DE1527559C - Verfahren zum Zusammenbau von Kreuzgelenken und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens - Google Patents
Verfahren zum Zusammenbau von Kreuzgelenken und Vorrichtung zur Durchführung des VerfahrensInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Zusammenbau von Kreuzgelenken, die aus zwei am
Ende gegabelten, durch ein Gelenkkreuz miteinander verbundenen Wellen bestehen und bei denen die Gelenkkreuzzapfen
in Bohrungen der Wellengabeln durch radial und axial belastbare Lager gehalten sind,
durch Einführen der Gelenkkreuzzapfen in die Bohrungen der Wellengabeln und Einpressen der Lager
in diese Bohrungen.
Nach dem bekannten Verfahren zum Zusammenbau von Kreuzgelenken der beschriebenen Art wurde
so vorgegangen, daß zunächst das Gelenkkreuz mit zwei gegenüberliegenden Zapfen in die Bohrungen
der Gabeln einer Welle eingebracht und zu dieser Welle zentriert wurde. Daraufhin wurden dann die
Lager für die Gelenkkreuzzapfen eingepreßt. Daran anschließend wurden die beiden übrigen Zapfen des
Gelenkkreuzes in die Bohrungen der Wellengabeln der anderen Welle eingeführt und daraufhin auch dort
Lager in die Bohrungen eingepreßt. Bei dieser Montagearbeit ergaben sich in vielen Fällen Fluchtungsfehler
zwischen den beiden miteinander gekuppelten Wellen. Diese Fluchtungsfehler ergeben sich aus der
Tatsache, daß es in der Praxis nicht möglich ist, die Bohrungen in den Wellengabeln so exakt anzuordnen,
daß ihre Verbindungsachse genau durch die S Wellenachse geht. Wenn diese Verbindungsachse der
Bohrung aber zu der Wellenachse seitlich versetzt ist, wie es in der Praxis fast immer der Fall sein wird,
dann ist es bei dieser Art der Montage nicht möglich, ein genaues Fluchten der beiden Wellen zu er-
reichen. . .
Zur Vermeidung dieses Nachteiles schlägt die Erfindung vor, daß die beiden Wellen nach dem Einführen
der Gelenkkreuzzapfen in die Bohrungen der Wellengabeln mit ihren Achsen genau fluchtend eingespannt
werden und daß darauf die Lager in die Bohrungen bis zum spielfreien Anliegen gegen die
Gelenkkreuzzapfen eingepreßt und in dieser Lage fixiert werden.
Während bei den bekannten Verfahren zunächst
ao die eine Welle zu dem Gelenkkreuz zentriert wurde
und daraufhin das Gelenkkreuz zur zweiten Welle, wird nach dem erfindungsgemäßen Verfahren die
Zentrierung des Gelenkkreuzes selbst völlig· außer acht gelassen. Man geht vielmehr davon aus, daß zunächst
beide Wellen so eingespannt werden, daß ihre Achsen genau fluchten, während man das Gelenkkreuz
zunächst sich selbst überläßt und es ausschließlich durch die in die Bohrungen der Wellengabeln
eingebrachten Lager zentriert. Wenn, wie die Erfindung vorschlägt, diese Lager bis zum spielfreien
Anliegen gegen die Gelenkkreuzzapfen in die Bohrungen eingepreßt und dort fixiert werden, dann ergibt
sich automatisch eine Lage für das Gelenkkreuz, in der nach wie vor die beiden Wellenachsen genau
miteinander fluchten. Man nimmt dabei bewußt in Kauf, daß im zusammengebauten Zustand das Gelenkkreuz selbst um den Betrag, der sich aus den
unvermeidlichen Toleranzen ergibt, außermittig sitzt. Man geht bei dieser Überlegung davon aus, daß die
Masse des Gelenkkreuzes im Verhältnis zu der Masse der Wellen so gering ist, daß sich die daraus ergebende
Unwucht praktisch kaum auswirkt.
Einen weiteren Gegenstand der Erfindung bildet eine Vorrichtung zur Durchführung des beschriebenen
Verfahrens. Bei dieser Vorrichtung sind an einem Maschinenständer in einer Ebene vier Preßeinrichtungen,
von denen je zwei gleichachsig verlaufen und einander zugekehrt sind, während die Achse jeder
Preßeinrichtung mit der der benachbarten einen rechten Winkel einschließt, und zur Aufnahme der beiden
Wellen zwei Spannvorrichtungen angeordnet, deren Achsen miteinander fluchten und rechtwinkelig auf
der durch die Achsen der Preßeinrichtungen gehenden Ebene stehen.
