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Durchlässigkeitstrennvorriehtung
Die vorliegende Erfindung betrifft eine verbesserte und besonders wirksame und leistungsfähige Durchlässigkeitstrennvorrichtung
sowie ein Verfahren zum Aufbau einer solchen Vorrichtung. Insbesondere betrifft diese Erfindung eine
solche Vorrichtung, die aus einer Vielzahl hohler Pasern einer selektiv durchlässigen Membran besteht.
Es ist eine Vielzahl von Membranen bekannt, die in verschiedenem Maße die Eigenschaft haben, für verschiedene
Bestandteile fließfähiger Gemische selektiv durchlässig zu sein. So lassen z.B. einige Membranen Wasser durch, während
sie Ionen zurückhalten. Andere Membranen lassen selektiv. Ionen in Lösung durch. Weitere Membranen besitzen selektive
Durchdringungsgeschwindigkeiten für zwei oder mehr nichtionische Bestandteile fließfähiger Gemische. Weitere Arten
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von Membranen sind die sogenannten Molekularsiebe, wie —^
diejenigen, die zur Dialyse verwendet werden. Diese können oft Ionen oder andere Materialien durchlassen,
beschränken jedoch den Durchgang von Bestandteilen mit hohem Molekulargewicht, oder sie eignen sich dafür, nur
Fraktionen gegebener Materialien mit bestimmtem Molekulargewicht in Abhängigkeit von der tatsächlichen Molekulargröße
und Verhältnissen davon durchzulassen.
Die Rückwärtsosmose (reverse osmosis)oder Ultrafiltrierung
ist eine der praktischsten Anwendungen der Durchlässigkeitstrennung. Wenn z.B. eine Lösung auf der
einen Seite einer osmotischen Membran vorbeigeführt wird und das entsprechende Lösungsmittel auf der gegenüber
liegenden Seite der Membran angeordnet wird, wird das Lösungsmittel durch die Membran in die Lösung übergehen.
Die diesen Übergang verursachende Kraft verändert sich mit dem Charakter und der Konzentration der dabei mitwirkenden
Lösung. Diese Kraft ist als der spezifische osmotische Druck für diese Lösung bekannt.
Wenn ein Druckdifferential an die Lösung in Gegenwirkung
zu irgendeinem Druck angelegt wird, der auf die Lösungsmittelseite der Membran ausgeübt wird und der den
spezifischen osmotischen Druck des Systems übersteigt, dann wird eine "Rückwärtsosmose·1 oder Ultrafiltrierung
bewirkt. In solchen Fällen wird das Lösungsmittel von der
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Lösung durch die Membran gedrückt, während die Ionen am Durchgang durch die Membran gehindert werden. Wenn ein
Membranmaterial verwendet wird, welches für eine selektive Durchlässigkeit solcher fließfähigen Medien geeignet ist,
arbeitet der RückwärtsosmoseVorgang bei oder über dem
vorgeschriebenen Druck für beinahe alle fließfähigen
Medien.
Beträchtliche Drücke werden im allgemeinen benötigt, um die Rückwärtsosmose zu erzielen. Pur in der Wirtschaft
verwendete wässrige ionische Lösungen sind mindestens 7,5 atm notwendig. Da die Geschwindigkeit des Massenübergangs
in direkter Beziehung zum Druckdifferential steht, erfordert der leistungsfähige Bereich der Rückwärtsosmose
üblicherweise Drücke, die viele Male so hoch sind.
Trotz der innewohnenden Vorteile von Trennungssystemen mit durchlässigen Membranen wurden diese Geräte
nur in sehr begrenztem Maße im wirtschaftlichen Rahmen angewendet, ja sogar fast gar nicht, zu welchem Zweck
auch immer. Dies hat seinen Grund im wesentlichen in der verhältnismäßig wenig leistungsfähigen Übergangsgeschwindigkeit
der gewünschten Bestandteile von der einen Seite der Membran zur anderen.
Ein wesentlicher Grund für die geringe Leistungsfähigkeit der allgemein bekannten und hier beschriebenen
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Gerätetype liegt in dem besonderen Entwurf des Membransystems, in welchem die Trennung bewirkt wird. Wenn
flache Platten einer durchlässigen Membran verwendet werden, dann müssen diese gewöhnlich gegen die von dem
Druckdifferential, welches zur Bewirkung der Durchdringung
notwendig ist, ausgeübten Kräfte gestützt werden. Die Fläche der Membran, durch die der gewünschte Bestandteil
fließen kann, ist dementsprechend auf diejenigen Bereiche beschränkt, wo der Ausfluß des fließfähigen
Mediums nicht durch das Stützgebilde gestört wird.
Die wirtschaftliche Verwendung von Durchlässigkeit smembrane η hat sich in erster Linie auf dünne einflächige
Membranen gerichtet, die starr von mit Nuten versehenen, perforierten oder porösen Unterlagen getragen
werden. Offensichtlich ist bei einer solchen Anordnung eine Membranplatte von übermäßig großer Fläche oder eine
Vielzahl solcher Platten notwendig, um überhaupt praktische Ergebnisse zu erzielen. Bei solchen Einrichtungen
entstehen "tote" Flächen, die in der Tat Abschnitte darstellen, welche für die Durchdringung nicht ausnutzbar
sind. Diese Flächen entstehen an den Stellen, wo die Membranen gegen die Unterlagen in dem Apparat gepreßt werden.
