DE1652189C3 - Honmaschine zum Bearbeiten von zylindrischen WerkstUckoberflächen - Google Patents
Honmaschine zum Bearbeiten von zylindrischen WerkstUckoberflächenInfo
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-
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft cine Honmaschine
zum Bearbeiten von zylindrischen Werkstückoberflächen nach dem Oberbegriff des Hauptanspruchs.
Beim Honen zylindrischer Flächen liegen die Schleifelemente an der zu honenden Oberfläche an und
werden sowohl radial als auch axial bewegt, so daß alle *>
Abschnitte der Oberfläche im wesentlichen im gleichen Ausmaß gehont werden. Es sind verschiedene Vorrichtungen
entwickelt worden, um den Vorschub der Honelemente beim Honen und den Schleifdruck zu
regeln. Schwierigkeiten treten jedoch beim Bearbeiten
ι» von Oberflächen unregelmäßiger Form auf, z. B. bei
Durchmesserschwankungen. Die bekannten Vorrichtungen erfordern auch eine große Erfahrung und Übung
und eine beträchtliche Aufmerksamkeit auf Seiten der Bedienungsperson.
" Aus der CH-PS 1 52 962 ist es grundsätzlich bekannt.
bei Werkzeugmaschinen den Vorschub des Werkzeuges in Abhängigkeit von dem Energieverbrauch des
Antriebsmotors des Werkzeugs zu steuern.
Aus der GB-PS 10 39 066 ist es bei einer hydraulisch betriebenen Honmaschine bekannt, die Vorschubbewegung
des Honwerkzeuges umzusteuern, wenn das Werkzeug durch eine Engstelle oder über eine erhabene
Stelle hinwegfährt, d. h. wenn das Drehmoment zum Antrieb des Werkzeuges wieder abfällt. Dies wird
-r> beispielsweise dadurch erreicht, daß in dem Stromkreis
des Elektromotors für den Honwerkzeugdrehantrieb ein stromstärkeabhängiges Schaltgerät eingebaut ist,
das beim Absinken der Stromstärke unter einen eingestellten Wert das Umsteuern der Hubrichtung
w bewirkt.
Aus der US-PS 30 30 740 ist eine Honmaschine bekannt, bei der durch einen konstruktiv aufwendigen
»Adapter« auf der Antriebswelle des Honwerkzeuges ein Schaltvorgang ausgelöst wird, wenn das Drehmo-
H ment am Honwerkzeug über einen bestimmten Wert
steigt. Zu Beginn der Bearbeitung wird das Honwerkzeug relativ schnell zugestellt, um dann nach Auftreten
eines erhöhten Drehmomentes btim Honbeginn den Schaltvorgang auszulösen, der entweder die Honspindeldrehzahl
oder die Zustellbewcgung der Honwerkzeuge oder beides verringert.
Es ist die der vorliegenden Erfindung zugrundeliegende Aufgabe, die gattungsgemäße Maschine derart
weiterzubilden, daß die Abtragsarbeit des Honwerkzeu-
•i1» ges an den erhabenen Punkten der zu bearbeitenden
Oberfläche unter Verwendung konstruktiv besonders einfacher Maßnahmen intensiviert wird.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch den kennzeichnenden Teil des Patentanspruchs 1 bzw. des
*><> Nebenanspruchs 2 gelöst.
Mit der Erfindung soll eine verbesserte Vorrichtung zum Honen und Fertigstellen zylindrischer Flächen
dadurch geschaffen werden, daß die Belastung oder das Drehmoment am Honwerkzeug ständig genau und
">r> schncllcstens geprüft und die Bewegung des Hon Werkzeugs
relativ zur Werkstückfläche aufgrund der Belastung am Werkzeug geändert wird. Hierdurch
werden die Nachteile der bekannten Vorrichtungen beseitigt.
W| Durch die erfindungsgemäße Steuervorrichtung wird
die Belastung am Honwerkzeug in allen Bearbeitimgs-Stellungen
vergleichmäßigt und außerdem werden alle Unregelmäßigkeiten in den Zylinderflächen automatisch
beseitigt. Durch die Ausgestaltung der Steuervor-
·>">
richtung wird eine verhältnismäßig einfache, wenig aufwendige Honmaschine vorgesehen, mit der selbst
ungeübte Personen sehr genau zylindrische l-'lächcn
herstellen können.
