DE15182C - Neuerungen an Walzenkrempeln - Google Patents
Neuerungen an WalzenkrempelnInfo
- Publication number
- DE15182C DE15182C DENDAT15182D DE15182DA DE15182C DE 15182 C DE15182 C DE 15182C DE NDAT15182 D DENDAT15182 D DE NDAT15182D DE 15182D A DE15182D A DE 15182DA DE 15182 C DE15182 C DE 15182C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- wool
- roller
- better
- rollers
- hair
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Active
Links
- 210000002268 wool Anatomy 0.000 claims description 47
- 238000004140 cleaning Methods 0.000 claims description 3
- 238000009987 spinning Methods 0.000 claims description 2
- 238000009960 carding Methods 0.000 claims 2
- 241000156961 Coenonympha Species 0.000 claims 1
- 208000025309 Hair disease Diseases 0.000 claims 1
- 208000031900 Woolly hair Diseases 0.000 claims 1
- 208000019692 familial woolly hair syndrome Diseases 0.000 claims 1
- 208000026847 isolated familial woolly hair disease Diseases 0.000 claims 1
- 238000004321 preservation Methods 0.000 claims 1
- 239000002994 raw material Substances 0.000 claims 1
- 230000000717 retained effect Effects 0.000 claims 1
- 241000208843 Arctium Species 0.000 description 10
- 235000003130 Arctium lappa Nutrition 0.000 description 10
- 235000008078 Arctium minus Nutrition 0.000 description 10
- 230000007423 decrease Effects 0.000 description 6
- 230000002093 peripheral effect Effects 0.000 description 5
- 210000004209 hair Anatomy 0.000 description 3
- 241001417494 Sciaenidae Species 0.000 description 1
- 210000001520 comb Anatomy 0.000 description 1
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 1
- 230000002996 emotional effect Effects 0.000 description 1
- 210000000056 organ Anatomy 0.000 description 1
- 238000005096 rolling process Methods 0.000 description 1
- 239000007787 solid Substances 0.000 description 1
- 238000005406 washing Methods 0.000 description 1
Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D01—NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
- D01B—MECHANICAL TREATMENT OF NATURAL FIBROUS OR FILAMENTARY MATERIAL TO OBTAIN FIBRES OF FILAMENTS, e.g. FOR SPINNING
- D01B3/00—Mechanical removal of impurities from animal fibres
- D01B3/02—De-burring machines or apparatus
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Textile Engineering (AREA)
- Preliminary Treatment Of Fibers (AREA)
- Treatment Of Fiber Materials (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 76: Spinnerei.
Der Krempel liegt die Idee zu Grunde, die in der Waschmaschine sich in einander verschlungen
habenden Wollflocken vorher durch blofsen Verzug dünner zu ziehen und zu öffnen,
bevor sie behufs ihrer Reinigung von Kletten zur Klettenwalze gelangen. Durch dieses
Dünner- und Parallelziehen der Wollflocken werden deren Haare der Länge nach gestreckt
und von den daran haftenden Kletten losgezogen, da letztere, so lange sie noch ganz
sind, eine feste Masse bilden, welche nur mit ihren Stacheln an der Wolle festsitzt.
Bei dieser Operation wird die Wolle durch allmäliges Verziehen von den Kletten abgelöst
(und zwar in sehr zarter Weise) und dann erst auf die Klettenwalze gebracht, wo die von
Wolle mehr befreiten Kletten durch den Schläger gefafst und abgeschlagen werden. Diejenigen
Kletten, welche bei dem ersten Verstrecken der Wolle noch nicht so lose geworden
sind, dafs sie vom Schläger der ersten Klettenwalze abgeschlagen werden konnten,
lösen sich bei dem von der ersten zur zweiten Klettenwalze stattfindenden nochmaligen Verstrecken
der Wolle unbedingt von den sie haltenden Wollhaaren ab. und werden dann vom Schläger der zweiten Klettenwalze abgeschlagen.
