DE1516573C - Verfahren und Anordnung zur Übertragung von als Einzelimpulse abgegebenen Meßwerten einer Vielzahl von Meßgeräten an eine zentrale Verarbeitungsstelle - Google Patents
Verfahren und Anordnung zur Übertragung von als Einzelimpulse abgegebenen Meßwerten einer Vielzahl von Meßgeräten an eine zentrale VerarbeitungsstelleInfo
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- DE1516573C DE1516573C DE1516573C DE 1516573 C DE1516573 C DE 1516573C DE 1516573 C DE1516573 C DE 1516573C
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Description
1 2
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Über- gnalen über einen gemeinsamen Signalkanal in Ferntragung
von als Einzelimpulse abgegebenen Meß- bedienungsanlagen betrifft, sind Verfahren beschriewerten
einer Vielzahl von Meßgeräten an eine zen- ben, bei denen eine Zentrale eine Meßstelle nach der
frale Verarbeitungsstelle, bei dem die yon den Meß- anderen aufruft und ihr damit die Sendeerlaubnis ergeräten,
z. B. Energie- oder Stoffmengenzählern, ab- 5 teilt. An jeder Meßstelle ist ein Aufrufzähler vorgegegebenen
Impulse jeweils an eine jedem Meßgerät sehen, die alle durch gleichartige Aufrufzeichen
zugeordnete Speicherzelle in einer Unterzentrale ge- weitergestellt werden. Der jeweils eingestellte Aufleitet
werden. rufzähler fragt einen Nachrichtensender ab, der die
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Aussendung eines weiteren Aufrufzeichens veranlaßt,
insbesondere bei öffentlichen Versorgungsunterneh- io wenn keine Nachrichtensendung erforderlich ist, der
men und Großindustriebetrieben sich stellt, eine jedoch die Aussendung der eigentlichen Nachricht
Vielzahl von Meßgeräten, ζ. B. Stromzählern, Wärme- und einer bestimmten Codierung veranlaßt, wenn
mengenmessern oder Mengenmessern für Stoffe, die eine Nachrichtensendung erforderlich ist.
über einen größeren Raum verteilt sind, leitungs- Die Einrichtung zur vorbestimmten aufeinandersparend mit einer Zentrale zu verbinden, in welcher 15 folgenden, von einer Kristallodenanordnung gesteuerdie von den Meßgeräten gelieferten Ergebnisse ver- ten Abfrage von Meßwertgebern nach der deutschen arbeitet werden. Diese Aufgabe ist bisher zwar schon Auslegeschrift 1 190 365 enthält eine sogenannte gegelöst worden, jedoch war hierbei ein hoher Aufwand steuerte Wählpyramide. Die an der Pyramidenspitze meist an Relais, Drehwählern und Leitungen erfor- erhaltenen Meßwerte werden in Hörfrequenz umgederlich, der verringert werden soll. Ferner besteht 20 wandelt. Mit dieser Einrichtung soll erreicht werden, das Problem, bei derartigen Anlagen den Einfluß daß die Meßwerte mittels Fernsprecher abgefragt elektrischer Störungen, der zur Verfälschung der werden können.
über einen größeren Raum verteilt sind, leitungs- Die Einrichtung zur vorbestimmten aufeinandersparend mit einer Zentrale zu verbinden, in welcher 15 folgenden, von einer Kristallodenanordnung gesteuerdie von den Meßgeräten gelieferten Ergebnisse ver- ten Abfrage von Meßwertgebern nach der deutschen arbeitet werden. Diese Aufgabe ist bisher zwar schon Auslegeschrift 1 190 365 enthält eine sogenannte gegelöst worden, jedoch war hierbei ein hoher Aufwand steuerte Wählpyramide. Die an der Pyramidenspitze meist an Relais, Drehwählern und Leitungen erfor- erhaltenen Meßwerte werden in Hörfrequenz umgederlich, der verringert werden soll. Ferner besteht 20 wandelt. Mit dieser Einrichtung soll erreicht werden, das Problem, bei derartigen Anlagen den Einfluß daß die Meßwerte mittels Fernsprecher abgefragt elektrischer Störungen, der zur Verfälschung der werden können.