Weitere Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den Merkmalen der Unteransprüche.
Eine Ausführungsform der Vorrichtung wird anhand der Zeichnungen beschrieben. In diesen ist (sind)
F i g. 1 ein Blockdiagramm der Steuervorrichtung,
F i g. 2 eine teilweise schematisch dargestellte Seitenansicht
der Honmaschine,
Fig.3a, 3b, 3c schematische Darstellungen, die in vergrößerter Form drei verschiedene Profile zeigen, die
mit Honmaschinen bearbeitet werden müssen,
Fig. 4 eine vergrößerte Teilansicht des in der Steuervorrichtung vorhandenen Arbeitsgestänges, und
Fi g. 5 ein schematisch dargestelltes Schaltdiagramm
eines typischen Steuerkreises für die erfindungsgemäße Vorrichtung.
Der Drehantrieb 10 (Fig. 1 und 2) der Honmaschine
hat eine Welle 12, auf der eine Kupplung 14 mit einer Riemenscheibe 16 befestigt ist, die über einen Riemen 18
mit einem Riemenscheibenblock 20 in Verbindung steht Ein Riemen 22 greift in eine andere Rille des Blockes 20
ein und läuft über einen Riemenscheibenblock 24, von dem der Antrieb über einen Riemen 26 auf eine Spindel
28 übertragen wird. Die Spindel 28 ist mit dem oberen Ende einer Hohlwelle 30 über eine Kreuzgelenkkupplung
32 verbunden. Das untere Ende der Hohlwelle 30 ist über eine zweite Kreuzgelenkkupplung 34 mit dem
Honwerkzeug 36 eines Honkopfes verbunden, wobei verschiedene Arten von Honwerkzeugen verwendet
werden können. Das Aufspreizen der an dem Werkstück anliegenden Honsteine des Honwerkzeuges 36
wird durch eine bekannte Vorschubeinrichtung geregelt.
Beim Arbeiten der Honmaschine dreht der Antrieb das Werkzeug 36, so daß die am Werkstück anliegenden
Werkzeuge sich auf der Werkstückfläche 5 des Werkstücks W bewegen. Die Maschine wird in
Verbindung mit einer Vorrichtung zum Honen einer zylindrischen Innenfläche beschrieben, doch ist die
Verwendung der Maschine nicht auf diese Bearbeitungsart begrenzt, da die Maschine auch bei anderen
Bearbeitungen und auch zum Honen zylindrischer Außenflächen usw. verwendet werden kann.
Außer der dem Honwerkzeug 36 gegebenen Drehbewegung erfolgt auch eine axiale Auf- und Abbewegung,
um alle Teile der Oberfläche 5 ^u honen und die Oberfläche 5 zylindrisch zu machen und der Fläche
einen gewünschten Durchmesser zu geben. Die Auf- und Abbewegung des Honwerkzeuges 36 wird von
einer ebenfalls vom Antrieb 10 getriebenen zweiten Vorrichtung geregelt, jedoch kann gewünschtenfalls
auch ein zweiter Antrieb für diesen Zweck verwendet werden. Eine einfache Form der zur Auf- und
Abbewegung verwendeten Vorrichtung ist in Fig. 2 dargestellt und besteht aus einem Schwinghebel 38, auf
welchem der Drehantrieb 10 mit seinen Anschlüssen sitzt. Der Schwinghebel 38 ist auf dem Gestell (nicht
dargestellt) der Honmaschine mittels einer Welle 40 drehbar gelagert. Beim Arbeiten der Maschine wird der
Schwinghebel ,18 auf der Welle 40 in Schwingbewegun=
gen gesetzt und bewegt hierdurch das Honwerkzeug 36 im Werkstück Win Axialrichtung auf und ab.
