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DE1538279C - Überspannungsableiter mit geschlossenem Gehäuse - Google Patents

Überspannungsableiter mit geschlossenem Gehäuse

Info

Publication number
DE1538279C
DE1538279C DE19661538279 DE1538279A DE1538279C DE 1538279 C DE1538279 C DE 1538279C DE 19661538279 DE19661538279 DE 19661538279 DE 1538279 A DE1538279 A DE 1538279A DE 1538279 C DE1538279 C DE 1538279C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
gas
surge arrester
valve
gas density
pressure
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE19661538279
Other languages
English (en)
Other versions
DE1538279B2 (de
DE1538279A1 (de
Inventor
Hanspeter Dipl.-Ing. Ennetbaden Christener (Schweiz)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
BBC Brown Boveri AG Switzerland
Original Assignee
Brown Boveri und Cie AG Switzerland
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Priority claimed from CH23066A external-priority patent/CH437496A/de
Application filed by Brown Boveri und Cie AG Switzerland filed Critical Brown Boveri und Cie AG Switzerland
Publication of DE1538279A1 publication Critical patent/DE1538279A1/de
Publication of DE1538279B2 publication Critical patent/DE1538279B2/de
Application granted granted Critical
Publication of DE1538279C publication Critical patent/DE1538279C/de
Expired legal-status Critical Current

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Description

Die Erfindung bezieht sich auf einen Überspannungsableiter mit geschlossenem Gehäuse und darin angeordneten Funkenkammern, die aus unter Lichtbogeneinwirkung gasabgebendem Kammermaterial ■" bestehen.
Überspannungsableiter für hohe Nennspannungen werden im allgemeinen dicht verschlossen. Ihr Aktivteil besteht aus einer Vielzahl von in Serie geschalteten Funkenstrecken Und spannungsabhängigen Widerständen. Die Strombegrenzung während und nach dem Ableitvorgang wird von den spannungsabhängigen Widerständen übernommen. Funkenstrecken und
ίο Widerstände sind so konstruiert, daß sie bei normalem Funktionieren keine Gase abgeben, so daß mit einer konstanten Gasdichte im Ableiterinnern gerechnet werden kann.
Aus der deutschen Patentschrift 841 929 ist bereits ein Überspannungsableiter mit Druckausgleichventil bekannt, wobei das Ventil durch ein druckempfindliches Element betätigt wird, das derart bemessen ist, daß es nur bei außergewöhnlichen Druckänderungen, die eine schädliche Veränderung der Ansprechspannung der im Ableiter eingebauten Funkenstrecken zur Folge haben würde, das Ventil öffnet.
Die Durchschlagspannung einer Elektrodenanordnung mit homogenem Feld ist nicht vom Druck, sondern von der Gasdichte abhängig.
Bei der bekannten Anordnung findet ein Gasaustausch mit der Innenatmosphäre des Überspannungsabieiters statt. Dabei ist aber eine konstante Zusammensetzung der Innenatmosphäre, nicht gewährleistet und schädliche Änderungen der Ansprechspannung
sind die Folge. · .
Es ist Aufgabe der Erfindung, einen Überspannungsableiter zu schaffen, bei welchem die Verwendung gasabgebender Materialien für die Funkenkammer ohne Veränderung der Ansprechspannung mög-Hch ist.
Die vorgenannte Aufgabe wird bei einem Überspannungsableiter der eingangs genannten Art erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß zur Aufrechterhaltung einer konstanten Gasdichte im Innern des Überspannungsableiters ein Gasdichte-Regulierventil vorgesehen ist.
Da das Gasdichte-Regulierventil auf keinerlei Druckänderungen der Außenatmosphäre des Überspannungsableiter anspricht, behält der Ableiter seine Ansprechspannung konstant bei, auch wenn er beispielsweise bei einem Barometerstand von 760 Torr und einer Temperatur von 20° C, entsprechend etwa Meereshöhe, montiert und in seiner Ansprechspannung eingestellt wird, und derselbe Ableiter dann auf etwa 3000 m über Meereshöhe eingesetzt wird.
