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DE1538466C - Ein- oder mehrpoliger druckknopfbetätigter Überstromschalter - Google Patents

Ein- oder mehrpoliger druckknopfbetätigter Überstromschalter

Info

Publication number
DE1538466C
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DE
Germany
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overcurrent
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Auf Nichtnennung Antrag
Original Assignee
Ellenberger & Poensgen Gmbh, 8503 Altdorf
Publication date

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Description

Die Erfindung bezieht sich auf einen ein- oder mehrpoligen druckknopfbetätigten Uberstromschalter mit thermischer und elektromagnetischer Auslösung und einer Kontaktbrücke, die mit dem Druckknopf mittels eines Kniehebels in Verbindung vsteht, und mit einer als Halbwelle ausgebildeten Auslösewelle, die mit zwei Hebeln versehen ist, von denen der eine mit dem Magnetanker der elektromagnetischen Auslösung und der andere mit dem Bimetallstreifen der thermischen Auslösung zusammenarbeitet.
Bei einem bekannten Uberstromschalter dieser Art (deutsche Auslegeschrift I 152 746) ist der druckknopfseitige Hebel des Kniehebels mit einer zweiarmigen, winkelförmig ausgebildeten Kurbel gelenkig verbunden, die am Ende des einen Armes ortsfest schwenkbar gelagert ist und mit einem am freien Ende des anderen Annes befestigten Bolzen in einen Querschlitz des Druckknopfes eingreift. Zur Auslösung dieses bekannten Überstromschalters dient ein Kraftspeicherhebel, der unter der Wirkung einer gespannten Torsionsfeder steht und mit seinem freien Ende an der Halbwolle anliegt. Gibt die Halbwelle den Kraftspeicherhebel frei, dann schlägt dieser gegen einen Vorsprung des druckknopfseitigen Hebels des Kniehebels, so daß dieser Kniehebel einknickt und die Auslösung einleitet. Durch die Verwendung der Kurbel und des Kraftspeicherhebels wird die Herstellung und die Montage des bekannten Überstromschalters erschwert und verteuert. Insbesondere wird durch den zusätzlichen .Kraftspeicherhebel die Auslösung verzögert und die Betätigung des Überstromschalters durch das jeweilige Spannen der Torsionsfeder erschwert.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, den. bekannten Uberstromschalter zu vereinfachen und so auszubilden, daß mit geringen Kräften eine schnelle elektromagnetische und thermische Auslösung erreicht wird, so daß der erfindungsgemäße Uberstromschalter insbesondere als mehrpoliger Uberstromschalter ausgebildet,werden kann.
Diese Aufgabe wird gemäß der. Erfindung bei einem ein- oder mehrpoligen druckknopfbetätigten Uberstromschalter der eingangs genannten Art dadurch gelöst, daß der mit dem Druckknopf gelenkig verbundene Hebel des Kniehebels als Winkelhebel ausgebildet ist und sich mit seinem freien Arm in der Einschaltstellung an der Halbwelle abstützt und daß zur Arretierung der den Druckknopf mit dem Winkelhebel drehbar verbindenden Achse in der Einschaltstellung eine ortsfest schwenkbar gelagerte Sperrklinke vorgesehen ist, die mittels einer Feder mit dem kontaktbrückenseitigen Hebel des Kniehebels in Verbindung steht.
Im Gegensatz zum bekannten Uberstromschalter, bei dem durch Drehung der Auslösewelle erst der Kraftspeicherhebel freigegeben wird, erfolgt beim erfindungsgemäßen Uberstromschalter durch Drehung der Auslösewelle sofort eine Freigabe des winkelförmig ausgebildeten druckknopfseitigen Hebels des Kniehebels und damit ein Einknicken des Kniehebels, so daß dadurch die Auslösung viel schneller und mit geringeren Kräften bewirkt wird als beim bekannten Uberstromschalter. Hierbei wird durch die an der Sperrklinke und an dem kontaktbrückenseitigen Hebel des Kniehebels angreifende Feder das Kniegelenk zusammengezogen und dadurch die Kontaktbrücke mit ihren Kontaktstücken von den festen Kontaktstücken abgehoben.
