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DE1644314C - Monoazofarbstoffe und Verfahren zu deren Herstellung - Google Patents

Monoazofarbstoffe und Verfahren zu deren Herstellung

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Publication number
DE1644314C
DE1644314C DE1644314C DE 1644314 C DE1644314 C DE 1644314C DE 1644314 C DE1644314 C DE 1644314C
Authority
DE
Germany
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parts
solution
added
paper
dye
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
William Paul Wilmington Del. Dunworth (V.StA.)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
EIDP Inc
Original Assignee
EI Du Pont de Nemours and Co
Publication date

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Description

Die vorliegende Erfindung betrifft neue Thiazolpyrazolon-Azofarbstoffe mit einer erheblich verbesserten Wasserlöslichkeit. Diese Farbstoffe besitzen eine erhebliche Bedeutung für die Färbung von Papierpulpe mit oder ohne Verwendung einer Colophoniumschlichte und Alaun.
Es besteht seit langem ein Bedarf an einem gelben Farbstoff für Papier, der gegenüber den bisher verwendeten Farbstoffen eine erheblich verbesserte Wasserlöslichkeit besitzt. Außerdem ist ein Bedarf nach wesentlich besseren Methoden zur Herstellung sowie an Methoden zur Verwendung der gelben Farbstoffe vorhanden.
Die vorliegende Erfindung betrifft Farbstoffe der folgenden Formel:
und gegebenenfalls mit einem aus (CH3)2NH, NH3, HN(CH2CH2OH)2,
CH2-CH,
H-N CH2
CH2-CH2
CH3
V Jk
ο c -< ο Vn=N-C
worin X = H oder CH3, Y = H oder CH3, einer der Substituenten P oder Q = SO3M, während der andere für H oder SO3M steht, M = ein Alkalimetall oder Ammoniumkation, Z = Q _4-Alkylgruppen bedeutet, und A OH, N(CHa)2, NH2, N(CH2CH2OH)2
CH2-CH2
CH2-CH2
CH3
— N CH2-CH2
CH CH2
CH2-CH2. — NHCH2H5 oder — N(C2H5J2 oder NHCH3
Die vorliegende Erfindung betrifft ferner ein Verfahren zur Herstellung der vorstehend erwähnten Farbstoffe, wobei eine Azoverbindung der Formel
H-N CH2-CH,
CH CH2
CH2-CH2
H2NC2H5, HN(C2H5)2 oder CH3NH2 bestehenden Amin umgesetzt wird.
Die Hauptvorteile, welche auf Grund der verbesserten Löslichkeit erzielt werden, sind eine Kostenersparnis sowie eine bequemere Handhabung. Wird beispielsweise in Mahlwerken, in denen ein kontinuierliches Färben durchgeführt wird, eine konzentrierte Farbstofflösung hergestellt und gelagert, die um das η-fache konzentrierter als üblich ist, dann erfordern diese Mahlwerke nur i/n des Volumens zur Herstellung sowie für die Lagerungstanks, oder man braucht die Lösung nur um den Faktor l/n weniger oft für ein gegebenes Tankvolumen herzustellen.
Eine verbesserte Löslichkeit ist dann von großem Nutzen, wenn Konzentrierte wäßrige Farbstoff lösungen auf den Markt gebracht werden sollen. Dadurch entfällt die Notwendigkeit, die festen Farbstoffpulver zu wiegen oder anderweitig zu verarbeiten.
Eine verbesserte Löslichkeit ermöglicht ferner die Herstellung von konzentrierteren Farbstofflösungen in wäßrigen Stärkelösungen, so daß Papier auf der Verleimungspresse in tieferen Farbtönungen »oberflächengefärbt« werden kann.
Zusätzlich zu der verbesserten Löslichkeit besitzen die neuen erfindungsgemäßen gelben Papierfarbstoffe die bekannte wertvolle Eigenschaft der Bleichbarkeit. In der Papierindustrie ist es wichtig, eine gefärbte Pulpe und ein Papier herstellen zu können, das bzw. die in einfacher Weise gobieicht werden kann, beispielsweise mit Chlor oder Chlor enthaltenden Verbindungen, so daß irgendwelche Schneideabfälle oder sogenannter Ausschuß gebleicht und erneut unmittelbar zur Herstellung anderer Papiersorten, einschließlich weißer Papiersorten, verwendet werden können. Schließlich besitzen die erfindungsgemäßen Farbstoffe eine gute Leuchtkraft und Lichtbeständigkeit sowie eine hervorragende Färbekraft für Papier.
