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DE1642528A1 - Frischwassergewinnung aus mineralhaltigem Wasser - Google Patents

Frischwassergewinnung aus mineralhaltigem Wasser

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Publication number
DE1642528A1
DE1642528A1 DE19671642528 DE1642528A DE1642528A1 DE 1642528 A1 DE1642528 A1 DE 1642528A1 DE 19671642528 DE19671642528 DE 19671642528 DE 1642528 A DE1642528 A DE 1642528A DE 1642528 A1 DE1642528 A1 DE 1642528A1
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DE
Germany
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water
tank
calcium sulfate
mineral
containing water
Prior art date
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Pending
Application number
DE19671642528
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English (en)
Inventor
Lindsay Jun William T
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Westinghouse Electric Corp
Original Assignee
Westinghouse Electric Corp
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Publication date
Application filed by Westinghouse Electric Corp filed Critical Westinghouse Electric Corp
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Pending legal-status Critical Current

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    • C02TREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
    • C02FTREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
    • C02F1/00Treatment of water, waste water, or sewage
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    • C02F1/04Treatment of water, waste water, or sewage by heating by distillation or evaporation
    • C02F1/042Prevention of deposits
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
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    • B01D3/00Distillation or related exchange processes in which liquids are contacted with gaseous media, e.g. stripping
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C02TREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
    • C02FTREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
    • C02F5/00Softening water; Preventing scale; Adding scale preventatives or scale removers to water, e.g. adding sequestering agents
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    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
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  • Compounds Of Alkaline-Earth Elements, Aluminum Or Rare-Earth Metals (AREA)

Description

Patentanwälte Dipl.-Ing. F. Weickmann, Dr. Ing. A.Weickmann
Dipl.-Ing. H. Weickmann, Dipl.-Fhys.-Dr.K. Fincke ILA Dipl.-Ing. F. A.Weickmann
8 MÜNCHEN 27, DEN
MÖHLSTRASSE 22, RUFNUMMER 48 3921/22
WESTIHGHOUSE ELECTRIC CORPORATION, Pittsburgh, Pennsylvania, USA
!frischwassergewinnung aus -mineralhaltigem Wasser
Diese Erfindung bezieht sich auf einen Verdampfungsapparat zur Erzeugung von reinem Wasser aus mineralhaltigem Wasser, Sie bezieht sich ferner auf ein Verfahren zur Herstellung von reinem Wasser aus kalziumsulfathaltigem Wasser.
109815/15B2
Eine unangenehme Begleiterscheinung bei dem Betrieb eines Verdampfers zur Herstellung von frischem Wasser aus mineralhaltigem Wasser ist die Besatzbildung in den Röhren des Verdampfers, besonders, wenn der Verdampfer bei einer relativ hohen Temperatur arbeitet. Eine beträchtliche Reduzierung der Kosten bei der Herstellung von frischem Wasser aus Seewasser kann jedoch erreicht werden, indem die maximale Arbeitstemperatur des Seewasserverdampfers, insbesondere bei Verdampfung durch Entspannung, erhöht wird.
Von den drei Grrundbesatzbestandteilen in Seewasser, Zalziumkarbonat (CaGO,), Magnesiumhydroxyd /Mg(OH)2 J und Kalziumsulfat (GaSO.), werden die ersten zwei ausreichend durch Entgasung und Einstellung des pH—Wertes eingeschränkt, wie es nach dem Stand der Technik bekannt ist, Tatsächlich haben solche Regelungsmethoden schon spektakuläre Wirkungsgradverbesserungen durch Erhöhung der Maximal tempera tür en bis zu 25O0F (»1210C) in Entspannungsverdampfern ergeben· Bei Temperaturen über 200°F (*93°G), in einigen Fällen sogar bei 300°F fe*t49°0), bildet sich ein Kalziumsulfatbelag abhängig von der Konzentration an der Innenfläche der Verdampferröhren. Die zuletzt genannte Art des Belages reagiert nicht auf pH-Wert-Steuerung in diesem Temperaturbereich. Als Unterschied von anderen Belag bildenden Salzen bildet Kalziumsulfat bei diesen
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Temperaturen zwei feste Phasen» nämlich Anhydrid (CaSO.), welches eine stabile Phase ist und Hemihydrid (GaSO.- 1/2 HpO), welches eine metastabile Phase ist. Der Kalziumsulfatbelag, der sich in den Röhren von Entspannungsverr. dampfern befindet, die bei etwa 25O0I1 ^1210C) arbeiten» resultiert aus dem metastabilen Hemihydrid, welches leicht kristallisiert, aber bei einer höheren Temperatur als das Anhydrid» Das weniger lösliche Anhydrid führt zu einer solchen Übersättigung (durch Schwierigkeiten bei der Kristallisationskernbildung, geringe Kristallwachsturasrate oder beide Ursachen), daß es möglieh ist, die Verdampfer in einem Temperaturbereich sswischen den Sättigungskurven der zwei Phasen ohne Belagbildung in den Verdampferröhren zu betreiben. Sobald wie die Temper ratur des Wassers die CaSO1,-1/2 HpO - Sättigungskurve erreicht, tritt ein© spontane Belagbildung· auf.
