DE1523271C - Einrichtung zum Messen einer Dreh bewegung - Google Patents
Einrichtung zum Messen einer Dreh bewegungInfo
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Description
1 2
In einer Laser-Winkelgeschwindigkeitsmeßeinrich- spannungsgesteuerter Modulator angeordnet ist, mit
tung werden zwei monochromatische Lichtstrahlen dem die Resonanzfrequenz der beiden Strahlungsmodi
erzeugt und in entgegengesetzter Richtung durch verschoben wird.
einen in sich geschlossenen Strahlenpfad geschickt, Bei der Einrichtung nach dem älteren Vorschlag
der die Rotationsachse des Systems umschließt. Eine 5 wurde zwar ein durch einen Wechselstrom erregtes
Rotation des Systems bewirkt, daß sich die effektive Faraday-Element verwendet, dieses diente aber nicht
Pfadlänge für die beiden Strahlen verändert, wodurch zur Modulation des Lichtstrahls, sondern zur körper-
zwischen den beiden Strahlenbündeln ein Frequenz- liehen Verschiebung, was durch die Erfindung gerade
unterschied entsteht, denn die Oszillationsfrequenz der vermieden werden soll.
Laserstrahlen hängt von der Länge des Laserpfades ab. io Spezielle Lösungsformen, d. h. Ausführungsformen
Der Frequenzunterschied zwischen den beiden des Erfindungsgedankens, sind in den Unteran-Strahlen
ruft eine Phasenverschiebung zwischen diesen Sprüchen gekennzeichnet und in der folgenden, ins
Strahlen hervor, die sich proportional zum Frequenz- einzelne gehende Beschreibung an Hand der Zeichunterschied
verändert; die Phasenverschiebung zwi- nung näher erläutert; es zeigt
sehen den beiden Strahlen ist also proportional zum 15 F i g. 1 eine schematische Darstellung einer Aus-Integral
des Frequenzunterschiedes oder, mit anderen führungsform der Erfindung und
Worten, das Ausgangssignal stellt das Integral der F i g. 2, 3 und 4 schematisch weitere Ausführungs-Rotationsgeschwindigkeit dar. formen der Erfindung.
Worten, das Ausgangssignal stellt das Integral der F i g. 2, 3 und 4 schematisch weitere Ausführungs-Rotationsgeschwindigkeit dar. formen der Erfindung.
Bei niedrigen Winkelgeschwindigkeiten ist der Gemäß F i g. 1 weist die Einrichtung nach der
Frequenzunterschied zwischen den beiden Strahlen 20 Erfindung ein aktives Material 10 auf, beispielsweise
gering, und es tritt häufig ein Mitziehen der Schwin- einen kontinuierlich arbeitenden Gaslaser, der von
gungen der beiden Strahlen auf, so daß kein Frequenz- beiden, voneinander weg weisenden Enden kohärente
unterschied zwischen den Strahlen meßbar ist. Es ist Strahlung ausstrahlt. Die Strahlung wird von Eckdann
unmöglich, niedrige Winkelgeschwindigkeiten zu spiegeln 12a bis 12d reflektiert, die unter 45° zur aufmessen,
weil bei diesen niedrigen Geschwindigkeiten 25 treffenden Strahlung liegen, und dadurch wird eine
kein der Winkelgeschwindigkeit proportionaler Fre- geschlossene Schleife gebildet, in der das Licht im
quenzunterschied existiert. wesentlichen den gleichen Weg verfolgt, jedoch in
Aus der französischen Patentschrift 1 388 732 ist ein entgegengesetzten Richtungen. Die polygonale Laser-Laser-Winkelgeschwindigkeitsmesser
mit Nullpunkt- anordnung wirkt als Resonator mit zwei laufenden verschiebung bekannt, bei dem mit Hilfe einer doppelt 30 Schwingungsmodi, wobei die Schwingungen in entbrechenden
Platte der Weg für Strahlen bestimmter gegengesetzten Richtungen zirkulieren. Wenn das
Polarisation verlängert und mittels dem Detektor System ruht, zirkulieren die beiden einander entgegenvorgeschalteter
Polarisationsfilter aus dem in der einen gerichteten Schwingungen mit im wesentlichen der
Richtung umlaufenden Strahlenbündel die Strahlung gleichen Frequenz co0. Wenn sich das System jedoch
der einen Polarisationsrichtung und aus dem in Gegen- 35 dreht, verschieben sich die Frequenzen der beiden
richtung umlaufenden Strahlenbündel die Strahlung Modi, die Frequenz des einen Modus steigt an,
mit hierzu orthogonaler Polarisationsrichtung aus- während die des anderen fällt, weil die äquivalente
gefiltert wird. Man erreicht hierdurch, daß bei still- Weglänge um den Resonator herum für beide Modi
stehender Meßeinrichtung ein vorgegebener Frequenz- nicht gleich ist. Wenn also die Anordnung nach F i g. 1
unterschied zwischen den beiden Strahlenbündeln vor- 40 im Uhrzeigersinn rotiert oder eine gerichtete Bewehanden
ist, der bei Drehung der Meßeinrichtung in der gungskomponente im Uhrzeigersinn hat, schwingt die
einen Richtung zunimmt und bei Drehung in der ent- im Uhrzeigersinn rotierende Schwingung auf einer
gegengesetzten Richtung geringer wird. Damit ist der Frequenz, die kleiner ist als eoo, und die gegen den
Nullpunkt des Differenzfrequenzsignals gegenüber Uhrzeigersinn umlaufende Schwingung schwingt mit
dem Stillstand der Meßeinrichtung verschoben. Die 45 einer Frequenz, die größer ist als ω0.
