DE1532258C - Vorrichtung zum Beseitigen der Abfalle von Tabakblattern - Google Patents
Vorrichtung zum Beseitigen der Abfalle von TabakblatternInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Beseitigen der Abfälle von Tabakblättern, die auf der
Zuschnittschablone einer Maschine zum Umhüllen von stabförmigen Tabakwaren zurückbleiben, nachdem
aus einem Tabakblatt Deckblätter ausgeschnitten wurden und das Beseitigen der Abfälle
während desjenigen Zeitabschnitts des Arbeitszyklus der Maschine erfolgt ist, in dessen Verlauf das letzte
aus dem Tabakblatt ausgeschnittene Deckblatt zum Einrollen bzw. Umhüllen übertragen wird, wobei
eine mit Druckmittel, vorzugsweise Druckluft, betriebene Blasvorrichtung auf einer Seite des Zuschnittisches
so angeordnet ist, daß sie den Bereich der Zuschnittschablone bestreicht.
Vorrichtungen dieser Art zum Beseitigen der Abfälle von Tabakblättern werden in der Tabakindustrie,
insbesondere für Maschinen zur Herstellung von Tabakwaren, deren Tabakkern oder -wickel in eine oder mehrere Hüllen eingerollt wird,
eingesetzt, um den Fertigungsprozeß zu beschleunigen.
Das Fertigungstempo einer solchen Maschine wird nämlich durch die Dauer eines Arbeitszyklus der
Maschine sowie durch die Fähigkeit der Bedienungsperson bestimmt, in dem Zyklus alle notwendigen
Arbeitsgänge durchzuführen.
Da die von Hand durch die Bedienungsperson auszuführenden Arbeitsgänge nicht genau gleichbleiben,
ergibt sich, daß gewisse Zyklen, die gegenüber anderen stärker überladen sind, die Bedienungsperson
zwingen, die Maschine zeitweise zu stoppen oder die Geschwindigkeit der Maschine auf
einen Wert unterhalb der mechanischen Möglichkeiten einzustellen.
Dies ist der Fall, wenn die Bedienungsperson, die nacheinander aus dem Tabakblatt die mit der
Schablone ausgeschnittenen Stücke entnommen hat, zunächst die Schablone von den Schneidabfällen
entblößen muß, deren Größe und Form nicht mehr zulassen, ein ganzes Hüllstück bzw. Deckblatt zu
erhalten, und dann ein neues Tabakblatt heranführen muß.
Es ist aber sehr wichtig, daß der Ausstoß der Maschine nur durch die Höchstgeschwindigkeit der
Maschine begrenzt wird.
Um dieses Ziel zu erreichen, wird daher bei der eingangs erwähnten Vorrichtung zur Beseitigung von
Schncidabfällen (deutsches Patent 1204 988) der Einsatz einer Blasvorrichtung vorgeschlagen, die mit
Druckluft betrieben wird und auf einer Seite des Zusclinittisches
angebracht ist. Das Wegbewegen bzw. Wegblasen des Abfalls geschieht dabei durch das
Hinschalten der Blasvorrichtung durch eine Bedienungsperson
in einem durch den Arbeitszyklus der Maschine bestimmten Zeitraum.
Nach Reinigung des Tisches wird die Blasvorrichtung dann wieder abgeschaltet, um nach Beendigung
des nächsten Arbeitszyklus erneut betätigt zu werden.
Bei einer anderen bekannten Vorrichtung dieser Art (französische Patentschrift 1 339 797) ist ein mit
Perforierungen versehener und schwenkbar gestalteter Teil des Ziischnittisches mit einer Saugvorrichtung
verbunden. Hierbei erfolgt das Entfernen der Abliille dadurch, daß sie auf dem schwenkbaren, perforierten
Teil des Zuschniltisclics durch Saugwirkung
festgehalten und nach Verschwenkung dieses Teils aus der Tisdicbcnc freigegeben oder durch Beaufschlagen
des schwenkbaren Teils durch Druckluft weggestoßen werden. Die Saugvorrichtung wird dabei
durch das Bedienungspersonal nur während eines bestimmten Zeitintervalls eingeschaltet. Während
des Arbeitszyklus der Maschine bleibt sie ausgeschaltet.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Vorrichtung der eingangs genannten Art zu schaffen, die selbsttätig
ein· periodisches, den Arbeitsgang der Maschine
ίο nicht störendes, schnelles und zuverlässiges Reinigen
des Zuschnittisches gewährleisten soll und bei der die Abfälle selbständig gesammelt werden und die
schließlich einfach und preiswert herzustellen ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß auf der anderen Seite des Tisches im Wege
des Druckmittelstromes der Blasvorrichtung eine die von diesem mitgeführten Schnittabfälle aufnehmende
Schluckvorrichtung angeordnet ist, die eine Saugwirkung auf den Bereich der Zuschnittschablone ausübt,
und daß Mittel vorgesehen sind, die die Blaswirkung der Blasvorrichtung und die Saugwirkung
der Schluckvorrichtung während eines bestimmten Bruchteils jedes Arbeitszyklus der Maschine zur
Wirkung bringen.