Die Schwingbcwegiing des Schwinghebels 38 wird
durch eine vom Drehantrieb 10 getriebene Vorrichtung erzeugt, die eine uif dem Ricmcnschcibenbloek 20
vorhandene Riemenscheibe 42, einen Riemen 44 und eine /weile Riemensc.n-.iibe 46 aufweist, die auf der
Eingangswelle 48 einer elektromagnetischen Kupplung 50 befestigt ist. Das entgegengesetzte Ende der
Kupplung 50 hat eine Ausgangswelle 52, die eine Riemenscheibe 54 trägt, die über einen Riemen 56 mit
einer zweiten Riemenscheibe 58 verbunden ist. Diese Riemenscheibe 58 sitzt auf der Eingangswelle 60 eines
ϊ Untersetzungsgetriebes 62, dessen Ausgangsweüe 64
eine Kurbel 66 dreht. An der Kurbel 66 ist das eine Ende einer Stange 68 drehbar befestigt, deren entgegengesetztes
Ende mittels eines Zapfens 69 mit einer hin- und herbeweglichen Scheibe 70 verbunden ist. Die Scheibe
in 70 wiederum ist am Schwinghebel 38 mittels einer Welle
72 drehbar gelagert, die auf einer am Schwinghebel 38 befestigten Platte 74 sitzt. Beim Drehen der Kurbel 66
um die Welle 64 bewegt sich die Stange 68 und bewirkt eine Schwingbewegung der Scheibe 70. In der in F i g. 2
π dargestellten vereinfachten Ausführung trägt die Scheibe 70 eine Führungsstange 76, auf der ein
einstellbarer ringartiger Schieber 78 angeordnet ist. Der Schieber 78 kann in jeder gewünschten Stellung auf der
Führungsstange 76 verriegelt weriiüi. Der Schieber 78
:<> ist mit dem einen Ende einer anderen Stange 80 drehbar
verbunden, die sich in ein Rohr 82 teleskopartig einschieben kann, dessen unteres Ende am Drehpunkt
84 mit dem Maschinengestell drehbar verbunden ist. Ist die Kupplung 86 eingekuppelt (F i g. 2), dann schwingen
die Bewegungen der Stange 68 beim Drehen der Kurbel 66 die Scheibe 70 auf dem Schwinghebel 38 um die
Welle 72, so daß sich der Schwinghebel 38 über ein Ausmaß auf und ab bewegt, das durch die Stellung des
Schiebers 78 auf der Führungsstange 76 bestimmt wird.
W Eine nahe der Führungsstange 76 befestigte Skala 88
und ein auf dem Schieber 78 befestigter Zeiger 90 ermöglichen ein genaues Einstellen des Schiebers 78
und daher ein genaues Einstellen der Strecke, über die sich der Schwinghebel 38bewegt. Wird die Kupplung 86
ü von der Stange 80 abgekuppelt, dann können der Schwinghebel 38 und das Honwerkzeug 36 in eine
oberhalb des Werkstücks gelegene Ruhestellung gehoben werden. Hierbei bewegt sich die Stange 80 im Rohr
82 teleskopartig nach oben. Die unter diesen Verhälinis-
■ti) sen erfolgende Bewegung des Schwinghebels 38 wird
durch einen Handgriff 92 erleichtert.
Befindet sich der einstellbare Schieber 78 nahe dem rechten Ende der Stange 76 (F i g. 2 und 4), so werden
dem Schwinghebel 38 verhältnismäßig kurze Auf- und
•i"> Abbewegungen erteilt, weil der Abstand zwischen der
Welle 72 und dem Schieber 78 verhältnismäßig gering ist. Infolgedessen bewegt sich das Honwerkzeug 36
beim Hub entsprechend wenig. Befindet sich dagegen der Schieber 78 nahe dem linken Ende der Stange 76,
"•κ dann erfolgt die gleiche regelmäßige Verlagerung der
Scheibe 70 über eine sshr viel längeren Hebelarm und die J iubbewegungen sind entsprechend lang.
Ein Hauptmerkmal der Vorrichtung ist die Ausführung und das Arbeiten der Kupplung 50, d.,e zwischen
■' der Ausgangswelle, dem Drehantrieb 10 und der
Eingangswelle des Untersetzungsgetriebes 62 angeordnet ist. Die Kupplung 50 ist vorzugsweise eine
elektromagnetische Kupplung, z. B. eine Wirbelstromkupplung, die eine Einrichtung aufweist, durch die die
ii" Drehzahl ihrer Ausgangswelle 52 in bezug auf die
Drehzahl ihrer Eingangswelle 48 geändert werden kann.