Meßergebnisse führen kann, zu verhindern. Gerade In der deutschen Auslegeschrift 1 127 762 ist ein
in Industrieanlagen und im Bereich öffentlicher Zeitmultiplex-Pulscode-Fernmeßverfahren beschrie-Stromversorgungseinrichtungen
muß mit dem Auf- 35 ben, bei welchem die Meßgrößen der verschiedenen
treten von erheblichen elektrischen Störungen ge- Meßstellen als Impulsfrequenzen anfallen oder zurechnet
werden. Es ist Aufgabe der Erfindung, die nächst in solche übergeführt werden, dann mittels
Einwirkung von äußeren Störungen auf die zu über- den Meßstellen je einzeln zugeordneter zählender
tragenden Meßwerte zu beseitigen. Verschlüßler codiert und schließlich in zyklischer
Es ist ferner bereits bekannt, Meßgeräte zur Mes- 30 Folge auf den Übertragungsweg gegeben werden, wosung
von Energie- oder Stoffmengen mit einem Im- bei die Zählperioden etwa einem Abfragezyklus entpulsgabekontakt
zu versehen, dessen öffnen und sprechen. Die verschlüsselten Meßwerte werden über
Schließen jeweils einer festen, von dem Instrument ein sämtlichen Verschlüßlern gemeinsam zugeordgemessenen
Mengeneinheit entspricht. Bei bekannten netes Schieberegister übergeben. Mit diesem Verfah-Übertragungsanlagen
wurde durch die Meßgeräte 35 ren kann die der vorliegenden Erfindung zugrunde über eine Relaiseinrichtung eine Sendevorrichtung liegende Aufgabe, über einen größeren Raum vergesteuert,
welche die von den Meßvorrichtungen ab- teilte Meßgeräte leitungssparend mit einer Zentrale
gegebenen Signale in nach ihrer Herkunft unter- zu verbinden, nicht gelöst werden,
scheidbare Gleichstromsignale umwandelt und diese Aus der österreichischen Patentschrift .236 505 ist einer Zentrale zuleitet, in welcher die Zähl- und An- 40 es bekannt, die Meßwerte von Elektrizitätszählern in zeigewerke zusammengefaßt sind. Diese bekannten einem ersten als Analogspeicher ausgebildeten InAnlagen erfordern einen erheblichen Aufwand an formationsspeicher mit geringer Arbeitsgeschwindig-Leitungen und ermöglichen keinen beliebig großen keit zu speichern und mit hoher Arbeitsgeschwindig-Abstand zwischen der Zentrale und den Meßgeräten. keit auszulesen.
scheidbare Gleichstromsignale umwandelt und diese Aus der österreichischen Patentschrift .236 505 ist einer Zentrale zuleitet, in welcher die Zähl- und An- 40 es bekannt, die Meßwerte von Elektrizitätszählern in zeigewerke zusammengefaßt sind. Diese bekannten einem ersten als Analogspeicher ausgebildeten InAnlagen erfordern einen erheblichen Aufwand an formationsspeicher mit geringer Arbeitsgeschwindig-Leitungen und ermöglichen keinen beliebig großen keit zu speichern und mit hoher Arbeitsgeschwindig-Abstand zwischen der Zentrale und den Meßgeräten. keit auszulesen.
In der deutschen Auslegeschrift 1 186 372 ist eine 45 In der SIEMENS-Zeitschrift 37, März 1963, H. 3,
Einrichtung zur Fernzählung der von einem durch S. 148 bis 151, ist eine Vorrichtung zur digitalen
ein Meßgerät gesteuerten Impulsgeber erzeugten Im- Auswertung von Zählerständen zur großräumigen
pulse beschrieben, wobei im wesentlichen die me- Zählwerterfassung für ein Kraftwerk beschrieben. In
chanischc Ausbildung des Zählwerkes behandelt ist, den Übergabe- und Unterstationen des Kraftwerkes
während die vorliegende Erfindung sich mit einem 50 wird die abgegebene Energie mittels Festmengen-
Verfahren zur Übertragung von Meßwerten inner- zähler gemessen, die je Arbeitswert, z. B. 10, 20,
halb einer, Gesamtanlage befaßt. 50 kWh, einen Impuls abgegeben. Diese Impulse
Aus der deutschen Auslejieschrift 1 090 271 ist be- werden Zählern zugeführt, die in einer Steuerwarte
kannt, daß mit Hilfe verschiedener Frequenzen über untergebracht sind. In festen Zeitabständen wird der
Telufonlcitungcn die Ansage bestimmter Meßwerte 55 Zähler gestoppt, die Impulse auf einen zweiten Zäh-
ausgewählt werden kann. Weiter ist aus der deut- ler umgeschaltet und die in dem ersten Zähler stehen-
schcn Auslegcschrift 1 159 821 eine Schaltungsanord- den Werte abgelesen und ausgewertet. Die ausgewer-
niing zur Übertragung einer Mehrzahl von als teten Zählwerte können über eine Hochfrequenz-
Analogspannungcn vorliegenden Meßwerten bekannt- Fernschreibverbindung zum Hauptlastverteiler über-
gcwordcn, bei der zum Übertragen der in einer 60 tragen werden.
