DE1652050U - Vorrichtung zur staerken- oder staerkentoleranzbestimmung von stoffen, die magnetisch zu beeinflussen sind. - Google Patents
Vorrichtung zur staerken- oder staerkentoleranzbestimmung von stoffen, die magnetisch zu beeinflussen sind.Info
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Description
fr-Vi-
frier er^^ Walzwerk A$*>
Haupttverysfaltung, Wuppertal-Jsngerfeld
Gebrauchsmuster-Hilfsanmeldung
Vorrichtung aarStärken- oder Stärkentolerenafeestiiaaaang
voa Stoffen, die aiagnetiscla zu beeinflussen, sind*
'Im BandwelzverXaliren werüen Sie Bandstärken liinter den Wal£-
gei?ilstea tibliciier Weise mit SlkroiEeterscliraabea. geprüf t· Meses
Terfaiuren IgBt sich, bei verMltnismäßig langsam laufendem
Gerüst durchführen. Es führ* al>er zu Schwierigjfeeiien, wenn
die Bänder so schnell laufen, daß der Walzer mit der Mikrometerschraube
nieht mehr, mitkoinmt*
Man ast daher ύersacht» selbsttätige iieSTOaprichtungenVait schaffen,
indem man ζ. B, -das Band awischen 2 Hollen hindurchführt·
die ihrerseits mit einer Meßuhr in Verbindung stehen« Befriedigt hat jedoch diese 2ieSTorriohtang nicht* in Sonderheit dann
nicht* wenn es darauf ankam, stärkere unterschiede von 1/100 aim
festzustellen« Dareh die Spielräume in der JfeSTorriohtang selbst
gehen diese kleinen ^Toleranzen der Bleche unter. Man hat daher
auch schon elektrische Meßverfahren eingeführt, z. B. hat man die Kapazität von Kondensatoren als Meßgrundlage verwendet, andererseits
hat man auch: schon die Burchdringungsfähigkeit von
Strahlen verschiedener Art benutzt· Biese Methoden sind verhältnismäßig
umständlich und erfordern Zusatzapparaturen. Sasselbe triff € 2u$ wenn Beta-Strahlen angewendet werden und das absorbierte
Saß der Beta-Strahlen festgestellt wird·
Mesen bekannten Verfahren gegenüber ist Gegenstand der vorliegenden
Patentanmeldung die Messung von stärker magnetisierbaren
Stoffen, also von Stahl und JJickel und seinen Legierungen mit
von Elektromagneten. .
Erfindungsgemäß dient hierbei das zu messende Prüf gut als Jooh
eines Elektromagneten und sammelt ent sprechend seiner Stärke
mehr oder weniger Kraftlinien» Je nach der Anzahl der gesainmelten
2raftlinien ändert sich der Magnetisierungsßtrom· Es wird
also die Stromstärke mit Hilfe eines einfachen Amper-Meters gemessen und auf Srund von Erfahrungswerten eine Skala gewählt,
die unmittelbar die Bleoiistärke b2W. ihre IoIeran«zen anzeigt.
Statt den Magnet!sierungsstrom zu messen* kann man aber auch
den Elektromagneten mit 2 Spulen bewickeln und erhält alsdann
einen Transformator. An die Sekundärepulelet ein Yoltmeter
angeschlossen. Mit besondere® Torteil wird der Blektrpmagnet
al« Hufeisen oder auch als Ε-Form ausgebildet, wobei Äei der
Ε-Form der mittlere Sehenkel die Kagnatspule trägt* .
Betrieben wird der Elektromagnet mit einer^ seinen Wicklungen angepaßten
Spannung. Man;ikann dabei sowohl Gleichstrom als auoh
Wechseletrom benutzen, werj^leich Wechselstrom ireytel^aftsJP IeI
und einzig und allein dann in frage kommt» wenn der Elektromagnet, wie oben gesagt» als transformator ausgebildet ist und die
Spannung der Sekundärspule gemesaen werden soll. Der Wecheel-
«j^ont steht alöitt allein üblieher lieisie hlafiger, zur
als Gleichstiomi durch die seiner Frequenz entsprechende
magnetisierungazahl wird auch die läeßgenauigkeit höher· Der
Wechselstrom kann ebenso gut 110 oder 220, V betragen. Soweit
es nicht möglich ist, seine Spannung konstant zu halten, ist es
TOrteilhaitj, Spannungei^gler au benataen« .
Sas JrOfgut wird in einer gewiesen Entfernung ohne lerUhrong
mit dem Elektromagneten daran vorbeigeführt. Die Stromentnahme des Elektromagneten ist einerseits abhängig von dieser Entfernung,
andererseits aber auch, wie schon oben gesagt, von der
Stärke des Prüf gutes, und zwar ergeben sich hierbei Syperbelfunktionen,
und zwar in dem Sinne« daß die Stromentnahme umso
kleiner wird, |e Bäher das Prüf »gut am Eleictroiaagneten vorbeige·
führt wird und andererseits umso stärkör dieses ist.