Durch eine solche Vorrichtung wird einerseits das genaue fluchtende Spannen der beiden Wellen erreicht,
und es können andererseits durch die Anordnung von vier Preßeinheiten alle vier Lager in die Bohrungen
der Wellengabeln eingepreßt werden. Nach der Erfindung können weiterhin die Preßeinrichtungen
innerhalb der durch ihre Achsen gehenden Ebene nach beiden Seiten schwenkbar gelagert sein. Durch
diese Ausbildung ist es möglich, die oben bereits erwähnten Toleranzabweichungen für die Bohrungen
in den Wellengabeln auszugleichen.
Schließlich wird nach der Erfindung vorgeschlagen, die Preßstempel je zwei einander gegenüberliegender
Preßeinrichtungen durch eine mechanische oder hy-
3 4
draulische Gleichlaufeinrichtung miteinander zu ver- genau fluchten und andererseits die Bohrungen ihrer
binden. Durch diese Ausbildung wird eine Erleich- Wellengabeln 7 und 8 mit den Preßstempeln 11 der
terung für das Spannen der beiden Wellen erzielt. Preßeinrichtungen 10 genau übereinstimmen. Darauf -
Wenn die beiden Wellen in die Maschine eingebracht hin werden in die Bohrungen der Wellengabeln 7
sind, so müssen die Bohrungen der Wellengabeln zu- 5 und 8 Lager eingebracht, die daran anschließend
nächst zu den Preßeinrichtungen ausgerichtet werden, durch die Preßstempel 11 bis zur Anlage an den
bevor die Wellen selbst genau fluchtend gespannt wer- Zapfen des Gelenkkreuzes 13 eingepreßt und in die-
den können. Dieses Ausrichten kann nach der Er- ser Stellung fixiert werden.
findung zweckmäßig dadurch erfolgen, daß die Preß- In A b b. 2 ist eine Draufsicht auf die Platte 9 dar-
stempel zweier gegenüberliegender Preßeinrichtungen io gestellt, die ebenso, wie oben beschrieben, die Preß-
in die Bohrungen der einen Wellengabel und die Preß- einrichtungen 10 über die Bolzen 12 aufnimmt. Inder
stempel der übrigen Preßeinrichtungen in die Boh- Mitte der A b b. 2 sind die Wellengabeln 7 und 8 im
rungen der anderen Wellengabel eingebracht werden, Schnitt angedeutet. Zwischen diesen Wellengabeln ist
worauf dann die beiden Wellen festgespannt werden das Gelenkkreuz 13 angeordnet, dessen Zapfen 14 in
können. Dabei ist es zweckmäßig, dafür zu sorgen, 15 die Bohrungen der Wellengabeln eingreifen. Die Preß-
daß sich jeweils zwei einander gegenüberliegende stempel 11 der Preßeinrichtungen 10 werden bei die-
Preßstempel im Gleichlauf aufeinander zubewegen, ser Ausführung durch Hülsen 15 umgeben, die auch
um zu vermeiden, daß vor dem Festspannen der noch über den zylindrischen Teil der Preßeinrichtun-
Wellen diese durch ungleichmäßige Kräfte be- gen 10 greifen.
ansprucht werden. Schließlich kann im Rahmen der 20 Zusätzlich zu der in Abb. 1 dargestellten Ausfüh-Erfindung
dieser Gleichlauf in der Weise herbeige- rungsform beinhaltet die Ausführung nach Abb.2
führt werden, daß die beiden gegenüberliegenden eine Einrichtung, durch die die Preßstempel je zweier
Preßstempel mechanisch miteinander gekuppelt sind einander gegenüberliegender Preßeinrichtungen so
und von Hand betätigt werden können. Dadurch ist mechanisch miteinander gekuppelt sind, daß sie sich
es in einfacher Weise möglich, mit einer einzigen 25 im Gleichlauf aufeinander zu bzw. voneinander weg
Handbewegung zwei gegenüberliegende Preßstempel bewegen können. Zu diesem Zweck sind auf Bolzen
in die zughörigen Bohrungen einer Wellengabel ein- 16, die mit der Platte 9 fest verbunden sind, je zwei
zufahren. . Hebelarme 17 und 18, die untereinander nicht ver-In den Zeichnungen sind rein schematisch Aus- bunden sind, gelagert. Die Hebelarme 17 sind an
führungsbeispiele der beschriebenen Erfindung dar- 30 ihren den Bolzen 16 abgekehrten Enden unmittelbar
gestellt. Es zeigt mit den Hülsen 15 verbunden. Die Hebelarme 18 A b b. 1 eine perspektivische Ansicht der erfin- sind dagegen an ihren anderen Enden als Zahndungsgemäßen
Vorrichtung und segmente ausgebildet, die ineinandergreifen. Schließ-A b b. 2 eine Draufsicht auf eine andersartige Aus- lieh weisen jeweils die Hebelarme 17 Ansätze 19 auf,
führungsform. 35 die sich gegen die Hebelarme 18 abstützen. Darüber
Nach A b b. 1 sind an einem angedeuteten Ma- hinaus sind noch die Hebelarme 17 und 18 durch
schinenständer 1 mittels der Arme 2 Spannvorrichtun- Zugfedern 20 miteinander verbunden. Zwei der Hegen
3 befestigt, die durch Knebel 4 gespannt werden beiarme 17 weisen letztlich noch Handgriffe 21 auf.