Gefahr des Mitziehens tritt hier nicht mehr bei fehlen- Gemäß der Erfindung ist in der von den Spiegeln der oder sehr geringer Drehbewegung der Meßein- 12a bis 12d gebildeten Schleife ein Modulator 14 anrichtung, sondern bei einer bestimmten Drehbewegung geordnet, so daß das Licht gebeugt und die Schwinin der einen Richtung auf. ' gungsfrequenz jedes Modus verschoben wird. Der Mo-
Gefahr des Mitziehens tritt hier nicht mehr bei fehlen- Gemäß der Erfindung ist in der von den Spiegeln der oder sehr geringer Drehbewegung der Meßein- 12a bis 12d gebildeten Schleife ein Modulator 14 anrichtung, sondern bei einer bestimmten Drehbewegung geordnet, so daß das Licht gebeugt und die Schwinin der einen Richtung auf. ' gungsfrequenz jedes Modus verschoben wird. Der Mo-
Es ist deshalb bereits vorgeschlagen worden, das 5° dulator kann beispielsweise ein mechanisch-elek-
Mitziehen der beiden Frequenzen dadurch zu ver- trischer Wandler sein, etwa ein Quarzkristall oder
meiden, daß die Verschiebungen abwechselnd und Rutil, der mit einem Signalgenerator 16 mit einer
symmetrisch nach beiden Seiten erfolgen (deutsches Mikrowellenfrequenz cos gespeist wird. Wie in F i g. 1
Patent 1 292 899). dargestellt ist, wird der gegen den Uhrzeigersinn
Der Erfindung liegt demgegenüber die Aufgabe zu- 55 zirkulierende Modus mit der Frequenz ω im Modu-
grunde, das Mitziehen der Frequenzen zu vermeiden, lator 14 gebeugt, und ein Teil der Strahlung wird zu
ohne daß eine Verschiebung des Lichtstrahls selbst einem reflektierenden Spiegel 18« hin abgelenkt. Das
erfolgt. gebeugte Licht wird von einem Spiegel 18 a in einen
Die Erfindung betrifft demnach eine Einrichtung halbdurchlässigen Spiegel 18 b reflektiert. Ein Teil der
zum Messen einer Drehbewegung durch Vergleich der 60 Strahlung wird vom halbdurchlässigen Spiegel 18 δ zu
Frequenzen zweier gegenläufig rotierender elektro- einem reflektierenden Spiegel 18 c reflektiert und von
magnetischer Strahlen annähernd gleicher Frequenz, dort zu einem weiteren Spiegel 18 d und zurück zum
insbesondere Laserstrahlen in einem rotierenden Laser- Eckspiegel 18a, so daß eine zweite geschlossene
pfad, wobei die Strahlen im Umlaufpfad so beeinflußt Schleife gebildet wird. Die sich in der zweiten Schleife
werden, daß sich ihre Frequenzen stärker voneinander 65 gegen den Uhrzeigersinn bewegende Strahlung ist
unterscheiden, und erfindungsgemäß wird die gestellte durch die Modulationsfrequenz ω3, etwa 1000 MHz,
Aufgabe bei einer solchen Einrichtung dadurch ge- frequenzmäßig verschoben, so daß die Schwingung
löst, daß in dem geschlossenen Weg ein wechsel- dieser Gegenuhrzeigersinnkomponente die Frequenz
ω -\- (os hat. Gleicherweise wird die im Uhrzeigersinn
in der Hauptschleife umlaufende Schwingung mit der Frequenz co' vom Modulator 14 abgelenkt, so daß ein
Modus geliefert wird, der die Sekundärschleife im Uhrzeigersinn durchläuft, aber mit einer Frequenz
ω' — ft)s. Die beiden einander entgegengerichteten
Modi in der zweiten Schleife haben also merklich unterschiedliche Frequenzen, so daß die Wahrscheinlichkeit
für ein frequenzmäßiges Mitziehen praktisch beseitigt ist.
