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DE1642330A1 - Mittel zur Beeinflussung des Pflanzenwachstums - Google Patents

Mittel zur Beeinflussung des Pflanzenwachstums

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Publication number
DE1642330A1
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Authority
DE
Germany
Prior art keywords
dormin
plants
seeds
plant
treated
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE19671642330
Other languages
English (en)
Inventor
Gabbott Peter Anthony
Barnsley Geoffrey Edwin
Wareing Philip Frank
Milborrow Barry Vaughan
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
SHELL INT RESEARCH
Shell Internationale Research Maatschappij BV
Original Assignee
SHELL INT RESEARCH
Shell Internationale Research Maatschappij BV
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by SHELL INT RESEARCH, Shell Internationale Research Maatschappij BV filed Critical SHELL INT RESEARCH
Publication of DE1642330A1 publication Critical patent/DE1642330A1/de
Pending legal-status Critical Current

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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01NPRESERVATION OF BODIES OF HUMANS OR ANIMALS OR PLANTS OR PARTS THEREOF; BIOCIDES, e.g. AS DISINFECTANTS, AS PESTICIDES OR AS HERBICIDES; PEST REPELLANTS OR ATTRACTANTS; PLANT GROWTH REGULATORS
    • A01N37/00Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators containing organic compounds containing a carbon atom having three bonds to hetero atoms with at the most two bonds to halogen, e.g. carboxylic acids
    • A01N37/42Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators containing organic compounds containing a carbon atom having three bonds to hetero atoms with at the most two bonds to halogen, e.g. carboxylic acids containing within the same carbon skeleton a carboxylic group or a thio analogue, or a derivative thereof, and a carbon atom having only two bonds to hetero atoms with at the most one bond to halogen, e.g. keto-carboxylic acids
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C05FERTILISERS; MANUFACTURE THEREOF
    • C05FORGANIC FERTILISERS NOT COVERED BY SUBCLASSES C05B, C05C, e.g. FERTILISERS FROM WASTE OR REFUSE
    • C05F11/00Other organic fertilisers
    • C05F11/10Fertilisers containing plant vitamins or hormones

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Description

betreffend
"Mittel zur Beeinflussung des Pflanzenwachstums".
Die Erfindung bezieht sich auf die Modifikation und Steuerung des Pflanzenwachstums.
Erfindungsgemäß wird ein Mittel bereitgestellt, mit Hilfe dessen man die Modifizierung bzw. Steuerung des Pflanzenwachstums erreichen kann; die Methode besteht in der Anwendung von 3-Methyl-5-(1-hydroxy-4-oxo-2,6,6-trimethyl-2-cyclohexen-1-yl)-2,4-pentadiencarbonsäure (im folgenden bezeichnet als "Dormin") oder einer dorminhaltigen Aufbereitung auf Pflanzen, noch nicht gekeimte Pflanzensamen oder vegetative Speicherungsorgane von Pflanzen. Eine Saatbeize für noch nicht gekeimten Samen mit einem Gehalt an Dormin ist ebenfalls Gegenstand der Erfindung.
Der Wirkstoff "Dormin", der aus Sykomoreblättern isoliert wurde, wurde identifiziert als ein Pflanzenhortnon mit der
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Bezeichnung "Abscisin II". Es wurde nun gefunden, daß durch äußere Anwendung von Dormin oder dorminhaltigen Aufbereitungen auf Pflanzen oder Samen vielerlei überraschende und wertvolle pflanzenzüchterisehe Effekte erreicht werden können·
Die physiologische Wirkung von Dormin bzw. eines dorrainhaltigen Mittels hängt u. a. ab von der Anwendungszeit, der Konzentration des Mittels, der Pflanzenart und der Stelle, an der das Mittel angewendet wird. Die physiologische Wirkung kann beispielsweise in einer Steuerung oder Modifikation des Wachstums von Blättern, Sproß oder Blüten bestehen, beispielsweise darin, daß duroh Anwendung von Dormin oder eines dorminhaltigen Mittels auf einen Pflanzensproß das Wachstum des Sprosses behindert wird. Andere Beispiele für physiologische Wirkungen sind: Verzögerung oder Unterbindung der Keimung von Samen; Verzögerung des Hoehschießens der vegetativen Pflanzenorgane; Stimulierung der Fruchtentwicklung durch Anwendung von Dormin bzw. eines dorminhaltigen Mittels auf Pflanzen, in denen die ψ Fruchtbildung bereits begonnen hat.
Gemäß einer Anwendungsweise der erfindungsgemäßen Mittel wird durch Aufbringen von Dormin bzw. eines dorminhaltigen Gemisches auf die Blätter einer Pflanze eine vorzeitige Alterung der Blätter hervorgerufen. Die beschleunigte Blattalterung kann sich auf einem oder auf zwei Wegen ausdrücken, nämlich durch ein vorzeitiges Vergilben oder eine Ohlorophyllverminderung
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oder durch vorzeitigen Blattabwurf (Defoliation). Manchmal wird die durch die Mittel bewirkte Blattalterung zu vorzeitig vergilbten Blättern führen, die, obgleich sie an dem Stamm haften bleiben, sich davon doch leichter entfernen lassen als normale, unbehandelte Blätter. Ein derartiger Pail stellt einen Effekt dar, der zwischen dem Vergilben der Blätter ohne Abfallen einerseits und Blattvergilbung unter Defoliation andererseits liegt. In wieder anderen lallen kann die Dorminbehandlung der Pflanzenblätter ein Abfallen bewirken,' bevor irgendeine Vergilbung eingetreten ist. Der letzterwähnte Effekt kann natürlich angesehen werden als ein anderer Aspekt der Blattalterung, wobei die Bildung einer toten Gewebeschicht das Abfallen der Blätter vom Stamm hervorgerufen hat, bevor der Prozess der Blattalterung überhaupt Zeit gehabt hat, sich auszuwirken. In beiden Fällen kann die beschleunigte Blattalterung begleitet sein von stärkerem Wachstum an anderen Stellen des Pflanzengewebes; sie kann auf diese Weise zur Erhöhung der Erträge ausgewertet werden.
Als Beispiel für die künstlich hervorgerufene Blattalterung sei die Behandlung von Rosenkohlpflanzen angeführt, wobei die beschleunigte Alterung der älteren Blätter zu einem stärkeren Wachstum der "Röschen" führt, und, obgleich an sich keine Entblätterung stattfindet, das Blatt sich leichter abtrennen läßt, so daß die Röschen leichter mit mechanischen Methoden gepflückt werden können. Eine andere Anwendung der Wirkung des Dormins auf die Blattalterung ist seine Verwendung als chemisches Entblätterungsmittel. Ein solches, auch "Defolians"
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genanntes Mittel ist eine Substanz, die bei Anwendung auf eine wachsende Pflanze, die normalerweise im Jahreszeitenzyklus oder bei entsprechendem Wachstumsstadium ihre Blätter abwirft, eine wesentliche Beschleunigung in der Entblätterung bewirkt. Die Anwesenheit von besonders starker Belaubung ist oft im Hinblick auf mechanische Erntemethoden unerwünscht und es ist anzunehmen, daß die Entfernung der Blätter zur Zeit der Ernte eine Nachblute und andere unerwünschte Effekte verhindern kann.
