DE1523316C - Temperaturregler mit einem sich bei Erwärmung ausdehnenden Medium - Google Patents
Temperaturregler mit einem sich bei Erwärmung ausdehnenden MediumInfo
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Description
1 " ■■■■■■; ■ ■■ 2 .·■·■-'
Die Erfindung bezieht sich auf einen Temperatur- In einer besonders einfachen, raumsparenden Anregier
mit einem ein sich bei Erwärmung ausdeh- Ordnung sind bei dem erfindungsgemäßen Tempenendes
Medium enthaltenen Temperaturfühler und raturregler als Haupt- und Zusatzausdehnungselement
einem mit dem Innenraum des Temperaturfühlers zwei zueinander konzentrische Federrohrbälge vorkommunizierenden
Hauptausdehnungselement, das 5 gesehen,. die teleskopartig ineinanderstecken, sind
durch eine Rückstellfeder entgegen dem Druck des zwischen ihnen miteinander verbundene Kammern
Mediums vorgespannt und über ein Betätigungs- für das Ausdehnungsmedium belassen, sind die
element mit einem Stellglied verbunden ist, das ein beiden Federrohrbälge an ihren einen Enden an
Heizmittel derart steuert, daß bei einer bestimmten einer gemeinsamen Tragplatte auf einer Seite derunteren
Temperatur des Temperaturfühlers die zu io selben befestigt, durchsetzt das mit dem inneren
regelnde Temperatur erhöht und bei einer bestimmten Balg an dessen entgegengesetztem beweglichem Ende
oberen Temperatur sowie im Falle des Undicht- verbundene, unter Vorspannung stehende ■■Hauptwerdens
' des den Temperaturfühler enthaltenden betätigungselement zur Einwirkung auf das Regel-Leitungssystems
unter Entspannung der Rückstell- organ die Tragplatte und ist das konzentrisch zu
feder erniedrigt wird. . 15 dem Hauptbetätigungselement angeordnete rohrföf-Ein
solcher Temperaturregler arbeitet im allge- mige Zusatzbetätigungselement durch einen Steg mit
meinen derart, daß das z. B. mittels eines Balges einem die Bälge umschließenden beweglichen Gehäuse
oder einer Membrane betätigte Stellglied bei Tem- verbunden, mit dem das bewegliche Ende des
peraturerhöhung einen Hub in der einen (positiven) äußeren Balges verbunden ist.
Richtung, bei Temperaturerniederung einen Hub in 20 Bei einem bereits bekannten Temperaturregler, entgegengesetzter (negativer) Richtung ausführt, so dessen Sicherheitseinrichtung eine wirkungsmäßige daß also z. B. in Verbindung mit einer Kesselanlage Einheit mit dem Temperaturregler bildet, wird ein ein durch die Fhibbewegung betätigter Mikroschalter Federrohrbalg durch das Ausdehnungsmedium eines bei positiver Hubbewegung die Kesselanlage aus-, Temperaturfühlers beaufschlagt. Die durch die Ausbei negativer Hubbewegung dagegen einschaltet. Ein 35 dehnung bzw. Zusammenziehung positive bzw. negasolcher Temperaturregler hat jedoch den Nachteil, tive bewirkte Transversalbewegung wird mittels eines daß beim Bruch des Leitungssystems, z. B. des vem Übertragungsbandes und einer Seiltrommel i;Tiine Temperaturfühler zum Regler führenden kapillar- Rotationsbewegung umgewandelt, die.^dürch einen rohres, z. B. durch Erschütterungen oder andere mit der Seiltrommel verbundenen^He'bel zum Ein-Einflüsse, eine negative Hubbewegung ausgeführt 30 bzw. Ausschalten zweier in einem Steuerstromkreiswird, da der plötzlich fallende Druck im Leitungs- lauf eingeschalteter Kontaktlamellen verwendet wird, system im Sinne einer Temperaturerniedrigung wirkt. Der Federrohrbalg steht im Regelbereich des Tem-Der Mikroschalter schaltet infolgedessen ein, und peraturreglers unter der Wirkung einer vorgespannten die Kesselanlage läuft durch. Rückstellfeder, derart, daß bei plötzlich fallendem Es sind daher schon Temperaturregler bekannt- 35 Druck im Leitungssystem des Temperaturfühlers im geworden, die mit einer zusätzlichen Einrichtung Sinne einer Temperaturerniedrigung der Kontakt ausgestattet sind, welche diese fehlerhafte Wirkung zwischen den Lamellen durch die in negativer Richdes Temperaturreglers aufhebt und bei einem Bruch tung wirkende Rückstellfeder und die dadurch aus- oder einem Undichtwerden des Leitungssystems im gelöste Drehung des Betätigungsgliedes mit der Seil-Sinne einer Temperaturerhöhung am Fühler bzw. 40 trommel gelöst wird.
