DE1538846C - Kontakteinrichtung für Schwingankermotoren - Google Patents
Kontakteinrichtung für SchwingankermotorenInfo
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Description
1 2
Die Erfindung bezieht sich auf eine elektrische Für die einwandfreie Funktion eines zeithaltenden
Kontakteinrichtung für Schwingankermotoren mit Schwingankermotors ist aber die Erfüllung beider
mindestens einer auf dem Schwinganker angeordneten diametralen Bedingungen erforderlich. Aufgabe der
Antriebsspule, der als Stator in der Schwingungsnull- Erfindung ist es daher, eine Kontakteinrichtung zu
lage ein Dauermagnet gegenübersteht, und einer an 5 schaffen, mit der beide Bedingungen erfüllt werden,
einem Ende, ortsgebunden, mit dem Stator isoliert wobei aber die gegenseitig störenden Einflüsse ausge-
eingespannten Kontaktfeder, die #hit ihrem freien schaltet sind. .. ·
Ende derart in die Bahn eines auf dem Schwinganker Die Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß in
befestigten Kontaktgliedes hineinragt, daß sich das der Schwingebene der Kontaktfeder zwischen der
Kontaktglied und das Kontaktfederende in beiden io ortsfesten Einspannstelle und dem freien Federende
Bewegungsrichtungen über einen Teil der Halbperi- sowie symmetrisch zu deren Nullstellung ein weiteres
odenschwingung des Ankers berühren. Paar von Kontakten angeordnet ist, und daß bei jeder
Die bekannten elektrischen Schwingankermotoren Halbperiode das Einschalten der Antriebsspule über
in Uhren benutzen, ebenso wie die Erfindung, eine . diese Kontakte, das Ausschalten dagegen über den
Kontakteinrichtung mit einer an einem Ende befestig- 15 Kontakt am Federende erfolgt,
ten Kontaktfeder, deren Oberfläche blank ist. Das Es handelt sich hierbei also um zwei in Reihe
freie Ende der Kontaktfeder weist auf die Schwing- liegende Kontakte. Die Kontaktfeder kann bei dieser
ankerachse, die zur Kontaktfeder in der Regel senk- Anordnung »weich« sein, denn in dem Moment, in
recht steht, und ragt in die Kontaktbahn eines auf dem der Kontaktstift auf dem Schwinganker das freie
dem Schwinganker befestigten starren Kontaktgliedes, ao Federende berührt, kann noch kein Strom fließen, da
das z. B. ein runder, eckiger oder messerartig ausge- der Kontakt zwischen Kontaktfeder und einem der
bildeter Stift sein kann. Kontaktfeder und Kontakt- anderen, seitlich der Kontaktfeder angeordneten
stift sind so zueinander angeordnet, daß der Kontakt- Kontaktstifte noch nicht hergestellt ist. Infolgedessen
stift während seiner Bewegung die Feder an ihrem darf in diesem Moment der Kontaktdruck zwischen'1''·
freien Ende mitnehmen kann und sie so weit auslenkt, as dem freien Federende und dem Kontaktstift des
bis er von der Feder auf Grund seiner Kreisbahn Schwingankers wesentlich kleiner sein als der für den
abgleitet und die Feder sich dann selbst überläßt. einwandfreien Stromdurchgang erforderliche Min-
Während jeder Halbschwingung des Ankers berührt destkontaktdruck. Noch bevor die Kontaktfeder bei
also der Kontaktstift für kurze Zeit die Feder, so daß ihrer Auslenkung den seitlich angeordneten Kontakt-
die Antriebsspulen einen Stromimpuls erhalten. Die 30 stift berührt, sind eventuelle Prellungen abgeklungen,
beiden während einer vollen Schwingung des Ankers Sobald die Kontaktfeder den seitlich angeordneten
auftretenden Stromimpulse sollen im Strom-Zeit- Kontaktstift berührt, beginnt der Stromfluß, und der
Diagramm möglichst rechteckig sein und zeitlich Kontaktdruck sowohl zwischen dem Kontaktstift auf
gesehen gleich weit von der Ruhelage des Ankers dem Schwinganker und dem freien Federende als
(Nulldurchgang) entfernt und in der Nähe des Null- 35 auch der Kontaktdruck zwischen der Kontaktfeder
Durchgangs liegen. und dem seitlich angeordneten Kontaktstift erhöht
Bei derartigen Kontakteinrichtungen ergeben sich sich auf den erforderlichen Wert, da durch das Aberhebliche
Schwierigkeiten durch das Auftreten von stützen der Kontaktfeder am seitlich angeordneten
Schwingverzerrungen komplexer Art, insbesondere Kontaktstift sich deren wirksame Länge stark verrinwährend
und "nach jeder Kontaktgabe. So kommen 40 gert und die Kontaktfeder sich dadurch »versteift«.
z. B. bei den Kontaktfedern Schwinggemische vor, in Im folgenden wird die Wirkungsweise und die
denen Torsionsschwingungen enthalten sind. Bei den Wirksamkeit der Erfindung an Hand der F i g. 1 bis 3
meisten bekannten Kontakteinrichtungen treten be- im einzelnen beschrieben.