Mehrzahl von Meßwertkanälen vorhandenen 'Meß- Schließlich ist aus der schweizerischen Patentwerte
über einen Übertragungsweg unter Verwen- schrift 345 819 eine Vorrichtung zum gleichzeitigen
dung des Zcitmulliplexvcrfahrens die einzelnen Meß- Registrieren einer Vielzahl von Zählerstellungen bewertkaniile
zyklisch abgefragt und die einzelnen Ab- schrieben. Die Ziihlerstellungcn werden mittels
fragewertc ineinander verschachtelt übertragen wer- 65 Schwachstromimpulsen auf Impulszähler fernüberdcn.
Die Meüwcrtü liegen als Analogspannungcn tragen, welche auf einer gemeinsamen Tafel eng zuvor.
In der deutschen Auslegeschrift 1 169 009, die sammengerückt angeordnet sind, so daß die Stelluneinc
Schaltungsanordnung zum Übertragen von Si- gen aller Impulszähler von einem Punkt aus optisch
erfaßt werden können. Alle Meßwandler und Zähler sind einzeln über gesonderte Leitungen mit der Zentrale
verbunden. "
Die bekannten Anlagen und Verfahren erfordern bei räumlich weit auseinanderliegenden Meßwertgebern
einen erheblichen Aufwand an Leitungen. Gemäß der vorliegenden Erfindung wird ein adernsparendes,
eingangs beschriebenes Verfahren vorgeschlagen, das dadurch gekennzeichnet ist, daß zur
Erreichung möglichst kurzer Leitungslängen die Meßgeräte den Unterzentralen gruppenweise zugeordnet
sind und daß die jeweils einen Impuls speichernden Zellen der Unterzentralen von der Hauptzentrale zyklisch nacheinander abgefragt werden, indem
ein aus verschiedenen gleichzeitig und/oder nacheinander gesendeten Frequenzen 'bestehendes
Adressensignal über eine einzige Doppelleitung an die Unterzentrale gesendet wird, welches dort in ein
Gleichstromsignal zur Ansteuerung der betreffenden Speicherzelle verwandelt wird, und daß über dieselbe
Doppelleitung von der Hauptzentrale ein Taktsignal an die Unterzentralen gesendet wird, dessen Koinzidenz
mit dem Adressensignal eine Rücksetzung der ausgewählten Speicherzelle im Speicher sowie die
Rücksendung eines Signals ebenfalls über dieselbe Doppelleitung bewirkt, wenn sich die Speicherzelle
im Zustand 1 befunden hat.
Ein derartiges Verfahren unterscheidet sich von dem oben angegebenen Stand der Technik dadurch,
daß Unterzentralen vorgesehen sind, in denen die Impulse der Festmengenzähler gespeichert werden.
Ferner werden diese Speicher von einer Hauptzentrale aus mittels eines Frequenzmultiplexsignals
abgerufen. In den Unterzentralen werden die Meßimpulse weder aufsummiert noch ausgewertet, sondem
die Impulse der Festmengenzähler werden in je einem 1-Bit-Speicher gespeichert und aus diesen
Speichern der Reihe nach von einer Hauptzentrale mittels eines Frequenzmultiplexsignals abgerufen. In
der Hauptzentrale kann daher ständig der Meßwert einer jeden Meßstelle abgelesen werden. Für die gesamte
Anlage ist nur eine einzige Zähl- und Auswertevorrichtung, die in der Hauptzentrale untergebracht
ist, erforderlich. Im Gegensatz zu den bekannten Verfahren und Anordnungen sind die Unterzentralen
je einer Gruppe von Meßwertgebern zugeordnet und lediglich mit einer Zweidrahtleitung mit
der Hauptzentrale, in welcher die von den Meßwertgebern gelieferten Impulse ausgewertet werden, verbunden.