Richtung, bei Temperaturerniederung einen Hub in 20 Bei einem bereits bekannten Temperaturregler, entgegengesetzter (negativer) Richtung ausführt, so dessen Sicherheitseinrichtung eine wirkungsmäßige daß also z. B. in Verbindung mit einer Kesselanlage Einheit mit dem Temperaturregler bildet, wird ein ein durch die Fhibbewegung betätigter Mikroschalter Federrohrbalg durch das Ausdehnungsmedium eines bei positiver Hubbewegung die Kesselanlage aus-, Temperaturfühlers beaufschlagt. Die durch die Ausbei negativer Hubbewegung dagegen einschaltet. Ein 35 dehnung bzw. Zusammenziehung positive bzw. negasolcher Temperaturregler hat jedoch den Nachteil, tive bewirkte Transversalbewegung wird mittels eines daß beim Bruch des Leitungssystems, z. B. des vem Übertragungsbandes und einer Seiltrommel i;Tiine Temperaturfühler zum Regler führenden kapillar- Rotationsbewegung umgewandelt, die.^dürch einen rohres, z. B. durch Erschütterungen oder andere mit der Seiltrommel verbundenen^He'bel zum Ein-Einflüsse, eine negative Hubbewegung ausgeführt 30 bzw. Ausschalten zweier in einem Steuerstromkreiswird, da der plötzlich fallende Druck im Leitungs- lauf eingeschalteter Kontaktlamellen verwendet wird, system im Sinne einer Temperaturerniedrigung wirkt. Der Federrohrbalg steht im Regelbereich des Tem-Der Mikroschalter schaltet infolgedessen ein, und peraturreglers unter der Wirkung einer vorgespannten die Kesselanlage läuft durch. Rückstellfeder, derart, daß bei plötzlich fallendem Es sind daher schon Temperaturregler bekannt- 35 Druck im Leitungssystem des Temperaturfühlers im geworden, die mit einer zusätzlichen Einrichtung Sinne einer Temperaturerniedrigung der Kontakt ausgestattet sind, welche diese fehlerhafte Wirkung zwischen den Lamellen durch die in negativer Richdes Temperaturreglers aufhebt und bei einem Bruch tung wirkende Rückstellfeder und die dadurch aus- oder einem Undichtwerden des Leitungssystems im gelöste Drehung des Betätigungsgliedes mit der Seil-Sinne einer Temperaturerhöhung am Fühler bzw. 40 trommel gelöst wird.
einer Temperaturerniedrigung am Regelorgan wirkt, Nachteilig an dem bekannten Regler ist, daß.im
so daß also z. B. die vom Temperaturregler ge- Falle eines Druckausfalles in dem Temperaturfühler
steuerte Kesselanlage abschaltet. das Betätigungsglied sich gerade in der entgegen-Bisherige
Temperaturregler mit einer solchen zu- gesetzten Drehrichtung, nämlich im Uhrzeigersinn,
sätzlichen Einrichtung, die in abschaltendem Sinne 45 bewegt wie bei einer Regelung im normalen Betrieb,
regeln, sind jedoch verhältnismäßig aufwendig und . wo sich das Betätigungsglied entgegen dem Uhrweisen ein gesondertes, vom Temperaturregler ge- zeigersinn erniedrigen soll. Der bekannte Regler
trenntes, zum Abschalten bei plötzlichem Druckab- erfordert also ein Betätigungsglied nach Art eines
fall im Leitungssystem dienendes Zusatzregelorgan auf. Uhrzeigers, welches eine Mittellage aufweist, in der
Aufgabe der Erfindung ist demgegenüber ein 50 eine temperaturerhöhende Wirkung ausgeübt wird,
Temperaturregler, dessen auf das Undichtwerden sowie zwei auf entgegengesetzten Seiten der Mittellage
des Leitungssystems ansprechende Einrichtung eine befindliche Seitenstellungen, in denen ein temperatur-'
einen möglichst geringen baulischen Aufwand erfor- erniedrigender Effekt bewirkt wird. Bei dieser Ändernde