Diese Eigenschaften sind in der Technik sehr erwünscht.
Von den bevorzugten Farbstoffen seien folgende erwähnt:
Ein Farbstoff der Formel
worin X, P, Y, Q und Z die vorstehend angegebene Bedeutung besitzen, mit wenigstens 1 Mol Formaldehyd oder einem Formaldehyd liefernden Reagens Ol C^O)-N = N-
C-CH,
SO3Na
HO
CH7OH
1 644514
Ein Farbstoff der Formel
Ο VN=N-C-C-CH,
SO,Na
Ein Farbstoff der Formel
HO
C N
'\N/
CH2N(CH3).
2
-N = N-C — C — CH,
C N
He/' 1K CH2-CH2-OH
CH2-N
4°
CH2 — CH2 — OH
Das Verfahren zur Herstellung der erfindungsgemäßen Farbstoffe umfaßt folgende Stufen:
a) Diazotierung von Dehydrothio-p-toluidinsulfonsäure,
b) Kupplung zu 3-Methyl-S-pyrazolon,
c) Umsetzung mit Formaldehyd,
d) gegebenenfalls gleichzeitige Umsetzung mit ausgewählten Aminen und Formaldehyd in der Stufe c) oder anschließende Umsetzung mit ausgewählten Aminen.
In der Stufe (a) wird eine Dehydrothio-p-toluidinsulfonsäure in einem wäßrigen Alkali gelöst, wobei eine klare Lösung mit einem pH von ungefähr 9 bis 10 anfällt. Während die Lösung auf 22 ± 30C gehalten wird, wird Natriumnitrit zugesetzt. Diese Lösung wird anschließend zu einer Chlorwasserstoffsäurelösung zugegeben, wobei die Temperatur unterhalb 25° C gehalten wird, um die Diazotierung zu bewirken. Diese Diazotierung muß unter stark sauren Bedingungen durchgeführt werden. Die Lösung sollte derart sauer gehalten werden, daß sie Kongorotpapier zu färben vermag, d. h., sie sollte einen pH von 2,8 oder darunter besitzen.
3-Methyl-5-pyrazolon, der Kuppler für die Stufe (b), wird in einem wäßrigen Alkali aufgelöst. Zur Bewirkung der Kupplungsreaktion wird die Diazolösung der Stufe (a) zu der Kupplerlösung zugesetzt, wobei der Kuppler in leichtem Überschuß, ungefähr 10%, über der theoretisch erforderlichen Menge vorliegt, während die Temperatur unterhalb 25°C, vorzugsweise bei 12 ± 4° C, gehalten wird, um Nebenreaktionen auf ein Minimum herabzusetzen. Der pH wird bei 6 oder darüber, vorzugsweise bei 8 bis 11, gehalten.
Nach Beendigung der Kupplungsreaktion der Stufe (b) wird die klare rote Lösung auf 23 ± 3° C erwärmt, worauf wäßriges Formaldehyd zugesetzt wird. Dabei fällt das Hydroxymethylderivat des Färbstoffs, Stufe (c), an. (Die Umsetzung mit Formaldehyd kann auch bei Temperaturen von 5 bis 1O0C durchgeführt werden, sie erfolgt jedoch mit einer geeigneten Geschwindigkeit bei 23 ± 3° C oder darüber. Der Formaldehyd kann in Mengen zugesetzt werden, die von den stöchiometrischen Mengen bis zu einem 50% molaren Überschuß, bezogen auf den gesamten Kuppler, schwanken.) Anschließend an ein 30 Minuten dauerndes Rühren bei einem alkalischen pH, vorzugsweise bei einem pH von 8 bis 11, wird die Reaktionsmasse auf ungefähr 700C erwärmt, worauf Salz zur Induzierung der Ausfällung zugegeben wird. Das ausgefällte Hydromethylfarbstoffderivat kann durch Filtration isoliert und bei 100 ± 100C getrocknet werden.
