DE1538279C - Überspannungsableiter mit geschlossenem Gehäuse - Google Patents
Überspannungsableiter mit geschlossenem GehäuseInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf einen Überspannungsableiter mit geschlossenem Gehäuse und darin
angeordneten Funkenkammern, die aus unter Lichtbogeneinwirkung gasabgebendem Kammermaterial ■"
bestehen.
Überspannungsableiter für hohe Nennspannungen werden im allgemeinen dicht verschlossen. Ihr Aktivteil
besteht aus einer Vielzahl von in Serie geschalteten Funkenstrecken Und spannungsabhängigen Widerständen.
Die Strombegrenzung während und nach dem Ableitvorgang wird von den spannungsabhängigen
Widerständen übernommen. Funkenstrecken und
ίο Widerstände sind so konstruiert, daß sie bei normalem
Funktionieren keine Gase abgeben, so daß mit einer konstanten Gasdichte im Ableiterinnern gerechnet
werden kann.
Aus der deutschen Patentschrift 841 929 ist bereits ein Überspannungsableiter mit Druckausgleichventil
bekannt, wobei das Ventil durch ein druckempfindliches Element betätigt wird, das derart bemessen ist,
daß es nur bei außergewöhnlichen Druckänderungen, die eine schädliche Veränderung der Ansprechspannung
der im Ableiter eingebauten Funkenstrecken zur Folge haben würde, das Ventil öffnet.
Die Durchschlagspannung einer Elektrodenanordnung mit homogenem Feld ist nicht vom Druck, sondern
von der Gasdichte abhängig.
Bei der bekannten Anordnung findet ein Gasaustausch mit der Innenatmosphäre des Überspannungsabieiters
statt. Dabei ist aber eine konstante Zusammensetzung der Innenatmosphäre, nicht gewährleistet
und schädliche Änderungen der Ansprechspannung
sind die Folge. · .
Es ist Aufgabe der Erfindung, einen Überspannungsableiter zu schaffen, bei welchem die Verwendung
gasabgebender Materialien für die Funkenkammer ohne Veränderung der Ansprechspannung mög-Hch
ist.
Die vorgenannte Aufgabe wird bei einem Überspannungsableiter der eingangs genannten Art erfindungsgemäß
dadurch gelöst, daß zur Aufrechterhaltung einer konstanten Gasdichte im Innern des Überspannungsableiters
ein Gasdichte-Regulierventil vorgesehen ist.
Da das Gasdichte-Regulierventil auf keinerlei Druckänderungen der Außenatmosphäre des Überspannungsableiter
anspricht, behält der Ableiter seine Ansprechspannung konstant bei, auch wenn er
beispielsweise bei einem Barometerstand von 760 Torr und einer Temperatur von 20° C, entsprechend
etwa Meereshöhe, montiert und in seiner Ansprechspannung eingestellt wird, und derselbe Ableiter
dann auf etwa 3000 m über Meereshöhe eingesetzt wird.
Nach einer bevorzugten Ausführungsform kann als Antrieb für einen Ventilteller des Gasdichte-Regulierventils
ein Kolben, der unter dem Innendruck des Ableiters gegen eine im Ableiter befindliche, abgeschlossene
Referenzatmosphäre arbeitet, vorgesehen und zwischen dem Kolben und dem Ventilteller eine Kolbenstange
als Verbindung angeordnet sein, und weiterhin mindestens ein Federbalg zwischen dem KoI-ben
und einer mit dem Gehäuse fest verbundenen Fläche gasdicht angeordnet und sein Innenraum mit
einem Gas gefüllt sein, sowie die Höhe des Federbalges
einstellbar sein, um den Gasdruck im Innenraum des Federbalges zu verändern, wobei die den Federbalg
abschließende Wirkfläche des Kolbens wesentlich größer als die Ventilfläche ist.
Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung wird vorgesehen, daß ein ferromagnetischer Ansatz an
der Kolbenstange in der geschlossenen Stellung des Gasdichte-Regulierventils auf einem Permanentmagneten
aufliegt, und daß mindestens auf einerSeite des Ventiltellers im Strömungskanal für das Gas ein Filter
angeordnet ist.
