DE1538178C - Schalt-Anordnung zum Zu- und Abschalten eines Anlaßstromkreises für einen Einphasenwechsels trom-Induktionsmotor - Google Patents
Schalt-Anordnung zum Zu- und Abschalten eines Anlaßstromkreises für einen Einphasenwechsels trom-InduktionsmotorInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Schaltanordnung zum Zu- oder Abschalten eines aus einer Reihenschaltung
eines Konderisators und einer Anlaßwicklung eines Einphasenwechselstrom-Induktionsmotors
bestehenden Stromkreises als Parallelzweig zu einer Hauptwicklung dieses Motors unter Verwendung
eines gesteuerten Gleichrichters und Schaltungsmitteln zum Zuführen von Zündspannungssignalen an dessen
Steuerelektrode während des Motoranlaßvorganges.
Einphasige Induktionsmotoren erfordern ein be- ίο
achtliches Anlaßdrehmoment. Üblicherweise wird das erforderliche Anlaßdrehmoment durch eine Reihenschaltung
eines Kondensators mit einer gesonderten Anlaßwicklüng entwickelt, wobei eine große Phasenverschiebung
zwischen dem in der Anlaßwicklung fließenden Anlaßstrom und dem in der Hauptwicklung
fließenden Anlaßstrom erzeugt wird. Der Anlaßkondensator
wird dabei aus dem Anlaßkreis ausgeschaltet, wenn der Motor läuft. Bei Kondensatoranlaß-
und Kondensatorlauf-Motoren kann der Anlaßkreis ein Paar parallelgeschalteter Kondensatoren
aufweisen, von denen einer vom Kreis abgeschaltet wird, wenn der Motor läuft. Bei beiden Motortypen
ist entweder ein auf die Motordrehzahl ansprechender Zentrifugalschalter vorgesehen, oder es werden strom-
und spannungsgesteuerte Anlaßrelais verwendet, um den Anlaßkoridensator dem Anlaßkreis zuzuschalten
oder von diesem abzuschalten.
Es sind Schaltungsanordnungen zur steuerbaren Wechselstromversorgung einer Last über gesteuerte
Gleichrichter mit Hilfe einer die Zündspannung für
die Gleichrichter liefernden Steuerschaltung bekannt. Diese Schaltungen dienen als zündwinkelgesteuerte
Regelschaltungen; zum Ein- und Ausschalten des durch eine Last fließenden Wechselstroms sind sie zu
aufwendig. Dies gilt z. B. für eine bekannte Stromrichterregelschaltung
für veränderliche Wechselspannung, bei der zwei gesteuerte Siliziumgleichrichter in
Antiparallelschaltung vorgesehen sind, deren Steuereingänge mit unterschiedlichen Potentialen beaufschlagt
werden müssen. Außerdem ist eine Stromrichterregelschaltung für veränderliche Wechselspannung
bekannt, die eine aus vier Dioden bestehende Diodenbrücke mit einem zu deren Gleichstromausgang
parallel geschalteten gesteuerten Gleichrichter benötigt.
Es ist außerdem bekannt, für eine Vollwellen-Steuerung
eines Einphasen-Induktionsmotors zwei gesteuerte Gleichrichter zu verwenden. Bei dieser bekannten
Schaltung fließt während des einen Halbzyklus der positive Strom durch einen in einer Phasenleitung
angeordneten gesteuerten Gleichrichter und durch einen in einer anderen Phasenleitung angeordneten
Diodengleichrichter, so daß für diesen Halbzyklus der gesteuerte Gleichrichter und die Diode in
Reihe liegen. Bei umgekehrter Polarität fließt der Strom durch den gesteuerten Gleichrichter in der anderen
Phasenleitung. Jeder Halbwelle ist somit ein gesteuerter Gleichrichter zugeordnet.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Schalt-Anordnung anzugeben, die bei geringem schaltungstechnischem
Aufwand den Anlaßstromkreis für einen Einphasenwechselstrom-Induktionsmotor während
des Anlaßvorganges automatisch zuschaltet und nach Beendigung des Anlaufvorganges wieder automatisch
abschaltet.