Die Vorrichtung zum Ändern der Drehzahl der Ausgangswelle 52 enthält eine Prüfeinrichtung, die auf
die Belastung oder auf das Drehmoment am Honwcrk-
t>> zeug anspricht. In der bevorzugten Ausführung wird die
Belastung am Honwerkzeug 36 durch eine Einrichtung geprüft, die den zum Antrieb des Drehantriebs 10
erforderlichen Eingangsstrom mißt. Der auf diese Weise
gemessene Eingangsstrom wird einem Regelstromkreis zugeleitet, z. B. dem in F i g. 5 dargestellten Regelstromkreis,
und es wird ein Ausgangsstrom erzeugt, der einer in der Kupplung 50 gelegenen Steuerwicklung 110
zugeführt wird, die die Drehzahl der Ausgangswelle 52 ändert. Die Kupplung 50 kann so eingestellt werden,daß
sie ein Antriebsverhältnis von im wesentlichen 1 : I zwischen der Eingangswelle 48 und der Ausgangswelle
52 herstellt, kann aber auch so eingestellt werden, daß ein Schlupf erzeugt wird, so daß die Ausgangswellc 52
mit einer kleineren Drehzahl gedreht wird als die Eingangswelle 48 oder beinahe stillsteht. Die Änderungen
in der Drehzahl der Ausgangswelle 52 müssen verhältnismäßig schnell erfolgen, so daß die Hubbewegungen
des Honkopfes 36 zum Ausgleich von Unregelmäßigkeiten in dem Moment vorgenommen werden, da das Vorhandensein der Unregelmäßigkeiten
abgetastet oder festgestellt wird. Erhöht sich also das Drehmoment am Honwerkzeug 36, muß die Drehzahl
der Ausgangswelle 52 im wesentlichen sofort verringert werden, so daß die Drehzahl des Untersetzungsgetriebes
62 und der Kurbel 66 ebenfalls verringert wird, um die Hubbewegungen zu verlangsamen. Hierdurch
erfolgt eine Herabsetzung der Geschwindigkeit der Auf- und Abbewegung des Schwinghebels 38 und des
Honwerkzeuges 36. Die Drehzahl des Honwerkzeuges 36 bleibt jedoch im wesentlichen gleich groß. Ist
dagegen die Werkstiickflächc 5 im wesentlichen zylindrisch (Tig. 3a). dann bleibt die Belastung am
Honwerkzeug 36 in allen Bearbeitungsstellungen gleich groß, und das Honwerkzeug 36 wird mit gleichförmiger
Geschwindigkeit auf und ab bewegt. Dies ist schema tisch in Γ i g. 3a dargestellt.
Muß eine Oberfläche bearbeitet werden, deren Profil ähnlich der in Cig. Jb übertrieben groß dargestellten
Frorm ist. dann steht das Honwerkzeug 36 unter einer stärkeren Belastung, wenn der am unteren Ende
vorhandene kleinere Durchmesser gehont wird als beim Honen des am oberen Ende vorhandenen größeren
Durchmessers. Unter diesen Verhältnissen wird durch die Meßeinrichtung eine groücre Belastung dann
festgestellt, wenn das untere Ende der Bohrung gehont wird. Die in der unteren Stellung des Honwerkzeuges 36
festgestellte erhöhte Belastung wird zur Drosselung des F.rrcgungsslromes der Wirbelstromkupplung 50 verwendet,
um die Hubbewegung des Honwerkzeuges 36 zu verlangsamen, so daß das Honwerkzeug 36 am
unteren Ende seines Hubes eine längere Zeit verweilt. Das untere Finde der Bohrung wird infolgedessen
stärker abgearbeitet als das obere Ende, so daß der ßohrungsdiirchmesser über die gesamte Länge der
Fläche S gleichförmig ist. Das geänderte Hubmuster is' graphisch in I" i g. 3bdargestellt.
