropneumatischen Speichers in zahlreiche zu- und abschaltbare Räume unterteilt,
die bei zunehmender Last mittels eines Schiebers
ίο nacheinander zugeschaltet werden, um ein konstantes
federndes Gasvolumen und damit eine gleichbleibende Eigenfrequenz des Fahrzeugaufbaus zu erzielen.
Ferner ist eine die eingangs erwähnten Merkmale aufweisende hydropneumatische Federung bekannt
(DT-AS 1129845), bei welcher mehrere unter unter-
. schiedlichen Fülldrücken stehende Speicher jeweils mit einer Kammer in Verbindung stehen, die ihrerseits
untereinander und mit dem Stellzylinder über Drosselöffnungen verbunden sind, weiche im jeweiligen
Gesamtquerschnitt für eine Kammer, welche einem bestimmten Speicher zugeordnet ist, zunehmend kleiner
als für die Kammer des Speichers mit dem nächst niedrigeren Druck sind. Dadurch wird der Speicher
höheren Druckes erst zugeschaltet, wenn der jeweilige Druck in der zugeordneten Kammer iastenabhängig
einen durch die Drosselöffnungen bestimmten, dem jeweiligen Fülldruck entsprechenden Anfangswert
übersteigt.
Bei allen diesen bekannten hydropneumatischen Federungen werden somit die als eigentliche Feder
wirkenden hydropneumatischen Speicher zwar nacheinander wirksam zugeschaltet, jedoch bleiben dabei
die Speicher, welche als solche für eine niedrigere Be-
lastung vorgesehen sind, zusammen mit den zugeschalteten Speichern höheren Druckes eingeschaltet.
Dadurch stehen bei hoher Belastung auch die als solche niedrigeren Belastungen zugeordneten Speichel
unter hohem Druck, so daß diese zur Aufnahme des höchsten Druckes geeignet konstruiert werden müssen
und unerwünschte Gasdiffusionen durch vorhandene Trennmembranen verstärkt auftreten.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine hydropneumatische Fahrzeugfederung mit mehrerer
selbsttätig zuschaltenden hydropneumatischen Speichern so auszubilden, daß das Verhältnis zwischer
kleinstem und größtem Druck der Speicher verringen ist und übermäßige Gasdiffusionen durch Trennmembranen
der Speicher vermieden sind.
Dies wird erfindungsgemäß bei einer hydropneumatischen Federung der eingangs erwähnten Art dadurch
erreicht, daß bis auf den hydropneumatischer Speicher mit dem höchsten Fülldruck alle hydropneumatischen
Speicher über durch den Druck im Stellzy linder und eine Rückholfeder beaufschlagte Absperr
schieber mit dem Stellzylinder verbunden sind, die durch ihre Rückholfeder offengehalten werden unc
.jeweils bei Erreichen eines etwas über dem Fülldrucl des nächsten hydropneumatischen Speichers liegen
den Abschaltdruckes schließen, so daß abgesehen voi den Umschaltbereichen stets nur ein hydropneumati
scher Speicher als Feder wirksam ist.
Die Erfindung erlaubt, mehrere hydropneumati sehe Speicher mit abgestuften Druckbereichen zu ver
wenden, wobei bei jedem Speicherwechsel jeweils de Speicher mit dem niedrigeren Druck - abgesehen voi
dem Übergangszeitraum - ausgeschaltet wird. Diese Übergangszeitraum ist jedoch nur kurz. Für jeden Be
Ib ob 094
lastungsbereich kann daher die jeweils hierfür beste
Schwingungsdämpfung durch den hierfür vorgesehenen Speicher erhalten werden, ohne daß dabei die
Schwingungsdämpfung der übrigen Speicher berücksichtigt zu werden braucht.
Durch das Abschalten des jeweils "orangehenden hydropneumatischen Speichers wird außerdem für
Speicher, die unter niedrigem Fülldruck stehen, das Auftreten von hohen Drücken vermieden, go daß die
damit verbundenen Gasdiffusionen durch die Trennmembran geringer sind.
