DE1516399C - Lauffeldröhre - Google Patents
LauffeldröhreInfo
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- suction electrode
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Description
Die Erfindung betrifft eine Lauffeldröhre mit linearem Elektronenhohlstrahl und einer Verzögerungsleitung,
in der eine Elektrode zur Beseitigung positiver Ionen (Ionensaugelektrode) koaxial angeordnet
ist, die gegen die Verzögerungsleitung gleichstrommäßig
isoliert ist und' auf einem dieser gegenüber negativen Potential liegt. Solche Lauffeldröhren
sind bekannt (USA.-Patentschriften 2 610 308 und 2 742 588).
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das durch die positiven Ionen hervorgerufene Rauschen
wesentlich herabzusetzen, und diese Aufgabe wird erfindungsgemüß dadurch gelöst, daß die Ionensaugelektrode
vom strahlenabwärtigen Ende her teilweise in die Verzögerungsleitung hineinragt. Dadurch ergibt
sich eine erhebliche Verringerung des Rauschens. Es ist schon bekannt, eine parallel zur Verzögerungsleitungsachse
sich erstreckende Ionensaugelektrode am strahlabwärtigen Ende vorzusehen
(britische Patentschrift 878 890).
Vorzugsweise ragt die Ionensaugelektrode wenigstens zwei Periodenlängen der Verzögerungsleitung
in diese hinein, und zweckmäßigerweise ist sie wenigstens 45 Volt negativ gegenüber der Verzögerungsleitung
vorgespannt. Das kann beispielsweise dadurch erreicht werden, daß die Ionensaugelektrode gleichstrommäßig
mit der Kathode der Strahlbildungseinrichtung am slrahlaufwärtigen Ende verbunden ist.
Wegen der thermischen Belastung der lonensaugelcklrode
besteht diese zweckmäßigerweise aus einem hochschmelzcnden Metall oder einer hochschmelzenden
Metall-Legierung, insbesondere Wolfram, Molybdän, Tantal und/oder Rhenium.
Die Erfindung soll an Hand der Zeichnung näher erläutert werden. Es zeigt
Fig. I eine teilweise geschnittene Seitenansicht
eines Rückwärtswellenoszillators,
Fig. 2 einen Schnitt längs der Linie 2-2 in Fig. 1,
Fig. 3 graphisch ein sich verjüngendes Magnet-Fokussicrfcld
für die Röhre nach Fig. 1,
F i g. 4 graphisch das Potential innerhalb des Strahls vom strahlaufwärtigen bis zum strahlabwärtigen
Ende bei einem bekannten Rückwärtswellenoszillator mit einer Ionensaugelektrode außerhalb
der Verzögerungsleitung,
Fig. 4a scheinatisch eine typische bekannte Ionensaugelektrode
in einem Rückwärtswellenoszillator,
F i g. 5 schematisch den Potentialvcrlauf innerhalb des Strahls zwischen dem strahlaufwärtigen und dem
strahlabwärtigen Ende bei einem Rückwärtswellenoszillator mit einer erfindungsgemäßen Ionensaugelektrode
und
Fig. 5a schematisch eine erfindungsgemäße Ionensaugelcklrode
in einem Rückwärtswellenoszillator.
In Fig. I ist eine Mikrowellen-Lauffeldröhre, ein
Rückwärtswellenoszillator 6 dargestellt. Dieser enthält ein Elektroncnstrahlcrzeugungssy'stem am strahlaufwärtigen
Ende, mit dem ein hohler Elektronenstrahl erzeugt wird. Am strahlabwärtigen Ende ist
die erfindungsgemäße Ionensaugelektrode mit Einzelheiten dargestellt. Zwischen dem strahlabwärtigen
und dem strahlaufwärtigen Ende erstreckt sich eine wendeiförmige Verzögerungsleitung 8, die auf ihrer
ganzen Länge durch drei dielektrische Stäbe 9 gehalten wird (Fig. 2). Die Wendel 8 ist vorzugsweise an
die Saphirsläbe glasiert, und die sich so ergebende Anordnung ist fest innerhalb des Hauptkörpers IO
des Riickwärlswellenoszillalors 6 gehaltert. Am strahlaufwärtigen Ende der Wendel ist eine Koaxial-Auskopplung
11 angeordnet.