F i g. 3c zeigt ein drittes mögliches Bohrungsprofil, bei
welchem der Mittelabschnitt der Bohrung einen kleineren Durchmesser hat als die Endabschnitte. Bei
diesem Profil wird die Hubbewegung des Honwerkzeuges im Mittelbereich seines Hubes verlangsamt.
Es können verschiedene Einrichtungen verwendet werden, um die jeweils vorhandene Belastung des
Honkopfes abzutasten oder zu messen und die Kupplung 50 zu regeln. Die dargestellte Vorrichtung
enthält eine Strommeßvorrichtung, die mit den Netzleitern 94, 96 und 98 verbunden oder gekoppelt ist, die
Strom dem Antrieb 10 zuführen. In der dargestellten Ausführung ist eine Wicklung 100 mit dem Eingangsleiter
98 und auch mit dem Vergleicher- oder Komparatorkreis 102 verbunden. Der Vergleicher 102 ist auch über
andere Leiter 104 und 106 mit den Nctzlcitcn 96 und 98
verbunden. Die Leiter 104 und 106 sind auch mit dem Eingang eines Kuppliingsregclkrciscs 108 verbunden,
der mit dem Vcrglcicher 102 in Verbindung steht und ■'> dessen Ausgang mit der Stcucrwicklung 110 in der
Wirbelstromkupplung 50 verbunden ist. Erhöhl sich der Eingangsstrom zum Antrieb 10, dann nimmt der Strom
in der Steuerwicklung 110 ab. so daß die Bewegungsgeschwindigkeit
des Honwerkzeuges 36 verlangsamt wird. ι» Die Kupplung 50 bewirkt also ein Stillsetzen oder
eine langsamere Bewegung des Honwerkzeuges 36, wenn sich das Honwerkzeug 36 in Abschnitten der
Oberfläche Sbefindet, die einen kleineren Durchmesser haben, um auf diese Weise den Durchmesser aller Teile
r> oder Abschnitte der Oberfläche Szu vergleichmäßigcn.
Dies erfolgt bei der llonarbcil automatisch und kontinuierlich, um alle Unregelmäßigkeiten ah/iisi'hlrifen
und die Oberfläche zu begradigen Die Vorrichtung spricht sehr schnell an und kann so empfindlich wie
gewünscht eingestellt werden.
Das zum Firehen des Honwerkzeuges 36 erforderliche Drehmoment kann auch durch andere Faktoren als
durch Oberflächenunregelmäßigkeiten beeinflußt werden, was von der neuen Regelvorrichtung ebenfalls
J'i berücksichtigt wird. Beispielsweise derartiger F'aktorcn,
die das Drehmoment des Honwerkzeuges beeinträchtigen, sind der Zustand der Honsteine, das Material und
die Ausführung des Werkstückes, die Beschaffenheit der Werkstückfläche, die verschiedene Härte von verschici"
denen Werkstückabschnitten und das verwendete Schmiermittel. Die Vorschubvorrichtung, durch die die
Honsicinc am Werkstück gehalten werden, kann
ebenfalls Änderungen im Drehmoment erzeugen. Es ist möglich, die Regelvorrichtung so abzuwandeln, daß zur
J1· Berichtigung von ("ehlcrn nicht die Hubgeschwindigkeit,
sondern die Drehzahl des Honkopfes 36 geändert wird, obwohl es im allgemeinen erwünschter ist. die
Hubgeschwindigkeit zu ändern und die Drehzahl des Honkopfes beizubehalten. Es ist auch möglich, anstelle
■»<> der dargestellten elektrischen Einrichtung eine die
Belastung hil-ssl-nuc mechanische Vorrichtung zu
verwenden. Aus Gründen der Wirtschaftlichkeit und der Genauigkeit wird jedoch vorzugsweise eine elektrische
Meßvorrichtung verwendet, die mit Einphascnanlagen ■(': oder mit Mchrphasenanlagen arbeitet.