reits nach relativ kurzer Betriebszeit Mängel bei der F i g. 1 zeigt in schematischer Darstellung eine
Kontaktgabe in Form von hohen Ubergangswider- 45 erfindungsgemäße Kontakteinrichtung in der Drauf-
ständen auf, die durch Kontaktprellungen und Kon- sieht;
taktabbrand hervorgerufen werden. Auch Kontakt- F i g. 2 zeigt die gleiche Kontakteinrichtung in der
einrichtungen, deren Kontaktfedern zur Dämpfung Seitenansicht;
mit elastischen Isolierschichten, z. B. Lackschichten, F i g. 3 zeigt ein Beispiel, wie das Kontaktstiftpaar
belegt sind oder feste oder bewegliche Gewichte tra-so justierbar gestaltet werden kann,
gen, haben sich auf die Dauer bei serienmäßiger Her- Gemäß den Fig. 1 und 2 ist auf einem Schwingstellung nicht bewährt, anker wenigstens eine Antriebsspule angeordnet. In
gen, haben sich auf die Dauer bei serienmäßiger Her- Gemäß den Fig. 1 und 2 ist auf einem Schwingstellung nicht bewährt, anker wenigstens eine Antriebsspule angeordnet. In
Nachteilig für den Isochronismus von gangordnen- der Ruhelage (Schwingungsnullpunkt) steht ihr ein
den Schwingankern ist, daß die Kontaktfeder zur, ortsfester Dauermagnet gegenüber. Die erfindungs-Erzielung
eines Mindestkontaktdruckes eine Mindest- 55 gemäße Kontakteinrichtung besteht aus einem Konhärte bzw. eine Mindeststeife benötigt. Wie ein- taktstift 4, der auf dem Schwinganker befestigt ist,
gehende Untersuchungen ergeben haben, wirkt sich einer einseitig in 7 isoliert befestigten, blanken Konaber
die Härte der Kontaktfeder im Moment des Auf- taktfeder 1 und zwei Kontaktgliedern S und 6, die
pralls des Kontaktstiftes des Schwingankers auf die isoliert rechts und links sehr dicht an der Kontakt-Kontaktstelle
der Kontaktfeder störend auf den Iso- 60 feder 1 angeordnet sind. Der Kontaktstift.4 des
chronismus aus, denn nach der Isochronismusbedin- Schwingankers ist so montiert bzw. justiert, daß er
gung soll die Unruhe bzw. der Schwinganker »frei«, sich in der SchwingungsnuIIage befindet, wenn der
d. h. störungsfrei schwingen können, damit Schwer- Schwinganker in der Ruhestellung steht. Der Strompunktsverlagerungen
von Unruh und Unruhspirale, lauf ist aus Fig. 2 zu ersehen,
deren beider Schwerpunkte möglichst zusammenfallen 65 In F i g. 1 sind drei Bewegungsphasen aus der sollen, vermieden werden. Infolgedessen wäre also eine Halbperiode dargestellt, in der sich der Schwinganker weiche Feder erforderlich, die aber nicht in der Lage gegen den Uhrzeigersinn dreht. Die andere Halbwäre, den erforderlichen Kontaktdruck aufzubringen. periode verläuft spiegelbildlich. Berührt der Kontakt-
deren beider Schwerpunkte möglichst zusammenfallen 65 In F i g. 1 sind drei Bewegungsphasen aus der sollen, vermieden werden. Infolgedessen wäre also eine Halbperiode dargestellt, in der sich der Schwinganker weiche Feder erforderlich, die aber nicht in der Lage gegen den Uhrzeigersinn dreht. Die andere Halbwäre, den erforderlichen Kontaktdruck aufzubringen. periode verläuft spiegelbildlich. Berührt der Kontakt-
stift 4 die Kontaktfeder 1 nicht — dies ist der Fall,
wenn sich der schwingende Anker außerhalb des Bewegungsbereiches der Kontaktfeder 1 befindet —, so
deckt sich die Lage der Kontaktfeder 1 in F ig. 1 mit der Verbindungslinie 9 zwischen dem-Befestigungsort 7 und der Schwingankerachsmitte^.1 Dieses ist die
Wartestellung der Kontaktfeder 1. Der kontaktstift 4 bewegt sich jetzt auf der Kreisbahn 3 in Richtung auf
die Kontaktfeder 1.
Bewegungsphase I
Der Kontaktstift 4 prallt auf die Kontaktfeder 1 auf und versetzt sie in ein unerwünschtes Schwingen. Der
Kontaktvorgang wird eingeleitet. Infolge der nun allmählichen Anspannung der Kontaktfeder 1 kommen
die unerwünschten Schwingungen der Kontaktfeder 1 jedoch zum Abklingen, bevor die
Bewegungsphase II
einsetzt: Die Kontaktfeder 1 berührt das Kontaktglied 6. In diesem Moment verstärkt sich der Kontaktdruck
sowohl am Kontaktstift 4 als auch am Kontaktglied 6 auf das erforderliche Maß, da die effektive
Federlänge durch den »Anschlag« 6 auf die Länge 1 b
verkürzt wird. Der Stromfluß beginnt und bleibt so lange bestehen, bis der Kontaktstift 4 den Winkel
durchlaufen hat. In diesem Augenblick ist die
Bewegungsphase III
erreicht. Das Ende der Kontaktfeder 1 gleitet vom 3»
Kontaktstift 4 ab, wodurch der Stromkreis unterbrochen
wird, und schwingt in die Richtung ihrer Ausgangslage zurück. In Stellung II löst sich die Kontaktfeder
1 wieder vom Kontaktglied 6 und begibt sich, bis zur Ruhe ausschwingend, in ihre Ausgangsposition.