Bevorzugte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
Ausführungsbeispieie der Erfindung werden in der folgenden Beschreibung an Hand der Zeichnungen
erläutert. Auf diesen Zeichnungen zeigt
Fig. 1 einen Längsschnitt durch eines dieser Ausführungsbeispiele mit geöffnetem Absperrschieber,
Fig. 2 einen Längsschnitt wie Fig. 1 durch dasselbe Ausführungsbeispiel nach Schließung des Absperrschiebers,
Fig. 3 die Änderung der Flexibilität der Federung
von Fig. 1 und 2 in Abhängigkeit von dem Druck der Hydraulikflüssigkeit,
Fig. 4 ein zweites Ausführungsbeispiel dieser Federung.
Fig. 1 zeigt eine hydropneumatische Federung mit einem Stellzylinder 1, der am Rahmen oder an der
Karosserie 2 eines Fahrzeugs befestigt ist. In diesem Stellzylinder gleitet ein Stellkolben 3, der mit einem
nicht abgefederten Teil des Fahrzeugs verbunden ist. Am oberen Teil des Stellzylinders ist ein Gehäuse 4
mit zwei hydropneumatischen Speichern 5 und 6 angeschlossen, die beispielsweise durch verschiedene
Gasmengen 7 und 8 mit verschiedenen Fülldrücken p0 bzw. P0 gefüllt sind.
Im Inneren des Gehäuses 4 ist eine Bohrung 9 vorgesehen, die an ihren Enden durch Verschlußstücke
10a und 10f> verschlossen ist. Im Inneren dieser Bohrung
9 sitzt eine mit zwei Außennuten 13 und 14 und einer Innennut 15 versehene Gehäusehülse 12, die
die Bohrung 9 in zwei Kammern 16 und 17 teilt; die Kammer 16 ist über eine Rohrleitung 20 mit einem
Behälter 18 verbunden, der nicht unter Druck stehende Hydraulikflüssigkeit enthält.
In der Gehäusehülse 12 gleitet ein mit einer Nut 25a versehener zylindrischer Absperrschieber 25, auf
dessen in die Kammer 17 reichendem Ende ein Federteller 11 sitzt, welcher mit einem großen Spiel in der
zylindrischen Bohrung der Kammer 17 gleitet. Gegen diesen Federteller 11 drückt eine Rückholfeder 26,
die mit ihrem anderen Ende an der Gehäusehülse 12 anliegt.
Kanäle 27, 28, 29, 30 und 31, 32, 33, die teils im Gehäuse 4, teils in der Gehäusehülse 12 vorgesehen
sind, verbinden jeweils den hydropneumatischen Speicher 5 mit der Außennut 13, den Stellzylinder 1
der Federung mit der Außennut 14, die Kammer 17 mit dem hydropneumatischen Speicher 6, die Außennuten
13 und 14 mit der Bohrung der Gehäusehülse 12 und die Innennut 15 mit der Kammer 16. Der Kanal
33 ist durch eine Ventilkugel 34 verschlossen, auf die eine vorgespannte Ventilfeder 35 einwirkt. Am
Eingang bzw. am Austritt der Kanäle 28, 29 und 30 sind Drosselorgane 36 und 37, beispielsweise mit
Bohrungen 38 bzw. 39 versehene Querwände, vorgesehen.
Wenn der Absperrschieber 25 mit einem Ende an dem die Bohrung 9 verschließenden Verschlußstück
lOfl anstößt (Fig. 1), befindet sich die Nut 25a des
Absperrschiebers gegenüber den öffnungen der Kanäle 31 und 32; wenn das andere Ende dieses Ab-Sperrschiebers
an dem Verschlcißstück 10b anstößt,
so befindet sich die Nut 25a ebenfalls noch gegenüber der Öffnung des Kanals 31 und ist ferner mit der Innennut
15 der Gehäusehülse 12 in Verbindung.
Im folgenden wird die Arbeitsweise dieser Vorrichtung an Hand eines Beispiels beschrieben, bei dem der Fülldruck P0 größer als der Fülldruck p0 und der Gesamtquerschnitt der in dem Drosselorgan 36 vorgesehenen Bohrungen 38 größer als der Gesamtquerschnitt der im Drosselorgan 37 vorgesehenen Bohrangen 39 ist.
