DE1528167C - Vorrichtung zum Einspritzen von einstell baren Leimmengen in Dubelbohrungen von Mo belteilen od dgl - Google Patents
Vorrichtung zum Einspritzen von einstell baren Leimmengen in Dubelbohrungen von Mo belteilen od dglInfo
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Description
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Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Einspritzen von einstellbaren Leimmengen in
Dübelbohrungen von Möbelteilen od. dgl. mit mindestens einer Düse und einem Ventil zum Absperren
oder Freigeben der Leimzufuhr zur Düsenbohrung, wobei die Spritzrichtung des Leims mit der Dübeleintreibrichtung
einen spitzen Winkel bildet.
Bei einer bekannten Vorrichtung dieser Art ist die Leimspritzdüse ortsfest neben dem Dübeleintreibstößel
und unter einem spitzen Winkel zur Dübeleintreibrichtung angeordnet. Die Leimspritzdüse wird
also während des Spritzvorganges nicht in die Dübelbohrung eingeführt, so daß in einer Aufspannung
des Werstkücks sowohl das Einspritzen des Leims in die Dübelbohrung als auch das Eintreiben des Dübels
vorgenommen werden können. Um bei Unterbrechungen das Eintrocknen des Leims in der Spritzdüse
zu verhindern, wird bei der bekannten Vorrichtung nach jedem Leimspritztakt ein Unterdruck im
Leimspritzkanal erzeugt, wodurch der Leim aus der Spritzdüse etwas zurückgezogen wird. Da aber der
Leimspritzkanal über die Leimspritzdüse mit der Außenluft in Verbindung steht, kann ein Austrocknen
des Leims in dem Leimspritzkanal z. B. schon während kurzer Betriebsunterbrechungen nicht ausgeschlossen
werden. Die bekannte 'Leimspritzvorrichtung ist deshalb zum Einbauin einer Fertigungsstraße
mit einer Dübeleihtreibeinrichtung nicht geeignet.
Es ist eine Vorrichtung dieser Art bekannt, bei der der Dübeleintreibstößel eine als leimführender Kanal
dienende axiale Bohrung und am vorderen Ende einen Kranz radial sich erstreckender Düsenbohrungen
aufweist. Das Ventil zum Absperren und Freigeben der Leimzufuhr zu den Düsenbohrungen ist in
großem Abstand von den Düsenbohrungen angeordnet. Zum Belegen der Dübelbohrungen mit Leim
wird der Stößel in die Dübelbohrung eingefahren. Hierbei können die Düsenbohrungen durch den
Bohrlochsiaub verschmutzt werden oder es lcann bei
einer Betriebsstörung der Stößel durch Auffahren auf den Bohrlochboden verbogen werden. Bei der
bekannten Vorrichtung sind für das Leimeinspritzen und das Dübeleintreiben zwei Arbeitshübe des Stößels
erforderlich.
Es ist ferner eine Maschine zum Ausbohren und Ausfüllen Von Astlöchern in Brettern bekannt, die
mit einem gegenüber dem zu bearbeitenden Brett verfahrbaren Wagen, ausgerüstet ist. Dieser Wagen
trägt eine Bohrvorrichtung, eine Leimdüse und eine Einrichtung zum Einsetzen von Holzklötzchen in die
ausgebohrten Löcher. Während der Bewegung der Leimdüse über dem Bohrloch wird Leim in das Bohrloch
eingespritzt. Bei dieser Maschine ist es erforderlich, die Leimdüse nach dem Ausbohren zum Bohrloch
zu verfahren.
Die Leimdüse weist ein Ventil zum Absperren oder Freigeben der Leimzufuhr zur Düsenöffnung
auf. Der Ventilsitz ist in einem bestimmten Abstand von der Düsenöffnung angeordnet. In der Verschlußstellung
des Ventils ist zwischen dem Ventilkörper und der Düsenöffnung ein leimführe'nder Kanal, der
mit der Außenluft in Verbindung steht, so daß der in dem Kanal befindliche Leim austrocknen und den
Kanal verstopfen kann.
Weiterhin ist eine Vorrichtung zum Belegen von Dübelbohrungen mit Leim bekannt, die in die Dübelbohrung
eingeführt wird. Sie weist einen mittigen leimführenden Kanal, am vorderen Ende davon
radial abzweigende Düsenbohrungen und einen Ventilkörper auf, dessen Ventilsitz in großem Abstand
von den Düsenöffnungen vorgesehen ist. Der Ventilkörper ist mit einer Nadel ausgestattet, die durch eine
axiale Bohrung am vorderen Ende der Vorrichtung geführt ist und bei geschlossenem Ventil aus der
Vorrichtung ragt. Beim Einfahren der Vorrichtung in die Dübelbohrung trifft die Nadel auf den Bohrlochboden,
so daß beim weiteren Einführen der Vorrichtung der Ventilkörper vom Ventilsitz abgehoben
wird und der Leim aus den Düsenöffnungen austreten kann.