™ Ebenso bewirkt eine künstliche Entblätterung bei Baumwollpflanzen einen besseren Ausfall der Baumwollernte und einen geringeren Anteil an Blättern in der gepflückten Baumwolle, welche die Spindeln verstopfen und die Qualität der Fasern beeinträchtigen. Sowohl unreife wie reife Baumwollpflanzen können mit Hilfe von Dormin oder einem dorminhaltigen Mittel entblättert werden und es ist oft von Wichtigkeit, daß das Dormin bei Baumwolle seine entblätternde Wirkung noch voll entfaltet, wenn andere bekannte Entblätterungsmittel aufgrund
fe der Uragebungsbedingungen unwirksam werden. Außerdem wurde das Auftreten eines synergistischen Effektes zwischen Dormin und gewissen bekannten Entblätterungsmitteln, z. B. Tributylphosphortrithioit, festgestellt.
Wie oben gezeigt, läßt eich durch Anwendung von Dormin oder eines dorminhaltigen Mittels auf den Sproß ein übermäßiges Sproßwachstum verhindern. Die Wirkung kann auf zweierlei Art ausgenutzt werden. Erstens kann Dormin dazu benutzt werden, das Sproßwachstum von unerwünschten Pflanzen (Unkraut) zu
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verhindern, wenn es im wesentlichen als nach dem Auflaufen der Pflanze wirksames Herbizid verwendet wird. Zweitens kann Dormin angewana-. erden, um das Wachstum von wirtschaftlich wünschenswerten Pflanzen auf wünschenswertem Umfang zu halten. So kann man damit "beispielsweise das Wachstum von Gras, Hecken, Obst- und Waldbäumen und die Bildung von Ablegern "bei Erdbeeren steuern. Die Pflanze antwortet auf die verstärkte Reduktion des Sproßwachstums mit einer umso größeren Bildung von Pflanzengeweben anderer Art und auf diese Weise kann Dormin verwendet werden, ur ie Ausbeute an wirtschaftlich wichtigen Pflanzengeweben oder -organen zu erhöhen. So kann beispielsweise bei Kartoffeln die Anwendung von Dormin bzw. dorminhaltigen Mitteln auf das Kartoffelkraut dessen Waohstum unterbinden und eine frühere Hatialterung veranlassen, war au eine? Vergrößerung der Ernte an Knollen führt und ein früheres Einbringen der Ernte ermöglicht.
Wie ebenfalls bereits erwähnt, kann Dormin bzw. ein dorminhaltiges Mittel verwendet werden, um verschiedene Aspekte der Blütenentwicklung und des Blühens bei Pflanzen zu steuern oder zu modifizieren. So kann Blütenbildung bei blühenden Kurztagspflanzen angeregt werden (gleichzeitig mit der verwandten Wirkung einer Erhöhung der Knospenanzahl je Pflanze) durch Anwendung von Dormin bzw. einem dorminhaltigen Mittel auf derartige Kurztagsblüher vor Bildung der Blütenknospen. Wird dagegen das Dormin bzw, das dorminhaltige Mittel auf Blüten-
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pflanzen nach 'Ausbildung der Knospen, jedoch bevor diese sich geöffnet haben, aufgebracht, so kann man das Aufspringen der Knospen verzögern. Dieser Effekt kann von Wichtigkeit sein, wenn es sich darum handelt, die Gefahren für die Blüte bei späten Prühlingsfrösten zu verringern und ist besonders wertvoll im Obstbau, d. h· bei Anwendung auf Apfel-, Kirsch- und Pflaumenbäume. Bringt man Dormin, bzw. ein dorminhaltiges Mittel auf eine blühende Pflanze nach dem Öffnen der Knospen, jedooh ehe die Blüten abgefallen sind, auf, so kann das Abwerfen der Blüten gefördert werden, d. h· mindestens ein Teil der Blüten fällt früher ab. Dieser Effekt kann ausgenützt werden zur Entfernung später Blüten bei Obstbäume^ womit sich eine bessere Fruchtbildung erzielen läßt.
Die Beeinflussung des Keimens von Samen mit Hilfe der erfindungsgemäßen Mittel kann verschiedenen Zwicken dienen, je nach der Natur der Pflanze und der Art der Anwendung, Wurde Dormin bzw. ein dorminhaltiges Mittel beispielsweise auf Samen vor dem Aussäen angewandt, so zeigte sich, daß die Keimung eine Zeitlang verzögert werden konnte, wobei sich die Dauer der Verzögerung nach der Menge des Mittels richtete* Dieser Effekt hat für den landwirt verschiedene Vorteile, u. a#: a) Die selektive Verzögerung der Keimung von Getreidesaat ermöglicht es, vor dem Auflaufen wirksame Herbizide zu verabreichen, die dann insofern eine selektive Wirkung entwickeln, als sie das aufgehende Unkraut bereits abtöten, ehe sich überhaupt Keime bzw. Jungpflanzen aus dem Getreide-
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samen entwickeln. Selbstverständlich müssen in diesem Fall die Herbizide, wenn sie eine Selektivwirkung ausüben sollen, von kurzer Wirkungsdauer sein, d. h. sie müssen rasch inaktiviert oder vom Boden stark absorbiert bzw. daraus rasch ausgelaugt werden.
b) Eine andere vorteilhafte MÖglioHeit ist die Verwendung der erfindungsgemäßen Mittel zur Vorbehandlung von Samen der gewünschten G-etreideart, wodurch in gewissen Fällen die Keimung nach der Aussaat solange verzögert werden kann, bis optimale Umgebungsbedingungen, z. B. richtige Bodentemperatur und Feuchtigkeit, vorhanden sind.
Eine besonders wichtige Anwendungsart, die mit der oben unter (b) aufgeführten Wirkung zusammenhängt, besteht in der Verhinderung einer vorzeitigen Keimung in Landstrichen mit halbtrockenem Klima, wo die Aussaat kurz vor einer zu erwartenden Regenperiode erfolgt. Für diese Zonen ist ein erratisches (launisches) Klima charakteristisch und nach dem Säen tritt oft ein Regenfall ein, der zwar die Keimung und das Aufgehen der Saat bewirkt, jedoch nicht dazu ausreicht, die darauffolgende Entwicklung der Jungpflanzen aufrechtzuerhalten. In derartigen ■Situationen hat das mit Dormin behandelte Saatgut eine bessere Überlebensaussicht, da es von einem zu wenig ausgiebigen Regen noch nicht zum Keimen gebracht wird.
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Auf .Saatgut lassen sich die dorminhaltigen Mittel vor dem Aussäen in Form einer Saatbeize anwenden, die zweckmäßigerweise noch ein oder mehrere Herbizide und/oder Fungizide enthält. Die Saatbeize kann bis zu 2o Gew.-^ Dormin enthalten, vorzugsweise auf der Basis von Ohinaton. Die angewendete Menge beträgt ungefähr o,5 % des Saatgutgewichtes und es können die üblichen Saatbeizen mit einem Zusatz an Dormin benutzt werden, mit denen der Getreidesamen überzogen wird, obgleich auch ein sich ablösendes Mittel mit einem Gehalt an Dormin gelegentlich gewisse Torteile bieten kann.
