DE1640327C - Elektrisches Kabel - Google Patents
Elektrisches KabelInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein elektrisches Kabel mit einer aus isolierten Leitern bestehenden
Kabelseele und einem diese umgebender., dreischichtigen
Metallmantel, dessen mittlere Schicht aus einem ferromagnetischen Metall und dessen andere Schichten
au > einen Metall hoher elektrischer Leitfähigkeit
und guter Korrosionsbeständigst aufbebaut sind.
Ein derartiges Kabel ist bekannt 'Bulletin des SHV). Über die Abringung und Gestaltung der einzelnen
Metallschichten ist dieser Literaturstelle nichts
zu entnehmen.
Ls ist auch schon ein weiteres Kabel bekanntgeworden
(amerikanische Patentschrift 2 688 652), welches einen Metallmantel aus drei Schichten aufweist.
Die mittlere dieser drei Schichten besteht dabei aus Messing und die beiden begrenzenden Schichten
sollen Korrosionsschutz und Lötvermittler für (1 · ■ Metallschicht sein. Die drei Metallschichten
weiden nacheinander auf d;e Kabelseele aufgebracht,
wobei sich ihre längsverlaufenden Kanten jeweils
ü!v\i:i|!pen. und un der Überlappungsstelle verlötet.
Di. Viifbiingung des dreischichtigen Metallmantel^
ist ι .·■ also nicht nur sehr aufwendig, sondern ergibi
aiit.1i einen ungleichförmigen Kahciquerschnitt
elu 1 <.. 11 du.· ('berlappungsstellen.
Weiter hin ist auch schon ein Hochfrequenzkabel
bekanntgeworden (Ehlers/Lau). bei welchem der
Außenleiter aus zwei auf.inander aufplattierten Met.-ilki,
— innen Kupfer, außen Stahl — besteht. Ein solcher Außenleiter benötigt einen Korrosionsschutz,
welcher in einem zusätzlichen Arbeitsgang, beispielsweise in Form eines Kunststoffmantels, aufgebracht
werden muß.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Kabel anzugeben, dessen Metallmantel bei einfacher
Fertigung gas- und wasserdicht ist, gute mechanische Eigenschaften hat und weiterhin blitzsicher und korrosionsfest
sein soll.
Diese Aufgabe svird mit einem Kabel der eingangs geschilderten Art gemäC der Erfindung dadurch ge-
Vo-*., daß der Metallmantel aus einem vor dem Aufbringen auf die Kabelseele durch gegenseitiges Aufplattieren
der Schichten gebildeten. Metallband mit festem metallurgischen Verbund der Schichten aufgebaut
ist, und daß das zu einem längsgeschlitzten Rohr mit stumpf aneinanderstoßenden Kanten geformte
Metallband in mindestens einer der Schichten mittels einer Längsnaht gas- und wasserdicht verschweißt
ist.
Ein solches Kabel kann in einem einzigen Arbeitsgang kontinuierlich mit dem Metallmantel ausgerüstet
werden. Durch die Verschweißung ist der Metallmantel selbst gasdicht verschlossen, ohne daß seine
Querschnittsform in irgendeiner Weise geändert wird und durch das Aufplattieren der Schichten im Metallmantel
sowie die außenliegende Schicht aus elektrisch gut leitfähigem Material, wird das Kabel bei
richtiger Dimensionierung blitzsicher und korrosionsfest. Darüber hinaus hat ein Kabel mit einem derartigen
Metallmantel auch einen günstigen Reduktionsfaktor, welcher das Kabelinnere vor der Beeinflussung
durch Fremdfelder schützt, was insbesondere für Fernmeldekabel interessant ist, die im Einflußbereich
von Starkstromanlagen ve-legt sind.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird an Hand der Zeichnungen erläutert. Es zeigt
F i g. 1 und 2 drn Aufbau eines dreischichtigen Mantels im Querschnitt,
F i g. 3 einen Querschnitt durch ein erfindungsgemäß aufgebautes Kabel.
