DE1645053A1 - Verfahren zur kontinuierlichen Polymerisation und Mischpolymerisation von Vinylchlorid - Google Patents
Verfahren zur kontinuierlichen Polymerisation und Mischpolymerisation von VinylchloridInfo
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Description
Dr, Walter Beil
AJfred Ποβρ-^ηβΓ
Dr.HansJcaif..,-'.icdf
Dr. Kara Ciix. Beil
Kechtsatv-'sSte
Frankfurt a. M. -Höchst
- Unsere Nr. 13 336 -
Montecatini Edison S.p.A.
ACSA Applicazioni ChimicheS.p.A.
Mailand /Italien
Verfahren zur kontinuierlichen Polymerisation und Mischpolymerisation von Vinylchlorid
Die Erfindung betrifft die Herstellung von Polymeren und Mischpolymeren von Vinylchlorid nach einem verbesserten,
kontinuierlichen, bei niedriger Temperatur ablaufenden Verfahren zur Polymerisation von Vinylchlorid allein oder
in Mischung mit kleineren Mengen von anderen, damit polymerisierbaren Monomeren.
Vorzugsweise werden die Polymerisation bei niedriger Temperatur und die nachfolgenden Verfahrenaetufen so
durchgeführt, daß Reaktionsgemische erhalten werden, die,
selbst wenn sie auf Temperaturen gebracht werden, die wesentlich über der Polymerisationstemperatur liegen,
nicht mehr zu einer Nachpolymerisation führen.
009820/ 1670
Das Phänomen der Nachpolymerisation ist besonders bei
der Herstellung von Polyvinylchlorid mit hoher Stereoregelmäßigkeit
von Bedeutung, da die Polymerisationstemperatur bei diesem Verfahren erheblich unterhalb
Raumtemperatur und im allgemeinen bei -4o°C liegt.
Zur Sicherstellung der maximal möglichen Qualitätsverbesserungen des Polymeren in Verbindung mit der niedrigen
Polymerisationstemperatur ist es von grundlegender Bedeutung, daß die Temperatur der Polymerisationsmasse
nicht nur während der eigentlichen Polymerisationsphase sondern auch während der anschließenden Phasen der
Trennung, Reinigung und Gewinnung des Polymeren, das in der Reaktionsmasse gebildet wird, unter oder maximal
bei der Polymerisationstemperatur gehalten wird.
Falls bei diesen Phasen des Verfahrens zur Herstellung des Polymeren die Temperatur der Reaktionsmischung, die
neben dem Polymeren auch einen Teil des Monomeren in Gegenwart des noch aktiven Katalysators enthält, selbst
für verhältnismäßig kurze Zeit Werte erreicht, die über den vorher festgelegten Werten liegen, können die
endgültigen Eigenschaften des Produkts (des Polymeren) wesentlich modifiziert werden. Es ist bekannt, daß
die Polymerisationsgeschwindigkeit mit steigender Temperatur stark zunimmt, so daß der Teil des Polymeren,
der bei einer höheren als der festgelegtta Temperatur
gebildet wird und dadurch unerwünsc? Λ,β Eigenschaften
aufweist, sehr beachtlich sein kann.
Um diesen schwerwiegenden Nachteil ausr,us-ehalten, wurden
einige Verfahren zur Trennung der Bestandteile der Reaktionsmischung vorgeschlagen, nach denen die Trennung
in bekannter Weise bei sehr niedrigen Temperaturen, die wesentlich unter den Polymerisationsteinperaturen
liegen, durchgeführt wird.
009820/ 167U
Nach einem der bekannten Verfahren wird z.B. die Reaktionsmasse zuerst auf eine Temperatur gekühlt,
die etwa 2o°C unterhalb der Polymerisationstemperatur
liegt, anschließend wird die Reaktionsmasse bei niedriger Temperatur zentrifugiert. Das auf diese Weise
aus der Reaktionsmasse abgetrennte Monomere wird weiter gekühlt, um eine weitere Polymerenbildung zu verhindern
oder auf ein Minimum herabzusetzen, und danach in den Polymerisationsreaktor zurückgeführt.
Das einen Restteil an absorbiertem Monomeren enthaltende Polymere wird dann weiteren Reinigungsbehand- ä
lungen unterworfen. Beispielsweise kann das aus dem Polymeren, dem Monomeren und verbliebenem Katalysator
bestehende Gemisch mit einem Lösungsmittel für das Monomere und den Katalysator gewaschen werden und auf
eine niedrige Temperatur gekühlt werden. Das Monomere kann auch durch Erhitzen mit warmem Wasser (z.B. bei
600C) in Gegenwart von Sauers eoff abgedampft werden,
um die Wirksamkeit des noch in der Mischung vorliegenden Katalysators zu henmen.
Arbeitet man nach dem ersten Verfahren, dann macht einmal die Abtrennung des Lösungsmittels von dem Polymeren
und zum anderen vom Monomeren und restlichem i Katalysator eine Reihe von Vorrichtungen und komplizierten
und kostspieligen Verfahrensstufen erforderlich.
Bei dem zweiten Verfahren enthalt das nach der Kondensation gewonnene Vinylchlorid Sauerstoff in gelöstem
Zustand, wodurch bei seiner weiteren Verwendung der Sauerstoff der Einwirkung des Polymerisationskatalysators
entgegenwirkt.
