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DE152279C - - Google Patents

Info

Publication number
DE152279C
DE152279C DE1902152279D DE152279DA DE152279C DE 152279 C DE152279 C DE 152279C DE 1902152279 D DE1902152279 D DE 1902152279D DE 152279D A DE152279D A DE 152279DA DE 152279 C DE152279 C DE 152279C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
casting
section
cross
blocks
block
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Lifetime
Application number
DE1902152279D
Other languages
English (en)
Filing date
Publication of DE152279C publication Critical patent/DE152279C/de
Application filed filed Critical
Priority to AT20144D priority Critical patent/AT20144B/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22DCASTING OF METALS; CASTING OF OTHER SUBSTANCES BY THE SAME PROCESSES OR DEVICES
    • B22D7/00Casting ingots, e.g. from ferrous metals

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Metal Rolling (AREA)
  • Heat Treatment Of Articles (AREA)

Description

SCahezi ύ m bet,
ÜL
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Nach den bisher bekannten Verfahren werden die zum Walzen von Eisenbahnschienen erforderlichen Blöcke mit quadratischem Querschnitte gegossen.
Die aus solchen Blöcken gewalzten Eisenbahnschienen besitzen den Nachteil, daß der der Abnutzung durch die Räder ausgesetzte Schienenkopf von geringerer Qualität ist als der Steg und der Fuß, weil die letzteren
ίο Teile in den Walzen besser durchgearbeitet werden.
Dieser Nachteil wird durch das nachstehend beschriebene Verfahren beseitigt.
An Stelle der in den Stahlwerken bisher verwendeten Gußformen von quadratischem Querschnitt kommen Guß formen zur Verwendung , welche einen oblongen, schwach keilförmigen Querschnitt besitzen und beim Guß mit wagerechter oder nur wenig geneigter Längsachse derart gelagert sind, daß die längere Achse des Querschnitts, deren Länge etwa das Dreifache der mittleren Breite des Querschnitts beträgt, senkrecht steht, und die schmalere Längsfläche der Guß form sich unten befindet.
Die beiliegende Zeichnung zeigt diese neue Anordnung in einer beispielsweisen Ausführung.
Fig. ι ist ein Querschnitt der Gußform, Fig. 2 ein Längsschnitt nach Ä-.B, Fig. 3 ein Längschnitt nach C-D der Fig. 1; Fig. 4 zeigt in einem Grundriß die schematische Anordnung einer größeren Anzahl an eine Bodenplatte angeschlossener Gußformen.
Die Guß form α ist mit dem einen offenen Ende mit Klammern c an einer senkrechten Bodenplatte b befestigt, während das andere Ende geschlossen oder durch einen Deckel e verschließbar ist. Die lichte Höhe des oblongen Querschnitts der Guß form ist etwa dreimal so groß als die Breite der Gußform im Mittel. Die schmalere Längsfläche der Gußform liegt beim Gießen unten. In der senkrechten Bodenplatte b befinden sich zwei übereinander liegende Eingußkanäle i und 0.
Das Gießen der Blöcke findet in der Weise statt, daß der flüssige Stahl zuerst durch den unteren Einflußkanal 0 dicht am Boden der Guß form eintritt und von unten nach oben steigt.
Ist die Gußform bis zur Höhe des oberen Eingußkanals i gefüllt, so wird dieser Kanal geöffnet und dann der Kanal 0 geschlossen. An dem höchsten Punkte der Guß form ist ein Steigekanal angebracht, so daß die Lunkerbildung unmittelbar an der Bodenplatte, also am Fuße des Blockes eintritt, daher für die Schiene unschädlich ist.
Die in der vorstehend beschriebenen Weise gegossenen Blöcke werden unter einem Dampfhammer, einer Schmiedepresse oder in einem Blockwalzwerk von ihrem oblongen auf einen nahezu quadratischen Querschnitt heruntergestaucht und gestreckt und dann in bekannter Weise zu Eisenbahnschienen verarbeitet. Der beim Gießen unten befindliche Teil des Blockes ist für den Schienenkopf bestimmt; hierauf muß sowohl bei dem
Herunterstrecken von dem oblongen auf einen quadratischen Querschnitt, als auch beim nachherigen Walzen durch Einpressen bestimmter Zeichen in das warme Metall geachtet werden.
Das Verfahren bietet folgende Vorteile:
1. Da sich derjenige Teil des Gußblockes, aus welchem später der Schienenkopf gebildet wird, beim Gießen unten befindet, so
ίο ist dieser Teil besonders dicht und blasenfrei.
2. Infolge des notwendigen Herunterstreckens des Blockes von seinem oblongen Querschnitt auf einen ungefähr quadratischen wird das Metall — besonders in dem für den Schienenkopf bestimmten Teil — in einer bei der bisherigen Schienenherstellung nicht erreichten Weise gut durchgearbeitet und verdichtet.
3. Ein großer Vorteil des neuen Gieß-Verfahrens besteht endlich darin, daß es möglich ist, Schienenblöcke zu gießen, welche in ihrem beim Gießen unten liegenden, für den Schienenkopf bestimmten Teile aus hartem (kohlenstoff reicherem) Stahl, der übrige Teil des Blockes dagegen aus einem weicheren, zähen Eisen· bestehen kann.
Es wird in diesem Falle durch den unteren Eingußkanal 0 (Fig. 1) zuerst harter Stahl eingegossen bis zu einer dem Bedarf entsprechenden Höhe der Gußform und dann
weicheres (kohlenstoffärmeres) Material durch den Kanal i nachgegossen. Da die während des Gusses mit ihrer Längsachse ungefähr wagerecht liegende Gußform eine bedeutend größere Höhe als Breite besitzt und die 35 unten liegende Längsfläche derselben verhältnismäßig sehr schmal ist, so kühlt der untere Teil des eingegossenen harten Stahles schnell ab und erstarrt bis zu solcher Höhe, daß sich der für den Schienenkopf bestimmte 40 Stahl mit dem später eingegossenen weichen Eisen nur bis zu einer gewissen Tiefe mischt, so daß innerhalb einer Mittelzone von größerer Breite sich zwischen dem harten und dem weichen Material ein mittelhartes Ma- 45 terial befindet, und zwar in allmählichem Übergang1.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Verfahren zum Gießen von Blöcken -50 zur Herstellung von Eisenbahnschienen, dadurch gekennzeichnet, daß die Blöcke mit schwach keilförmigem Querschnitt derart mit wagerechter Längsachse gegossen werden, daß die längere Achse des Querschnitts, deren Länge etwa das Dreifache der mittleren wagerechten Querschnittsachse beträgt, senkrecht steht und die schmalere Längsfläche des Blockes beim Guß unten liegt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DE1902152279D 1902-10-16 1902-10-16 Expired - Lifetime DE152279C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT20144D AT20144B (de) 1902-10-16 1904-06-30 Verfahren zum Gießen von Blöcken zur Herstellung von Eisenbahnschienen.

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE152279C true DE152279C (de)

Family

ID=419028

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE1902152279D Expired - Lifetime DE152279C (de) 1902-10-16 1902-10-16

Country Status (1)

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DE (1) DE152279C (de)

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