Nach einer bevorzugten Ausführungsform kann als Antrieb für einen Ventilteller des Gasdichte-Regulierventils ein Kolben, der unter dem Innendruck des Ableiters gegen eine im Ableiter befindliche, abgeschlossene Referenzatmosphäre arbeitet, vorgesehen und zwischen dem Kolben und dem Ventilteller eine Kolbenstange als Verbindung angeordnet sein, und weiterhin mindestens ein Federbalg zwischen dem KoI-ben und einer mit dem Gehäuse fest verbundenen Fläche gasdicht angeordnet und sein Innenraum mit einem Gas gefüllt sein, sowie die Höhe des Federbalges einstellbar sein, um den Gasdruck im Innenraum des Federbalges zu verändern, wobei die den Federbalg abschließende Wirkfläche des Kolbens wesentlich größer als die Ventilfläche ist.
Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung wird vorgesehen, daß ein ferromagnetischer Ansatz an
der Kolbenstange in der geschlossenen Stellung des Gasdichte-Regulierventils auf einem Permanentmagneten aufliegt, und daß mindestens auf einerSeite des Ventiltellers im Strömungskanal für das Gas ein Filter angeordnet ist.
Durch die Anordnung eines Permänent-Magneten wird erreicht, daß das Ventil auch dann noch in geschlossener Stellung gehalten wird, wenn die Gasdichte im Innern des Ableiters den eingestellten Sollwert bereits erreicht hat. Erst ein weiteres Ansteigen der Gasdichte bewirkt dann ein Losreißen vom Magneten. Dadurch wird verhindert, daß der Druck an der Druckstelle über längere Zeit bis bei Null verbleibt.
Der Filter verhindert eine Ablagerung von Schmutzteilchen am Ventilteller oder am Ventilsitz, wodurch Undichtigkeiten entstehen wurden.
Ferner ist es zweckmäßig, das Gasdichte-Regulierventil auf einem Abschlußdeckel des Ableitergehäuses anzuordnen.
Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachstehend an Hand von Figuren erläutert. Es zeigt
F i g. 1 einen Längsschnitt durch einen Überspannungsableiter mit einem Gasdichte-Regulierventil,
Fig.2 einen Längsschnitt durch ein Gasdichte-Regulierventil,
F i g. 3 einen Längsschnitt eines Überspannungsabieiters mit mehreren Gasdichte-Regulierventilen,
F i g. 4 einen Längsschnitt eines Teiles eines Überspannungsableiters mit einer anderen Anordnung eines Gasdichte-Regulierventils.
Der in F i g. 1 im Längsschnitt gezeigte Überspannungsableiter weist einen Isolator 1 und je einen stirnseitig auf diesen angebrachten Abschlußdeckel 3 bzw. 5 als Gehäuse auf. Die Abschlußdeckel 3 und 5 sind mit dem Isolator 1 gasdicht verbunden, zu welchem Zweck Dichtungen? vorgesehen sind. Der Aktivteil des Überspannungsabieiters besteht aus einer schematisch dargestellten Löschfunkenstrecke 9 sowie einem Stapel von spannungsabhängigen Widerständen 11, die im Innern des Isolators 1 unter dem Druck einer Feder 13 angeordnet sind. Der untere Abschlußdekkel5 ist in axialer Richtung verlängert und bildet einen angenähert zylindrischen Hohlraum, in welchem ein aus einem Ventilteller 17 und einer Blattfeder 19 bestehendes Druckentlastungsventil 15 angeordnet ist. Im normalen Zustand schließt der durch die Blattfeder 19 an den Endteil 15 angepreßte Ventilteller 17 die öffnungen 21, so daß das Gehäuseinnere gasdicht verschlossen ist. Bei sehr hohem Innendruck wird der Ventilteller 17 nach unten gedrückt, so daß das Gas durch die öffnungen 21 und 23 nach außen entweichen kann.