Wenn mit Hilfe von Dormin eine vorzeitige Keimung verhindert werden soll tmd dieses als Pflanzengift vor dem Auflaufen wirken soll, können die erfindungsgemäßen Mittel auch in den Boden eingebracht werden, der die Saat bereits enthält. Manches Saatgut (z. B. Getreide und Baumwolle) ist weniger ansprechbar für diese herbizide Wirkung des Domains und infolgedessen kann die Verbindung (normalerweise in Form einer entsprechenden Aufbereitung) angewandt werden als selektives, vor dem Auflaufen wirksames Herbizid. Eine besonders wertvolle Eigenschaft des Dormins bei dieser Verwendungsart ist die Schnelligkeit, mit der es nach dem Aufbringen abgebaut wird, d. h. seine sehr geringe Beständigkeit, so daß sich hierdurch Probleme vermeiden lassen, wie sie verursacht werden durch beständige Rückstände, wobei man außerdem vom Zwang zum Fruchtwechsel frei wird, was bei der Verwendung von Dauerherbiziden nicht immer möglich ist. Bei Anwendung als vor dem Auflaufen zu gebendes Herbizid kann das Dormin in
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_ 9 —
Verbindung mit anderen Herbiziden verwendet werdens die entweder getrennt - falls man durch die oben beschriebene Eeimungsverzögerung eine bessere Selektivität erreichen will - oder gemeinsam mit dem Dormin Verwendung finden, wenn man Wert auf einen synergistischen Effekt legt.
Es wurde bereits oben darauf hingewiesen, daß Dormin bzw. ein dorminhaltiges Gemisch auf Pflanzen aufgebracht werden kann, in welchen die Fruchtbildung begonnen hatj die Entwicklung der Früchte wird hierdurch gefördert, d. h. diese werden früher reif, und man kann auf diese Weise auch die Zeit des Abfallens der Früchte steuern bzw. beschleunigen. Dieser Effekt ist besonders ausgesprochen bei Baumwolle und Oliven und eine sehr wichtige Konsequenz für den Anbau von Oliven besteht darin, daß man mit geringerem Arbeitsaufwand, wesentlich weniger Schütteln und infolgedessen auch mit geringerer Schädigung der Bäume und des Ertrages die Früchte von den Bäumen lösen kann. Andere Pflanzenprodukte, bei welchen das Reifen beschleunigt werden und/oder das Ablösön der Frtiohte gesteuert bzw. beschleunigt werden kann, sind beispielsweise Weintrauben, Zitrusfrüohte und Ananas, Die geringe Warmblütlertoxizität des Domains und seine kurze Haltbarkeit in Früchten ist von besonderer Wichtigkeit. Die Einwirkung auf die Früchte hinsichtlich ihres Reifens und Ablösens kann dadurch erreioht werden, daS man Dormin oder ein dorminhaltigee ©smieoh direkt oder indirekt auf die Pflanze aufbringt, wenn ier Blütezyklus at)g08Chloseen ist und die Fruchtbildung begonnen hat*
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- 1o -
Je nach Wahl kann Dormin entweder allein oder in Form eines dorminhaltigen Mittels verwendet werden. Derartige Gemische "bestehen aus Dormin, einem Träger und/oder einem oberflächenaktiven Mittel· Als Träger kann ein Peststoff oder eine flüssigkeit dienen und der Träger kann synthetischen oder natürlichen Ursprungs sein. Feste Träger sind "beispielsweise Ton, Silikate, synthetische hydratisierte Siliciumoxide, Harze, Wachse, synthetische Polymerisate oder elementare Substanzen. Beispiele für flüssige Träger sind Wasser, Alkohole, Ketone, aromatische Kohlenwasserstoffe, chlorierte Kohlenwasserstoffe, geeignete Petroleumfraktionen und Dimethylsulfoxyd. Oberflächenaktive Mittel, Stabilisatoren,.Düngemittel und/oder gewisse biologisch aktive Stoffe können in die Gemische eingearbeitet werden. Die Mittel können als benetzbare Pulver, als Staub, als Granulate, als Konzentrate, als lösungen, als enmlgierbare Konzentrate oder als übliche Emulsionen in den Handel gebracht und verwendet werden.
Die folgenden Beispiele dienen des näheren Erläuterung der Erfindungϊ
Beispiel 1s Herstellung eines "benetzbaren Pulvers
Man mischt folgende Bestandteile gstseammen: 25 ßew.«$ Dormin, 3 GeWe-# Earaöl 73I9 2 Gew.-# Empieol Ί& nn& [ # Tamol 731 ist om, anieraisohes, oberflilelienaktlves Mittel s.sf
» Smplccl £3 lat !Te^ri
Ton GTY ist ein gepulvertes Aluminiumsilikathydrat, ein Eaolinit-Chinaton. Me Bestandteile werden mit Hilfe einer Hammermühle vermischt, anschließend in der Strahlmühle vermählen, und zum Schluß zu einem benetzbaren Pulver von geringer Teilchengröße
vermischt.
Beispiel 2: Herstellung eines benetzbaren Pulvers
Es wird ein Gemisch bereitet aus folgenden Bestandteilen: 5o Gew,-# Dormin, 3 Gew.-^ ÜDamol 731» 2 Gew.-# Empicol IZ, 22,5 Gew.-$ KLorisil und 22,5 Gew.-# Siliciumdioxylol Nr. 3. Elorisil ist ein Attapulgit spanischer Herkunft und Silieiumdioxylol Nr. 3 ist ein hochabsorptionsfähiges synthetisches Silikat. Die Bestandteile werden nach dem Termisehen auf der Hammermühle und anschließen«! auf der Strahlmühle zerkleinert und ergeben zum Schluß ein benetzbares Pulver von kleiner Teilchengröße.
Beispiel 3s Herstellung einer Lösung
Es wird ein Gemisch bereitet aus: 1o &ew.-% Dormin, 5 Gew.-?6 Tensiofix AS, 5 Gew.-^ Tensiofix D 12o und gleichen Teilen N-Methylpyrrolidon und Methylcyclohexanon (Rest auf 1oo YoI.-#). Tensiofix AS ist ein Gemisch aus zwei nicht-ionischen Polyäthylenkondensaten und einem anionischen Alkylsulf onat; Tensiofix D 12o ist ein Kondensat von ithylenoxyd mit Rizinusöl und dient als nicht-ionisches, oberflächenaktives Mittel· Naoh dem Vermischen der festen Bestandteile werden diese in dem
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_12_ 1B4233Q
lösungsmittelgemisch bei höchstens 4o° O aufgelöst und die Lösung, falls notwendig, filtriert.
Beispiel 4! Messung der die Sprossung verhindernden Wirkung
Der Wirkungsgrad der erfindungsgemäßen Mittel wurde durch folgenden Versuch bestimmt: Dormin wurde eingebracht in Aceton mit einem Gehalt von 1,25 # Triton X-155 und das Gemisch nach Verdünnen mit dem gleichen Volumen Wasser mit Hilfe eines P logarithmischen Sprühapparates aufgebracht. Die behandelten Pflanzenarten gehen- aus Tabelle I hervor. Die Dosierung bewegte sich zwischen 11,ο und o,3 kg/ha.
