DE165420C - - Google Patents
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B03—SEPARATION OF SOLID MATERIALS USING LIQUIDS OR USING PNEUMATIC TABLES OR JIGS; MAGNETIC OR ELECTROSTATIC SEPARATION OF SOLID MATERIALS FROM SOLID MATERIALS OR FLUIDS; SEPARATION BY HIGH-VOLTAGE ELECTRIC FIELDS
- B03B—SEPARATING SOLID MATERIALS USING LIQUIDS OR USING PNEUMATIC TABLES OR JIGS
- B03B9/00—General arrangement of separating plant, e.g. flow sheets
- B03B9/06—General arrangement of separating plant, e.g. flow sheets specially adapted for refuse
Landscapes
- Processing Of Solid Wastes (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Ju 165420 KLASSE 1 a.
Städtische Abfälle hat man bereits durch Abschwemmen der einzelnen Bestandteilsorten
mit Wasser aufbereitet, indem der verschiedene Auftrieb der Sorten im Wasser zur Trennung
benutzt wurde. Eine bessere Scheidung des Mülls als mit Wasser kann aber mit einer
spezifisch schwereren Schwemmflüssigkeit als Wasser erzielt werden. Solche spezifisch
schwereren Flüssigkeiten, und zwar SaIzlösungen, sind auch bereits für das Waschen
von Müll in Vorschlag gebracht worden.
Der Erfinder wendet nun zur Aufbereitung des Mülls ebenfalls eine spezifisch schwerere
Schwemmflüssigkeit an, nimmt aber zu diesem Zweck verdünnte Schwefelsäure. Dadurch
werden folgende Vorteile , erzielt: Bei dem Waschen des Mülls mit Wasser gehen die
gewaschenen Gemüse- und Fleischteile unter Abnahme ihres Wertes schnell in Fäulnis
über. Die Trocknung ist zu teuer. Außerdem bildet das Müll einen Bakterienherd, welche Gefahr durch die Wasserbehandlung
nicht beseitigt, sondern eher vergrößert wird. Auch bei dem Schwemmen mittels Salzlösungen
ist das Ergebnis in dieser Beziehung nicht viel anders. .Die Schwefelsäure ist in den
hier in Betracht kommenden Verdünnungsgraden nicht zu teuer und übt während der kurzen Berührung mit den Müllbestandteilen
keinen für deren spätere Verwendung schädlichen Einfluß aus, bietet vielmehr den Vorteil,
desinfizierend zu wirken und wie die Salzlösungen eine genauere und weitgehendere
Scheidung zu ermöglichen. Schließlich wird die erhaltene Düngermasse nicht nur vor
Fäulnis bewahrt, sondern ihre Werte werden sogar noch aufgeschlossen, so daß sie nutzbarer
wird.'
Nun ist die Verarbeitung des Hausmülls durch Einsumpfen des Mülls mit konzentrierter
Schwefelsäure (etwa 55 bis 60° Be.) zu Dünger bekannt, wobei der Hauptwert
auf die vorstehend erwähnten chemischen Eigenschaften und Wirkungen gelegt wird.
Zur Durchführung des vorliegenden Sortier-Verfahrens mittels Schwefelsäure als Schwemmflüssigkeit
kommt aber konzentrierte Säure nicht in Betracht. Die Säure soll dabei gerade nicht zerstörend auf die organischen
.Müllbestandteile wirken; es wird in der Regel nur Säure von 10 bis 150Be. verwendet.
Diese genügt zum Abschwemmen des Wichtigsten, d. h. aller Gemüse- und Fleischteile,
Papier, Lumpen, Holz und von Ähnlichem. Sie genügt ferner zum Aufschließen der
Düngerwerte und zum Desinfizieren.
Die Verwendung konzentrierter Säure für das vorliegende Verfahren verbietet sich
i. wegen der Kostenfrage, 2. deshalb, weil die Müllbestandteile, wie Papier, Lumpen,
Metall, ihre Natur möglichst behalten sollen, und 3. wegen der Gefährlichkeit für die
Menschen, die damit arbeiten sollen.
