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Die Erfindung betrifft ein stock- bzw. holmartiges, straff ausspannbares
Gerät, bestehend aus mindestens einem Endanschläge aufweisenden, biegsamen Zugelement
und zwischen diesen Endanschlägen das Zugelement umgebenden, z. B. aus aneinandergereihten
im Ringen oder einer Schraubenfeder bestehenden Druckelement, die im ungespannten
Zustand des Gerätes dessen Biegung zulassen, und einer Spannvorrichtung, die eine
Verspannung des Zugelementes gegenüber dem Druckelement und dadurch die Einnahme
einer durch die Anlageflächen der Teile des Druckelementes vorbestimmten starren
Form bewirkt.
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Ein bekanntes zusammenrollbares und straff ausspannbares Trag-, Stütz-
oder Zugelement besteht aus einem unelastischen, jedoch flexiblen Schlauch, der
einzelne Distanzelemente oder eine Spi#ralfeder umschließt und eine unelastische
Spannvorrichtung trägt, die in gespanntem Zustand die Distanzelemente oder die Spiralfeder
gegen Endanschläge preßt, so daß das Element einen tragfähigen Stab bildet. Vorgesehene
Verstellschrauben haben lediglich die Funktion, den Druck auf die Distanzelemente
(Schraubenfeder) zu erhöhen oder zu verringern. Irgendwelche voneinander in der
Form abweichende Zwischenstellungen des Gerätes werden dabei nicht erreicht und
sind auch nicht beabsichtigt.
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Ein anderes bekanntes, zusammenrollbares und straff ausspannbares
Trag-, Stütz- oder Zugelement besteht aus einer Anzahl ringförmiger Distanzelemente,
die so aufeinanderliegen, daß sie im gespannten Zustand des Zugelementes ein Rohr
bilden. Die Distanzelemente sind mit im Kreise angeordneten Durchbohrungen ausgestattet,
durch die parallel zur Achse des gebildeten Rohres flexible Drähte ohne Eigenelastizität
oder vorbestimmte Krümmung verlaufen. Das eine Ende dieser Drähte ist an einem Endanschlag
und das andere Ende an der Spannvorrichtung des Zugelementes befestigt.
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Ferner ist ein Kleiderbügel aus einem biegsamen Träger mit auf ihm
aufgereihten, sich aneinander abstützenden Druckgliedern bekannt, die durch eine
Kniehebelspannvorrichtung zu einem tragfähigen Stab verspannt werden können. Auch
hier gibt es keine vorbestimmte Ausgangsform im entspannten Zustand.
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Diesem Stand der Technik gegenüber hat sich die Erfindung die Aufgabe
gestellt, ein zusammenrollbares und straff ausspannbares Gerät der ingangs genannten
Art derart auszubilden, daß es nach dem Lösen aus der gespannten Lage selbsttätig
eine vorbestimmte gekrümmte oder eingerollte Ausgangsform einnimmt.
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Die Lösung dieser Aufgabe besteht erfindungsgemäß darin, daß das Gerät
durch eine genügende Formsteifigkeit des biegsamen Zugelementes und/ oder des Druckelementes
im entspannten Zustand eine von seiner im gespannten Zustand vorhandenen Form abweichende,
vorbestimmte Ausgangsforin aufweist.
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Bei einer bevorzugten Ausführungsforin der Erfindung besteht das Zugelement
aus einem elastischen Draht, Band oder Seil aus Federstahl oder einem Kunststoff.
Dieses Zugelement kann bei entspanntem Gerät infolge seiner Eigenelastizität
je nach dem beabsichtigten Zweck sich stets entweder in die Strecklage strecken
oder selbsttätig eine Krümmung oder eine Rollstellung annehmen. Besteht nach einem
Vorschlag der Erfindung das Zugelement aus einem eckigen, das Druckelement z. B.
exzentrisch durchsetzenden Profilband, wird dieses gegen eine Relativverdrehung
seiner Glieder gesichert.
