DE1525365C - Elastische Kupplung, insbesondere für Kraftfahrzeuge - Google Patents
Elastische Kupplung, insbesondere für KraftfahrzeugeInfo
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Description
Die Erfindung betrifft Schwingungsdämpfer zwischen einer Kupplungsscheibe einer Reibungskupplung
und einer Antriebswelle an einem auf der Antriebswelle angeordneten Drehkranz mit mehreren Armen,
die in kleeblattförmige Ausnehmungen der Kupplungsscheibe hineinragen, wobei zwischen dem Drehkranz
und den Begrenzungen des mit den Ausnehmungen versehenen inneren Teiles der Kupplungsscheibe
elastisches Material angeordnet ist.
Bei einem bekannten Schwingungsdämpfer dieser Art ist der gesamte Raum zwischen dem Drehkranz
und dem inneren Teil der Kupplungsscheibe mit elastischem Material ausgefüllt. Das elastische Material
besteht aus zwei Schichten unterschiedlicher Dicke und Steifigkeit, wobei die äußere dünne Schicht eine
verhältnismäßig geringe und die innere am Drehkranz befestigte größere Schicht eine verhältnismäßig große
Steifigkeit aufweist. Die äußere Schicht soll Schwingungen bei der Übertragung von kleinen Drehmomenten
dämpfen und die innere Schicht soll auf Grund ihrer großen Steifigkeit große Drehmomente
unter nahezu ausschließlicher Druckbeanspruchung übertragen. Trotz recht erheblicher Herstellungskosten
dieses Schwingungsdämpfers, die insbesondere durch den großen Materialaufwand und das Aufeinanderbringen
der beiden unterschiedlichen elastischen Schichten bedingt sind, kann mit dieser bekannten
Anordnung eines Schwingungsdämpfers eine ausreichende Dämpfung von Schwingungen bei kleinen
Drehmomenten, wobei große Drehmomente druckelastisch von dem elastischen Material aufgenommen
werden, nicht erzielt werden.
Bei einer anderen bekannten Kupplung, bei welcher große Drehmomente von nach außen ragenden Armen
der Antriebswelle, die zwischen äußeren elastischen Puffern der Abtriebswelle mit Spiel angeordnet sind,
übertragen werden, ist zwischen der Nabe der Antriebswelle und einer Bohrung der Abtriebswelle eine
gummielastische Muffe zur Dämpfung von Schwingungen bei kleinen Drehmomenten vorgesehen. Diese
allseitig eingespannte gummielastische Muffe ist jedoch viel zu steif, um diese Forderung wirkungsvoll zu
erfüllen, insbesondere bei sehr kleinen Drehmomenten.
Die Aufgabe der Erfindung besteht daher darin, einen einfachen Schwingungsdämpfer für Kupplungen
der in Frage stehenden Art zu schaffen, der Schwingungen bei kleinen und kleinsten Drehmomenten
wirkungsvoller als bisher dämpft und größere und größte Drehmomente unter druckelastischer Verformung
einwandfrei überträgt.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der zentrische Teil des Drehkranzes mit dem
zentrischen Teil des inneren Teils der Kupplungsscheibe über auf Scherung beanspruchbare elastische
Zwischenglieder in Verbindung steht und daß die Arme des Drehkranzes innerhalb der Ausnehmungen
mit Spiel angeordnet sind, wobei dieses Spiel durch elastische, auf Druck beanspruchbare Zwischenglieder
begrenzt ist.
Es ist bereits eine Kupplung vorgeschlagen worden, bei welcher auf Druck belastetes, elastisches Material
mit Spiel in Umfangsrichtung zwischen den Drehkranzarmen und den Ausnehmungen der Kupplungsscheibe
angeordnet ist.
Die erfindungsgemäße Anordnung der elastischen Zwischenglieder ermöglicht bei kompakter Bauweise
der Kupplung durch Scherbeanspruchung der zentrischen elastischen Zwischenglieder eine sehr wirkungsvolle
Dämpfung von Schwingungen im kleinen Drehmomentbereich, die sich hier besonders störend auswirken,
wobei die zwischen den Armen des Drehkreuzes und den radialen Wänden der Ausnehmungen
angeordneten elastischen Zwischenglieder erst bei größeren Drehmomenten allmählich auf Druck beansprucht
werden und somit einen kontinuierlichen geräuschlosen Übergang von der Scherbeanspruchung
der zentrischen Zwischenglieder ermöglichen.