Es ist daher ersichtlich, daß derartige Verfahren im allgemeinen ziemlich kompliziert und schwierig durchzuführen
sind und kostspielige Wege darstellen.
ΠΓ9820/167Γ
Darüber hinaus ist die Qualität des erhaltenen. Fdymeren
nicht völlig zufriedenstellend, insbesondere mit Bezug auf die Farbe und ganz besonders, wenn es zur Herstellung
von synthetischen Fasern vorgesehen ist.
Ziel der Erfindung ist daher ein Verfahren zur Herstellung
von Polymeren oder Mischpolymeren von Vinylchlorid durch Polymerisation bei niedriger Temperatur,
das kontinuierlich durchgeführt wird, so daß die Nachpolymerisationsphänomene, die in der Reaktionsmasse
auftreten, wenn sie einmal auf eine höhere Temperatur als die Polymerisationstemperatur gebracht wurde,
ausgeschaltet oder auf jeden Fall auf ein Minimum verringert werden.
Diese und andere Ziele werden durch das erfindungsgemäße Verfahren erreicht, das sich aus folgenden Stufen
zusammensetzt:
a) Polymerisation von Vinylchlorid allein oder in Mischung mit kleineren Mengen von anderen damit
polymerisierbaren Monomeren nach einem kontinuierlichen Verfahren bei Temperaturen unter O0C und vorzugsweise
unter -15°C unter Verwendung von katalytischen Systemen auf der Grundlage von metallorganischen
Borderivaten in Verbindung mit einer oder mehreren organischen Verbindungen der allgemeinen Formel:
R-O-O-R1, in der R und R1 gleich oder verschieden
sind und Wasserstoff, Alkyl-, Aryl-, Cycloalkyl- oder Arylreste bedeuten. Die Umsetzung wird in
zwei oder mehreren Reaktoren durchgeführt, in denen unterschiedliche und zunehmende Mengen der organischen
Verbindung der allgemeinen Formel R-O-O-R1 vorliegen;
0 9 8 2 0/1670
b) Behandlung der aus dem letzten Reaktor kontinuierlich
ausströmenden Reaktionsmasse mit einer wässrigen alkalischen Lösung.
Überraschenderweise wurde gefunden, daß der hervorragendste oder einleuchtendste Vorteil des erfindungsgemäßen
Verfahrens darin besteht, daß die so erhaltene Reaktionsmasse in ihre verschiedenen Bestandteile, d.h.
in das Polymere, Monomere, das katalytische System und gegebenenfalls in andere Zusätze bei Raumtemperatur
oder sogar bei einer höheren Temperatur getrennt werden kann, ohne daß die auf die Nachpolymerisationsphänomene
zurückzuführenden Nachteile auftreten. Gleichzeitig sind die Eigenschaften des erhaltenen
Polymeren und insbesondere das Molekulargewicht, der syndiotaktische Index und die Farbe so beschaffen, daß
sie eine vorteilhafte Verwendung bei der Herstellung von synthetischen Fasern mit hochwertigen Eigenschaften,
die beispielsweise weder in siedendem Wasser und praktisch auch nicht in Trichloräthylen bei 4o°C schrumpfen,
erlauben. Das erfindungsgemäße kontinuierliche Polymerisationsverfahren kann unter Verwendung von metallorganischen
Borderivaten, wie z.B. den Boralkylen, Borhydriden, Alkylborhydriden, allein oder in Form
von Komplexen mit Elektronendonator-Elemente enthaltenden Substanzen durchgeführt werden, wobei die Borverbindungen
dann in geeigneter Weise durch R-O-O-R1-Verbindungen aktiviert werden.
Besonders günstige Ergebnisse werden bei Verwendung von Bortriäthyl, n-Bortripropyl, n-Bortributyl als
solchen oder in Form ihrer Komplexe mit sauerstoffhaltigen Verbindungen, wie z.B. MehjByl-, Äthyläther,
Dioxan, Tetrahydrofuran und dergleichen erzielt. .
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Diese Verbindungen werden in veränderlichen Mengen von o,oo5 bis 3 Gewichtsteilen auf 1oo Gewichtsteile des
Vinylchloridmonomeren oder der Vinylchlorid enthaltenden
Monomerengemische verwendet.
Das erfindungsgemäße Polymerisationsverfahren kann bei Verfahrenstemperaturen von O bis -8o°C und vorzugsweise
von -2o°C bis -oo°C durchgeführt werden.
Die organischen Verbindungen der allgemeinen Formel R-O-O-R1, die vorstehend beschrieben wurden und bei
dem erfindungsgemäßen Verfahren zum Einsatz kommen sollen, können aus einer großen Zahl von Verbindungen
ausgewählt werden.
Besonders günstige Ergebnisse werden bei Verwendung von aliphatischen oder aromatischen Hydroperoxyden
im allgemeinen und von Alkylaryl- und Alkylhydroperoxyden im besonderen, wie z.B. tert.-Butylhydroperoxyd,
Cumolhydroperoxyd und dergleichen, erzielt.
Die Menge der bei dem erfindungsgemäßen Verfahren verwendeten organischen Verbindungen dieser Art hängt
natürlich von der Art der verwendeten Verbindung ab und kann daher innerhalb eines weiten Bereichs
schwanken.
