DE1654694B - Behalter zur Facheinteilung von Schubladen - Google Patents
Behalter zur Facheinteilung von SchubladenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen Behälter zur Facheinteilung von Schubladen, dessen eine Seitenwand
einen die Oberkante eines an der Seitenwand anliegenden benachbarten Behälters hakenartig übergreifenden
Flansch aufweist.
Bei einer bekannten Bauweise von Behältern zur Facheinteilung von Schubladen, wie sie in der USA.-Patentschrift
1 588 271 beschrieben ist, sind an den Oberkanten der rechteckigen Behälter Flansche vorgesehen,
die hakenartig nach unten abgebogen sind. Hierbei sind auf gegenüberliegenden Kanten des
Behälters die Flansche in verschiedenem Krümmungs-radius und verschiedener Größe ausgebildet, so daß
der größere Flansch eines Behälters den kleineren Flansch eines anderen daneben angeordneten Behälters
übergreift. Ein Nachteil dieser Bauweise besteht darin, daß, wenn man nun verschieden große Behälter
dieser Art zur Aufteilung einer Schublade so zusammenfügen will, daß die Seite eines längeren Behälters
mit der Stirnseite eines oder mehrerer kürzerer Behälter verbunden werden soll, die Ecken der Behälter
dann mit Schlitzen oder Ausnehmungen versehen werden müssen, in die der Seitenflansch des
größeren Behälters d: . Stirnseiten der mit dem größeren
Behälter zu verbindenden kleinere Behälter übergreifend eingreift, um eine Anordnung in gleicher
Ebene zu ermöglichen. Durch diese Schlitze in den Ecken oder Seitenwandungen wird die strukturelle
Festigkeit derartiger Behälter erheblich geschwächt.
Bei einer weiteren bekannten Ausführungsform von Behältern der eingangs genannten Art, die in der
USA.-Patentschrift 1 625 945 beschrieben ist, lassen sich gleich große Behälter innerhalb einer stützenden
Struktur eines Kastens oder Schublade zusammenhaken,
indem sie Seite an Seite angeordnet werden, wobei dann eine Seitenwand dieser bekannten Behälter
die Oberkante eines Nachbarbehälters mit einem hakenartig ausgebildeten Flansch übergreift. Diese
Bauweise ist jedoch insofern von Nachteil, als hierdurch lediglich vergleichsweise lange Abteile gebildet
werden, die dann noch durch gesonderte Zwischenwände im Bedarfsfalle unterteilt werden müssen, wobei
hinzu kommt, daß die stützende Struktur des Kastens oder der Schublade unbedingt erforderlich
ist.
Von der bekannten Bauweise der Behälter ausgehend liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein
variables System von Vorratsbehältern der eingangs genannten Art zur Facheinteilung von Schubladen
zu schaffen, die eine hohe strukturelle Festigkeit aufweisen und bei dem sich ohne Schwierigkeiten Behälter
verschiedenster Größen zu Einheiten aneinanderfügen lassen.
Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe wird bei einem Behälter der eingangs genannten Art dadurch
gelöst, daß die Länge der Seitenwand des Behälters ein ganzzahliges Vielfaches einer gewählten
Längeneinheit beträgt und daß der Flansch mit Ausschnitten versehen ist, die jeweils im Abstand der
gewählten Längeneinheit angeordnet sind.
Durch die Erfindung wird der Vorteil erreicht, daß Behälter verschiedener Größe miteinander Seite „n
Seite und zusätzlich mit den Stirnseiten an den Flanschen anderer Behälter verhakbar sind, wodurch eine
sehr stabile Struktur ineinander verhakter Behälter erzielbar ist. Die so erzielte Struktur ist sogar stabil
genug, um ohne zusätzliche stützende Umbauung bewegt zu werden, da durch die erfindungsgemäße
Ausgestaltung der Behälter eine seitliche Verschiebung verschiedener zusammenge^cppelter Behälter
gegeneinander vermieden ist.
Nach einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung weisen die Ausschnitte in eine Breite auf, die
mindestens gleich der doppelten Wandstärke des Behälters ist.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform weist der Flansch Endausschnitte kurz vor den jeweiligen
Ecken der Behälter auf.
In vorteilhafter Weise ist der erfindungsgemäße Behälter mindestens eine gewählte Längeneinheit
breit und mindestens zwei gewählte Längeneinheiten lang.