Es war deshalb Aufgabe dieser Erfindung, einen Apparat und ein Verfahren zur Gewinnung von reinem Wasser aus mineralhaltigem Wasser zu entwickeln, in welchem die Belagbildung auf einfache Weise geregelt werden kann.
Unter diesem Gesichtspunkt liegt der vorliegenden Erfindung ein Verdampfungsapparat zugrunde zur Erzeugung von reinem Wasser aus mineralhaltigem Wasser mit Verdampfungskammern, mit einer mit den Verdampfungskammern assoziierten Leitung, die eine Anzahl von Wärmeaustauschern zur Erhitzung des
mineralhaltigen Wassers aufweist, bevor es in die Verdampfungskammern eintritt, mit einer Einlaßvorrichtung für den Eintritt von frischem mineralhaltigem Wasser in die leitung und mit einer Auslaßvorrichtung zum Ablassen des mineralhaltigen Wassers aus dem Apparat, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens ein Tank mit der Leitung assoziiert ist, um das mineralhaltige Wasser eine bestimmte Zeit(lang zurückzuhalten, wodurch in dem Tank die in dem Wasser gebildeten Mineralsalze ausfallen.
Die Erfindung beinhaltet außerdem ein Verfahren zur Herstellung von reinem Wasser aus kalziumsulfathaltigem Wasser, dadurch gekennzeichnet, daß das kalziumsulfathaltige Wasser zunächst auf einen Temperaturpunkt zwischen der CaSO.-Sättigungskurve und der CaSO.* 1/2 H2O - Sättigungskurve des kalziumsulfathaltigen Wassers erhitzt wird und dann eine bestimmte Zeit lang in einem Tank zurückgehalten wird, um die Ausfällung der in dem erhitzten Wasser gebildeten CaSO.-Kristalle zu ermöglichen.
Die Erfindung wird durch die folgende Beschreibung eines Ausführungsbeispieles mit Bezugnahme auf die beiliegenden Zeichnungen näher erläutert. Hierin ist:
Fig. 1 eine graphische Darstellung der berechneten Sättigungs kurven von Anhydrid- und Hemihydridkalziumsulfat
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in normalem Seewasser und zeigt die Stufen eines Verfahrens zur Behandlung von frischem Seewasser, welches nicht im Umlauf war.
Fig. 2 ist eine schematische Darstellung eines Apparates zur Behandlung von Seewasser entsprechend dem erfindungsgemäßen Verfahren.
Fig. 3 ist eine graphische Darstellung der berechneten Sättigungskurven von Anhydrid- und Hemihydrid-Ealziumsulfat, das in einer 1,52-fach stärkeren Konzentration als in normalem Seewasser vorliegt. Diese Figur zeigt die Verfahrensstufen zur Behandlung von Seewasser, welches bereits im Umlauf war.
Fig. 4 ist eine schematische Darstellung, die einen Apparat zur Durchführung des Verfahrens nach Fig. 3 zeigt.
Die Konzentration von Kalziumsulfat, wie sie in den Fig. und 3 gezeigt ist, und die später erwähnten Konzentrationen sind mittlere Effektivkonzentrationen, die entsprechend der folgenden Formel definiert sind:
0 —\ /C ++ . C
OaSO4 »V Oa SO'
10981S/1BS2
™ 6 -
1S42528
Darin ist CaSO. die mittlere Effektivkonzentration von Kalziumsulfat (Gew.# CaSO. in H2O), Ca++ ist die Konzentration von Kalziumionen in Wasser (Gew.# Ca in H0O)
und C30- ist die Konzentration von Sulfationen in Wasser 4
(Gew.# SO. in HpO).