Im Fall von Cumolhydroperoxyd! werder beispielsweise
besonders günstige Ergebnisse erzielt, wenn MolVerhältnisse
von CHP zu den Borverbindungen in dem letzten Reaktor von 1,5 bis 5 und vorzugsweise 2 bis 3
angewendet werden, während die MolVerhältnisse in den
vorhergehenden Reaktoren unter 1,5 und vorzugsweise zwischen o,1 und 1 liegen.
Das erfindungsgemäße PolymerisationsverfÄhren wird in
zwei oder mehreren Polymerisationsreaktoren durchgeführt, die hinter einander geschaltet sind. In dem
letzten Reaktor liegt die R-O-O-R'-Verbindung in
einer Menge vor, die über der Menge liegt( die not-0 0 9 8 2 Q / 1 6 7 0
wendig ist, um als einfacher Aktivator mit Bezug auf
die metallorganischen Borderivate zu.wirken.
Nach einer die Erfindung nicht einschränkenden Theorie nimmt man an, daß die Menge der in dem letzten Reaktor
vorliegenden R-O-O-R'-Verbindung, die größer ist als
die zur Aktivierung des Katalysators notwendige Menge, sich als Stabilisator für die Reaktionsmasse mit Bezug
auf die Nachpolymerisation auswirkt. Tatsächlich entstehen in der erhaltenen Polymerisationsmasse,
nachdem sie dnmal in ein eine wässrige alkalische LOsung enthaltendes Gefäß gegeben wurde, selbst nachdem ' ä
sie auf eine wesentlich höhere Temperatur als die Polymerisationstemperatur gebracht wurde, keine Nachpolymerisationsphänomene
.
Infolge der besonderen Stabilisation, die durch die Einführung einer geeigneten Menge der R-O-O-R1-Verbindung
in den letzten Reaktor erreicht wurde, kann das aus dem letzten Reaktor in ein eine wässrige
alkalische Lösung enthaltendes Gefäß geführte Reaktionsgemisch Behandlungen zur Trennung in die verschiedenen
Komponenten, zur Reinigung und Gewinnung des Polymeren, zur Reinigung und Rückführung des Monomeren, bei
Raumtemperatur oder höheren Temperaturen unterworfen t
werden.
Das erfindungsgemäße verbesserte Polymerisationsverfahren kann auch in Gegenwart von Substanzen durchgeführt
werden, die als Verflüssiger wirken. Diese halten den Flüssigkeitsgrad der Reaktionsmasse selbst
bei hohen Umwandlungswerten bei einem hohen Wert, wodurch gleichzeitig eine bessere Ausbeute und ein
geringerer Katalysatorverbrauch erzielt werden.
Besonders günstig erwies sich für die erfindungsgemäßen Zwecke die Verwendung von aliphatischen Halogenderivaten,
wie z.3. Äthylchlorid, Dichloräthan, MethylChlorid,
Methylenchlorid und andererähnlicherVerbindungen.
0 0 9 8 2 0 / 1 6 7 ίΛ
Gemäß dem erfindungsgemäßen Verfahren besteht die zur Behandlung der Polymerisationmischung bei
ihrem Ausfließen aus dem letzten Reaktor verwendete wässrige Lösung aus Wasser, in dem vorher eine
Substanz gelöst wurde, die geeignet ist, die wässrige LOsung alkalisch zu machen. Die fUr diesen Zweck
verwendete Substanz kann aus einer großen Zahl von Verbindungen Ausgewählt werden.
Als besonders geeignet haben sich Alkali- und Erdalkali hydroxy de, die wasserlöslichen Alkali- und
Brdalkalisalze und im.allgemeinen alle die Substanzen
erwiesen, die den pH-Wert der wässrigen Lösung auf 8 oder höher bringen können.
Gleichfalls von Vorteil ist die Verwendung von Substanzen, bei denen das Alkali- oder Brdalkalimetall an eine oberflächenaktive Gruppe gebunden
ist.
Bine bevorzugte Gruppe solcher Verbindungen besteht aus Natriumhydroxyd, Natriumcarbonat, Natriumphosphat und Natriumlaurat, die in Mengen von o,1
bis 1o g/1 der wässrigen Lösung verwendet werden.
Nach einer bevorzugten Ausfuhrungsform der vorliegenden Erfindung wird in den ersten einer Reihe
von hintereinandergeschalteten Reaktoren kontinuierlich eine Reaktionsmischung gefuhrt, die folgende
Zusammensetzung hat:
verflüssigende Substanz 2o bis 4o Gew.Teile
"09820/1670
Die R-O-O-R1-Verbindung wird ferner in solchen
Mengen zugegeben, daß im ersten Reaktor ein Molverhältnis von R-O-O-R1-Verbindung zu Katalysator
von weniger als 1 und vorzugsweise etwa o,4 erhalten wird.
Die Polymerisationstemperatur wird genau auf einem vorher festgelegten Wert gehalten, der im allgemeinen
zwischen -2o°C und -6o°C liegt.
Gleichzeitig wird eine zusatzliche Menge der R-O-O-R'- g
Verbindung kontinuierlich so in den letzten Polymerisationsreaktor
geführt, daß das Molverhältnis von R-O-O-R1-Verbindung zunKatalysator (der in den
ersten Reaktor geführt wird) bei einem Wert von über 1,5 liegt.