Die Versuchspflanzen waren in "John Innes"-Topferde in Töpfen gezogen worden, Zur Zeit des Besprühens waren die Getreidearten 7,5 bis 1o,o cm hoch und die breitblättrigen Arten hatten zwei entwickelte Laubblätter. Hach dem Besprühen wurden die Pflanzen 12 Tage bei 2o bis 25° C im Gewächshaus gehalten, worauf * dann die Phytotoxizität auf einer 0- bis 9-Skala gemessen wurde, wobei 0 keine phytotoxische Wirkung und 9 eine mehr als 9o Phytotoxizität anzeigt. Diese Zahlen wurden in Prozentzahlen umgewandelt und als echte Prozentzahlen gegen den Logarithmus der Dosierung aufgetragen. Die Dosierungen, die zu einer 1o-, 5o- bzw. 9o #igen Wachstumsheimnung führen, sind in Tabelle I • angeführt«
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φ Q £ O) -P ,3 ο ω
Q) +5 •Η χα
U jO Ο·Η
ο3 cn
ttO«: Φ
Il 1^ Φ
I Kl
-PO ί4
I O
0 %
S 5
•Η -
O)-H
m to
Fetthenne - Chenopodium album ! C- ω
Λ
Fuchsschwanz - Amaranthus
retroflexus
* Wegerich - Plantago lanoeolata ω
A
Oichorie - Oichorium endivia ω
A
Karotten-Daucus oarota ω
A
Zuckerrüben - Beta vulgaris Ä
Flachs - Linum usitatissiaum I
Kohl - Brassica oleraoea O
ς—
O
** OO
m /^
Baumwolle - Gossypium barbadense <M
VO
ω
: Quecke - Agropyron repens τ—
Λ
Fingergras - Bigitaria
sanguinalis
O τ-
V0 α
Hühnerhirse - Echinocloa
crus-galli
O "Φ T-
(M* A
Huflattich - Dactylis glomerata 1
Reigras - Lolium perenne σ«
•ν
Λ
Reis - Oryza sativa '
Hafer - Avena sativa ο τ—
Gerste - Hordeum vulgäre 0,4|
Weizen -.Triticum vulgäre OO
*
Τ
τ—
τ—
Mais - Zea mays ο*
τ-*
τ-
Wachstumshemmung in fo 1 ITV ΟΛ
1b42330
Beispiel 5 .
Erdbeerpflanzen (Varietät "Cambridge Favourite") in Topfen wurden längere Zeit in einem geheizten Gewächshaus gehalten, und zwar unter Bedingungen, bei denen sie Ableger bildeten. Dann wurden von 2o Pflanzen die Ableger entfernt und Io davon 2 Wochen lang Jeden zweiten Tag mit einer Dorminlösung (Konzentration 5 ppm) beßprüht. Me anderen 1o Pflanzen wurden mit Wasser besprüht. Me Anzahl an Ableger, die sioh an den beiden Pflanzengruppen naoh 2-wÖchiger Behandlung gebildet hatten, betrug bei denjenigen, die mit Dormin besprüht worden waren, 5, bei denjenigen, die mit Wasser besprüht worden waren, 15.
Beispiel 6: Wirkung von Dormin auf die Knollenbildung
Die ersten Versuche wurden durchgeführt mit einer i"orm von Solanum andigena (Ursprung unbekannt), einer Pflanze, die ein ausgesprochenes photoperiodisches Ansprechen zeigt· Die jungen Pflanzen dieses Klons bilden nur unter Eurztagsbedingungen Knollen, jedoch die älteren Pflanzen neigen zur Ausbildung einer geringen Anzahl von Knollen unter langtagsbedingungen, insbesondere, wenn sie im Topf bei kühlen Temperaturen gehalten werden. Die Versuchspflanzen, die aus Stecklingen gezogen worden waren, waren ungefähr 25 cm hoch und wuchsen unter 18-stündigen Bestrahlungsperioden (Photo periods) in einem geheizten Treibhaus bei etwa 2o° 0« Die Pflanzen wurden in zwei gleiche Gruppen geteilt und die Blätter und Sprößlinge der einen Gruppe wurden täglioh. mit einer Lösung von Dormin (Eaazentration 2o ppm) besprüht, während die andere Gruppe nur mit einer o,1 #Lgen
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Nonidet-Iiösung "besprüht wurde· Die Behandlung wurde 5 Wochen aufrechterhalten, worauf die Pflanzen noch 2 Wochen im Treibhaus gehalten wurden. Mach dieser Zeit wurde die Anzahl von Pflanzen, die Knollen gebildet hatten, ausgezählt· Der Yersueh wurde wiederholt mit dem gleichen Klon von Solanum an&igena "bei zwei v/eiteren Gelegenheiten.
Die Resultate dieser Yersuche sind in Tabelle II zusammengestellt. Es ist ersichtlich, daß das Besprühen mit Dormin die Enollenbildung bei allen Yersuchen förderte» In sämtlichen Versuchen wurde das Wachstum der Schößlinge durch Dormin stark zurückgedrängt.
Die Wirkung von Dormin auf die Enollenbildung wurde außerdem noch erprobt mit 2 Kulturen der Kartoffelsorten "Ulster Premier" und "Ulster Prince", die selbst unter ungünstigen Bedingungen Knollen bilden. Die Pflanzen wurden aus Knollenstücken in Topfen gezogen und unter 18-stündigen Photoperioden im Treibhaus gehalten· Die Behandlung mit Dormin wurde begonnen, als die Pflanzen 3 Wochen nach dem Einpflanzen eine Höhe von 25 cm erreicht hatten. Die Pflanzen wurden 3 Wochen lang mit einer Dorminaufbereitung von 2ö ppm besprüht. Die Knollen an den behandelten und an den Kontrollpflanzen wurden nach weiteren
2 Wochen geeFHtet und gewogen. Sämtliche Pflanzen hatten Knollen produziert, jedoch war das Gesamtgewicht an Knollen bei den mit Dormin behandelten Pflanzen größer als an den Kontrollpflanzen (siehe Tabelle II b). Es ist möglich, daß dieser Effekt des Dormins das Resultat eines zurückgedrängten Schößlingswaohstums
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war, da alle behandelten Pflanzen eine Wachstumshemmung zeigten und die Blätter von "Ulster Prince" ausgesprochene Alterungserscheinungen aufwiesenβ
Tabelle II
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label 1 e II
ο co to
Wirkung des Dormins auf die Enollenbildung
a) Solanum andigena (1o Pflanzen je Behandlung)
Yers. Sr. Behandelt mit Dormin Ohne Knollen Yergleichspflanzen ohne Knollen
1 Anzahl der Pflanzen 3 Anzahl der Pflanzen 6
2 nit Knollen VXl mit Knollen 8
3 7 2 4 8
insgesamt 5 1o 2 22
8 2
2o 8
b) Kulturrassen: MUlster Premier" und "Ulster Prince"
Yarietät Mittleres Knollengewicht in g Kontrollversuch
Ulster Prince
Ulster Premier
behandelt mit Dormin 21,o
26,6
26,8
33,4
Beispiel 7J Verzögernde Wirkung von Dormin auf das Austreiben von Knollen
Aus Eartoffelknollen (Yarietät "Majestic"), die 2 Monate gelagert worden waren, wurden zydlinrische "Stücke von o,8 cm Durchmesser und o,5 cm Dicke ausgeschnitten, die jeweils ein Auge enthielten. Die Stücke wurden auf nasses Filterpapier in Petrischalen eingesetzt und auf die Augen der einen Serie wurden täglich 2o /al einer Dorminlösung (Konzentration 5o ppm) aufgebracht, während die andere Serie lediglich mit Wasser behandelt wurde. Uaeh 21 lagen wurde das Prisehgewicht der "bei den beiden Serien gebildeten Triebe bestimmt. Es ergab sich ein Durchschnittsgewicht von o,18 mg bei den behandelten Versuchsstücken und von 2,43 mg bei den mit Wasser behandelten Vergleichsstüoken. Das Wachstum der Triebe war demnach durch die Behandlung mit Dormin merklich zurückgedrängt.