In dem in f: i g. 5 dargestellten Diagramm ist die
Wicklung 100 mit dem Nctzleiter 98 gekoppelt und liegt in einem Kreis, der die Transformatoren 112 und 114
enthält. Dieser Kreis wird mittels eines Nullpotcnr >me-5i
ters 115 geregelt, das verwendet wird, um ein bestimmtes Arbeitsverhältnis zwischen dem in der
Wicklung 100 erzeugten Stromstoß und der Referenz auf der Sekundärwicklung des Transformators 112 zu
erzeugen. Diese Einstellung verringert auch den F.eerlaufstrom in solcher Weise, daß im wesentlichen
nur Stromstöße des Belastungsstromcs, die größer sind
als der Leerlaufstrom am Fiingang des Regelkreises, zur Verfugung stehen. Der Ausgang des Kreises wird von
der Sekundärwicklung des Transformators 144 abge-M) nommen. der den Stromstoß an den Gitterkreis der
Gastriode 116 anlegt. Beim Zünden der Gastriode 116
fließt Strom durch die Wicklung 110 der Wirbelstromkupplung
50. Ein Regelpotentiometer 118 mit einem einstellbaren Kontakt ist mit dem Gitterkreis der
Gastriode 116 verbunden. Der die »Langsamw-Einstellung
repräsentierende Seite des Potentiometers 118 wird eine gerichtete negative Halbwellenspannung aus
dem Kreis zugeführt, der die Widerstände 120, 122 und
124, einen Kondensator 126 und einen Gleichrichter 128
enthält. Der C\e »Schnellw-Einstellung repräsentierende
anderen Seite des Potentiometers 118 wird eine gerichtete positive Halbwellenspannung aus einem
Kreis zugeführt, der die Widerstände 130 und 132 und
cVi Gleichrichter 134 enthält. Der Gitterkreis der
Gastriode 116 enthält auch einen Kreis mit den Kondensatoren 136 und 138, dem Gleichrichter 140 und
den Widerständen 142 und 144.
Unter normalen Bearbeitungsverhältnissen wird das to Potentiometer 118 so eingestellt, daß am Gitter eine
positive Spannung vorhanden ist, die etwas größer ist als die kleinste Spannung, die zur Leitfähigkeit der
Gastriode erforderlich ist. Wenn durch die Wicklung 100 eine Belastungszunahme festgestellt wird, erzeugt t5
der MeDkreis eine zunehmende negative Spannung. Die Größe der er?eugten Strnmsloßwelle und die Einstellung des Potentiometers 118 bestimmen den Grad der
Durchlässigkeit (Leitfähigkeit) und daher den Strom, der der Wicklung 110 der Wirbelstromkupplung 50
zugeführt wird. Der Antrieb der Kupplung 50 erfolgt über das Riemengetriebe vom Antrieb 10. Die Kupplung
50 führt das geregelte Ausgangsdrehmoment dem Untersetzungsgetriebe 62 zu, und zwar in Abhängigkeit
von der Erregung der Wicklung 110. Der Ausgang der Kupplung 50 kann von einer normalen, vorherbestimmten Hubgeschwindigkeit auf einen Betriebszustand
geändert werden, bei dem die Hubgeschwindigkeit sehr V.ngsam ist oder das Honwerkzeug fast stillsteht.
Bewegt sich das Honwerkzeug 36 in dem im Durchmesser kleinen Abschnitt einer Bohrung und
erhöht sich daher der Motoreingangsstrom, wird dem Gitter der Gastriode 116 ein negativer Stromstoß
zugeführt, um den Anodenstrom zu drosseln, wodurch die Kupplungsfeldstärke und schließlich die Hubgeschwindigkeit verringert wird. Bei verringerter Hubgeschwindigkeit verlangsamt sich die Bewegung des mit
einer gleichförmigen Drehzahl umlaufenden Honwerkzeuges, so daß das Honwerkzeug längere Zeit in der
Zone verringerten Durchmessers bleibt. Infolgedessen «o
wird der Abschnitt verringerten Durchmessers der Bohrung stärker oder länger gehont als andere
Abschnitte, so daß dieser Abschnitt schließlich den gleichen Durchmesser hat wie die übrige Bohrung. Bei
der Erweiterung des im Durchmesser kleineren *5 Abschnittes der Bohrung wird die Belastung am
Honwerkzeug verringert und die Hubgeschwindigkeit erhöht. Die Bearbeitung wird ständig und automatisch
wiederholt, bis alle Engstellen entfernt sind und die Oberfläche durchweg einen gleichen Durchmesser hat. 5C
Es kann der Fall eintreten, daß der gewünschte endgültige Bohrungsdurchmesser dann erreicht ist.
