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DE1534010C - Vorrichtung zum Überführen von Fahrzeugen von einem ersten Gleis auf ein seitlich anschließendes zweites Gleis - Google Patents

Vorrichtung zum Überführen von Fahrzeugen von einem ersten Gleis auf ein seitlich anschließendes zweites Gleis

Info

Publication number
DE1534010C
DE1534010C DE1534010C DE 1534010 C DE1534010 C DE 1534010C DE 1534010 C DE1534010 C DE 1534010C
Authority
DE
Germany
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track
vehicle
guides
gaps
adjustable
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Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Per Borje Linköping; Mattsson Sture Bertil Norrköping; Fonden (Schweden)
Original Assignee
Borgs Fabriks Aktiebolag, Norrköping (Schweden)

Links

Description

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Überführen von Fahrzeugen mit Laufrädern, deren Radachsen senkrecht ^zur Gleisebene stehen, von einem ersten Gleis auf ein seitlich anschließendes zweites Gleis, dessen Gleisachse parallel zu der Verbindungslinie der vorderen bzw. hinteren Radachsen eines auf dem ersten Gleis stehenden Fahrzeuges verläuft, bei der die sich überschneidenden Schienenstränge an den Kreuzungs- bzw. Abzweigstellen mit Lücken für den Durchtritt der Laufräder versehen und an einer oder mehreren Lücken verstellbare Führungen für die Laufräder angeordnet sind. . Bei bekannten Vorrichtungen dieser Art dienen als verstellbare Führungen Schienenabschnitte, die um senkrecht zur Gleisebene stehende Zapfen schwenken. Diese Schienenabschnitte führen und stützen die entsprechenden Laufräder in beiden Endstellungen und sogar auch während des Verschwenkens, sind also stets wirksam." Das führt dazu, daß die Fahrzeuge zum Überführen in diesen bekannten Vorrichtungen so angehalten werden müssen, daß sich die entsprechenden Laufräder sehr genau in der richtigen Stellung an den Kreuzungs- bzw. Abzweigstellen befinden. Erst dann können die Schienenabschnitte verschwenkt werden. Dieses Verschwenken wird nicht vom Fahrzeug selbst bewirkt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs angegebenen Art zu schaf-, fen, bei der die Führungen bedarfsweise durch das durchfährende Fahrzeug selbst verstellt werden.
Die Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß die Führungen aus einer unwirksamen Stellung, in der sie den Durchtritt der Laufräder durch die Lücken zulassen, in eine wirksame Stellung, in der sie ein Entgleisen der Laufräder an den Lücken verhindern, und umgekehrt verstellbar sind und daß den Führungen zugeordnete, durch Einwirkung eines durchfahrenden Fahrzeuges betätigte Fühlvorrichtungen vorgesehen sind, die ihrerseits die Führungen z. B. elektrisch oder mechanisch verstellen. Zweckmäßig sind eine Fühlvorrichtung oder deren mehrere so angeordnet, daß sie von einem vorderen Laufrad des Fahrzeuges betätigt werden. Entsprechend einer vorteilhaften anderen Ausbildung können mehrere Fühlvorrichtungen so angeordnet, sein, daß sie von einem am Fahrzeug angebrachten einstellbaren Anschlag je nach Einstellung, betätigt werden.
In der Zeichnung sind beispielsweise Ausführungsformen der Erfindung dargestellt. Es zeigt
Fig. 1 ein in der Draufsicht L-förmiges Gleis bekannter Bauart in schaubildlicher Darstellung,
Fig. 2 ein Laufrad eines Fahrzeuges für dieses Gleis in Seitenansicht,
Fig. 3 ein Gleis entsprechend Fig. 1 mit einer Vorrichtung nach der Erfindung, .
Fig. 4 ein durchgehendes Gleis mit seitlich' anschließendem Zweiggleis und einer Vorrichtung nach der Erfindung,
F i g. 5 ein L-förmiges Gleis mit einer abgeänderten Ausführungsform der Überführungsvorrichtung in schaubildlicher Darstellung,
Fig. 6 und .7 je eine Draufsicht auf die Überführungsvorrichtung nach F i g. 5 mit verschiedenen Betriebsstellungen der Führung, .
F i g. 8 und 9 weitere abgeänderte Ausführungsformen von Überführungsvorrichtungen in schaubildlicher Darstellung.
In F i g. 1 ist ein bekanntes L-förmiges Gleis 1 gezeigt mit einem Fahrzeug 2 mit Laufrädern 3 und Radachsen 4, die rechtwinklig zur Gleisebene ausgerichtet sind. Wie aus Fig. 2 hervorgeht, ist jedes Laufrad 3 mit einem abwärts gerichteten Führungszapfen 5 versehen, der ein Radlager 6 trägt. Hierdurch wird eine zuverlässige Führung'des-Rades auf dem Gleis erzielt.
Wie aus F i g. 1 weiterhin erkennbar ist, kann das
ίο Fahrzeug seine Fahrtrichtung um 90° ohne Drehung ändern. An der Überführungsvorrichtung sind Schienenabschnitte 7 angebracht mit Lücken 8 für die Laufräder.