Ein entsprechender Versuch wurde mit Stücken durchgeführt, die von nicht ruhenden Knollen entnommen waren, welche vorher in einem kalten Raum bei 2 bis 4° O gelagert worden waren. Die eine Serie der Versuchsstücke wurde mit Dormin von 5o ppm, die andere mit destilliertem Wasser behandelt. Sach 5 Tagen hatten sämtliche Stücke ausgetrieben, jedoch durch die Behandlung mit Dormin war das'Waohstum der einen Gruppe stark verzögert worden» Das mittlere Frischgewicht der SrIeLe nach 3-wcchentlicher Behandlung betrug für die mit r^i'sln bsaatidelten Stüoke 8,4 tag» für die Vergleiohestücke 52fT sg,
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Die Wirkungen von Dormin auf das Ausschlagen der Augen und das Wachstum der Schößlinge bei ganzen Knollen wurde ebenfalls untersucht. Nicht ruhende Knollen der Sorte "King Edward" wurden zweimal an aufeinanderfolgenden Tagen in eine Dorrainlösung (Konzentration 5 bzw, 25 ppm) bzw. (die Kontrollstiicke) in destilliertes Wasser eingetaucht. Die Knollen wurden dann in entsprechenden Gefäßen 14- Tage bei Raumtemperatur (2o° C) gelagert. Kach dieser Zeit hatten alle Tergleichsknollen aktiv sprießende Triebe gebildet, während die Augen bei den mit Dormin behandelten Knollen sämtliche völlig ruhen geblieben waren.
Beispiel 8: Beschleunigung des Blätterabwurfes bei reifer Baumwolle
Baumwollpflanzen (Varietät "Black Sudan") wurden im Gewächshaus in Töpfen gezogen und in dem Stadium, in welchem sie geschlossene grüne Samenkapseln trugen, mit wässrigen Suspensionen von Dormin bzw· Tributylphosphortrithioit behandelt, indem ihre Blätter in die Lösungen eingetaucht wurden. Im darauffolgenden Monat wurde der Blattabwurf bei diesen Pflanzen und den Kontrollpflanzen aufgezeichnet. Sämtliche Pflanzen wurden noch 3 Wochen nach der Behandlung täglich gegossen, jedoch wurde dann bis zum Sude des Versuches kein Wasser mehr zugefügt.
Die Resultate gehen aus Tabelle III hervor:
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ibÄ233Ü
-·2ο -
Im gleichen Versuch wurde festgestellt, daß "bei einem vergleichbaren Umfang des Blattäbwurfes, z. B. bei Behandlung mit Dormin "von 1oo ppm und Tributylphosphortrithioit von 1ooo ppm nach 28 lagen die Dorminbehandlung dazugeführt hatte, daß sich ein größerer Anteil der Samenkapseln öffnete; durch die Behandlung wird demnach das Reifen der Baumwollfrüchte beschleunigt.
T a b e 1 1 e III
Beschleunigung des Blattabwurfes bei reifer Baumwolle
Behandlung (samtIiehe Konzentration Entblätterung in $> 8 11 21 23 28
Blätter eingetaucht) in ppm Anzahl Tage nach Be
handlung
59
1o
1
63
H
15
65
2o
29
79
39
43
97
63
59
5 O O 19 28 64
Dormin I000
I00
1o
21
1
1
O O 3 6 12
Tributylphosphortri-
thioit
I000 O
Reines lösungsmittel
(Aceton/Wasser
1 : 1 YoI.)
O O
Beispiel 9-: Synergistische Wirkung von Dormin bei der Beschleunigung des Blattabwurfs bei Baumwolle
Baumwollpflanzen (Varietät ttBlack Sudan") wurden im Gewächshaus in Töpfen gezogen, bis sich die ersten vier laubblätter entwickelt hatten. Dann wurden die zuerst gebildeten
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Keimblätter in eine wässrige Suspension von Dormin (Konzentration 132 ppm) bzw. von Tributylphosphortrithioit (Konzentration 9oo ppm), eingetaucht. 6 und 11 Tage nach der Behandlung wurde c?.---7 Abwurf der Keimblätter notiert und verglichen mit demjenigen bei unbehandelten Vergleiehspflanzen. Die Resultate gehen aus Tabelle IY hervor und zeigen, daß ab sechstem Tag eine sehr starke positive Zusaramenwirkung zwischen Dormin und Tributylphosphortrithioit eintrat. Der Blattabwurf bei der kombinierten Dormin- und Tributylphosphortrithioit-Behandlung überstieg weitgehend die Summe der Einzelwirkungen dieser beiden Verbindungen.
T abe lie IY
Behandlung Keimblattabwurf in # Tag 11
Kontrollversuch
Dormin 5 x 1o""^
M (132 ppm)
Tributylphoephor-
trithioit
3 χ Ιο"12 Μ
(9oo ppm)
Dormin + Tributyl
phosphortrithioit
Tag 6 47
92
87
98
O
2
12
91
Beispiel 1o: Wirkung von Dormin auf die Verzögerung des Aufspringens von Knospen
34 Schößlinge von Prunus subhirtella autumnalis wurden im
von
Dezember/im Preien waohsenden Bäumen gesammelt und im warmen
lbA233U
Gewächshaus ins Wasser gestellt. Die Hälfte der Schößlinge wurden täglich mit einer Dorminlösung (25 ppm)» die andere Hälfte mit Wasser besprüht· Nach einer Woche wurde der prozentuale Anteil an Blütenknospen, die noch ruhend geblieben waren, bestimmt. Es ergab sich ein Prozentsatz von 72,5 $> bei den mit Dormin behandelten Schößlingen und von 32,5 fi bei den mit Wasser behandelten.