Im folgenden wird die Erfindung an Hand von einigen in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsformen
näher erläutert. Es zeigt
Fig. 1 die perspektivische Ansicht eines Behälters, dessen Breite sich zu seiner Länge wie 1: 3 verhält;
Fig. 1 A die Ansicht eines Behälters mit einer abgeänderten
Ausführungsform der in den Flanschen des Behälters vorgesehenen Ausnehmungen;
F i g. 2 die Ansicht von drei Behältern, die an ihren Seitenkanten aneinandergefügt sind;
F i g. 3 die Draufsicht auf einen Behälter, dessen Breite sich zu seiner Länge wie 1:5 verhält;
Fig. 4 die Draufsicht auf einen Behälter, dessen Breite sich zu seiner Länge wie 2: 3 verhält;
F i g. 5 die Draufsicht auf drei in F i g. 1,3 und 4 gezeigte Behälter, die miteinander in einer bestimmten
Anordnung aneinandergefügt sind;
Fig. 6 eine Struktur, bei der drei der in Fig. 1
gezeigten Behälter mit je einem Behälter nach F i g. 3 bzw. nach F i g. 4 in einer anderen Anordnung miteinander
verbunden sind;
Fig. 7 eine Struktur, bei der die drei Bebälter
nach Fig. 1,3 und 4 in einer zu Fig. 5 unterschiedlichen Anordnung miteinander verbunden sind;
Fig. 8 eine Struktur, bei der ein Behälter nach Fig. 1, zwei Behälter nach Fig. 3 und zwei Behälter
nach Fig. 4 in einer Anordnung miteinander verbunden sind.
Der in F i g. 1 und 2 gezeigte einzelne Behälter 10 weist eine rechteckige Form auf, wobei seine Länge
dreimal größer als seine Breite ist, so daß die Abmessungen dieses Behälters 10 als eine gewählte Längeneinheit
breit und drei derartige Längeneinheiten lang aufgefaßt werden kann. Zwei Seitenwände 11
und die beiden Stirnwände 12 sind nach oben und außen geneigt, so daß gleiche Behälter 10 zur Handhabung
und Transport ineinandergeschachteU werden können.
Die Oberkante der einen Seite des Behälters 10 ist mit einem nach unten umgebogenen F.ansch 13 versehen,
welcher durch Ausschnitte 14 in gleiche Flanschabschnitie 13' geteilt ist, so daß jeder dieser
Flanschabschnitte 13' etwas kleiner als jede der drei Längeneinheiten ist. Die Enden des Flansches 13 sind
vorzugsweise bei 15 aufgeschlitzt oder ausgeschnitten. Wie in Fig. 2 gezeigt, kann der Flansch 13 über die
gegenüberliegende Seitenkante 16 eines oenachbarten gleichen Behälters 10 übergreifen, so daß diese Behälter
nebeneinander eingeschachtelt werden können, wobei ihre Böden 17 in derselben Horizontalebene
liegen,
Eine abgeänderte Ausführungsform der Ausschnitte ist in F i g. IA gezeigt. Diese Ausschnitte 14 α unterscheiden
sich von den Ausschnitten 14 dadurch, daß sie sich lediglich über eine gewisse Strecke und nicht
vollständig durch den Flansch 13 erstrecken.
Der al» Ganzes in F i g. 3 dargestellte Behälter 20
ist eine gewählte Längeneinheit breit und fünf Längeneinheiten lang und weist schräge Seitenwände 2Ϊ
und schräge Stirnwände 22 auf, welche dieselbe Neigung wie die Seitenwände 11 und die Stirnwände 12
des Behälters 10 haben. Ein nach unten gebogener Flansch 23 ist entlang einer Seitenkante vorgesehen
und weist Ausschnitte 24 auf, welche diesen Flansch 23 in fünf gleiche Flansch-Abschnitte 23' unterteilen,
wobei auch an den Endabschnitten 23' Endausschnitte
25 vorgesehen sind.
Der als Ganzes in Fig. 4 bezeichnete Behälter30
ist zwei Längeneinheiten breit und drei Längeneinheiten lang und weist schräge Seitenwände 31 und
schräge Stirnwände 32 mit derselben Neigung wie die 5«
Seitenwände 11 bzw. 21 und die Stirnwände 12 bzw. 22 der Behälter 10 bzw. 20 auf. Ein nach unten gebogener
Flansch 33 ist entlang einer Seitenkante des Behälters 30 vorgesehen und weist Ausschnitte 34
auf, welche den Flansch 33 in drei gleiche Flanschabschnitte 33' unterteilen, wobei die Endflansche 33'
ebenso mit Endausschnitten 35 versehen sind.
Wie in F i g. 5 gezeigt, sind die Flanschabschnitte 13', 23' und 33' gleich lang, und zwar etwas kürzer
als die entsprechende gewählte Längeneinheit, wobei die Ausschnitte K 24 und 34 vorzugsweise etwa
doppelt so breit wie die jeweiligen Endausschnitte 15, 25 und 35 sind.
Bei der in F i g 5 gezeigten Anordnung, bei welcher jeweils ein Behälter 10 bzw. 20 bzw. 30 verwendet ist,
übergreifen zwei Flanschabschnitte 13' des Behälters 10 eine Stirnwand des Behälteirs 30, ein Flanschabschnitt
23' des Behälters 20, eine Stirnwand 12 des Behälters 10 und drei Flanschabschnitte 23' des Behälters
20 die Seitenwand 31, die den Flanschabschnitten 33' des Behälters 30 gegenüberliegt.