Durch die Anordnung eines Permänent-Magneten wird erreicht, daß das Ventil auch dann noch in geschlossener
Stellung gehalten wird, wenn die Gasdichte im Innern des Ableiters den eingestellten Sollwert bereits erreicht hat. Erst ein weiteres Ansteigen
der Gasdichte bewirkt dann ein Losreißen vom Magneten. Dadurch wird verhindert, daß der Druck an
der Druckstelle über längere Zeit bis bei Null verbleibt.
Der Filter verhindert eine Ablagerung von Schmutzteilchen am Ventilteller oder am Ventilsitz,
wodurch Undichtigkeiten entstehen wurden.
Ferner ist es zweckmäßig, das Gasdichte-Regulierventil auf einem Abschlußdeckel des Ableitergehäuses
anzuordnen.
Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachstehend an Hand von Figuren erläutert. Es zeigt
F i g. 1 einen Längsschnitt durch einen Überspannungsableiter mit einem Gasdichte-Regulierventil,
Fig.2 einen Längsschnitt durch ein Gasdichte-Regulierventil,
F i g. 3 einen Längsschnitt eines Überspannungsabieiters mit mehreren Gasdichte-Regulierventilen,
F i g. 4 einen Längsschnitt eines Teiles eines Überspannungsableiters
mit einer anderen Anordnung eines Gasdichte-Regulierventils.
Der in F i g. 1 im Längsschnitt gezeigte Überspannungsableiter weist einen Isolator 1 und je einen stirnseitig
auf diesen angebrachten Abschlußdeckel 3 bzw. 5 als Gehäuse auf. Die Abschlußdeckel 3 und 5 sind
mit dem Isolator 1 gasdicht verbunden, zu welchem Zweck Dichtungen? vorgesehen sind. Der Aktivteil
des Überspannungsabieiters besteht aus einer schematisch dargestellten Löschfunkenstrecke 9 sowie einem
Stapel von spannungsabhängigen Widerständen 11, die im Innern des Isolators 1 unter dem Druck einer
Feder 13 angeordnet sind. Der untere Abschlußdekkel5 ist in axialer Richtung verlängert und bildet
einen angenähert zylindrischen Hohlraum, in welchem ein aus einem Ventilteller 17 und einer Blattfeder
19 bestehendes Druckentlastungsventil 15 angeordnet ist. Im normalen Zustand schließt der durch
die Blattfeder 19 an den Endteil 15 angepreßte Ventilteller 17 die öffnungen 21, so daß das Gehäuseinnere
gasdicht verschlossen ist. Bei sehr hohem Innendruck wird der Ventilteller 17 nach unten gedrückt, so daß
das Gas durch die öffnungen 21 und 23 nach außen entweichen kann.
Im oberen Abschlußdeckel 3 ist ein in Ansicht dargestelltes Gasdichte-Regulierventil 25 angeordnet.
Der Aufbau des Gasdichte-Regulierventils 25 ist in F i g. 2 im Schnitt dargestellt. Das Ventilgehäuse besteht
aus den drei Teilen 27, 29 und 31. Der Gehäuseteil 27 ist auf den Abschlußdeckel3 (Fig. 1) aufgesetzt
oder stellt diesen Abschlußdeckel 3 in der dargestellten Ausbildung selbst dar. An den Gehäuseteil 27
ist ein weiterer Gehäuseteil 29 angeschraubt, wobei zwischen den beiden Gehäuseteilen 27 und 29 öffnungen
33 vorgesehen sind, so daß im Innern des Gehäuseteiles 27 der Innendruck des Überspannungsabieiters
herrscht. Der dritte Gehäuseteil 31 besteht aus einer auf den Gehäuseteil 27 aufgesetzten Haube,
wobei zwischen dem Befestigungsflansch der Haube 31 und dem Gehäuseteil 27 ein Spalt angeordnet ist,
so daß im Innern der Haube 31 der äußere Atmosphärendruck herrscht.
Der Gehäuseteil 27 ist mit einem Ventilsitz 37 versehen, auf welchen ein Ventilteller 39 aufliegt. Der
Ventilteller 39 ist mit einer Kolbenstange 41 verbunden.
Im zylindrischen Innenraum des Ventilgehäuseteils 29 ist ein plattenförmiger Kolben 43 angeordnet. Der
ίο Kolben 43 ist mit der Kolbenstange 41 mittels einer
Feder 45 wirkverbunden, wobei die Feder 45 sich einerseits auf die Innenfläche des Kolbens 43 und andererseits
auf einen zylindrischen Ansatz 47 der Kolbenstange 41 abstützt. Die Kolbenstange 41 ist hierbei
im Kolben 43 in axialer Richtung verschiebbar angeordnet. Der Kolben 43 liegt unter der Kraft der Feder 45 auf einer Schraubenmutter 49 auf, welche auf
einem Gewindeansatz 50 der Kolbenstange 41 drehbar angeordnet ist.