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Nach einem weiteren Vorschlag der Erfindung besteht das Zugelement
in bekannter Weise aus zwei oder mehr Zugdrähten und durchsetzt das Druckelement
exzentrisch. Auch dadurch wird eine Sicherung gegen Verdrehung erreicht.
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Zweckmäßig sind dabei einige oder sämtliche Zugdrähte nach der gleichen
Richtung gekrümmt.
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In weiterer Ausgestaltung der Erfindung weist das Gerät mehrere sich
strahlenförmig verzweigende, gemeinsam über einen Verteilerkopf mit Gelenkrollen
ausspannbare Arme auf, die sich im entspannten Zustand selbsttätig zur gemeinsamen
Achse hin anlegen oder einrollen.
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Nach einem weiteren Vorschlag der Erfindung weisen mindestens einige
der das Druckelement bildenden Ringe in an sich bekannter Weise Anlageflächen auf,
die zu der senkrecht zur Zugrichtung liegenden Ebene geneigt sind.
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Um Zwischenstellungen des Gerätes zwischen der Ausgangsform und der
im gespannten Zustand vorhandenen Form zu ermöglichen, ist nach einem weiteren Vorschlag
der Erfindung die auf das Zugelement einwirkende Verspannkraft regulierbar.
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Diese spannbaren und mit Abzweigungen versehenen Geräte können zu
den verschiedensten Zwecken unter anderem zur Betätigung von Werkzeugen, Sport-,
Bau-, ärztlichen und sonstigen Geräten verwendet werden, die z. B. in strahlen-
oder gasgefährdeten Räumen angeordnet sind und durch Steuerarme von der Raumaußenseite
her betätigt werden sollen.
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F i g. 1 und 2 stellen ein erfindungsgemäß ausgebildetes stabförmiges
Gerät in seinem prinzipiellen Aufbau in Teilstücken ohne Spannschloß in zwei verschiedenen
Ausführungformen dar; F i g. 3 und 4 bzw. 5 und 6 bzw.
7 und 9 oder 9
und 10 stellen einzelne Ausführungsformen
der Druckglieder eines Gerätes im Axialschnitt oder Seitenansicht und in Ansicht
auf die Stoßfläche dar, F i g. 11 eine Ausführungsform einer Sonde bzw. eines
ärztlichen Hilfsgerätes in Teilstücken mit Spannschloß in verschiedenen Spannstellungen,
F i g. 12 Teilstücke eines stabförmigen Gerätes in entspanntem Zustand des
Zugelementes und des Spannschlosses in Ansicht mit verschiedenen, strichpunktiert
angedeuteten Spannstellungen, F i g. 13 eine in das stabförmige Gerät zwischen
einem Gerätvorderteil und einem Gerätresttell eingeschaltete Spannvorrichtung, F
i g. 14 ein stabförmiges Gerät mit hydraulisch betätigbarem Spannschloß in
teilweisem Schnitt, F i g. 15 ein Spannschloß für größere Spannkräfte mit
Sperre und F i g. 16 ein stabförmiges Gerät mit anschließender Verzweigung
in mehrere ausladende Arme in teilweisem Schnitt.
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Das prinzipielle, in F i g. 1 dargestellte Ausführungsbeispiel
des Erfindungsgegenstandes zeigt ein aus einem elastischen Draht, einem elastischen
Band oder einem formsteifen, aber elastischen Bowdenkabel aus Stahl oder Kunststoff
gebildetes Zugelement 1, das mindestens an seinem einen Ende einen Endanschlag
2 besitzt, der starr mit dem Zugelement
verbunden ist. Der Endanschlag
2 kann aber auch an einem hohlen Bolzen 2a mit Außengewinde stirnseitig abgestützt
werden, der durch Drehen eine Längenverstellung gegenüber einer Gewindehülse 2
b ergibt, mittels welcher der jeweilige Spanndruck der Spannvorrichtung
auf die Druckglieder 4 regelbar ist. Dieses Zugelement 1 hat eine Vorspannung,
die sich bei entspanntem Gerät durch eine Krümmung bestimmter Art zu erkennen gibt.