Im oberen Abschlußdeckel 3 ist ein in Ansicht dargestelltes Gasdichte-Regulierventil 25 angeordnet.
Der Aufbau des Gasdichte-Regulierventils 25 ist in F i g. 2 im Schnitt dargestellt. Das Ventilgehäuse besteht aus den drei Teilen 27, 29 und 31. Der Gehäuseteil 27 ist auf den Abschlußdeckel3 (Fig. 1) aufgesetzt oder stellt diesen Abschlußdeckel 3 in der dargestellten Ausbildung selbst dar. An den Gehäuseteil 27 ist ein weiterer Gehäuseteil 29 angeschraubt, wobei zwischen den beiden Gehäuseteilen 27 und 29 öffnungen 33 vorgesehen sind, so daß im Innern des Gehäuseteiles 27 der Innendruck des Überspannungsabieiters herrscht. Der dritte Gehäuseteil 31 besteht aus einer auf den Gehäuseteil 27 aufgesetzten Haube, wobei zwischen dem Befestigungsflansch der Haube 31 und dem Gehäuseteil 27 ein Spalt angeordnet ist, so daß im Innern der Haube 31 der äußere Atmosphärendruck herrscht.
Der Gehäuseteil 27 ist mit einem Ventilsitz 37 versehen, auf welchen ein Ventilteller 39 aufliegt. Der Ventilteller 39 ist mit einer Kolbenstange 41 verbunden.
Im zylindrischen Innenraum des Ventilgehäuseteils 29 ist ein plattenförmiger Kolben 43 angeordnet. Der ίο Kolben 43 ist mit der Kolbenstange 41 mittels einer Feder 45 wirkverbunden, wobei die Feder 45 sich einerseits auf die Innenfläche des Kolbens 43 und andererseits auf einen zylindrischen Ansatz 47 der Kolbenstange 41 abstützt. Die Kolbenstange 41 ist hierbei im Kolben 43 in axialer Richtung verschiebbar angeordnet. Der Kolben 43 liegt unter der Kraft der Feder 45 auf einer Schraubenmutter 49 auf, welche auf einem Gewindeansatz 50 der Kolbenstange 41 drehbar angeordnet ist.
Federbälge 51 sind einerseits mit dem Kolben 43 und andererseits mit dem Ventilgehäuseteil 29 gasdicht verbunden. Ihr Innenraum 53 ist mit einem Gas gefüllt. Die Federbälge 51 können als ein einziger koaxial angeordneter ringförmiger Federbalg oder als ' einzelne Federbälge von kreisförmigem Querschnitt, von welchen beispielsweise vier zwischen dem Kolben 43 und der Innenwand des Ventilgehäuseteils 29 angeordnet sind, ausgebildet sein. Durch Drehen der Schraubenmutter 49 läßt sich der Gasdruck im Innenraum 53 der Federbälge 51 einstellen, z. B. auf den Druck des Normalzustandes (Normdruck).
In einer Gewindebüchse 56 ist ein ringförmiger Permanentmagnet 55 angeordnet, der bei der dargestell-• ten geschlossenen Ventilstellung mit dem zylindrischen, ferromagnetischen Ansatz 47 der Kolbenstange 41 in Berührung steht. Hierbei ist zwischen dem Ansatz 47 und dem Magnet 55 eine Folie 57 eingebracht. Die Gewindebüchse 56 ist in einem Gewindeansatz des Ventilgehäuseteils 29 eingeschraubt undkann durch Drehen in axialer Richtung verschoben werden.