wirkungsmäßige Einheit mit dem Tempe- Ordnung ^reten infolge des veränderlichen Hebelraturregler
bildet. 55 armes des Betätigungselementes und der ungleich-Zur Lösung dieser Aufgabe wird erfindungsgemäß mäßigen Winkelstellung sehr ungleiche Kräfte an
ein Temperaturregler der eingangs genannten Art der Kontaktlamelle des Stellgliedes auf. Auf Grund
vorgeschlagen, bei dem ein entgegengesetzt zum der sehr unterschiedlichen Hebelwirkung des Betäti-Hauptausdehnungselement
über ein weiteres Betäti- gungsgliedes eignet sich der bekannte Temperaturgungselement
auf das Stellglied wirkendes, leichter 60 regler nicht für die direkte Betätigung von Stellais
das Hauptausdehnungselement zusammendrück- gliedern, wie z. B. einem Schieber, die große Reibares
Zusatzausdehnungselement mit Rückstellfeder bungswiderstände aufweisen und bei denen in Schließvorgesehen
ist, beide Ausdehnungselemente von dem stellung verhältnismäßig große Stellkräfte von der
gleichen Temperaturfühler beaufschlagt sind und Rückstellfeder aufgebracht werden müssen. Das hat
die Verschiebung der beweglichen Seite des Zusatz- 65 ein unzuverlässiges Arbeiten des Reglers zur Folge,
ausdehnungselementes auf einen die untere Tempe- Der erfindungsgemäße Temperaturregler weist diese
ratur bestimmenden Wert durch einen Anschlag Nachteile nicht auf und ist auch für die direkte
begrenzt ist. Steuerung derartiger Stellglieder, wie Schieber oder
: ■ 3 - 4
Ventile, geeignet, weil die Betätigungsglieder gerad- in konstruktiverer Darstellung und in;"Nullstellung ·
linige Stellwege zwischen zwei Grenzstellungen aus- desselben, : ' ■ " ··'i'
führen, von denen die eine dem unteren, die andere F i g. 3 einen gleichen Teilschnitt wie F i g. 2 bei
dem oberen Temperaturgrenzwert entspricht. normalem Ansprechen des Temperaturreglers'bei
Im Falle eines Leckes in dem Drucksystem wird 5 einer bestimmten erhöhten Betriebstemperatur, jedoch
das Stellglied beim Erfindungsgegenstand im gleichen vor Wirksamwerden des Hauptbetätigungsgliedes',; ■'
Sinne bewegt wie im normalen Betrieb, wenn auf F i g. 4 einen gleichen Teilschnitt wie F i g. 2 und 3,
Grund einer übermäßigen Temperatur eine Tempe- jedoch nach Wirksamwerden des Hauptbetätigüngs-
raturerniedrigung eingeleitet werden soll. gliedes, und '
Dieser Umstand hat unter anderem den Vorteil, io F i g. 5 ein Temperatur-Weg-Diagramm des Reg-
daß sich der erfindungsgemäße Temperaturregler lers.
ohne weiteres überall dort nachträglich einbauen Der erfmdungsgemäße Temperaturregler 10 ist, wie
läßt, wo bereits ein zwischen zwei Temperaturwerten in F i g. 1 schematisch angedeutet ist, mit einem
regelbares Stellglied vorhanden ist. Die bekannte Temperaturfühler 11 durch eine Kapillarleitung 12
Anordnung würde dagegen zunächst besondere Maß- 15 verbunden. Der Temperaturfühler 11 ist z. B. irgendnahmen
für die Ausbildung des Stellgliedes oder , einem Heizmedium, etwa einer Kesselanlage, auseine
dazwischengeschaltete Umformungsvorrichtung gesetzt. Der Regler wirkt z. B. über ein im Schema
erfordern. angedeutetes Stellglied 13, welches die Beheizung,
Bei einem weiteren .bekannten Temperaturregler z. B. der Kesselanlage, verstärkt bzw. vermindert
in Kombination mit einer Sicherheitsvorrichtung 20 oder auch ganz abstellt. Die Beheizimgsanlage kann
wird der durch das Übertragungsmedium eines beliebiger, z. B. elektrischer oder nicht elektrischer
Temperaturfühlers gesteuerte Metallbalg über eine Art sein.