So z. B. kann das Zugelement nur an seinem Endstück gekrümmt sein. Es kann aber
auch in seiner ganzen Länge eine Krümmung aufweisen, die entweder nach einer einheitlichen
Kurve oder in Form von Wellen, Schraubenlinien oder spiralig verläuft. Diese verschiedenen
Krümmungsarten nimmt das Zugelement 1 infolge seiner elastischen Vorspannung
stets von selbst ein, so daß die gekrümmte Form des Zugelementes stets seine Ursprungsform
bzw. seine Ausgangslage darstellt. Auf diesem Zugelement 1 ist eine Anzahl
von Druckgliedern 4 aufgereiht, von denen jedes mindestens einen in bezug auf seine
Stoßfläche zentrischen oder exzentrischen Durchtrittskanal 5 besitzt, durch
welchen das Zugelement 1 hindurchtritt.
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Die Druckglieder 4 sind im allgemeinen dem Profil des Geräts angepaßt,
das sie dicht aneinandergeschlossen bilden sollen. So z. B. hat das in den F i
g. 3
und 4 abgebildete Druckglied im Längsschnitt und in Ansicht auf seine
Stoßfläche ein hohles Längsprofil und ein kreisrundes Querschnittsprofil. Die Druckglieder
4 stützen sich mit ringförmigen Stoßflächen 6, 7 in Umfangsnähe aneinander
ab, umgreifen das Zugelement 1 aber mit einem im Verhältnis zur Bauteillänge
bedeutend, z. B. auf ein Fünftel gekürzten Durchtrittskanal 5, der vor die
hintere ringförmige Stoßfläche 7 des Druckgliedes 4 über seine ganze Länge
vorgezogen ist und dadurch in den Hohlraum 8 des anschließenden Druckgliedes
hineinragt. Dieses den Durchtrittskanal 5 aufweisende vorgezogene Teilstück
9 des Druckgliedes hat eine konische Stirnfläche und lenkt dadurch das anstoßende
Druckglied aus jeder seiner bei entspanntem Gerät eingenommenen Relativlagen zwangläufig
gegen die hintere ringförmige Sitzfläche 7. Das Druckglied 4 kann aber auch
gemäß den F i g. 5 und 6 aus einem Scheibenkörper mit planen Stoßflächen
6 und einem zentrischen oder exzentrischen Durchtrittskanal 5 bestehen.
Druckglieder 4, die als viereckige Hohlkörper ausgebildet sind, zeigen die F i
g. 7 und 8 in Seiten-und Frontansicht, wobei die Druckglieder vier
im Viereck versetzte Durchtrittskanäle 5 mit Zentrierfortsätzen
5 a besitzen, die das Druckglied zentrieren. Die Stoßflächen
dieser Druckglieder sind vollkommen plan. Schließlich sind gleichartige Druckglieder
4 in Ringforin mit einem Kranz von Durchtrittskanälen 5
in den F i
g. 9 und 10 veranschaulicht. Bei den Druckgliedem, 4 gemäß den F i
g. 7 und 8 bzw. 9 und 10
steht es dem Hersteller frei,
entweder einen Teil der Durchtrittskanäle auf je einem Zugelement aufzureihen
oder alle Durchtrittskanäle mit Zugelementen zu besetzen. Maßgebend für die anzuwendende
Anzahl Zugelemente ist die jeweils beabsichtigte Art und Größe der Belastung, der
das gespannte Gerät ausgesetzt werden soll.
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Es gibt aber noch ein weiteres Ausführungsbeispiel für ein Druckelement,
und zwar eine Schraubenfeder 4 a gemäß F i g. 2, deren Schraubengänge
eine etwas größere Ganghöhe haben, als die Profilbreite des Federdrahtes beträgt.