Beispiel 11: Einwirkung von Dormin auf die Blütenbildung
Die Einwirkungen von Dormin zur Anregung der Blütenbildung in gewissen Kurζtagpflanzen wurde demonstriert an Keimlingen von Pharbitis nil, die normalerweise Kurztage zum Blühen benötigen. Die Samen wurden zunächst in Becken aus Vermiculit unter dauernder Belichtung bei 2o° gekeimt. Wenn die Pflänzchen 1 bis 2 laubblätter entwickelt hatten und ungefähr 1o cm hoch waren, wurden sie herausgenommen und die Wurzeln frei von Vermiculit gewaschen. Die jungen Pflanzen wurden dann einzeln mit den Wurzeln in Versuchsgläser eingetaucht, die eine Dorminlösung (4 ppm) oder - bei den Kontrollpflanzen - reines Wasser ent« hielten} sie blieben 7 Tage in diesen Gefäßen. Dann wurden die Versuchspflanzen in Töpfe mit Erde eingepflanzt und in einem geheizten Gewächshaus unter 18-stündigen Photoperioden gehalten. Die Resultate gehen aus Tabelle V hervor.
164233U
Tabelle V
•Behandelt mit Dormin blühend Kontrollpflanzen blühend
Versuch. 1
Versuch 2
Versuch 3
Insgesamt
vegetativ 7
18
1o
35
vegetativ O
4
O
4
5
7
2
14
12
11
25
48
Ähnliche Resultate wurden erreicht mit Ohenopodium rubrum, schwarzen Johannisbeeren (Ribes nigrum) und Erdbeeren.
Beispiel 12: Einwirkung von Dormin auf den Abwurf der Blüten
Die in Beispiel 1o verwendeten Schößlinge von Prunus subhirtella autumnalis wurden auch zu Beobachtungen der Wirkung von Dormin auf den Abwurf von Blüten verwendet« Es wurde gefunden, daß 72,2 96 der aufgegangenen Blüten nach Besprühen mit Dormin innerhalb von 7 Tagen abfielen, während von den mit Wasser besprühten Blüten nach 7 Tagen erst 47,5 $ abgefallen waren.
Beispiel 13: Einwirkung von Dormin auf das Vergilben der Blätter
Die Wirkungen von Dormin auf das Vergilben der Blätter wurde an einer Anzahl von Spezies erprobt, wobei jeweils Blattausschnitte von 1 cm Durchmesser benützt wurden, die den Blättern von im Ireien wachsenden Pflanzen entnommen waren. Die Bla;btscheiben wurden auf Filterpapier aufgelegt, das mit einer Dormin-
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) b Ä 2 3 3 Q
lösung (Konzentration 5, 1o und 1oo ppm) bzw. nur mit Wasser getränkt war. Die Blattausschnitte wurden bei 2o° C 1o Tage im Licht gehalten und dann mit 8o folgern Methanol extrahiert, worauf ihr Chlorophyllgehalt spektrometrisch bestimmt wurde. Wie aus den in Tabelle YI zusammengestellten Resultaten hervorgeht, hat Dormin eine deutliche Beschleunigungswirkung auf die Reduktion von Chlorophyll.
Tabelle- YI
Pflanzenart Chlorophyllgehalt (mg/ml χ 1o ) je
Blattscheibe
1o ppm Dormin Kontrollversuch
Behandlung mit 15,4 2o ppm 25,2
5 ppm 7,4 15,o 13,8
Betula pubescens 13,4 4,3 5,4 14,8
Ampelopsis veit-
chii
14,2 17,8 4,1 27,7
Prunus avium 4,8 4,2 13,3 11,7
Prunus domestica 15,o 17,2 3,5 23,7
Pteridium aquili-
num
4,9 24,3 2o,9 36,2
Fraxinus excelsior 18,2 25,4 25,2 39,3
Populus alba 31,2 23,7
Ribes nigrum 3o,8
Es wurde ferner beobachtet, daß beim Besprühen der unteren Blätter von Rosenkohlpflanzen, die in Topfen im Treibhaus gezogen worden waren, mit Dormin (1oo ppm) die Blätter nach 3 Tagen deutlich vergilbt waren. Ebenso bewirkte das Besprühen τοη Eartoffelschößlingen mit Dormin (5o ppm) ein Aufhören des Wachstums und ein rapides Altern dsr Blätter,
109823/2092
1b4233ü
Beispiel Hi Herbizidwirkung
Die erfindungsgemäßen Verbindungen erwiesen sich wirksam als vor dem Auflaufen anzuwendende Herbizide. Ihr Aktivitätsgrad wurde durch die in Tabelle YII zusammengestellten'Versuche bestimmt. Die verwendeten Pflanzenarten gehen aus der Tabelle hervor und die Verbindungen wurden in Aceton mit einem Gehalt von 1,25 $> Triton X-155 angesetzt; sie wurden angewandt in einem Volumenverhältnis Aceton : Wasser von 1 : 1 mit Hilfe eines logarithmischen Sprühapparates. Die Dosierungsbereiche lagen zwischen 11,0 und o,3 kg/ha.
Tabelle VII
109823/2092
:cö -P •Η N τ
O -P O
U φ P! ■Η Φ
LfN
cd
•Η ■S
•Η
U Ο)
Fetthenne - Ohenopodium album I
> ·*
ω
/\
co
^
Fuchsschwanz - Amaranthus
retroflexus
I in KN
Wegerich - Plantago lanceolata cn
O
O tn
Oichorie - Oichorium endivia 0,8 OO
/\
Karotten - Daucus carota in
OO
00
Λ
Zuokerrüben - Beta vulgaris J CO
\
Flachs - Linum usitatissimum O Vk
tn
O
τ—
λ
Kohl - Brassica oleracea O
CvI
Baumwolle - Gossypium barbadense O
Quecke - Agropyron repens I in
OO
Fingergras - Digitaria sanguinalis O CTv

CVJ
-^-
Vt
VO
Hühnerhirse - Echinocloa crus-galli I VO O
\
Huflattich - Dactylis glomerata ΚΛ
CM
V*
Reigras - Lolium perenne VO
Reis - Oryza sativa in
ω
Hafer - Avena sativa τ r—
r-
Λ
Gerste - Hordeum vulgäre Vt
C-
Weizen - Tritioum vulgäre T-
r—
A
Maia - Zea mays τ—
A
er»
Dosierung der Phytotoxizität in
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Die Versuchspflanzen wurden in engen Reihen in Saatschalen aus Kunststoff ausgesät, in denen das Wachstumsmedium nach John Innes enthalten war. Die Schalen wurden morgens angesät und gewässert, am Fachmittag besprüht und dann 3 Wochen im Gewächshaus gehalten. Am Ende dieser Periode wurde die Phytotoxlzität ausgewertet anhand einer Skala von O bis 9, wobei O keine Wirkung und 9 eine mehr als 9o folge Phytotoxizität bedeuten. Die ermittelten Werte wurden dann in Prozentsätze umgerechnet und gegen den Logarithmus der Dosierung aufgetragen. Die Dosierungen, die zu einer 1o- bzw. 5o- bzw. 9o-%igen Phytotoxizität führen, werden aus den Regressionslinien erhalten und sind in !Tabelle VII aufgeführt.