Auch bei dieser Vorrichtung sind bei geschlossenem Ventil zwischen den Düsenöffnungen und dem
Ventilkörper leimführende Kanäle vorhanden, die mit der Außenluft in Verbindung stehen, so daß der
Leim austrocknen kann und die Kanäle zusetzt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs genannten Art zum Einspritzen
von Leim in Dübelbohrungen so auszubil-
den, daß während des Betriebs und während der Betriebsunterbrechung ein Austrocknen des Leims
in den zwischen dem Ventilsitz und der Düsenöffnung liegenden leimführenden Kanälen vermieden und
während der ganzen Betriebszeit die Arbeitsebene des Dübeleintreibstößels durch das Leimeinspritzen
nicht beeinträchtigt wird und somit die Vorrichtung in Fertigungsstraßen mit großer Leistung eingesetzt
werden kann.
Diese Aufgabe wird nach der Erfindung dadurch gelöst, daß der Ventilkörper eine Düsennadel aufweist,
deren Außendurchmesser dem Innendurchmes^ ser der Düsenbohrung entspricht und in der Verschlußstellung
des Ventils die Düsenbohrung ausfüllt, und daß der Ventilsitz in unmittelbarer Nähe
der Düsenbohrung angeordnet ist.
Da bei geschlossenem Ventil die leimführenden Kanäle zwischen dem Ventilsitz und der Düsenbohrung
durch den Ventilkörper bzw. ventilkörperfeste Teile ausgefüllt sind, wird ein Zusetzen der Kanäle
durch ausgetrockneten Leim mit Sicherheit vermieden. Die Vorrichtung ist ständig einsatzbereit und
bedarf keiner besonderen Wartung. Hierdurch wird der Einsatz der Vorrichtung in einer Fertigungsstraße
möglich, die auch insofern eine große Leistung erzielt, als auch hier in einer Aufspannung des Werkstücks
das Einspritzen des Leims in die Dübelbohrung und das Eintreiben des Dübels vorgenommen
werden können.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird im folgenden beschrieben.
Es zeigt
Fig. 1 die Anordnung der erfindungsgemäßen
Vorrichtung zum Einspritzen von Leim in einer Vorrichtung zum Eintreiben von Dübeln in perspektivischer
Darstellung,
F i g. 2 einen Schnitt durch die Vorrichtung zum Einspritzen von Leim.
Die Vorrichtung zum Eintreiben von Dübeln weist einen auf einer Welle 20 befestigten Werkzeugkörper
7 auf, dem die Dübel über einen Schlauch 6 von einem Schwingförderer zugeführt werden. Die Dübel
gleiten in ein Dübelmagazin 11, das an der Kolbenstange eines Preßluftzylinders 12 befestigt ist. Dieser
verfährt das Dübelmagazin in die Arbeitsstellung, in der der Dübelstößel 23 den Dübel in die Dübelbohrung
des Werkstücks eintreibt.
Vor dem Eintreiben des Dübels muß die Dübelbohrung mit Leim belegt werden. Zu diesem Zweck
ist in einer Bohrung des Werkzeugkörpers 7 eine Düse 14, 54, 55 angeordnet, deren Spritzrichtung von
schräg unten auf die Bohrungsmitte des Werkstücks zeigt. Die Dübeleintreibrichtung und die Spritzrichtung
des Leims bilden somit einen spitzen Winkel.
Die Düse ist mit einem Ventil zum Absperren und Freigeben der Leimzufuhr zur Düsenbohrung
ausgerüstet. Das Ventil weist einen Ventilkörper auf, der mit einer in axialer Richtung sich erstreckenden
Düsennadel einstückig ist. Der Außendurchmesser der Düsennadel entspricht dem Innendurchmesser
der Düsenbohrung 15. In der Verschlußstellung des Ventils wird die Düsenbohrung durch die Düsennadel
ausgefüllt. Der Ventilsitz ist in unmittelbarer Nähe der Düsenbohrung angeordnet. Zwischen der
Düsenbohrung 15 und der Stirnfläche des Ventilkörpers 63 ist eine Dichtung 58 vorgesehen.