Federbälge 51 sind einerseits mit dem Kolben 43 und andererseits mit dem Ventilgehäuseteil 29 gasdicht
verbunden. Ihr Innenraum 53 ist mit einem Gas gefüllt. Die Federbälge 51 können als ein einziger koaxial
angeordneter ringförmiger Federbalg oder als ' einzelne Federbälge von kreisförmigem Querschnitt,
von welchen beispielsweise vier zwischen dem Kolben 43 und der Innenwand des Ventilgehäuseteils 29 angeordnet
sind, ausgebildet sein. Durch Drehen der Schraubenmutter 49 läßt sich der Gasdruck im Innenraum
53 der Federbälge 51 einstellen, z. B. auf den Druck des Normalzustandes (Normdruck).
In einer Gewindebüchse 56 ist ein ringförmiger Permanentmagnet
55 angeordnet, der bei der dargestell-• ten geschlossenen Ventilstellung mit dem zylindrischen,
ferromagnetischen Ansatz 47 der Kolbenstange 41 in Berührung steht. Hierbei ist zwischen
dem Ansatz 47 und dem Magnet 55 eine Folie 57 eingebracht. Die Gewindebüchse 56 ist in einem Gewindeansatz
des Ventilgehäuseteils 29 eingeschraubt undkann durch Drehen in axialer Richtung verschoben
werden.
Zu beiden Seiten der vom Ventilteller 39 und Ventilsitz 37 gebildeten Dichtstelle 38 ist in den Gaszuführungsräumen
je ein ringförmiger Filter 59 bzw. 61 angeordnet. Die Kolbenstange 41 ist hierbei im Filter
59 axial verschiebbar, wobei es aber nicht erforderlich ist, daß die Berührungsfläche zwischen der Kolbenstange
41 und dem Filter 59 gasdicht ist. Schließlich ist auf der Haube 31 eine Schraube 63 angeordnet, die
bis zum Anschlag 65 eingedreht werden kann. Die Schraube 63 weist eine zentrale Bohrung auf, in welcher
eine Feder 67 angeordnet ist, die auf eine Scheibe 69 drückt.
An Hand der F i g. 1 und 2 kann die Funktionsweise des Überspannungsabieiters wie folgt beschrieben
werden: Im normalen Zustand herrscht im Innern des Isolators 1, der beispielsweise mit einem Schutzgas
gefüllt ist, ein bestimmter Gasdruck, der zur Vermeidung des Eindringens feuchter Außenluft mit Vorteil
etwas höher als der Außendruck ist. Bei diesem Gasdruck sind sowohl das Druckentlastungsventil 15
wie auch das Ventil 25 geschlossen. Geht nun zufolge einerüberspannung ein Ableitvorgang vor sich, so geben
die Löschkammern unter der Wirkung des entstehenden Lichtbogens Gas ab. Dadurch steigt der
Druck im Innern des Isolators 1, so daß eine axial gerichtete Kraft auf den Kolben 43 ausgeübt wird. Wenn
der Druck im Innern des Isolators 1 größer geworden
ist als der Gasdruck in den Federbälgen 53, nämlich dem mit der Schraubenmutter 49 eingestellten Solldruck,
wird der Kolben 43 und damit über die Feder 45 die Kolbenstange 41 axial nach oben verschoben.
Dadurch wird der Ventilteller 39 des Gasdichte-Regulierventils 25 vom Ventilsitz abgehoben und das Gas
kann vom Innenraum des Ableiters-durch die öffnungen
33 den Filter 59, den Filter 61 und den Spalt 35 nach außen strömen, wie dies durch Pfeile angedeutet
ist. .
Sobald der Lichtbogen gelöscht ist und von den Löschkammern kein Gas mehr abgegeben wird, sinkt
der Innendruck. Fällt er unter den Soll-Druck, so dehnen sich die Federbälge 51 wieder aus und ziehen über
die Schraubenmutter 49, auf welcher der Kolben 43 aufliegt, die Kolbenstange 41 nach unten, so daß der
Ventilteller 39 auf den Ventilsitz 37 zu sitzen kommt. Der Innendruck wirkt einerseits auf den Ventilteller
39 gegen den Außendruck, wobei die Wirkfläche sind beispielsweise poröse Sintermetallringe oder ein
Labyrinth geeignet.