Zur Unterstützung der Ausschaltbewegung der Kontaktbrücke greift an der die Kontaktbrücke mit dem Hebel des Kniehebels verbindenden Achse eine Feder an, deren anderes Ende ortsfest angeordnet ist. Bei bekannten, mit einem Kniehebel versehenen Überstromschaltern wird der Kniehebel über seinen Totpunkt hinaus durchgedrückt, so daß die beiden Hebel des Kniehebels einen stumpfen Winkel bilden und dadurch eine Selbstsperrung des Kniehebels gegeben ist (deutsche Patentschrift 881238). Beim erfindungsgemäßen Uberstromschalter wird der Kniehebel jedoch nicht bis zum Totpunkt durchgebogen, sondern lediglich bis kurz vor dem Totpunkt, wobei die Hebel des Kniehebels einen stumpfen Winkel bilden. Dies hat den Vorteil, daß während der gesamten Auslösung des Schalters das Kniegelenk eine diesen Winkel verkleinernde Bewegung ausführt. Es ist also zur Schwenkung der beiden Hebel des Kniehebels des erfindungsgemäßen Überstromschalters bei seiner Auslösung eine wesentlich geringere Kraft notwendig als bei den bekannten Schaltern, bei denen während der Auslösung die beiden Hebel des Kniehebels aus ihrer Übertotpunktlage heraus verschwenkt werden müssen.
Bei der Ausbildung des erfindungsgemäßen Überstromschalters als mehrpoliger Uberstromschalter ist in jedem Stromkreis eine Spule für die elektromagnetische Auslösung vorgesehen, von denen eine Spule . umgepolt ist. Dadurch ergibt sich eine relativ große Anzugskraft für den Magnetanker, wodurch eine einwandfreie elektromagnetische Auslösung gewährleistet ist. Durch diese einfache Umpolung einer Spule werden komplizierte und teuere Teile zur Erzielung einer Phasenverschiebung zwischen den Magnetflüssen vermieden.
Bei mehrpoliger Ausbildung des Überstromschalters ist in jedem Stromkreis ein Bimetallstreifen angeordnet. Um auch hierbei eine sehr schnelle Auslösung insbesondere bei Überstrom in einer einzigen Phase zu erreichen, greift jeder Bimetallstreifen mit seinem . freien Ende in eine Aussparung einer verschiebbaren Auslöseplatte ein, die für jeden Bimetallstreifen einen schwenkbar an ihr gelagerten, etwa U-förmigen Hebel aufweist, auf dessen einen Schenkel der zugehörige Bimetallstreifen einwirkt und dessen anderer Schenkel sich an dem einen Hebel der Halbwelle abstützt. Fließt durch alle Bimetallstreifen der gleiche Strom, so biegen sich alle Bimetallstreifen gleich durch. Die Bimetallstreifen wirken hierbei auf den einen Schenkel der U-förmigen HerSel ein, die sich mit ihrem anderen Schenkel an dem einen Hebel der Halbwelle abstützen. Die Auslöseplatte wird über die U-förmigen Hebel in gleicher Richtung bis zu einem Anschlag verschoben. Da sich danach die Auslöseplatte nicht weiter verschieben kann, erfolgt durch die Bimetallstreifen eine weitere Schwenkung der U-förmigen Hebeln die nun eine Schwenkung des einen Hebels der Halbwelle und damit auch der Halbwelle selbst bewirken, wodurch die Auslösung eingeleitet wird.
