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DE1646285A1 - Kontinuierliche Herstellung von Pulver ohne Loesungsmittel - Google Patents

Kontinuierliche Herstellung von Pulver ohne Loesungsmittel

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Publication number
DE1646285A1
DE1646285A1 DE1968D0054995 DED0054995A DE1646285A1 DE 1646285 A1 DE1646285 A1 DE 1646285A1 DE 1968D0054995 DE1968D0054995 DE 1968D0054995 DE D0054995 A DED0054995 A DE D0054995A DE 1646285 A1 DE1646285 A1 DE 1646285A1
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DE
Germany
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powder
screws
screw
continuous production
solvents
Prior art date
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Application number
DE1968D0054995
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English (en)
Other versions
DE1646285B2 (de
DE1646285C3 (de
Inventor
Berent Dipl-Ing Reinecke
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Dynamit Nobel AG
Original Assignee
Dynamit Nobel AG
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Publication date
Application filed by Dynamit Nobel AG filed Critical Dynamit Nobel AG
Priority to DE1968D0054995 priority Critical patent/DE1646285C3/de
Priority to CH1939268A priority patent/CH498060A/de
Publication of DE1646285A1 publication Critical patent/DE1646285A1/de
Publication of DE1646285B2 publication Critical patent/DE1646285B2/de
Application granted granted Critical
Publication of DE1646285C3 publication Critical patent/DE1646285C3/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C06EXPLOSIVES; MATCHES
    • C06BEXPLOSIVES OR THERMIC COMPOSITIONS; MANUFACTURE THEREOF; USE OF SINGLE SUBSTANCES AS EXPLOSIVES
    • C06B21/00Apparatus or methods for working-up explosives, e.g. forming, cutting, drying
    • C06B21/0008Compounding the ingredient

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Processing And Handling Of Plastics And Other Materials For Molding In General (AREA)
  • Mixers Of The Rotary Stirring Type (AREA)
  • Extrusion Moulding Of Plastics Or The Like (AREA)