Dem Ventilkörper 63 ist eine Schließfeder 68 zugeordnet, die sich einerseits an einem Bund 73 des
Ventilkörpers und andererseits an der Stirnwand des Gehäuseteils 55 abstützt. Zum schlagartigen öffnen
und Schließen der Düsenbohrung ist der Ventilkörper mit einer Überf ahrbetätigungseinrichtung 19, 66, 67,
70, 71 gekoppelt.
An dem aus dem Gehäuseteil 55 der Düse heraustretenden Ende weist, der Ventilkörper 63 ein Gewinde
auf, das in die Gewindebohrung eines Gabelstücks 64' geschraubt wird. Ferner ist dieses Ende des
Ventilkörpers mit einer. Rändelschraube 59 versehen. Zum Einstellen der in die Dübelbohrung einzuspritzenden
Leimmenge kann die Einschraubtiefe des Ventilkörpers in der Gewindebohrung des Gabelstücks
64 verändert werden.
Das Gabelstück ist an einem Hebel 66 angelenkt, der mit einem Ausleger 71 des Werkzeugkörpers 7
schwenkbar verbunden ist. Das dem Ausleger abgewandte Ende des Hebels 66 trägt eine Rolle 70, die
durch ein Kugellager gebildet werden kann. Die Rolle 70 arbeitet mit einer antreibbaren Vierkantschaltwelle
19 zusammen, an der eine Silberstahlwelle 67 über Schrauben befestigt ist.
Der Leim wird der Düsenbohrung 15 über eine Leitung 72 von einem Behälter aus zugeführt, in dem
der Leim unter einem einstellbaren Preßluftdruck von etwa 1,5 bis 5 atü steht. Durch eine Änderung
des Preßluftdruckes wird die in die Dübelbohrung eingespritzte Leimmenge geändert.
Durch diese Dosiermöglichkeiten der einzuspritzenden Leimmengen ist gewährleistet, daß die Dübelbohrung nur mit der erforderlichen Leimmenge belegt
wird.
Die Düse ist in der Bohrung des Werkzeugkörpers durch Inbusschrauben 56 festgelegt und durch
O-Ringe 57 gegenüber der Bohrungswandung abgedichtet. Montage und Demontage der Düse können
in einfacher Weise vorgenommen werden.
Die Vorrichtung arbeitet mit sehr kurzen Einspritzzeiten. Zum Einspritzen des Leims wird der Ventilkörper
63 entgegen der Wirkung der Schließfeder 68 durch die Uberfahrbetätigungseinrichtung vom Ventilsitz
abgehoben. Der unter Preßluftdruck stehende Leim tritt durch die Düsenbohrung 15 in Form eines
festen Strahls aus und gelangt in die Dübelbohrung, die sich in einem bestimmten Abstand von der Düsenbohrung
befindet. Der Abstand ist größer als die Länge des aus dem Werkstück sich erstreckenden
Dübelteils.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (5)
1. Vorrichtung zum Einspritzen von einstellbaren Leimmengen in Dübelbohrungen von Möbelteilen
od. dgl. mit mindestens einer Düse und einem Ventil zum Absperren oder Freigeben der
Leimzufuhr zur Düsenbohrung, wobei die Spritzrichtung des Leims mit der Dübeleintreibrichtung
einen spitzen Winkel bildet, dadurch ge-io
kennzeichnet,. daß der Ventilkörper (63)
eine Düsennadel aufweist, deren Außendurchmesser dem Innendurchmesser der Düsenbohrung
(15) entspricht und in der Verschlußstellung des Ventils die Düsenbohrung ausfüllt, und daß der 1S
Ventilsitz in unmittelbarer Nähe der Düsenbohrung angeordnet ist. ·
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der Düseribohrung
(15) und der Stirnfläche des Ventilkörpers (63) eine Dichtung (58) vorgesehen ist.
.3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Düse (14, 54, 55) in einer Bohrung des Werkzeugkörpers (7) angeordnet ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Spritzrichtung der Düse (14, 54, 55) von schräg unten auf die Bohrungsmitte im Werkstück zeigt.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß dem Ventilkörper (63) zum 3<>
schlagartigen Öffnen und Schließen der Düsenbohrung (15) eine Überfahrbetätigungseiririchtung
(19, 66, 67, 70, 71) und eine Schließfeder (68) zugeordnet sind.
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|---|---|---|---|
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| DEK0058056 | 1966-01-03 |
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| DE1528167C true DE1528167C (de) | 1973-05-17 |
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