DE165203C - Griffelhalter fuer sprechmaschinen, bei welchem der griffel durch klemmflaechen anstatt durch eine schraube festgehalten wird - Google Patents
Griffelhalter fuer sprechmaschinen, bei welchem der griffel durch klemmflaechen anstatt durch eine schraube festgehalten wirdInfo
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Erfindung bezweckt, das umständliche Auswechseln des Griffels (Stahlnadel) an
Schalldosen zu vereinfachen und die bisher übliche Klemmschraube gänzlich zu beseitigen.
Zu diesem Zwecke wird die Nadel zwischen zwei Gabeln gelagert, zwischen die sie sich
von selbst einklemmt, wenn auf die Nadelspitze (Griffelspitze) ein Druck ausgeübt wird.
Dieser Druck wird herbeigeführt durch die
ίο Phonogrammunterlage, auf die die Schalldose
■ mittels ihres Griffels (Nadel) drückt (oder ruht). Derartige Konstruktionen sind schon
früher versucht worden, sie haben sich jedoch in keiner Weise bewährt, weil die Nadel
dort zwischen den offen an dem Griffelhalter angebrachten Gabeln eingesetzt wurde. Es
ist aber umständlich und für ungeübte Hände beinahe unmöglich, dies auszuführen und dann
den Griffel, zwischen die Gabeln geklemmt,
ao bis auf die Phonogrammunterlage zu bringen, ohne daß inzwischen der Griffel aus den
Gabeln wieder herausgefallen ist.
Die nachfolgend beschriebene Konstruktion beseitigt diese Übelstände dadurch, daß die
Klemmgabeln umgestaltet sind und daß der vordere Teil des Griffelhalters eine Hülse
bildet, in deren offenes Ende der Griffel (Stahlnadel) nur in gewohnter Weise eingeschoben
zu werden braucht, um sodann durch die Hülse, welche die Klemmflächen miteinander
verbindet, so geführt zu werden, daß die Nadel zwischen die Klemmflächen zu liegen kommt. Da aber die Nadel zwischen
den Klemmflächen nur festsitzt, wenn der Gegendruck auf die Nadelspitze durch
die Phonogrammunterlage ausgeübt wird, so würde sie nach dem Einschieben in die ·
Griffelhalteröffnung sofort wieder herausfallen. Um dieses zu verhindern, wird die
Nadel durch eine selbsttätige Haltevorrichtung, lose im Griffelhalter zwischen den
Klemmflächen liegend, festgehalten, bis vdie Schalldose auf die Phonogrammunterlage gesetzt
wird., worauf der Druck auf die Griffelspitze von dem Phonogramm ausgeübt wird
und der Griffelhalter also zwischen, den Klemmflächen sich einkeilt.
Die Haltevorrichtung für den Griffel kann bestehen aus einem Gummiring, der um den
Hülsenteil des Griffelhalters herumgelegt ist und an einer Stelle durch eine seitliche Öffnung
der Hülse in die letztere hineinragt, sich gegen die in der Hülse befindliche Stahlnadel
(Griffel) legt und die Nadel in der Hülse festhält. , Derselbe Zweck kann erreicht
werden durch ein geeignet am Griffelhalter befestigtes Lederkissen, einen Lederring
oder durch eine Feder,- die in die Griffelhalterhülse hineinragt, so wie oben beschrieben
der Gummiring.
Es ist zweckmäßig, das Innere der Hülse nach rückwärts so zu gestalten, daß ein allmählicher
Übergang zur hinteren Klemmoder Auflagefläche des Griffels geschaffen wird, da sonst beim Einschieben der Nadel
in die Griffelhalterhülse die Nadel sich vor
die hintere Klemmfläche setzen kann, wie dies in Fig. 4 dargestellt ist. In diesem
Falle würde die hintere Klemmfläche nicht zur Wirkung gelangen und die Nadel beim
Spiel klirren.
Eine Ausführungsform derartig beschaffener Griffelhalter zeigen die Figuren in beiliegender
Zeichnung.