ίο Die Erfindung ergibt sich aus den Darstellungen
von Ausführungsbeispielen sowie aus der folgenden Beschreibung. Es zeigen
F i g. 1 und 2 in einem Querschnitt bzw. einem Axialschnitt unter Wegbrechung von Teilen eine in
eine Kupplungsscheibe einer Kraftfahrzeugübertragung eingebaute erfindungsgemäße Kupplung,
F i g. 3 eine der Darstellung der F i g. 1 entsprechende Darstellung in kleinerem Maßstab einer
anderen Ausführungsform der Erfindung,
F i g. 4 und 5 zwei Diagramme, welche zum besseren Verständnis der Erfindung die Schwankungen des
Drehmomentes eines Kraftfahrzeugmotors zeigen,
F i g. 6 eine Kurve, welche das Drehmoment in Funktion des Torsionswinkels in einer erfindungsgemäßen
elastischen Kupplung zeigt.
Das dargestellte Ausführungsbeispiel ist insbesondere zum Einbau in ein Kraftfahrzeug mit Verbrennungsmotor
bestimmt. Bei Kolbenwärmekraftmotoren für Benzin oder Dieselbetrieb ist das Drehmoment
stark pulsierend. Die relative Unregelmäßigkeit ist um so größer, je niedriger das mittlere Moment
ist. Diese Erscheinung ist schematisch in dem Schaubild der F i g. 4 dargestellt, dessen Kurve den zyklischen
Verlauf des Motormoments C in Funktion der Zeit / darstellt.
In dem Schaubild der F i g. 4 ist angenommen, daß der Motor mit einem niedrigen mittleren Moment M
läuft (z. B. im Langsamlauf), bei welchem Unregelmäßigkeiten auftreten, welche größer als das mittlere
Moment selbst sein können, so daß dieses negative Spitzen ΛΓ aufweist.
Bei einem Viertaktmotor mit η Zylinder gibt es also
bei jeder Teilumdrehung _· sehr kurze Augenblicke,
während welcher das Drehmoment seinen Drehsinn ändert.
Wenn die Übertragung Zahnräder aufweist, hat dies die periodische Umkehrung der Anlagerichtung der
Verzahnungen zur Folge, und da stets notwendigerweise etwas Spiel vorhanden ist, entsteht hierdurch
eine Reihe von Klappergeräuschen, welche dem im Kraftfahrzeugbau »Umkehrgeräusch« genannten Geräusch
entsprechen.
Im modernen Kraftfahrzeug stehen selbst im »Totpunkt« stets Zahnräder im Eingriff, welche sich drehen, wenn der Motor läuft. Das Drehmoment ist dann sehr niedrig, und die obige Erscheinung kann auftreten, insbesondere wenn die Trägheit des Schwungrades etwas knapp ist.
Im modernen Kraftfahrzeug stehen selbst im »Totpunkt« stets Zahnräder im Eingriff, welche sich drehen, wenn der Motor läuft. Das Drehmoment ist dann sehr niedrig, und die obige Erscheinung kann auftreten, insbesondere wenn die Trägheit des Schwungrades etwas knapp ist.
Ebenso nimmt das Drehmoment ab, wenn die Leistung des Motors auf den Getriebekasten wirkt,
wenn in diesem ein Gang eingeschaltet ist und das Gaspedal losgelassen wird, und kann sich sogar umkehren
(Motorbremse). Das besonders unangenehme Umkehrgeräusch kann dann ebenfalls während einiger
Augenblicke auftreten, und es ist größer als im Langsamlauf, da bei eingeschaltetem Getriebekasten die
an der Ausgangswelle angreifende Trägheit größer ist,
so daß der auf die Verzahnungen wirkende Stoß »härter« ist.