Description

  • Kontinuierliche Herstellung von Pulver ohne Lösungsmittel Die Erfindung bezieht sich auf die kontinuierliche Herstellung vors Pulver ohne Lösungsmittel, im folgenden mit Pol-Pulver bezeichnet.
  • Rauchlose Pol-Pulver bestehen üblicherweise aus einer vorgelatinierten fulverrohmasse aus etwa 40 bis 70 ö Nitrocellulose und etwa 60 bis 30 % Nitroglycerin, welcher in Größenordnungen von 0 bis 10 % Weichmacher,.Mo*deratoren_, Stabilisatoren usw. zugesetzt sind.
  • .Die einzelnen Bestandteile werden zunächst miteinander vermengt, wobei das vorgemischte Gemenge aus der Pulverrohmasse, deren trockene Verarbeitung zu gefährlich wäre, mindestens etwa 25 j, bei Ansatz in wässriger Suspension sogar bis zu 100 % und mehr atro Wasser enthält, und dann wird dieses Gemenge intensiv geknetet. In bekannter Weise kann diese Weiterverarbeitung auf beheizten Walzwerken vorgenommen werden. Bei diesen erfolgt die Einarbeitung der Zusätze durch intensive Knetung und die Durchgelatinierung bei gleichzeitiger Wasserabdampfung. Obwohl mit diesem Verfahren eine gute Verarbeitung erzielt wird, kann es wegen der geringen Durchsatzleistung bei hohen Investierungskosten, wegen der diskontinuierlichen Arbeitsweise, wegen der mit einem entsprechend großen Personalauf-' wand verbundenen 1i@.ndbedienung und der Gefährdung des Bedienungspersonals bei Walzenausbränden sowie wegen Verarbeitungsschwankungen bei unsachgemäßer Walzwerksbedienung dennoch nicht zufriedenstellen, umsomehr als auch die bisherigen Bemühungen, bei Walzwerften einen kontinuierlichen Arbeitsablauf zu verwirklichen und auch deren Fernbedienung zu ermöglichen, trotz großen-Aufwandes keinen nennenswerten Erfolg hatten. - -Zur Vermeidung der Nachteile des vorstehend beschriebenen Walzwerksverfahrens wurden in neuerer Zeit kontinuierliche Verarbeitungsmaschinen eingeführt, nämlich Scheibenknetschnecken und Extruder ähnlich jenen, wie sie in der Kunststoff- und Kautschukindustrie gebräuchlich sind. Diese Maschinen gestatten nicht nur, das Wasserabpressen, das Homogenisieren und das Kneten des Pulvers kontinuierlich durchzuführen, sondern sie lassen sich euch mit verhältnismäßig geringem Aufwand automatisieren und fernbedienen und arbeiten somit wirtschaftlicher und gefahrloser. Andererseits haben diese Maschinen allerdings den Nachteil, daß sich die mit der Pulverrohäasse eingebrachte Feuchtigkeit durch Abpressen nur bis auf einen Rest von nicht weniger als etwa 3 % entfernen läßt. Da sich die bei Kunststoffen übliche Maßnahme, durch Entgasungsöffnungen im Extruder eine noch vorhandene Restfeuchtigkeit zu beseitigen,-bei Schießpulver wegen der mit den dazu erforderlichen mit Kompressions- und Dekompressionszonen sowie Evakuierungseinrichtun.gen versehenen langen Zylindern verbundenen Gefahren nicht durchführen läßt, ist man demzufolge aber dazu gezwungen, die im Pulver noch vorhandene Restfeuchte durch eien zusUtzlichen Trocknungsprozeß zu beseitigen. Von diesem zusätzlichen Aufwand abgesehen hat dieses Verfahren insbesondere den Nachteil, daß die Zusätze, vor allem die Abrandmoderatoren, nicht immer in zufriedenstellender Weise verteilt und eingearbeitet sind. Eingehende Untersuchungen führten zu der Erkenntnis, daß das entscheidende Kriterium für eine einwandfreie Verteilung und Einarbeitung der Zusätze,- insbesondere der Abbrandmoderatoren, wegen der damit verbundenen besonders hohen Scherbeanspruchung in einer genügend langen intensiven Knetuni des völlig trockenen Materials zu sehen ist, wie sie zwar bei dem rW -en bekannten Walzwerksverfalrren, nicht aber bei dei:i e ähnt ebenfalls erwähnten bekannten Schneckenpressverfahren möglich und der Fall ist. Bei letzterem könnte man sich wohl dadurch behelfen, daß das Material nacheinander durch mehrere Knet- oder Extrusionsschnecken geschickt und so die Verarbeitungsdauer verlängert wird. Entsprechend würde dann aber die Gesamtleistung niedriger oder aber es müßten größere Maschineninvestitionen vorgenommen werden. Abgesehen davon, daß in der Explosivindustrie aus Sicherheitsgründen die automatische Verkettung mehrer Maschinen nur unter Zuhilfenahme sehr aufwendiger Sicherheitseinrichtungen vorgenommen werden darf, haben diese Maschinen.den Nachteil, daß in geschlossenen Gehäusen gearbeitet wird, was aber eine sehr große Gefahr darstellt. Während nämlich bei einer etwa durch Fremdkörper verursachten Entzündung des Pulvers auf dem Walzwerk diePulvermasse frei abbrennen kann und dabei meist nur geringfügiger Schaden entsteht, ergäben sich bei Entzündung von Pulver im Einschluß Explosionen mit u.U. schwerwiegenden Folgen. Von der vorstehend erwähnten Erkenntnis ausgehend schlägt die Erfindung für die kontinuierliche Herstellung von Pulver ohne Lösungsmittel vor, die Pulverrohmasse und die üblichen Zusätze an Weichmachern, Stabilisatoren, Moderatoren usw., vorzugsweise nach an sich bekannter vorheriger Vermengung miteinander, fortlaufend in eine an sich bekannte Vorrichtung mit nach oben zumindest teilweise offenem Trog und mindestens einer, vorzugsweise jedoch mehreren in diesem drehbar gelagerten Schnecken einzubringen und in dieser Vorrichtung zum fertigen Pulver zu verarbeiten. Die Verwendung dieser in der Kautschuk- und Kunststoffindustrie für Verdampfungsaufgaben eingesetzten sogenannten Verdampferschnecken für die Pulverherstellung ermöglicht es, sich in geradezu idealer Weise die Vorteile des bekannten diskontinuierlichen Walzwerksverfahrens und des ebenfalls bekannten kontinuierlichen Schneckenpressverfahrens zunutze zu machen, ohne dabei aber die Nachteile dieser Verfahren in Kauf nehmen zu müssen. So