Infolgedessen verringert sich die für die Durchdringung zugängliche "freie" Fläche gemäß der gesamten ""boten"
Fläche, die zur Unterstützung der Membran benötigt wird.
Viele dieser Schwierigkeiten können überwunden wer-
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den durch die Verwendung kontinuierlicher hohler Fasersegmente,
die üblicherweise praktisch Seite an Seite parallel zueinander und in flüssigkeitsdichter Anordnung
an jedem Ende der Segmente angeordnet sind. Die Verwendung hohler Fasern aus einem Membranmaterial hat den Vorteil,
daß sich die Membran selbst gegen innerhalb und außerhalb der Faser aufgebrachte Brücke stützt. Bei der Zusammenstellung
einer Vielzahl von Pasern zu ausreichenden Gesamtmembranfläehen, durch die der Fluß geleitet werden
kann, können jedoch einige Anordnungen von FasernMindeln
die Gesamtdurehdringungsrate aufgrund der Tatsache verringern,
daß dort, wo benachbarte Fasern miteinander in Berührung stehen, ein Ausfluß oder Eintritt des fließfähigen
Mediums behindert wird. Darüber hinaus beeinträchtigt eine solche Berührung und Nähe die Fließgeschwindigkeit
des fließfähigen Mediums an der Außenseite der hohlen Faser.
Die vorliegende Erfindung überwindet diese Unzulänglichkeiten und Nachteile bis jetzt bekannter Techniken
und Verfahren auf diesem Gebiet in vorteilhafter und äußerst günstiger Weise.
Die vorliegende Erfindung betrifft besonders eine selektiv durchlässige Membranzusammenstellung, die aus
einer Vielzahl von kontinuierlichen hohlen Fasersegmenten besteht, welche um einen tragenden Kern in der Form von
praktisch zylindrischen Spiralbogensegmenten angeordnet
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sind. Die Enden jedes Segmentes werden in flüssigkeitsdichter
Anordnung in einer Einlaß- oder Auslaßverzweigung gehalten. Die Membranzusammenstellung besteht vorzugsweise
aus einer Vielzahl von Schichten der Segmente in kreuzweiser Anordnung, so daß die Segmente der einen Schicht
quer über den Segmenten der vorhergehenden Schicht liegen und die Segmente jeder Schicht praktisch parallel im
Abstand voneinander liegen. Die Einlaß- und Auslaßverzweigungen sind bequemerweise so angeordnet, daß sie
eine sich in Längsrichtung erstreckende Rohrplatte bilden, wobei vorzugsweise mindestens eine Längsrohrplatte für
jede Membranzusammensteilung verwendet wird.
Die Membranzusammenstellung der Erfindung kann in
bequemer Weise dadurch hergestellt werden, daß man in
Spiralform eine oder mehrere kontinuierliche hohle Fasern auf einen Tragkern aufwickelt und ein aushärtbares Harz
in einer Längszone des Kernes auf die Faserwicklungen aufbringt. Nach dem Aushärten des Harzes zur Erzielung
einer flüssigkeitsdichten Bindung für die Fasern werden öffnungen hergestellt, indem Nuten eingeschnitten oder
Löcher in das Harz gebohrt werden, um die Windungen zu durchschneiden. Üblicherweise werden Mehrfachschichten von
Kreuzwicklungen hergestellt, und das Harz wird auf mindestens eine Zone praktisch parallel zur Kernachse aufgebracht.
Vorteilhafterweise wird Harz mit oder auf jeder Schicht der Wicklungen abgelagert. Es kann jedoch zweck-
009839/1677 J" folet Selt8 8)
mäßig sein, das Harz erst dann aufzubringen, nachdem die Wicklung fertiggestellt wurde. Man kann eine
Lösung des Harzes in einem flüchtigen Lösungesmittel verwenden, wobei in diesem Pail das Harz durch Verdampfen
des Lösungsmittels abgesetzt wird. Epoxydharze sind besonders zur Verwendung bei dem Verfahren der Erfindung
geeignet.
Sei der Herstellung der Einlaß- und AuslaßÖffnungen
ist es vorzuziehen, wenn jede hohle Faser mindestens einmal für jede Windung der Wicklung durchschnitten wird. '
Dies wird leicht erreicht, indem man mindestens eine kontinuierliche Nut in das Harz schneidet. Nach einer
anderen Möglichkeit kann man eine Reihe von Löchern radial in das Harz bohren, und zwar vorzugsweise von
einer Größe und in einer solchen Anordnung, daß jede Faser bei jeder Windung der Wicklung durchschnitten
wird.
Zur Verwendung der selektiv durchlässigen Membranzusammenstellung der Erfindung ist es notwendig, ein ä
geeignetes Gehäuse vorzusehen, welches Einlaß- und Auslaßöffnungen sowie eine Flüssigkeitsabdichtungsvorrichtung
aufweist, so daß getrennte Berührungen des fließfähigen Mediums mit den Innen- und Außenoberflächen
der hohlen Fasersegmente hergestellt werden können.