Zu beiden Seiten der vom Ventilteller 39 und Ventilsitz 37 gebildeten Dichtstelle 38 ist in den Gaszuführungsräumen je ein ringförmiger Filter 59 bzw. 61 angeordnet. Die Kolbenstange 41 ist hierbei im Filter 59 axial verschiebbar, wobei es aber nicht erforderlich ist, daß die Berührungsfläche zwischen der Kolbenstange 41 und dem Filter 59 gasdicht ist. Schließlich ist auf der Haube 31 eine Schraube 63 angeordnet, die bis zum Anschlag 65 eingedreht werden kann. Die Schraube 63 weist eine zentrale Bohrung auf, in welcher eine Feder 67 angeordnet ist, die auf eine Scheibe 69 drückt.
An Hand der F i g. 1 und 2 kann die Funktionsweise des Überspannungsabieiters wie folgt beschrieben werden: Im normalen Zustand herrscht im Innern des Isolators 1, der beispielsweise mit einem Schutzgas gefüllt ist, ein bestimmter Gasdruck, der zur Vermeidung des Eindringens feuchter Außenluft mit Vorteil etwas höher als der Außendruck ist. Bei diesem Gasdruck sind sowohl das Druckentlastungsventil 15 wie auch das Ventil 25 geschlossen. Geht nun zufolge einerüberspannung ein Ableitvorgang vor sich, so geben die Löschkammern unter der Wirkung des entstehenden Lichtbogens Gas ab. Dadurch steigt der Druck im Innern des Isolators 1, so daß eine axial gerichtete Kraft auf den Kolben 43 ausgeübt wird. Wenn der Druck im Innern des Isolators 1 größer geworden
ist als der Gasdruck in den Federbälgen 53, nämlich dem mit der Schraubenmutter 49 eingestellten Solldruck, wird der Kolben 43 und damit über die Feder 45 die Kolbenstange 41 axial nach oben verschoben. Dadurch wird der Ventilteller 39 des Gasdichte-Regulierventils 25 vom Ventilsitz abgehoben und das Gas kann vom Innenraum des Ableiters-durch die öffnungen 33 den Filter 59, den Filter 61 und den Spalt 35 nach außen strömen, wie dies durch Pfeile angedeutet ist. .
Sobald der Lichtbogen gelöscht ist und von den Löschkammern kein Gas mehr abgegeben wird, sinkt der Innendruck. Fällt er unter den Soll-Druck, so dehnen sich die Federbälge 51 wieder aus und ziehen über die Schraubenmutter 49, auf welcher der Kolben 43 aufliegt, die Kolbenstange 41 nach unten, so daß der Ventilteller 39 auf den Ventilsitz 37 zu sitzen kommt. Der Innendruck wirkt einerseits auf den Ventilteller 39 gegen den Außendruck, wobei die Wirkfläche sind beispielsweise poröse Sintermetallringe oder ein Labyrinth geeignet.
Durch Eindrehen der Schraube 63 kann der Ventilteller 39 auf den Ventilsitz 37 gedrückt und in dieser Stellung blockiert werden. Eine Blockierung des Ventils ist beispielsweise während einer Dichteprüfung des Ableiters, zur Funktionsprüfung des Explosionsschutzventils 15 oder während Transporten des Ableiters erforderlich. Die Feder 67 ist so ausgelegt, daß sie
ίο das Ventil entgegen dem Innendruck des Ableiters geschlossen halten kann ohne es zu beschädigen. Um ein konstantes Ansprechverhalten des Ableiters zu erreichen, ist es zweckmäßig, diesen von Anfang an mit dem Gas zu füllen, das beim Ansprechen der Funkenstrecken abgegeben wird.