können. In diesen Spannvorrichtungen 3 sind die Aus der Zeichnung ergibt sich, daß, wenn man einen
beiden Wellen 5 und 6, die an ihren Enden mit 4° der Hebelarme 17 mittels eines Handgriffes 21 in
Gabeln 7 und 8 versehen sind, so festgespannt, daß Richtung auf die Gabelarme hinschwenkt, sich dieser
ihre Achsen exakt fluchten. Auf einer sternförmigen mit seinem Ansatz 19 gegen den Hebelarm 18 ab-Platte
9 sind vier Preßeinrichtungen 10 so angeord- stützt und dabei den letzteren um einen bestimmten
net, daß ihre Preßstempel 11 jeweils auf eine Boh- Winkel schwenkt. Durch die an diesem Hebelarm
rung der Wellengabeln 7 bzw. 8 gerichtet sind. Die 45 befindliche Verzahnung wird der zugehörige Hebel-Preßeinrichtungen
10 sind auf der Platte 9 durch arm 18 ebenfalls um einen bestimmten Winkel geBolzen
12 schwenkbar gelagert. schwenkt und nimmt dabei über die Zugfeder 20 den Für den Zusammenbau von Kreuzgelenken werden anderen Hebelarm 17 mit, wodurch die mit diesem
nach der Erfindung zunächst in die Bohrungen der verbundene Hülse 15 ebenfalls in Richtung auf die
Wellengabeln 7 und 8 die Zapfen eines Gelenk- 5° Gabelarme hin verschoben wird. Wird der gleiche
kreuzes 13 eingebracht, worauf dann die Wellen 5 Handgriff zurückbewegt, dann gehen in gleicher
und 6 in die Spannvorrichtungen 3 eingebracht und Weise die gegenüberliegenden Hülsen 15 wieder zudort
so gespannt werden, daß einerseits ihre Achsen rück.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (4)
1. Verfahren zum Zusammenbau von Kreuzgelenken, die aus zwei am Ende gegabelten, durch
ein Gelenkkreuz miteinander verbundenen WeI-•len
bestehen und bei denen die Gelenkkreuzzapfen in Bohrungen der Wellengabeln durch
radial und axial belastbare Lager gehalten sind, durch Einführen der Gelenkkreuzzapfen in die
Bohrungen der Wellengabeln und Einpressen der Lager in diese Bohrungen, dadurchgekennzeichnet,
daß die beiden Wellen (5, 6) nach dem Einführen der Gelenkkreuzzapfen (14) in die
Bohrungen der Wellengabeln (7,8) mit ihren Achsen genau fluchtend eingespannt werden und
daß darauf die Lager in die Bohrungen bis zum spielfreien Anliegen gegen die Gelenkkreuzzapfeh
(14) eingepreßt und in dieser Lage fixiert werden.
2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß an einem Maschinenständer in einer Ebene vier Preßeinrichtungen (10), von denen je zwei
gleichachsig verlaufen und einander zugekehrt sind, während die Achse jeder Preßeinrichtung
(10) mit der der benachbarten einen rechten Winkel einschließt, und zur Aufnahme der beiden
Wellen (5,6) zwei Spannvorrichtungen (3) angeordnet sind, deren Achsen miteinander fluchten
und rechtwinkelig auf der durch die Achsen der Preßeinrichtungen (10) gehenden Ebene
stehen.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Preßeinrichtungen (10)
v innerhalb der durch ihre Achsen gehenden Ebene
nach beiden Seiten schwenkbar gelagert sind.
4. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Preßstempel (11) je zwei
einander gegenüberliegender Preßeinrichtungen (10) durch eine mechanische oder hydraulische
Gleichlaufeinrichtung miteinander verbunden sind.
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