Ein weiterer Vorteil ist, daß Meßgeräte mit Festmengenimpulsgebern verwendet werden, die je
gemessener Menge, z. B. Kubikmeter, Kilowattstunde usw., einen Impuls an die Unterzentrale abgeben. An
die Länge und die Form der von den Festmengenimpulsgebern abgegebenen Impulse brauchen nur geringe
Anforderungen gestellt zu werden. Diese Impulse werden über kurze Leitungen zu den Unterzentralen
übertragen und dort gespeichert. Jedem Meßwertgeber ist eine 1-Bit-Speicherzelle zugeordnet.
.Eine derartige Speicherung der Meßwerte ist aus keiner der Entgegenhaltungen bekannt. Die einzelnen
Speicherzellen werden von der Hauptzentrale dadurch abgefragt, daß über eine Zweidrahtleitung ein
Adressensignal und ein Abfrageimpuls frequenzmultiplex zur Unterzentrale übertragen werden. Beim
Eintreffen des Abfrageimpulses wird die ausgewählte Speicherzelle zwangsweise in den Schaltzustand Null
, gebracht. War die Zelle im Zustand 1, so entsteht ein Ausgangsimpuls, der über einen weiteren Kanal
auf derselben Zweidrahtleitung zur Zentrale zurückübertragen wird". Durch eine derartige Aufteilung der
Meßwertverarbeitungsschaltungen in Unterzentralen und Hauptzentrale sowie durch die frequenzmultiplexe
Übertragung wird, bezogen auf eine einzelne Meßstelle, nur geringer Aufwand an Schaltungsteilen
benötigt.
Eine zweckmäßige Ausgestaltung des Verfahrens nach der Erfindung zeichnet sich dadurch aus, daß
die in der Unterzentrale vorgesehenen Zellen des Speichers, wenn sie durch einen vom zugehörigen
Meßgerät abgegebenen Impuls in den Zustand 1 versetzt wurden, bei Abfrage und Rücksetzung auf Null
einen Impuls abgeben, der unter Verlängerung an die Hauptzentrale zurückgeleitet wird.
Zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens hat es sich als zweckmäßig erwiesen, daß in der
Unterzentrale Speicher mit als quadratische Matrix angeordneten Speicherzellen vorgesehen sind, die jeweils
eine Informationseinheit speichern können. Zweckmäßig ist in der Hauptzentrale eine vom Taktgeber
fortgeschaltete Adressenzählkette, vorzugsweise Transistorzählkette, vorgesehen, welche die
Frequenzgeber zur Ansteuerung der entsprechenden Zeilen und Spalten im Speicher der Unterzentrale
veranlaßt.
Die Erfindung und weitere Einzelheiten sind nachstehend an Hand der Zeichnungen erläutert.
F i g. 1 zeigt schematisch eine Übersicht über eine Meßanlage, die nach dem Verfahren gemäß der Erfindung
arbeitet;
F i g. 2 zeigt schematisch den Aufbau einer Unterzentrale;
F i g. 3 zeigt schematisch den Aufbau einer Hauptzentrale.
In F i g. 1 sind mit 1 an verschiedenen Orten verteilte Meßgeräte bezeichnet, die einen beispielsweise
als mechanischen Kontakt ausgebildeten Impulsgeber enthalten, der jeweils entsprechend einer festen, von
dem jeweiligen Meßgerät ermittelten Menge des zu messenden Stoffs oder der zu messenden Energie
einen Impuls an die Unterzentrale 2 abgibt. Die Meßgeräte 1 sind über Zweidrahtleitungen la möglichst
kurzer Länge mit Unterzentralen 2 verbunden, d. h., die Unterzentralen 2 werden dort aufgestellt, wo sich
in der Umgebung eine größere Anzahl von Meßgeräten befindet.
Zwischen den Unterzentralen 2 und der Hauptzentrale 3 ist ebenfalls je eine Zweidrahtleitung 2 a
vorgesehen, welche größere Entfernungen überbrücken kann und über die Frequenzmultiplexsignale
geleitet werden. Die Hauptzentrale 3 enthält die erforderlichen Einrichtungen zur Umsetzung der von
den Unterzentralen 2 empfangenen Signale in eine zur Weitergabe an die Meßwertverarbeitungsanlage 4
geeignete Form.