Die exakten Kurven hängen von der totalen Salzwasserkonzentration al), aber sie behalten etwa ihre relative Lage zueinander über den gesamten Bereich der praktisch interessierenden Seewasser-Konzentrationsfaktoren. Wie bereits bemerkt, hat Kalziumsulfat zwei feste Phasen, eine stabile Anhydridphase (CaSO-) und die metastabile Hemihydridphase (CaSO.-1/2 H2O). Ih den Fig. 1 und 3 begrenzen die oberen Sättigungskurven die Hemihydridphase und die unteren Kurven die Anhydridphase, . Beide Sättigungskurven in Pig. 3 zeigen höhere Löslichkeiten infolge einer Vergrößerung der Löslichkeit von Elektrolyten durch die erweiterte Ionenanreicherung in der konzentrierten Lösung, welche 1,5-mal höher ist als bei normalem Beewasser, im Fall wie in Fig. 3 illustriert.
Obwohl das CaSO. in der Anhydridphase weniger gelöst ist als in der Hemihydridphase, tritt in der Anhydridlösung eine Übersättigung auf, so daß keine Besatzbildung bei Bedingungen unterhalb der oberen Kurven in beiden Fig. 1 und 3 auftritt. Deshalb kann der Prozeß der vorliegenden
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Erfindung bei Konzentrationen und Temperaturen unterhalb der oberen Hemihydridkurve und oberhalb der unteren Anhydridkurve durchgeführt werden.
Aus der Fig. 1 ersieht mani daß frisches Seewasser mit einer mittleren Effektivkonzentration von 0,23$ Kalziumsulfat CQ auf eine Temperatur erhitzt werden kann, welche gerade unterhalb der Sättigungslinie des Hemihydrates ist, z.B. auf dem Punkt b. Das Seewasser, welches vorher mi'fc Kalziumsulfat-Kristallkernen angereichert worden ist, wird dann eine genügende Zeit lang bei dieser Temperatur gehalten, z.B. 3250F (^1630C), um zu bewirken, daß die Kalziumsulfat-Kristallkerne zu größeren Kristallen anwachsen, welche sich dann von der Lösung absetzen. Die Kalziumsulfatkonzentration liegt dann im Punkt c in Fig. Das Wasser kann dann auf eine Temperatur e'rhitzt werden, welche gerade unter der Temperatur der Sättigungslinie der Hemihydratkurve liegt, z.B. im Punkt d.
Das Seewasser wird dann auf dieser Temperatur mit Anhydrid-Kristallkernen in der Lösung gehalten, während sich die Lösung dem thermischen Gleichgewicht mit den Kernen nähert, worauf zusätzliches Kalziumsulfat aus der Lösung ausfällt, um die Kalziumsulfatkonzentration in der Lösung weiterhin auf einen V/ert zu reduzieren, wie er im Punkt e in Fig. 1 gezeigt ist. Danach kann die
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Lösung weiter auf eine Temperatur von über 4OO°F (p-2O4°C) erhitzt werden, z.B. auf den Punkt f, ohne daß eine Bildung von Kalziumsulfatbelag an den Wärmeaustauschflächen des Erhitzungsbehälters auftritt. Eine zusätzliche Erhitzung des Seewassers über 4-0O0F («*2O4°C) ist möglich, da die entsprechenden Bndteile der Sättigungskurve für das Anhydrid und Hemihydrat-Kalziumsulfat im wesentlichen horizontal in Abstand zueinander verlaufen.
Der Apparat, mit welchem der vorher beschriebene Prozeß durchgeführt werden kann, ist schematisch in Fig. 2 gezeigt. Am linken Ende der Fig. 2 wird frisches Seewasser mit einer mittleren effektiven Kalziumsulfatkonzentration von etwa 0,23^ durch eine Pumpe 10 in das System und insbesondere in einen Seewasserverdampfer, wie es z.B. ein Entspannungsverdampfer ist, gepumpt. Das Seewasser wird dann durch eine Wärmeaustauschröhre 14 durch die Stufen 15 des Verdampfers geleitet, von welchem es in einen Tank oder Kessel 16 gelangt, wo annähernd ein Kristallkern-Gleichgewicht oder thermodynamisches Gleichgewicht erreicht ist. Während des Durchflusses des Wassers durch den Verdampfer 12 erreicht das V/asser die Temperatur, die dem "Punkt b in Fig. 1 entspricht, d.ho sie liegt gerade unter der Sättigungslinie von CaSO.·1/2 H?0.