In Fig. ι ist α der hülsenförmige Teil des
Griffelhalters, in den die Nadel d eingesqhoben ist, e ist die als Feder gedachte
Haltevorrichtung. Diese Feder ragt durch die punktiert gezeichnete seitliche Öffnung
der Griffelhalterhülse in die letztere hinein und drückt die in die Hülse eingeschobene
Nadel d gegen die innere Hülsenwand, wodurch die Nadel unverändert in ihrer Lage
in der Griffelhalterhülse gehalten wird. Die hintere Klemmfläche c hat eine prismaartige
Öffnung, ebenso wie die vordere Klemmfläche b, Fig. ι und 3. Die -Prismen der
beiden Klemmflächen stehen sich parallel gegenüber, haben jedoch entgegengesetzte
Lage, wie dies durch Fig. 2 und 3 veranschaulicht wird. Wird auf die Nadelspitze
ein Druck ausgeübt, so klemmt sich der Nadelschaft zunächst in Richtung des Druckes
zwischen das vordere Prisma b ein. Dadurch erhält das hintere Ende der Nadel die entgegengesetzte
Bewegung (hebelartig) und klemmt sich in das hintere Prisma ein. Hierdurch ist die Nadel mit dem Griffelhalter
starr verbunden. Hört der Druck auf die Nadelspitze auf, so tritt wieder der Druck
der Haltevorrichtung, d. i. der Druck der Feder e in Wirkung. Der Nadelschaft wird
aus dem engen Teile des Prismas b nach dem weiten Prismateil hingedrückt und sitzt
infolgedessen nicht mehr starr verbunden, sondern nur noch lose in der Griffelhalterhülse;
die Nadel kann jetzt ebenso leicht herausgezogen werden, wie sie vorher leicht
eingeschoben wurdet Fig. 4 zeigt einen Schnitt durch die Griffelhalterhülse und veranschaulicht
eine Hülse, deren innere Bohrung ohne Absatz übergeht in die prismatische Öffnung der hinteren Klemmfläche c. Fig. 5
zeigt im Gegensatz zu Fig. 4 einen stufenförmigen Übergang von der prismatischen
Bohrung der hinteren Klemmfläche c zur Hülsenbohfung. Es ist dies der falsche Übergang,
durch den die Möglichkeit gegeben ist, daß das hintere Ende der Nadel beim Einschieben gegen den Absatz vor c stößt.
In diesem Falle kommt die Nadel gar nicht in die Bohrung der hinteren Klemmflächen
hinein und wird somit auch nicht festgelegt, so daß die Schalldose nicht spielen kann, weil
die Nadel nicht starr mit dem Griffelhalter verbunden ist. ·
Es läßt sich auch die die Klemmflächen verbindende Hülse selbst als Haltevorrichtung
ausbilden dadurch, daß man die Hülse aufschlitzt und die aufgeschlitzten Hülsenhälften
auf die eingeschobene Nadel drücken läßt an Stelle der schon oben beschriebenen Feder,
die in die Griffelhalterhülse hineinragt. Es hat sich jedoch die letztere Konstruktion in
der Praxis nicht bewährt und ist die Haltevorrichtung in der schon oben beschriebenen
Form praktischer und zuverlässiger.
Claims (4)
1. GrifEelhalter für Sprechmaschinen, bei welchem der Griffel durch Klemmflächen
anstatt durch eine Schraube festgehalten -wird, dadurch gekennzeichnet,
daß an dem Griffelhalter eine Führung vorgesehen ist, durch die der Griffel beim
Einschieben in den Griffelhalter zu den Klemmflächen geführt wird, zwischen welchen er dann durch den Gegendruck
der Phonogrammunterlage selbsttätig eingekeilt wird.
2. Griffelhalter nach Anspruch 1,· dadurch
gekennzeichnet, daß an dem Griffelhalter eine mechanische Haltevorrichtung, ζ. B. ein Gummiring, ein Lederkissen oder
eine Feder vorgesehen ist, die den Griffel in seiner Lage zwischen den Klemmflächen
festhält und so lange selbsttätig am Herausfallen verhindert, bis er durch den Gegendruck der Phonogrammunterlage
zwischen die Klemmflächen eingekeilt worden ist.
3. Griffelhalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Klemmflächen,
zwischen denen der Griffel sich einklemmt, durch eine als Führung dienende Hülse miteinander verbunden
sind.
4. Griffelhalter nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die die
Klemmflächen verbindende Hülse sich nach hinten verengert, damit der Griffelhalter
auch bei unachtsamem Einschieben in die Griffelhalterhülse zwischen die Klemmflächen
geführt wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT28608D AT28608B (de) | 1904-02-18 | 1904-11-08 | Griffelhalter für Sprechmaschinen. |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE165203T | 1904-02-19 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE165203C true DE165203C (de) | 1905-11-07 |
Family
ID=430730
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1904165203D Expired DE165203C (de) | 1904-02-18 | 1904-02-18 | Griffelhalter fuer sprechmaschinen, bei welchem der griffel durch klemmflaechen anstatt durch eine schraube festgehalten wird |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE165203C (de) |
-
1904
- 1904-02-18 DE DE1904165203D patent/DE165203C/de not_active Expired
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