DE1534783C - Schalldämmendes Verbundfenster - Google Patents
Schalldämmendes VerbundfensterInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein schalldämmendes Verbundfenster mit einem aus zwei Halbrahmen zusammengesetzten
Flügelrahmen, mit zwei schalldämmend eingefaßten Scheiben, mit einer Randdämpfung
zwischen den beiden Scheiben und mit einer Dichtung aus gummielastischem Werkstoff zwischen dem feststehenden
Rahmen und dem Flügelrahmen.
Bei einem bekannten Verbundfenster der angegebenen Art (vgl. Friedrich Eichler, »Schallschutz
im Bauwesen«, 1959, S. 218 bis 224) stoßen die beiden Halbrahmen direkt aneinander. Es besteht gegenüber
diesem bekannten Fenster die Aufgabe, die Dämmung des Körperschalls im Bereich der Rahmen zu
verbessern.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß an den beiden Halbrahmen je außen bzw.
innen aufgesetzte, profilierte Glashalteleisten befestigt sind und daß sowohl zwischen den Glashalteleisten
und den Halbrahmen als auch zwischen den beiden Halbrahmen schalldämmende Zwischenlagen angeordnet
sind. Durch diese Maßnahme wird die Dämmung des Körperschalls im Bereich des Flügelrahmens
verbessert, auf die es gemäß praktischer Erfahrung in der Hauptsache ankommt. Außerdem
wird noch der Vorteil erreicht, daß infolge der vorstehenden Glasleisten der Scheibenabstand vergrößert
wird, was ebenfalls die Schalldämmung verbessert.
Bei Fenstern anderer Art ist es bekannt, an den Halbrahmen innen profilierte Glashalteleisten zu befestigen;
vgl. Bauwelt, 1956, Heft 19, S. 445, »Das sprechende Arbeitsblatt«.
Es ist zwar außerdem auch bekannt (vgl. deutsches Gebrauchsmuster 1 823 498), zwischen einem Flügelrahmen
und aufgesetzten Glashalteleisten für eine zusätzliche Verglasung eine schalldämmende Zwischenlage
anzuordnen. Diese Zwischenlage hat es aber nicht nahegelegt, auch zwischen den Halbrahmen
des Flügels eine derartige Zwischenlage anzuordnen.
Eine zweckmäßige Weiterbildung ist es, daß auch der feststehende Rahmen aus zwei Halbrahmen zusammengesetzt
ist und daß zwischen den beiden Halbrahmen eine schalldämmende Zwischenlage angeordnet
ist.
Außerdem ist es zweckmäßig, daß in den benachbarten·
Flächen der beiden Halbrahmen sich gegenüberliegende, vorzugsweise mit Moos- oder Schaumgummi
ausgefüllte Ausnehmungen vorgesehen sind und die Zwischenlage diese Ausnehmungen lose und
unverspannt überdeckt.
Eine Ausführungsform der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und nachstehend erläutert. Es
zeigt
Abb. 1 einen Senkrechtschnitt durch den sturzseitigen
Fensterteil,
Abb. 2 einen Senkrechtschnitt durch den sohlbankseitigen
Fensterteil und
Abb. 3 einen Senkrechtschnitt durch ein mit einem Oberlicht ausgerüstetes Fenster.
Das schalldämmende Verbundfenster weist einen feststehenden Rahmen aus den beiden Halbrahmen
1, 2 und einen Flügelrahmen aus den beiden Halbrahmen 3, 4 auf. Die beiden Halbrahmen 3, 4 können
durch Schrauben 5 miteinander verbunden sein. Die Scheiben sind mit 7 und 8 bezeichnet. An den Halbrahmen
3, 4 sind zur Einfassung der Scheiben 7, 8 je außen bzw. innen aufgesetzte und profilierte Glashalteleisten
9, 10, 11, 12 befestigt. Die Glashalteleisten 9, 10, 11,' 12 bestehen aus Metall. Sie können
auch aus einem anderen Werkstoff, z. B. Kunststoff, bestehen. Der Abstand der Scheiben 7, 8 voneinander
ist größer als die in deren Abstandsrichtung gemessene Dicke der beiden Halbrahmen 3, 4. Außerdem
ist eine Randdämpfung 19 in dem Abstandsraum 22 zwischen den Scheiben 7, 8 angeordnet.