Diese als Druckelement wirkende Schraubenfeder 4 a eröffnet verschiedene
Möglichkeiten. Wird der Schraubenfeder 4 a eine Vorspannung in dem Sinne erteilt,
daß sie im entspannten Zustand des Zugelementes selbsttätig eine gekrümmte Form
annimmt, dann kann als Zugelement 1 wie bisher ein schmiegsames unelastisches
Drahtseil, eine Gliederkette od. dgl. verwendet werden. In diesem Falle übernimmt
die Schraubenfeder 4 a die Aufgabe, das Gerät im entspannten Zustand in die
jeweils erwünschte Ausgangsform zu bringen, die gewellt, einfach gekrümmt oder spiralförmig
geformt sein kann. Im letzteren Fall kann eine nach einer archimedischen Spirale
längsgeforinte Schraubenfeder sich bei entspanntem Zugelement vollkommen selbsttätig
in die Verpackungsform krümmen.
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Nach der Schilderung der Ausführungsbeispiele der verschiedenen Zugelemente
und der anwendbaren Varianten der Druckglieder werden nachstehend an Hand der F
i g. 11 bis 16 einige Geräte beschrieben.
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Die F i g. 11 zeigt eine Sonde oder ein ärztliches Hilfsgerät,
dessen Zugelement 1 aus einem elastischen, aber zugfesten Draht, z. B. einem
elastischen Bowdenzugkabel od. dgl., besteht, das mit seinem Ende am Gelenkglied
11 eines von Hand aus zu betätigenden Spannschlosses befestigt ist und am
freien Ende einen Endanchlag trägt, der als Träger für eine Sondenspitze od. dgl.
ausgebildet ist. Das Endstück dieses elastischen, aber formsteifen Zugelementes
1
ist, wie aus der Zeichnung ersichtlich, gekrümmt, wogegen der übrige Teil
des Zugelementes gerade gestreckt ist und in einer langen Führung 13 eines
langen Lagerstückes 12 des Spannschlosses geführt ist. Dieses Lagerstück 12 dient
der auf dem Zugelement 1 mit axialem Spiel sitzenden Reihe von Druckgliedem
4 als Endanschlag 3 und dem Zugelement 1 als Führung und Stütze zu
seiner Geradeaushaltung im entspannten Zustand des Instrumentes. Das Druckelement
kann z. B. aus den in den F i g. 3
und 4 sowie 5 und 6 dargestellten
Druckgliedern gebildet werden, die im vollen Spannzustand des Spannschlosses dicht
unter axialem Druck aneinanderliegen und einen starren, knickfesten Stab ergeben.
Bei völlig offenem Spannschloß (s. F ig. 11)
haben die Druckglieder ein so
großes axiales Spiel, daß sich das Zugelement entsprechend der ihm gegebenen Längsform,
in diesem Beispiel nur im Bereich des Stabendes, krümmen kann, im übrigen langen
Teilstück jedoch infolge seiner Formsteiffieit und langen Führung im Lagerstück
des Spannschlosses gerade bleibt.
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Das Spannschloß hat einen am Lagerstück 12 um den Achszapfen 14 schwenkbar
gelagerten Spannhebel 16, der durch den Gelenkzapfen 17 mit einem
Spannlenker 18 verbunden' ist, welcher an dem mit dem einen Ende des Zugelementes
1 verbundenen Gelenkstück 11 druckschlüssig angreift. Das Lagerstück
12 hat eine Ausnehmung 19, in die der Gelenkzapfen 17 des Spannlenkers
18 bei voller Spannlage eingreift, in welcher er seine Totpunktlage um ein
geringes Maß überschritten hat. Die F i g. 11 zeigt den Spannhebel
16 mit strichpunktierten Linien in der vollen Spannstellun& bei welcher
auch die Druckglieder 4 durch die Zugbeanspruchung des Zugelementes 1 fest
aneinandergepreßt worden, welche dadurch das gekrümmte Stabende gerade ausrichten.