In Fig. 1 ist ein Querschnitt durch den Aufbau
eines dreischichtigen Mantels gezeigt, wobei die äußere Schicht 1 und die innere Schicht 2 aus einem
Metall hoher elektrischer Leitfähigkeit und Korrosionsbeständigkeit und die mittlere Schicht 3 aus
einem ferromagnetischen Metall bestehen. Die einzelnen Schichten sind an ihren Berührungsflächen 4
aufeinander plattiert, so daß bei abgewickeltem Mantel ein einziger Metallstreifen vorliegt. Da das
Verfahren des Aufeinanderplcttierens einzelner Metalhchichten an sich bekannt ist, braucht wohl in
diesem Zusammenhang nicht näher darauf eingegangen zu werden. Die innere und die äußere Schicht
bestehen am zweckmäßigsten aus Kupfer, während die mittlere Schicht aus rostfreiem Stahl oder Tiefziehstahl
mit ger'r7.em Kohlenstoffgehalt besteht. Alle drei Schichten können gleich dick sein.
In Fig. 2 ist eine gegenüber der Fig. 1 modifizierte
Ausführungsform dargestellt. Diese besteht aus einer dünnen äußeren Schicht 1. einer dünnen ',nneren
Schicht 2 und einer dicken Mi .telschicht 3. Die Schichten körnen dabei wiederum aus den gleichen
schon geschilderten Materialien aufgebaut sein.
Die einzelnen Ausfiitmingsformen der Mantel
hängen im wesentlichen von den an sie gestellten Anforderungen ah. So wirJ man für einen Mantel, in
dem hohe elektrische Ströme fließen werden, einen
3 4
Aufbau etwa nach Fig. 1 anstreben, also relativ Stahl-Kupfer-Mantels die Schmelztsmperaturverteidicke
Kupferschichten, bei einer mittleren oder dün- lung 1083 bis 1394° C bis 1480 bis 1083 C sein,
nen ferromagnetischen Schicht. Wenn andererseits so daß die mittlere Schicht also bei einer genauen
nur kleine elektrische Stromstärken im Mantel auf- Einstellung der Schweißtemperatur nicht verschweißt
treten werden, so wird man die Kupferschichten dünn 5 wird, sondern nur die zum Verschweißen der inneren
ausführen, bei gleicher ferromagnetischer Schicht- Schicht notwendige Wärme an diese weitergeben
dicke. Schließlich gehen auch noch die gefordeuen wird. Gleichzeitig ist aber bei einem solchen Schweiß-Reduktionsfaktoren
in den Mantelaufbau ein. verfahren auch darauf zu achten, daß die zeitliche
Bei der Herstellung des Kabels nach der Erfindung Dauer der Temperatureinwirkung nicht zu lang gewird
in einem kontinuierlichen Arbeitsablauf zuerst io wählt wird, da sonst leicht der eventuell die Kaigelder
aus mehreren aufeinander plattierten Schichten seele umgebende Kunststoffmantel oder die Isolation
bestehende Metallstreifen in einer Formstufe zu der Leiter überhitzt werden kann, so daß irreparable
einem die Kabelseele autnehmenden Rohr verformt Schaden auftreten können. Die Wahl der zeitlichen
und danach der auf dem Rohr längsverlaufende Dauer der 5\ hweißtemperatur ist dabei weniger kri-Schlitz
mit einer solchen Schweißtemperaiur ver- 15 tisch, wenn cer Mantel mit einem größeren Durchschweißt,
daß die Bandkanten der äußeren Schicht messer als die Kabelseele aufgebracht wird, so daß
durch eine Schweißnaht verbunden werden. Auf diese sich also Manie' und Kabelseele während do^
Art kann in einfacher Weise die geforderte Gas- Schweiß Vorgangs nicht berühren Dann ist allerdings,
dichtigkeit und der erforderliche Korrosionsschutz wenn der Mantel nicht gewellt wird, eine Ziehemder
ferromagnetischen Schicht erhalten weiden. Falls 20 richtung erforderlich, die sonst nicht benotigt wird.