Innerhalb des Tanks oder Kesseln 16, weicher vorzugsweise isoliert ist, wird das Wasser unter relativ passiven
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Bedingungen gehalten, während die Kalziumsulfatkonzentration von dem Anfangspegel 0Q auf den Pegel C in Fig. 1 fällt. Das resultierende Wasser fließt dann durch den Kessel 16 über eine Leitung 18 zu einer Vielzahl von in Serie geschalteten Wärmeaustauschröhren 21 in dem Verdampferteil 20, welches eine Serie von Entspannungsverdampferstufen 22 enthält, wodurch das Wasser weiter auf eine Temperatur erhitzt wird, die dem Punkt d in Pig. 1 entspricht. Der Verdampferteil 20 besteht vorzugsweise aus einer Serie von Hochtemperatur- und Hochdruckstufen, welche in Serie mit den Uiederdruckstufen des Verdampfers· 12 liegen. Das Wasser tritt dann in einen zweiten Tank 24· ein und wird zur weiteren Ausfällung von gelöstem Kalziumsulfat aus der Lösung unter relativ konstanten Bedingungen gehalten· Das Wasser fließt dann über einen Leiter 26 zu einem Hocherhitzer 28, um auf seine höchste Temperatur vor dem Eintritt der Verdampfung erhitzt zu werden.
Wenn das Wasser den Tank 24- verläßt, hat es eine Konzentration C . wie in Fig. 1 gezeigt. Das Wasser verläßt den Hocherhitzer 28 bei einer Temperatur, welche dem Punkt f in Fig. 1 entspricht, und wird über eine Leitung 30 in den Teil 20 geführt, der aus einer Serie von Entspannungsstufen 22 besteht, wobei in jeder folgenden Stafe ein Teil des Wassers bei einer niedrigeren Temperatur und
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einem niedrigeren Druck verdampft. Die resultierende Salzlösung 32 fließt zur partiellen Verdampfung über eine Leitung 34 zu den Niederdruckstufen 15 und wird schließlich aus dem System durch eine Pumpe 36 entfernt.
Wie in Fig. 2 gezeigt, wird das Destillat oder Kondensat in jeder Stufe des Entspannungsdampfers 12 und 20 ge-™ sammelt und wird über ein Leitungssystem, welches allgemein mit 38 bezeichnet ist, durch eine Pumpe 40 entfernt und weiter in einen nicht gezeigten Frisehwasserspeicher überführt.
Der vorher beschriebene Prozeß und der Apparat werden für Seewasser mit einem.einzigen Durchlaufzyklus benutzt; wobei der Rest nach dem Terdarapfungsprozeß in der letzten Stufe als Salzlösung entfernt und im allgemeinen seiner ) Quelle, z.B. dem Ozean, wieder zugeführt wird.
Wie in Fig. 2 gezeigt, ist jeder Tank 16 und 24 mit Bewegungsvorrichtungen oder einem Rührer 42 und 44 versehen. Der erste Tank 16 ist größer als der zweite Tank 24 und gestattet eine längere Aufenthaltszeit. Br ist mit dem Rührer 42 versehen, um eine Gleichgewichtebildung zu begünstigen und um einige der größeren Kristalle des Kalziumsulfates zu zerkleinern, welche sich an de«
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Boden des Tanks formieren und absetzen. Der zweite Tank 24 sollte nicht so kräftig gerührt werden, daß sich größere Kristalle an dem Boden des Tanks absetzen, wo sie entweder kontinuierlich oder in unterbrochener Folge entfernt werden können. Deshalb bleiben nur kleine Partikel oder Kristalle von Kalziumsulfat als Suspension in dem Wasser und gelangen in die nächste Stufenserie. Das Volumen des Gleichgewichtstanks 16 und 24 muß ausreichend sein für eine genügende Aufenthaltszeit, damit sich der gewünschte Wert von Kalziumsulfat absetzen kann. Da die Gleichgewichtsrate bei niederen Temperaturen geringer ist, ist der Tank 16 größer als der Tank 24.
Beide Tanks 16 und 24 sind mit Auslaßvorrichtungen 46 und 48 versehen, durch welche größere Kristalle von Kalziumsulfat entfernt werden. Geringe Werte von.kristallinem Schlamm werden jedoch durch die Röhren 50 und 52 entzogen und zu der Röhre 14 und 54 zurückgeführt, um das ankommend· Frischwasser 8 mit Kristallisationskernen zu versehen.