Bei der Ausführung gemäß Fig. 1 sind im Gehäuse des Ableiters ein einziger Stapel von Funkenstrekken9 und spannungsabhängigen Widerständen 11 und ein einziges Gasdichte-Regulierventil 25 angeord-
d.urch den Durchmesser d gegeben ist. Andererseits 20 net. Es können aber auch einzelne Funkenstrecken-
wirkt der Innendruck gegen den im Innenraum 53 der Federbälge 51 herrschenden Druck. Da die Wirkfläche der Federbälge, die durch die Durchmesser D1 , und D2 bestimmt ist, wesentlich größer ist als die Wirkfläche des Ventiltellers 39, ist für das Abheben des Ventiltellers 39 vom Ventilsitz 37 der Gasdruck in den Innenräumen 53 der Federbälge 51 maßgebend. Es liege nun der Fall vor, daß sich der Druck im Innern des Isolators verglichen mit dem Außendruck erhöht, weil entweder die Temperatur im Ableiterinnern steigt oder weil der Außendruck abnimmt. Dann erhöht sich bei einer Temperaturerhöhung im Innern des Ableiters aber auch der Gasdruck in den Innenräumen 53 der Federbälge 51, so daß auf die Kolbenstange 41 keine axial gerichtete Kraft ausgeübt wird. Eine öffnend wirkende temperaturbedingte Druck-Steigerung im Ableiterinnern führt damit auch zu einer Steigerung des schließend wirkenden Gegendruckes im Innenraum 53 der Federbälge 51. Damit wird erreicht, daß nicht auf konstanten Gasdruck, sondern auf konstante Gasdichte reguliert wird. Der innere Überdruck wirkt nur in geringem Maße auf den Ventilteller 39 mit einer öffnenden Kraft.
Die gleichen Verhältnisse liegen vor, wenn der Außendruck sinkt. Dann ändert sich an den Druck-Verhältnissen zwischen dem Ableiterinnern und dem Innenraum 53 der Federbälge 51 nichts. Die einzige öffnende Kraft wird durch den Druckunterschied auf beiden Seiten des Ventiltellers 39 erzeugt, und diese ist, wie oben ausgeführt, sehr klein.
Der ringförmige Magnet 55 hält durch seine Wirkung auf den zylindrischen Ansatz 47 der Kolbenstange 41 das Ventil auch dann noch in geschlossener Stellung, wenn die Gasdichte im Ableiterinnern bereits den eingestellten Sollwert erreicht hat. Die Gasdichte im Innern muß noch weitersteigen, bis die zum Losreißen des Ansatzes 47 vom Magneten 55 erforderliche Kraft erreicht ist. Dank dieser verzögerten Ventilbetätigung wird verhindert, daß der Liniendruck an der Dichtstelle 38 über längere Zeit hin Null wird. Die zwischen dem Ansatz 47 und dem Magneten 55 eingelegte Folie 57 verhindert ein Kleben des Ansatzes 47. Durch Drehen der Gewindebuchse 56 kann der Magnet 55 justiert werden.
Die auf beiden Seiten der Dichtungsstelle 38 angeordneten inneren und äußeren Filter 59 bzw. verhindern das Ablagern von Schmutzpartikeln auf dem Ventilteller 39 oder dem Ventilsitz 37. Als Filter Stapel oder einzelne Widerstände oder Widerstandsstapel für sich nochmals in gasdichte Hüllen eingeschlossen werden, wobei in jeder Hülle und zusätzlich „-im Außengehäuse je ein Gasdichte-Regulierventil an- *· geordnet wird. Der Vorteil dieser Anordnung besteht darin, daß die Anforderungen bezüglich Gasdichte des aus einem Isolator großer Abmessungen bestehenden Außengehäuses weniger streng zu sein brauchen. In F i g. 3 ist ein derartiger Ableiter dargestellt.