Zur Bewirkung de.r anschließenden Umsetzung mit ausgewählten Aminen, Stufe (d), wird anschließend an die Arbeitsweise der Stufen (a) bis (c) Formaldehyd zugesetzt, und zwar während einer Zeitspanne von 30 Minuten bei einem alkalischer. pH, vorzugsweise bei einem pH von 8 bis 11. Nachdem eine vollständige Lösung erhalten worden ist, wird Amin zugesetzt, und zwar entweder in einer knapp bemessenen Menge oder im Falte von gasförmigen Aminen oder im Falle einer wäßrigen Lösung, in einer Menge, die stöchiometrisch der eingesetzten Formaldehydmenge äquivalent ist. Da alle verwendeten Amine relativ starke Basen sind, ist die Reaktionsmischung zu diesem Zeitpunkt deutlich alkalisch, wobei der pH-Wert vorzugsweise zwischen 8 und 11 liegt. Das Rühren wird eine weitere Stunde fortgesetzt. Die Mischung wird anschließend auf ungefähr 70"C erhitzt, worauf der pH auf 8 bis 8,5 eingestellt und Salz zur Induzierung der Ausfällung zugegeben wird. Der Farbstoff wird anschließend durch Filtration isoliert.
Wie aus den vorstehend beschriebenen ähnlichen Reaktionsbedingungen für die Umsetzung mit Formaldehyd und die anschließende Umsetzung mit Aminen hervorgeht, können die zwei Reagenzien gleichzeitig zugesetzt werden, wobei im wesentlichen die gleichen Ergebnisse erzielt werden. Wegen der erheblich verbesserten Wasserlöslichkeit der erfindungsgemäßen Farbstoffe ist ferner eine Isolierung des festen Produktes unnötig. Die erfindungsgemäßen Farbstoffe können wahlweise isoliert und direkt in Form einer Lösung verwendet werden. Diese Lösung kann zwischen 7 und 20% des aktiven Bestandteils enthalten.
Bei der Herstellung von Lösungen ist es häufig zweckmäßig, die als Zwischenprodukt auftretende feste Diazokomponente zu isolieren und erneut in frischem Wasser zu dispergieren, um den Gehalt an anorganischen Salzen in der Farbstoffendlösung herabzusetzen.
Die folgenden Beispiele erläutern die Erfindung, ohne sie zu beschränken.
Beispiel 1
96,0 Teile Dehydrothio-p-toluidinsulfonsäure werden unter Rühren zu 1050,0 Teilen Wasser zugegeben. Ungefähr 12,1 Teile Natriumhydroxyd werden anschließend zugesetzt, wobei eine 'klare Lösung mit einem pH von ungefähr 10 erhalten wird. Die Temperatur der Lösung wird auf 22 ± 3°C eingestellt, worauf 21,0 Teile Natriumnitrit zugesetzt und in die Lösung eingerührt werden. Diese Lösung wird dann während einer Zeitspanne von 15 Minuten unter kräftigem Rühren zu einer Lösung aus 240,0 Teilen Wasser und
konzentrierter Salzsäure (die 27,0TeLe 100%iges HCl enthält) gegeben, wobei die Temperatur anfangs 15 ± 5° C beträgt. Während der Zugabe wird die Temperatur der Aufschlämmung nicht über 25° C ansteigen gelassen. Zu diesem Zweck wird der Aufschlämmung erforderlichenfalls Eis zugesetzt. Nach BeendigüUg der Zugabe v.ird die Aufschlämmung 1 Stunde lang bei einer Temperatur von 22 ± 3° C gerührt. Dabei wird unter Verwendung eines Kongorotpapiers die Azidität scharf überwacht, während mittels eines Jod-Stärke-Papiers der Gehalt an salpetriger Säure kontrolliert wird. Anschließend wird die überschüssige salpetrige Säure mit ungefähr 0,5 Teilen Sulfaminsäure zerstört. Die Aufschlämmung wird dann unter kräftigem Rühren während eine»· Zeitspanne von 60 Minuten einer Kupplerlösung zugesetzt, die auf folgende Weise hergestellt wird.