Durch Eindrehen der Schraube 63 kann der Ventilteller 39 auf den Ventilsitz 37 gedrückt und in dieser
Stellung blockiert werden. Eine Blockierung des Ventils ist beispielsweise während einer Dichteprüfung
des Ableiters, zur Funktionsprüfung des Explosionsschutzventils 15 oder während Transporten des Ableiters
erforderlich. Die Feder 67 ist so ausgelegt, daß sie
ίο das Ventil entgegen dem Innendruck des Ableiters geschlossen
halten kann ohne es zu beschädigen. Um ein konstantes Ansprechverhalten des Ableiters zu erreichen,
ist es zweckmäßig, diesen von Anfang an mit dem Gas zu füllen, das beim Ansprechen der Funkenstrecken
abgegeben wird.
Bei der Ausführung gemäß Fig. 1 sind im Gehäuse des Ableiters ein einziger Stapel von Funkenstrekken9
und spannungsabhängigen Widerständen 11 und ein einziges Gasdichte-Regulierventil 25 angeord-
d.urch den Durchmesser d gegeben ist. Andererseits 20 net. Es können aber auch einzelne Funkenstrecken-
wirkt der Innendruck gegen den im Innenraum 53 der Federbälge 51 herrschenden Druck. Da die Wirkfläche
der Federbälge, die durch die Durchmesser D1 , und D2 bestimmt ist, wesentlich größer ist als die
Wirkfläche des Ventiltellers 39, ist für das Abheben des Ventiltellers 39 vom Ventilsitz 37 der Gasdruck in
den Innenräumen 53 der Federbälge 51 maßgebend. Es liege nun der Fall vor, daß sich der Druck im Innern
des Isolators verglichen mit dem Außendruck erhöht, weil entweder die Temperatur im Ableiterinnern
steigt oder weil der Außendruck abnimmt. Dann erhöht sich bei einer Temperaturerhöhung im Innern
des Ableiters aber auch der Gasdruck in den Innenräumen 53 der Federbälge 51, so daß auf die Kolbenstange
41 keine axial gerichtete Kraft ausgeübt wird. Eine öffnend wirkende temperaturbedingte Druck-Steigerung
im Ableiterinnern führt damit auch zu einer Steigerung des schließend wirkenden Gegendruckes
im Innenraum 53 der Federbälge 51. Damit wird erreicht, daß nicht auf konstanten Gasdruck,
sondern auf konstante Gasdichte reguliert wird. Der innere Überdruck wirkt nur in geringem Maße auf den
Ventilteller 39 mit einer öffnenden Kraft.
Die gleichen Verhältnisse liegen vor, wenn der Außendruck sinkt. Dann ändert sich an den Druck-Verhältnissen
zwischen dem Ableiterinnern und dem Innenraum 53 der Federbälge 51 nichts. Die einzige
öffnende Kraft wird durch den Druckunterschied auf beiden Seiten des Ventiltellers 39 erzeugt, und diese
ist, wie oben ausgeführt, sehr klein.
Der ringförmige Magnet 55 hält durch seine Wirkung auf den zylindrischen Ansatz 47 der Kolbenstange
41 das Ventil auch dann noch in geschlossener Stellung, wenn die Gasdichte im Ableiterinnern bereits
den eingestellten Sollwert erreicht hat. Die Gasdichte im Innern muß noch weitersteigen, bis die zum
Losreißen des Ansatzes 47 vom Magneten 55 erforderliche Kraft erreicht ist. Dank dieser verzögerten
Ventilbetätigung wird verhindert, daß der Liniendruck an der Dichtstelle 38 über längere Zeit hin Null
wird. Die zwischen dem Ansatz 47 und dem Magneten 55 eingelegte Folie 57 verhindert ein Kleben des Ansatzes
47. Durch Drehen der Gewindebuchse 56 kann der Magnet 55 justiert werden.
Die auf beiden Seiten der Dichtungsstelle 38 angeordneten
inneren und äußeren Filter 59 bzw. verhindern das Ablagern von Schmutzpartikeln auf
dem Ventilteller 39 oder dem Ventilsitz 37. Als Filter
Stapel oder einzelne Widerstände oder Widerstandsstapel für sich nochmals in gasdichte Hüllen eingeschlossen
werden, wobei in jeder Hülle und zusätzlich „-im
Außengehäuse je ein Gasdichte-Regulierventil an- *· geordnet wird. Der Vorteil dieser Anordnung besteht
darin, daß die Anforderungen bezüglich Gasdichte des aus einem Isolator großer Abmessungen bestehenden
Außengehäuses weniger streng zu sein brauchen. In F i g. 3 ist ein derartiger Ableiter dargestellt.