In dem vom Isolator 1 und den beiden Abschluß-· deckein 3 und 5 gebildeten Gehäuse sind beispeilsweise eine gasdichte Hülle 71 mit einem Funkenstrekkenstapel 9 und einem Widerstandsstapel 11 ein weiterer Widerstandsstapel 11 und eine zweite gasdichte Hülle 71 mit einem weiteren Funkenstreckenstapel 9 'aneinandergereiht und durch eine Feder 75 festgehalten. Die beiden Hüllen 71 und 73 sind hierbei wiederum mit je einem Gasdichte-Regulierventil 77 versehen, das aber im Gegensatz zu dem in Fi g. 2 dargestellten Ventil 25 keine Schraube 63 zur Blockierung des Ventiltellers 39 aufzuweisen braucht. Im oberen Abschlußdeckel 3 des äußeren Gehäuses ist ein drittes Gasdichte-Regulierventil 79 angeordnet, das mit der Außenseite in Verbindung steht. Im unteren Abschlußdeckel ist zudem, wie bereits beschrieben, das Druckentlastungsventil 15 als Explosionsschutz angeordnet. Für das äußere Ventil 79 kann die Tempe-, ratur- und Außendruckkompensation gemäß F i g. entfallen.
Es ist möglich, das in F i g. 2 dargestellte Gasdichte-Regulierventil gleichzeitig als Druckentlastungsventil für den Explosionsschutz gemäß Fig. 1 auszubilden. Da dies jedoch einen komplizierten und aufwendigen Aufbau zur Folge hat, ist es vorteilhafter, für beide Funktionen getrennte Ventile vorzusehen. Hierbei ist es jedoch möglich, das Gasdichte-Regulierventil und das Druckentlastungsventil als eine einzige Einheit zusammenzubauen. F i g. 4 stellt ein entsprechendes Ausführungsbeispiel dar, und zwar das Gasdichte-Regulierventil in Ansicht und das Druckentlastungsventil im Schnitt.
Der Isolator 1, in dessen Innerem die Aktivteile des Ableiters angeordnet sind, ist mit einem Abschlußdeckel 80 versehen, der eine im wesentlichen zylindrische Verlängerung zur Aufnahme eines aus einem Ventilteller 81 und einer Tellerfeder 85 bestehenden Druckentlastungsventils aufweist. In der dargestellten Stellung schließt der Ventilteller 81 mittels der Dich-
Hingen 83 die im Abschlußdeckel 80 befindliche Öffnung 87, die in den Innenraum des Ableiters führt, gasdicht ab. Das Gasdichte-Regulierventil 89 ist gemäß F i g. 2 ausgebildet und am Ventilteller 81 angebracht, welcher mit entsprechenden Bohrungen für die Befestigung der Haube 31 (Fig.^) und für den Ventilsitz 37 (F i g. 2) versehen ist. D^Abschlußdekkel 80 weist zudem seitliche Bohrungen 93 auf.
Beim Ansteigen der Gasdichte im Ableiterinnern öffnet in der bereits beschriebenen Weise das Ventil 89, so daß das Gas in der mit Pfeilen 91 angedeuteten Richtung aus dem Innern strömen kann. Bei steilem Druckanstieg auf hohe Druckwerte von 1 ... 2 atü wird der Ventilteller 81 gegen die Tellerfeder 85 gedrückt, so daß das Gas in der mit Pfeilen 95 angedeu- »5 toten Richtung durch die öffnungen 93 entweichen kann und ein Zerspringen des Isolators 1 vermieden ist.
Bei dem beschriebenen Überspannungsableiter ist dank der Gasdichte-Regulierung im Innenraüm eine Verwendung von gasabgebenden Materialien in den Löschkammern des Ableiters möglich. Diese Verwendung führt zu einer Steigerung der Lichtbogenspannung, so daß das Volumen und der Widerstandswert der teuren und in der Herstellung schwierigen spannungsabhängigen Widerstände reduziert werden können. Dadurch wird nicht nur die Herstellung der Ableiter weniger aufwendig, sonderen auch ihre Qualität wegen der tieferen Restspannung während dem Ableitvorgang besser.