Fließt ein Überstrom nur durch einen oder zwei Bimetallstreifen, während ein anderer Bimetallstreifen stromlos bleibt oder von einem normalen Strom durchflossen wird, dann hält dieser andere Bimetallstreifen die Äuslöseplatte zurück, so daß eine Ver-Schiebung der Auslöseplatte durch die übrigen Bimetallstreifen nicht erfolgen kann. Die übrigen Bimetallstreifen verschwenken mittels ihrer zugehörigen U-förmigen Hebel den entsprechenden, an der
Halbwelle befestigten Hebel, wodurch die thermische Auslösung eingeleitet wird. Bei unsymmetrischer Belastung der einzelnen Stromkreise erfolgt also die thermische Auslösung wesentlich schneller als bei symmetrischer Belastung. Dies ist ein besonderer Vorteil des erfindungsgemäßen Uberstromschalters.
Der die Verschiebebewegung der Auslöseplatte begrenzende Anschlag kann aus einer Schraube bestehen, die in einem Temperaturkompensationsbimetallstreifen angeordnet sein kann, wodurch der Einfluß der Umgebungstemperatur ausgeschaltet ist.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist mit den erfindungswesentlichen Merkmalen in den Figuren dargestellt. Es zeigt
Fig. 1 einen Schnitt durch einen druckknopfbetätigten Überstromschalter in seiner Ausschaltstellung,
Fig. 2 den gleichen Schnitt wie Fig. 1, jedoch in der Einschaltstellung des Uberstromschalters,
Fig. 3 einen Schnitt nach der Linie III-III der Fig. 1,
F i g. 4 einen Schnitt nach der Linie IV-IV der Fig. 2,
Fig. 5 einen Schnitt nach der LinieV-V der F i g. 2, wobei sich der Magnetanker im angezogenen Zustande befindet,
Fig. 6 eine Draufsicht auf die Auslöseplatte im Bereich der Bimetallstreifen und
Fig. 7 die gleiche Draufsicht wie Fig. 6, wobei sich die Auslöseplatte und die Bimetallstreifen in einer anderen Stellung befinden.
Der dargestellte dreipolige Überstromschalter weist ein einstückig aus Isolierstoff hergestelltes Gehäuse 1 auf, das unter Zwischenschaltung einer Isolierplatte 2 von einem plattenförmigen, aus Metall bestehenden Deckel 3 abgedeckt ist, der mittels Schrauben 3' mit dem Gehäuse 1 verbunden ist. Zur Einlochbefestigung des Schalters ist mit dem Deckel 3 eine Gewindehülse 4 vernietet, auf der eine Sicherungsunterlegscheibe 5 und eine Befestigungsmutter 6 angeordnet sind.
Für den elektrischen' Anschluß weist der dreipolige Überstromschalter in jedem Stromkreis Anschlußfahnen 7 und 8 auf, die mit Anschlußschrauben 9 versehen sind. Die Anschlußfahnen 7 der beiden Stromkreise sind an ihrem oberen Ende gemäß F i g. 3 mit dem Anfang 10 einer Spule 11 elektrisch verbunden, deren Ende 12 mit einer Verbindungsschiene 13 in elektrischer Verbindung steht. Die Verbindungsschiene 13 weist, wie aus Fig. 1 hervorgeht, eine rechtwinklige Abbiegung 13' auf, die mit einem festen Kontaktstück 14 versehen ist. Wie aus F i g. 3 ersichtlich ist, ist der Anfang 10 und das Ende 12 der Spule 11 des mittleren Stromkreises vertauscht, um auch bei symmetrischer Belastung der drei Stromkreise eine genügend große Auslösemagnetkraft zu erreichen. Mit dem festen Kontaktstück 14 arbeitet ein Kontaktstück 15 einer Kontaktbrücke 16 zusammen, die ein weiteres Kontaktstück 17 aufweist, das mit einem festen Kontaktstück 18 zusammenarbeitet. Das feste Kontaktscück 18 befindet sich an einer Verbindungsschiene 19, an der der eine Schenkel eines U-förmigen, direkt beheizten Bimetallstreifens 20 mechanisch und elektrisch leitend befestigt ist. Der andere Schenkel des Bimetallstreifens 20 steht mit der Anschlußfahne 8 in mechanisch fester und elektrisch leitender Verbindung.