Die Aufbereitung des Mülls mit verdünnter Schwefelsäure wird folgendermaßen ausgeführt:
Nachdem Asche und kleinkörnige Schlacke vom Hausmüll abgesiebt ist, läßt man den Rest langsam in einen mit IO bis
(2. Auflage, ausgegeben am 21. Man; rgo6./
IS0Be. Säure gefüllten Behälter fallen, fischt
ununterbrochen Papier, Lumpen und leichte Brennstoffe, wie Holz, welche oben treiben,
heraus, während man alles übrige Schwimmende,
das als Dünger Verwendung finden soll, wie Gemüse- und Fleischteile, beiseite
schiebt und abschöpft, ehe es sich zu sehr ansammelt. Hat man eine bestimmte Menge
Hausmüll auf diese Art behandelt, so läßt
ίο man die Säure aus dem Behälter ablaufen
^nd findet dann auf dem Boden desselben in
der Hauptsache Koks- und Kohlenstücke, größere Schlacken, Knochen, Metall, Glas und
Scherben. Diese wäscht man ab und sortiert sie nach oder behandelt sie sonst weiter. So
ist mit wenig Mühe folgende Dreiteilung des Hausmülls erreicht:
1. Asche und kleinkörnige Schlacke,
2. Gemüse- und Fleischteile, Papier, Lumpen, Holz,
3. Koks- und Kohlenstücke, Schlacken, Knochen, Metall, Glas, Scherben.
Durch Schwemmen des Mülls nacheinander mit verschieden starken, also auch verschieden
schweren Säuren lassen sich noch mehr Gruppen erzielen. Als erste Stufe kann dabei
aus Sparsamkeitsgründen Wasser genommen werden. Nur niuß nachher, um
den eingangs erwähnten Übelständen der Wasserbehandlung aus dem Weg zu gehen, eine Mischung der durch Wasser abgeschwemmten,
für Düngzwecke bestimmten Pflanzen- und Fleischteile mit den durch Säure abgeschwemmten wieder stattfinden.
Die Gruppen sind dann z. B.:
1. Asche,
2. kleinkörnige Schlacke,
3. leichte Gemüse-, Papier- und Holzteile, Lumpen,
4. schwere Gemüse-, Papier- und Holzteile,
5. Koks- und Kohlenstücke,
6. Knochen,
7. Metall, Glas, Schlacken, Scherben.
Die betreffenden Gruppen werden dann
Die betreffenden Gruppen werden dann
gewaschen, nachsortiert oder gleich chemisch oder mechanisch weiterverarbeitet.
Claims (2)
1. Verfahren zur Trennung des Hausmülls oder ähnlichen Sammelgutes in seine
Bestandteilsorten mittels einer Schwemmflüssigkeit von mittlerem spezifischen Gewicht,
dadurch gekennzeichnet, daß das Gut ' mit verdünnter Schwefelsäure geschwemmt wird.
2. Ausführungsart des Verfahrens nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch vorheriges
Schwemmen des Gutes mit Wasser.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT26146D AT26146B (de) | 1904-06-15 | 1905-12-04 | Verfahren zur Trennung des Hausmülls oder ähnlichen Sammelgutes in seine Bestandteilsorten. |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE165420C true DE165420C (de) |
Family
ID=430928
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1904165420D Expired - Lifetime DE165420C (de) | 1904-06-15 | 1904-06-15 |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE165420C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2513767A1 (de) * | 1974-03-29 | 1975-10-09 | Combustion Equip Ass | Verfahren zur behandlung organischer abfallmaterialien und dabei erhaltene produkte |
-
1904
- 1904-06-15 DE DE1904165420D patent/DE165420C/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2513767A1 (de) * | 1974-03-29 | 1975-10-09 | Combustion Equip Ass | Verfahren zur behandlung organischer abfallmaterialien und dabei erhaltene produkte |
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