DE1648517B2 - Verfahren zum auffinden von oberflaechenrissen in stangen, knueppeln, rohren und aehnlichen werkstuecken mit kanten aufweisendem querschnitt - Google Patents
Verfahren zum auffinden von oberflaechenrissen in stangen, knueppeln, rohren und aehnlichen werkstuecken mit kanten aufweisendem querschnittInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Auffinden von Oberflächenrissen und zur Messung
von deren Tiefe in Stangen, Knüppeln, Rohren und ähnlichen Werkstücken mit nicht kreisförmigem,
Kanten oder abgerundete Kanten aufweisendem Querschnitt, wobei die Werkstücke durch einen in
Achrichtung fließenden Strom magnetisiert und der an Rissen austretende Streufluß meßtechnisch erfaßt,
z. B. auf einem auf der Werkstückoberfläche ablaufenden Band gespeichert sowie das Band einer Meßeinrichtung
zugeführt wird, wobei ferner die Magnetisierung des zu untersuchenden Werkstückes mit gepulstem
Gleichstrom durchgeführt wird.
Bei bekannten Verfahren der beschriebenen Gattung (vergleiche deutsche Patentschrift 805 813 mit
Zusatz 875 880) arbeitet man mit gepulstem Gleichstrom konstanter Frequenz, um die Erwärmung des
zu untersuchenden Werkstückes kleinzuhalten, oder (vergleiche USA.-Patantschrift 2 136 375) um Kontaktierungsprobleme
zwischen Werkstück und Stromzuführung zu meistern. Das alles mag gelingen, ändert
aber nichts daran, daß bei bekannten Verfahren der beschriebenen Gattung im Bereich der Kanten
die Empfindlichkeit ebensowenig ausreicht wie bei klassischer Betriebsweise mit permanenter Gleichstromdurchflutung.
Die Pulsfrequenz liegt bei den bekannten Maßnahmen im Bereich gleichgerichteter Netzfrequenz und wird konstant gehalten.
Im Rahmen der bekannten Maßnahmen wird ein Werkstück kreisförmigen Querschnittes zirkulär in
einer Ebene senkrecht zur Längsachse magnetisiert. Die magnetischen Feldlinien verlaufen parallel zur
Oberfläche und treten weder ein noch aus. An Rissen, die vorzugsweise als Längsrisse vorliegen, tritt
ein magnetischer Streufluß aus, und der austretende Streufluß wird zumeist nicht unmittelbar gemessen,
sondern zunächst auf einem endlosen und auf der Oberfläche ablaufenden Band gespeichert. Das Band
wird dann durch eine Meßvorrichtung geführt, in der der gespeicherte Streufluß ermittelt wird. Sobald Abweichungen
vom kreisförmigen Querschnitt des Werkstückes auftreten, wird eine homogene Magnetisierung
entlang der Oberfläche nicht mehr erzielt. Außerdem weicht die Magnetisierungsrichtung als
Funktion der Lage auf der Peripherie eines Querschnitts erheblich von der tangentialen Richtung ab.
Für den häufig vorkommenden quadratischen Querschnitt mit abgerundeten Kanten sind die Verhältnisse
insbesondere im Bereich der abgerundeten Kanten stark gestört. Man beobachtet einen Abfall der
Tangentialkomponente der magnetischen Induktion von der Flächenmitte bis zur Kante eines Werkstükkes
um etwa 70%. In einem bestimmten Abstand von der Kante, der im einzelnen von der Kantenform
abhängt, wird eine Nullstelle der Magnetisierung durchlaufen. Darüber hinaus treten magnetische
Feldlinien ein und aus, wobei die Feldlinien praktisch senkrecht auf der Werkstückoberfläche aufsitzen.
An dieser Stelle werden Risse im Werkstück vollständig übersehen. Auch wenn man bei Pulsbetrieb
mit gleichgerichteten Netzfrequenzen die Magnetisierungsdauer ändert (vergleiche USA.-Patenlschrift
? 324 354), erzielt man bei Werkstücken mit
as nicht kreisförmigem, Kanten oder abgerundete Kanten
aufweisendem Querschnitt keine homogene oder auch nur hinreichend gleichmäßige Magnetisierung,
die auch Fehler im Bereich der Kanten offenbart. Endlich führt auch die Maßnahme nicht zum Et folg
(vergleiche französische Patentschrift 834 256), mit leistungsstarken Entladungsimpulsen die Magnetisierung
durchzuführen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das Verfahren der eingangs beschriebenen Gattung se
as weiter auszubilden, daß eine möglichst homogene tangentiale
Magnetisierung entlang des Umfanges für beliebige Querschnittsformen von Werkstücken herbeigeführt
wird.
Zur Lösung dieser Aufgabe lehrt die Erfindung, die Frequenz des gepulsten Gleichstromes so einzustellen, daß auch im Bereich der Kanten liegende Oberflächenrisse erfaßt werden. Im allgemeinen wird man aucn im Rahmen der Erfindung mit mittels Einweg-Gleichrichtung von sinusförmigem Wechselstrom erzeugtem gepulstem Gleichstrom arbeiten.
Zur Lösung dieser Aufgabe lehrt die Erfindung, die Frequenz des gepulsten Gleichstromes so einzustellen, daß auch im Bereich der Kanten liegende Oberflächenrisse erfaßt werden. Im allgemeinen wird man aucn im Rahmen der Erfindung mit mittels Einweg-Gleichrichtung von sinusförmigem Wechselstrom erzeugtem gepulstem Gleichstrom arbeiten.