32,3 Teile 3 - Methyl - 5 - pyrazolon werden mit 1000 Teilen Wasser vermischt, worauf ungefähr 13,2 Teile Natriumhydroxyd in Form einer wäßrigen Lösung unter Rühren zugesetzt werden. Dabei wird eine klare Lösung mit einem pH von 9,2 ± 3 erhalten. 80 Teile Natriumcarbonat werden dann zugesetzt und in die Lösung eingerührt. Eis und Wasser werden anschließend zugesetzt, wobei 1500 Teile einer Lösung bei einer Temperatur von 10 ± 2° C erhalten werden. Der pH der Lösung beträgt ungefähr 10,5.
Während der Zugabe der Diazoverbindung zu dem Kuppler wird die Temperatur der' Kuppler-Farbstoff-Mischung auf 12 ± 4°C gehalten. Der pH wird auf 9,5 oder darüber einreguliert, wobei erforderlichenfalls weiteres Natriumcarbonat zugesetzt wird. Nachdem die Kupplung beendet ist, wird die klare rote Lösung unter Rühren auf 23 ± 3°C erhitzt, worauf 14,9 Teile eines 100%igen Formaldehyds in Form einer 37%igen Lösung zugesetzt werden und die Mischung 30 Minuten lang bei einem pH von 9,8 ± 0,8 gerührt wird. Die Reaktionsmasse sollte eine klare rote Lösung sein.
Die Reaktionsmasse wird mit Wasserdampf auf ungefähr 700C erhitzt, worauf unter Rühren 570 Teile Salz zugesetzt werden. Der Farbstoff fällt in einer sandigen, braungelben Form an oder wird in eine derartige Form beim Rühren während einer Zeitspanne von weniger als 30 Minuten übergeführt. Eine Probe der Reaktionsmasse, die auf Papier aufgestrichen wird, zeigt ein schwaches gelbes Abbluten. Die Aufschlämmung wird anschließend nitriert und bei 100 ± 100C getrocknet. Dabei fallen ungefähr 135 Teile des reinen Farbstoffs an, der mit einer kleinen Menge Natriumchlorid und Natriumcarbonat vermischt ist. Das Produkt ist ein orangegefärbtes Pulver, das in einfacher Weise wäßrige Lösungen bildet, die ungefähr 7% Farbstoff bei Zimmertemperatur enthalten. Derartige Lösungen besitzen einen pH von ungefähr 9,5. Der Farbstoff besitzt ein Absorptionsmaximum bei ungefähr 425 τημ und färbt Papier in einem attraktiven gelben Farbton, wobei zum Färben die im Beispiel 4 beschriebenen Methoden eingehalten werden.
Der Farbstoff besitzt die Formel
65
SO3Na
CH7OH
Beispiel 2
96,0 Teile Dehydrothio-p-toluidinsulfonsäure werden unter Rühren zu 1050,0 Teilen Wasser gegeben. Ungefähr 12,1 Teile Natriumhydroxyd werden dann zugesetzt, wobei eine klare Lösung mit einem pH von ungefähr 10 erhalten wird. Die Temperatur der Lösung wird auf 22 ± 3°C eingestellt, worauf 21,0 Teile Natriumnitrit zugesetzt und in die Lösung eingerührt werden. Diese Lösung wird anschließend während einer Zeitspanne von 15 Minuten unter kräftigem Rühren in eine Lösung aus 450 Teilen Wasser und konzentrierter Chlorwasserstoffsäure (die 39,5 Teile eines 100%igen HCl enthält) gegeben. Der Lösung werden ferner 150 Teile Eis zugesetzt, um eine Endtemperatur von 0 ± 3° C einzustellen (sofern die Temperatur gehalten wird, ist die Zugabezeit nicht kritisch). Während der Zugabe wird die Temperatur der Aufschlämmung auf nicht mehr als 50C ansteigen gelassen. Erforderlichenfalls