Um Entgleisungen an diesen Lücken zu verhindern, wird nach Fig. 3 die der Ausfahrt dienende Lücke an der inneren Ecke durch eine absenkbare Führung 9 gesperrt. Diese Führung wird von einer Welle ~ 10 gehalten, die in zwei Lagern 11, 12 gelagert ist und durch eine Fühlvorrichtung betätigt wird, die als Hebel 13 mit Ansatz 14 ausgebildet ist, der von dem vorderen Laufrad auf der entsprechenden Seite des Fahrzeuges betätigt wird, wenn sich das Fahrzeug in der Ausgangsstellung für die Fortbewegung in die neue Richtung befindet. Der Hebel ist so ausgebildet, daß er durch eine Keilwirkung abwärts gedrückt wird, und zwar sowohl wenn das in der ursprünglichen und in der neuen Fahrtrichtung vordere Laufrad die Lage für das Umlenken erreicht, als auch wenn das Laufrad, das ursprünglich eines der Vorderräder war und nach dem Richtungswechsel eines der Hinterräder wird, den Hebel 13, und zwar seinen Ansatz 15 erreicht.
Somit wird das Fahrzeug vollständig geführt, bis es in die vorschriftsmäßige Lage für die Richtungsänderung gelangt, worauf der Schwenkhebel 13 und somit die Führung 9 an dem hinteren Laufrad abwärts gedrückt wird und in der neuen Bewegungsrichtung sowohl das Vorder- als auch das Hinterrad sich an dieser Führung ohne Schwierigkeit vorbeibewegen können. \
Die Welle 10 ist U-förmig ausgebildet. Dies dient dem Zweck, um Platz für eine auf das Fahrzeug einwirkende Treibwelle zu schaffen, die sich zwischen den Laufrädern erstreckt und in der Zeichnung nicht
45. dargestellt ist. Wenn zu erwarten steht, daß eine Fahrzeugbewegung auch in der entgegengesetzten Richtung möglich sein muß, dann sind der Schwenkhebel oder die Führung, oder beide, so ausgebildet, daß sie in dieser Fahrtrichtung ebenfalls selbsttätig' abwärts gedrückt werden. Zusätzlich ist eine entsprechende Führung mit Hebel für diejenige Schienenlücke an der inneren Ecke vorgesehen, die im ersten Fall für die Einfahrt, jedoch nunmehr für die Ausfahrt aus der Überführungsvorrichtung dient. .
.55 ( Wenn anzunehmen ist, daß nur eine Fahrtrichtung benötigt wird, dann kann diese Führung als. Klappe . 16 (Fig.'3) ausgebildet sein. Die Klappe wird in der Sperrstellung durch eine Feder 17 (F i g. 4) gehalten, die zwecks größerer Klarheit in Fig. 3 nicht
.60· dargestellt ist. ■
In Fig. 4 sind Führungen 18 gezeigt, welche die zu dem Zweiggleis führenden Schienenlücken sperren. Diese Führungen sind über eine Welle 19 mit einer Füllvorrichtung 20 verbunden. Ferner sind Führungen 21 über eine Welle 22 mit einer Fühlvorrichtung 23 verbunden. Die Fühlvorrichtungen sind für die Betätigungen.durch einen Anschlag,24 des Fahrzeuges bestimmt, der seitlich verstellbar ist. Wenn das
Fahrzeug geradeaus fahren soll, wird der Anschlag 24 in die mit ausgezogenen Strichen dargestellte Lage bewegt, in der er die Fühlvorrichtung 23 und damit die Führungen 21 abwärts drückt, während die Fühlvorrichtung 20 und die Führungen 18 unbeeinflußt bleiben. Wenn das Fahrzeug auf das Zweiggleis überführt werden soll, wird der Anschlag 24 in die mit gestrichelten Linien angedeutete Lage verstellt, in der er die Fühlvorrichtung 20 betätigt, während die Fühlvorrichtung 23 unbeeinflußt bleibt. Wenn Zweiggleise nach beiden Seiten abzweigen, d. h. bei einer Kreuzung, wird eine weitere Führung vorgesehen und der Anschlag 24 so angebracht, daß er in drei verschiedene Seitenstellungen einstellbar ist.
In F i g. 5 ist eine abgeänderte Ausführungsform gezeigt, bei der ein um einen senkrechten Zapfen schwenkbarer Winkelhebel 25 als Führung und Fühlvorrichtung dient und das außen laufende Vorderrad 3 des Fahrzeuges in der aus F i g. 6 erkennbaren Weise führt. Beim Einfahren des Fahrzeuges wird der Winkelhebel 25 durch dieses Vorderrad 3 in die aus F i g. 7 erkennbare Lage geschwenkt. Das Fahrzeug kann nunmehr in das Zweiggleis einfahren. Eine Zugfeder 25 α bewirkt die Rückstellung des Winkelhebels in die ursprüngliche Bereitschaftslage.
Bei der in F i g. 8 dargestellten Ausführungsform ist ein doppelarmiger Hebel 26 vorgesehen, der um einen waagerechten Zapfen 27 an der Innenseite der einen Schiene des Gleises schwenkbar angebracht ist. Wenn ein Fahrzeug sich von rechts nähert, wird das hochgeführte rechte Ende des Hebels 26 zunächst durch das Vorderrad und alsdann durch das Hinterrad herabgedrückt, wodurch das als Führung dienende Hebelende 28 ein Entgleisen des Vorderrades an der Schienenlücke 8 verhindert. Der freie seitliche Durchgang durch die Lücke 8 ist wieder gegeben, sobald das Hinterrad sich an dem rechten Ende des Hebels 26 vorbeibewegt hat.
In F i g. 9 sind umlegbare Schienenabschnitte 29 und 30 als Führungen vorgesehen. Sobald ein von rechts kommendes Fahrzeug ein Ventil 31 betätigt, drückt ein Kolben 32 den Abschnitt 30 aufwärts, während ein Kolben 33 den Abschnitt 29 absenkt. Das Fahrzeug kann nunmehr auf dem abzweigenden Gleis vorbewegt werden.

