DE1526775B2 - Starthilfe für Brennkraftmaschinen - Google Patents
Starthilfe für BrennkraftmaschinenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Starthilfe für Brennkraftmaschinen, die mit einem elektrischen Heizelement
versehen ist, welches in freier Verbindung mit dem Verbrennungsraum der Brennkraftmaschine
steht, wobei in dem Stromkreis des elektrischen Heizelementes ein Widerstandselement liegt, dessen
Widerstand mit ansteigender Temperatur stark ansteist, so daß beim Anlegen einer Spannung der das
elektrische Heizelement durchfließende Strom anfangs hoch ist und dann mit zunehmender Erhitzung
des Widerstandselementes abnimmt.
Starthilfen bzw. Glühkerzen dieser Art sind an sich bekannt.
Durch das Widerstandselement wird zwar das Glühelement geschützt, d. h. bei einer Erwärmung
des Glühelementes und des Widerstandselementes erhöht sich der Widerstand des letzteren, so daß eine
Überhitzung des Glühelementes nicht auftreten kann. Indessen besitzt diese Anordnung den Nachteil, daß
beim Anlassen das Widerstandselement und das Glühelement sich gleichzeitig erwärmen und infolgedessen
eine Begrenzung der Stromstärke in dem Glühelement unmittelbar auftritt, so daß das Ausmaß
der Erwärmung schon beim Anlassen herabgesetzt wird.
Die Erfindung stellt sich die Aufgabe, diesen Nachteil zu beseitigen.
Die Aufgabe wird dadurch gelöst, daß das in Reihe mit dem Glühelement liegende Widerstandselement in
einer wärmeträgen Isolierung eingebettet ist.
Hierdurch wird beim Anlassen eine Zeitverzögerung geschaffen, die ihre Ursache in der Wärmeträgheit
der Isolierung hat. Auf diese Weise wird beim Anlassen das Glühelement zwar sehr schnell
hochgeheizt, das Widerstandselement jedoch be-: deutend langsamer erwärmt.
Eine Überhitzung des Glühelements wird indes wirksam verhindert, da das Widerstandselement mit
einer Verzögerung aufgeheizt wird und sich der Widerstand entsprechend erhöht, so daß ein Durchbrennen
oder Schmelzen des Glühelementes verhindert wird.
Das elektrische Glühelement besteht aus einem Werkstoff, der gegenüber hohen Temperaturen sowie
gegenüber Verbrennungsgasen widerstandsfähig ist. Vorzugsweise sind das Widerstandselement und das
Glühelement aus einer Nickel-Eisen-Legierung bzw. Eisen-Chrom-Aluminium-Legierung gefertigt.
Die Zeichnung zeigt zwei Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes. Es zeigt
Fig. 1 eine Starthilfe gemäß der Erfindung im Schnitt,
F i g. 2 eine abgeänderte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Starthilfe, ebenfalls im Schnitt.
Gemäß F i g. 1 ist ein länglicher Gehäusekörper 10 vorgesehen, der im Inneren eine Bohrung 11 aufweist.
Das eine Ende des Gehäusekörpers weist eine Querschnittsverbreiterung auf und hat eine von der
Kreisform abweichende Umrißform, so daß ein Werkzeug an diesem Ende des Gehäuses angesetzt
werden kann. Seitlich neben dem verbreiterten Gehäuseabschnitt weist das Gehäuse am Außenumfang
ein Gewinde auf, mit dem die Starthilfe in eine entsprechende Gewindebohrung in der Wand des Zylinderkopfes
einer Brennkraftmaschine eingeschraubt werden kann. Eine Konusfläche 18 am Gehäuseumfang
bildet mit einer entsprechenden Gegenfläche dieser Bohrung eine gasdichte Abdichtung. Das
, andere Ende des Gehäusekörpers weist einen mit dem Gehäuse in einem Stück gefertigten Rohransatz
12 mit einer dünnen Wandung auf, in dessen Ende ein spiralförmig gewundenes Heizelement 13 gelagert
ist, welches aus einem Band einer Legierung gebildet ist. Das äußere Ende des Heizelements ist mit
dem Rohransatz verbunden, während das innere Ende des Heizelementes an eine elektrisch leitfähige
Stange 14 angeschlossen ist, die sich längs durch die
ίο Bohrung des Rohransatzes hindurch erstreckt. Im
Einbauzustand liegt das Heizelement mit den Rändern seiner Windungen zur Verbrennungskammer der
Brennkraftmaschine hin frei.
