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DE1527068C - Doppelstanderhobelmaschine zur Oberflächenbearbeitung von Sonderstahlbrammen - Google Patents

Doppelstanderhobelmaschine zur Oberflächenbearbeitung von Sonderstahlbrammen

Info

Publication number
DE1527068C
DE1527068C DE1527068C DE 1527068 C DE1527068 C DE 1527068C DE 1527068 C DE1527068 C DE 1527068C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
cross slide
double
slide guide
clamping table
special steel
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Kichiro Hikari; Matsui Naokichi Hiroshima; Saigo (Japan)
Original Assignee
Yawata Iron & Steel Co. Ltd., Tokio; Daiwa Heavy Industry Co. Ltd., Hiroshima; (Japan)
Publication date

Links

Description

1 2
Die Erfindung betrifft eine Doppelständerhobel- und daß jeweils zwei seitlich der Verschiebungsbahn maschine zur Oberflächenbearbeitung von Sonder- angeordnete Hubeinheiten für die Querschlittenfühstahlbrammen mit einem innerhalb der StänderöfE- rung jeweils entsprechend der auf der betreffenden nung längsverschieblichen Aufspanntisch, mit zu Seite sitzenden Kopierlehre gesteuert sind. .
beiden Seiten desselben parallel zur Verschiebungs- 5 Die Kopierlehren werden also unmittelbar nach richtung angeordneten, entsprechend dem Werkstück dem Verlauf der Längskanten der Sonderstahlbrameinstellbaren Kopierlehren und mit einer Quer- men eingestellt, so daß eine Führung des Querschlittenführung, die durch die Kopierlehren ge- Schlittens entsprechend den jeweiligen Verwindunsteuert und an den beiden Ständern geführt ist. gen erfolgt. Der Querschlitten ist an dem Doppel-Anwendungsgebiet der Erfindung ist die Entfer- io ständer verschiebbar und auch verschwenkbar genung der Gußhaut bzw. des Zunders an Sonderstahl- halten, so daß sich die Querschlittenachse jeweils brammen, die durch kontinuierliches Gießen herge- entsprechend den Verwindungen der Oberfläche der stellt werden. Die Entfernung dieser Gußhaut ist er- Sonderstahlbrammen verstellt. Die Schwenkachse forderlich, damit die vorhandenen Oberflächenfehler für die Querschlittenführung ist nur an einer Ständer Sonderstahlbrammen erkannt und ausgebessert 15 derführung vorhanden, wogegen die Querschlittenwerden können, bevor das Brammenwalzen er- führung an dem zweiten Ständer mit reichlichem folgt. Spiel in Querrichtung geführt ist. Die auf die Quer-
Damit der abgetragene Werkstoff wiedergewonnen schlittenführung einwirkenden Querkräfte werden
werden kann, ist ein Abhobeln der Oberfläche also nur von dem einen Ständer, aufgenommen, an
zweckmäßig. Hierbei ergibt sich jedoch die Schwie- 20 dem die Schwenkachse ausgebildet ist. Die auf die
rigkeit, daß die Oberflächen der Sonderstahlbram- Querschlittenführung einwirkenden Längskräfte wer-
men in Längsrichtung Verwindungen aufweisen, so den dagegen von beiden Ständern aufgenommen. Da
daß ein Abhobeln auf eine feste Querschnittsform die Längskräfte die Qeerkräfte weit überwiegen, er-
zu einem erheblichen Abfall führen würde. gibt sich hierdurch eine ausreichende Betriebssicher-
■ Zur Kopierbearbeitung von Werkstücken mit be- 25 heit der Doppelständerhobelmaschine,
liebig gekrümmten Flächen sind bereits zahlreiche Die Erfindung wird im folgenden an Hand einer
Einrichtungen bekannt. So beschreibt die deutsche bevorzugten Ausführungsform unter Bezugnahme
Patentschrift 577 190 eine Nachlaufsteuerung für auf die Zeichnungen erläutert, in denen darstellt
eine Hobelmaschine zum Entfernen schadhafter Stel- F i g. 1 eine Doppclständerhobelmaschine nach
len an der Oberfläche von Rohblöcken. Eine solche 30 der Erfindung in Seitenansicht,