Im dargestellten Ausführungsbeispiel wird ein Magnet-Fokussierprinzip mit sich verringernder
Magnetfeldstärke zwischen dem strahlaufwärtigen und dem strahlabwärtigen Ende des Oszillators 6 verwendet,
so daß der Strahl längs der Verzögerungswendel 8 abgefangen wird. F i g. 3 zeigt ein Beispiel
dafür, wie die Magnetfeldstärke H sich längs der
ίο Röhre verringern kann, um die richtige Stärke des
Strahlabfangens längs der Leitung zu erhalten. Der Übersichtlichkeit halber sind nur Teile der Anordnung,
beispielsweise die Polkappen 13, 14, dargestellt.
Am strahlabwärtigen Ende des Rückwärtswellenoszillators 6 ist eine längliche Ionensaugelektrode 15
angeordnet, die in der zentralen Strahlachse Z liegt, teilweise mit der Verzögerungsleitung gleichlaufend
ist und innerhalb der Verzögerungsleitung 8 liegt.
Die Sonde besteht vorzugsweise aus einem hochfesten und hochschmelzenden Material wie Wolfram, Tantal.
Molybdän, Rhenium oder deren Legierungen und wird steif mit einem ringförmigen Träger 16 aus
Stahl od. dgl. gehalten, der in geeigneter Weise an einen Tragring 17 aus Stahl od. dgl. angelötet ist. Ein
Anpaß-Tragring 27 dient dazu, ein schüsseiförmiges Tragelement 18 steif zu stützen und mit dem Röhrenhauptkörper
10 zu verbinden. Zwei schüsseiförmige Tragelemente 18, 19, vorzugsweise aus einem
Werkstoff wie Kovar, tragen einen keramischen Isolierring 20, beispielsweise aus Aluminiumoxyd, der
zwischen diese eingeschlossen ist und dazu dient, den Röhrenhauptkörper mit der Wendel und die Elektrode
gleichstronimäßig gegeneinander zu isolieren.
Ein kupfernes Quetschröhrchen 26 ist an den Stahltragring 16 und das Element 17 angelötet, um das
Röhrengefäß vakuumdicht abzuschließen. Eine geeignete Vorspanneinrichtung, beispielsweise eine re-.
gelbare Batterie 21, kann dazu verwendet werden, eine geeignete Potentialdifferenz zwischen der Wendel
8 und der Ionensaugelektrode 15 herzustellen. Die Leitung 8 ist vorzugsweise gleichstrommäßig an
den Hauptröhrenkörper 10 angeschlossen, und zwar mittels eines leitenden Ansatzes 22. Eine geeignete
Energiequelle, beispielsweise eine einstellbare Gleichstrombatterie 23, kann dazu verwendet werden, eine
variable Spannung zwischen der Leitung 8 und der Kathodenleitung 24 zu schaffen. Statt dessen können
die Kathodenleitung und die Ionensaugelektrode 15 zweckmäßigerweise unmittelbar elektrisch miteinander
verbunden werden, und die getrennte Gleichstromquelle 21 kann weggelassen werden. Das kupferne
Saugröhrchen 26 ist selbstverständlich elektrisch mit der Elektrode 15 durch den leitenden
Tragring 16 verbunden.
Die Kurve in Fig. 4 zeigt den Potentialverlauf
innerhalb des hohlen Elektronenstrahls zwischen dem strahlaufwärtigen und dem strahlabwärtigen
Ende längs der Zentralachse Z eines Rückwärtswellenoszillators
mit einer Ionensaugelektrode außerhalb der Verzögerungsleitung, wie schematisch in
Fig. 4a dargestellt ist. Die Linien A, B, C und D
in Fig. 1, 4, 4a, 5 und 5a stellen Querebenen durch die Kathode, die Anode, den Strahlabschluß- und
Sammelpunkt am strahlabwärtigen Ende des Oszillators bzw. den strahlabwärtigen Abschluß der Verzögerungsleitung
dar. Die mit P bezeichnete Kurve stellt den Potentialvcrlauf innerhalb des hohlen
Strahls zwischen der Kathodenebene A, dem Elektronenstrahlerzeugungssystem
7 bis zur Elektrode am strahlabwärtigen Ende der Röhre dar. Ersichtlich steigt das Potential zwischen der Kathode und der
Anodenebene B an, die auf Leitungspotential liegt, und fällt dann allmählich auf Grund von Raumladungseffekten
auf der Leitungslänge ab, bis der Strahl vollständig am strahlabwärtigen Ende der Leitung
am Strahlabschluß- und Sammelpunkt C verbraucht ist, wo das Potential noch einmal' auf Leitungspotential
ansteigt. Das Potential innerhalb des Strahls und längs der Achse Z fällt dann ab auf
Elektrodenpotential. Ersichtlich ist die Elektrode als Positivionensaugmechanismus bei dieser bekannten
Anordnung unwirksam. Das beruht darauf, daß der Leitungsteil zwischen der Elektrode und dem Strahlsammelpunkt
als hochwirksamer Schirm arbeitet, der jede Wirkung der Elektrode gegenüber der Potentialfalle
(schraffierter Bereich) in Längsrichtung der Leitung aufhebt.