In dem vom Isolator 1 und den beiden Abschluß-·
deckein 3 und 5 gebildeten Gehäuse sind beispeilsweise eine gasdichte Hülle 71 mit einem Funkenstrekkenstapel
9 und einem Widerstandsstapel 11 ein weiterer Widerstandsstapel 11 und eine zweite gasdichte
Hülle 71 mit einem weiteren Funkenstreckenstapel 9 'aneinandergereiht und durch eine Feder 75 festgehalten.
Die beiden Hüllen 71 und 73 sind hierbei wiederum mit je einem Gasdichte-Regulierventil 77 versehen,
das aber im Gegensatz zu dem in Fi g. 2 dargestellten Ventil 25 keine Schraube 63 zur Blockierung
des Ventiltellers 39 aufzuweisen braucht. Im oberen Abschlußdeckel 3 des äußeren Gehäuses ist ein drittes
Gasdichte-Regulierventil 79 angeordnet, das mit der Außenseite in Verbindung steht. Im unteren Abschlußdeckel
ist zudem, wie bereits beschrieben, das Druckentlastungsventil 15 als Explosionsschutz angeordnet.
Für das äußere Ventil 79 kann die Tempe-, ratur- und Außendruckkompensation gemäß F i g.
entfallen.
Es ist möglich, das in F i g. 2 dargestellte Gasdichte-Regulierventil
gleichzeitig als Druckentlastungsventil für den Explosionsschutz gemäß Fig. 1 auszubilden.
Da dies jedoch einen komplizierten und aufwendigen Aufbau zur Folge hat, ist es vorteilhafter, für beide
Funktionen getrennte Ventile vorzusehen. Hierbei ist es jedoch möglich, das Gasdichte-Regulierventil und
das Druckentlastungsventil als eine einzige Einheit zusammenzubauen. F i g. 4 stellt ein entsprechendes
Ausführungsbeispiel dar, und zwar das Gasdichte-Regulierventil in Ansicht und das Druckentlastungsventil
im Schnitt.
Der Isolator 1, in dessen Innerem die Aktivteile des Ableiters angeordnet sind, ist mit einem Abschlußdeckel
80 versehen, der eine im wesentlichen zylindrische Verlängerung zur Aufnahme eines aus einem
Ventilteller 81 und einer Tellerfeder 85 bestehenden Druckentlastungsventils aufweist. In der dargestellten
Stellung schließt der Ventilteller 81 mittels der Dich-
Hingen 83 die im Abschlußdeckel 80 befindliche Öffnung 87, die in den Innenraum des Ableiters führt,
gasdicht ab. Das Gasdichte-Regulierventil 89 ist gemäß F i g. 2 ausgebildet und am Ventilteller 81 angebracht,
welcher mit entsprechenden Bohrungen für die Befestigung der Haube 31 (Fig.^) und für den
Ventilsitz 37 (F i g. 2) versehen ist. D^Abschlußdekkel
80 weist zudem seitliche Bohrungen 93 auf.
Beim Ansteigen der Gasdichte im Ableiterinnern öffnet in der bereits beschriebenen Weise das Ventil
89, so daß das Gas in der mit Pfeilen 91 angedeuteten Richtung aus dem Innern strömen kann. Bei steilem
Druckanstieg auf hohe Druckwerte von 1 ... 2 atü wird der Ventilteller 81 gegen die Tellerfeder 85 gedrückt,
so daß das Gas in der mit Pfeilen 95 angedeu- »5 toten Richtung durch die öffnungen 93 entweichen
kann und ein Zerspringen des Isolators 1 vermieden ist.