Die Polymerisationsmischung wird kontinuierlich aus dem letzten Reaktor in ein Gefäß geführt, das eine
wässrige alkalische Lösung enthält und bei einer Temperatur zwischen 1o und 3o°C gehalten wird. Die
das Polymere in Suspension enthaltende wässrige Lösung wird kontinuierlich aus dem Gefäß abgezogen
und in eine Zentrifuge geführt, wo einerseits das ι
Polymere erhalten wird, das dann gewaschen, getrocknet und gewonnen wird, und andererseits die wässrige
alkalische Lösung erhalten wird, die in das nach der Reaktorreihe geschaltete Gefäß zurückgeführt wird.
Das Monomere, das sich zusammen mit der verflüssigenden Substanz als Gas entwickelt, kann im Gegensatz dazu
entweder beim Raumdruck durch Abkühlen unter seinen Siedepunkt oder nach Kompression bei höherer
Temperatur kondensiert werden. Nach der Kondensationsphase werden das Monomere und die verflüssigende
Substanz weiter gekühlt und dann in den ersten Polymerisationsreaktor zurückgeführt.
009820/ 1670
- 1ο -
Wenn man nach diesem Verfahren arbeitet, erzielt man zwei grundlegende Vorteilet
1) Das erhaltene Polymere hat Eigenschaften (Farbe, syndiotaktischer Index, Erweichungspunkt usw.);
die seine vorteilhafte Verwendung bei der Herstellung von hochwertigen synthetischen Fasern
gestatten (kein Schrumpfen in siedendem Wasser und praktisch kein Schrumpfen in Trichloräthylen bei
4o°C).
2) Das die wässrige alkalische Lösung enthaltende, aus dem Gefäß spontan verdampfende Monomere polymerisiert,
selbst wenn es auf eine hohe Temperatur gebracht wird (5o°C), nicht mehr, so daß es
zurück in die Polymerisationsreaktoren geführt
werden kann.
Die Erfindung wird in den nachfolgenden Beispielen erläutert.
In einen aus Glas bestehenden Polymerisationsreaktor mit einem Fassungsvermögen von 2 1, der mit einem
Rührwerk, einem Kühlsystem, Thermometer und einer Einfüllvorrichtung für die Reaktionsteilnehmer versehen
und vorher auf -4o°C gekühlt worden war, wurden eingeführt ι
g monomeres Vinylchlorid o,7 g Cumolhydroperoxyd (CHP)
o,225 g Bortriäthyl
so daß das Molverhältnis von CHP zu BAt3 gleich 2 war.
009820/167
Der Inhalt des Reaktors wurde dann der Polymerisation bei einer konstant und genau bei -4o°C gehaltenen
Temperatur unterworfen.
In Zeitabstanden von 15 Minuten wurden Proben der
polymerisierten Mischung aus dem Reaktor abgezogen und jedes Mal die Umwandlung bestimmt (als Prozentsatz
des in Polyvinylchlorid umgewandelten Vinylchlorid^)·
In Tabelle 1 sind die Umwandlungswerte mit Bezug auf die Reaktionszeit angegeben:
| Tabelle 1 | Umwandlung in %t |
| Polymerisationszeit s | o, 85 |
| 15 Minuten | o,95 |
| 3o « | IfO |
| 45 " | 1,1 |
| 6o ■ | 1,1 |
| 9o H | 1,1 |
| 12o " | |
Aus d,en vorstehend angegebenen Werten ist ersichtlich,
daß nach 60 Minuten die Reaktionsmasse bei -4o°C praktisch nicht langer polymerisierbar war.
Ferner wurde eine nach 12o Minuten entnommene Probe der polymerisierten Mischung in ein Gefäß gegeben,
das Wasser von 300C mit einem Gehalt von 2%o MaOH
enthielt. Das Polymere wurde dann dekantiert, wahrend das Monomere abgedampft wurde.
Dann wurde das Polymere zentrifugiert, getrocknet und in Cyclohexanon (Konzentrations 18* bei 135°C) gelost
und nach AST 1958 Standards, Teil VIII, Seite 36o-36i
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die Gardner-Farbe der erhaltenen Lösung bestimmt.
Die Farbe entsprach dem Grad 1 der Gardner-Skala.
Das durch Verdampfen abgetrennte Monomere polymerisierte nicht weiter, selbst nachdem es auf hohe
Temperaturen (5o°C) gebracht worden war.
Dieses Polymere erwies sich besonders geeignet zur Herstellung von weißen oder in jedem Fall farblosen
synthetischen Fasern.
Die Polymerisationstests wurden dann wiederholt, jedoch unter Verwendung einer auf -4o°C gekühltei
Mischung, die folgende Zusammensetzung hattet
o g monomeres Vinylchlorid o,233 g Cumolhydroperoxyd
o,225 g Bortriathyl
so daß das Molverhältnis von CHP zu BÄ* gleich o,66 war.
In Zeitabstanden von 15 Minuten wurden Proben der
polymerisierten Mischung aus dem Reaktor abgezogen und jedes Mal der Umwandlungsgrad bestimmt( als
Prozentsatz des.in Polyvinylchlorid umgewandelten Vinylchlorids).