Unter diesen Umständen ist es besonders vorteilhaft, das Prttf-■gut
so am Elektromagneten vorbeizufahren, daß die dem Elektromagneten abgekehrte Seite des Prüf gates in konstanter Entfernung
verläuft· Man kann alsdann den Einfluß der Stärkentoleranzen erhöhen, wie ohne weiteres einzusehen ist,
Wegen, dev Hvperbelcharakters der Stroakurven wählt man vorteilhat
Spannung und Windungszahl so» daß man am Scheitelpunkt der Hyperbel arbeitet, so daS Plus- und, Minustoleranzen verhältnis-»
mäßig gleichen Abstand erhalten. An einem Beispiel sollen diese
Verhältnisse noch weiter unten genauer dargelegt werden·
Soweit maxi üblicher Weise nor Interesse hat, ^die StärkeaaTJwei- .
clmngen festzustellen, reguliert man die Stromstärke so eink dafi
man in der Mitte der Heß-Skala des Instrumentes arbeitet and an
diese Stelle den ifcOlpunkt legt. Man hat dann je nach Wahl des
Meßinstrumentes rechts oder linka die Plus- oder Minustoleransen
231ese Maßnahme bedingt selbstverständlich die entsprechende Sinregulierung
^ex Stromentnahme des Elektromagneten. Man Hfses
praktisch in verschiedenster V8iae erreichen. Ea ist möglich, di'
Spannung entsprechend au regulieren, la 1st des weiteren möglich
die Wicklung auf dem Magnetes su verschieben. Man kann sciiließlich
auch die Srundentfernung des Magneten vom Prüf gut sändtrp
die Spule des MeSinetrufflentes unterteilen, so daß also eindasselbe
iäeßindstrunießt versohiedene Stromstärkenmefbereiche
erhält · . DaS man atier auch, noch Sie iitagnetspule selbst umwechseln
kann, ist selbstverständlich.
In der beigefügten Zeichnung ist ein Ausführungsbeiepiel für eis
Vparriehtung zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens
dargestellt, und zwar in Abb, 1 als Seheiaa, in Äbb>, 2 als Igngs
aicht der Apparatur und in Abb« 5 in ^e$ Anordnung in einem
Abb« !zeigt den E-f örmig gestalteten Magnetkern (l), auf dessen
Mittel schenkel die Hagnet spule (2) sitzt. Diese Magnetspule ist
mit der Stmmquelie (S) verbunden» die im gezeichneten JaU. eine
220 T-^echselspannung aufweist, Andererseits steht die Magnetspule
gegebenenfalls über eine Anzapfvorrieittung (#)..-für die
verschiedenen Windungsunterteil«ngen des Mfcßinatrumentes (5) mit
diesem in Verbindung·
Die Apparatur gemäß AVc 2 ist von außen gesehen so aufgebaut,
daß an einem Ständer mit Hilf e eines Scharniere s ein äeSarm
sngebracfct ist, in dessen abgebogenem Schenkel der Elektromagnet
sitzt» Dieser üblicher Weise rechtwinlig abgebogene Schenkel
(S) trägt den Elektromagneten £l> mit der Magnetspule (2 ).·■■-'
Sie äiagnetsptäe AZ} kann äii^cä eine fehrattfespiÄdel (5) in der
H8ne verstellt werden» Wie oben gesagt» wird dadurch die Stromentnanme
beeinflulSt*i«|^# £rüfgutf z* B.ein Band (15)* wird in
einer Entfernung von ungefähr 1 * ^ mm am Magnete»
Der Prüf,arm (8) ist mit einem Scharnier (7) an. die obere Platte
(9) dee Instrumentenständers (10) angelenkt· Er stützt sich dabei in Sonderheit durch eine Schraube (6) auf dem in den Aria
hineinragenden verlängerten Seil der Ständerplatte (9) ab· Durch
diese Schraube (6) wird die Entfernung des -Elektromagneten vom
Prüfgut eingestellt.
Auf der Oberfläche (9) des Ständers (lO) ist echließlich auch
noch die Anzapf vorrichtung für die Erregerwicklungen des Mjfcßin-.
strumenteE (3) und auch dieses selbst untergebracht· Der Ständer (IG) selbst ist verschiebbar» so daß also entsprechend der
Bandbreite des Prüfgutes (15) Messungen an verschiedenen Stellen
vorgenommen werden kennen.
Sie in Abb* 3 gezeigte Anordnung der Prüfeinrichtung an einem
Waisswerk gibt schema ti seh ein Walzenpaar (11) wieder, durch das
der auf dem Haspel (14) »um Sing (13) auflaufende Walzstreifen
(15) abgewälzt wird« Bs ist des weiteren noch eine Spannrolle
(12) vorgesehen, die gegen die Unterseite des Walzstrgif ens
(15) drückt. Durch diese Solle, die selbstverständlich auch in
ihrer Höhenlage verschiebbar angeordnet ist, wird gewährleistet, daß die Unterseite des Bandes in konstanter Entfernung vom Magneten gehalten wird, so daß, wie oben gesagt, sich die Toleranzen in doppelter Weise auf die Stromentnahme auswirken« Das
Prüfgerät ist dargestellt durch die Vorderansicht des Prüf arms
(θ) und die Skalenansicht des Meßinstrumentes (3)· Man sieht auch hierbei, wie der Zeiger des \ Meßinstrumentes auf Skalenmitte einreguliert ist, um Plus- und Minusbereiche für die Soleranzen zu haben.