Ferner wird durch dieses mehrmalig wiederholte Verziehen und Parallelisiren der Wolle, bevor
sie in die Krempel tritt, die Wolle ' in schon geöffnetem Zustand und schon erzielter
Parallellage der einzelnen Haare der Krempel zugeführt und somit vor dem Zerreifsen in derselben
bewahrt. Dieser Arbeitsprocefs, die Wolle durch ein Verziehen bezw. Kämmen zu lösen, parallel zu legen und vor allem zu
strecken, wiederholt sich nun in der Krempel auch noch bei jedem Arbeiter auf folgende
Weise:
Bei jedem Arbeiter ist ein mit Kratzen beschlagener Strecker angebracht, welcher die
durch den Arbeiter vom Tambour aufgenommene Wolle nochmals durch sein Kämmen verzieht und sie auf diese Weise lang gestreckt
in die Kratzen des Arbeiters legt. Infolge davon mufs der Wender ebenfalls die Wollhaare
wieder aus den Arbeiterkratzen ziehen, was verursacht, dafs der Tambour ebenfalls die Haare
lang gestreckt vom Wender abnehmen mufs, wodurch die wiederholte Verarbeitung der Wolle
vom Tambour an einem und demselben Arbeiter vermindert wird und somit die Wollhaare
unbedingt länger bleiben müssen.
Die Krempel arbeitet folgendermafsen:
^- Die Wolle wird > (wie in beiliegender Zeichnung
dargestellt ist) .' auf den endlosen Tisch 1 aufgelegt und durch denselben den Eintrittswalzen 3, 3' und 3" zugeführt; zwischen dem
Tisch und der Eintrittswalze 3 ist ;in bekannter Weisel eine Walze 2 mit Zähnen angebracht,
welche sich schneller wie der Tisch, aber langsamer wie die Eintrittswalzen bewegt. ' Hierdurch
wird die Wolle schon beim Eintritt zwischen die Eintrittswalzen durch die Zähne der
Walze 2 gezogen und uhrer Stapellänge nach gerade gelegt. Von den bekannten Eintrittswalzen 3, 3' und 3" nimmt die Walze 4,
/welche ebenfalls mit Zähnen versehen ist und gröfsere Umfangsgeschwindigkeit wie die Eintrittswalzen
hat, Ί die Wolle auf. Die Walze 5 (alle Walzen sind mit Zähnen garnirt).' bewegt
sich in gleicher Umfangsgeschwindigkeit wie 4. Walze 6, ("welche sich schneller rund bewegt
wie 4,) nimmt hiervon die Wolle ab und zieht sie bei dieser Abnahme durch die Zähne der
Walze 5. (Durch den Widerstand, den die Wolle in den Zähnen der Walze 5 findet, werden
deren einzelne noch in einander verworrene Flocken in zarter, schonender Weise gerade
und in die Verlängerung gezogen, ohne sie zu zerreifsen. J Walze 7 bewegt sich in der Umfangsgeschwindigkeit
der Walze 6, von welcher die Klettenwalze 8/infolge ihrer gröfseren Umfangsgeschwindigkeit
die Wolle abnimmt, bei welcher Abnahme die Wolle wieder durch die Zähne der Walze 7 gekämmt, in die Verlängerung gezogen und parallel gelegt wird, was
die Wollhaare von den Kletten löst. Der Schläger 9 schlägt dann die durch das Verstrecken
der Wolle bei den Walzen 3, 3', 5 und 7 freigewordenen Kletten heraus und wirft sie auf das Schmutzblech. Walze 10
hat dieselbe Umfangsgeschwindigkeit wie 8, von welcher die Walze 11, welche eine gröfsere
Umfangsgeschwindigkeit wie 8 hat, die Wolle abnimmt, (bei welcher Abnahme die Wolle wieder
durch die Zähne der Walze 10 gezogen und dadurch eine nochmalige Verstreckung
derselben erzielt wird. Walze 12 bewegt sich
so schnell wie Walze 11, von welcher die Klettenwalze 13 die Wolle abnimmt. (Bei
dieser Abnahme findet abermals ein Durchziehen derselben durch die Zähne des Streckers 12
und damit ein Verlängern und Parallelisiren der Wolle statt, wodurch abermals die Kletten
gelöst werden. ' Der Schläger 14 schlägt dann leicht den Rest der freigewordenen Kletten ab
und wirft sie auf das Schmutzblech. Walze 15 hat dieselbe Umfangsgeschwindigkeit wie 13, von
welcher Walze 16, i vermöge ihrer gröfseren
Umfangsgeschwindigkeit, ' die Wolle abnimmt und sie bei dieser Abnahme nochmals durch
die Zähne der Walze 15 kämmt. Walze 16 giebt dann denjenigen Theil der Wolle, welcher
unten in den Zähnen der Walze 13 gesessen, in bekannter Weise an die Klettenwalze
17 ab. !Auf diese Weise werden auch diejenigen Theilchen der Kletten, welche durch
den Schläger 14 nicht abgeschlagen werden konnten, zuletzt durch Schläger 18 gefafst und
abgeschlagen. ! Von den Walzen 16 und 17
nimmt dann der Tambour 19 die Wolle ab und bringt sie zum Arbeiter 20. Derjenige
Theil der Wolle, welcher vom Arbeiter 20 aufgenommen worden ist, wird durch die Zähne
der Walze 21 ί (welche im Umfang schneller rund bewegt wird wie der Arbeiter) /erfafst
und sanft durch und· in die Zähne der Arbeiterkratzen gekämmt, wodurch die unausgeglichenen
Wolltheile mehr vertheilt und gestreckt und in dieser Lage durch den Wender 22 wieder an
den Tambour 19 gebracht werden, wie dies sonst der Fall ist. Bei dem Arbeiter 23, dem
Strecker 24 und dem Wender 25, wie bei jedem weiteren Arbeiter (mit diesem Strecker
versehen), wiederholt sich die vorher bei den Walzen 20, 21 und 22 beschriebene Streckbezw.