An dem einen Ende des Gehäusekörpers ist ein Anschlußstück mit einer Stange 15 gelagert, welche
in die Gehäusebohrung hineinfaßt. Die Stangen 14 und 15 sind über ein Widerstandselement 16 miteinander
verbunden, welches aus einem Werkstoff hergestellt ist, der im Vergleich mit dem Werkstoff des
Heizelements einen hohen Temperaturwiderstandskoeffizienten aufweist. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel
ist das Widerstandselement aus einer Nickel-Eisen-Legierung und das Heizelement aus
einer Eisen-Chrom-Aluminium-Legierung gefertigt.
Bei den dargestellten Ausführungsformen beträgt der Temperaturwiderstandskoeffizient des Heizelements
60 · 10~6 je ° C und derjenige des Widerstandselements 45 · ΙΟ"4 je 0C, während der Kaltwiderstand
der beiden Elemente bei 20° C etwa 0,4 Ohm bzw. 0,2 Ohm ist. Der für die Herstellung des Heizelementes
verwendete Werkstoff ist gegenüber hohen Temperaturen sowie gegenüber dem Einfluß der
Verbrennungsgase widerstandsfähig. Der für das Widerstandelement verwendete Werkstoff wird keinen
;35 hohen Temperaturen unterworfen und braucht auch
nicht gegenüber den Verbrennungsgasen beständig zu sein.
Die Bohrung in dem Gehäusekörper und in dem Gehäuseansatz ist mit einer Isolierung 17 aus pulvrigem
Glas gefüllt, welche nach dem Einbringen aufgeschmolzen worden ist und die einerseits zur Halterung
der Stangen 14 und 15 sowie des Widerstandselements 16 im Abstand zu der Wand der Bohrung
sowie andererseits zur Abdichtung der Bohrung dient, so daß keine Gase aus der Verbrennungskammer
über die Bohrung entweichen können. Die Windungen des Heizelements sind mittels eines Oxydüberzugs
gegeneinander isoliert. Dieser Oxydüberzug ergibt sich aus dem Aluminiumgehalt der Legierung.
Wenn im Betrieb das Anschlußstück an eine Spannungsquelle, z. B. die Batterie des Fahrzeuges,
mit dem die Brennkraftmaschine verbunden ist, angeschlossen wird, so erhitzt sich das Heizelement zunächst
sehr rasch, da das Widerstandelement kalt und somit sein Widerstand gering, so daß das Heizelement
von einem hohen Strom durchflossen wird.
Das Widerstandselement beginnt sich dabei sofort zu erhitzen, wodurch sein Widerstand ansteigt. Dies
führt dazu, daß die Stärke des durch das Heizelement fließenden Stromes und damit die Leistungsaufnahme
des Heizelements abnimmt. Das Heizelement kann sich daher sehr rasch erhitzen, wobei jedoch die Gefahr
einer Überhitzung und somit einer Selbstzerstörung ausgeschaltet ist.
Verringert sich die Speisespannung dadurch, daß der Anlassermotor der Brennkraftmaschine in Betrieb
genommen wird, so führt dies zu einer Abkühlung des Widerstandselements bzw. zu einer Ver-
ringerung des Erhitzungsgrades desselben, so daß der Stromwert des Heizelements im wesentlichen beibehalten
und eine Temperaturschwankung des Heizelements weitgehend unterbunden wird.
Durch die Einbettung des Widerstandselements in der Glasisolierung wird seine Wärmeträgheit erhöht.