Verschiedene Materialien können verwendet werden zur Herstellung der durchlässigen, kontinuierlichen, hoh-
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len Fasern, die zur praktischen Durchführung dieser
Erfindung geeignet sind. Die meisten dieser Materialien sind organische Materialien» z.B. polymere Materialien,
wie Aeetat-, Triazetat-, Propionat- und Nitratester der
Zellulose, einschließlich der Mono-, Di- und Triester und der Gemische solcher Ester; Zelluloseäther, wie Methyl-,
Äthyl-, Hydroxyalkyl- und Karboxyalkyläther, einschließ-
t/
lieh gemischter Zelluloseäther; regenerierte Zellulose;
Polyvinylalkohole ι Polysaccharide; Kasein und seine Derivate« Die oben genannten Materialien sind von hydrophilem Charakter und sind vorteilhafter in der Behandlung
von wässrigen Flüssigkeitszueammensetsungen.
lur Trennung von organischen Bestandteilen aus fließfähigen Gemischen sind jedoch verschiedene hydrophobieche Materialien besondere geeignet, wie synthetische
lineare Polyamide, Polykarbonate, Polyvinylchlorid und seine Mischpolymere, Polyvinylidenchlorid und seine
Mischpolymere', Acrylesterpolymere, organisch· Siliconpolymere, Polyurethane, Polyvinylformale und Butyrale
und Mischungen davon, Methacrylatpolymer«, Styrolpolymere,
Polyolefine, wie Polyäthylen, Polypropylen und andere Polyester, und Gemische der oben genannten Materialien.
Acrylnitrilpolymere' und auch bestimmte Zellulosederivate,
wie gemischte Ätherester, können modifiziert werden, um
sie entweder hydrophil oder hydrophob zu machen, je nach-
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-4ft-
dem welche Eigenschaft in der praktischen Durchführung dieser Erfindung erwünscht ist.
Alle diese oben genannten Materialien sowie andere geeignete durchlässige hohle Pasern bildende Materialien,
einschließlich Glas, können gemäß dieser Erfindung zur selektiven Trennung verschiedener Bestandteile eines
fließfähigen Mediums, wie sie hierin beschrieben wird, verwendet werden, und wo die Hohlfasermembran entweder
direkt brauchbar oder so abgeändert ist, daß sie für lonenaustauschzwecke geeignet ist, können solche hohlen
Fasern zum Ionenaustausch nach dem praktischen Verfahren dieser Erfindung verwendet werden.
Im allgemeinen werden diese Fasern nach den Schmelz-, Trocken- oder Uaßspinntechniken gesponnen, und zwar in
Abhängigkeit von den bestimmten faserbildenden Materialien, die verwendet werden. Die Spinndüse wird gewäß der
Art des verwendeten Spinnvorganges und gemäß den bestimmten gewünschten Abmessungen der hohlen Faser ausgewählt.
Zur Herstellung der hohlen Faser hat die Spinndüse f eine kleine ringförmige öffnung im Auslaß, durch die die
Spinnzusammensetzung ausgepreßt wird.
Als typisches Beispiel wird Zellulosetriacetat zu
kontinuierlichen hohlen Fasern in einem Naßβpinnverfahren
versponnen, bei welchem das Zellulosetriacetat zusammen
mit irgendeinem als zweckmäßig eraohteten Weichmacher oder Modifizierungsmittel, um eohließlieh d«n durchlassi-
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-44-
gen Charakter zu erzeugen, in einem geeigneten Lösungsmittel
aufgelöst wird, um eine viskose Spinnlösung zu ergeben. Diese Lösung wird durch die Spinndüse in ein
Fällbad ausgepreßt. Sobald die ausgepreßte Lösung mit dem Bad in Berührung kommt, fällt oder geliert das
einer
Zellulosetriacetat in der gewünschten Form -ester kontinuierlichen
hohlen. Paser mit gleichförmiger Wandstärke. Wenn das fällbad dafür geeignet ist, dem Fasermaterial
eine Durchlässigkeit zu verleihen, dann wird diese Eigenschaft der Paser direkt verleihen. Wenn das Fällbad
nicht so zusammengesetzt ist, dann wird die Faser.in ein zweites Bad geleitet, um diese Funktion zu erfüllen. Die
hohle Faser wird dann durch Waschen vom Lösungsmittel oder von Reagentien gereinigt und dann entweder direkt
bei der Herstellung einer spiralgewickelten Zusammenstellung gemäß der Praxis dieser Erfindung verwendet
oder auf einer Spule oder einem anderen geeigneten Gerät für eine spätere Verwendung gespeichert.