Ausgehend'von einer Schalt-Anordnung der eingangs angegebenen Art wird erfindungsgemäß zur Lösung
der,Aufgabe vorgeschlagen, daß der gesteuerte Gleichrichter von einer Gleichrichterdiode in Antiparallelschaltung
überbrückt ist und daß die Zündspannungssignale vom durch die Hauptwicklung des Motors bei
dessen Einschalten fließenden Einschaltstromstoß ableitbar sind. Da der Anlaßstromkreis parallel zur
Hauptwicklung des Motors nur so lange zugeschaltet ist, wie dem gesteuerten Gleichrichter Zündspannungssignale zugeführt werden und diese Zündspannungssignale vom Einschaltstromstoß abgeleitet sind, wird
der Anlaßstromkreis automatisch abgeschaltet, sobald der Einschaltstrom abklingt. Trotz der dadurch gewährleisteten
zuverlässigen Funktionsweise kommt die neue Schalt-Anordnung im Vergleich zu den bekannten,
gesteuerte Gleichrichter verwendenden Schaltungen mit weniger Schaltelementen aus, so daß durch die
Erfindung sowohl der funktioneile als auch der bauliche Aufwand herabgesetzt wird. .:. -.
Gemäß einer zweckmäßigen Weiterbildung; der Erfindung ist vorgesehen, daß die Zündspannungssignale
an einem im Stromkreis der Hauptwicklung liegenden Widerstand abnehmbar sind. Bei einer alternativen
Ausführungsform sind die Zündspannungssignale an / einem Stromwandler abnehmbar, der primärseitig im '
Stromkreis der Hauptwicklung liegt. */
Im folgenden wird die Erfindung an Hand von in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen näher
erläutert. In der Zeichnung zeigt
Fig. 1 ein schematisches Schaltbild eines Äusführungsbeispiels
der neuen Schalt-Anordnung mit einer Antiparallelschaltung aus einem gesteuerten Siliziumgleichrichter
und einer Gleichrichterdiode zum Zu- und Abschalten eines aus einer Reihenschaltung eines
Kondensators und einer Anlaßwicklung eines Einphasen-Induktionsmotors bestehenden Anlaßstromkreises,
:
F i g. 2 ein nicht maßstabgerechtes Zeitdiagramm zur Darstellung der Trigger- und Leitungsperioden des
gesteuerten Siliziumgleichrichters und
F i g. 3 eine alternative Ausführungsform, bei der die Zündspannungssignale für den gesteuerten Siliziumgleichrichter
an einem primärseitig im Stromkreis der Hauptwicklung des Motors liegenden Stromwandler
abgenommen werden.
In der F i g. 1 ist ein Kondensatoranlaß- und Konsensatorlauf-Motor
10 mit einer Hauptwicklung 12 dargestellt, die durch eine Wechselstromquelle 14 über
einen Ein-Aus-Schalter 31 erregt wird.
Der Motor 10 hat gleichfalls eine übliche Start- oder Anlaßwicklung 16, die zu der Hauptwicklung 12 um
90° phasenverschoben ist und durch die Quelle 14 über einen ersten Kreis erregt wird, der einen Laufkondensator
18 sowie einen zweiten Kreis aufweist, in dem ein Anlaßkondensator 20, ein Paar Gleichrichter
22, 24 und ein Widerstand 26 liegen. Der Gleichrichter 24 ist ein gesteuerter Silizium-Gleichrichter
mit einer Anode 28, einer Kathode 30 und einer Steuerelektrode 32. Die Kathode 30 und die Steuerelektrode
33 sind direkt an die entgegengesetzten Enden des Widerstandes 26 angeschlossen. Der Gleichrichter
22 ist eine Diode. Die Gleichrichter 22 und 24 sind in umgekehrter Richtung parallel geschaltet, so
daß dem Kondensator 20 und der Anlaßwicklung 16 ein Vollwellenausgang zugeführt wird, wenn der
Gleichrichter 24 durch ein vom Widerstand 26 abgeleitetes Signal gezündet wird.