Ein Alternatiwerfahren zu dem vorher beschriebenen kann darin bestehen, daß ein Teil der Salzlösung mit einem bestimmten Wert von frischem Seewasser zurückgeführt wird. Wo die Salzlösung mit Seewasser zurückgeführt wird, ist die mittlere Effektivkonzentration von Kalziumsulfat
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gewöhnlich geringer als 0,2$, gekennzeichnet durch C_
" el
in Fig. 3.
Wie in Fig. 4 gezeigt, tritt frisches Seewasser durch eine Leitung 56 ü"ber eine Wasserdruckpumpe 58 in eine Leitung 60 auf seinem Weg zu einem vielstufigen Verdampfer ^ ' 62 ein, welcher eine Vielzahl von Druckminderungsstufen 64 aufweist, die separat durch vertikale Unterteilungen 64a in einer konventionellen Weise abgetrennt sind. Eine Salzlösungspumpe 68 pumpt angereicherte Salzlösung 70 von dem Verdampfer 62 zu einem Abfluß 72. Ein Teil der Salzlösung wird durch eine Leitung 74 zu der Leitung zurückgeführt, wo die Salzlösung und frisches Seewasser gemischt werden. Die Kalziumsulfatkonzentration (C ) des
el
gemischten V/assers, das in den Verdampfer 62 eintritt, kann deshalb so niedrig wie 0,18$ sein. >
Als ein Ergebnis der Rückführung der Salzlösung, welche eine relativ niedrige Kalziumsulfatkonzentrat!on aufweist, kann der gesamte Prozeß modifiziert werden, so daß nur ein Tank notwendig ist, wie in Fig. 4 gezeigt. Das einströmende Wasser kann anfangs auf eine höhere Temperatur, wie z.B. 3750F ^1910C), erhitzt werden, was dem Punkt d in Fig. 3 entspricht. Der Entspannungsdampfer 62 hat eine größere Zahl von Druckminderuncsstufen als der Verdampfer 12 (Fig. 2). Wenn das erhitzte Seewascer
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aus dem Verdampfer 62 herauskommt, wird es in einen Tank oder Kessel 76 geleitet, wo das Wasser relativ unbewegt auf dieser Temperatur in Kontakt mit Anhydrid-Kristallisationskernen gehalten wird, während sich die Lösung dem Gleichgewicht mit den Kristallkernen nähert, woraus sich die Reduzierung der Kalziurasulfatkonzentration auf einen Wert ergibt, der durch den Punkt e in Fig.3 charakterisiert ist.
Das Wasser wird dann in konventioneller Weise durch eine Leitung 78 und einen Hocherhitzer 80 und durch die aufeinanderfolgenden Druckminderungsstufen des Verdampfers 62 geleitet. Dem Verdampfer 62 wird frisch destilliertes Wasser entzogen und durch eine Pumpe 82 zur Speicherung geleitet.
Der Tank 76 ist mit einem Rührer 84- und einem Auslaß 86 versehen, von welchem ein Teil der kleineren Kristallpartikel durch eine Pumpe 89 über eine Leitung 88 zu der Seewasser-Einlaßleitung 60 an der Stelle 90 zurückgeführt wird.
Die Kalziumeulfatkonzentration am Zugang des Verdampfers 62 ist 0 . Das Wasser wird dann auf eine Temperatur t^ erhitzt und in den Tank 76 geleitet, wo die Kalziumsulfat konzentration von O0 auf C. fällt. Die Lösung wird dann
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^- :- - -H- OADORtGtNAl.
weiter auf eine Temperatur tf erhitzt und dann durch die Entspannungskammern des Verdampfers 62 geleitet.
Bs muß bemerkt werden, daß die Kalziumsulfatkonzentration der Salzlösung niedriger ist als die des normalen Seewassers · Dieser Effekt, kombiniert mit dem Übergang der Kalziumkonzentration von C auf C , macht es möglich, die
O &
W Mischung bis zu einer Temperatur td (3850I1O^o0C) ohne Belagbildung zu erhitzen. Dafür ist nur ein Ausgleichstank oder -kessel notwendig, und dieser kann relativ klein sein, infolge der geringeren Aufenthaltszeiten, die bei einer höheren Temperatur gefordert sind.