Es ist ersichtlich, daß einer der Ausschnitte 24 auf der rechten Seite die miteinander verbundenen Wände
der Behälter 10 und 30 an dem anliegenden Endausschnitt 15 des Flansches 13 überspannt, während der
nächstfolgende Ausschnitt 24 auf der linken Seite die gegenüberliegende Seitenwand 11 überspannt. Somit
müssen die Behältenvände an ihren Ecken nicht mit Schlitzen ausgebildet sein, in die sich der langgestreckte,
nach unten gebogene Flansch eines eingehakten Behälters erstrecken kann.
Es können auch andere Anordnungen der drei Behälter 10, 20 und 30 als die in Fig. 5 gezeigten in
Schubladen verschiedener Oröße und Form vorgesehen werden, weil die Flanschabschnitte 13', 23' und
33' stets mit den gewählten Längeneinheiten oder deren Vielfachen zusammenpassen. F i g. 6 zeigt drei
Behälter 10, welche mit je einem Behälter20, einem
Behälter 30 und einem weiteren Behälter 20, wie mit strichpunktierten Linien angedeutet, aneinandergefügt
sind. Bei diesen Anordnungen überspannen die Ausschnitte der Flansche die Kanten angeschlossener
Behälter im rechten Winkel, so daß diese Flansche und die nebenliegenden Flanschabschnitte sich nach
unten über die Parallelkanten erstrecken. Demgemäß gestatten die sich nach unten erstreckenden Kanten
der Ausschnitte nur eine geringfügige seitliche Relativbewegung des angeschlossenen Behälters, bevor er
mit der senkrechten Wand bzw. den senkrechten Wänden an den Ecken in Anlage kommt.
Somit können Anordnungen wie in Fig. 7 und 8 vorgesehen werden, bei welchen die Schubladenfächer
nicht den ganzen Schubladenraum ausfüllen, so daß auch freie Räume in der Schublade verbleiben,
die nicht von Behältern eingenommen sind, wobei einer oder mehrere der Behälter nur an ihren
Stirnwänden mit Flanschen verbunden sind, und trotzdem durch die Kanten der in ihre Ecken eingreifenden
Ausschnitte verhindert sind, eine Seitenbewegung auszuführen. Die in Fig. 7 gezeigten Behälter
10 und 30 sind nur an ihren Stirnseiten mit den Flanschen 2J' verbunden, jedoch erstrecken sich die
Wände der Ausschnitte 24 und 25 nach unten in die Ecken und greilen in die Seitenwände der Behälter
10 und 30 ein, so daß keine wesentliche seitliche Relativbewegung derselben stattfinden kann.
In ähnlicher Weise wird jegüche seitliche Relativbewegung
der in Fig. 8 gezeigten Behälter 10ο und 30 a, die an ihren Seitenkanten miteinander verbunden
sind, durch die Wände der Ausschnitte 24 und 25 an einem Ende und der Ausschnitte 34 und 35 am
anderen Ende, verhindert.
Somit wurde eine einfache, aber außeroraentlich vielseitige Konstruktion zum Erhalt einer Anzahl in
Schubladenfrcher eingeschachtelter Behälter verschiedenster
Größe und Form geschaffen, wobei die mit Ausschnitten versehenen, sich einschachtelnden
Flanschabschnitte, deren Länge- etwas kleiner als die Länge der einzelnen gewählten Längeneinheit ist, nur
eine Einschachtelung mit Stirnseiten seitlich im Abstand angeordneter Behälter gestatten, während eine
seitliche Relativbewegung verhindert ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (4)
1. Behälter zur Facheinteilung von Schubladen, dessen eine Seitenwand einen die Oberkante eines
an der Seitenwand anliegenden, benachbarten Behälters hakenartig übergreifenden Flansch aufweist,
dadurch gekennzeichnet, daß die Länge der Seitenwand (11, 21, 31) des Behälters
(10, 20, 30) ein ganzzahliges Vielfaches einer gewählten Längeneinheit beträgt und daß der
Flansch (13, 23, 33) mit Ausschnitten (14, 14 a, 24, 34) versehen ist, die jeweils im Abstand der
gewählten Längeneinheit angeordnet ,sind. ,
2. Behälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausschnitte (14, 24, 34) eine
Breite aufweisen, die mindestens gleich der doppelten Wandstärke des Behälters (10, 20, 30) ist.
3. Behälter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Flansch (13, 23, 33)
Endausschnitte (15, 25, 35) kurz vor den jeweiligen Ecken des Behälters (10, 20, 30) aufweist.
4. Behälter nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Behälter (10, 20,
30) mindestens eine gewählte Längeneinheit breit und mindestens zwei gewählte Längeneinheiten
lang ist.
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