Anordnung ist jedoch zur flächenhaften Bearbeitung Fig. 2 eine Stirnansicht von der Einlaufseite des
einer vollständigen Sonderstahlbramme nicht geeig- " Doppelständers gesehen,
net. Die deutsche Patentschrift 478148 beschreibt Fig. 3 die Querschlittenführung mit dem Quereine Kopiereinrichtung, wo ein Werkzeug auf einer schütten in einer vergrößerten Einzelansicht,
Fläche geführt werden kann, die nach zwei zuein^'35 Fig. 4 die Ständerführungen der Querschlittenander senkrechten Richtungen gekrümmt ist. Diese führung in Einzelansicht,
Maschine ist jedoch zur Bearbeitung längerer Werk- F i g. 5 einen Grundriß zu F i g. 4, stücke mit mehreren parallel zueinander angeord- F i g. 6 einen Schnitt nach der Linie VI-VI in neten Hobeln nicht geeignet. ' Fig. 4 und
Die schweizerische Patentschrift 313 436 be- 4° F i g. 7 einen Schnitt nach der Linie VII-VII.
schreibt eine Kopiervorrichtung für eine Hobel- Die Doppelständerhobelmaschine nach der Er-
maschine. findung besitzt einen auf einer Bettung 3 in Längs-
Die deutsche Patentschrift 903 521 beschreibt richtung verschiebbaren Aufspanntisch 4, der innerschließlich eine Kopiereinrichtung für beliebig ge- halb des Durchgangs eines Doppelständers 5 verwölbte Flächen. 45 schiebbar ist. An dem Querträger des Doppelstän-
Eine Einstellvorrichtung für eine Kopierschablone ders S ist durch zwei Hubeinheiten 6 eine Quer-
an Werkzeugmaschinen ist in der schweizerischen schlittenführung 7 gehalten, an der ein Querschlit-
Patentschrift 277 092 beschrieben, womit die Ko- ten 8 in Querrichtung verschiebbar ist. Außerdem
pierschablone in bezug auf das Werkstück ausgerich- sitzt an einem der Ständer ein Seitenschlitten 9. .<
tet werden kann. 5° Auf dem Aufspanntisch 4 sind eine Anzahl Son-
Aufgabe der Erfindung ist die Erzeugung eines derstahlbrammen 10 mit Hilfe von Haltern 11 und
gleichbleibenden Querschnitts beim Entzundern von Befestigungselementen hintereinander aufgespannt.
Sonderstahlbrammen, und zwar unabhängig von Ver- Der Aufspanntisch 4 bewegt sich in Längsrichtung
windungen derselben. Dabei soll das Entzundern . hin und her, wobei die Hobelwerkzeuge des jeweils
mit Hilfe einer Doppelständerhobelmaschine erfol- 55 feststehenden Querschlittens 8 wirksam sind. Die
gen, auf deren Aufspanntisch die Sonderstahlbram- Hubeinheiten 6 ermöglichen < einerseits eine Ver-
men in Längsrichtung aufgespannt sind. Die Hobel- Schiebung der Querschlittenführung in senkrechter
stähle sitzen an einer Querschlittenführung der Ma- Richtung an dem Doppelständer und andererseits
schine. eine Schwenkung desselben innerhalb einer vertika-
Diese Aufgabe wird nach der Erfindung dadurch 60 len Ebene. Durch eine hydraulische Steuerung der gelöst, daß die Querschlittenführung einerseits an Hubeinheiten 6 wird die Querschlittenführung 7 beiden Ständern Gleitklötze zur Aufnahme der Be- unter dem Einfluß der Kopierlehre 14 immer parallastung in Längsverschiebungsrichtung des Auf- IeI zur jeweiligen Oberseite des Brammcnquerspanntisches und andererseits nur an einem Ständer Schnitts gehalten. Der Verlauf der Oberkanten der jeweils auf einem Bolzen bzw. an nachgiebigen 65 Brammen 10 wird von den Kopierlehren 14 mit Hilfe Führungen um eine Achse parallel zur Bcwegungs- von Tastern 16 abgenommen. Eine Öldrucksteuerrichtung des Aiifspunntischcs schwenkbare Gleit- einrichtung beaufschlagt die Hubeinheiten 6, so daß klüize zur Aufnahme der Qucrbelastung aufweist man eine Nachlaufsteuerung erhält. .