erhöhte Anforderungen an die Flexibilität des Ka- Ein anderer Weg, die Aufheizzeit der Schweißstelle;!
bels gestellt werden, kann nach dem Schließen des zu verkleinern, besteht vorteilhafterweise ciann. du:
Mantels dieser gewellt werden, wobei dann der innere und auch die äußere Schicht dünn auszufiih-Manteünnendurchmeser
um die mittlere Welltiefe ren. Dadurch kann ebenfalls in gewissem Umfang größer als der Durchmesser der Kabelseele sein as eine Überhitzung der Kabcli.olation vermieden
sollte, da sonst die Kabelseele während des Well- werden,
prozesses verletzt werden kann. In F i g. 3 ist nun ein Querschnitt durch ein Kabel
prozesses verletzt werden kann. In F i g. 3 ist nun ein Querschnitt durch ein Kabel
In vielen Fällen kann es zweckmäßig sein, die mit einem dreischichtigen Mantel zu sehen. Hierbei
ferromagnetische Schicht auf beiden Seiten cas- und besteht die Kabelseele aus mehreren isolierten Lei-
wasserdfcht mit einer korrosionsbeständigen" Metall- 30 tern 5, die von einem Isolationsmantel 6. vorzugs-
hülle zu umgeben. Dies kann dadurch geschehen, weise aus Kunststoff, umgeben sind. Um diesen Man-
daß der längsverlaufende Schlitz auf dem'Rnhr mit te! ist der dreischichtige Metallmantel angeordnet,
einer solchen Schweißtemperatur verschweißt wird, mit seiner inneren Schicht 2, seiner mittleren Schicht 3
daß die Bandkanten der inneren und äußeren und seiner äußeren Schicht 1. Die Schichten 1 und 2
Schicht durch eine Schweißnaht verbunden werden. 35 bestehen beispielsweise aus Kupfer. d>e Schicht 3 aus
Dieser Effekt wird dadurch erreicht, daß die Schmelz- Stahl. Die Schichten 1 und 2 sind dabei verschweiß;,
punkte der einzelnen Schichten verschieden hoch während die Schicht 3 keine Schweißnaht hat. was an
sind. So wird bei einer Verwendimg eines Kupfer- d«.r Stelle 7 zu sehen ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
1. Elektrisches Kabel mit einer aus isolierten Leitern bestehenden Kabelseele und einem diese
umgebenden, dreischichtigen Metallmantel, dessen mittlere Schicht aus einem fenomagnetischen
Metall und dessen andere Schichten aus einem Metall hoher elektrischer Leitfähigkeit und guter
Korrosionsbeständigkeit aufgebaut sind, d a durch gekennzeichnet, daß der Metallmantel
aus einem vor dem Aufbringen auf die Kabelseele durch gegenseitiges Aufplattieren der
Schichten (1, 2, 3) gebildeten Metallband mit festem metallurgischen Verbund der Schichten
(1. 2. 3) aufgebaut ist, und daß das zu einem längsgeschlitzteii Rohr mit stumpf aneinanderstoßenden
Kanten geformte Metallband in mindestens einer der Schichten mittels einer Längsnaht
gas- und wasserdicht verschweißt ist.
2. Verfahren zur Herstellung eines Kabels nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in
einem kontinuierlichen Arbeitsablauf zuerst das aus den aufeinanderplattierten Schichten (1, 2, 3)
bestehende Metallband des Metallmantels in einer Formstufe zu einem die Kabelseele aufnehmenden
Ro'"r verformt und danach der auf dem Rohr längsverlaufende Schlitz mit einer solhen
Schweißtemperatur verscnweißt wird, daß mindestens die Kanten der äußeren Schicht durch
eine Schweißnaht verbunden weruen
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Rohr nach dem Verschweißen
gewellt wird.
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