Feder mit einem Betätigungsglied in Kontakt gehal- Der Temperaturregler 10 ist mittels einer Lagerten,
das ein Regelventil (Stellglied) in der Brennstoff- platte 14 an einem geeigneten beliebigen relativ festzuführleitung
für den Brenner einer Heizungsanlage 25 stehenden Teil befestigt. Mit der Platte 14 ist ein
steuert. Die den Kontakt zwischen Stellbalg und dem Gehäuse 15 fest Verbunden, das einen Hauptbalg 16
Betätigungsglied bewirkende Rückstellfeder stüüL. und einen Zusatzbalg 17 irmschließt, die auf einer
sich mit ihrem einen Ende an dem Betätiguftg~sglied Querwand 18 des Gehäuses 15 befestigt,, si ijd ' und
und mit ihrem anderen Ende an einem durch einen zwei von innen nach außen dicht abgeschlossene,
Klinkenhebel verriegelten Widerlager ab. Bei einer 30 durch eine Öffnung 19 in der Zwischenwand mit-Undichtigkeit
im Regelsystem läßt der der Rückstell- einander verbundene Kammern 20 und 21 bilden,
feder entgegengerichtete Druck des Ubertragungs- Das Innere dieser Kammern ist durch die Kapillarmediums
nach, und die Rückstellfeder löst über den leitung 12 an den Temperaturfühler 11 angeschlossen.
Klinkenhebel das Widerlager, so daß der Metallbalg Das freie Ende des Hauptbalges 16 trägt eine
und das Betätigungsglied außer Kontakt kommen 35 Anschlagsplatte 22, die unter der Wirkung einer sich
und das die Brennstoffzufuhr steuernde Regelventil gegen das Gehäuse abstützenden Feder 23 gegen
geschlossen wird. Ein erheblicher Nachteil dieses einen z. B.. bundförmigen Gegenanschlag 24 am fest-Temperaturreglers
besteht in der Aufwendigkeit der stehenden Gehäuse gedrückt wird, sowie das Haupt-Klinkenkonstruktion
und darin, daß das Widerlager betätigungsglied 25 in Form eines Stiftes, der mit
für die Betätigungsfeder nach jedem Ausklinken 40 dem in Pfeilrichtung .X1, .v2 verstellbaren Stellglied 13
wieder eingeklinkt werden muß, so z. B. auch beim zusammenwirkt. In ähnlicher 'Weise trägt das entTransport
bei niedrigen Außentemperaturen. gegengesetzt gerichtete freie Ende des Zusatzbalges 17
Ein weiterer bekannter Temperaturregler mit Sicher- eine Anschlagsplatte 26, die von einer Feder 27 von
heitseinrichtung arbeitet zwar unmittelbar auf ein einem Gegenanschlag 28 am Gehäuse 15 abgedrückt
zwischen zwei Stellungen arbeitendes Stellglied;, er 45 wird. Sie ragt mittels einzelner Stege durch öffnunerfordert
jedoch für die Wirksamkeit der Sicherheits- gen 29 im Gehäuse 15 hindurch und trägt mittels
einrichtung eine Vorspannung durch Vakuum im eines äußeren beweglichen Gehäuses 30, einzelner
Drucksystem, welches beim Beginn des Betriebes Stege od. dgl. ein Zusatzbetätigungselement 31, z. B.