Für die drei Stromkreise sind drei Kontaktbrücken 16 vorgesehen, die in eine aus Isolierstoff bestehende Schaltbrücke 21 lose eingesetzt sind und unter der Wirkung je einer Druckfeder 22 stehen. Jede Kontaktbrücke 16 weist eine Bohrung 23 auf, in die ein entsprechender Zapfen 24 der Schaltbrücke 21 eingreift. Die Schaltbrücke 21 kann in einem metallischen Rahmen 25 bzw. im Gehäuse 1 in senkrechter Richtung gemäß Fig. 1 verschiebbar geführt sein. Der Rahmen 25 ist in entsprechende Aussparungen
ίο des Gehäuses 1 unverrückbar eingesetzt.
Mittels einer Achse 26, die im Rahmen 25 geführt ist, steht die Schaltbrücke 21 mit einem Hebel 27 in gelenkiger Verbindung. Der Hebel 27 ist mittels einer Achse 28 mit einem Winkelhebel 29 gelenkig verbunden und bildet mit diesem zusammen einen Kniehebel. Der Winkelhebel 29 ist mit seiner Achse 30 einerseits in Schlitzen des Rahmens 25 geführt und andererseits in einem Langloch 31 verschiebbar gelagert. Das Langloch 31 befindet sich in einem Schaltteil 32, der an einer Schaltstange 33 starr befestigt ist, die mit einem Druckknopf 34 in starrer Verbindung steht. Auf den Druckknopf 34 ist eine Kappe 35 aufgerastet, die an ihrem oberen Ende eine Verdickung 36 besitzt, um die Griffigkeit des Druckknopfes 34 für die Handauslösung zu erhöhen. Diese Kappe 35 mit der Verdickung 36 ist ein Bestandteil des Druckknopfes 34. Zum Druckknopf 34 gehört noch ein ringartiger Teil 37, der unterhalb der Kappe 35 auf dem Druckknopf 34 befestigt ist. Auf den Druckknopf 34 wirkt eine Ausschaltfeder 38 ein, die sich mit ihrem unteren Ende an einem am Rahmen 25 befestigten napfartigen Federteller 39 abstützt.
Auf einer im Rahmen 25 angeordneten Achse 40 ist eine Sperrklinke 41 schwenkbar gelagert, an der eine Feder 42 angreift, deren anderes Ende in den Hebel 27 eingehängt ist. Mit der Sperrklinke 41 arbeitet ein seitlicher Ansatz 43 des Schaltteiles 32 zusammen. In der in F i g. 2 gezeichneten Einschaltstellung stützt sich der seitliche Ansatz 43 unter der Wirkung der Ausschaltfeder 38 an der Sperrklinke 41 ab. In dieser Einschaltstellung liegt der Winkelhebel 29 mit seinem rechten Ende 29' auf einer im Rahmen 25 drehbar gelagerten Halbwelle 44 auf. Auf der Halbwelle 44 sind zwei Hebel 45 und 46 starr befestigt. Der Hebel 45 besitzt eine Anschlagnase 47, auf die ein Magnetanker 48 einwirken kann, der mittels einer Achse 49 im Rahmen 25 schwenkbar gelagert ist. Der Magnetanker 48 besitzt einen plattenförmigen Teil 50, der mit zwei Magnetjochblechen 51 der Spulen 11 zusammenarbeitet. Sämtliche Spulen 11 sind auf einen einstückigen Spulenkörper 52 aufgewickelt, der von einem mit den beiden Magnetjochblechen 51 verbundenen Magnetkern 53 durchsetzt wird. Zwei Federn 54 umgreifen mit ihrem einen Ende die Achse 49 und mit ihrem anderen Ende die Achse 26. Eine Torsionsfeder 55 hält den Magnetanker 48 in der in F i g. 2 dargestellten Lage.