Gemäß dieser Technik können extrem feine hohle Fasern hergestellt werden. Die Wanddicke ist vorzugsweise
ausreichend, um dem Druck zu widerstehen, welcher "'
bei der folgenden Durchlässigkeitstrennung, bei der diese Fasern verwendet werden, aufgebracht wird. Es wurde gefunden,
daß die kleinen Durchmesser dieser feinen hoklen
Pasern es den sich selbst tragenden Membranwänden der
Faser gestatten,, beträchtlichen Drücken su widerstehen«
009839/1677
im
Es wird allgemein bevorzugt, daß der Außendurchmesser der hohlen Fasern 350 und vorzugsweise 300 Mikron
nicht überschreitet. Die Außendurchmeaser liegen vorzugsweise im Bereich von 10 bis 50 Mikron. Vorteilhafterweise
wird ein Verhältnis von Wandstärke zu Außendurchmesser von 1/8 bis 1/3 bei den hohlen Fasern verwendet. Vorteilhafterweise liegt die Wandstärke der Fasern im Bereich
von 1 bis 80 Mikron, vorzugsweise von 2 bis 15 Mikron. Wandstärken unter diesem Bereich können zur Folge haben,
daß sie den gewünschten Drücken nicht widerstehen, wogegen " Stärken über diesem Bereich den Durchdringungswiderstand
durch die Faserwand erhöhen. Offensichtlich werden sich diese Eigenschaften etwas mit dem bestimmten verwendeten
Material und auch mit der bestimmten verwendeten Art der Trennung verändern.
Die Obergangsfläche einer Durchlässigkeitszelle dieser Erfindung verändert sich gemäß den verschiedenen
Abmessungen der hohlen Faser, gemäß der Art der verwendeten Wicklung auf dem Tragkern und mit Länge, Innen- und λ
Außendurchmesser des gewickelten Bündels.
In den beiliegenden Zeichnungen, auf die im folgenden genauer eingegangen wird, ist
Fig. 1 eine Ansicht einer Patrone spiralgewickelter hohler Fasern, die auf einen inneren zylindrischen Kern
aufgewickelt sind, mit einer gebohrten Rohrplatte;
Fig. 2 eine Darstellung einer Patrone mit zwei Längs-
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"λ"
rohrplatten, wobei Rohrplattenabdeckungen gezeigt werden;
Fig. 3 eine schematische Darstellung der einen Technik zur Herstellung der Patrone gemäß dieser Erfindung;
Fig. 4 eine schematische Darstellung einer anderen Technik zur Herstellung der Patrone dieser Erfindung;
Fig. 5 eine schematische Darstellung eines zur Herstellung der Patrone dieser Erfindung brauchbaren
Apparates;
Fig. 6 eine Schnittansicht des Gesamtgebildes der
einen Ausführungsform einer Durchlässigkeitszelle, die
die Patrone der vorliegenden Erfindung verwendet, und die
Fig. 7 ist eine schematische Schnittansicht einer anderen Ausführungsform einer Durchlässigkeitszelle, die
drei in Tandem angeordnete Patronen verwendet.
Die in Fig. 1 dargestellte Patrone besitzt einen Innenkern 10, um den eine Anzahl von Schichten hohler
Fasern 11 herumgewickelt ist. Eine starre Rohrplatte 12 aus Harz und mit rechteckigem Querschnitt ist in Längsrichtung
des Kernes 10 und praktisch senkrecht zur Längsachse der Fasern 11 angeordnet und bettet den Bogen der
darin eingeschlossenen Fasern 11 ein und dichtet ihn ab. In der dargestellten Aueführungeform sind Löcher 13 ra-
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dial von der äußeren Ifafangsoberfläche der Rohrplatte durch den Kern 10 gebohrt. Es werden nur wenige solcher
löcher 13 gezeigt, doch ist selbstverständlich, daß die größte Wirksamkeit nur dann erzielt werden kann, wenn
Anzahl und Anordnung der Löcher so gewählt sind, daß jede Windung der Faser 11 durchschnitten wird. Andere
Mittel zum Durchschneiden der Faser in der Rohrplatte durch Fräsen von Längsschlitzen oder durch andere bekannte
Schnittechniken können ebenfalls verwendet werden. Ein Kanal oder eine Leitung 14 ist an der Innenober- ™
fläche des Kernes 10 befestigt, um den durchgelassenen
Bestandteil (permeate, Permeat) vom Inneren der Fasern, der aus dem Inneren der Faser zu öffnungen 13 in der
Rohrplatte 12 geflossen ist, zu sammeln. Eine Rohrplattenabdeckung (nicht gezeigt) wäre dabei an der
äußeren ümfangsoberflache der Rohrplatte 12 zu befestigen,
um alle öffnungen 13 abzudecken.
In Fig. 2 wird eine im allgemeinen ähnliche Patronenkonstruktion dargestellt; die zwei Rohrplatten 12 ä
mit miteinander in Verbindung stehenden Leitungen 14 und Abdeckplatten 49 zeigt.
In der Anordnung der Fig· 1 ist die wirksame Länge der hohlen Fasern die Länge einer Windung rund um den
Kern. Bei dieser Anordnung ist die große Oberfläche einiger bekannter geräte beibehalten, während die Wirksamkeit
der Patrone verbessert, die Baueinzelheit verbes-
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sert und die Herstellung der Patrone erleichtert sind.
In Fig. 2 ist die wirksame Länge der Fasern gleich der Hälfte des Umfanges. Es können auch drei oder mehr Rohrplatten
verwendet werden, wobei die günstigste Anzahl von den sohließlichen Verwendungsbedingungen und anderen
Parametern abhängt.