Im folgenden wird die Arbeitsweise dieser Vorrichtung an Hand eines Beispiels beschrieben, bei dem der Fülldruck P0 größer als der Fülldruck p0 und der Gesamtquerschnitt der in dem Drosselorgan 36 vorgesehenen Bohrungen 38 größer als der Gesamtquerschnitt der im Drosselorgan 37 vorgesehenen Bohrangen 39 ist.
Bei geringer Fahrzeuglast drückt die Rückholfeder 26 das Ende des Absperrschiebers 25 gegen das Verschlußstück
10a, so daß der hydropneumatische Speicher 5 über die Kanäle 27,28,31 und 32 die Außennuten
13 und 14, die Nut 25a und die in der Querwand des Drosselorgans 36 vorgesehenen Bohrungen 38 mit
dem Stellzylinder 1 der Federung in Verbindung ist. Die Flexibilität / der Federung, d.h. ihr spezifischer
Federweg, die durch den hydropneumatischen Spei-
a5 eher 5 mit niedrigem Fülldruck bestimmt wird, ändert
sich hierbei gemäß Fig. 3 (Abschnitt I der durchgehend gezeichneten Kurve) in Abhängigkeit von dem
durch die Belastung der Radachse bestimmten Druck ρ im Stellzylinder 1.
Wenn die Fahrzeuglast zunimmt und der Druck der in die Kammer 17 strömenden Flüssigkeit einen bestimmten
Wert px übersteigt, der groß genug ist, um
den Absperrschieber 25 entgegen der Kraft der Rückholfeder 26 nach links zu schieben, so wird die Nut
25a aus ihrer Stellung gegenüber dem Kanal 32 gebracht, so daß die Verbindung zwischen dem hydropneumatischen
Speicher 5 und dem Stellzylinder 1 allmählich unterbrochen wird. Dieser Übergangszustand
im Betrieb der Federung ist in Fig. 3 mit dem Abschnitt II der durchgehend gezeichneten Kurve
dargestellt.
Bei einer weiteren Erhöhung der Fahrzeuglast verschließt die Wandung des Absperrschiebers 25 den
Kanal 32 vollständig (Fig. 2); der Druck ρ im Stellzylinder 1 ist hierbei größer als der Wert p2 (F · 8- 3, Abschnitt
III der durchgehend gezeichneten Kurve), der seinerseits größer.als der Fülldruck P0 des hydropneumatischen
Speichers 6 ist. Damit der hydropneumatische Speicher <5 vor dem Ausschalten des hydropneu-
so matischen Speichers 5 mit niedrigem Fülldruck
wirksam sein kann, muß, beispielweise wenn es sich um einen Membranspeicher mit einer Membran 40
handelt, diese Membran sich bereits von ihrer Auflagefläche, die zweckmäßigerweise aus der Querwand
des Drosselorgans37 besteht (Fig. 1 und 2), in genügendem
Maße gelöst haben, damit Stöße bei Federausschlägen vermieden werden.
Zu diesem Zeitpunkt sind die beiden Drosselorgane
36 und 37 in Reihe geschaltet, die Hydraulikflüssigkeit
wird jedoch praktisch nur durch das Drosselorgan
37 gebremst, da der Gesamtquerschnitt der Bohrungen 39 kleiner als der der Bohrungen 38 ist.
Außerdem ist der hydropneumatische Speicher 5 im ausgeschalteten Zustand über die Kanäle 27 und
31, die Nuten 25a und die Innennut 15 mit dem durch die Ventilkugel 34 verschlossenen Kanal 33 verbunden.
Auf diese Weise kann der in diesem hydropneumatischen Speicher zum Zeitpunkt der Umschaltung
herrschende Druck durch am Absperrschieber gegebenenfalls auftretende Leckströme nicht erhöht werden.
Die Ventilfeder 35, die die Vcntilkugcl 34 gegen die öffnung des Kanals 33 drückt, kann also ungefähr
auf den Druck /?, (Fig. 3), bei dem der hydropneumatische
Speicher 6 mit höherem Fülldruck, in Tätigkeit tritt, vorgespannt werden.
Ferner kann auch die Zahl der hintereinander an die Fahrzeugfederung angeschlossenen hydropncumatischen
Speicher vergrößert werden (Fig. 4).