Am oberen Querstück des aus Blech gestanzten und U-förmig gebogenen Rahmens 25 ist eine Auslöseplatte 56 verschiebbar gelagert. Wie aus den F i g. 6 und 7 hervorgeht, weist die Auslöseplatte 56 im Bereich der oberen Enden 57 der Bimetallstreifen 20 Aussparungen 58 und 59 auf, in die die Enden 57 der Bimetallstreifen 20 hineinragen. An der Unterseite der Auslöseplatte 56 sind für jeden Bimetallstreifen 20 mittels Bolzen 60 U-förmige Hebel 61 schwenkbar gelagert. Auf den einen Schenkel 62 der U-förmigen Hebel 61 wirken die Enden 57 der
Bimetallstreifen 20 bei ihrer Durchbiegung ein. Mit dem anderen Schenkel 63 stützen sich die U-förmigen Hebel 61 an Ansätzen 64 und 65 des Hebels 46 der Halbwelle 44 ab. Die Bewegung der Auslöseplatte 56 in Richtung des Pfeiles 66 wird durch eine als Anschlag wirkende Schraube 67 begrenzt, die in eine Abbiegung 68 des Rahmens 25 eingeschraubt ist.
Die Wirkungsweise des Überstromschalter ist folgende: Tritt bei symmetrischer Belastung der drei Stromkreise des Schalters in seiner Einschaltstellung gemäß F i g. 2 ein Überstrom in sämtlichen Stromkreisen auf, dann biegen sich sämtliche Bimetallstreifen 20 gleichmäßig nach rechts gemäß Fig. 2 durch. Die Enden 57 der Bimetallstreifen 20 wirken auf die Schenkel 62 der U-förmigen Hebel 61 ein. Da sich die anderen Schenkel 63 der U-förmigen Hebel 61 an den Ansätzen 64 und 65 des Hebels 46 entgegen der Kraft einer auf der Halbwelle 44 angeordneten, genügend starken und die Halbwelle 44 in der Stellung nach F i g. 2 haltenden Torsionsfeder 44' abstützen, wird hierbei die Auslöseplatte 56 in Richtung des Pfeiles 66 bis zum Anschlag an der Schraube 67 mitgenommen. Danach erfolgt eine Schwenkung der U-förmigen Hebel 61, wodurch der Hebel 46 und damit die Halbwelle 44 im Uhrzeigersinn gemäß F i g. 2 geschwenkt wird, so daß der Winkelhebel 29 unter der Wirkung der Federn 42 und 54 freigegeben wird. Der Kniehebel 27, 29 wird durch diese Federn 42, 54 zusammengezogen und die Schaltbrücke 21 mit den Kontaktbrücken 16 in die Ausschaltstellung gemäß Fig. 1 gebracht. Die Stellung der Bimetallstreifen 20 mit ihren Enden 57, der Auslöseplatte 56 und der U-förmigen Hebel 61 sowie des Hebels 46 mit seinen Ansätzen 64 und 65 ist in Fig. 6 strichpunktiert dargestellt. Nach Erkalten der Bimetallstreifen 20 drücken ihre Enden 57 die Auslöseplatte 56 wieder in die ursprüngliche Lage zurück.
Kommt es vor, daß lediglich in einem Stromkreis ein Überstrom auftritt, z. B. gemäß Fig. 7 im unteren Stromkreis, dann biegt sich nur der zugehörige Bimetallstreifen 20 durch, während die anderen beiden Bimetallstreifen 20 in ihrer ursprünglichen Lage verbleiben. Die oberen Enden 57 dieser beiden Bimetallstreifen 20 halten die Auslöseplatte 56 in der in F i g. 7 dargestellten Lage, in der sich die Auslöseplatte 56 in einem gewissen Abstande von der Schraube 67 befindet. Da sich die Auslöseplatte 56 nicht weiterbewegen kann, wird sofort bei der Durchbiegung des unteren Bimetallstreifens 20 durch sein oberes Ende 57 der entsprechende U-förmige Hebel 61 geschwenkt und durch seinen Schenkel 63 der Ansatz 65 und damit auch der Hebel 46 im Uhrzeigersinn gemäß Fig. 2 geschwenkt, wodurch die Auslösung eingeleitet wird. Bei unsymmetrischer Überlastung erfolgt also eine frühere Auslösung als bei symmetrischer Überlastung.