In der nachfolgenden Tabelle II sind alle Umwandlungswerte in Prozentsätzen mit Bezug auf die Reaktionszeit
angegeben!
| Polymerisationszeitt | Umwandlung in %t |
| 15 Minuten | 1,5 |
| 3o " | 2 |
| 45 | 2,6 |
| 60 " | 3,2 |
| 9o " | 4,1 |
| 12o " | 5.25 |
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Arbeitet man nach dem vorstehenden Verfahren, dann liegt die Gardner-Farbe des erhaltenen Polymeren
bei 12 der Gardner-Skala und ein derartiges Polymeres kann nicht bei der Herstellung von weißen oder in
jedem Fall farblosen synthetischen Fasern verwendet werden.
Gleichzeitig bildete das abgetrennte Monomere selbst bei Temperaturen unter 3o°C Polymere und die
Qualität des erhaltenen Polymeren wurde deshalb bei den nachfolgenden Behandlungsstufen ernsthaft beeinträchtigt.
Dies war auf die Nachpolymerisations-Phänomene
infolge des Vorliegens von Restmonomerem in der Polymerisationsmasse zurückzuführen, das
nicht gegen die Nachpolymerisation stabilisiert worden war.
Bs ist daher deutlich erkennbar, wie groß der Einfluß des Verhältnisses von CHP zu BÄt- sowohl auf die
Farbe des Polymeren als auch auf die Bigenschaft war, das gewonnene Monomere zu polymerisieren.
Nach dem vorstehenden Verfahren wurde bei -3o°C eine
Mischung polymerisiert, die folgende Zusammensetzung hatte»
I^ oo g monomeres Vinylchlorid
o,525 g Cumolhydroperoxyd
o,1125g Bortriäthyl
so daß ein Molverhältnis van Cumolhydroperoxyd zu
Bortriäthyl von 3 erhalten wurde.
In Zeitabständen von 15 Minuten wurden Proben der
polymerisierten Mischung aus dem Reaktor abgezogen, um den Umwandlungsgrad zu bestimmen.
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In der nachfolgenden Tabelle III sind alle Umwandlungs· werte mit Bezug auf die Reaktionszeit angegeben.
| Tabelle III | Polymerisationszeit: | Umwandlung, %: |
| 15 Hinuten | 2,3 | |
| 3o ■ | 2,45 | |
| 45 | 2,5 | |
| 60 ■ | 2,5 | |
| 9o - | 2,5 | |
| 12o " | 2,5 | |
Aus den vorstehend angegebenen Werten ist ersichtlich, daß nach 45 Minuten die Reaktionsmasse bei -3o°C
praktisch nicht mehr polymerisierbar war.
Ferner wurde eine nach 12o Hinuten entnommene Probe
der polymerisierten Mischung in ein Gefäß gegeben, daß Wasser von 3o°C mit einem Gehalt von 2%«» NaOH
enthielt. Das Polymere wurde dann dekantiert, wahrend das Monomere abgedampft wurde.
Anschließend wurde das Polymere zentrifugiert, getrocknet und dann in Cyclohexanon gelost ; die Gardner-Farbe der erhaltenen Losung wurde nach ASTH 1958
Standards, Teil VIII, S. 36o-36i, bestimmt. Die Farbe
entsprach dem Grad 1 der Gardner-Skala. Bin derartiges Polymeres erweist sich daher als besonders
zur Herstellung weißer oder jedenfalls farbloser synthetischer Fasern geeignet.
Das auf diese Weise durch Verdampfen abgetrennte Monomere polymerisierte nicht weiter, selbst nachdem
es auf hohe Temperaturen (5o°C) gebracht worden war.
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Die Polymerisationstests wurden wiederholt, jedoch unter Verwendung einer Mischung folgender Zusammensetzung!
\c5oo g monomere* Vinylchlorid
o,08?5g Cumolhydroperoxyd
o,1125g Bortriathyl
so daß ein Molverhältnis von CHP zu BÄt„ von o,5
erhalten wurde. In der nachfolgenden Tabelle IV sind alle Umwandlungswerte mit Bezug auf die
Polymerisationszeit angegebenζ
| Tabelle IV | Umwandlung %i |
|
•
Polymerisationszeitι |
1*5 |
| 15 Minuten | 2,5 |
| 3o " | 3,5 |
| 45 ■ " | ^,5 |
| 60 " | 6,4 |
| 9o n | 8,5 |
| 12o H | |
Aus den vorstehend angegebenen Umwandlungswerten ist, ersichtlich, wie die Umwandlung kontinuierlich
mit dem Ansteigen der Polymerisationszeit großer wird.
Ferner wurde eine Probe der Polymerisationsmischung in ein Hasser mit 2%·Soda enthaltendes Gefttß gegeben
und der vorstehend beschriebenen Behandlung unter« worfen; dabei wurden ein Polymeres, das einen Gardner-Farbwert von 12 hatte, und ein Monomeres erhalten,
das bei Temperaturen unterhalb 300C offensichtlich
polymerisierte.
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Die Polymerisation wurde nach dem kontinuierlichen Verfahren in zwei untereinander geschaltete Reaktoren
durchgeführt, die beide ein Fassungsvermögen von je 2 Litern hatten und denen glichen, die in den vorstehenden Beispielen beschrieben wurden.