Wie aus F i g. 2 ersichtlich, die schematisch den Aufbau einer Unterzentralc (2 in F i g. 1) zeigt, werden
die von den Meßgeräten 1 abgegebenen Impulse über die Leitungen la Impulsformerstufen 11 zugeleitet,
welche die übertragenen Impulse in eine zur Verarbeitung im Speicher 12 geeignete Form umwandeln.
Der Speicher 12 ist vorteilhaft als Matrix-Speicher mit Magnetkernen oder aus Transistoren gebildeten
Speicherzellen aufgebaut. Jede Speicherzelle speichert dabei eine Informationseinheit, d. h. eine 1/O-Infor-
Ι 516
ntiqn. Pabei ist es erforcjerlicl], daß jede Speicherzelle
jeweils in so )i}|rzen'Zeijiptery^Ueh abgefragt
wird, daß nicht mefyr als ejri jjnpijls an die jeweilige
Speicherzelle abgcgejjen wirf}. £>iese ßeclingüng läßt
sich für die in Betracht kojTinjejKJen Anwendungen
jedoch praktisch irn'rner einha||ejij cla es sich. bei
Mengenmessungen urri ejne sta'ndige oder über große
Zeit aufrechterhaltene Messung handelt,' so daß Meßirnpujlse, auch wenn sie dern Maximalwert des
betrachteten Meßbereiches entsprechen und deshalb mit maximaler Freqpenz erzeugt werden, in größeren
Zeitabständen gegeben werden können, ohne daß eine ins Gewicht fallende Verschlechterung der Meßgenauigkeit
infolge von Quantisierungsfehlern auftritt.' : ,
Über die Fernleitung 17 werden an den Speicher 12 aus Frequenzkombinationen bestehende Abfrageimpulse
geleitet. Diese Abfrageimpulse werden in dem Empfänger 15 in entsprechende Gleichstromsignale
umgewandelt. Das so erhaltene Adressensignal steuert den Zuordner 13 a für die Spalten und
den Zuordner 13 b für die Zeilen der Speichermatrix. Die Ansteuerung der entsprechenden Speicherzelle
durch die Zuordner 13 a und 13 b wird dabei erst ausgelöst, wenn an diese über denTaktimpulsempfän- as
ger 18, dem über die Fernleitung 17 von der Hauptzentrale ein besonderes Taktsignal zugeführt wird,
ein entsprechender Ansteuerimpuls abgegeben worden ist. Je nachdem, ob die abgefragte Speicherzelle
im Matrixspeicher 12 eine Information, d. h. einen Meßimpuls gespeichert hatte, wird von der Speichermatrix
12 der Leseverstärker 14 angesteuert, der seinerseits über den Sender 16 ein Rückmeldesignal
an die Fernleitung 17 und damit an die Hauptzentrale abgibt. '
Takt-, Adressen- und Rückmeldesignale sind jeweils unterschiedlichen Frequenzen bzw. Frequenzkombinationen
zugeordnet.
Die entsprechenden Sender 16 und Empfänger 15 und 18 sind daher mit entsprechenden selektiven
Mitteln versehen; auf deren Ausbildung sowie auf die Ausbildung der Speichermatrix wird an dieser
Stelle nicht näher eingegangen, da für die Zwecke der Erfindung geeignete Einrichtungen dieser Art
zum Stand der Technik gehören.
Die Impulsformerstufe 11 ist eine Einrichtung, die Kontaktprellungen unschädlich macht und Störimpulse
unterdrückt. Die Impulsformerstufe 11 hat weiterhin die Aufgabe, die von dem Meßgerät 1 erzeugten
Impulse auf deren zeitliche Länge zu prüfen und sie bei Überschreiten einer Mindestlänge an den
Speichqr 12 wciterzuleiten. Damit lassen sich in der
Unterzentralc 2 Impulse unterschiedicher Länge von verschiedenartigen Gebern 1 verarbeiten, ohne daß
bei der Abfrage Mehrfachimpulse vorgetäuscht werden.