Im Betrieb läuft die Strahlung ω -f- cos durch den
halbdurchlässigen Spiegel 18 b in einen Spiegel 20 und wird von dort in einen Photodetektor und Mischer 22
geschickt. Auf gleiche Weise wird die Strahlung ω' — cos
durch den Spiegel ISb auf einen Spiegel 24 gerichtet, und von dort zum Detektor 22. Vom Detektor 22
wird abgegeben 2 ω + (ω — ω').
Um das gewünschte Differenzsignal ω — co' zu erhalten, das proportional der Drehgeschwindigkeit der
Anordnung ist, wird die Komponente 2eos vom Ausgangssignal
getrennt. Das wird mittels eines Verviel-■x fachers 26 erreicht, der an den Modulator 14 ange-)
koppelt ist, so daß eine Signalfrequenz 2cos geliefert
wird. Dieses Signal wird an einen Mischer 28 gegeben, in dem die Komponente 2cos vom Meßfühler 22 ausgelöscht
wird. Das übrigbleibende Differenzsignal ist ω — ω', und das wird einem Verbraucher zugeleitet,
der dazu dient, die Drehgeschwindigkeit aus diesem Differenzsignal zu berechnen.
In F i g. 2 ist eine andere Ausführungsform der
Erfindung dargestellt, bei der zwei Laser 30 und 32 verwendet worden sind, die einander entgegengerichtete
Strahlungsmodi liefern. Von reflektierenden Eckspiegeln 34, 36 und 38 und einem halbdurchlässigen
Spiegel 40 wird ein geschlossener Weg oder eine Schleife gebildet. Am halbdurchlässigen Spiegel 40
wird mittels eines Fühlers ein Ausgangssignal erhalten, das die Differenz der in einander entgegengesetztem
Sinne rotierenden Frequenzen darstellt. Eine optische Sperre 42 ist im wesentlichen im gleichen Abstand
zwischen den beiden Lasern 30 und 32 angeordnet und wird mittels eines Signalgenerators 44 mit einer Frequenz
betrieben, die ein Vielfaches des Modusabstandes ist. Die Modiabstände liegen in den Frequenzintervallen
Af — c/L, wobei c die Lichtgeschwindigkeit und L den Umfang der geschlossenen Schleife bedeuten.
Die Frequenz irgendeines Modus η ist definiert als fn = cßn, wobei λ die Wellenlänge des
Modus ist.
Wenn die Sperre 42 mit einer Frequenz pAf betrieben
wird, wobei ρ eine ganze Zahl ist, zirkuliert ein Lichtimpuls kontinuierlich in jeder Richtung synchron
mit der Sperre. Wenn die Sperre speziell aus einem Kristall besteht, der mit einer akustischen stehenden
Welle mit einer Frequenz Afβ moduliert wird, dann
ist die während der Nulldurchgänge der akustischen Schwingung, die in dem Kristall erzeugt worden ist,
durchlaufende Strahlung synchron zu der Erregungsschwingung, wobei zwischen zwei Nulldurchgängen
die Strahlung einmal um die Schleife zirkuliert.
Während des größten Teils des akustischen Zyklus wird das Licht von der akustischen Schwingung im
Kristall gebeugt und abgelenkt und folgt also nicht dem Weg, in dem es durch die verstärkenden Laser 30
und 32 hindurchlaufen würde. Ein Teil des Lichtimpulses läuft jedoch ohne Ablenkung während jedes
Zyklus durch, und die Dauer dieses nicht abgelenkten Teiles hängt von der Amplitude der akustischen
Schwingung ab. Bei einem Versuch hatten die durch den Kristall zu den aktiven Medien 30 und 32 hindurchtreienden
Lichtimpulse eine Dauer von etwa 10~9 Sekunden und hatten einen Abstand von etwa
10-8 Sekunden.