Zwischen den Glashalteleisten 9, 10, Jl, 12 und den Halbrahmen 3,4 sind schalldämmende Zwischenlagen
16, 17 vorgesehen. Ebenso ist zwischen den Halbrahmen 3, 4 eine schalldämmende Zwischenlage
13, 13' angeordnet. Die schalldämmenden Zwischenlagen 16, 17, 13, 13' können beispielsweise aus
Weichgummi oder einem anderen, den gleichen Zweck erfüllenden Werkstoff bestehen.
Zwischen der Scheibe 7 und der Glashalteleiste 9 ist die schalldämmende Zwischenlage 16 angeordnet.
Eine weitere schalldämmende Zwischenlage 15 kann hierbei durch eine Verlängerung der Zwischenlage 13
gebildet sein und zwischen die Scheibe 7 und die Randdämpfung 19 eingreifen. Zwischen der Glashalteleiste
10 und der Scheibe 8 ist eine schalldämmende Zwischenlage 17 angeordnet, die durch eine
Verlängerung der Zwischenlage 13' gebildet ist. Auf den Steg der Glashalteleiste 11 ist ein Gummiprofil 18
aufgeschoben, welchem auch die Aufgabe des Ausgleichens von Abstandsungenauigkeiten zukommt.
In den benachbarten Flächen der beiden Halbrahmen 1, 2 sind die beiden sich gegenüberstehenden
Ausnehmungen 27 vorgesehen. Jede der Ausnehmungen ist mit Moosgummi 28 ausgefüllt. Eine weitere
schalldämmende Zwischenlage 14 überdeckt die Ausnehmungen 27 lose und unverspannt.
In A b b. 2 ist auch noch zwischen der Wetterleiste 31 und dem Halbrahmen 1 eine weitere schalldämmende
Zwischenlage 32 angeordnet. Außerdem ist zwischen den beiden Halbrahmen 3, 4 in einer Auskehlung
der unteren Kante des Halbrahmens 4, welche am Halbrahmen 1 anschlägt, eine elastische Dichtungsleiste
33 angeordnet, die von der schalldämmenden Zwischenlage 13 überdeckt ist.
In A b b. 3 umgreift eine weitere schalldämmende Zwischenlage 35 den Kämpfer 36 des wetterseitigen
Halbrahmens 2 und befindet sich auch zwischen dem Kämpfer und dem Wetterschenkel 37. Die untere
Kante des Kämpfers ist ausgenommen. In der Ausnehmung ist eine elastische, über den unteren Rand
des Wetterschenkels vorstehende Dichtungsleiste 38 angeordnet, welche von der 'schalldämmenden Zwischenlage
35 überdeckt ist.
Zwischen dem feststehenden Rahmen aus den Halbrahmen 1 und 2 und dem Gewände 29 befindet
sich ein elastisches Kittbett 30.
Claims (3)
1. Schalldämmendes Verbundfenster mit einem aus zwei Halbrahmen zusammengesetzten Flügelrahmen,
mit zwei schalldämmend eingefaßten Scheiben, mit einer Randdämpfung zwischen den
beiden Scheiben und mit einer Dichtung aus gummielastischem Werkstoff zwischen dem feststehenden
Rahmen und dem Flügelrahmen, dadurchgekennzeichnet, daß an den beiden
Halbrahmen (3, 4) je außen bzw. innen aufgesetzte, profilierte Glashalteleisten (9, 10, 11, 12)
befestigt sind und daß sowohl zwischen den Glashalteleisten und den Halbrahmen als auch zwi-
sehen den beiden Halbrahmen schalldämmende Zwischenlagen (16, 17; 13, 13') angeordnet sind.
2. Schalldämmendes Verbundfenster nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß auch der
feststehende Rahmen aus zwei Halbrahmen (1, 2) zusammengesetzt ist und daß zwischen den beiden
Halbrahmen eine schalldämmende Zwischenlage (14) vorgesehen ist.
3. Schalldämmendes Verbundfenster nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß in den
benachbarten Flächen der beiden Halbrahmen (1, 2) sich gegenüberliegende, vorzugsweise mit
Moos- oder Schaumgummi (28) ausgefüllte Ausnehmungen (27) vorgesehen sind und die Zwischenlage
(14) diese Ausnehmungen lose und unverspannt überdeckt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEW0035636 | 1963-11-15 | ||
| DEW0035636 | 1963-11-15 | ||
| DEW0036654 | 1964-04-24 |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1534783A1 DE1534783A1 (de) | 1969-09-04 |
| DE1534783C true DE1534783C (de) | 1973-05-10 |
Family
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