Hierdurch wird erreicht, daß die Schnittabfälle durch die Kombination der Blas- und Saugwirkung,
ohne groß zu streuen, in einem relativ kurzen Zeitraum vom Zuschnittisch entfernt und in einem Behälter
gesammelt werden, ohne daß der Arbeitszyklus der Maschine gestört wird.
In einer bevorzugten Ausführungsform wird die Schluckvorrichtung von einem ständig an eine Unterdruckquelle
angeschlossenen Behälter mit beweglicher Verschlußklappe gebildet, die so zu betätigen
ist, daß sie während des Blasvorganges geöffnet ist. Dieser Mechanismus gewährleistet ein störungsfreies
Öffnen und Schließen der Schluckvorrichtung. Hierzu ist es außerdem zweckmäßig, wenn die
Klappe der Schluckvorrichtung von einem Druckmittelheber betätigt wird, der von derselben Druckmittelquelle
wie die Blasvorrichtung gespeist wird. Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung
des Gegenstands der Erfindung ist es zweckmäßig, wenn die Mittel für das synchrone Steuern der Blas- \
wirkung und der Saugwirkung ein in der Speise- j leitung von der Druckmittelquelle zum Bläser und
zum Heber liegendes Elektromagnetventil aufweisen, dessen Betätigung mit dem Gang der Maschine gekoppelt
ist.
Insbesondere durch das synchrone Steuern der Blas- und Saugvorrichtung wird ein maximales
Sammelergebnis der Schnittabfälle in der Schluckvorrichtung gewährleistet.
Dazu'ist es außerdem vorteilhaft, wenn im Stromkreis
des Elektroventils ein Schließkontakt liegt, der durch eine rotierende Nockenscheibe betätigt wird,
die je Arbeitszyklus der Maschine eine Umdrehung ausführt und einen den Kontakt betätigenden
Nocken von bestimmter Lage und Länge aufweist, derart, daß der Kontakt während eines bestimmten
Bruchteils des Arbeitszyklus der Maschine geschlossen wird.
Durch das Rotieren der Nockenscheibe und das damit verbundene Schließen des Kontaktes wird
ein gleichzeitiges, periodisches, pro Arbeitszyklus wiederkehrendes Blasen und Saugen erreicht.
Schließlich ist es auch noch vorteilhaft, wenn der Stromkreis des Elektrovcntils einen Schließkontakt
eines von Hand einzuschaltenden Relais sowie einen Öffnungskontakt, der von einem zweiten Nocken der
Nockenscheibe betätigt wird, enthält.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Vorrichtung nach der Erfindung dargestellt, und
zwar zeigt schematisch
Fig. Γ eine Aufsicht auf die Vorrichtung mit den
Blas- und Saugorganen,
F i g. 2 einen Seitenriß der Vorrichtung nach Fig. 1, ίο
F i g. 3 das Schaltbild der elektrischen Steuerung der Vorrichtung und
F i g. 4 eine schaubildliche Ansicht der Nockenscheibe, die die selbsttätige Wirkungsweise während
eines bestimmten Bruchteils des Arbeitszyklus der Maschine gewährleistet.
Gemäß den F i g. 1 und 2 sind auf dem Tisch 1, der die Formschablone 2 für den Zuschnitt trägt, die
Blasvorrichtung 3, die an die Druckluftquelle 8 angeschlossen ist, und die unter dauernder Saugwirkung
stehende Schluckvorrichtung 4 angeordnet. Die Schluckvorrichtung 4 ist in der Normalstellung durch
den Deckel 5 geschlossen, der durch die Saugwirkung gehalten wird. Ein Schirm 6 verhindert, daß
die Blaswirkung über die Saugdüse hinaus wirksam wird. Ein pneumatischer Heber 9 bewirkt das öffnen
des Deckels 5. Dieser Heber ist an dieselbe Druckquelle 8 wie die Blasvorrichtung 3 angeschlossen.
Ein Elektroventil 7 steuert den Zutritt der Druckluft zum Bläser 3 und zum Heber 9.
Gemäß F i g. 3 enthält der elektrische Stromkreis einen Speisetransformator 10, zwei Mikrokontakte
11 und 15, einen Selbsthaltekontakt 13 mit Betätigung des zugehörigen Relais 14 durch den Handschalter
12 und das Elektroventil 7.