Für diesen Vorgang steht viel Zeit zur Verfugung, da der Kontaktstift 4 auf dem Schwinganker,
von der Nullage aus gerechnet, jetzt noch bis zu etwa 270° zu überstreichen hat und diesen Weg auch
wieder zurückzulegen hat, ehe das Kontaktspiel sich in umgekehrter Richtung wiederholt.
Um eine günstige Anordnung der Kontaktglieder 5 und 6 zur Kontaktfeder 1 zu erhalten, ist es erfahrungsgemäß
zweckmäßig, die Kontaktglieder 5 und 6 im Abstand la, gleich etwa ein Drittel der Gesamtfederlänge
vom Befestigungsort 7 aus gerechnet, zu montieren. Der Kontaktabstand d von der ruhenden
Kontaktfeder 1 ist sehr gering und richtet sich nach den Dimensionen der Kontakteinrichtung.
Es ist vorteilhaft, die Kontaktglieder 5 und 6 aus 5»
einem Stück 11 (Fig.3) herzustellen und dieses in
Längsrichtung zur Kontaktfeder 1 verschiebbar anzuordnen. Femer ist es zweckmäßig, die Kontaktfeder 1
und die verstellbaren Kontaktglieder 5 und 6 auf einem gemeinsamen Isolierstück 12 so zu vereinigen,
wie es F i g. 3 zeigt. Die sich ergebende Baueinheit kann dann in der Produktion vorgefertigt werden,
wobei das Kontaktteil 11 mit den Kontaktgliedern 5 und 6 bereits vorjustiert werden kann. Die gesamte
Baueinheit befestigt man ebenfalls in Längsrichtung der Kontaktfeder 1 verschiebbar, um den richtigen
Ausschaltpunkt in der Bewegungsphase III einstellen zu können (F i g. 1 und 3).
Durch die erfindungsgemäße Kontakteinrichtung sind, wie bereits erwähnt, die schädlichen Einflüsse
der Kontaktprellungen, die zu Funken und zum Abbrand führen, nahezu vollkommen und die eingangs
erwähnten Schwingungsverzerrungen komplexer Art gänzlich unwirksam gemacht
Die Erfindung bietet gegenüber den bekannten Kontakteinrichtungen noch einen wesentlichen Vorteil:
Im Falle eines Stillstandes des Schwingankers durch beispielsweise eine die Schwingung störende
Erschütterung wird der Stromfluß automatisch unterbrochen, da die Kraft, mit der der Kontaktstift 4 bei
ruhendem Schwinganker gegen die Kontaktfeder 1 drückt, praktisch Null ist und deshalb die Kontaktfeder
1 weder am Kontaktglied 5 noch am Kontaktglied 6 anliegen kann. Auf diese Weise wird nicht nur
verhindert, daß sich die Antriebsbatterie rasch ent- ^ lädt, sondern daß sie nach völliger Entladung ausläuft **
=>5 und das Uhrwerk in Mitleidenschaft zieht.
Claims (3)
1. Kontakteinrichtung für Schwingankermotoren mit mindestens einer auf dem Schwinganker
angeordneten Antriebsspule, der als Stator in der Schwingungsnullage ein Dauermagnet gegenübersteht,
und einer an einem Ende ortsgebunden mit dem Stator isoliert eingespannten Kontaktfeder,
die mit ihrem freien Ende derart in die Bahn eines auf dem Schwinganker befestigten Kontaktgliedes
hineinragt, daß sich das Kontaktglied und das Kpntaktfederende in beiden Bewegungsrichtungen
über einen Teil der Halbperiodenschwingung des Ankers berühren, dadurch gekennzeichnet,
daß in der Schwingebene der Kontaktfeder (1) zwischen der ortsfesten Einspannstelle (7) und
dem freien, Federende sowie symmetrisch zu deren Nullstellung ein weiteres Paar von Kontakten
(5, 6) angeordnet ist, und daß bei jeder Halbperiode das Einschalten der Antriebsspule über
diese Kontakte, das Ausschalten dagegen über den Kontakt am Federende erfolgt.
2. Kontakteinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Kontaktpaar (5,6)
mit dessen Anschluß (11) aus einem Stück besteht (F i g. 3) und auf einem Isolierblock (12) justierbar
angeordnet ist.
3. Kontakteinrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß ihre Bestandteile
eine Baugruppe bilden, die bereits justiert in das Montagechassis eingesetzt werden kann.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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