In Versuchen wurde festgestellt, daß die Frequenz einer Impulsmagnetisierung so gewählt werden kann,
daß auch an den Kanten von Werkstücken mit nicht kreisförmigem, Kanten oder abgerundete Kanten aufweisendem
Querschnitt die Magnetisierung tangential zur Oberfläche verläuft, während gleichzeitig der
Abfall zu den Kanten hin fast vollständig ausgeschaltet wird. Dafür tritt aber eine Abnahme der magnetischen
Induktion in Richtung der normalen zur Oberfläche zum Inneren des Prüfgutes hin auf. Da in der
Regel eine quantitative Bestimmung der Rißtiefe nur im Bereich bis 2 mm interessiert und darüber hinaus
auch von den Magnetbändern und von dem durch Rauhigkeit der Oberfläche bedingten Störpegel her
nur ein begrenzter Meßumfang ähnlicher Größenordnung zur Verfügung steht, genügt es, die erwünschte
Art der Magnetisierung innerhalb einer oberflächennahen Schicht von einigen Millimetern Dicke zu erzielen.
Hinzu kommt, daß durch den magnetischen Widerstand der Risse der Fluß nach innen zumindest
teilweise umgeleitet wird. Überraschenderweise hat sich gezeigt, daß bereits bei Einweg-Gleichrichtung
eines Wechselstromes der Frequenz zwischen 20 und
3 4
100 Hz eine sehr erhebliche Verbesserung der Ma- hängen die Eindringtiefe der Magnetisierung und die
gnetisierung im gewünschten Sinne (Ausrichtung par- von der Querschnittsform unabhängige Verdrängung
allel zur Oberfläche und Homogenisierung entlang des magnetischen Flusses in eine oberflächennahe
der Oberfläche) erzielt wild. Schiebt nach im Ansatz bekannten physikalischen
Im folgenden wird die Erfindung an Hand einer 5 Gesetzmäßigkeiten von der Frequenz, der elektri-Zeichnung
ausführlicher erläutert. In der einzigen Fi- sehen Leitfähigkeit und der magnetischen Permeabigur
sind als Ordinate die nach dem Magnetographic- lität ab. Von diesen drei Größen sind Leitfähigkeit
Verfahren erhaltenen Anzeigen von Rissen gleicher und Permeabilität vom Untersuchungsobjekt her vor-Foim
und gleicher Tiefe, aber unterschiedlicher gegeben. Als von außen einstellbare Variable ver-Lage,
für einen Stahlknüppel mit quadratischem io bleibt die Frequenz mit der unter Berücksichtigung
Querschnitt angegeben. Die Abszisse gibt Punkte auf der vorgenannten Werksioffkenngrößen und der geoder
Oberfläche der Knüppelbreite von 80 mm, 4kant, metrischen Form des zu untersuchenden Werkstükan.
Unter der Abszisse ist die Lage der Risse ange- kes, die jeweils erforderliche Eindringtiefe und Flußdeutet.
Man erkennt, daß Rißanzeigen bei Magneti- Verdrängung in die Oberfläche eingestellt werden
sierung mit stationärem Gleichstrom zu den Kanten 15 können. Da im vorgenannten Falle wegen der Kennhin
sehr stark abfallen. Ähnlich liegen die Verhält- linien der magnetischen Bänder eine reine Wechselnisse,
wenn ohne Anpassung mit gepulstem Gleich- Strommagnetisierung entfällt, muß die »Frequenz«
strom konstanter Frequenz gearbeitet wird. Bei der durch die Flanken der Gleichstromimpulse eingestellt
Impulsmagnetisierung wird demgegenüber die An- werden, was mit bekannten technischen Hilfsmitteln,
zeige der Kantenrisse sehr stark angehoben. Dabei 20 wie Thyristoren, möglich ist.
erfolgt auf den Flächen noch keine Sättigung der Das Verfahren ist nicht nur im Hinblick auf die
Bänder; eine ausreichende Empfindlichkeit bleibt Verbesserung der Meßtechnik vorteilhaft, sondern
auch hier erhalten. Diese einfachste Form der Im- auch in wirtschaftlicher Hinsicht. Bei den erforderli-
pulsmagnetisierung führt zwar noch nicht zu einer chen relativ hohen Stromstärken von ca. 1000 A bis
vollständig von der Lage unabhängigen Anzeige, je- 35 2500 A führt die Leistungsverringerung durch die
doch sind die Unterschiede zwischen Kante und Impulsmagnetisierung sowohl zu erheblich geringe-
Mitte bereits sehr erheblich verringert. Im einzelnen ren Anlage- als auch Betriebskosten.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (2)
1. Verfahren zum Auffinden von Oberflächenrissen und zur Messung von deren Tiefe an Stangen,
Knüppeln, Rohren und ähnlichen Werkstükken mit nicht kreisförmigem, Kanten oder abgerundete
Kanten aufweisendem Querschnitt, wobei die Werkstücke durch einen in Achsrichtung
fließenden Strom magnetisiert und der an Rissen austretende Streufluß meßtechnisch erfaßt, z. B.
auf einem auf der Werkstückoberfläche ablaufenden Band gespeichert sowie das Band einer Meßeinrichtung
zugeführt wird, wobei ferner die Magnetisierung des zu untersuchenden Werkstückes
mit gepulstem Gleichstrom durchgeführt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Frequenz
des gepulsten Gleichstroms so eingestellt wird, daß auch im Bereich der Kanten liegende
Oberflächgnrisse erfaßt werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mit mittels Einweg-Gleichrichfiing
von sinusförmigem Wechselstrom erzeugtem, gepulstem Gleichstrom gearbeitet wird.
Priority Applications (7)
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Applications Claiming Priority (1)
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Publications (3)
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| E77 | Valid patent as to the heymanns-index 1977 | ||
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