kann beispielsweise im Gegensatz zum Extruder auf der Verdampferschnecke der-mit der Pulverrohmasse eingebrachte Wassergehalt von 25 und mehr % atro aus dem offenen Trog unschwer völlig verdampft werden, wobei mit der Abnahme des Feuchtigkeitsgehaltes der Pulvermasse deren Knetung und Scherung zunehmend intensiver wird und insbesondere in der letzten Zone, wo das Material vollkommen trocken ist, dieselbe hervorragende Einarbeitung der Zusätze, vor allem auch der Abbrandmoderatoren, erreicht wird wie auf dem Walzwerk. Ohne weiteres hat man es dabei in der Hand, durch entsprechende Ausbildung und Bemessung der Verdampferschnekke eine mehr oder weniger lang andauernde harte Knetung des inzwischen vollkommen trockenen Materials durchzuführen. Im Gegensatz zum Walzwerk arbeitet die Verdampferschnecke kontinuierlich wie ein Extruder, wobei sie gegenüber diesem jedoch wiederum den Vorteil hat, daß sie durch ihre Arbeits-Weise mit offenem Trog bzw. Zylinder die gleiche Sicherheit gegen Explosionen bietet wie das Walzwerk. Grundsätzlich lassen sich Verdampferschnecken mit nur,einer -einzigen Schnecke verwenden. Vorteilhafter ist jedoch die Verwendung von Doppel- oder Mehrschnecken-Maschinen, da sich mit diesen bei entsprechender Gestaltung besondere Effekte erzielen lassen. So können bei Zwei- und Mehrschnecken Maschinen beispielsweise zwei bzw. je zwei nebeneinanderliegende Schneckenwellen zueinander gegenläufig sein, so daß das im Trog befindliche Material ebenso gut wie im Walzwerk eingezogen und geknetet wird. Bei Verwendung von mindestens vier Schnecken können jeweils zwei miteinander gleichlaufend sein, womit zu den bereits . erwähnten Walzwerkseffekt noch eine gute Misch- und Scherwirkung zwischen je den beiden Schnecl,ien sowie zwischen den miteinander kämmenden Schnecken der beiden Schneckenpaare hinzukommt. Mehrschnecken-Maschinen haben insbesondere auch den Vorteil, daß sich bei einer solchen Anordnung und Ausbildung, bei der die Schnecken miteinander kämmen, deren Selbstreinigung erreichen läßt, was bei Dauerbetrieb für die Quälität des hergestellten Produktes sehr bedeutungsvoll ist. In zweckmäßiger weiterer Ausbildung der Erfindung wird vorgeschlagen, die Vorrichtung an ihrem austrittsseitigen Ende mit einem geschlossenen Zylinderabschnitt auszubilden. Dieser geschlossene Zylinderabschnitt ermöglicht es, im Material einen Druck aufzubauen, wodurch wie beim Extruder eine Form= gebung zu Granulat oder auch zu fertigen Pulversträngen möglich wird. Dabei kann der geschlossene Zylinderabschnitt jedoch sehr viel kürzer gehalten werden als -dies sonst bei der Formgebung auf Extrudern möglich ist, weil ihm das Material bereits in heißem und durchgearbeitetem Zustand aus dem Verdampfungsteil zugeführt wird. Entsprechend ist dadurch aber auch die Sicherheit gegen Explosionen größer- als bei der Formgebung auf dem Extruder. Die Erfindung ist in der Zeichnung in Ausführungsbeispielen gezeigt und wird anhand dieser noch erläutert. Es zeigen Fig: 1 in einer Teildraufsicht und im Schnitt eine Zweischneckenmaschine und Fig. 2 in gleicher Darstellung eine Vierschneckenmaschine. Im @eh:i,use der fig. 1 sind die beiden Schnecken 2 und 3 -wie durch ff.ei.le angedeutet - gegenliufig drehbar gelagert. Für die Zugabe des Materials 4 ist auf der Gehäuseöffnung 5 der Einfülltrichter 6 angeordnet. Desweiteren ist das Gehäuse 1 mit der Öffnung 7 versehen. Mit 8 sind im Gehäuse Lund in den Schnecken 2 und 3 angeordnete Kanäle für eine Beheizung des Gehäuses und/oder der Schnecken bezeichnet. Das über den Trichter 6 zugegebene Material wird von den Schnecken 2 und 3 eingezogen und zwischen den miteinander einen verhältnismäßig engen Spalt 9 bildenden Schnecken sowie diesen und der Gehäuseinnenwand unter fortlaufender Knetung und Scherung verarbeitet und weitergefördert, wobei die in dem Material vorhandene Feuchtigkeit über die Öffnung 7 freie Abdampfmöglichkeit hat. Da auf dem Wege vom Einfülltrichter 6 zum nicht gezeigten austrittseitigen Ende hin das Material infolge fortlaufender Abdampfung von Feuchtigkeit zunehmend trockener wird, wird in gleicher Weise, d.h. parallellaufend mit der Verdampfung der Feuchtigkeit, auch die Knetung des Materials imäer härter und intensiver, bis schließlich bei entsprechender Bemessung der Vorrichtung an deren austrittsseitigem Ende das Material in völlig trokkenem Zustand vorliegt, wo es in einem eventuell vorgesehenen ebenfalls nicht gezeigten. geschlossenen Zylinderabschnitt mit diesen stirnseitig abschließendem Mundstück mit entsprechend geformter Austrittsöffnung gegebenenfalls noch zu Strängen geformt oder auch zu Granulat verarbeitet wird. Die Anordnung bei der Vierschneckenmaschine der Fig. 2 ist im wesentlichen die gleiche. Die beiden unteren Schnecken 2 und 3 sind .wieder gegenlUufig und nicht miteinander k=iiiuieiid angeordnet. Zu jeder der beiden Schnecken 2 und -5 sind im Gegegensatz dazu die Schnecken 1Ö bz@.t, 11 gleichlUufig und käritnend angeordnet. Die Arbeitsweise dieser Vierschneckenrizschine ist im frin;ip wieder die gleiche :.rie bei der Zweisctineckenriaschilic der fig. 1. Auch hier wir-.1 in den unteren geschlossenen Spalten zwisehen Schnecken und Gehäuse durch die bekannte scharfe Umlenkung um den Sattel zwischen je zwei benachbarten Schnecken sowie durch die stete Volumenänderung der Spalte, die ein Vor-'und Zurückströmen des Materials bewirkt, das Material einer intensiven Knetung unterworfen, wobei nach jedem Knetvorgang ein Entspannen und Ausdampfen erfolgt, bei dem die Oberfläche wesentlich stärker aufgebrochen ist.als bei der Verarbeitung auf dem Walzwerk.