Selbstverständlich ist es auch möglich, das Meßinstrument an einer anderen Stelle anzubringen, z. B. als großes Wandinstrument an einer Wand der Walzhalle oder in einem Meßbüro, oder
auch statt des Instrumentes ein Schreibinstrument anzuschließen.
Bei einem praktischen Beispiel wurde die Stärkentoleranz von
einem Stahlblechstreifen bestimmt, dessen Stärke 0,45 mm betragen soll. Λα der Stelle, die genau dieses Maß aufwies, betrug
die Stromentnähme des Instrmentes bei 220 7 Wechselspannung
40 iiuAmp. Stärkentoleranazen von 0,01 mm wirken sich als Änderun
gen der Stromentnahme von 2 - 3 ma Amp· aus· '
Wird der Sekundärstra sum Messen benutzt, so ändert sich an
der vorbeschriebenen Vorrichtung weiter nichts als daß umw
Elektromagnet eine zweite Spule erhält und die Stromführung bzw
-verbindung zum Meßinstrument entsprechend gestellt wird.
Vie eingange gesagt, kann die Einrichtung benutzt werden für
alle magnet! si erb ar en Stoffe und für solche paramagnetischen
Stoffe» die eine verhältnismäßig starke Beeinflussung der Kraftlinien
seigern· Bei dem Stärkebestimmungen muß selbatverständlicl
aueh die Zusammensetzung des Stahls oder JSTIe)EeIs «der seiner
Ifegierungen beriiokeichtig werden. Da aber diese 2-aaamraensetzung
beim Walzen eines und desselben Bandes nicht wechselt, so spiel*)
dieser Umstand nach der erstmaligen Einregulierung des Instrumentes keine ausschlaggebende Solle. .
Sortmand, den 25. ^uIi 1951
Claims (1)
- " ^39235^8.51S e it u t ζ a η s |t a? il e 1ϊ e ■1·) Vorrichtung zur Stärken- oder Stärkentoleranzbestimmung von Stoffen, die magnetisch zu beeinflussen sind» unter Terwea«- dung von elektrischem Strom, gekennzeichnet durcii einen Elek-. troinagneteÄ und ©ine Vorrieniiiing, die den■ j&t Stoff in k<jnstaaiter Entfernung $m BlektröBiegneteanaen Ansp^taen 1* gekennzeiclinet dureli einen Ampere-Aufmesser, der die Stromauf nähme des Elektromagneten mißt.Vorrichtung nach -Ansprach 1 und 3f gekennzeichnet duroh einen llektroma^aeten aiit einer £g$ngr* «nd Sekundärepule and duroh einen Spannungsmesser zum Hessen der Spannung der Sekundär-4») Vorrichtung nach Anspruch 1 Ms % gekennzeichnet durch eine Verschiebevorrichtung für die Spule auf dem Elektromagneten._%) Vorrichtung nach Anspruch 1 b'is. 4* gekennaeicluiet durch ein Meßinstrument «At anzapfbarer Spule.$*} Voxriohtung nach Anspruch 1 fels 5» dadurch gekennzeichnet, daß an einem Ständer ein Präfarm angelenkt Wird» in dessen ν alfgelaogenen feil der iriifmagiiet untergebracht ist«?·) Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß . der Abstand des Prüf armes von dem ίruf gut durch eine Stellschraube besonders einreguliert wird·.8*) Vorriöhtung nach Anspruch 1 bis 7* dadurch gekennzeichnet, daJB die Magnetspule in einer Schraubspindel befestigt ist, die die Höher- oder Tief erst ellung der Spule auf dem Magnetkern ermöglicht.9») Vorrichtung nach Anspruch 1 bis.8* dadurch gekennzeichnet, der Xjastrumentsifaiader TrerschiebÄar ist. ,10» > Torrientung naen Ansprtxcn 1 Ms 9* dadurch, gekennzeichnet» daß &a£ dem Ständer ein Üaizapfseaalter für die Unterteilung Inetrumentspule angebracht ist*11*) TorricÄtung naeH teaprattii 1 feie 18»- dadureh geleennzeionnet, daß die MeßTorrieÜtung awiecnen Waligeräst und einer ^ndruek· volle oder dem Haspel oder dem nächsten Walzgerüst angeordnet ist* ■■:.-' '..'■; 'v ■."■■: -
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1951
- 1951-08-06 DE DE1951T0001547 patent/DE1652050U/de not_active Expired
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