Der tragende Kern kann aus irgendeinem geeigneten Material bestehen, welches den Bedingungen widersteht,
denen es während der Herstellung und der Verwendung der Durchlässigkeitszelle ausgesetzt ist. Vorzugsweise besteht
der Kern aus einem Metall, welches keine nachteiligen Wirkungen auf das Fasermaterial ausübt und welches
gegenüber dem zu behandelnden fließfähigen Medium inert ist.
In den verschiedenen Ausführungsformen dieser Erfindung, bei denen die hohlen Fasern auf einen tragenden Kern
aufgewickelt sind, hängt die Frage, ob der Kern perforiert sein soll oder nicht, von der Art des Flusses und anderen
Bedingungen ab unter denen das Faserbündel zu verwenden ist. Die Größe und die Anordnung der Perforationen in
diesem Kern wird bestimmt gemäß den besonderen gewünschten Fließbedingungen,
Obwohl auf "perforierte" Kerne Bezug genommen wurde, ist es auch möglich, in der Praxis dieser Erfindung Kerne
zu verwenden, die aus einem Metall- oder Kunststoff sieb, aus poröser Keramik, aus ausgebranntem (fritted) G-las
oder ausgebrannt em Metall hergestellt eiaeT« Weju.i ein
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-♦6-
jts
von poröser Art erwünscht ist, dann ist es nur notwendig, daß der Kern von ausreichender Festigkeit ist, um die
Fasern zu stützen und den Durchfluß des fließfähigen Mediums ohne Auseinanderfallen des Kernmaterials oder
Reaktion mit dem hindurchtretenden fließfähigen Medium zu erlauben.
Darüber hinaus können anstelle des zylindrischen Kerns Kerne mit anderen Querschnittsabmessungen ebenfalls
verwendet werden, wie z.B. mit hexagonalem, oktagonalem, _
ellyptischem Querschnitt usw.. In einigen Fällen kann es sogar zweckmäßig sein einen Kern zu verwenden, der leicht
kegelig ist, so daß er die Form eines Kegelstumpfes hat. Diese Form kann dazu verwendet werden, die Faserschrumpfung
zu kompensieren, indem die Fasern auf den einen Abschnitt des Kegelstumpfes mit größerem Durchmesser gewickelt
werden und das Faserbündel dann beim Schrumpfen zum Abschnitt mit geringerem Durchmesser rutschen kann.
Die Größe des Kerns wird bestimmt durch wirtschaftliche
Betrachtungen und die Leichtigkeit der Handhabung f und Herstellung des Kerns und der damit aufgebauten
Durchlässigkeitszeile. Ein besonders geeigneter Kern ist
ein Kern von 30,3 cm Länge, etwa 9»5 cm Innendurchmesser und 10,8 cm Aufendurchmesser, obwohl auch Kerne von nur
1f27 cm Außendurchmesser verwendet werden können. Die
Dicke.der Wicklung wird in erster Linie durch die Leiohtigkeit der Handhabung und des Zusammenbaus der Durchlässig-
009839/1677
keitszelle bestimmt, sowie durch die Fähigkeit, angemessene
Fließgeschwindigkeiten durch das Bündel beizubehalten. Im allgemeinen ist eine Dicke von 1,27 bis
25,4 cm vom Innendurchmesser der Wicklung zum Außendurchmesser vorteilhaft, wobei vorzugsweise eine Dicke
von 10,1 bis 20,3 cm verwendet wird.
Die langgestreckte Rohrplatte 12 kann aus irgendeinem geeigneten Gießharz bestehen. Die Harzzusammensetzung
sollte so gewählt sein, daß eine angemessene
Bindung der Fasern erzielt wird, geeignete Maschinenbearbeitungseigenschaften vorliegen und die physikalischen
und chemischen Eigenschaften vorhanden sind, um der flüssigen Umgebung zu widerstehen, in welcher die Patrone
zu verwenden ist. Epoxyharze wurden als besonders geeignet zur Bildung der Bohrplatte ermittelt. Jedes Gießharz,
welches die Fasern nicht nachteilig beeinflußt und welches die gewünschte Haftung und die Festigkeitseigensohaften
aufweist, kann jedoch für diesen Zweck verwendet werden. Typische Beispiele anderer geeigneter Harze sind:
Phenolaldehydharze, Melaminaldehydharze, in der Wärme
aushärtende Kunstkautschuke, Acrylharze usw.. Zusätzlich
dazu, daß das Harz und das lösungsmittel, in welchem dieses aufgebracht'wird, zum Faeermaterial inert sind,
ist es notwendig, daß die Harzlösung eine auereichende
Fließfähigkeit hat, um zwischen die Fasern einzudringen und den Raum vollständig auszufüllen, daß ei« eine geeig-
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nete Haftung mit den Pasern besitzt und eine flüssigkeitsdichte Abdichtung bei den bestimmten Drücken und
Temperaturen bildet, denen das fertige Produkt ausgesetzt werden soll.
Epoxyharze sind besonders geeignet für diesen Zweck aufgrund ihrer inerten Eigenschaften gegenüber
Lösungsmitteln und der chemischen Korrosion, ihrer Aushärtungseigenschaften
und ihrer Fähigkeit, flüssigkeitsdichte Abdichtungen unter Bedingungen zu erzielen, denen
die Durchlässigkeitszelle ausgesetzt werden soll.