Claims (2)

  1. P a t e n t a n s p r ü c h e ,`1. Kontinuierliche Tierstellung von Pulver ohne Lösungsmittel, dadurch gekennzeichnet, daß die*Pulverrohmasse und die üblichen Zusätze an Weichmachern; Stabilisatoren, Moderatoren usw., vorzugsweise nach an sich bekannter vorheriger Vermengung miteinander, fortlauf end in eine an sich bekannte Vorrichtung mit nach oben zumindest teilweise offenem Trog und mindestens einer, vorzugsweise jedoch mehreren in diesem drehbar gelagerten Schnecken eingebracht und in dieser Vorrichtung zum fertigen Pulver verarbeitet wird.
  2. 2. Kontinuierliche Herstellung von Pulver ohne Lösungsmittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung an ihrem austrittsseitigen Ende mit einer geschlossenen Zone ausgebildet ist.
DE1968D0054995 1968-01-02 1968-01-02 Kontinuierliche Herstellung von Pulver ohne Lösungsmittel Expired DE1646285C3 (de)

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CH1939268A CH498060A (de) 1968-01-02 1968-12-30 Verfahren und Vorrichtung zur kontinuierlichen Herstellung von rauchlosem Pulver ohne Lösungsmittel

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DE1646285A1 true DE1646285A1 (de) 1971-07-15
DE1646285B2 DE1646285B2 (de) 1976-10-07
DE1646285C3 DE1646285C3 (de) 1979-01-25

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RU2606418C1 (ru) * 2015-07-30 2017-01-10 Валерий Гургенович Джангирян Способ получения тонкосводного пороха для патронов стрелкового оружия и специального назначения

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