zunächst in definierter Weise eingestellt werden und in Form einer das Hauptbetätigungselement 25 umdann
im Verlaufe des Betriebes aufrechterhalten 50 schließenden Hülse, einer oder mehrerer Stifte od.dgl.,
werden muß. Ein über lange Zeiträume mögliches welches ebenfalls mit dem Stellglied 13 zusammen-Nachlassen
der Vakuumvorspannung würde bereits. wirkt bzw. zusammenwirken kann,
zu einem Versagen des bekannten Temperaturreglers Die Wirkungsweise der beschriebenen Einrichtung führen. Im Gegensatz dazu arbeitet der Regler nach ist folgende: Die dargestellte Lage des Temperaturder Erfindung mit Überdruck und dürfte somit eine 55 reglers zeigt die Stellung, die derselbe bei der untersten größere Sicherheit bei Undichtwerden des Druck- Betriebstemperatur/0 der Kesselanlage einnimmt und systems gewährleisten. in der die Brenner auf kleinste Brennstärke eingestellt
zu einem Versagen des bekannten Temperaturreglers Die Wirkungsweise der beschriebenen Einrichtung führen. Im Gegensatz dazu arbeitet der Regler nach ist folgende: Die dargestellte Lage des Temperaturder Erfindung mit Überdruck und dürfte somit eine 55 reglers zeigt die Stellung, die derselbe bei der untersten größere Sicherheit bei Undichtwerden des Druck- Betriebstemperatur/0 der Kesselanlage einnimmt und systems gewährleisten. in der die Brenner auf kleinste Brennstärke eingestellt
Mit der Erfindung sind somit die Nachteile dieser sind. Die Anschlagsplatte 22 des Hauptbalges 16
bekannten Temperaturregler ermieden. liegt mit Unterstützung durch die Feder 23 am
Die Erfindung und die Wirkungsweise sind in der 60 Gegenanschlag 24 mit Vorspannung an, während
nachfolgenden Beschreibung zweier Ausführungs- die Anschlagsplatte 26 des Zusatzbalges 17 durch die
beispiele an Hand der Zeichnungen näher erläu- Feder 27 von ihrem Gegenanschlag 28 abgedrückt
tert. wird.
In den Zeichnungen zeigt Dehnt sich das den Temperaturfühler 11, die
Fig. 1 eine schematische Darstellung einer Aus- 65 Kapillarrohrleitung 12 und die Kammern 20 und 21
führungsform der Erfindung, . / ausfüllende, insbesondere flüssige Medium infolge
F i g. 2 einen Teilschnitt einer weiteren erfindungs- Temperaturerhöhung am Fühler 11 aus, wird zugemäßen
Ausführungsform eines Temperaturreglers nächst wegen des geringeren" Widerstandes der
5 6
Feder 27 der Zusatzbalg 17 ausgedehnt, bis seine Bund einer Hülse 130ό verbunden ist, deren oberes
Änschlagsplatte 26 am Gegenanschlag 28 anliegt, wo- Ende 130c sich als Gegenanschlag von oben her
bei sich das Zusatzbetätigungselement 31 in (nega- gegen den Bund 124 des feststehenden Gehäuses 115
ijver) .Richtung .v. bewegt. Die Feder 27 speichert anlegen kann.
hierbei' die der Ausdehnung des Balges 17 ent- 5 Mit der Hülse 1306 ist durch die Teile 130σ und
sprechende Energie. Das Stellglied 13 folgt dem Öffnungen 129 bildende Stege eine untere Anschlags-
Zusatzbetätigungsclement in Pfeilrichtung .V2, indem platte 126 verbunden, die das als Büchse ausgebildete
es sich z. B. aus der Stellung a0 um den Hub It0 in Zusatzbetätigungsglied 131 trägt. Zwischen dem Zu-
dic Stellung O1 bewegt und dadurch die Heizung satzbelätigungsglied 131 bzw. der Platte 126. und dem
od. dgl. auf volle Stärke einstellt. · m inneren .Hauptbetätigungsglied 125 ist die Feder 127
Bei weiterer Temperaturerhöhung dehnt sich, sobald zwischengeschaltet, die das Hauptbetätigungsglied 125
die Vorspannung des Hauptbalges 16 und der Druck nach oben (Pfeilrichtung X2) gegen den bundförmigen
der leder 23 überwunden ist, auch der Hauptbalg 16 Ansatz 124 des feststehenden rohrförmigen Gehäuses
aus, wodurch das Hauptbctätigungselement 25 in 115 drückt, während das Zusatzbetätigungsglied 131
Pfeilrichtung .ν, bewegt wird. Beim Überschreiten 15 in entgegengesetzter Richtung (Pfeilrichtung X1) von
einer vorbestimmten höheren Temperatur, welchp der Feder 127 belastet wird und mittels der Anschlags-
z. B. der zulässigen Höchsttemperatur der Kessel- platte 126 und des aus den Teilen 130er, 130ό und
anlage entspricht, d. h. nach einem bestimmten Hub 130c bestehenden beweglichen Gehäuses 130 eben-
dcs Hauptbetätigungselcmentes 25 berührt dieses das falls an dem bundförmigen Anschlagstcil 124 abge-
Stellglied 13 und nimmt letzteres aus der Stellung α za stützt wird.