Um diese Probleme zu lösen, wird in der Momentenübertragung, insbesondere zwischen dem Motor und
dem Getriebekasten, eine elastische Kupplung gemäß den F i g. 1 bis 3 eingeschaltet. Die durch eine Vergrößerung
des Moments erzeugte Torsion verursacht Energieabsorption, und die Energierückgabe bei der
entgegengesetzten Verformung vergleichmäßigt bei einer Abnahme des Moments das Moment, dessen
Spitze dann erheblich weniger ausgeprägt ist, so daß keine »negativen Spitzen« mehr auftreten, wie dies in
F i g. 5 dargestellt ist.
Die Berechnung und die Erfahrung zeigen, daß bei Fahrzeugen gängiger Bauart der zur Absorption der
Schwingungen bei niedrigen Momenten (z. B. ein Drittel bis ein Fünftel des Nennmoments) erforderliche
Tqrsionswinkel eine gewisse Zahl von Graden erreichen muß, z. B. 10° oder mehr. Wenn man hierfür
eine elastische Kupplung mit linearer Kennlinie verwenden würde, käme man für das Nennmoment zu
einer Torsion der elastischen Kupplung in der Größenordnung von 30 bis 50°, was schwer zu verwirklichen
wäre, wenigstens in dem verfügbaren Raum.
Die elastische Kupplung gemäß F i g. 1 bis 3 ist so ausgebildet, daß ihre Elastizität bei kleinen mittleren
Momenten (z. B. ein Drittel bis ein Fünftel des Nennmoments des Motors) einen zur Absorption der
Schwingungen des Moments hinreichenden Torsionswinkel ergibt, während bei höheren Momenten und
nach Erreichung eines bestimmten Torsionswinkels (von z. B. größenordnungsmäßig 10 bis 15") die
elastischen Zwischenglieder 11 in Tätigkeit treten, welche dann eine druckelastische Übertragung des
Moments gewährleisten, wobei der Torsionswinkel nur noch geringfügig steigt.
Bei der in F i g. 1 und 2 dargestellten Kupplung besteht das innere Teil 1 der Kupplungsscheibe aus
zwei miteinander vereinigten Teilen la und Ib. Dieses
innere Teil 1 ist so ausgeschnitten, daß eine kleeblattförmige Ausnehmung entsteht.
Diese Ausnehmung wird durch Wände begrenzt, welche durch Stanzen erzeugt sind, und zwar insbesondere
drei kreisförmige Abschnitte 2, welche in der Nähe des Zentrums liegen, und drei kreisförmige
äußere Abschnitte 3, welche mit den vorhergehenden Abschnitten 2 durch radiale Abschnitte 4 verbunden
sind.
Die Nabe 5 weist den obigen Abschnitten 2 gegenüberliegende zylindrische Abschnitte 6 sowie radiale
Arme 7 mit Seitenflächen 8 auf. Die entsprechend bearbeiteten Enden 9 der Arme 7 können zur Zentrierung
der Nabe 5 an den zylindrischen kreisförmigen Abschnitten 3 des Teils 1 dienen.
In den Raum zwischen den Abschnitten 6 und 2 sind drei gummielastische Zwischenglieder 10 eingesetzt,
welche fest an diesen Abschnitten haften, vorzugsweise durch unmittelbares Aufvulkanisieren.
An den radialen Abschnitten 4 des Teils 1 haften elastische Zwischenglieder 11, welche in der mittleren
Stellung der Anordnung in einer gewissen Entfernung von den entsprechenden Seitenflächen 8 der Arme 7
der Nabe 5 bleiben.
Bei der dargestellten Ausführungsform kann die Berührung zwischen den Flächen 8 und den Zwischengliedern
11 erst auftreten, wenn sich die Nabe aus ihrer mittleren Stellung um einen Winkel von größenordnungsmäßig
5 bis 10° verdreht hat. f.
Das Teil 1 ist an der mit Belägen 14 versehenen Kupplungsscheibe 12 durch Niete 13 od. dgl. befestigt.
Die Nabe 5 weist eine Bohrung auf, welche z. B. mit Riefen 15 versehen ist, so daß die Nabe an dem
gerieften Ende der Eingangswelle des Getriebekastens befestigt werden kann.