Beim Auftreten eines Überstromes von z. B. achtfacher Nennstromstärke wird der Magnetanker 48 angezogen und entgegen dem Uhrzeigersinn gemäß F i g. 2 und entgegen der Wirkung der Torsionsfeder 55 so geschwenkt, daß sein äußeres rechtes Ende auf die Anschlagnase 47 des Hebels 45 trifft. Der Hebel 45 und damit auch die mit ihm starr verbundene Halbwelle 44 werden im Uhrzeigersinn geschwenkt, wodurch die Auslösung eingeleitet wird (F i g. 1).
Wird bei einer thermischen oder elektromagnetischen Auslösung der Druckknopf 34 in der Einschaltstellung gemäß Fig. 2 festgehalten, dann erfolgt eine Freiauslösung, da ja unter der Wirkung der Federn 42, 54 der Kniehebel 27, 29 zusammengezogen und die Schaltbrücke 21 mit den Kontaktbrücken 16 in die Ausschaltstellung bewegt wird.
Wird zur Einschaltung der Druckknopf 34 aus der Ausschaltstellung gemäß F i g. 1 in die Einschaltstellung gemäß Fig. 2 gedrückt, dann stützt sich zunächst der Winkelhebel 29 mit seinem freien Schenkel an der unter der Wirkung der Torsionsfeder 44'
ίο wieder in ihre Sperrstellung gelangten Halbwelle 44 ab. Mittels der Achse 30 erfolgt nun eine Schwenkung des Winkelhebels 29 um die Halbwelle 44 entgegen dem Uhrzeigersinne gemäß F i g. 2 und gleichzeitig ein Durchdrücken des Kniehebels 27, 29 sowie ein Spannen der Federn 42, 54. Nach Erreichen der Einschaltstellung gemäß F i g. 2 legt sich die Sperrklinke 41 an die Achse 30 unter der Wirkung der gespannten Feder 42 an.
Zur Handauslösung braucht der Druckknopf 34 lediglich aus dem Gehäuse 1 gemäß F i g. 2 herausgezogen und in die Stellung gemäß Fig. 1 gebracht zu werden. Bei dieser Bewegung drückt der Ansatz 43 auf die Sperrklinke 41 und schwenkt diese im Uhr- \ zeigersinn gemäß Fig. 2 so weit, daß diese Sperrklinke 41 die Achse 30 des Winkelhebels 29 freigibt. Durch die Federn 42 und 54 wird danach der Kniehebel 27, 29 zusammengezogen und hierbei die Schaltbrücke 21 mit den Kontaktbrücken 16 in die Ausschaltstellung gemäß F i g. 1 gebracht.
Die Schraube 67 kann auch in einen Temperatur-• kompensationsbimetallstreifen eingeschraubt sein, so daß dann die thermische Auslösung des Schalters unabhängig von der Umgebungstemperatur erfolgt.
Das Gehäuse 1 weist außen im Bereich der Schaltbrücke 21 eine napfartige Aussparung 69 zum Einsetzen eines Signalkontaktteiles und einen Durchbruch 70 zur Aufnahme eines Stößels auf, mittels dessen die Schaltbrücke 21 die Signalkontakte des Signalkontaktteiles betätigt. In den bzw. die Stromkreise des Signalkontaktteiles können zur Fernanzeige der beiden Schaltstellungen des Schalters optische oder akustische Signalmittel eingeschaltet werden, die die Ein- und die Ausschaltstellung des Schalters signalisieren. t
Der Hebel 27, der Winkelhebel 29, die Sperrklinke 41 und der Magnetanker 48 sind Stanzteile und zur Erzielung einer möglichst breiten Lagerung U-förmig gebogen. Ihre gleich ausgebildeten Schenkel, von denen in den Fig. 1 und 2 jeweils nur der vordere zu sehen ist, werden von den Achsen 26, 28, 30, 40 und 49 durchsetzt.
