-
Bandkabelverbinder Die Erfindung'betrifft einen Steckverbinder für
Bandkabel mit einer Vielzahl paralleler,, in Kunststoff eingebetteter Zeterstreifen.
-
Es ist bekannt,.` Bandkabel mit Verbinderelementen wie Stecker, ,
Buchsen und d ergl. derart zu verbinden, dass die Leiterstreifen des Bandkabe«s
abisoliert und mit-den Kontaktelementen durch Einstecken und-Verschrauben oder löten
verbunden werden. Diese Arbeit ist sehr zeitraubend und lohnintensiv.
-
Die Erfindung hat die Aufgabe, einen Steckverbinder zu s chafßen,
der an jeder beliebigen Stelle eines: Bandkabels angesetzt vierden kann, ohne dass
die leiterstreien dieses-Kabels einzeln abisoliert werden müssen. Erfindungsgemäss
geschieht dies dadurch, dass das Bandkabel um eine Leiste gelegt ist, die in die
Kammer eines Isso lierkörpers unter Führung der Vorsprünge an den Enden der Leiste
in Schlitzen eingeschoben ist, in der eine Reihe elektrischer Kontaktplatten mit-Anschlüssen,
z.B. Stiften, die aus entsprechenden Bohrungen im Isolierkörper nach aussen vorstehen,
angeordnet sind, die Schlitze aufweisen, in die die Leiste mit dem Bandkabel beim
Einschieben eindringt, wobei die obere Kunststofflage des Bandkabels von den Ecken
der Kontaktplatten örtlich angeschni=tten und zurückgeschoben,
der
leiers.treifen freigelegt und mit den ganten in engen Kontakt .gebracht .wird:.
-
Nach einer Ausbildung der Erfindung Bind die Lappen beiderseits des
Schlitzes in den Kontaktplatten-elas.tisch, so dass beim Zurieks:ahieben der Kunststofflage
die Leiterstreifen unverletzt bleiben. -Gemäss einer Ausbildung nach der Erfindung
ist die leiste aus elastischem Kunststoff hergestellt. _ -Entsprechend einer-Ausbildung
der Erfindung ist der Isolierkörper rückseitig durch eine auf dem Bandkabel angebrachte
Dichtung gegen Feuchtigkeit abgedichtet.
-
Nach einer weiteren Ausbildung der Erfindung sind.die Kontaktplatten
im Isolierkörper auswechselbar eingesetzt.
-
Die Ausführung nach der Erfindung hat verschiedene Vorteile. -Der
:Steckverbinder kann an jeder Stelle eines Bandkabels eingesetzt werden. Das Abisolieren
der Leiter entfällt. Die Montage kann schnell und von ungelernten Arbeitskräften
vorgenom men werden. Der Verbinder ist vielseitig verwendbar,.kann also an andere
Bandkabelverbinder oder an- gedrua%te Schal ungsplatteg, Geräte und-dergl.- angesteckt
werden.
-
Die Erfindung wird anhand-von Zeichnungen beschrieben. In den Zeichnungen
zeigen: . . Fig. 1: dien erfindungsgemässen-Bandkabelverbinder im zusammengebauten
Zustand in perspektivischer Darstellung; Fig. 2 den gleichen Verbinder aufgetrennt;
Fige
3 vergrössert einen Querschnitt durch den Verbinder entsprechend der Linie 3-3 in
Fig. 1'#, Fig. 4 vergrössert einen Querschnitt durch den Verbinder entsprechend
der Linie 4-4 in Pig. 1; ` Fig. 5 vergrössert einen Längsschnitt durch den Verbinder
entsprechend der Linie 5-5 in Fig. 1; Fig. 6a, 6b, 6c das Abstreifen des Materials
von den Leitern des Bandkabels; Fig. 7 einen Querschnitt entsprechend der Linie
7-7 in ,Fig. 5;
Fig. 8 einen Querschnitt durch eine.abgewandelte Form der
Bandkabelanordnung im Verbinder . und Fig. 9 einen Querschnitt@durch eine andere
Form des Verbinders.