Nach F i g. 3 ist der Querschlitten 8 an der Querschlittenführung 7 mit Hilfe einer Spindel in Querrichtung verschiebbar. Auf einem Rahmen 20 des Querschlittens 8 sind in senkrechter Richtung Werkzeughalter 21, 22, 23, 24 für Hobelwerkzeuge 25, 26 verschiebbar. Jeweils die beiden seitlichen Werkzeughalter 21 und 24 sind für die Bearbeitung .der Längsränder der Brammenoberseite bestimmt. Zur entsprechenden Einstellung dieser Werkzeughalter dienen Kopierfühler 28 zum Abtasten von Kppier-Iehren27 an der Querschlittenführung 7. Dadurch ist eine entsprechende Höhenverstellung der. Werkzeughalter 21 und 24 bei Querverstellung des Werkzeugschlittens 8 möglich, damit die Hobelwerkzeuge auf das gewünschte Profil der Längsränder eingestellt bleiben. Zur Einstellung der Anfangsstellung kann man Handgriffe 30 vorsehen. .
Die jeweils mittleren Werkzeughalter 22 und 23· mit je zwei Hobelwerkzeugen 26 sind an dem Querschlitten 8 fest angeordnet. Sie bearbeiten die jeweiligen Mittelteile der Brammenoberfläche nach einem geraden Profil. Die Werkzeughalter 22 und 23 können mit Hilfe von Einstellschrauben 31 in senkrechter Richtung ausgerichtet werden. Die Werkzeughalter 21, 22, 23, 24 werden durch Klampen 33 an dem Querschlitten 8 festgespannt. Die Querverschiebung des Querschlittens erfolgt mittels der Spindel 18 automatisch.
Die Querschlittenführung7 kann nach den Fig. 4 und 5 auf den Ständern des Doppelständers 5 in senkrechter Richtung verschoben und verschwenkt' werden, jeweils unter der Steuerung der Hubeinheiten 6. Es sind nämlich einerseits an beiden Ständern des Doppelständers Gleitklötze 45 und 46 vorgesehen, die die Querschlittenführung 7 in Bewegungsrichtung des Aufspanntisches 4 führen. Eine Querführung der Querschlittenführung 7 erfolgt dagegen nur an einem Ständer mit Hilfe der schwenkbar angeordneten Gleitklötze 35 und 43. An dem jeweils anderen Ständer, in Fig. 5 dem rechten Ständer, ist keine Führung des Querschlittens 7 in Querrichtung vorgesehen.
Im einzelnen ist der Gleitklotz 35 auf einem Mittelbolzen an der Querschlittenführung 7 schwenkbar gehalten. Der Gleitklotz 43 ist von Einstellschrauben 41 gehalten, die in einer Konsole 38 der Querschlittenführung verstellbar sind. Zur Vorspannung des Gleitklotzes 43 sind auf den Schaft der Einstellschraube 41 Tellerfedern 42 aufgesetzt, deren Federwirkung durch entsprechende Verstellung der Einstellschraube 41 mit Hilfe des Schraubenkopfes 37 eingestellt werden kann. Die beiden Gleitklötze 35 und 43 liegen auf gegenüberliegenden Seiten an Führungsflächen des linken Ständers bezogen auf F i g. 5 an und nehmen die Querkräfte der Querschlittenführung bzw. Querschlitten auf, die bei der Querverschiebung des Querschlittens auftreten.
Die Gleitklötze 45 und 46 sind dagegen an beiden Ständern des Doppelständers 5 vorhanden. Diese Gleitklötze sind nach Fig. 7 mit Hilfe einer Schraube 47 und Tellerfedern 48 gehalten. Ein Gleitstück 49 wirkt mit einer Führungsfläche des jeweiligen Ständers zusammen. Die Schraube 47 ermöglicht eine Einstellung der Vorspannung der Gleitklötze. Die Gleitklötze 45 und 46 nehmen somit die beim Hobeln in Längsrichtung des Aufspanntisches 4 wirksamen Kräfte auf.
Durch entsprechend unterschiedliche Beaufschlagung der Hubeinheiten 6 kann man die Querschlittenführiing 7 in einer vertikalen Ebene an dem Doppelständer 5 verschwenken. Außerdem ist eine Ver-Schiebung der Querschlittenführung in senkrechter Richtung möglich. Damit läßt sich die Querschlittenführung jeweils parallel zur Oberseite des Brammenquerschnitts halten.
Der Seitenschlitten 9 ist mit einer entsprechenden Verstelleinrichtung ausgestattet, damit derselbe sowohl in vertikaler als auch in horizontaler Richtung verstellbar ist.