Hierbei ist an einer Fahrzeugfederung, beispielsweise an einem Stellzylinder 1, in dem der Stellkolben
3 gleitet, eine Anzahl von η hydropneumatischen Speichern Bx, B1,... ß„_,, Bn befestigt, welche unter
zunehmendem Fülldruck P1, P1,... Pn_p Pn stehen
und über Absperrschieber Tx, T2...Tn_x mit dem
Stellzylinder in Verbindung stehen. Die Absperrschieber Tx, T1... Tn _ ρ die nur schematisch angedeutet
sind, entsprechen jeweils dem Absperrschieber 25, werden durch vorgespannte Federn in die geöffnete
Stellung gebracht und beginnen sich zu schließen, wenn der Druck der sie beaufschlagenden Hydraulikflüssigkeit
jeweils gleich dem Abschaltdruck p2 Py...p„ ist.
Drosselorgane A1, A2...A„_X, An, beispielsweise
Querwände mit Bohrungen D1, D2... Dn_x, Dn,derer
Gesamtquerschnitt mit wachsendem Index η abnimmt, teilen eine Verlängerung des Stellzylinders 1
in eine Reihe von Kammern C1, C2, C„_,, Cn, an welchen
die hydropneumatischen Speicher Bx, B1..
ίο Bn _ ρ On angeschlossen sind.
Die Arbeitsweise dieser Ausführungsform ist dieselbe wie die der auf den Fig. 1 und 2 dargestellter
Federung; die Absperrschieber T1, T1... 7n_2sind geschlossen
und der Absperrschieber Tn _. ist geöffnet wenn der Druck ρ der Hydraulikflüssigkeit größer ah
Pn _, aber kleiner als pn ist.
Die Werte von P2-Pn sind vorzugsweise größei
als die Fülldrücke P2... Pn, damit die hydropneumatischen
Speicher B1... Bn vor völliger Schließung dei
Absperrschieber Tx, T2...Tn_x in Tätigkeit treten.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
1. Hydropneumatische Federung für Fahraeuge, mit zwei oder mehr an einen Stellzylinder
angeschlossenen, als eigentliche Feder wirkenden hydropneumatischen Speichern mit abgestuften
Fülldrücken, die bei zunehmender Belastung des Fahrzeugs kaskadenartig nacheinander jeweils bei
Erreichen ihres Fülldruckes selbsttätig zuschalten und als Feder wirksam werden, dadurch gekenn
ζ e i c h η e t, daß bis auf den hydropneumalischen Speicher (6 oder Bn ) mit dem höchsten Fülldruck
(P0 bzw. Pn) alle hydropneumatischen
Speicher (5 bzw. B1, B2, B3..., ß„_,) über durch
den Druck im Stellzylinder (1) und eine Rückholfeder (26) beaufschlagte Absperrschieber (25
bzw. T1, T1, T3..., r„_,) mit dem Stellzylinder
(1) verbunden sind, die durch ihre jeweilige Rückholfeder (26) offengehalten werden und jeweils
bei Erreichen eines etwas über dem Fülldruck (Pn
bzw. P2, P3 · · ■, Pn. ρ Pn) des nächsten hydropneumatischen
Speichers (6 bzw. B2, B3..., ߄_,, Bn)
liegenden Abschaltdruckes (p2 bzw. p2, p3 ...,
Pn-v Pn) schließen, so daß, abgesehen von den Umschaltbereichen, stets nur ein hydropneumatischer
Speicher (5 oder 6 bzw. B1 oder B2,
^3···' Bn -ι· ^n) a's Feder wirksam ist.
2. Hydropneumatische Federung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Absperrschieber
(25) mit einem Ventil (Ventilkugel 34, Ventilfeder 35) versehen ist, das bei geschlossenem
Absperrschieber (25) die an diesem auftretenden Leckflüssigkeiten abführt und damit eine
durch diese bewirkte Druckerhöhung im abgeschalteten hydropneumatischen Speicher (5) verhindert.
3. Hydropneumatische Federung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß
das als Druckhalteventil ausgebildete Ventil aus einer Ventilkugel (34) und einer Ventilfeder (35)
besteht, die ungefähr auf den Druck (p,), bei dem der hydropneumatische Speicher (6) mit dem
nächst höheren Druck in Tätigkeit tritt, vorgespannt ist.
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) | ||
| E77 | Valid patent as to the heymanns-index 1977 | ||
| EF | Willingness to grant licences |