in (positiver) Richtung .v, bis in eine Stellung über Das Kapillarrohr 112 ist an eine Bohrung ange-
die Stellungan hinaus mit, wodurch die Heizung schlossen, die in den die Kammer des Hauptbalges
od. dgl. wieder abgestellt wird. 116 bildenden Ringraum 120 mündet, welcher innen
Wird die Leitung 12. z. B. infolge Bruches, oder von dem Balg 116 und außen von dem rohrförmigen
eine der Kammern 20. 21 undicht, würde dieses, 25 Gehäuse 115 begrenzt wird und mittels einer Boh-
wcnn allein ,das Hauptbctätigungselement 25 wirksam rung 119 mit der Kammer 121 des ZusatzbaLgesJt7
wäre, zur Folge haben, daß wegen des durch Undidit- verbunden ist. " ■, -s~ ■
werden verursachten Druckabfalls im Iftfiern des Die Wirkungsweise der Einrichtung.vnaerh' F i g. 2
iiauplbalges 16 und der Bewegung des Hauptbetäti- bis 4 entspricht, wie bereits erwähnt, prinzipiell der-
gungsclemcntes 25 in Pfeilrichtung .v2 die Heizung 30 jenigen nach Fig. 1. In F i g. 2 ist der Temperatur-
od. dgl. auf volle Stärke eingestellt würde, ohne regler in unbetätigtem Zustande, z. B. bei normaler
daß bei Überschreitung der zulässigen Höchsttem- Außentemperatur, dargestellt. Während im erst-
peratur das Stellglied 13 betätigt würde. beschriebenen Ausführungsbeispiel bei Erhöhung der
Durch die Anordnung des Zusatzbalges 17 und Temperatur am Temperaturfühler 11 beide Bälge sich
des durch diesen betätigten Zusatzbctätigungsgliedes31 35 ausdehnen, wird im Falle des Ausführungsbeispieles
wird jedoch bewirkt, daß im Augenblick des Druck- nach F i g. 2 bis 4 bei sich erhöhender Temperatur
abfalls im Leitungssystem 12, 20, 21 einschließlich am Fühler 111, also bei ansteigendem Druck in den
der Kammern 20. 21 die zuvor gespeicherte Energie Kammern 120, 121 der innere Hauptbalg 116 in
der Feder 27 frei w ird und das Zusatzbetätigungs- (positiver) Richtung .V1 zusammengedrückt, der äußere
glied 31 um den Hub/;0 in Pfeilrichtung .V1 bewegt, 40 Zusatzbalg 117 dagegen in (negativer) Richtung x2
das Stellglied 13 in die Nullstellung a0 (oder darüber gedehnt. Der Hauptbalg 116 ist hierbei mit Vorhinaus)
verstellt. . spannung in Pfeilrichtung xz eingesetzt, ■ indem das
In F i g. 2 bis 4 ist eine andere Ausführungsform Hauptstellglied 125 mit der entsprechenden Vorder
Erfindung dargestellt, welche in ihrer Wirkungs- spannung gegen den· Gegenanschlagsteil 124 gedruckt
weise prinzipiell derjenigen nach F i g. 1 entspricht. 45 wird, derart, daß bei sich erhöhender Temperatur
Der wesentlichste Unterschied besteht jedoch darin, das Hauptbetätigungsglied 125 erst dann von dem
daß Haupt- und Zusatzbalg konzentrisch zueinander Gegenanschlagsteil 124 abgehoben wird, wenn eine
. angeordnet sind. Teile, die denjenigen des ersten bestimmte höhere Temper,atur-erreicht ist.