In den ersten Reaktor, der vorher auf -25°C gekühlt worden war, wurden kontinuierlich nachfolgende
Substanzen gegeben:
16 g/Min. monomeres Vinylchlorid o,o1o4 g/Min. Cumol hydroperoxyd
o,o192 g/Min. Bortriäthyl
so daß im ersten Reaktor ein Molverhältnis von CHP zu BÄt- von o,35 bestand.
Die Zuführung der Materialien wurde so durchgeführt,
daß das Volumen des Reaktors nach 12o Minuten vollkommen erneuert war.
Gleichzeitig wurde in den zweiten Reaktor Cumolhydroperoxyd kontinuierlich mit einer Geschwindigkeit von
o,o493 g/Min, zusätzlich zu demjenigen des ersten Reaktors eingeführt, so daß ein Molverhältnis von CHP
zu BXt. von 2x1 (mit Bezug auf das in den ersten
Reaktor eingeführte BAt-) erhalten wurde.
In Zeitabständen von 3ο Minuten wurden Proben der
polymerisierten Mischung aus beiden Reaktoren abgezogen, um den Grad der Umwandlung zu bestimmen.
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In der nachfolgenden Tabelle V sind alle Umwandlungswerte der beiden Reaktoren mit Bezug auf die Polymerisationszeit
angegeben.
Polymerisationszeit: Umwandlung im Umwandlung im
1. Reaktor,
%t
2. Reaktor, %:
| 3 ο | Minuten | 1 | ,75 |
| 6o | Il | 2 | ,4o |
| 9o | Il | 2 | ,85 |
| 12o | Il | 3 | ,4o |
| 15o | It | 3 | ,75 |
| 18o | •1 | 4 | |
| 21o | Il | 4 | ,15 |
| 24o | •1 | 4 | ,25 |
| 27o | Il | 4 | ,2 |
| 3 oo | Il | 4 | ,2 |
| 33o | It | 4 | ,2 |
| 36o | Il | 4 | ,2 |
| 39o | Il | 4 | ,2 |
| 42o | Il | 4 | ,2 |
| 45o | Il | 4 | ,2 |
| 48o | Il | 4 | ,2 |
9,3 9,3 9,3 9,3 9,3 9,3 9,3 9,3 9,3
Aus den vorstehenden Werten ist ersichtlich, daß in dem zweiten Reaktor der Polymerisationsgrad erheblich
höher als im ersten Reaktor ist, daß er jedoch auf jeden Fall konstant fest auf 9,2 % eingestellt wurde.
Aus beiden Reaktoren wurden Polymerenproben abgezogen und dann in der vorstehend beschriebenen Weise behandelt,
Bs zeigte sich, daß man aus dem ersten Reaktor Polymere mit einem Gardner-Wert von 12 und Monomere, die noch
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bei Temperaturen von mehr als -25°C polymerisierbar waren, erhielt, daß jedoch die aus dem zweiten
Reaktor abgezogenen und wie vorstehend beschrieben behandelten Proben einen Gardner-Wert von 1 aufwiesen.
Außerdem war das durch Abdampfen getrennte Monomere selbst bei hohen Temj
mehr polymerisierbar.
mehr polymerisierbar.
selbst bei hohen Temperaturen bis zu 5o°C nicht
Die Polymerisation wurde nach dem kontinuierlichen Verfahren in zwei hintereinander geschaltete Reaktoren
durchgeführt, die beide ein Fassungsvermögen von 2 Litern hatten und denjenigen der vorangegangenen
Beispiele glichen.
In den ersten, vorher auf -4o°C gekühlten Reaktor wurden kontinuierlich folgende Substanzen zugegeben:
| monomeres Vinylchlorid | 11,2 | g/Min. |
| Äthylchiorid | 4,8 | 11 |
| Cumolhydroperoxyd | o,oo397 | It |
| Bortriathyl | o,oo728 | Il |
und zwar so, daß in dem ersten Reaktor ein Molverhältnis von CHP zu BÄ't- von o,35 erhalten wurde.
Die Zugaben erfolgten derart, daß eine vollständige Erneuerung des Volumengehalts des Reaktors nach
12o Minuten erreicht wurde.
Gleichzeitig wurde in den zweiten Reaktor kontinuierlich zu dem aus dem ersten Reaktor kommenden Reaktionsgemisch
eine weitere Menge Cumolhydroperoxyd mit einer Geschwindigkeit
von o,o19o3 g/Min, eingeführt, so daß man ein Molverhältnis von CHP zu BÄ't-, mit Bezug auf
das in den ersten Reaktor gegebene BBA*., von f |1
erhalten wurde. In Zeitabständen von 3o Minuten wurden
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aus den beiden Reaktoren Proben des polymerisierten Gemisches abgezogen, um den Umwandlungsgrad zu
bestimmen.
In der nachfolgenden Tabelle VI sind die mit Bezug auf die Polymerisationszeit errechneten Umwandlungswerte für jeden der beiden Reaktoren angegeben.
