DE152279C - - Google Patents
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B22—CASTING; POWDER METALLURGY
- B22D—CASTING OF METALS; CASTING OF OTHER SUBSTANCES BY THE SAME PROCESSES OR DEVICES
- B22D7/00—Casting ingots, e.g. from ferrous metals
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Metal Rolling (AREA)
- Heat Treatment Of Articles (AREA)
Description
| SCahezi | ύ | m bet, |
| ÜL | ||
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Nach den bisher bekannten Verfahren werden die zum Walzen von Eisenbahnschienen erforderlichen
Blöcke mit quadratischem Querschnitte gegossen.
Die aus solchen Blöcken gewalzten Eisenbahnschienen besitzen den Nachteil, daß der
der Abnutzung durch die Räder ausgesetzte Schienenkopf von geringerer Qualität ist als
der Steg und der Fuß, weil die letzteren
ίο Teile in den Walzen besser durchgearbeitet
werden.
Dieser Nachteil wird durch das nachstehend beschriebene Verfahren beseitigt.
An Stelle der in den Stahlwerken bisher verwendeten Gußformen von quadratischem Querschnitt kommen Guß formen zur Verwendung , welche einen oblongen, schwach keilförmigen Querschnitt besitzen und beim Guß mit wagerechter oder nur wenig geneigter Längsachse derart gelagert sind, daß die längere Achse des Querschnitts, deren Länge etwa das Dreifache der mittleren Breite des Querschnitts beträgt, senkrecht steht, und die schmalere Längsfläche der Guß form sich unten befindet.
An Stelle der in den Stahlwerken bisher verwendeten Gußformen von quadratischem Querschnitt kommen Guß formen zur Verwendung , welche einen oblongen, schwach keilförmigen Querschnitt besitzen und beim Guß mit wagerechter oder nur wenig geneigter Längsachse derart gelagert sind, daß die längere Achse des Querschnitts, deren Länge etwa das Dreifache der mittleren Breite des Querschnitts beträgt, senkrecht steht, und die schmalere Längsfläche der Guß form sich unten befindet.
Die beiliegende Zeichnung zeigt diese neue Anordnung in einer beispielsweisen Ausführung.
Fig. ι ist ein Querschnitt der Gußform, Fig. 2 ein Längsschnitt nach Ä-.B, Fig. 3 ein
Längschnitt nach C-D der Fig. 1; Fig. 4 zeigt in einem Grundriß die schematische Anordnung
einer größeren Anzahl an eine Bodenplatte angeschlossener Gußformen.
Die Guß form α ist mit dem einen offenen Ende mit Klammern c an einer senkrechten
Bodenplatte b befestigt, während das andere Ende geschlossen oder durch einen Deckel e
verschließbar ist. Die lichte Höhe des oblongen Querschnitts der Guß form ist etwa
dreimal so groß als die Breite der Gußform im Mittel. Die schmalere Längsfläche der
Gußform liegt beim Gießen unten. In der senkrechten Bodenplatte b befinden sich zwei
übereinander liegende Eingußkanäle i und 0.
Das Gießen der Blöcke findet in der Weise statt, daß der flüssige Stahl zuerst durch den
unteren Einflußkanal 0 dicht am Boden der Guß form eintritt und von unten nach oben
steigt.
Ist die Gußform bis zur Höhe des oberen Eingußkanals i gefüllt, so wird dieser Kanal
geöffnet und dann der Kanal 0 geschlossen. An dem höchsten Punkte der Guß form ist
ein Steigekanal angebracht, so daß die Lunkerbildung unmittelbar an der Bodenplatte, also
am Fuße des Blockes eintritt, daher für die Schiene unschädlich ist.
Die in der vorstehend beschriebenen Weise gegossenen Blöcke werden unter einem
Dampfhammer, einer Schmiedepresse oder in einem Blockwalzwerk von ihrem oblongen
auf einen nahezu quadratischen Querschnitt heruntergestaucht und gestreckt und dann in
bekannter Weise zu Eisenbahnschienen verarbeitet. Der beim Gießen unten befindliche
Teil des Blockes ist für den Schienenkopf bestimmt; hierauf muß sowohl bei dem
Herunterstrecken von dem oblongen auf einen quadratischen Querschnitt, als auch beim
nachherigen Walzen durch Einpressen bestimmter Zeichen in das warme Metall geachtet
werden.
Das Verfahren bietet folgende Vorteile:
1. Da sich derjenige Teil des Gußblockes, aus welchem später der Schienenkopf gebildet
wird, beim Gießen unten befindet, so
ίο ist dieser Teil besonders dicht und blasenfrei.
2. Infolge des notwendigen Herunterstreckens des Blockes von seinem oblongen
Querschnitt auf einen ungefähr quadratischen wird das Metall — besonders in dem für
den Schienenkopf bestimmten Teil — in einer bei der bisherigen Schienenherstellung nicht
erreichten Weise gut durchgearbeitet und verdichtet.
3. Ein großer Vorteil des neuen Gieß-Verfahrens besteht endlich darin, daß es
möglich ist, Schienenblöcke zu gießen, welche in ihrem beim Gießen unten liegenden, für
den Schienenkopf bestimmten Teile aus hartem (kohlenstoff reicherem) Stahl, der
übrige Teil des Blockes dagegen aus einem weicheren, zähen Eisen· bestehen kann.
Es wird in diesem Falle durch den unteren Eingußkanal 0 (Fig. 1) zuerst harter Stahl
eingegossen bis zu einer dem Bedarf entsprechenden Höhe der Gußform und dann
weicheres (kohlenstoffärmeres) Material durch den Kanal i nachgegossen. Da die während
des Gusses mit ihrer Längsachse ungefähr wagerecht liegende Gußform eine bedeutend
größere Höhe als Breite besitzt und die 35 unten liegende Längsfläche derselben verhältnismäßig
sehr schmal ist, so kühlt der untere Teil des eingegossenen harten Stahles schnell ab und erstarrt bis zu solcher Höhe,
daß sich der für den Schienenkopf bestimmte 40 Stahl mit dem später eingegossenen weichen
Eisen nur bis zu einer gewissen Tiefe mischt, so daß innerhalb einer Mittelzone von
größerer Breite sich zwischen dem harten und dem weichen Material ein mittelhartes Ma- 45
terial befindet, und zwar in allmählichem Übergang1.
Claims (1)
- Patent-Anspruch :Verfahren zum Gießen von Blöcken -50 zur Herstellung von Eisenbahnschienen, dadurch gekennzeichnet, daß die Blöcke mit schwach keilförmigem Querschnitt derart mit wagerechter Längsachse gegossen werden, daß die längere Achse des Querschnitts, deren Länge etwa das Dreifache der mittleren wagerechten Querschnittsachse beträgt, senkrecht steht und die schmalere Längsfläche des Blockes beim Guß unten liegt.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT20144D AT20144B (de) | 1902-10-16 | 1904-06-30 | Verfahren zum Gießen von Blöcken zur Herstellung von Eisenbahnschienen. |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE152279C true DE152279C (de) |
Family
ID=419028
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1902152279D Expired - Lifetime DE152279C (de) | 1902-10-16 | 1902-10-16 |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE152279C (de) |
-
1902
- 1902-10-16 DE DE1902152279D patent/DE152279C/de not_active Expired - Lifetime
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