Besonders geeignete Epoxyharze sind diejenigen, die vom Diglycidyläther von Bisphenol abgeleitet sind zusam-
men mit geeigneten Modifizierungs- und Härtungsmitteln.
Andere Epoxyharze können jedoch ebenfalls verwendet werden, wie die Diglycidyläther des Resorcins, Dihydroxydiphenyl,
Hydrochinon usw.. Diese können verändert werden durch den Zusatz von verändernden Harzen, vorzugsweise
Aminoharzen, und von geeigneten Härtungsmitteln und Lösungsmitteln. Gewisse Materialien können verwendet
werden, um sowohl als Lösungsmittel als auch als Teilnehmer an der Aushärtreaktion zu dienen, wie flüssige
Aminosäuren.
Ein besondere geeignetes Gießmaterial besteht aus 14,7 Teilen des Diglycidyläthers von Bisphenol, 1,1 Teilen von Dimethylaminopropylaain und 6,8 Teilen von Soya-1,3-
Wo propylendiamin als Härtungijsittel. *«KJc ββ zweckmäßig ist,
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-49-
eine Grundierung auf die Metalloberflächen aufzubringen, an welcher das Gießharz haftet, besteht eine sehr geeignete
Zusammensetzung aus 10 Teilen von Diglycidyläther des Bisphenols, 2,7 Teilen des N-(2-phenyl-2-hydroxyäthyl)-diäthylentriamin
und 7f3 Teilen Aceton.
In Fig. 3 wird ein Schema zur Herstellung von Patronen, wie sie in den Figuren 1 und 2 dargestellt
sind, gezeigt. In diesem Schema ist ein Kern 18 auf einem Dorn 17 befestigt, der an einer sich hin und her bewegenden
Kraftvorrichtung (nicht gezeigt) befestigt ist. Ein rotierender Ring 16 mit einer Faserführung 15 ist
rund um den Kern 18 angeordnet. Die hohle Faser wird von einer Quelle durch die Führung 15 geleitetr um auf den
sich hin und her bewegenden Kern 18 aufgewickelt zu werden. Der Winkel, in welchem die Faser aufgewickelt wird,
wird bestimmt durch die Drehgeschwindigkeit des Ringes und die lineare Geschwindigkeit des Kernes 18. Eine
etwas andere Ausführungsform wird in Fig. 4 gezeigt, in welcher der Kern 21 feststeht und sowohl Ring 20 als
auch Führung 19 sich um den Kern drehen und an dem Kern 21 hin und her bewegen.
In jedem Schema gemäß den Figuren 3 und 4 ist eine
das Harz aufbringende Vorrichtung (nicht gezeigt) vorge sehen, die eich entlang einer Längslinie des Kernea (18,
21) hin und her bewegt. Demnach kann das Harz auf die aufgewickelten Pasern aufgesprüht, gewalzt oder gepreßt
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werden. Obgleich das Wickeln der Fasern gewöhnlich ein
kontinuierlicher Vorgang ist, kann die Harzaufbringung intermittierend sein, so daß eine Schicht oder ein
Streifen des nicht ausgehärteten Harzes aufgebracht wird, die Fasern darauf gewickelt werden, dann ein weiterer
Streifen des Harzes aufgebracht wird usw.. Nach einer anderen Möglichkeit kann die Harzaufbringung kontinuierlich
vor sich gehen, wobei die Vorrichtung in einem festen Abstand vor der Faserwicklung steht.
Eine bevorzugte Ausführungsform der Patronenher- %
stellung wird in Tig. 5 gezeigt. Dabei ist ein Kern 45 auf einem Born (nicht gezeigt) befestigt, der mit einer
geeigneten, sich hin und her bewegenden Kraftquelle verbunden ist. Faserpackungen 44, die auf an dem Bett
befestigten Spindeln befestigt sind, liefern hohle Fasern 48 einzeln oder in Bündeln aus einer Vielzahl von
Hohlfasern durch die im Hing 46 befestigten Faserführungen
43 zum Kern 45. Der Hing 46 und das Bett 42 sind starr miteinander verbunden, um ein Verdrehen der Fasern 48
während der Drehung zu verhindern. Im Betrieb wird der Kern 45 durch die Mitte des Hinges 46 über eine
Strecke seiner Länge hin und her bewegt. Der vom Bett und dem Hing 46 gebildete Käfig dreht sich um eine Achse
durch die projizierte Mitte des Kernes 45* Die dae Harz
aufbringende Vorrichtung 47 ist an einem Punkt über dem Kern 45 befestigt, um Harz auf den Kern vor den Faeerwick-
009839/1677
to
"lungen 48 aufzubringen. Mit Hilfe dieser Ausführungsfοrm
kann eine Vielzahl von Faserbündeln bei jedem Durchgang des Kernes 45 aufgebracht werden.
Nach dem Wickeln wird das Harz in der Rohrplatte nach bekannten Verfahren ausgehärtet, z.B. indem es erhöhten
Temperaturen ausgesetzt wird. Bei all diesen Verfahren muß darauf geachtet werden, daß die hohlen Fasern
auf der Grenzfläche zwischen der Faser und der Rohrplatte nicht nachteilig beeinflußt werden.