Zum Entzundern von Sonderstahlbrammen 10 werden dieselben auf Halter 1Γ des Äufspanntisches 4 etwa waagerecht aufgelegt und durch mehrere Befestigungselemente 12 festgespannt, so daß die Seitenflächen der Brammen parallel zum Aufspanntisch verlaufen. Die Befestigungselemente müssen so angeordnet werden, daß sie das Hobeln der Seitenflächen durch den Seitenschlitten 9 nicht stören. Nunmehr wird zuerst eine Seitenfläche der Brammen 10 mit Hilfe des Seitenschlittens 9 entzundert. Darauf werden die Brammen durch weitere Befestigungselemente 12 noch fester eingespannt.
Nunmehr werden die Kopierlehren 14 zu beiden Seiten der Brammen auf den Verlauf der jeweiligen Seitenkanten der Brammenoberfläche eingestellt. Darauf wird die Stirnkante des Aufspanntisches 4 und die Querschlittenführung 7 verschoben, und die Tasterrollen 17 der Taster 16 werden so eingestellt, daß die Brammen 10 zu der Querschlittenführung 7 parallel liegen. Die Hobelwerkzeuge 26 zum Hobeln des mittleren Bereichs werden mit ihren Schneidspitzen parallel zur Querschlittenführung eingestellt.
Auch die Hobelwerkzeuge 25 zum Hobeln der Längsränder werden entsprechend eingestellt. Nunmehr ist die Maschine zum Entzundern einer Brammenoberfläche bereit. Der Aufspanntisch wird in Längsrichtung durch den Durchgang des Doppel-Ständers hindurchgeführt. Dabei wird die Quer-" schlittenführung mit Hilfe der Kopierlehren 14 über die Taster 16 und die Steuerungen 19', 19" verstellt. Die Hubeinheiten 6 werden jeweils entsprechend beaufschlagt, so daß die Querschlittenführung parallel zur Oberseite des Brammenquerschnitts gehalten wird. Damit folgt die Querschlittenführung allen Verwindungen der Brammenoberseite.
Die übrigen Seitenflächen der Brammen sowie die Unterseite können in entsprechender Weise entzun-
dert werden. .
Die folgende Tabelle zeigt die Leistungsfähigkeit der erfindungsgemäßen Doppelständerhobelmaschine im Vergleich mit einer bisherigen Schleifmaschine, wobei die Probebrammen mit einer Größe von 117 · 1040 ■ 7000 mm (Dicke mal Breite mal Länge) und einem Gewicht von 6,6 t aus einem rostfreien Stahl (SUS 27) bestehen.
Leistungsfähigkeit
pro Stunde
Leistungsfähigkeit
pro Monat
Ausbeute
Bisherige Schleifmaschine
Erfindungsgemiiße Doppelständerhobelmaschine
0.55 t
1,6 t
400 t
1160t
05,7<·',. 06,0 Vo
Im übrigen wurde nach dem bisherigen Schleifen die Temperatur der Stahlbrammen auf etwa 10000C erhöht, wobei an der Oberfläche Risse entstanden, was durch das Hobeln nach der Erfindung ausgeschaltet ist.

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Doppelstünderhobelmaschinc zur Oberflächenbearbeitung von Sondcrstahlbrammen mit einem innerhalb der Ständeröffnung längsverschieblichen Aufspanntisch, mit zu beiden Seiten desselben parallel zur Verschiebungsrichtung angeordneten, entsprechend dem Werkstück einstellbaren Kopicrlehrcn und mit einer Querschlittenführung, die durch die Kopierlehren gesteuert und . an den beiden Ständern geführt ist, da-, durch gekennzeichnet, daß die Querschlittenführung (7) einerseits an beiden Ständern (5) Gleitklötze (45, 46) zur Aufnahme der Belastung in Längsverschiebungsrichtung des Aufspanntisches (4) und andererseits nur an einem Ständer jeweils auf einem Bolzen (36) bzw. an nachgiebigen Führungen (41, 42) um eine Achse parallel zur Bewegungsrichtung des Aufspanntisches schwenkbare Gleitklötze (35, 43) zur Aufnahme der Querbelastungen aufweist und daß zwei jeweils seitlich der Verschiebungsbahn angeordnete Hubeinheiten (6) für die Querschlittenführung jeweils entsprechend der auf der betreffenden Seite sitzenden Kopierlehre (14) gesteuert sind.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

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