Die vom Taktimpulsempfänger 18 empfangenen Taktimpulse können eine ziemlich niedrige Frequenz
von z. B. 30 Hz besitzen, da, wie bereits erwähnt, die Impulse der Meßgeräte im Hinblick auf die fortlaufend
durchgeführte Messung verhältnismäßig großen Einheiten des Meßwertes, z. B. jeweils K) m3,
100 kWh usw. zugeordnet sind.
F i g. 3 zeigt schematisch den Aufbau einer Hauptzentrale 3. Diese enthält zunächst den zur Taktsteuerung
erforderlichen Taktimpulsgeber 31, der einerseits über den Sender 34, in welchem gleichzeitig die
entsprechende Sendefrequenz erzeugt wird. Taktimpulse an den in der ynterzentr^le vorgesehenen
Empfänger 18 (Fig. 2) leitet 'jincj' ajicjererseUs den
A^ressenzähler 32 "steuert. Der Adressenzäfijer"3,2
kann durch eine ίφ Talct fortgeschaltete iransistorzählkette
gebildet seirj. t>er Adressenz^hler!i32 kann
zweckmäßig'in/dualer Codierqrig an den'A(i'ressepsender
33 ein Adressensignal abgeben, weiches m eine Kombination mehrerer Frequenzen umgesetzt
und an die Fernleitung \i zu der bzw. den Unterzentralen
2 geleitet wird.
In der Hauptzentrale 3 ist gemäß F i g. 3 ferner ein Rückmeldeempfänger 35 vorgesehen, welcher das auf
die Abfrage der betreffenden Speicherzelle 12 erhaltene Rückmeldesignal in Form einer bestimmten
Frequenz empfängt und gegebenenfalls in pine zur Weiterleitung an die Meßwertverarbeitungsaniage 4
über die Leitung 27 geeignete Form umsetzt. Die als sechsadriges Kabel beispielsweise ausgeführte Verbindung
28 dient zur Übertragung der dualcodierten Adresse einerseits an die Meßwertverarbeitungsaniage
4, andererseits an den Adressensender 33.
Über die Leitung 29 wird das Taktsignal ebenfalls der Meßwertverarbeitungsaniage 4 zugeleitet.
Der Adressensender 33 erzeugt parallel eine Anzahl diskreter Frequenzen, z. B. im Abstand von
120 Hz, deren . Kombination den Zählerstand des Adressenzählers 32 digital wiedergibt. Diese Frequenzkombination
wird über die Zweidrahtfernleitung 17 frequenzmultiplex an die Unterzentralen 2 übertragen.
Die dort angeordneten Empfänger verwandeln diese Frequenzkombination in eine Kombination
binärer Gleichspannungssignale, die zweckmäßig auf die Darstellung (") für die Zeilen und ("') für die
Spalten der Speichermatrix 12 decodiert werden. Bei jeder Fortschaltung des Adressenzählcrs 32 in der
Hauptzentrale 3 wird also eine bestimmte Speicherzelle im Matrixspeicher 12 einer Unterzentrale 2 angewählt.
Die von dem Taktgeber 31 in der Hauptzentrale 3 erzeugten Taktimpulse werden über eine
zusätzliche Frequenz, die einen zusätzlichen Verbindungskanal darstellt, an die Unterzentrale 2 übertragen
und dort zweckmäßig in einer UND-Schaltung mit der Adresse verknüpft (in den Zuordnern 13a,
136). Zweckmäßig ist die Anordnung derart getroffen, daß beim Eintreffen des Abfrageimpulses die
ausgewählte Speicherzelle im Matrixspeicher 12 zwangsweise in den Schaltzustand 0 gebracht wird.
War diese Speicherzelle bereits vorher im Zustand 0, d. h., seit der letzten Abfrage Wurde kein Meßimpuls
eingespeichert, so entsteht am Ausgang der Zelle keine Signaländerung.
War die betreffende Zelle jedoch im Speicherzustand 1, so wird der entstehende Ausgangsimpuls in
einem Verstärker, beispielsweise dem Leseverstärker 14, verstärkt und gegebenenfalls verlängert und über
den Sender 16 über die Fernleitung 17 zur Hauptzentrale 3 zurückübertragen.
Von der Hauptzentrale 3 aus läßt sich, wie bereits erwähnt, eine Meßwertverarbeitungsaniage 4 steuern. >
Dabei stehen über die Leitungsverbindungen 27, 28; 29 jeweils Ergebnisse, Adresse und Taktsignal zur
Steuerung eines Rechners zur Verfügung.