Reifen der Früchte bei Oliven
Beispiel 15
S1Ur den Versuch wurden vier Olivenbäume ausgewählt. Drei davon wurden mit Lösungen behandelt, die Dormin in verschiedenen Konzentrationen enthielten und der vierte Baum diente als Kontrolle. Zur Behandlung wurde ein Sprühgemisch von 1o fo Aceton in Wasser verwendet, das in einer Menge von 2 Liter „je Baum aufgebracht wurde.
TTach dem Besprühen wurden die Bäume 6 !Cage lang täglich kontrolliert und die abgefallenen Früchte wurden gesammelt, sortiert (grün und schwarz) und ihr G-esamtgewioht "bestimmt. Am
1098 23/209 2 ßAD
7.f 8. und 9. Tag wurden die Bäume vor dem Sammeln der Früchte leicht, am to«, 11. und 12. Tag stark geschüttelt. 28 Tage nach dem Besprühen wurden alle verbliebenen Oliven'abgenommen und eingebracht, um ein Maß für die Gesamtausbeute je Baum zu erhalten.
Irgendwelche phytotoxisehen Symptome an den Blättern oder Früchten waren zu keiner Zeit zu beobachten, jedoch zeigten die mit 3oo mg und 6oo mg Dormin behandelten Bäume 4 Tage nach der Behandlung einen vorzeitigen Abfall der Blätter. Dieser Blattabwurf erreichte jedoch nicht das Ausmaß, das bei den normalen Arbeiten zur Einbringung der Ernte erreicht wird, die u. a. darin bestehen, daß man die Oliven mit Gewalt von den Ästen abschlägt. Der dabei angerichtete Schaden ist fast immer so schwer, daß die Ernte der nachfolgenden Jahre ernsthaft beeinträchtigt wird.
Die bei äen Versuchen erzielten Resultate gehen aus ™ Tabelle VIII hervor.
Tabelle VIII
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Ta
e 1 1 e
VIII
Gewicht der nach. Behandlung angefallenen Oliven
CD OQ NJ CJ
ro ο to
Baum
5p.
Dosierung
mg Dormin
je Baum
Gewicht d.abgefallenen Früchte nach, weite
ren 3 Tagen
leichten
Schutteins
nach weite
ren 3 Tagen
starken
Schütteins
Gesamt
gewicht ,
12 Tage
nach Be
handlung
(25.10.)
792 Zunahme
d.Blät
ter ab
wurf s,
vergli
chen m.
Vergl.-
Baum, 12
Tg.nach
Behandl.
(25.10»)
Gew.der Gesamt Zunahme d.
Blätterab-
wurfs, ver- |
glichen m.
Yergleichs-
baum, 23 Tg.
nach Behandle
(5. 5ov.)
1 150 nach. 6
Tagen,
ohne
Schüt
teln
280 652 1,216 658 keine 23 Tage
nach Be
handl.
noch ge
sammel
ten ab
gefalle
nen Oli
ven
(5.50V.)
gew.do
23 Tage
nach Be
handle
abgefal
lenen
Oliven
(5.50V.)
keine
300 284 148 382 312 etwas 520 1,736 kein Abfallen
mehr seit 25.
Oktober
3 600 262 132 298 deut
lich
360 1,152 kein Abfallen
mehr seit 25.
Oktober
4 Vergleichs
baum
228 60 142 248 906 -
3-
110
I
306
618
- 3ο -
Beispiel 16
Pur den Versuch wurden 35 13 Jahre alte Olivenbäume von möglichst einheitlicher Gestalt ausgewählt und in 7 Gruppen von je 5 Bäumen gruppiert. Innerhalb der einzelnen Gruppen wurden die Behandlungen in "beliebiger Reihenfolge vorgenommen; sie "bestanden aus:
(1) Aufsprühen von reinem Lösungsmittel auf zwei Bäume;
(2) Aufsprühen von Lösungsmittel mit 2o mg Dormin auf einen Baum?
(3) Aufsprühen von Lösungsmittel mit 6o mg Dormin auf einen Baum;
Zur Behandlung der Bäume mit dem Sprühlösungsmittel allein ("bestehend aus 5o ml Aceton, 6 ml !Triton X-1oo Netzmittel und 2ooo ml Wasser) "bzw. mit der entsprechenden Lösung von Dormin in dem Lösungsmittel wurde ein Knapsack-Vernebler verwendet.
Die Behandlung wurde 3 Wochen vor dem voraussichtlichen
Erntedatum für Oliven durchgeführt und diejenigen Oliven, die
nach
von lag 4 bis Tag 6/der Behandlung von den Bäumen abgefallen waren, wurden gewogen. In der untenstehenden !Tabelle IX sind die mittleren Gewichtsmengen an Oliven, die von den Bäumen abgefallen waren, wiedergegeben. Bei der Berechnung der Durchschnittsgewichte ist zwecks Vergleichbarkeit das Gesamtgewicht an Oliven an den Bäumen zur Zeit dea Besprühens in Rechnung gestellt; die Fehlergrenze ist in Klammern angegeben, zusammen mit der statistischen Bedeutung der Differenz gegenüber dem Kontrollversuch, soweit angebracht.
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Tabelle IX
Behandlung rag Dormin
jv Baum
Durchschnittsgewicht
melt zwischen d. 4v
(+ 46,1) in
und
I: gesam-
Tag
2o 431 (± 46,1 ρ = <o
60 62 0 (± 32,6) ,01)
O 448
(Vefgleichsversuch ohne
Dormin)
Entsprechende Versuchsreihen mit Dormin wurden außerdem auch 2 Wochen und 1 Woche vor dem vermutlichen Erntedatum durchgeführt, jedoch wurden die eindeutigsten Resultate bei dem 3 Wochen vorher durchgeführten Versuch erhalten. Allerdings wurde tatsächlich die Ernte etwa 1 Woche früher als erwartet durchgeführt, weshalb die Resultate in Wirklichkeit diejenigen Wirkungen wiedergeben, die ein Besprühen 1 bzw. 2 Wochen vor der iirnte ergab. Da der früheste Besprühversuch den deutlichsten !Zuwachs an abgefallenen Früchten ergab, besteht durchaus die Höglichkeit, daß eine Anwendung zu einem noch früheren Datum noch größere Wirkungen haben könnte«
Beispiel 17: Verwendung von Dormin zur Verzögerung der Keimung von Samen
(1) Es wurde ein Gewächshausversuch durchgeführt, um die Wirkung von 1,lf~Dimethyl~4»4*-dipyrldyliumehloridt einem nicht selektiven, nach dem Auflaufen wirksamen Herbizid (bekannt als "Paraquat") bei einer Dosierung von 1 kg/ha auf ein
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BAD ORIGINAL
Gemisch aus Unkrautarten, die gleichzeitig mit Getreidesamen ausgesät worden waren, zu prüfen. Der Getreidesamen war dabei mit Dormin behandelt bzw. im Kontrollversuch unbehandelt und das Herbizid wurde 8 Tage nach der Aussaat aufgebracht. Die nicht spezifische Bekämpfung der verschiedenen Unkrautarten führte ohne Rücksicht auf die Dorminbehandlung in allen Fällen au ausgezeichneten Resultaten, jedoch konnte eine.selektive Bekämpfung nur bei mit Dormin behandelten Samen beobachtet werden (2) Die im Gewächshaus erzielten Resultate bei Versuch 1 wurden weiter erhärtet durch den folgenden Freilandversuch:
Die Behandlung von Kohlsamen erfolgte durch Aufbringen von 5 g Beize je kg Samen mit (im Kontrollversuch) einem üblichen Samenbeizmittel (D -Samen) und einer dorminhaltigen Samenbeize (D1-Samen). Die übliche Samenbeize war ein Mittel mit 99 fo Ohinaton als Träger und 1 j£ Oil Red T.A.X.-Farbstoff, in welchem Aldrin und TMTD (Tetramethylthiuram/disulfid) in Konzentrationen von 8 bzw. 17 Gew.-^ verteilt waren, während die dorminhaltige Beize von gleicher Grundzusammensetzung noch zusätzlich 2o Gew.-$ Dormin enthielt.