ICämmoperation. Vom Tambour 19 hebt dann ein Volant die Wolle auf die Spitzen
der Kratzen, ein Peigneur nimmt sie auf und endlich wird sie, wie gewöhnlich, durch
den Hacker abgeschlagen. ^
Fassen wir nun noch einmal kurz die Thätigkeit der einzelnen Walzen, von den Eintrittswalzen 3, 3' und 3" bis zur Wenderwalze 16,
näher ins Auge, so finden wir eine sechsmalige Verstreckung der'Wolle (bei 3 und 3', S, 7,
10, 12 und 15), bevor dieselbe einmal an
irgend einer Walze auf die bekannte Weise, wie zwischen Tambour und Arbeiter, verarbeitet
worden ist. Nehmen wir nun an, ohne an eine bestimmte Norm der Geschwindigkeit der
einzelnen Organe gebunden zu sein, dafs die Eintrittswalzen pro Minute 500 mm Einzug
haben, so wäre den Walzen 4 und 5 eine Umfangsgeschwindigkeit von 1000 mm zu geben.
Die Wolle wird -also hier von 5 zu 10 verlängert bezw. aus einander gezogen, und ist eben
dieser geringe Verzug beim ersten Verziehen durchaus nöthig, um die in einander verwirrten,
mitunter verfilzten Wollflocken zu lösen und zu parallelisiren, ohne die Wollhaare zu zerreifsen.
Der Wender 6 und Walze 7 sollen 2000 mm pro Minute zurücklegen, wodurch die Wolle an
der Walze 5 nochmals von 1 zu 2 - verstreckt oder in die Verlängerung gezogen wird. Die
Klettenwalze 8 und Walze 10 legen 4000 mm pro Minute zurück, wodurch bei Walze 7 wieder
ein Verzug der Wolle von 1 zu 2 stattfindet. Die Walzen 11 und 12 machen
8000 mm pro Minute, wodurch bei Walze 10
wieder ein Wollverziehen von 1 zu 2 eintritt. Durch die Klettenwalze 13, in Verbindung mit
Walze 15, welche eine Umfangsgeschwindigkeit von 16000 mm pro Minute erhält, findet abermals
eine Verstreckung der Wolle von 1 zu 2 bei Walze 12 statt. - Die Wenderwalze 16 soll
nun 32000 mm durchlaufen, wodurch bei Walze 15 die Wolle wieder von 1 zu 2 verzogen
wird. ' .
Das Endresultat dieser Operationen ist folgendes:
Bei dieser Krempel wird die Wolle durch sechsmaliges Verziehen oder Verstrecken im
Mafsstab von 1 zu 64 in die Verlängerung gezogen, während bei der Schlumberger'schen
Krempel, welche mit zu den besten gezählt wird, ein nur einmaliger directer Verzug zwischen
Eintritts- und Klettenwalze, und zwar im Verhältnifs von 1 zu 72, stattfindet, bei welch
brüskem Indieverlängerungzielien die Wolle, nicht mehr gestreckt oder gekämmt wird, sondern
gewaltsam zerrissen werden mufs.