Gemäß einer Ausführungsform der Erfindung erlaubt die Sperre 42 den in entgegengesetztem Sinn
umlaufenden Impulsen, gleichzeitig durch die Sperre 42 hindurchzutreten, diese einander entgegengerichteten
Impulse laufen jedoch durch die beiden Laser 30 bzw. 32 zu verschiedenen Zeiten. Es ergibt sich also
keine Überlappung der Impulse in den Lasern 30 und 32 und keine Kopplung der einander entgegenlaufenden
Modi, solange der zeitliche Abstand zwischen den Enden der Laser 30 und 32 größer ist
als die Impulslänge. Dieser Abstand oder die Trennung kann definiert werden als d = cAx, wobei Aτ die Impulsdauer
und c die Lichtgeschwindigkeit bedeutet.
Wenn jedoch an einem der Laser 30 oder 32 eine Reflexion auftritt, durch die Energie in umgekehrter Richtung gerichtet wird, dann schwingt diese Energie nicht synchron mit dem Betrieb der Lichtsperre 42. Eine Reflexion an der Lichtsperre 42 würde jedoch synchron mit den Steuerimpulsen vom Signalgenerator44 auftreten, weil die beiden im entgegengesetzten Sinne rotierenden Strahlungsimpulse gleichzeitig durch die Sperre 42 hindurchtreten.
Wenn jedoch an einem der Laser 30 oder 32 eine Reflexion auftritt, durch die Energie in umgekehrter Richtung gerichtet wird, dann schwingt diese Energie nicht synchron mit dem Betrieb der Lichtsperre 42. Eine Reflexion an der Lichtsperre 42 würde jedoch synchron mit den Steuerimpulsen vom Signalgenerator44 auftreten, weil die beiden im entgegengesetzten Sinne rotierenden Strahlungsimpulse gleichzeitig durch die Sperre 42 hindurchtreten.
Um eine solche unerwünschte Synchronität zwischen der reflektierten Strahlungsenergie und den im entgegengesetzten
Sinne rotierenden Strahlungsimpulsen zu vermeiden, wird eine Anordnung gemäß F i g. 3
verwendet.
Gemäß F i g. 3 sind mehrere Lichtsperren 46 und 48 in einer geschlossenen Schleife angeordnet, und zwar in
gleichen Abständen von einem Punkt P, der vom Laser 30 innerhalb der Schleife den gleichen Abstand
hat wie vom Laser 32. Die Impulse zirkulieren, überlappen sich aber in den aktiven Medien 30 und 32
nicht. Die Lichtsperren 46 und 48 dienen als Phasenmodulatoren, so daß die Impulse von jeder Sperre sich
an einem Punkt kreuzen, der im wesentlichen zwischen den beiden Lichtsperren 46 und 48 liegt. Jede Reflexion
eines Impulses von der Sperre 46 am Laser 30 oder 32 kehrt also zu dem Laser zu einer anderen Zeit zurück,
als der Impuls von der Sperre 48 ankommt und umgekehrt. Mit anderen Worten, irgendwelche Reflexionen,
die sich ausbilden, sind mit Strahlungsimpulsen nicht synchron, und dadurch wird ein Mitziehen effektiv vermieden.
Gemäß F i g. 4 enthält eine Ringlaseranordnung einen Gaslaser 50 und einen elektrooptischen Modulatorkristall
52, beispielsweise einen Kristall aus Kaliumdiphosphat (KDP), der mit einem elektrischen
Modulationsfeld aktiviert wird, das von einer Signalquelle 54 kommt. Das elektrische Feld wirkt auf den
Kristall 52 in der Weise, daß dessen Dielektrizitätskonstante verändert wird, wodurch die äquivalente
Weglänge durch den Kristall geändert wird. Für irgendeinen Teil eines rotierenden Modus wird die
Frequenz durch die gesamte Weglänge um das System festgelegt, und diese Weglänge enthält die äquivalente
Weglänge des modulierenden Kristalls. Dieses Maß hängt vom Momentanwert der elektrischen Feldstärke
im Kristall ab, das zu der Zeit herrscht, zu der der betreffende Teil des rotierenden Modus durch den
Kristall hindurchtritt. Die Modulationsfrequenz, die in den Kristall eingespeist wird, wird so gewählt, daß
jeder Teil des gesamten Wellenzuges bei jedem Durch-
lauf durch den Kristall auf die gleiche Phase des Modulationsfeldes trifft.