-
In den Fig. 1 bis 7 ist'ein'länglicher Isolierkörper 10 mit einer
bestimmten,programmierten Anzahl elektrischer Kontaktplatten 12 versehen. Das Ende
eines flexiblen: Bandkabels 14 wird dadurch versteift,-dass es um eine flache, längliche
leiste 16 aus elastischem Material gewickelt-ist, die, wie Fig. 6 zeigt, in einen
Schlitz der Kontaktplatte 12 eingeschoben wird, wobei die Lage 13 des Bandkabels
vom Leiterstr-eten 15# aufgerissen und . " zurückgestreift wird. Damit ist ein guter
Kontakt zwischen dem freigelegten Leiterstreifen und der Kontaktplatte hergestellt.
Eine ela stomere Dichtung 18 ist zusammen mit dem länglichen Druckstück 20
am Isolierkörper 10 befestigt, wodurch gleichzeitig eine Abdichtung .gegen Feuchtigkeit
und#d'ie Halterung
des Bandkabels 14 im Isolierkörper 10 erfolgte
' Das Bandkamel ist aus einem Paar relativ weicher Zagen 13 und 21 plastischen Materials
fabriziert, zaB. aus Polyesterharz, die miteinander-verbünden sind Lind zwischen
denen eine Anzahl paralleler Leiterstreifen 15, gewöhnlich aus Kupfer, eingeschlossen
ist. Obgleich die beiden Kunststofflagen miteinan-_ der verbunden sind, besteht
wenig oder keine Haftung zwischen Kunststoff und Leiterstreifen, so dass das Aufreissen
.des Materials durch-die Kontaktplatte 12 und Abstreifen vom Leiterstreifen relativ
leicht und ohne Beschädigung der Streifen erfolgt. Die Dicke des Bandkabels liegt
zwischen 0,2 und 0,25 mm (0,008 und 0,0095 inch)ö-Der Isolierkörper 10, vorzugsweise
aus relativ. steifem Kunst-. Stoff hergestellt, weist eine Kammer 22 auf, die von
der Vorderseite 24 mit-den Bohrungen 26 für die Kontaktstifte sowie von den parallelen
Seitenwänden 28 und den Endstücken 30 begrenzt wird. Letztere sind. mit Bohrungen
32 zur Aufnahme der Bolzen 34 versehen. Die Rückseite der Kammer ist offen zur Aufnahme
des Bandkabels 14, der Leiste 16 und der Dichtung 18. Die Endstücke weisen jeweils
mittig einen Schlitz -36 auf. Die Schlitze dienen als Führung für die Leiste 16.
Die Seitenwände sind mit einer Reihe gleich beabstandeter Führungen 38 für die Kontaktplatten
12 versehen, so dass diese im eingeschobbnen Zustand parallel in gleichem Abstand
voneinander stehen. Die Kontaktplatten 12 bestehen aus einer Platte aus leitendem
Material, deren Vorderkante 40 gegen die Vorderseite 24 des Isolierkörpers.-stösst..De
Hinterkante 42 steht von der Rück-Seite des Isolierkörpers zurück, so dass beim
Einführen des .Bandkabels sichergestellt ist, dass die leiste 16 nicht verkantet
werden kann. Die Seitenkanten 43 laufen in den Führungen 38.
ferner
weisen die Kontaktplatten 12 vorn je einen Anschluss 44. auf, der z.B. hart angelötet
ist. In den Zeichnungen st.der Anschluss als Stift dargestellt, ebenso gut kann
er als Buchse, Kontaktfeder usw. ausgebildet sein. Die Anschlüsse stehen aus den
Bohrungen 26 in der Vorderseite 24 hervor, um mit passenden Gegenkontakten (z.B.
46) in Eingriff gebracht zu werden. Die Anschlüsse können aber auch so ausgebildet
sein, dass der Kontakt-mit beispielsweise einer gedruckten Schaltungsplatte hergestellt
werden kann.