Die ausgehärtete Rohrplatte wird dann radial nach innen geschnitten, um jede Windung der Faser zu durchschneiden.
Das Schneiden kann auf viele Arten vorgenommen werden. Z.B. kann eine Reihe von Löchern von der Außenoberfläche
der Rohrplatte radial nach innen zur Kernoberfläche oder durch den Kern hindurch gebohrt werden. Die
Größe, die Anzahl und die Anordnung der Löcher sind so, daß jede Faser mindestens einmal in jeder Windung durchschnitten
wird. Ob die Löcher den Kern durchdringen oder nicht, hängt von der gewünschten Anordnung der verbindenden
Leitungen ab. Wenn die Löcher durch den Kern gebohrt werden, dann wird ein Kanalteil, z.B. der Kanal 14 der
Fig.1, an der Innenoberfläche des Kernes abgedichtet, um die gesamte die gebohrten Löcher umschließende Fläche
zu umfassen. Auslaßvorrichtungen können dann an der Leitung befestigt werden, um Flüssigkeiten aus dem Trennelement
nach außen zu befördern.
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Uach einer anderen Möglichkeit können die Löcher an der inneren Windung der hohlen !Fasern enden. In diesem
Pail können Nuten in die Außenoberfläche der Rohrplatte gefräst werden, um mit allen Löchern in Verbindung zu
stehen. Ein Auslaß kann durch die Rohrplatte zum Beispiel durch das eine Ende gebohrt werden, so daß Flüssigkeiten
vom Inneren der Fasern aus dem Trennelement durch den gebildeten Kanal laufen können, wenn eine Deckplatte
(49 in Fig. 2) auf der Rohrplatte befestigt ist.
Die gleichen Prinzipien gelten für andere Mittel ™
zum Durchschneiden der Fasern. Solche anderen Mittel sind dem Fachmann bekannt.
In Fig. 6 wird ein brennelement gezeigt, welches zwei in Tandem in einem Druckgefäß 30 aufgebaute Patronen
25 verwendet. Die gezeigten Packungen haben radiale Löcher 28, die in die Rohrplatten 23 gebohrt sind und mit
r
den Faserkeiien in Verbindung stehen, und die Löcher 28 verbinden mit einem Permeatkanal 27 innerhalb des Packungskernes. Die Kanäle 27 der beiden Packungen 25 sind mit- ä
einander und mit einem Auslaß 22 für das durchgelassene fließfähige Medium an der Spitze der Zelle verbunden.
Die äußeren Enden der beiden Packungen sind gegen eine mittlere Tragstange abgedichtet. Eine Stauscheibe 29
ist zwischen den Packungen 25 vorgesehen. Zweck der Scheibe 29 ist es, den Fluß des fließfähigen Mediums,
welches nit der Aufienetit· der Fasern in Berührung steht,
$$ß 839/1877
»a
von außen nach innen "bei der unteren Packung und von
innen nach außen bei der oberen Packung zu leiten. Die Stauplatte 29 und die Stopfen an den äußeren Enden der
Packungen brauchen keine Hochdruckdichtungen aufzuweisen. Diese Dichtungen brauchen nur der Druckdifferenz zu
widerstehen, welche von dem Fluß de» fließfähigen Mediums entwickelt wird.
Der Zweck des umgedrehten Flußweges von einander abwechselnden Packungen in Tandemanordnung liegt in der
Erleichterung der Auswaschung. Wenn sich kleinteilige Stoffe in dem zugeführten fließfähigen Medium befinden,
dann werden sich diese an der Außenoberfläche der unteren Packung ansammeln. So kann periodisch z.B. der Salzwasserfluß
umgedreht werden, um die angesammelten Peststoffe zu entfernen. Ein Auslaß 24 ist am Gefäß 30 installiert,
um das herausfließende fließfähige Medium zu entfernen, nachdem es durch die Trennvorrichtung in den
Patronen 25 geschickt wurde. Die durchgelassene Flüssigkeit wird von der leitung 27 aus dem Auslaß 22 des Gefäßes
30 geleitet, um jiin einem geeigneten Mittel gesammelt
zu werden.
Die Pig. 7 zeigt sechs Packungen 341 die in Tandemform
in einer Bohrzelle mit abwechselnd umgedrehtem Salzlösungsfluß 35 eingebaut sind. -Diese Zellenkonstruktion
verringert die Kosten der Zelle auf ein Minimum. In diesem Falle besteht sie aus eine« Rohr, dessen eines Ende ge-
009839/1677
-84-
schlossen ist und dessen anderes Ende einen Flansch, aufweist.