Claims (3)

Patentansprüche:
1. Vorrichtung zum Überführen von Fahrzeugen mit Laufrädern, deren Radachsen senkrecht
ίο zur Gleisebene stehen, von einem ersten Gleis auf ein seitlich anschließendes zweites Gleis, dessen Gleisachse parallel zu der Verbindungslinie der vorderen bzw. hinteren Radachsen eines auf dem ersten Gleis stehenden Fahrzeuges verläuft, bei der die sich überschneidenden Schienenstränge an den Kreuzungs- bzw. Abzweigstellen mit Lücken für den Durchtritt der Laufräder versehen und an einer oder mehreren Lücken verstellbare Führungen für die Laufräder angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungen aus einer unwirksamen Stellung, in der sie den Durchtritt der Laufräder durch die Lücken zulassen, in eine wirksame Stellung, in der sie ein Entgleisen der Laufräder an den Lücken verhindern, und umgekehrt verstellbar sind und daß den Führungen zugeordnete, durch Einwirkung eines durchfahrenden Fahrzeuges betätigte Fühlvorrichtung vorgesehen sind, die ihrerseits die Führungen z. B. elektrisch oder mechanisch verstellen.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine Fühlvorrichtung oder mehrere Fühlvorrichtungen so angeordnet sind, daß sie von einem vorderen Laufrad des Fahrzeuges betätigt werden.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Fühlvorrichtungen so angeordnet sind, daß sie von einem am Fahrzeug angebrachten einstellbaren Anschlag je nach Einstellung betätigt werden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

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