wenn die Kupplung eine sehr langsame Hubbewegung
erzeugt. Unter diesen Verhältnissen kann es erwünscht
sein, die Bearbeitung dadurch zu beenden, daß für eine vorherbestimmte Zeit ein normales Hubmuster erzeugt
wird. Dies kann durch Änderung der Belastungseinstellerregelvorrichtung oder bei Beendigung der Honarbeit durch einen abschließenden Honzyklus geschehen.
Zu dem Zweck wird unabhängig von dem Motorstrom eine bestimmte Zeit vor Beendigung der Honarbeit die
Kupplung voll eingekuppelt. Es ist auch möglich, kurzdauernde Zyklen vollständiger Einkupplung oder
Erregung zwischen Perioden geregelter Honarbeit einzuschalten, um die Honsteine abzurichten oder
abzuziehen. Mit der neuen Regelvorrichtung sind auch zahlreiche andere Abwandlungen möglich.
Ferner ist es möglich, die Belastung durch andere Einrichtungen als die hier beschriebenen Motorstromoder Strommeßvorrichtung abzutasten oder zu prüfen.
Beispielsweise können verwendet werden: Mechanische Vorrichtungen, die das Motordrehmoment messen oder
mechanische oder elektrische Übertrager oder Zugoder Spannungsprüfer, oder Einrichtungen, die die
Spannung an einem oder mehreren Antriebsriemen als Hinweis auf die Größe des Drehmomentes messen oder
Bohrungsprüfvorrichtungen, z. B. Taster oder ähnliche Vorrichtungen, die sich auf der in Honarbeit befindlichen Oberfläche bewegen. An Stelle der Verlangsamung der Hubbewegung können auch andere Mittel zur
Verbesserung einer festgelegten Unregelmäßigkeit der Oberfläche verwendet werden. Beispielsweise kann die
Drehzahl des Honwerkzeuges geändert werden, oder es kann ein erhöhter Druck auf die Honsteine zur
Einwirkung gebracht werden, wenn die Honsteine in Bohrungsabschnitten kleineren Durchmessers arbeiten,
oder das Werkstück kann im Gegensatz zu der beschriebenen Ausführung in bezug auf das Honwerkzeug bewegt werden usw. Alle diese Maßnahmen
können durch die beschriebene Meßvorrichtung geregelt werden. Eine Bewegung über einen Abschnitt der
Bohrung hinaus kann ebenfalls vorgesehen werden. Auch können Einrichtungen eingebaut werden, die
Korrekturen in Stufen vornehmen, was besonders in
den Fällen vorteilhaft ist, ;n denen das Werkstück aus Materialien verschiedener Härte besteht.
Der in F i g. 5 dargestellte Kreis ist nur als ein Beispiel zu werten, das einen der möglichen Wege zur
Ausführung der neuen Vorrichtung zeigt. Viele anderen Ausführungen der Regelstromkreise, z. B. Röhrenkreise,
statische Kreise und magnetische Kreise sind möglich. Die Kupplung kann ebenfalls verschiedene Ausführungen haben und kann beispielsweise eine Wirbelstromkupplung, eine magnetische Kupplung, eine hydraulische Kupplung oder irgendeine andere veränderliche
elektrische oder mechanische Schlupfkupplung sein.
Claims (5)
1. Honmaschine zum Bearbeiten von zylindrischen Werkstückoberflächen, bei der ein Honkopf von
einem Drehantrieb relativ zu der zylindrischen Werkstückoberfläche drehbar ist, bei der der
Honkopf mit dem Honwerkzeug von einem Vorschubantrieb gleichzeitig relativ zu dem Werkstück
parallel zu der Achse der zylindrischen Werkstückoberfläche hin- und herbewegbar ist, und
bei der die Honwerkzeugbewegungen einstellbar sind in Abhängigkeit von einer Drehmoment-Meßvorrichtung,
die Steuersignale in Abhängigkeit von dem augenblicklichen Drehmoment und von der
Änderung des augenblicklichen Drehmoments zum Drehen des Honwerkzeugs erzeugt, wobei in
Abhängigkeit von den Steuersignalen an der Drehmoment-Meßvorrichtung der Vorschubantrieb
des Hoivwerkzeugs verstellbar ist, dadurch
gekennzeichnet, daß der Drehantrieb (10) des
Honwerkzeugs (36) über ein eine stufenlos schaltbare Kupplung (50) aufweisendes Getriebe (62) mit
dem Vorschubantrieb (66, 68, 70, 76, 82) verbunden ist, wobei die Kupplung (50) durch die Drehmoment-Meßvorrichtung
(100) verstellbar ist.