Die Packungen 34 sind auf der mittleren Tragstange zusammengebaut, und die Auslaßöffnungen für das
durchgelassene fließfähige Medium sind verbunden. Die Reihe der Packungen 34 ist in dem Gehäuse aufgebaut und
es besteht eine externe Verbindung 33 für das durchgelassene* fließfähige Medium. Die Salzlösung wird am Einlaß
31 eingeführt, und die zwischen den Pasern hindurchtretende Lösung wird am Auslaß 32 abgelassen. Die Anzahl
der Packungen in Tandemanordnung wird begrenzt durch den Gesamtdruckabfall aufgrund des Flusses des fließfähigen
Mediums in Reihe durch die Packungen 34. Bei der Rückwärtsosmose würde dieser Druckabfall die erhältliche
treibende Kraft verringern. Eine maximale Brauchbarkeit und Leistungsfähigkeit wird erhalten, wenn die Anzahl
der in Reihe liegenden Packungen etwa 10 beträgt.-
Bei der Entsalzung wird das zugeführte Seewasser in das eine Ende der Zelle mit einem Druck gepumpt, welcher
den osmotischen Druck der Lösung übersteigt. Frisches Wasser, welches die Wände der hohlen Fasern aufgrund der
Rückwärtsosmose durchdringt, wird durch die Auslaßöffnung
für das durchgelassene fließfähige Medium abgelassen. Das Seewasser fließt der Reihe nach durch die Packungen und
wird zunehmend konzentriert. Ein Teil der Druckenergie in der entladenen Sole wird wiedergewonnen durch eine
Impulaturbine.
009839/1677
-Mill
Das vorliegende erfinderische Konzept wird durch, das folgende Beispiel veranschaulicht.
Beispiel 1
Ein Durchlässigkeitsgerät mit langgestreckter
Eolirplatte wurde mit einem 16-adrigeii Bündel hohler
Zellulosetriacetatfasern hergestellt» die.einen lußenturoiSHesser
von 41 Mikron und einen Innendurchmesser von 21 Mikron aufwiesen. Während des Spinnens wurde das
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3© Miaute und einer Hublänge ma 12,6? cia aufgewickelte
3is so aufgebauten Pasern wogsn 375 g» Der Eera war
16-,5 Gia lang UEd bestand aus -aises HassiBgroiir' alt
"10-16 cm Außenö-urciiiiiesseri Uas Tizhi- ^ar in der 3Iitts ij;
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1.4 io nichtionisehes oberflächenaktives Mittel
37,4 fi Maleinsäureanhydrid
1,0 ia N-methylmorpholin
2.5 $ Kolloidaler Kieselsäureverdicker
Ws- i'end des Wiederaufwickelns auf den Kern wurde
das Rohrplattenharz intermittierend durch eine hypodermatische Nadel auf die laserpackung ausgepreßt. Das Harz
wurde bei 500O über Nacht zu einer Rohrplatte ausgehärtet,
die die Länge der Paserwicklungen und eine Breite von
5,1 cm aufwies.
Nachdem das Harz ausgehärtet war, wurden zwei Reihen von Löchern mit 4»76 mm Durchmesser radial durch
die langgestreckte Rohrplatte gebohrt, um auf diese Weise jede Windung der Pasern zu durchschneiden. Die Mitten der
Löcher in jeder Reihe besaßen einen Abstand von 4 mm, und
die Reihen lagen im Abstand von 9,5 mm voneinander.
Die Löcher erstreckten sich nicht durch den Messingkern. Kanäle von 3,18 mm Breite und 4,76 mai Tiefe wurden
in die Außenfläche der Rohrplatte gefräst, um Verbindungs- f
ausgange für alle Permeatlöcher zu bilden. Nach dem Fräsen wurde die Außenfläche der Rohrplatte mit Epoxyharz-Paserglas
abgedeckt und gehärtet. Ein Loch wurde dann in das Ende der Rohrplatte gebohrt und eine Rohrverbindung
als Auslaß angebraoht.
Die Packung wurde in ein Druckgefäß eingebracht, und Salzwasser (leicht verdünntes Seewasser mit 18 g/l ge-
löstem^SaIz) wurde radial durch, die Packung über die
Außenseite der Pasern bei 43 atm gepumpt. Das durchgelassene fließfähige Medium wurde am Auslaß mit einer Geschwindigkeit
von 1,9 bis 2,4 cm /min gesammelt. Die Analyse des Permeats ergab 3»4 g gelöstes Salz insgesamt
je liter.
Das Konzept der Erfindung kann bei einer Vielzahl von Trennungen verwendet werden, für welche die folgenden
beispielhaft sind:
1. Seewasserentsalzung durch Rückwärtsosmose, bei der das Seewasser durch die Paserkerne gepumpt wird.
2. Wasserentfernung durch Osmose, wie zur Konzentration
von Fruchtsäften. Der Fruchtsaft wird über die Faseraußenseite gepumpt, und eine wässrige Lösung von hoher
osmotischer Stärke wird durch die Kerne gepump/t. Wasser dringt von dem Saft in die laserkerne ein.
3. Dialysevorgänge, wie bei einer künstlichen Niere.
Blut wird durch die Paserkerne gepumpt und die Waschlösung wird über die Außenseite der Pasern gepumpt
(Pig. 5).
Der Vorteil dieser Packungskonstruktion gegenüber den bekannten Einrichtungen mit parallelen Pasern liegt
in der besseren Plußverteilung über der Außenseite der
Pasern und in der leichteren Konstruktion. Das Spiralmuster bietet dem radialen Fluß einen gleichförmigen
Widerstand! daduroh iat die Plußverteilung gleichförmig
und es entstehen keine "toten" !Taschen«
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