Wird der Schalter 13 zum Anlassen des Motors 10 geschlossen, so fließt ein Einschalt-Stromstoß über die
Hauptwicklung 12 und den Widerstand 26. Die Höhe
ύ 538
dieses Einsehaltstromstoßes ist wesentlich größer als der normale Betriebsstrom infolge der niedrigen wirksamen
Impedanz der Wicklung 12, -wenn' der Rotor
des Motors 10 stillsteht. Dieser Einschaltstromstoß erzeugt einen Spannungsabfall am Widerstand 26, der
die richtige :Phasenbeziehung besitzt ,und^eine genügende
Größe aufweist, um den Gleichrichter 24 zu zünden. In der F i g. 2 sind beispielhafte Phasenbeziehungen
zwischen der Eingangsspannung 34, der Kathoden-Anodenspannung 35, die am Gleichrichter
24 liegt, des Einschaltstromes 36 durch die Hauptwicklung 12 und des Kathoden-Steuerelektroden-Gattersignals
38, das am Widerstand 26 auftritt, dargestellt. Es sei jedoch bemerkt, daß sich die Phasenbeziehung
beachtlich beim Übergang vom Anlaßzustand in den Betriebszustand ändert. Sie ist gleichfalls
für verschiedene Motorkonstruktionen verschieden. In der Fig. 2 ist die Eingangsspannung 34 positiv,
wenn der obere Pol der Quelle 14 (F i g. 1) gegenüber dem unteren Pol positiv ist. Wie aus F i g. 2 hervorgeht,
kann der Einschaltstromstoß 36 in der Wicklung 12 der Eingangsspannung 34 um 35 bis 45° nacheilen.
Die Kathoden-Anoden-Spannung 35 ist in Phase mit dem Kondensatorstrom und eilt der Eingangsspannung
34 vor. Das Kathoden-Steuerelektroden-Gattersignal 38 ist um 1800C gegenüber dem Einschaltstrom 36 verschoben,
so daß hierdurch die Steuerelektrode 32 in Vorwärtsrichtung vorgespannt wird, wenn die Anode
28 zur Zündung des Gleichrichters 24 in Vorwärtsrichtung vorgespannt ist. Die Zündbedingung für den
Gleichrichter 24 ist durch den kreuzweise schraffierten Teil 40 dargestellt. Der Gleichrichter 24 zündet beim
oder nahe beim Beginn jedes Halbzyklus, wenn die Anode 28 in Vorwärtsrichtung vorgespannt ist, und
bleibt während des Restes des Halbzyklus 42, der in der F ig. 2 schraffiert dargestellt ist, leitend. Der
Gleichrichter 22 leitet während der anderen Halbzyklen 44. Der Kondensator 20 wird daher in einer
Richtung über die Anlaßwicklung und den Gleichrichter 22 während eines Halbzyklüs aufgeladen, anschließend
entladen ,und in der entgegengesetzten Richtung über die Änlaßwicklung 16 und den Gleichrichter
24 während der Halbzyklen entgegengesetzter Polarität aufgeladen. Das alternierende Laden und
Entladen des Kondensators 20 erregt die Anlaßwicklung 16 mit einem Wechselstrom, dessen Phase durch
den Kondensator 20 gegenüber dem in der Hauptwicklung 12 fließenden Strom verschoben ist. Die gesamte
Phasenverschiebung des Stromes durch die Kondensatoren 20 und 18 erzeugt das erforderliche Anlaßdrehmoment.
Wenn die Drehgeschwindigkeit des Motors 10 zunimmt, nimmt die Größe des in der Wicklung 12 fließenden Stromes ab. Ist die normale
Betriebsdrehzahl erreicht, so erzeugt der durch Widerstand 26 fließende Strom nur noch einen Spannungsabfall,
der nicht mehr ausreicht, den Gleichrichter 24 in den leitenden Zustand zu bringen. Wenn daher der
Motor 10 seine Betriebsdrehzahl erreicht hat, wird die Startwicklung 16 nicht mehr durch einen über den
Anlaßkondensator 20 fließenden Wechselstrom erregt, da der Gleichrichter 24 nicht leitend bleibt. Der Kondensator
18 verbleibt im Stromkreis für einen Kondensatorlaufzustand, und seine Größe ist so' bemessen,
daß etwa bei Betriebsdrehzahl Resonanz auftritt. Die Kapazität des Kondensators 20 ist gewöhnlich lOmal 6g
größer als die des Kondensators 18, so daß angenähert eine Resonanz bei der Motordrehzahl Null erhalten
wird.