Aiisführungsbeispielcs entsprechen, sind mit gleichen Der äußere Zusatzbalg 117 ist ohne oder nur mit Bezugszeichen, jedoch jeweils um 100 vermehrt, 50 verhältnismäßig geringer Spannung eingesetzt, so bezeichnet. daß sich z. B. der Anschlagsbund 13Oc ohne oder
Aiisführungsbeispielcs entsprechen, sind mit gleichen Der äußere Zusatzbalg 117 ist ohne oder nur mit Bezugszeichen, jedoch jeweils um 100 vermehrt, 50 verhältnismäßig geringer Spannung eingesetzt, so bezeichnet. daß sich z. B. der Anschlagsbund 13Oc ohne oder
Mit der fest angeordneten Lagerplatte 114 ist nur mit geringem Druck gegen den feststehenden
unter Zwischenschaltung des Zwischenstückes 118 ' Gegenanschlagsteil 124 anlegt. Erhöht sich die Tem-
das rohrförmige Gehäuse 115 fest verbunden, das peratur am Temperaturfühler 111 und steigt dadurch
an seinem oberen Ende einen bundförmigen Gegen- 55 der Druck in den Kammern 120, 121, bleibt zunächst
anschlag 124 trägt. infolge der (negativen) Vorspannung des Haupt-
Im Innern des rohrförmigen Gehäuses 115 ist der balges 116 das Hauptbetätigungsglied 125 in Ruhe,
auf Druckunterschiede durch Längenänderung an- während sich der Zusatzbalg 117 auszudehnen besprechende,
z. B. durch ein Gleitstück 116« unter- ginnt, und zwar gegen die Wirkung der Feder 127,
teilte Hauptbalg 116 angeordnet, dessen unteres Ende 60 die dadurch gespannt wird. Der mit dem Zusatzmit
dem Gchäusczwischenstück 118 dicht verbunden balg 117 verbundene bundförmige Anschlagsteil 130c
ist und dessen oberes Ende den als Anschlag die- hebt sich von dem Gegcnanschlagsteil 124 ab, wähnenden
Bund 122 einer das Hauptbetätigungsglied rend sich gleichzeitig-die Änschlagsplatte 126 dem
bildenden mil dem Stellglied zusammenwirkenden Gehäusezwischenstück 118 nähert und nach einem
·. Stcllstange 125 trägt. Das rohrförmige Gehäuse 115 65 Hub/;,, gegen die als Anschlag Wirkende untere
wird auf seiner Außenseite von dem 7,usatzbalg 117 Ringliächc 128 des Gdiäusestückes anlegt. Das Hauptumschlosscn.
dessen unteres Ende mit dem Gehäuse- bdäligiingsglied 125 ist dadurch unter einen zusätzzwischenstüek
118 und dessen oberes Ende mit dem. liehen nei:atiw:n Druck gesetzt worden, welcher der
'. durch den Hub A0 bestimmten zusätzlichen Vorspannung
der Feder 127 entspricht. Der Temperatur-. regler nimmt alsdann die Stellung nach F i g. 3 ein.
Das z. B. an der Lagerplatte 114 gelagerte Stellglied hat sich hierbei aus der Lagea0 in die Lage O1 des
Hebelarmes 113a des Stellgliedes 113 bewegt und dadurch die Heizung oder die sonstige Temperaturbeeinflussung auf größte Wirksamkeit eingestellt.
Die soeben beschriebenen Vorgänge seien an Hand
L des Diagrammes nach Fig. 5 noch näher erläutert.
In diesem Diagramm seien entsprechend F i g. 2 über dem Weg χ (bzw. X1, x2) die Temperaturen/
aufgezeichnet. Mit Jj ist hierbei der Hubweg des Hauptbetätigungsgliedes 125, mit S2 der Hubweg
des Zusatzbetätigungsgliedes 131 in Abhängigkeit von der Temperatur / bezeichnet. Bei einer Normaltemperatur
t0 befindet sich das Zusatzbetätigungsglied 131 (bezogen auf die Oberseite der Anschlagsplatte
126) im Punkt A0, das vorgespannte Hauptbetätigungsglied
125 z. B. in einem Punkt B1. Erhöht ao
sich die Temperatur /, bewegt sich das Zusatzbetätigungsglied 131 auf der Kurve s2 bei zunehmender.