Fi g. 5 und 5 a zeigen die Ionensaugelektrode nach der Erfindung, die teilweise gleichlaufend und innerhalb
der Verzögerungsleitung angeordnet ist, und wie in Fig. 5 zu erkennen ist, ist die Potentialfalle wirksam
beseitigt worden. Versuche haben gezeigt, daß Elektrodenpotentiale größer als 45 Volt negativ gegen
die Wendel oder Verzögerungsleitung wirksam die Potentialfallc längs der Leitung aufheben. Aus
Fig. 5a und den gestrichelt dargestellten Äquipotentiallinien,
die zwischen der Elektrode und der Wendel verlaufen, ist zu ersehen, daß die Abschirmung
der letzten Windungen der Wendel wirksam dadurch beseitigt worden ist, daß die Elektrode teilweise
gleichlaufend mit und innerhalb der Wendel selbst angeordnet ist. Versuche haben weiter ergeben, daß
eine Verringerung des Rauschens und Frequenzrauschens am Ausgang um mehr als 3OdB erreicht werden
kann, wenn eine erfindungsgemäße Elektrodenanordnung verwendet wird, wie sie in Fig. 1 und
schematisch in F i g. 5 a im Vergleich mit einer außerhalb angeordneten Elektrode gemäß F i g. 4 a bekannter
Art dargestellt ist. Vorzugsweise wird zwar ein sich verringerndes Magnetfeld gemäß F i g. 3 dazu
verwendet, die vorgesehene Strahlabfangung auf die Länge der Verzögerungsleitung zu erreichen, selbstverständlich
können aber auch geeignete andere Techniken dazu verwendet werden, mit deren Hilfe
der Strahl ganz oder teilweise auf der Wendel vernichtet wird. Versuche haben gezeigt, daß die Elektrode
mit guten Ergebnissen auf irgendeinem Potential zwischen Kathodenpotential und 45 Volt negativ
gegenüber Leitungspotential betrieben werden kann,
ίο ohne daß die Saugwirkung für positive Ionen verlorengeht.
Claims (5)
1. Lauffeldröhre mit linearem Elektronenhohlstrahl
und einer Verzögerungsleitung, in der eine Elektrode zur Beseitigung positiver Ionen (Ionensaugelektrode)
koaxial angeordnet ist, die gegen die Verzögerungsleitung gleichstrommäßig isoliert
ist und auf einem dieser gegenüber negativen Potential liegt, dadurch gekennzeichnet,
daß die Ionensaugelektrode vom strahlabwärtigen Ende her teilweise in die Verzögerungsleitung
hineinragt.
2. Röhre nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß die Ionensaugelektrode wenigstens
zwei Periodenlängen der Verzögerungsleitung in diese hineinragt.
3. Röhre nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Ionensaugelektrode wenigstens
45 Volt negativ gegenüber der Verzögerungsleitung vorgespannt ist.
4. Röhre nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Ionensaugelektrode gleichstrommäßig
mit der Kathode der Strahlbildungseinrichtung am strahlaufwärtigen Ende verbunden
ist.
5. Röhre nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die lonensaugelcktrode
aus einem hochschmelzendem Metall oder einer hochschmelzenden Metallegierung besteht,
insbesondere aus Wolfram, Molybdän, Tantal und/oder Rhenium.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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