Der Nocken 17 der Nockenscheibe 16 (F i g. 4), die sich im Sinne des Pfeils dreht, wirkt auf den
Kontakt 15, und der Nocken 18 wirkt auf den Kontakt 11.
Im Betrieb wird bei jedem Arbeitszyklus, da der Kontakt 11 geschlossen ist, beim Vorbeigang des
Nockens 17 am Kontakt 15 das Elektroventil 7 erregt, das den Durchtritt der Druckluft zum Bläser 3
und zum Heber 9 für das Öffnen des Deckels 5 ermöglicht, sofern der Relaiskontakt 13 geschlossen
ist. Das Schließen des Kontaktes 13 wird beim Ansprechen seines Relais 14 durch Betätigen des Handschalters
12 bewirkt, was die Selbsthaltung des Relais 14 und damit die Selbstspeisung des Stromkreises
zur Folge hat. Unter diesen Umständen wird durch den Luftstrahl des Bläsers 3 der Tisch 1 bestrichen
und die darauf angesammelten Schnittabfälle zum Saugschlucker 4 geblasen, dessen Deckel
offen steht. Beim Vorbeigang des Nockens 18 öffnet sich der Kontakt 11 und bringt das Relais 14 zum
Abfall; das Elektroventil sperrt den Durchgang der Druckluft.
Die Bemessung und Stellung der Nocken 17 und 18 sind so festgelegt und geregelt, daß das Beseitigen
der Abfälle während desjenigen Teils des Arbeitsganges durchgeführt wird, während welchem der
Förder- bzw. Übertragungsarm sich außerhalb des Wirkungsbereichs des Luftstrahls für das Fortblasen
der Abfälle befindet.
Claims (6)
1. Vorrichtung zum Beseitigen der Abfälle von Tabakblättern, die auf der Zuschnittschablone
einer Maschine zum Umhüllen von stabförmigen Tabakwaren zurückbleiben, nachdem aus einem
Tabakblatt Deckblätter ausgeschnitten wurden und das Beseitigen der Abfälle während desjenigen
Zeitabschnitts des Arbeitszyklus der Maschine erfolgt ist, in dessen Verlauf das letzte
aus dem Tabakblatt ausgeschnittene Deckblatt zum Einrollen bzw. Umhüllen übertragen wird,
wobei eine mit Druckmittel, vorzugsweise Druckluft betriebene Blasvorrichtung auf einer Seite
des Zuschnittisches so angeordnet ist, daß sie den Bereich der Zuschnittschablone bestreicht,
dadurch gekennzeichnet, daß auf der anderen Seite des Tisches (1) im Wege des
Druckmittelstromes der Blasvorrichtung (3) eine die von diesem mitgeführten Schnittabfälle aufnehmende
Schluckvorrichtung (4) angeordnet ist, die eine Saugwirkung auf den Bereich der Zuschnittschablone
ausübt, und daß Mittel vorgesehen sind, die die Blaswirkung der Blasvorrichtung und die Saugwirkung der Schluckvorrichtung
(4) während eines bestimmten Bruchteils jedes Arbeitszyklus der Maschine zur Wirkung bringen.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Schluckv.orrichtung von einem, ständig an eine Unterdruckquelle angeschlossenen
Behälter (4) mit beweglicher Verschlußklappe (5) gebildet wird, die so zu betätigen
ist, daß sie während des Blasvorganges geöffnet ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Klappe (5) der Schluckvorrichtung
von einem Druckmittelheber (9) betätigt wird, der von derselben Druckmittelquelle
(8) wie die Blasvorrichtung (3) gespeist wird.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Mittel
für das synchrone Steuern der Blaswirkung und der Saugwirkung ein in der Speiseleitung von der
Druckmittelquelle (8) zur Blasvorrichtung (3) und zum Heber (9, 5) liegendes Elektromagnetventil
(7) aufweisen, dessen Betätigung mit dem Gang der Maschine gekoppelt ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß im Stromkreis des Elektroventils
(7) ein Schließkontakt liegt, der durch eine rotierende Nockenscheibe (16) betätigt wird,
die je Arbeitszyklus der Maschine eine Umdrehung ausführt und einen den Kontakt betätigenden
Nocken von bestimmter Lage und Länge aufweist, derart, daß der Kontakt während eines bestimmten Bruchteils des Arbeitszyklus
der Maschine geschlossen wird. v.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Stromkreis des Elektroventils
einen Schließkontakt eines von Hand einzuschaltenden Relais sowie einen ölTnungskontakt,
der von einem zweiten Nocken der Nockenscheibe betätigt wird, enthält.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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