-
Weiter sind die Kontaktplatten 12 jeweils mit einem Schlitz 48 versehen,
wie am besten aus Fig. 6 ersichtlich ist. Der Sclglitz erstteckt sich von der Hinterkante
42 nach vorn und liegt mittag zwischen den Seitenkanten 43. Die Schlitzgrösse ist
bestimmt durch die Leiterstreifen, die zwischen die Kanten 50 bis zur Basis
49 eingeschoben werden. Die beiden Lappen 51 sind relativ elastisch,
so dass beim Einschieben des -Bandkabels 14 und der Leiste 16 deren Toleranzen aufgenommen
werden. Die Führungsschlitze 36 des Isolierkörpers 10 und die Schlitze 48 der Kontaktplatten
12 liegen in einer Ebene.-Die Schlitze 48 sind beiderseits der Mündung gefäsot (5?),.derart,
dass die Ecken 54 stumpfwinklig sind. Diese Ecken 54 schieben die Kunststofflage
13 des Bandkabels 14 zurück und legen den Leiterstreifen 15 frei:.Zweckmässig liegt
der stumpfe Winkel zwischen 1050 und 1650, vorzugsweise bei-135,0e , Die Abstände
der Kontaktplatten 12 im Isolierkörper 10-stimmen mit den Abständen-der Leiterstreifen
15 iui Baaldkabel 14 überein. Dadurch wird beim Einschieben der Kunststoff 13 nur
örtlich über dem Leiterstreifen aufgerissen und zurückgeschoben, während die. übrigen
Kunststoffpartion unverändert bleiben.
-
Die elektrischen Kontaktplatten 12 werden je nach Schaltung in
erforderlicher
Anzahl in den Isolierkörper 10 eingesetzt. Iss dieser beispielsweise für die Aufnahme
von zwölf Kontaktplatten geeignet, so sind alle Bestückungskombinationen für eine
bis zwölf Kontaktplatten möglich.
-
Die -Codierung der Anschlüsse 44 erfolgt auch durch den Versatz der
Bohrungen 26. in der Vorderseite 24 des Isolierkörpers aus der Mitte sowie entsprechenden
Versatz der Anschlüsse 44 auf den Kontaktplatten 12. Damit stehen die Anschlüsse
beliebig nach beiden Seiten verteilt, wie Fig. 3 erkennen lässt.
-
Um Dickentoleranzen des. Bandkabels 14 zu kompensieren, ist die Leiste
16 zweckmässig aus-elastischem Kunststoff, z.B. einem Polycarbonat oder einem Polyamid,
hergestellt.
-
Über die Vorderkante 56 der-Leiste 16 ist das Bandkabel 14 so gelegt,
dass die Zage 13 nach aussen zeigt. Die beiden parallelen seitlichen Enden 58 der
Leiste: 16 gleiten in den entsprechenden Schlitzen 36. Die-'-Hinterkante 60 verläuft
parallel zur Vorderkante. Die,Vorsprünge 62 an den Enden stehen über die
Vorderkante 56 hinaus und verbessern das Einführen des Bandkabels. Die Vorderkante
56 erreicht die Schlitzbasis 49 der Kontaktplatten 12, bevor die Vorsprünge 62 das
Ende der Schlitze 36 erreichen (Fig. 5).
-
Die Figo 6a, 6b und 6c .zeigen, wie nacheinander beim Einschieben
die Kunststofflage 13 des Bandkabels 14 aufgerissen und zurückgeschoben wird, so
dass zwischen dem Leiterstreifen 15 und den Kanten 50 der Schlitze 48 ein guter
elektrischer Kontakt zustande kommt. Fig. 6a zeigt die Teile vordem Ineinanderschieben.
Damit die Ecken 54 den Kunststoff aufreissen und zurückschieben, müssen erwiesenermassen
Schlitz 48 und.Leiste 16 so bemessen sein, das o die Differenz etwa der doppelten
Ieiterstreifendieke
plus ,der doppelten Kunststofflagendicke entspricht.
Das gilt für das Bandkabel an seiner unteren Toleranzgrenze. Grössere Dickendes
Bandkabels innerhalb-seiner Toleranzgrenzen werden durch die Elastizität der Kontaktplatte
12 und der-Leiste 16: ausgeglichen.