Die Überwachung auf ordnungsgemäßes Arbeiten der Anlage ist durch eine ständig übertragene zusätzliche
Frequenz möglich, außerdem besteht die Möglichkeit, bestimmte Speicherzellen in den Matrixspeichern
der Untcrzentrale nicht mit Meßimpulsen,
sondern mit einem Kontrollimpuls zu belegen, dessen Rückmeldung in die Zentrale überwacht wird. .
Ohne besonderen Schaltungsaufwand lassen sich bestimmte Speicherzellen ständig in dem Speicherzustand
1, andere wieder ständig in dem Zustand 0 halten, und in der Zentrale läßt sich mit einer einfachen
Kontrollschaltung überwachen, daß jeweil:; dieser Zustand zurück übertragen wird.
Claims (8)
1. Verfahren zur Übertragung von als Einzelimpulse abgegebenen Meßwerten einer Vielzahl
von Meßgeräten an eine zentrale Verarbeitungsstelle, bei dem die von den Meßgeräten, z.B.
Energie- oder Stoffmengenzählern, abgegebenen Impulse jeweils an eine jedem Meßgerät zugeordnete
Speicherzelle in einer Unterzentrale geleitet werden, dadurch gekennzeichnet, daß
zur Erreichung möglichst kurzer Leitungslängen die Meßgeräte (1) den Unterzentralen (2) gruppenweise
zugeordnet sind und daß die jeweils einen Impuls speichernden Zellen der Unterzentralen
(2) von der Hauptzentrale (3) zyklisch nacheinander abgefragt werden, indem ein aus verschiedenen
gleichzeitig und/oder nacheinander gesendeten Frequenzen bestehendes Adressensignal
über eine einzige Doppelleitung an die Unterzentrale (2) gesendet wird, welches dort in ein
Gleichstromsignal zur Ansteuerung der betreffenden Speicherzelle verwandelt wird, und daß über
dieselbe Doppelleitung von der Hauptzentrale (3) ein Taktsignal an die Unterzentralen (2) gesendet
wird, dessen Koinzidenz mit dem Adressensignal eine Rücksetzung der ausgewählten Speicherzelle
im Speicher (12) sowie die Rücksendung eines Signals ebenfalls über dieselbe Doppelleitung bewirkt,
wenn sich die Speicherzelle im Zustand 1 befunden hat.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch ge- 4"
kennzeichnet, daß die in der Unterzentrale (2) vorgesehenen Zellen des Speichers (12), wenn sie
durch einen vom zugehörigen Meßgerät (1) abgegebenen Impuls in den Zustand 1 versetzt wurden,
bei Abfrage und Rücksetzung auf O einen Impuls abgeben, der unter Verlängerung an die.
Hauptzentrale (3) zurückgeleitet wird.
3. Anordnung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 und 2, dadurch
gekennzeichnet, daß in der Unterzentrale (2) Speicher (12) mit vorzugsweise als quadratische
Matrix angeordneten Speicherzellen vorgesehen sind, die jeweils eine Informationseinheit speichern
können und jeweils einem Meßgerät (1) zugeordnet sind.
4. Anordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß Magnetkernspeicher vorgesehen
sind.
5. Anordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Speicherzellen als bistabile
Transistorstufen ausgebildet sind.
6. Anordnung nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß Impulsformer
(11) vorgesehen sind, über welche die von den Meßgeräten (1) kommenden Impulse an die
Speicherzellen im Speicher (12) der Unterzentrale (2) geleitet werden.
7. Anordnung nach einem der Ansprüche 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß in der Hauptzentrale (3) eine vom Taktgeber (31) fortgeschaltete
Adressenzählkette (32), vorzugsweise eine Transistorzählkette, vorgesehen ist, welche den
Sender (33) zur Abgabe eines aus verschiedenen Frequenzen bestehenden Adressensignals ansteuert.
8. Anordnung nach einem der Ansprüche 3 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß in den Unterzentralen
(2) Speicherzellen vorgesehen sind, die nicht an Meßgeräte (1) angeschlossen sind, sondern
lediglich eine Kontrollinformation speichern, die zyklisch zusammen mit den Meßimpulsen abgefragt
wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen 109 641/113
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