D- und D.-Kohlsamen wurden dann in 4 hin- und hergehenden Reihen in Beeten von 2o χ 2 m ausgesät und am Aussaattag (Tag 1) wurden über die Beete unbehandelte Senf- und Reigrassamen als Unkräuter ausgestreut. Am Tag 4 wurden die Beete berieselt und ab Tag 7 begann der Kohl in den mit D0~Samen besäten Beeten aufzugehen.
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SAD OntQlNAL
f04^330
Die Hälfte der DQ-Beete wurden am Tag 7 mit 1,1'-Dimethyl-4,4'-dipyridiliumdiclilorid ("Paraquat»), einem nicht selektiven Herbizid, in einer Menge von 1 kg/ha behandelt. Am Tag H begann in den mit D^-Samen besäten Beeten der Kohl ebenfalls aufzugehen und die jungen Pflanzen, sowie die übrige unbehandelte Hälfte der mit DQ-Samen besäten Beete erhielten die gleiche Herbizidbeha.ndlung wie oben. Die Resultate dieses Versuches wurden Wochen nach der Aussaat visuell geschätzt und 8 Wochen nach der Aussaat quantitativ bestimmt; sie gehen aus den Tabellen X und ZI hervor:
Tabelle X
Schätzung der Unkrautbekämpfung und AnbauSchädigung; 6 Wochen nach der Aussaat.
Paraquat-Behandlung Samenbe
handlung
Unkrautbekämpfung ' Reigras Andere Anbau-
schädi-
gung
Beim Auflaufen von
unbehandeltem Kohl
Beim Auftaufen von
dorminbehandeltem
Kohl
Bo
D1
Senf 8
1
1
. 4
3
3
keine
völlige
Abtötung
keine
2
1
1
*** ' das Ausmaß der Unkrautbekämpfung wurde visuell geschätzt
1 = vollständiges Abtöten; Io = ohne Wirkung.
Tabelle XI Frischgewicht d. erhaltenen Sprößlinge; 8 Wochen nach der Aussaat.
Paraquat-Behandlung Samen
behandlung
Anzahl an aufge
laufenem Samen
je Einheitsreihe
G-esamtfrisch-
gewicht der
Sprößlinge
in g
Beim Auflaufen von
unbehandeltem Kohl
Beim Auflaufen von
dorminbehandeltem
Kohl
O 78
2
181
617
29
1185
BAD ORIGINAL
Aus diesen Resultaten geht folgendes hervor:
a) Bei Anwendung auf unbehandelten Kohlsamen (D ) beim Auflaufen ergab "Paraquat" eine gute Bekämpfung von Senf als einer breitblättrigen Art, jedoch einen geringen Erfolg bei Reigras. Die Bekämpfung der natürlichen Unkräuter, insbesondere Vogelmiere und Fetthenne,war ebenfalls schlecht. An den Kohlpflänzchen (D0) war kein Schaden zu bemerken, außer demjenigen Anteil der Pflanzen, die beim Besprühen bereits aufgelaufen waren (bei diesem Versuch etwa 3o bis 4o ^j sie wurden vollkommen abgetötet.
b) Beim Aufbringen auf sowohl den unbehandelten (B ) wie auf den dorminbehandelten (D..) Kohl zur Zeit des Auflaufen? des behandelten (D.j) Kohl ο ergab "Paraquat" eine völlige Bekämpfung des Senfs als breitblättrige Art und des Reigrases als G-rasart. Die Bekämpfung der natürlichen Unkräuter war auch in diesem Fall von geringem Erfolg, jedoch besser als bei der früheren Anwendung von "Paraquat" (siehe oben unter a). Es war kein sichtbarer Schaden an dem dorminbehandelten Kohl (D..) erkennbar, außer an demjenigen Anteil, der zur Zeit des Besprühens bereits aufgegangen war (bei diesem Versuch etwa 5 bis=1o °/o), jedoch wurde der unbehandelte Kohl (DQ) bei Anwendung von "Paraquat" völlig abgetötet.
(3) TOs wurden Gewächehausversuche durchgeführt, bei welchen Weizen- und G-erstesamen, der mit verschiedenen Anteilsmengen Dormin (3o bis I00 iUg je Samenkorn) behandelt worden war, nych der Aussaat verschiedenen simulierten Beregnungen ausgesetzt
- 109823/2092
■furde. Bei zwei derartigen Versuchen wurden die Samen ausvv3oät und 3 "bsw. 7 Tage gewässert, worauf eine Trockenperiode '/on. 9 bzw. 5 Tagen folgte. Weizen und Gerste, die mit Dormin behandelt worden waren, überlebten die 9-tägige Trockenperioäe, was bei der unbehandelten Saat nicht der Fall war· Die 5-tägige Trockenperiode wurde von beiden Pflanzenarten, mit oder ohne Dormin, überlebt, jedoch war die Erholung bei den dorminbehandelten Weizen- und Gerstepflänzchen wesentlich bc-sGPr. Diese Resultate zeigen, daß die Dorminbehandlung dem 'ietreide eiiE wesentlich erhöhte Beständigkeit gegen Trockenperioden nach dem Auflaufen verleiht.
Patentansprüche 3629
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Claims (3)

Patentansprii' he
1. Mittel zur Beeinflussung des Pflanzenwachstums, insbesondere zur Blattalterung, zur Verhinderung von unerwünschtem Sproßwachstum, zur Verbesserung der Knollen-, Blüten- und Fruchtbildung, zur Verzögerung des Öffnens der Knospen, zum Beizen von Saatgut, zur indirekten Unkrautbekämpfung und dgl., gekennzeichnet durch einen Gehalt an 3-Methyl-5-(1-hydroxy-4-oxo-2,6,6-trimethyl-2-cyclohexen-i-yl) 2,4-pentadiensäure (Dormin).
2. Mittel nach Anspruch 1 zur Verwendung als Saatgutbeize, gekennzeichnet durch einen Gehalt an bis zu 2ο Gew.-^ Dormin, vorzugsweise auf Ohinaton als !Träger.
3. Mittel nach Anspruch 1 oder 2, g e k en nzeichnet durch einen zusätzlichen Gehalt an Herbiziden und/oder Fungiziden.
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