Obwohl die Verdampfer 16, 24»und 62 als Entspannungsverdampfer beschrieben wurden, können sie selbstverständlich auch andere Typen sein.
Weiterhin kann jedes Salz (ein anderes als Kalziumsulfat), welches eine umgekehrte Löslichkeitskurve, d.h. eine verminderte Löslichkeit mit höherer Temperatur, und einen Übersättigungsbereich aufweist, in einer ähnlichen Weisef. wie vorher beschrieben, behandelt werden.
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Claims (4)

-■15 - Patentansprüche:
1. Verdampfungsapparat zur Erzeugung vonieinem V/asser aus mineralhaltigem Wasser mit Verdampfungskammern, mit einer mit den Verdampfungskammern assoziierten Leitung, die eine Anzahl von Wärmeaustauschern zur Erhitzung des mineralhaltigeη Wassers aufweist, bevor es in die Verdampfungskammern eintritt, mit einer Einlaßvorrichtung für den Eintritt von frischem mineralhaltigem Wasser in die Leitung und mit einer Auslaßvorrichtung zum Ablassen des mineralhaltigen Wassers aus dem Apparat, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens ein Tank (16, 24, 76) mit der Leitung (18, 90) assoziiert ist, um das mineralhaltige Wasser eine bestimmte Zeit lang zurückzuhalten, wodurch in dem Tank (16, 24, 76) die in dem Wasser gebildeten Mineralsalze ausfallen.
2. Verdampfungsapparat nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in jeder der Verdampfungskammern (12, 20, 62) einer der Wärmeaustauscher (14, 21, 66) angeordnet ist.
- 16 109815/15 5 2 g^O
3. Verdampfungsapparat nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch ein erstes Rückführrohr (50, 52, 88), welches einen unteren Teil des Tanks bzw· mindestens eines der Tanks (16, 24, 76) mit der Einlaßvorrichtung (60) verbindet, um die Eristallkeitnbildung in" frischem raineralhaltigem Wasser zu ermöglichen.
"
4. Verdampfungsapparat nach Anspruch 1, 2 oder 3, gekennzeichnet durch ein zweites Umkehrrohr (74), welches die Au.sla3vorrich.tung (7?) mit der Einlaßvorrichtung (60) verbindet, um einen wiederholten Durchlauf eines Teiles des mineralhaltigen Hassers zu ermöglichen.
ο Verfahren zur Erzeugung von reinem Wasser aus Kalzium— sulfat-haltigem Wasser in einem Apparat nach einem der Ansprüche V bis 4» in welchem reines Wasser aus \ erhitztem Kalziumsulfat-haltigem Wasser herausdestilliert wird, dadurch gekennzeichnet, daß das Kalziumsulfat-haltige Wasser zunächst auf einen Temperatur— punkt zwischen der CaSO.-Sättigungskurve und der CaSO.·1/2 HpO-Sättigungskurve des Kalziumsulfat-haltigen V/assers erhitzt wird und dann eine bestimmte Zeit lang in einem Tank zurückgehalten wird, um die Ausfällung der in dem erhitzten Wasser gebildeten CaSO.-Kristalle zu ermöglichen.
- 17 -'" Vv 1098 15/1552 BAD ORIGINAL
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Kalziumsulfat-haltige Wasser vor seinem Eintritt in den Tank mit Kalziumsulfat-Kristallen versehen wird.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet,
daß die Kalziumsulfat-Kristalle aus dem Tank extrahiert werden und dem Kaiziumsulfat-haltigen Wasser zur Kristallkeimbildung zugeführt werden.
8. Verfahren nach Anspruch 5» 6 oder 7, bei welchem das Kalziumsulfat-haltige Wasser Seewasser ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Seewasser auf 3100F ^1540C) bis 35O0P £*176°C) erhitzt wird, bevor es in den Tank eintritt, und daß es weiter auf- 35O0P $w176°C) Ms 4000P («w2040G) erhitzt wird, bevor man es verdampfen läßt.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß ein Teil des Kalziumsulfat-haltigen Wassere nach Abdestillierung des reinen Wassers dem frischen Kalziumsulfat-haltigen Wasser zugesetzt wird.
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\h
L e e rs e ί t e
DE19671642528 1966-04-21 1967-03-16 Frischwassergewinnung aus mineralhaltigem Wasser Pending DE1642528A1 (de)

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