Claims (5)
1. bessere Reinigung der Wolle, auch selbst
von Spiral- oder Ringelkletten;
2. gröfstmögliche Schonung der Wolle, da die Wollhaare besser in ihrer ursprünglichen
Länge erhalten bleiben und somit in ihrer Verarbeitung für Kammgarn mehr Zug und weniger
Kämmling ergeben;
3. Erzielung eines feineren und besseren Gespinnstes infolge der Conservirung des langen
Wollhaares;
4. Erzielung eines besser gereinigten und daher verkäuflicheren Kämmlings;
5. ganz bedeutende Kratzenersparnifs infolge der besseren Reinigung des Rohmaterials.
Patenτ-AnSprüche:
1. Die in der Zeichnung dargestellte, aus den
Werkzeugen 1 bis 18 zusammengesetzte Gesammtanordnung eines Speise- und Entklettungsapparates
an Wollkrempeln.
2. Die Anbringung der Verstreckungswalzen 21, 24 etc. bei den Arbeitern der Krempeln,
wie auf der Zeichnung dargestellt und vorhin näher beschrieben ist.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE15182C true DE15182C (de) |
Family
ID=34715723
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT15182D Active DE15182C (de) | Neuerungen an Walzenkrempeln |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE15182C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE914476C (de) * | 1950-04-27 | 1954-07-01 | Tmm Research Ltd | Vorrichtung fuer Kammgarnkrempeln zum Freilegen der in der Wolle enthaltenen Klettenusw. und zum anschliessenden Entkletten |
| US3051996A (en) * | 1957-11-29 | 1962-09-04 | Carding Spec Canada | Carding engines |
-
0
- DE DENDAT15182D patent/DE15182C/de active Active
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE914476C (de) * | 1950-04-27 | 1954-07-01 | Tmm Research Ltd | Vorrichtung fuer Kammgarnkrempeln zum Freilegen der in der Wolle enthaltenen Klettenusw. und zum anschliessenden Entkletten |
| US3051996A (en) * | 1957-11-29 | 1962-09-04 | Carding Spec Canada | Carding engines |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE602808C (de) | Nadelwalzenpaar zum Aufloesen von Fasergut | |
| DE2422529A1 (de) | Krempelmaschine | |
| DE15182C (de) | Neuerungen an Walzenkrempeln | |
| DE1193402B (de) | Krempel | |
| DE69202922T2 (de) | Krempel. | |
| DE2624367C2 (de) | Verfahren zum Ausscheiden von Verunreinigung aus einem Faserbelag und Reinigungsvorrichtung zur Ausfürhrung dieses Verfahrens | |
| DE1510218A1 (de) | Vorrichtung zum kontinuierlichen Entwirren und Strecken von Fasern | |
| DE1410604A1 (de) | Krempelmaschine | |
| DE512691C (de) | Expresskarde | |
| DE698776C (de) | Karde fuer langstapeliges Fasergut, insbesondere Zellwolle | |
| DE11050C (de) | Entklettungsapparat für Wollkrempeln | |
| DE1685624A1 (de) | Nadelstabstrecke,insbesondere fuer Rohwolle | |
| DE693142C (de) | Krempel, insbesondere fuer Wolle | |
| DE436049C (de) | Vorkrempel fuer Krempel- und aehnliche Maschinen | |
| DE685661C (de) | Vorrichtung zur Gewinnung von Faserbaendern aus ungeroestetem Flachsstroh | |
| DE109871C (de) | ||
| DE468159C (de) | Abnehmevorrichtung fuer Krempeln | |
| DE739549C (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Aufloesung nachbehandelter und getrockneter endloser Kunstfadenbaender in Einzelfaeden | |
| DE668792C (de) | Deckelkarde fuer langstapeliges Fasergut, insbesondere Zellwolle | |
| DE433403C (de) | Entklettungsvorrichtung fuer Krempeln mit einem Vorschlaeger und Hauptschlaeger | |
| DE92485C (de) | ||
| DE399940C (de) | Verfahren und Walzenkrempel zum Krempeln von Spinnfasern | |
| EP0336210A2 (de) | Verfahren zum Verarbeiten von Stapelfasern zu Garn | |
| DE249528C (de) | ||
| DE626898C (de) | Maschine zum Hecheln und Schneiden eines Fadenpelzes |