wird der Aufschlämmung Eis zugesetzt. Nach Beendigung der Zugabe wird die Aufschlämmung 1 Stunde lang bei einer Temperatur von 5 ± 5°C gerührt, wobei die Azidität mittels Kongorotpapier scharf überprüft wird und unter Verwendung von Jod-Stärke-Papier der Gehalt an salpetriger Säure überwacht wird. Anschließend wird die überschüssige salpetrige Säure mit ungefähr 0,5 Teilen Sulfaminsäure zerstört. Die Aufschlämmung wird anschließend mit Eis und Wasser auf ungefähr 2500 Teile bei 5 ± 50C verdünnt. Zu dieser Aufschlämmung wird unter kräftigem Rühren bei einer Temperatur von 8 ± 2°C eine Lösung gegeben, die wie folgt hergestellt wird: 32,3 Teile 3-Methyl-5-pyrazolon werden unter Rühren zu 600 Teilen Wasser gegeben, worauf 13,2 Teile Natriumhydroxyd in Form einer wäßrigen Lösung zugesetzt werden. Dabei wird eine klare Lösung mit einem pH von 9,2 ± 0,3 erhalten. Ungefähr 90 Teile Eis werden anschließend zur Abkühlung der Lösung auf 8 ± 2° C zugesetzt. Die Temperatur in der Diazoaufschlämmung wird auf unterhalb 100C während der Zugabe des Kupplers gehalten. Dann wird das Volumen der Reaktionsmischung auf 3500 Teile bei einer Temperatur von 8 ± I0C eingestellt. Eine Lösung von ungefähr 60 Teilen Natriumcarbonat in 200 Teilen Wasser (Temperatur g40°C) wird so schnell als möglich der Reaktionsmischung unter gutem Rühren zugesetzt. Die Farbstoffaufschlämmung sollte bei 10 ± 2° C gehalten werden, wobei der pH 8,5 ± 0,5 betragen sollte. Die Mischung, die teilweise ausgefällten Farbstoff enthält, wird anschließend bei 10 ± 2° C 1 Stunde lang gerührt. Sie wird anschließend unter Rühren auf 23 ± 2°C erhitzt, während der pH auf 8,5 ± 0,5 eingestellt wird.
14,9 Teile eines 100%igen Formaldehyds werden anschließend unter Rühren zugesetzt, worauf das Rühren ungefähr eine weitere Stunde fortgesetzt wird, während die Temperatur langsam auf 35 ± 5° C gehalten wird. Zu diesem Zeitpunkt ist die Reaktionsmischung eine klare rote Lösung. Anschließend werden 22,3 Teile Dimethylamin als 25%ige wäßrige Lösung zugesetzt, worauf die Mischung wenigstens 1 Stunde lang gerührt wird. Die Mischung wird anschließend auf 700C erhitzt, worauf der pH auf 8 bis 8,5 eingestellt wird. Dann werden ungefähr 570 Teile Salz unter gutern Rühren zugesetzt. Der Farbstoff fällt als körniger roter Feststoff aus oder wird nach 30 Minuten dauerndem Rühren bei Temperaturen zwischen 50 und 7O0C in eine derartige Form über-
7 ^ 8
geführt. Der Farbstoff wird anschließend filtriert und 10 bis 35 Teilen variieren. Diese Zusätze können auch in Luft oder im Vakuum bei 100° C getrocknet, wo- weggelassen werden. Die Verwendung eines CoIobei ein dunkelrotes Pulver anfällt, das leicht eine phoniumleims wird dann weggelassen, wenn das zur 10%ige Lösung in Wasser bildet. Der Farbstoff be- Verwendung in einem gefärbten Gewebe od. dgl. besitzt ein Absorptionsmaximum in Wasser bei ungefähr 5 stimmte Papiermaterial mit den neuen erfindungs-425 ιημ. gemäßen Azopapierfarbstoffen gefärbt wird.