Die dargestellte Anordnung arbeitet folgendermaßen:
Wenn eine Verdrehung der Nabe 5 gegenüber dem Teil I auftritt, erfolgt zunächst eine Verformung der
gummielastischen Zwischenglieder 10 auf Abscherung. Da diese Zwischenglieder verhältnismäßig geringe
Abmessungen haben, bleibt das entsprechende Moment klein, solange die Flächen 8 der Arme 7 nicht mit den
Zwischengliedern 11 in Berührung gekommen sind, was erst nach einer Verdrehung von größenordnungsmäßig
5 bis 10° der Fall ist. Diese Berührung mit den elastischen Zwischengliedern 11 tritt erst bei größeren
Momenten auf, insbesondere bei normalen Antriebsmomenten, wobei die Anschläge durch eine Druckbeanspruchung
verformt werden und eine geringe zusätzliche Verdrehung zulassen.
Um eine zu heftige Berührung zwischen den Flächen 8 und den Zwischengliedern 11 zu vermeiden, erhalten
die Zwischenglieder 11. die mit den Zwischengliedern 10 ein Stück bilden, ein entsprechendes, eine allmähliche
Anlage der Flächen 8 herstellendes Profil.
Die die Momente in Funktion des Torsionswinkels darstellende Kurve hat den in F i g. 6 dargestellten
Verlauf, d. h., sie weist einen im wesentlichen linearen Abschnitt bis zu einem Torsionswinkel von größenordnungsmäßig
10= auf, auf welchen ein hyperbolischer Abschnitt folgt. Bei .Vi,,. ist das normale
Moment des Motors dargestellt. Für diesen Wert wird das Moment zum größten Teil durch die auf
Druck beanspruchten Zwischenglieder 11 übertragen.
Die obige Ausführungsform stellt nur eine der möglichen Ausführungen dar. So können, z. B. wie
in F i g. 5 dargestellt, die Zwischenglieder 11 anstatt an den Abschnitten 4 mit dem gleichen Ergebnis an
den Armen 7 angebracht werden. Außerdem kann die Zahl der Arme und der Ausnehmungen verändert
werden.
Claims (1)
- Patentanspruch:Schwingungsdämpfer zwischen einer Kupplungsscheibe einer Reibungskupplung und einer Antriebswelle an einem auf der Antriebswelle angeordneten Drehkranz mit mehreren Armen, die in kleeblattförmige Ausnehmungen der Kupplungsscheibe hineinragen, wobei zwischen dem Drehkranz und den Begrenzungen des mit den Ausnehmungen versehenen inneren Teiles der Kupplungsscheibe elastisches Material angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß der zentrische Teil (5) des Drehkranzes mit dem zentrischen Teil (2) des inneren Teiles der Kupplungsscheibe über auf Scherung beanspruchbare elastische Zwischenglieder (10) in Verbindung steht und daß die Arme (7) des Drehkranzes innerhalb der Ausnehmungen mit Spiel angeordnet sind, wobei dieses Spiel durch elastische, auf Druck beanspruchbare Zwischenglieder begrenzt ist.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Family
ID=
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2818117A1 (de) * | 1978-04-25 | 1979-11-08 | Sgf Gmbh & Co Kg | Elastische kupplung |
| US4424046A (en) | 1980-10-06 | 1984-01-03 | Sgf Suddeutsche Gelenkscheibenfabrik, Gmbh & Co. Kg | Flexible coupling |
| DE19623184A1 (de) * | 1996-06-11 | 1997-12-18 | Herwarth Reich Gmbh Maschinenf | Zweistufige elastische Wellenkupplung |
| DE102007006753A1 (de) * | 2007-02-12 | 2007-10-25 | Audi Ag | Drehmomentübertragungsbauteil mit Torsionselement |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2818117A1 (de) * | 1978-04-25 | 1979-11-08 | Sgf Gmbh & Co Kg | Elastische kupplung |
| US4424046A (en) | 1980-10-06 | 1984-01-03 | Sgf Suddeutsche Gelenkscheibenfabrik, Gmbh & Co. Kg | Flexible coupling |
| DE19623184A1 (de) * | 1996-06-11 | 1997-12-18 | Herwarth Reich Gmbh Maschinenf | Zweistufige elastische Wellenkupplung |
| DE102007006753A1 (de) * | 2007-02-12 | 2007-10-25 | Audi Ag | Drehmomentübertragungsbauteil mit Torsionselement |
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