Wird jedoch der Spannhebel 16 nur teilweise gespannt, wie dies die mit gestrichelten
Linien veranschaulichte
Lage des Spannhebels 16 zeigt, dann
wird nur der Krümmungsbogen des Zugelementes bzw. der Instrumentenspitze flacher,
aber eine gewisse Spannung im ganzen Instrument durch das gleichzeitig als Handhabe
dienende Spannschloß gefühlsmäßig aufrechterhalten und geregelt. Bei diesem Instrument
geht es vor allem darum, als Ausgangsbasis einen entspannten und daher elastisch
nachgiebigen, mit dem auch als Handhabe dienenden Spannschloß in gestreckter Lage
haltbaren stabförmigen Körper zur Verfügung zu haben, der z. B. zum Auffinden von
Gegenständen in einem keine oder nur eine geringe Einsicht gewährenden Medium eine
gewisse Elastizität und eine gekrümmte Spitze aufweisen soll, damit der gesuchte
Gegenstand entweder aufgefädelt oder in einer geeigneten Art, z. B. mittels einer
magnetischen Spitze, erfaßt werden kann. Nach dem Erfassen des Gegenstandes kann
der stabförmige Körper mittels des Spannschlosses 16, 18 allmählich gestrafft
werden und auf diese Weise der gesuchte Gegenstand auf geradem Wege aus dem Medium
herausgeführt werden. Es ist aber ebensogut auch umgekehrt möglich, den stabförmigen
Körper im gestrafften Zustand in einen Kanal oder in eine Bohrung einzuführen, nach
Durchdringen des Kanals zur Bildung einer Krümmung an der Spitze zwecks Aufsuchens
eines Anschlußendes etwas zu entspannen und schließlich nach dem Erfassen des Anschlußstückes
wieder zu straffen, wodurch das aufgefundene und mit seinem Kanal bzw. seiner Bohrung
erfaßte Anschlußstück zum übrigen Kanalteil ausgerichtet und beide Kanalstücke zusammengeschlossen
werden können.
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Das in F i g. 11 dargestellte Instrument kann aber auch in
der aus der F i g. 2 ersichtlichen Weise mit einem aus einer Schraubenfeder
4 a gebildeten Druckelement ausgestattet werden, das mit seinem einen Ende im Lagerstück
12 des Spannschlosses festsitzt und an seinem anderen freien, mit dem entsprechenden
Werkzeug versehenen Ende eine Krümmung, z. B. in der Art eines Kreisbogens, aufweist.
Diese Schraubenfeder 4 a führt das aus einem Draht, einem Bowdenkabel oder einem
biegsamen, aber zugfesten Seit gebildete Zugelement in jedem ihrer Schraubengänge
zentrisch und gibt ihm auch die relative axiale Bewegungsfreiheit, die es zum Spannen
und Entspannen benötigt. Das Zugelement ist auch in diesem Fall vorn beim Werkzeug
mit dem Endanschlag fest verbunden und mit dem anderen Ende am Gefenkglied des Spannschlosses
befestigt, so daß es unter Zugspannung die Schraubengänge der Schraubenfeder 4 a
dicht aneinanderschließt bzw. preßt und dadurch in eine gerade gestreckte Form eines
Stabes bringt. Ein.solches Instrument könnte z. B. in Räumen verwendet werden, die
zum Schutze gegen lebensgefährliche Strahlung von Personen nicht betreten werden
dürfen, in denen jedoch Werkzeuge zur Ausführung von Arbeitsoperationen gesteuert
werden sollen. Durch die Verbindung der Werkzeuge mit diesen Lenkinstrumenten kann
die Werkzeugbetätigung mittels des Spannschlosses und einer entsprechend gelenkigen
Lagerung des Spannschloß-Lagerstückes in der den Raum umschließenden Wandung von
der Raumaußenseite her durchgeführt werden.