(b) Wird das in Teil (a) der vorliegenden Vorschrift
Beispiel 3 beschriebene Verfahren wiederholt mit der Ausnahme,
daß der Colophoniumleim weggelassen wird, dann
Nach einem Rühren während einer Zeitspanne von io wird ein gelbes Papier erhalten, das bis zu der gleichen
30 Minuten bei einem pH von 9,8 ± 0,8 gemäß Bei- Tiefe gefärbt ist wie das Papier, welches unter Verwen-
spiel 1 oder an Stelle der Zugabe von Dimethylamin dung des Colophoniumleims hergestellt worden ist.
gemäß Beispiel 2 können folgende Amine zugesetzt Gegebenenfalls können die neuen erfindungsge-
werden: mäßen Farbstoffe zur Färbung von Papier in Gegen-
15 wart von Naßfestigkeitsmitteln oder in Gegenwart von
a) Piperidin 42,2 Teile Farbstoffretentionshilfsstoffen außer dem Leim und
b) Methylcyclohexylamin 55,5 Teile Aluminium verwendet werden. Diese Mittel und Hilfs-
c) Diäthanolamin 52,2 Teile stoffe sind in der Papierherstellungsindustrie bekannt.
d) Äthylamin 22,3 Teile Obwohl bei pH-Werten von ungefähr 7 Färbungen
(als 70%ige 20 durchgeführt werden können, ist es vorzuziehen, der
wäßrige Lösung) Färbeflüssigkeit Additive zuzusetzen, die eine Ein-
e) NH4OH 8,5 Teile stellung des pH auf ungefähr 6 oder darunter zur Folge
(als NH3) haben. Gewöhnlicher Colophoniumleim enthält so
wohl freies Colophonium als auch Natriumresinat.
Die Reaktionsmischung wird 1 Stunde lang gerührt 25 Seine Lösung besitzt einen pH von ungefähr 11 bis 12. und anschließend erhitzt, worauf sie nach der in den Eine Lösung eines Papierherstellungsalauns weist Beispielen 1 und 2 beschriebenen Methode isoliert einen pH von ungefähr 3 auf. Durch Vermischen dieser wird. Diese Produkte besitzen Absorptionsmaxima, beiden Additive kann man in einfacher Weise den pH welche denjenigen der Farbstoffe der Beispiele 1 und der Färbeflüssigkeit auf den gewünschten Wert von 2 ähnlich sind. Außerdem besitzen sie ähnlich gute 30 ungefähr 6 oder darunter (für geleimte Papiere) ein-Färbeeigenschaften. stellen.
Die Hollaender-Färbemethode für die Färbung
B e i s ρ i e 1 4 von PaP'er ^1 m der Papierherstellungsindustrie be
kannt Ein spezifisches Beispiel ist in obigen Vorschrif-
Verwendung anderer Alkalimetalle 35 ten gezeigt. Der Hollaender, welcher zur Papierher
stellung verwendet wird, wird in »Van Nostrand
Durch Verwendung chemisch äquivalenter Mengen . Chemists Dictionary«, 1953, auf Seite 69 als »Tank, der Lithiumsalze an Stelle der Natriumsalze werden in welchem die Pulpe-Wasser-Mischung gerührt und die Lithiumanaloga der Farbstoffe gemäß der Bei- mittels rotierender Messer so lange zerschnitten wird, spiele 1 und 2 hergestellt. Auf ähnliche Weise lassen 40 bis die Fasern getrennt sind und in ihrer Länge auf sich die Kaliumanaloga der Farbstoffe der Beispiele 1 das gewünschte Maß herabgesetzt sind, bevor sie der und 2 unter Verwendung von Kaliumsalzen an Stelle Langsiebmaschine (der tatsächlichen Bogenherstelder Natriumsalze in den Beispielen 1 und 2 herstellen. lungsapparatur) zugeführt werden«, beschrieben. Eine Diese Analoga besitzen im wesentlichen die gleichen ausführliche Frörterung der Hollaender-Färbeme-Färbeeigenschaften sowie ähnliche Absorptionsmaxi- 45 thode findet sich in dem Buch »Pulp and Paper ma wie die Natriumsalze. Manufacture«, Bd. 2, Preparation of Stock for Paper
Making, McGraw-HilL 1951, S. 492 bis 509.