Vorspannung der Feder 127, z. B. — entsprechend dem Hub A0 — bis zum Punkt A1, während das
Hauptbetätigungsglied im Regelpunkt .S1 verblieben
ist. Der Punkt A1 wird beispielsweise bei einer Tem-,
peratur I1 erreicht, die mehr oder weniger unterhalb^—
der Ansprechtemperatur t2 liegt. Wie aus FTg. 3
ersichtlich, befindet sich das untere Ende des Hauptbetätigungsgliedes 125 in der dort gezeigten Stellung
noch um einen Hub A1 oberhalb des Stellgliedes 113,
so daß noch — entsprechend F i g. 5 — eine Temperaturerhöhung auf t2 erforderlich ist, damit das
Hauptbetätigungsglied mit dem Stellglied 113 in Berührung kommt; Sobald die Temperatur/a überschritten
wird, bewegt sich das Hauptbetätigungsglied 125 entlang seiner Kennlinie J1, in dem im
Punkt B2 das untere Ende des Hauptbetätigungs-
. gliedes 125 über das untere Ende des Zusatzbetätigungsgliedes 131 hinaustritt und damit das Stellglied
113 im Punkt B3 in die Lage a0 oder gegebenenfalls
auch — entsprechend F i g. 4 — darüber hinaus in eine Lage a0' bewegt, wodurch die Heizleistung
auf einen geringeren Wert verstellt bzw. ganz abgestellt wird. -
Tritt ein Bruch der Kapillarleitung 112 oder eine sonstige Undichtheit im Leitungssystem ein, hat
dieses zur Folge, daß sich der Hauptbalg 116 wieder in (negativer) Pfeilrichtung X2 zusammenzieht. Daß
hierdurch jedoch die Heizung nicht auf volle Wirkung verstellt wird bzw. ungeregelt auf einem solchen Wert
verbleibt, wird durch den Zusatzbalg 117 und das Zusatzbetätigungsglied 131 verhindert, indem die Vorspannung
der Feder 127 unter Freiwerden der zuvor gespeicherten Energie und unter Entspannung des
Zusatzbalges 117 das Zusatzbetätigungsglied 131 um den Hub A0 in (positiver) Pfeilrichtung Jc1 vorbewegt
und dadurch das Stellglied 113 im Sinne eines Abschaltens der Heizung betätigt.
Claims (2)
1. Temperaturregler mit einem ein sich bei Erwärmung ausdehnendes Medium enthaltenen
Temperaturfühler und einem mit dem Innenraum des Temperaturfühlers kommunizierenden Hauptausdehnungselement,
das jlürch eine Rückstellfeder entgegen dem Druck des' Mediums vorgespannt
und über ein Betätigungselement mit einem Stellglied verbunden ist, das ein Heizmittel
derart steuert, daß bei einer bestimmten unteren Temperatur des Temperaturfühlers die zu regelnde
Temperatur erhöht und bei einer bestimmten oberen Temperatur sowie im Falle des Undichtwerdens
des den Temperaturfühler enthaltenden Leitungssystems unter Entspannung der Rückstellfeder
erniedrigt wird, dadurchgekennzeichnet,
daß ein entgegengesetzt zum Hauptausdehnungselement (16, 116) über ein weiteres Betätigungselement (30, 31; 130, 131) auf das
Stellglied (13, 113) wirkendes, leichter als das Hauptausdehnungselement (16, 116) zusammendrückbares
Zusatzausdehnungselement (17, 117) mit Rückstellfeder (27, 127) vorgesehen ist, daß~"
beide Ausdehnungselemente (16, 116^Af^iT)
von dem gleichen Temperaturfühler '(11) beaufschlagt sind und daß die Verschiebung der beweglichen
Seite des Zusatzausdehnungselementes (17, 117) auf einen die untere Temperatur (Z1) bestimmenden
Wert durch einen Anschlag (28, 128) begrenzt ist.
2. Temperaturregler nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Haupt- und. Zusatzausdehnungselement
zwei zueinander konzentrische Federrohrbälge (16, 17; 116, 117) vorgesehen
sind, die teleskopartig ineinanderstecken, daß zwischen ihnen miteinander verbundene Kammern
(120, 121) für das Ausdehnungsmedium belassen sind, daß die beiden Federrohrbälge (116, 117)
an ihren einen Enden an einer gemeinsamen Tragplatte (114) auf einer Seite derselben befestigt
sind, daß das mit dem inneren Balg (116) an dessen entgegengesetztem beweglichem Ende
verbundene, unter Vorspannung stehende Hauptbetätigungselement (125)_zur Einwirkung auf das
Regelorgan (113) die Tragplatte (114) durchsetzt und daß das konzentrisch zu dem Hauptbetätigungselement (125) angeordnete rohrförmige Zusatzbetätigungselement
(131) durch einen Steg (129) mit einem die Bälge (116, 117) umschließenden beweglichen Gehäuse (130) verbunden ist,
mit dem das bewegliche Ende des äußeren Balges (117) verbunden ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen 109 630/122
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