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Wenn beim Ausführungsbeispiel gemäß F i g. 11
oder 2 der Grundgedanke
vorherrscht, dem Zugelement oder der Schraubenfeder eine bestimmte Krümmung zu verleihen,
die es bzw. sie in der Ausgangsstellung infolge ihrer elastischen Eigenspannung
annimmt und von der aus die Spitze bzw. das Werkzeug allein schon durch das Spannen
oder Entspannen des Spannschlosses im Raum lenkbar bzw. bewegbar ist, so liegt dem
in F i g. 12 veranschaulichten Ausführungsbeispiel die Aufgabe zugrunde,
dem Zugelement eine schraubengangförmig oder spiralige Ausgangsform zu geben, in
die es sich bei völlig entspannter Spannvorrichtung 16 stets zurückverwandelt
und dadurch leichter in der Verpackung versorgen läßt. In der F i g. 12 ist
das mit den Druckgliedern 4 besetzte Zugelement 1 ebenso wie die Spannvorrichtung
in entspannter Lage mit ausgezogenen Linien dargestellt. Es ist ersichtlich, daß
der Spannhebel vom Handgriff der Spannvorrichtung im rechten Winkel absteht und
die Bauteile vom Zugelement in Schraubengangform geordnet werden. In diesem Zustand
oder in einem noch mehr entspannten Zustand kann das Gerät, das als Stock oder Angelrute
oder Tragarm ausgebildet sein kann, leicht verpackt werden. Der zweiarmige Spannhebel
16 benutzt das äußere Ende des hohlen Handgriffes 20 als Auflager, so daß
er in die mit gestrichelten Linien dargestellte Spannlage unmittelbar an die Griffwandung
angeschwenkt werden kann, wobei das Gelenk 14 über die Totpunktebene geschwenkt
wird. Der kurze Hebelarm 16 ist nämlich über ein Gelenkglied 11 mit
dem Ende des Zugelements starr und zugfest verbunden, das aus einem Draht od. dgl.
besteht. Die Druckglieder 4 schließen über den verstellbaren Endanschlag
3 an das Griffstück 20 stirnseitig an und stützen sich an diesem ab, wenn
das Zugelement 1
mittels des Spannhebels 16 zugbelastet wird. Im gespannten
Zustand des Zugelementes löst sich die schraubengangförmige Windung auf, und das
Instrument wird gerade gestreckt, so daß es einen geraden knickfesten Stab bildet,
der mit gestrichelten Linien dargestellt ist.
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Es ist nun zu beachten, daß die Druckglieder 4 auch einen exzentrischen
Durchtrittskanal 5, z. B. gemäß F i g. 5, 6, 7 und 8, aufweisen können,
der den Vorteil ergibt, daß das Einrollen des z. B. bandartigen oder mehrfachen
Zugelementes 1 durch den kurzen Radialstand des Durchtrittskanals erleichtert,
die Biegungsfestigkeit des Instruments durch den großen Radialabstand des Durchtrittskanals
vom Bauteilaußenrand jedoch erhöht wird.
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Je nach der Art der Verpackung kann das Zugelement auch nach der Form
einer Spirale geformt bzw. vorgespannt sein, so daß sich das Gerät ab. dem Augenblick
der Entspannung des Zugelementes 1 sofort aus der Strecklage in die Spiralform
rollt.
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Werden die Druckglieder 4 mit im Winkel zur senkrechten Stoßebene
liegenden Stoßflächen versehen und außerdem durch Feder und Nut oder mehrere Zugelemente
miteinander gegen relative Verdrehung gesichert, dann kann erreicht werden, daß
die dicht aneinandergeschlossenen Druckglieder im starren Zustand des Geräts eine
Krümmung nach einer vorbestimmten Richtung und Form ergeben. Wenn nun zusätzlich
zu dieser Maßnahme z. B. ein bandförmiges und daher gegenüber den Druckgliedern
relativ nicht verdrehbares Zugelement durch Verspannung nach einer Richtung gekrümmt
ist, die jener Krümmung entgegengesetzt ist, die durch die Stoßflächen der Druckteile
bei gespanntem Gerät erreichbar ist, dann kann der Verstellbereich eines an
dem
äußeren Ende des stabförmigen Geräts befestigten Werkzeuges von der einen
Krümmung des Zugelementes bis zur Krümmung des gespannten Geräts in einem
weit größeren Spielraum durch die Regelung und Variierung der Zugspannung der Spannvorrichtung
verändert werden, als dies bei den vorherbeschriebenen Geräten der Fall ist.