Färbevorschriften
Bleichverfahren
(a) 1000 Teile gebleichte Sulfitpulpe werden in 50
18000 Teilen Wasser dispergiert Ein Teil des gemäß 5 Teile eines gefärbten Papiers, das nach der in
Beispiel 1 hergestellten Farbstoffe, 15 Teile Colopho- Färbevorschrift 4(a) beschriebenen Methode hergeniumlehn und 25 Tefle Papierherstellungsalaun (tech- stellt worden ist, und 95 Teile Wasser werden bei 60° C njsches Aluminiumsulfat, Al2(SOJ3 - 18H2O) wer- (1400F) gerührt Calcium-(oder Natrium)-hvpochlorit den zugesetzt worauf die Mischung ungefähr 55 wird zugesetzt, um 1% verfügbares Chlor, bezogen auf 0,5 Stunden lang gerührt wird. Nach üblichen Me- das Trockengewicht (luftgetrocknet) des gefärbten thoden wird ein Papierbogen hergestellt wobei das Papiers, zur Verfugung zu stellen. Die Aufschlämmung erhaltene Papier einen attraktiven gelben Farbton auf- wird 45 Minuten lang bei 57 bis 60° C (135 bis 1400F) weist gerührt Nach der Zugabe von 0,025 Teilen eines sau-
Die Menge der bei der erfindungsgemäßen Färbe- 60 ren Natriumsulfates wird die Aufschlämmung 5 Mimethode verwendeten Farbstoffs kann von ungefähr nuten lang gerührt und anschließend mit kaltem Wiß-0,05 bis 25,0 Teilen schwanken, wobei leicht bis tief- ser verdünnt um eine 0,5%ige Konzentration der gefärbte Produkte entstehen. Der Gewichtsprozent- Papierfasern in der Aufschlämmung herzustellen, satz an gebleichter Sulfitpulpe in der anfänglichen Nach bekannten Methoden wird dann ein Papierbogen Aufschlämmung kann von 0,25 bis ungefähr 6 schwan- 65 hergestellt wobei das Papier frei von Farbe ist.
ken. In ähnlicher Weise kann die Menge an Colopho- Wird ein tiefgefärbtes Papier gebleicht, dana wird
niumleim und Alaun, die bei dem Verfahren eingesetzt die Menge an in dem vorliegenden Beispiel eingesetzten wird, von ungefähr 5 bis 25 Teilen bzw. von ungefähr verfügbaren Chlor auf ungefähr 3% erhöht

Claims (1)

  1. Patentansprüche:
    1. Monoazofarbstoffe der allgemeinen Formel
    HO
    CH2-A
    worin X und Y für H oder CH3 stehen, P und Q H oder SO3M bedeuten, unter der Bedingung, daß wenigstens einer der Substituenten P und Q SO3M ist, M (1) ein Alkalimetall oder· (2) ein Ammoniumkation darstellt, Z C1 _4-Alkylgruppen bedeutet und A für —OH, -N(CH3J2, -NH2, *> -N(CH2CH2OH)2
    —N
    CH2
    CH2-CH2
    CH3 —N CH2-CH2
    CH CH2
    CH2-CH2
    -NHC2H5, -N(C2Hj)2 oder -NHCH3 steht. 2. Monoazofarbstoffe der allgemeinen Formel
    35
    >NvX
    O C-^
    i-s'
    <°> Il
    N
    CH3 40
    SO3Na CH2 45 I
    A1
    -N=N-C-
    Il
    HO
    worin A1 für
    -OH, -N(CH3I2 oder -N(CH2-CH2-OH)2
    steht.
    3. Verfahren zur Herstellung von Monoazofarbstoffen gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine Azoverbindung der allgemeiner Formel
    CH
    worin X, P, Y, Q und Z die in Anspruch 1 angegebene Bedeutung besitzen, mit wenigstens 1 Mol Formaldehyd oder einer Formaldehyd liefernden Verbindung umgesetzt wird, gegebenenfalls zugleich oder anschließend eine Umsetzung mit einem Amin aus der Gruppe (CH3J2NH, NH3, HN(CH2CH2OH)2
    CH2-CH
    H-N
    2 \
    CH2
    CH2-CH2
    CH3 Η—Ν CH2-CH2
    CH CH2
    H2NC2H5, NH(C2H5J2 oder CH3NH2 durchgeführt wird.

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