Polymerisationszeit: Umwandlung im Umwandlung im
1. Reaktor, % 2. Reaktor, %
| 3o | Minuten | ο,9 |
| 6o | N | 1,45 |
| 9o | Il | 1,9 |
| 12o | Il | 2,15 |
| 15o | Il | 2,k |
| 18o | Il | 2,55 |
| 21o | H | 2,65 |
| 24o | η | 2,8ο |
| 27o | Il | 2,9ο |
| 3 oo | •I | 3 |
| 33o | H | 3,2 |
| 36o | η | 3,2 |
| 39o | Il | 3,2 |
| 42o | η | 3,2 |
| 45o | N | 3,2 |
| 48o | Il | 3,2 |
6,3 6,3 6,3 6,3 6,3 6,3 6,3
Aus den vorstehenden Werten ist ersichtlich, daß in dem zweiten Reaktor der Polymerisationsgrad erheblich
hoher war als im ersten Reaktor, er wurde jedoch auf jeden Fall konstant fest auf 6,3 % eingestellt.
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- 2ο -
Der im Vergleich zum vorstehenden Beispiel beobachtete Umwandlungsruckgang war auch auf das Vorliegen des
VerflUssigungsmittels (ÄthylChlorid) zurückzuführen,
das jedoch eine bessere Steuerung der Reaktion wahrend des kontinuierlichen Rührens der Reaktionsmasse
erlaubte* Danach wurden Proben des Polymeren von jedem Reaktor abgezogen und anschließend auf die vorstehend
beschriebene Weise behandelt. Bs zeigt sich, daß in dem ersten Reaktor Polymere mit einem hohen Gardner-Wert
von 12 und Monomere erhalten werden, die noch bei Temperaturen über -4o°C polymerisierbar sind, daß
jedoch die aus dem zweiten Reaktor abgezogenen und wie vorstehend beschrieben behandelten Proben einen
Qardner-Wert von 1 hatten. Weiterhin war das durch Verdampfen abgetrennte Monomere selbst beim Erhitzen
auf hohe Temperaturen (5o°C) nicht mehr polymerisierbar.
Die Polymerisation wurde nach dem kontinuierlichen Verfahren in zwei hintereinander geschalteten Reaktoren
durchgeführt, die beide ein Passungsvermögen von
2 Litern hatten und denjenigen der vorangegangenen Beispiele glichen.
Die folgenden Substanzen wurden kontinuierlich in den ersten Reaktor gegeben, der vorher auf -35°C gekühlt
worden war:
monomeres Vinylchlorid 16 g/Min.
Cumolhydroperoxyd o,o1o4 "
Bortriathyl o, o192 "
Xthylather o,o139 "
so daß im ersten Reaktor ein Molverhältnis von CHP zu BXt. · Xt2O von o,35 erhalten wurde.
0C9820/t67i.·
Die Zugaben wurden so durchgeführt, daß eine vollständige
Erneuerung des Volumengehalts des Reaktors nach 12o Minuten 'erreicht war.
Gleichzeitig wurde eine zusätzliche Menge Cumolhydroperoxyd
mit einer Geschwindigkeit von o,o493 g/Min, in den zweiten Reaktor geführt und zu dem aus dem
ersten Reaktor kommenden Reaktionsgemisch gegeben, so daß man ein Molverhältnis von CHP zu BAt3 · At2O
(mit Bezug auf das in den ersten Reaktor gegebene BAt3 · ÄtgO) von 2:1 erzielte.
In Zeitabständen von 3ο Minuten wurden aus den Reaktoren
Proben des polymerisierten Gemische zur Bestimmung des Umwandlungsgrades abgezogen.
In der nachfolgenden Tabelle VII sind die Umwandlungswerte für die beiden Reaktoren mit Bezug auf die
Polymerisationszeit angegeben.
Tabelte VII
Umwandlung im 1. Reaktor, %
Umwandlung im 2. Reaktor, %
CD
OO
"O
OO
"O
| 3o | Minuten |
| 60 | Il |
| 9o | Il |
| 12o | M |
| 15o | Il |
| I80 | Il |
| 2I0 | Il |
| 24o | Il |
| 27o | Il |
| 3 00 | Il |
| 33o | Il |
| 36o | Il |
| 39o | Il |
| 42o | Il |
| 45o 48o |
Il Il |
1,5
2,3
2,65
3,1o
3,4o
3,8o
3,9o
4,15
4,2o
4,2o
4,2o
4,2o
4,2o
4,2o
ο ο
8,5 8,5 8,5 8,5 8,5 8,5 8,5
to
Aus den vorstehenden Werten ist ersichtlich, daß in dem zweiten Reaktor der Polymerisationsgrad wesentlich
höher als derjenige im ersten Reaktor war, er wurde jedoch in jedem Fall konstant fest auf 8,5 % eingestellt.
Aus beiden Reaktoren wurden Proben des Polymeren abgezogen und, wie vorstehend beschrieben, behandelt. Bs
zeigte sich, daß aus dem ersten Reaktor Polymere mit einem Gardner-Wert von 12 und Monomere erhalten wurden,
die noch bei Temperaturen von mehr als -350C polymerisierbar waren, daß jedoch die aus dem zweiten Reaktor abgezogen und, wie vorstehend beschrieben, behandelten
Proben einen Gardner-Wert von 1 hatten. Weiterhin war das durch Abdampfen abgetrennte Monomere selbst bei
einer hohen Temperatur (5o°C) nicht polymerisierbar.
Die Polymerisation wurde nach dem kontinuierlichen Verfahren in zwei, in Reihe angeordneten Reaktoren durchgeführt, die beide ein Fassungsvermögen von 2 Litern
hatten und denen der vorher beschriebenen Beispiele glichen.