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Gemäß dem in F i g. 13 dargestellten Ausführun gsbeispiel ist
die Spannvorrichtung 40, 41 in der Mitte der Gerätlänge zwischen den Druckgliedem
4 eingeschaltet. Die Spannvorrichtung besteht in diesem Falle aus zwei teleskopartig
ineinander verschraubbaren Hülsenteilen 40, 41, von denen jeder einen Ansatz 42,
43 für den Angriff eines Schlüssels 45, 46 besitzt. Durch Zusammenschrauben der
beiden Hülsenteile 40, 41 werden die Druckglieder 4 druckentlastet und das Zugelement
1 entspannt. Durch Auseinanderschrauben der beiden Hülsenteile werden die
Druckglieder 4 axial unter Druck gesetzt und das Zugelement 1 dadurch gespannt,
daß die Druckglieder 4 g gen die an den Zugelementenden befestigten Endge
anschläge 2, 3 gedruckt werden.
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Die F i g. 15 zeigt ein mit einer hydraulisch oder pneumatisch
zu betätigenden Spannvorrichtung 27
und mit Spreizgliedem 28 an der
Stockspitze, die sich unter der Zugspannung des Zugelementes selbsttätig in die
Sperrlage stellen.
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Für größere Spannkräfte kann auch eine Spannvorrichtung mit Zahnstange
29 und Klinkengesperre 30 gemäß F i g. 15 Anwendung finden.
In diesem Falle ist die Zahnstange 29 als Endanschlag 3 auf dem Zugelement
1 axial beweglich aufgereiht und übt auf die Spannglieder 4 den Spanndruck
in Richtung gegen die Stockspitze aus.
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Schließlich wird in F i cr. 16 eine Ausführungsform zum Teil
veranschaulicht, bei der eine Verzweigung eines stockartigen Körpers in mehrere
strahlen- bzw. fächerförinig ausgerichtete Arme vorgesehen ist, wie dies z. B. bei
Schirmen der Fall ist. Vom stockartigen Körper 31 sind nur einige das obere
Teilstück des Körpers bildende Spannglieder 4 zusammen mit dem aus ihnen vorragenden
Zugelement 1 dargestellt. Das letzte Spannglied 4 des stockförmigen Körpers
31
schließt an einem hohlen Verteilerkopf 32 druckschlüssig an, der
so viele Umlenkrollen 33 oder Umlenkhebel, wie Arme vorgesehen sind, aufweist.
Über jede der Umlenkrollen 33 ist ein Zugelement 34 eines Armes
35, 36, 37, 38 zu einer Spannmuffe 39 geführt, die alle Zugelemente
der Arme 35 bis 38 mit dem einzigen Zugelement des stockartigen Körpers
31 zugfest verbindet. Die abzweigenden, Zugelernente 34 greifen durch radiale
Löcher des Verteilerkopfes 32 hindurch und tragen je eine Reihe Spannglieder
4, die sich einerseits am Verteilerkopf 32, andererseits am jeweiligen Endanschlag
2 des Zugelementes 34 abstützen und im entspannten Zustand wie der stockartige Körper
31 unter Eigenspannung zusammenrollbar sind. Wird jedoch die am nicht dargestellten
Ende des stockartigen Körpers 31 angeordnete Spannvorrichtung in die Spannstellung
gebracht, dann wird das von ihr ausgeübte Zugmoment über das Zugelement
1 der Spannglieder 4 des Stockes 31 auch auf die eingerollten Zugelemente
34 der Arme 35 bis 38
(Yleichmäßig und gleichzeitig übertragen und
dadurch die Spannglieder 4 aller Spanngliedreihen so aneinandergepreßt, daß ein
stern- bzw. fächerartiges Gestell mit mehreren Radialarmen ersteht, dessen Arme
biegungsfest sind. Z-Es ist aber auch ohne weiteres möglich, sämtliche Zugelemente
der Radialarme direkt durch die Spannglieder bis zur Spannvorrichtung zu führen.
In diesem Falle können die Zugelemente einzeln, mit je einer Zugvorrichtung
oder gemeinsam mit einer einzigen Spanneinrichtung gespannt werden.
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