Die Gesamtlänge um den Ring ist L, und dann ist die Modulationsfrequenz com = 2nc/L, wobei c wieder
die Lichtgeschwindigkeit ist. Wenn das angelegte Signal sinusförmig ist, dann wird der den gesamten
Modus bildende Wellenzug mit einer einzigen Frequenz frequenzmoduliert. Die Frequenzänderung hängt
von der Amplitude des Feldes ab, das im Kristall 52 herrscht. Es ergeben sich zwei in entgegengesetztem
Sinne laufende Modi, und die gleiche Momentanfrequenz jedes Modi tritt in der Mitte des KDP-Kristalls
auf, und diese beiden überlappen einander; dementsprechend überlappen sich die beiden Modi
auch an einem diametral der Kristallmitte gegenüberliegenden Punkt der Schleife. Diese Koinzidenz am
diametral gegenüberliegenden Punkt ist auf die Symmetrie der Sinusmodulation zurückzuführen und
kann dadurch vermieden werden, daß eine periodische nichtsinusförmige Modulation verwendet wird. Um ein
Übereinstimmen der Amplitudenverläufe der beiden einander entgegengerichteten Modi an diesem diametral
gegenüberliegenden Punkt zu vermeiden, d. h. einen Zustand, bei dem die Frequenz der einander entgegenlaufenden
Schwingungen am dem Kristall diametral gegenüberliegenden Punkt im wesentlichen die
gleiche Frequenz haben, kann ein Sägezahn-Modulationssignal von der Signalquelle 54 an den Kristall 52
gegeben werden. Der Sägezahn kann beispielsweise dadurch erzeugt werden, daß eine Kombination von
com und 2com zur Modulation verwendet wird.
Claims (13)
1. Einrichtung zum Messen einer Drehbewegung durch Vergleich der Frequenzen zweier gegenläufig
rotierender elektromagnetischer Strahlen annähernd gleicher Frequenz, insbesondere Laserstrahlen,
in einem rotierenden Laserpfad, wobei die Strahlen im Umlaufpfad so beeinflußt werden,
daß sich ihre Frequenzen stärker voneinander unterscheiden, dadurch gekennzeichnet,
daß in dem geschlossenen Weg ein wechselspannungsgesteuerter Modulator angeordnet ist,
mit dem die Resonanzfrequenz der beiden Strahlungsmodi verschoben wird.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Strahlungserzeugungseinrichtung
wenigstens ein Gaslaser (10; 30, 32; 50) vorgesehen ist.
3. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß als Refiektionseinrichtung
Spiegel (12a, Ub, 12c, 12d; 34, 36, 38, 40) in den Ecken eines polygonalen geschlossenen Weges
angeordnet sind.
4. Einrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens einer der Spiegel
(12c; 40) halbdurchlässig ist.
5. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Detektor ein
Photodetektor (22) ist, an den ein Mischer (28) angeschlossen ist.
6. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß ein Mikrowellenfrequenzen
liefernder Signalgenerator (16) zur Steuerung des Modulators (14) vorgesehen ist.
7. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Modulator eine
Strahlungssperre (42) ist, die normalerweise sperrt und derart synchron öffnet, daß die beiden Strahlungsmodi
gleichzeitig durch die Sperre hindurchtreten können.
8. Einrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Sperren (46, 48) vorgesehen
sind, die gleiche Abstände von einem Punkt (P) des geschlossenen Weges haben, durch
den die beiden Strahlungsmodi gleichzeitig hindurchlaufen.
9. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Modulator (52)
die wirksame Weglänge für die beiden Strahlungsmodi variiert, so daß die beiden Modi frequenzmoduliert
werden.
10. Einrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Weglängenmodulator (52)
die Frequenz längs jedes Modus derart variiert, daß keine einander überlappenden Teile der beiden
Modi den gleichen Momentanwert der Frequenz in einer Strahlungserzeugungseinrichtung haben.
11. Einrichtung nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Weglängenmodulator
(52) ein elektrooptischer Modulatorkristall ist, dessen Dielektrizitätskonstante von der herrschenden
elektrischen Feldstärke abhängig ist.
12. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Modulator ein
Deflektor (14) ist, der Strahlung von beiden Modi in einen zweiten geschlossenen Weg (18 a, 18 b,
18 c, ISd) ablenkt, in dem beide Frequenzen andere, unterschiedliche Werte annehmen, und der Detektor
(22) an den zweiten geschlossenen Weg angeschlossen ist.
13. Einrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß der Modulator (14) ein akustischer
Kristall ist, der im ersten geschlossenen Weg unter dem Brewsterschen Winkel zur auftreffenden
Strahlung liegt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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