Die folgenden Substanzen wurden kontinuierlich in den ersten Reaktor gegeben, der vorher auf -35°C gekühlt
worden war:
monomeres Vinylchlorid 16 g/Min,
tertiäres Butylhydroperoxyd (TBH) o,oo6i3 "
so daß in dem ersten Reaktor ein Molverhältnis von TBH
zu BXt- At2O von o,35 erhalten wurde.
009820/167 0
Die Zugaben wurden so durchgeführt, daß eine vollständige
Erneuerung des Volumengehalts des Reaktors nach 12o Minuten erreicht wurde.
Gleichseitig wurden o,o29o8 g/Min, tertiäres Butylhydroperoxyd kontinuierlich zu dem aus dem ersten Reaktor.
kommenden Reaktionsgemisch zugegeben, so daß ein MoI-verh<nis von TBH zu BXt- · ÄtgO (mit Bezug auf das
zu dem ersten Reaktor zugegebene BAt3) von 2x1 erreicht
wurde.
3o Minuten aus den beiden Reaktoren abgezogen.
In der nachfolgenden Tabelle VIII sind die Umwandlungswerte fur die beiden Reaktoren mit Bezug auf die
Reaktionszeit angegeben:
| Polymerisations alt t |
Umwandlung im
1. Reaktor, %: |
Umwandlung im
2. Reaktor, %i |
| 3ο Minuten | 1Λ | |
| 60 " | 2,2 | - |
| 9o " | 2,55 | - |
| 12o " | 3,o5 | - |
| 15o * ' | 3,3o | - |
| I80 · | 3,7o | - |
| 2I0 ■ | 3,85 | - |
| 240 " | 4,15 | 8,2 |
| 27o " | 4,15 | 8,2 |
| 3oo n | 4,15 | 8,2 |
| 33o " | 4,15 | 8,2 |
| 3 60 " | 4,t5 | 8,2 |
|
39o »
42o '· 450 « 4 80 " |
4,15
4?,15 4,15 |
8,2
8,2 8,2 8,2 |
009820/167'
Aus den vorstehenden Werten ist ersichtlich, daß in dem zweiten Reaktor der Polymerisationsgrad wesentlich
höher war als derjenige, der im ersten Reaktor festgestellt wurde, daß er jedoch auf jeden Fall konstant
fest auf 8,2 % eingestellt wurde.
Auf gleiche Weise, wie in den vorangegangenen Beispielen wurden Polymerenproben sowohl aus dem ersten als auch
aus dem zweiten Reaktor abgezogen und auf die vorstehend beschriebene Weise behandelt. Bs zeigt sich,
daß zwar aus dem ersten Reaktor Polymere mit einem Gardner-Wert von 12 sowie Monomere erhalten wurden,
die noch bei Temperaturen oberhalb -350C polymerisierbar sind, daß jedoch die aus dem zweiten Reaktor abgezogenen Proben einen Gardner-Wert von 1 hatten.
Weiterhin war das durch Abdampfen abgetrennte Monomere, selbst nachdem es auf hohe Temperaturen gebracht
worden war (5o C), nicht mehr polymerisierbar.
009820/167 0
Claims (2)
1. Verfahren zur Herstellung von Polymeren und/oder Mischpolymeren von Vinylchlorid, die vollkommen
weiß und insbesondere zur Herstellung von qualitativ hochwertigen Fasern geeignet sind, durch:
a) kontinuierliche Polymerisation von Vinylchlorid allein oder in Mischung mit geringeren Mengen
anderer damit mischpolymerisierbarer Monomerer, unter Verwendung von katalytischen Systemen
auf der Basis von metallorganischen Borverbindungen, gegebenenfalls in Gegenwart von verflüssigenden
Substanzen ,
und
b) kontinuierliche Behandlung der teilweise umgewandelten Polymerisationsmassejmit einer wässrigen
alkalischen Lösung bei Temperaturen oberhalb der Polymerisationstemperatur,
dadurch gekennzeichnet, daß die Polymerisation bei einer niedrigen Temperatur unter 00C, vorzugsweise
bei -2o°C bis -600C in zwei oder mehr Reaktoren unter Verwendung von Borverbindungen der allgemeinen
Formel R-O-O-R1, in der R und R1, die gleich oder
voneinander verschieden sind, Wasserstoff, Alkyl-, Aryl-,Cycloalkyl- oder Aralkylreste bedeuten,
durchgeführt wird, die kontinuierlich in die Reaktoren geführt werden und in unterschiedlichen Mengen,
die vom ersten bis zum letzten Reaktor zunehmen, vorliegen.
009820/ 1670
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß als Verbindung R-O-O-R1 ein organisches Hydroperoxyd, insbesondere tertiäres Butylhydroperoxyd oder Cumolhydroperoxyd in solchen Mengen
verwendet wird, daß ein Molverhältnis der Verbindung R-O-O-R' zur Borverbindung von 1,5 : 5 und
vorzugsweise von 2.3 im letzten Reaktor sowie von o,1:1 in allen anderen Reaktoren vorliegt,
wobei dieses Molverhältnis mit Bezug auf die in den ersten Reaktor gegebene Menge der Borverbindung berechnet ist*
Für:
Montecatini Edison S.p.A.
ACSA Applicazioni ChimicheS.p.A·
Mailand /Italien
Rec
009820/1670
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0
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-
1966
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