DE164604C - - Google Patents
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B02—CRUSHING, PULVERISING, OR DISINTEGRATING; PREPARATORY TREATMENT OF GRAIN FOR MILLING
- B02C—CRUSHING, PULVERISING, OR DISINTEGRATING IN GENERAL; MILLING GRAIN
- B02C15/00—Disintegrating by milling members in the form of rollers or balls co-operating with rings or discs
- B02C15/02—Centrifugal pendulum-type mills
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Food Science & Technology (AREA)
- Crushing And Grinding (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Um bei Naßvermahlungen, wozu bekanntlich Mahlgänge, Kugelmühlen, Pendelmühlen
und andere Mahlsysteme verwendet werden, ein absolut feines Mahlgut zu erzielen, oder
um besonders bei nur teilweise zu vermählendem oder vermahlbarem Gut eine Trennung
spezifisch verschieden schwerer oder in Form oder Härte verschieden gearteter Stoffe vorzunehmen,
läßt man gewöhnlich dem Mahlprozeß die Schlämm- oder sonstige Trennungsarbeit folgen, wozu man weiterer Apparate
im Anschluß- an die Mühlen bedarf.
Man hat zwar schon bei Kugel- und Schleppmühlen die Schlämmung mit dem Mahlen
verbunden, hat dabei aber nicht für die Möglichkeit des gleichzeitigen getrennten Austragens
beider Schlämmprodukte, des feinen Mehls und der Grobe (schwere, unvermahlbare
Rückstände) oder der spezifisch,schwersten Gutteilchen (von der Gangart durch Schlämmen
in der Mühle befreite, angereicherte Erze usw.) Sorge getragen.
. Gemäß der Erfindung soll letzteres für Pendelmühlen, Horizontäl-Kugelmühlen oder
ähnliche Mahlvorrichtungen, bei denen in wagerechter Ebene kreisende Mahlkörper vermittels
Fliehkraft gegen die Innenseite einer ringförmigen Mahlbahn geschleudert werden,
durch folgende Verfahrensweise erreicht werden.
In diesen Mühlen wird die Mahlwirkung bekanntlich durch die Fliehkraft erzeugt. Vermöge
der Fliehkraft und der Schwerkraft findet dabei eine räumliche Trennung der schweren und gröberen Teilchen des Mahlgutes
von den feinen und leichten Schlämmen im Mahlbottich, soweit dieser mit Wasser
gefüllt ist, statt. Dieses wird zur getrennten, gleichzeitigen Austragung der beiden Sorten
verwertet, indem der Mahlbottich hinreichend mit Wasser gefüllt gehalten wird und die
feinen Schlämme an der paraboloidischen Wasseroberfläche mit dem Überlaufwasser abgeführt
werden. Die schweren und groben Mahlprodukte werden dagegen durch Boden-Öffnungen
des Mahlbottichs stetig oder zeitweise ' ausgetragen. Die Wasserzuführung
zum Bottich erfolgt dabei zweckmäßig durch diese Öffnungen, um das austretende Gut von
anhaftenden feinen Teilchen zu reinigen. Die Mühle erhält bei diesem Verfahren nicht, wie
dies sonst bei Pendelmühlen usw. üblich ist, ein den Mahlraum umschließendes Sieb, sondern
einen geschlossenen Mantel, so daß der Mahlbottich während des Mahlens am Rande bis oben hin mit Flüssigkeit gefüllt ist. Die
feingemahlenen geschlämmten Teile werden mit dem abfließenden Wasser an der paraboloidischen Wasseroberfläche der Mahlvorrichtung
entnommen.
Die Zeichnung stellt zwei Ausführungsformen einer dem neuen Verfahren dienenden
Naßmühle in einfachster Ausführung beispielsweise dar. In Fig. 1 bezeichnet 1 einen Mahl-
bottich, in welchem z. B. zwei Mahlkörper 2,2 umgeführt werden. 3 ist der Einwurf
für das Mahlgut, 4 das Überlaufrohr für das Wasser mit dem Schlamm, 5 ein Entleerungsstutzen und 6 ein Schieber zur Austragung
der unschlämmbaren Stoffe. 7 stellt einen Vorratsbehälter für Frischwasser mit Wasserzulauf
8 dar. Das Verbindungsrohr 9 dient zur Einführung des Frischwassers in den Mahlbottich.
In Fig. 2 kehren dieselben Bezeichnungen 1 bis 8 wieder. Der Entleerungsstutzen 5 ist
hier als Schneckentrog ausgebildet. Sein Abschluß geschieht durch Stillstehen der Schnecke 6
an Stelle des Schiebers 6 gemäß Fig. 1. 10 und 11 bedeuten zwei konzentrisch um das
Überlauf rohr 4 angeordnete zylindrische Mäntel aus Blech, welche einerseits ein direktes Überschleudern
unzerkleinerten Gutes in die Überlauföffnung verhindern, andererseits die Schlämmwirkung erhöhen.
Das vorliegende Verfahren ergibt also eine den bekannten Mahl- und Schlämmanlagen
gegenüber sehr vereinfachte Vorrichtung, die nicht nur das Mahlen und Schlämmen, sondern
auch das gleichzeitige Ausscheiden der geschlämmten und nicht zu schlämmenden Teile des Mahlgutes in einem einzigen Apparat
auszuführen gestattet. Je nach Art des zu behandelnden Gutes kann die eine oder andere
Funktion des Verfahrens in Wegfall kommen, wenn z. B. das Material ohne besondere Mahlwirkung
sich schon durch Rührwirkung der Mahlkörper allein hinreichend auflöst, oder wenn in dem Mahlgut nicht zu vermählende
Bestandteile garnicht enthalten sind. Im ersten Falle können die Mahlkörper durch einfache
Rührer ersetzt werden, im letzteren fällt die Entleerungsvorrichtung am Boden des Mahlbottichs
fort.
Claims (2)
1. Verfahren zur Ausscheidung von Schlämmen aus den Mahlprodukten innerhalb
von Naßmühlen (Pendelmühlen, Horizontal - Kugelmühlen usw.) für Erze und
dergl., bei denen die kreisenden Mahlkörper durch Fliehkraft gegen die Innenseite
einer kreisförmigen Mahlbahn geschleudert werden, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Mahlbottich, der mit
Wasser gefüllt gehalten wird, die feineren und leichteren Mahlprodukte an der paraboloidischen
Wasseroberfläche abgeführt werden, während die schweren und groben
Mahlprodukte durch Bodenöffnungen des Mahlbottichs stetig oder zeitweise ausgetragen
werden.
2. Ausführungsart des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Wasserzuführung zum Mahlbottich durch die zum Entleeren der schweren, nicht zu vermählenden Teile des Mahlgutes
bestimmten Öffnungen erfolgt, um das austretende Gut von anhaftenden feinen Teilchen zu reinigen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE164604C true DE164604C (de) |
Family
ID=430183
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT164604D Active DE164604C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE164604C (de) |
-
0
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