-
In Fg. 6b ist dargestellt, wie im Moment des-Einschiebens des Bandkabels
in den Schlitz 48 die Zage 13 angeschnitten und weggedrückt wird. Bei weiterem Einschieben
werden auch eventuelle Oxydationsprodukte vom Leiterstreifen 15 abgerieben.
-
In Fig. 6c sind die Teile vollständig ineinandergeschoben;, der dabei
abgeschobene Kunststoffstreifen ist vor den Ecken-54 aufgestaut.
-
Vor dem Einschieben des Bandkabels 14 wird das Druckstück 20 und die
Dichtung 18 entsprechend Figo 2-auf dem Bandkabel angebracht. Die Dichtung'is aus.
einem elastischen Material, vorzugsweise Gummi, hergestellt.
-
Die Dichtung 18 vreist einen Abschnitt 63 auf,: der in die Kammer
22 eingeführt und in dem das'freie Ende 64 des Bandkabels festgehalten wird. -Der
Abschnitt 66 der Dichtung steht aus der Öffnung 68 des Druckstückes 20 hervor und
wirkt dort als Knickschutz für das Bandkabel.
-
Das Druckstück 20 besteht aus einem Streifen-70, der mit-der Öffnung
68 versehen ist, und der den Abschnitt 63 der Dichtung 18 .. in die Kammer 22 drückt.
Der Flansch 72 umgibt den Abschnitt 66 der Dichtung. Die beiden Enden 74
des Streifens 70 sind mit Bohrungen 76 versehen, die mit den Bohrungen 32 in den
Endstücken 30 de=s Isolierkörpers 10 korrespondieren, und das Gewinde 78
des
Bolzens 34 aufnehmen . Auf das Gewinde 78 ist eine I:.-utter 80 aufgeschraubt, die
beim Anziehen das Druc-dLstück 20 gegen den Isolierkörper 10 drückt, wobei der Streifen
70 den Abschnitt 63 der Dichtung deformiert. Diese Deformation pflanzt sich auch
in den Abschnitt 66 fort, so dass an dem Druckstück keine Feuchtigkeit in die Kammer
22 eindringen kann.
-
Die Bohrungen 32 im Isolierkörper 10 sind mit einer sechseckigen Ausnehmung
zur Aufnahme des Sechskants 81 am Bolzen 34 versehen. Von diesem Sechskant erstreckt
sich in die gleiche Richtung wie die Anschlüsse 44 ein Stift 82.
-
Fig. 8 zeigt, dass die Anaendung nicht darauf beschränkt ist, ein
Ende des Bandkabels 14 um die Leiste 16 zu legen. Die Leiste kann genau so an jeder
beliebigen Stelle des Bandkabels angesetzt irerden, so dass eine Reihe von "T"-
oder Abzweigverbindungen herstellbar ist. Bei geeigneter Programmierung der Kontakte
im Steckverbinder werden verschiedene Leiter oder Leitergruppen an verschiedenen
Punkten des Bandkabels angezapft. Solche Abzweigverbinder sind passend für andere
Bandkabelverbinder und andere elektrische Anordnungen. Eine weitere Form des Bandkabelverbinders
zeigt die Figo 9. Sie unterscheidet sich von der oben geschilderten Art dadurch,
dass hier die Bohrungen für die Anschlüsse in den Seitenwänden 86 des Isolierkörpers
84 angebracht sind, anstatt in der Vorderviand 88. -ntsprechend sind auch an den
Kontaktplatten 90 die Anschlüsse 92 an den Seitenkanten 94 befestigt. Natürlich
können sie nur an einer Seite hervorstehen oder, Srie, dargestellt, an beiden Seiten.
Bei der dargestellten Anordnung ist es möglich, zwei passende Verbinderglieder aufzustecken.
Ferner ist es möglich, den Isolierkörper 84 aus zwei identischen Hälften herzustellen.
Der Verbinder nach Fig. 9 kann auch für die Aufnahme anderer Bandkabelverbinder,
gedruckter Schaltungsplatten oder dergl. ausgeführt werden.