Obgleich die Schaltung an Hand eines, Kondensator-Startung- lind Kondensator-Lauf-Induktionsmotors
beschrieben worden ist,.gibt es einige Motorausführungen,
die den Laufkondensator 18 nicht benötigen. , . . Λ
Die F i g. 3. zeigt eine Teilansicht, in der eine modifizierte
Gatterschaltung für den Gleichrichter 24 vorgesehen
ist. Diese Ausführungsform wird in einer mit der Schaltung nach F i g. 1 identischen Schaltung verwendet,
ausgenommen, daß der Widerstand 26 (F i g. 1) durch einen Impulstransformator 50 ersetzt wird.
Diese Ausführungsform ist insbesondere dann brauchbar, wo die Motorausführung eine zusätzliche Schaltung
erfordert, um die Phase der an der Steuerelektrode 32 liegenden Gatterspannung einzustellen.
Die Verwendung eines Transformators ist gleichfalls bei größeren Motoren wichtig, um die Verlustleistung,
die im Widerstand 26 bei blockiertem Rotor auftreten würde, zu vermeiden. Auch kann der Gleichrichter 24
von irgendeiner anderen phasenbezogenen Quelle einschließlich einer äußeren Triggervorrichtung gezündet
werden.
Zur Erläuterung sei für einen für Schiffszwecke vorgesehenen 1/12-PS-Kompressor-Motor, bei dem explosionssicheres
Anlassen gefordert wird, die Dimensionierung der Schaltung nach F i g. 1 angegeben.
Induktivität der
Hauptwicklung 12:
Hauptwicklung 12:
Induktivität der
Anlaßwicklung 16:
Anlaßwicklung 16:
Widerstand 26:
Quelle 14:
Gleichrichter 24:
Quelle 14:
Gleichrichter 24:
Gleichrichter 22:
Kondensator 20:
Kondensator 20:
Kondensator 18:
von 0,044 bis 0,4 Henry (Änderung zwischen . stehendem Rotor und Betriebsgeschwindigkeit)
von 0,042 bis 0,4 Henry (Änderung zwischen stehendem Rotor und Betriebsgeschwindigkeit)
0,2 Ohm
120 Volt, 60 Hertz
0,2 Ohm
120 Volt, 60 Hertz
General Electric C-15 700 VPIV
5 Ampere Silizium 700 VIPV 75 Mikrofarad, 250 Volt (Wechselspannung)
nicht verwendet
Bei dieser Anordnung eilt der durch die Wicklung 16 fließende Einschalt-Anlaßstrom dem durch die Hauptwicklung
12 fließenden Stromstoß um annähernd 90° voraus, so daß ein maximales Anlaßdrehmoment erzeugt
wird.
Claims (3)
1. Schalt-Anordnung zum Zu- und Abschalten eines aus einer Reihenschaltung eines Kondensators
und einer Anlaßwicklung eines Einphasenwechselstrom-Induktionsmotors bestehenden Stromkreises
als Parallelzweig zu einer Hauptwicklung dieses Motors unter Verwendung eines gesteuerten Gleichrichters und Schaltungsmitteln zum Zuführen von
Zündspannungssignalen an dessen Steuerelektrode während des Motoranlaßvorganges, dadurch
gekennzeichnet, daß der gesteuerte Gleichrichter von einer Gleichrichterdiode in Anti-
parallelschaltung überbrückt ist und daß die Zündspannungssignale (bei 26, 50) vom durch die
Hauptwicklung (12) des Motors bei dessen Einschalten (bei 13) fließenden Einschaltstromstoß
ableitbar sind.
2. Schalt-Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Zündsp£nnungssignale an
einem im Stromkreis der Hauptwicklung (12) liegenden Widerstand (26) abnehmbar sind.
3. Schalt-Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Zündspannungssignale
an einem Stromwandler (50) abnehmbar sind, der primärseitig im. Stromkreis der Hauptwicklung
liegt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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