Bei dem beschriebenen Überspannungsableiter ist dank der Gasdichte-Regulierung im Innenraüm eine
Verwendung von gasabgebenden Materialien in den Löschkammern des Ableiters möglich. Diese Verwendung
führt zu einer Steigerung der Lichtbogenspannung, so daß das Volumen und der Widerstandswert
der teuren und in der Herstellung schwierigen spannungsabhängigen Widerstände reduziert werden können.
Dadurch wird nicht nur die Herstellung der Ableiter weniger aufwendig, sonderen auch ihre Qualität
wegen der tieferen Restspannung während dem Ableitvorgang besser.
Während die als Explosionsschutz vorgesehenen Druckentlastungsventile bei Ableitern für hohe Spannungen
auf einen Minimaldruck von etwa 1,5 atü eingestellt werden müssen, können die beschriebenen
Gasdruck-Regulierventile, die temperatur- und außendruckkompensiert sind, auf einen wesentlich
kleineren Überdruck von beispielsweise 0,3 atü eingestellt werden. Bleibt nach einer Störung das Druckentlastungsventil
intakt, so ist deshalb ein möglicherweise noch vorhandener Restdruck wesentlich kleiner, so daß die Gefahr für das Bedienungspersonal
stark reduziert ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen 309 615/197
Claims (10)
1. Überspannungsableiter mit geschlossenem Gehäuse und darin angeordneten Funkenkammern,
die aus unter Lichtbogeneirrwirkung gasabgebendem Kammermaterial ifestehen, d a durch
gekennzeichnet, daß zur Aufrechterhaltung einer konstanten Gasdichte im Innern
des Überspannungsabieiters ein Gasdichte-Regulierventil (25; 77, 69) vorgesehen ist.
2. Überspannungsableiter nach Anspruch !,dadurch
gekennzeichnet, daß als Antrieb für einen Ventilteller (39) des Gasdichte-Regulierventils
(25) ein Kolben (43) vorgesehen ist, der unter dem Innendruck des Ableiters gegen eine im Ableiter
befindliche, abgeschlossene Referenzatmosphäre arbeitet und daß zwischen dem Kolben (43) und
dem Ventilteller (39) eine Kolbenstange (41) als Verbindung vorgesehen ist.
3. Überspannungsableiter nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens ein Federbalg (51) zwischen dem Kolben (43) und einer mit
dem Gehäuse fest verbundenen Fläche (29) gasdicht angeordnet und daß sein Innenraum (53) mit
einem Gas gefüllt ist.
4. Überspannungsableiter nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Höhe des Federbalges
(51) einstellbar ist, um den Gasdruck im Innenraum (53) des Federbalges (51) zu verändern.
5. Überspannungsableiter nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die den Federbalg (51)
abschließende Wirkfläche des Kolbens (43) wesentlich größer ist als die Ventiltellerfläche (39).
6. Überspannungsableiter nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß ein ferromagnetischer
Ansatz (47) an der Kolbenstange (41) in der geschlossenen Stellung des Gasdichte-Regulierventils
(25) auf einem Permanentmagneten (55) aufliegt.
7. Überspannungsableiter nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens auf einer
Seite des Ventiltellers (39) im Strömungskanal für das Gas ein Filter (59, 61) angeordnet ist.
8. Überspannungsableiter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Gasdichte-Regulierventil
(25) auf einem Abschlußdeckel (3) des Ableitergehäuses angeordnet ist.
9. Überspannungsableiter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß im Gehäuse mindestens
eine weitere gasdichte Hülle (71, 73) mit Funkenstrecken (9) und/oder spannungsabhängigen
Widerständen (11) angeordnet ist, wobei jede Hülle (71, 73) und das Gehäuse mit je einem Gasdichte-Regulierventil
(77, 69) versehen sind.
10. Überspannungsableiter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Gasdichte-Regulierventil
(84) mit einem an sich bekannten, als Explosionsschutz wirkenden Druckentlastungsventil
(81, 85) zusammengebaut ist.
Applications Claiming Priority (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH23066 | 1966-01-07 | ||
| CH23066A CH437496A (de) | 1966-01-07 | 1966-01-07 | Uberspannungsableiter mit einem gasdicht verschlossenen Gehäuse |
| DEA0051466 | 1966-01-31 |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1538279A1 DE1538279A1 (de) | 1969-07-10 |
| DE1538279B2 DE1538279B2 (de) | 1972-09-28 |
| DE1538279C true DE1538279C (de) | 1973-04-12 |
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