Während die als Explosionsschutz vorgesehenen Druckentlastungsventile bei Ableitern für hohe Spannungen auf einen Minimaldruck von etwa 1,5 atü eingestellt werden müssen, können die beschriebenen Gasdruck-Regulierventile, die temperatur- und außendruckkompensiert sind, auf einen wesentlich kleineren Überdruck von beispielsweise 0,3 atü eingestellt werden. Bleibt nach einer Störung das Druckentlastungsventil intakt, so ist deshalb ein möglicherweise noch vorhandener Restdruck wesentlich kleiner, so daß die Gefahr für das Bedienungspersonal stark reduziert ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen 309 615/197

Claims (10)

Patentansprüche:
1. Überspannungsableiter mit geschlossenem Gehäuse und darin angeordneten Funkenkammern, die aus unter Lichtbogeneirrwirkung gasabgebendem Kammermaterial ifestehen, d a durch gekennzeichnet, daß zur Aufrechterhaltung einer konstanten Gasdichte im Innern des Überspannungsabieiters ein Gasdichte-Regulierventil (25; 77, 69) vorgesehen ist.
2. Überspannungsableiter nach Anspruch !,dadurch gekennzeichnet, daß als Antrieb für einen Ventilteller (39) des Gasdichte-Regulierventils (25) ein Kolben (43) vorgesehen ist, der unter dem Innendruck des Ableiters gegen eine im Ableiter befindliche, abgeschlossene Referenzatmosphäre arbeitet und daß zwischen dem Kolben (43) und dem Ventilteller (39) eine Kolbenstange (41) als Verbindung vorgesehen ist.
3. Überspannungsableiter nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens ein Federbalg (51) zwischen dem Kolben (43) und einer mit dem Gehäuse fest verbundenen Fläche (29) gasdicht angeordnet und daß sein Innenraum (53) mit einem Gas gefüllt ist.
4. Überspannungsableiter nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Höhe des Federbalges (51) einstellbar ist, um den Gasdruck im Innenraum (53) des Federbalges (51) zu verändern.
5. Überspannungsableiter nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die den Federbalg (51) abschließende Wirkfläche des Kolbens (43) wesentlich größer ist als die Ventiltellerfläche (39).
6. Überspannungsableiter nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß ein ferromagnetischer Ansatz (47) an der Kolbenstange (41) in der geschlossenen Stellung des Gasdichte-Regulierventils (25) auf einem Permanentmagneten (55) aufliegt.
7. Überspannungsableiter nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens auf einer Seite des Ventiltellers (39) im Strömungskanal für das Gas ein Filter (59, 61) angeordnet ist.
8. Überspannungsableiter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Gasdichte-Regulierventil (25) auf einem Abschlußdeckel (3) des Ableitergehäuses angeordnet ist.
9. Überspannungsableiter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß im Gehäuse mindestens eine weitere gasdichte Hülle (71, 73) mit Funkenstrecken (9) und/oder spannungsabhängigen Widerständen (11) angeordnet ist, wobei jede Hülle (71, 73) und das Gehäuse mit je einem Gasdichte-Regulierventil (77, 69) versehen sind.
10. Überspannungsableiter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Gasdichte-Regulierventil (84) mit einem an sich bekannten, als Explosionsschutz wirkenden Druckentlastungsventil (81, 85) zusammengebaut ist.
DE19661538279 1966-01-07 1966-01-31 Überspannungsableiter mit geschlossenem Gehäuse Expired DE1538279C (de)

Applications Claiming Priority (3)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CH23066 1966-01-07
CH23066A CH437496A (de) 1966-01-07 1966-01-07 Uberspannungsableiter mit einem gasdicht verschlossenen Gehäuse
DEA0051466 1966-01-31

Publications (3)

Publication Number Publication Date
DE1538279A1 DE1538279A1 (de) 1969-07-10
DE1538279B2 DE1538279B2 (de) 1972-09-28
DE1538279C true DE1538279C (de) 1973-04-12

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