2. Honmaschine zum Bearbeiten von zylindrischen Werkstückoberflächen, bei der ein Honkopf von
einem Drehantrieb relativ zu der zylindrischen Werkstückoberfläche drehbar ist, bei der der
Honkopf mit dem Honwerkzeug von einem Vorschubantrieb gleichzeitig relativ zu dem Werkstück
parallel zu der Achse der zylindrischen Werkstückoberfläche hin- und herbewegbar ist, und
bei der die Honwerkzeugbewegungen einstellbar sind in Abhängigkeit von einer Drehmoment-Meßvorrichtung,
die Steuersignale in Abhängigkeit von dem augenblicklichen Drehmoment und von der
Änderung des augenblicklichen Drehmoments zum Drehen des Honwerkzeugs erzeugt, wobei in
Abhängigkeit von den Steuersignalen an der Drehmoment-Meßvorrichtung der Vorschubantrieb
des Honwerkzeugs verstellbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß bei unverändertem Vorschub das
Honwerkzeug (36) die Drehzahl des Honwerkzeugs (36) durch die Drehmoment-Meßvorrichtung (100)
steuerbar ist.
3. Honmaschine nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß die Drehmoment-Meßvorrichtung
eine elektrische Wicklung (100) einschließt, die an einen Komparatorkreis (102) angeschlossen ist,
der an einen Kupplungsregelkreis (108) angeschlossen ist.
4. Honmaschine nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Kupplung (50) als elektromagnetische
Kupplung ausgebildet ist, die eine Eingangswelle (48), eine Ausgangswelle (52) und eine
Steuerwicklung (110) aufweist, die durch die Drehmoment-Meßvorrichtung steuerbar ist zum
Verändern der Drehzahl zwischen der Eingangswelle (48) und der Ausgangswelle (52).
5. Honmaschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Kupplung (50) als Wirbelstromkupplung
ausgebildet ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1652189A DE1652189C3 (de) | 1968-02-16 | 1968-02-16 | Honmaschine zum Bearbeiten von zylindrischen WerkstUckoberflächen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1652189A DE1652189C3 (de) | 1968-02-16 | 1968-02-16 | Honmaschine zum Bearbeiten von zylindrischen WerkstUckoberflächen |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1652189A1 DE1652189A1 (de) | 1971-09-09 |
| DE1652189B2 DE1652189B2 (de) | 1979-05-10 |
| DE1652189C3 true DE1652189C3 (de) | 1980-01-17 |
Family
ID=7532992
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1652189A Expired DE1652189C3 (de) | 1968-02-16 | 1968-02-16 | Honmaschine zum Bearbeiten von zylindrischen WerkstUckoberflächen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1652189C3 (de) |
Families Citing this family (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2214616C2 (de) * | 1972-03-25 | 1983-08-18 | Roderick Lowe Rockford Ill. Smith | Vorrichtung zur automatischen Regelung des Schleifvorganges bei der Bearbeitung eines Werkstückes |
| RU2155124C1 (ru) * | 1999-01-19 | 2000-08-27 | Орловский государственный технический университет | Головка для обработки внутренней цилиндрической поверхности |
| RU2155123C1 (ru) * | 1999-01-19 | 2000-08-27 | Орловский государственный технический университет | Способ хонингования |
-
1968
- 1968-02-16 DE DE1652189A patent/DE1652189C3/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE1652189A1 (de) | 1971-09-09 |
| DE1652189B2 (de) | 1979-05-10 |
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|---|---|---|---|
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