Das Heizelement 13 wird lediglich von dem Ansatz 12 und der Stange 14 gehalten; der Wärmeverlust
während der anfänglichen Aufheizungsperiode ist daher gering. Da die Erhitzungsstelle sich somit auf den
Bereich des Heizelements konzentriert, werden der Gehäusekörper 10 und der Gehäuseansatz 12 keiner
übermäßigen Erhitzung unterworfen, so daß eine Kohlenstoffbildung auf ein Mindestmaß herabgesetzt
wird. Hierdurch wird auch das Entfernen der Starthilfe aus der Bohrung des Zylinderkopfes erleichtert.
Der Außenumfang des Gehäuseansatzes 12 kann gegebenenfalls mit einem Ablösemittel überzogen sein,
um das Ausbauen der Starthilfe noch weiter zu erleichtern. Da der Gehäuseansatz keinen stärkeren
Erhitzungen unterworfen ist, kann ein Ablösemittel Verwendung finden, welches lediglich gegenüber
niedrigen Temperaturen beständig ist.
Bei Auftreten eines Fehlers an dem Heizelement wird der Stromfluß durch das Widerstandselement
begrenzt. Dadurch, daß das Widerstandselement auf die Temperatur der Wand der Verbrennungskammer
empfindlich anspricht, wird die Aufheizungsperiode des Heizelementes dem angepaßt.
Es versteht sich, daß der Rohransatz 12 unabhängig von dem Gehäusekörper hergestellt werden
kann. In diesem Fall wird er im Inneren der Bohrung 11, z. B. durch Löten, befestigt. Der Rohransatz kanu
hierbei aus einem hitzebeständigen Material hergestellt werden, .während für den Gehäusekörper ein
billigerer Werkstoff verwendet werden kann.
Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß F i g. 2 ist sowohl das Widerstandselement als auch das Heizelement
im Inneren eines Rohrkörpers 20 gelagert, der in dem Gehäusekörper befestigt ist. Die Füllung,
welche das Widerstandselement im Abstand von dem Rohr hält, besteht aus einer mineralischen Isolierung.
An einer Schulter der Gehäusewand stützt sich eine Glasdichtung 21 ab, die durch Umbördeln des Stirnrandes
des Gehäuses in diesem gehalten wird. Die Abdichtung trägt eine Anschlußstange 22 mit einem
Gewinde, auf dem eine Mutter sitzt. Die Stange ist ferner mit einer Bohrung versehen, in die der Anschlußdraht
des Widerstandselements eingelötet ist. Außerdem ist bei diesem Ausführungsbeispiel das
Heizelement 13 mit einer Dichtung 23 aus Glas
o. dgl. hinterlegt, welche ein Entweichen der Gase aus der Verbrennungskammer durch das Rohr hindurch
verhindert.
Das Heizelement besteht aus einem spiralförmig gewundenen Bandmaterial. Es besteht auch die Möglichkeit,
das Heizelement aus Draht herzustellen. Andererseits kann das Heizelement aber auch aus
einem Band oder Draht schneckenförmig oder kegelig gewickelt sein. Die Windungen können einen Isolierüberzug
erhalten, der aus einem Phosphat oder einem
ao entsprechenden Überzug besteht.
Claims (2)
1. Starthilfe für Brennkraftmaschinen, die mit einem elektrischen Heizelement versehen ist,
welches in freier Verbindung mit dem Verbrennungsraum der Brennkraftmaschine steht, wobei
in dem Stromkreis des elektrischen Heizelementes ein Widerstandselement liegt, dessen Widerstand
mit ansteigender Temperatur stark ansteigt, so daß beim Anlegen einer Spannung der das elektrische
Heizelement durchfließende Strom anfangs hoch ist und dann mit zunehmender Erhitzung
des Widerstandselementes abnimmt, dadurch
'35 gekennzeichnet, daß das in Reihe mit dem Glühelement (13) liegende Widerstandselement
(16) in einer wärmeträgen Isolierung (17) eingebettet ist.
2. Starthilfe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die wärmeträge Isolierung (17) aus
einer Schmelze aus Glaspulver oder einer mineralischen Füllung besteht.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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Legal Events
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