Der in das Gehäuse 1 eingesetzte Rahmen 25 bildet mit den in ihm gelagerten und an ihm befestigten Teilen eine Baueinheit, die außerhalb des Gehäuses 1 montiert und nach Fertigstellung in das Gehäuse 1 eingesetzt werden kann. Nach diesem Einsetzen werden die Isolierplatte 2 und der Deckel 3 auf das Gehäuse 1 aufgesetzt und mittels der Schrauben 3' befestigt. Hierbei ragt der Druckknopf 34 aus der Gewindehülse 4 heraus. Schließlich wird auf den Druckknopf 34 die mit der Verdickung 36 versehene Kappe 35 aufgesetzt, die hierbei mit dem Druckknopf 34 verrastet.

Claims (6)

Patentansprüche:
1. Ein- oder mehrpoliger druckknopf betätigter Überstromschalter mit thermischer und elektro-
magnetischer Auslösung und einer Kontaktbrücke, die mit dem Druckknopf mittels eines Kniehebels in Verbindung steht, und mit einer als Halbwelle ausgebildeten Auslösewelle, die mit zwei Hebeln versehen ist, von denen der eine mit dem Magnetanker der elektromagnetischen Auslösung und der andere mit dem Bimetallstreifen der thermischen Auslösung zusammenarbeitet, dadurch gekennzeichnet, daß der mit dem Druckknopf (34) gelenkig verbundene Hebel des Kniehebels (27, 29) als Winkelhebel (29) ausgebildet ist und sich mit seinem freien Arm in der Einschaltstellung an der Halbwelle (44) abstützt und daß zur Arretierung der den Druckknopf (34) mit dem Winkelhebel (29) drehbar verbindenden Achse (30) in der Einschaltstellung eine ortsfest schwenkbar gelagerte Sperrklinke (41) vorgesehen ist, die mittels einer Feder (42) mit dem kontaktbrückenseitigen Hebel (27) des Kniehebels (27, 29) in Verbindung steht. ao
2. Uberstromschalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an der die Kontaktbrücke (16) mit dem Hebel (27) des Kniehebels (27,29) verbindenden Achse (26) eine Feder (54) angreift, deren anderes Ende ortsfest (Achse 49) angeordnet ist.
3. Uberstromschalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Hebel des Kniehebels (27, 29) in an sich bekannter Weise in der Einschaltstellung einen stumpfen Winkel bilden und daß sich frei bewegende Kniegelenk (Achse 28) während der gesamten Auslösung des Schalters eine diesen Winkel verkleinernde Bewegung ausführt.
4. Uberstromschalter nach Anspruch 1 mit in jedem Stromkreis angeordneter Spule für die elektromagnetische Auslösung, dadurch gekennzeichnet, daß eine Spule (11) umgepolt ist.
5. Uberstromschalter nach Anspruch 1, mit in jedem Stromkreis angeordneten Bimetallstreifen, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Bimetallstreifen (20) mit seinem freien Ende (57) in eine Aussparung (58, 59) einer verschiebbaren Auslöseplatte (56) eingreift, die für jeden Bimetallstreifen (20) einen schwenkbar an ihr gelagerten, etwa U-förmigen Hebel (61) aufweist, auf dessen einen Schenkel (62) der zugehörige Bimetallstreifen (20) einwirkt und dessen anderer Schenkel (63) sich an dem einen Hebel (46) der Halbwelle (44) abstützt.
6. Uberstromschalter nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Verschiebebewegung der Auslöseplatte (56) durch einen einstellbaren Anschlag (Schraube 67) begrenzt ist, der in einem Temperaturkompensationsbimetallstreifen angeordnet sein kann.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen

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