DE1515407C - Verfahren zum Verklemmen verseilter Kabel unter Anwendung eines C fbrmigen Klemmkorpers und eines einsetzbaren Klemm keiles sowie Werkzeug zur Ausfuhrung eines solchen Verfahrens - Google Patents
Verfahren zum Verklemmen verseilter Kabel unter Anwendung eines C fbrmigen Klemmkorpers und eines einsetzbaren Klemm keiles sowie Werkzeug zur Ausfuhrung eines solchen VerfahrensInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Verklemmen verseilter Kabel unter Anwendung
eines C-förmigen Klemmkörpers und eines in den Klemmkörper einsetzbaren Klemmkeiles, wobei der
Klemmkeil eine oder zwei halbzylindrische Nuten aufweist, durch welche das Kabel gegen die entsprechend
ausgeformte Innenwandung des Klemmkörpers anpreßbar ist.
Durch die schweizerischen Patentschriften 102125 und 355 492 sowie durch die britische Patentschrift
270 106 und die französische Patentschrift 861214 sind derartige Verfahren sowie Klemmkörper verschiedener
Formgebung zur Ausführung derartiger Verfahren bekanntgeworden.
Es sind auch durch Explosionskraft betriebene Werkzeuge bekanntgeworden, die keilförmige Bolzen
als Laschenverbindungsmittel in den Steg von Eisenbahnschienen eintreiben (USA.-Patentschrift
2 038 913) oder als Endverkeilungsmittel eines Hohlkabels mit einer Endarmatur in ein entsprechend
ausgebildetes Einsatzstück eines Hohlkabels eintreiben (USA.-Patentschrift 2141098).
Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, daß bei Verkeilung eines verseilten Kabels in einem
C-förmigen Klemmkörper unter Anwendung von Hammerschlägen die Kabeldrähte sich gegeneinander
verschieben, so daß unmittelbar beiderseits der Verbindungsklemme der Seilverband des Kabels gestört
wird, das Kabel sich aufbeult und auch nach dem Eintreiben des Keiles und Ausübung einer Zugkraft
auf das Kabel die Kabeldrähte nicht wieder ihre ursprüngliche Lage im Seilverband annehmen.
Derartige Aufbeulungserscheinungen führen zu einer mechanischen Schwächung des Kabels und auch
zu stärkeren Koronaentladungserscheinungen bei Hochspannungskabeln.
Bei einem schnellen Eintreiben des Keiles in den Klemmkörper erfolgt dagegen nicht ein derartiges
Aufbeulen der Kabeldrähte. Insbesondere hat die beim Verkeilen eines Kabels unter Anwendung von
Explosionskraft stoßweise ausgeübte höhere Energie eine" Erwärmung und dadurch eine innigere Verbindung
und bessere Kontaktierung des Kabels mit dem Klemmkörper zur Folge.
Ein Verfahren zum Verklemmen verseilter Kabel unter Anwendung eines C-förmigen Klemmkörpers
und eines in den Klemmkörper einsetzbaren Klemmkeiles, wobei der Klemmkeil eine oder zwei halbzylindrische Nuten aufweist, durch welche das
Kabel gegen die entsprechend geformte Innenwandung des Klemmkörpers anpreßbar ist, kennzeichnet
sich gemäß der Erfindung dadurch, daß der Klemmkeil unter Anwendung eines durch Explosionskraft
betriebenen Werkzeuges in den C-förmigen Klemmkörper eingetrieben wird.
Ein Werkzeug zur Durchführung eines solchen erfindungsgemäßen Verfahrens kennzeichnet sich dadurch,
daß in einer Aufnahmevorrichtung, die ein Widerlager für den Klemmkörper enthält, der Klemmkörper
mit den eingelegten Leitungen und der Klemmkeil zwischen die Leitungen vor dem Klemmkörper
einsetzbar ist, daß sich an die Aufnahmevorrichtung ein Rohrteil anschließt, in dem der den Keil eintreibende
Antriebsstößel mit einem Schlagbolzen versehen, geführt ist und einen Aufnahmeraum für die
Patrone aufweist, der durch ein Verschlußstück und dieses mit einer Kappe abgeschlossen ist.
Praktische Erfahrungen haben gezeigt, daß erfindungsgemäß hergestellte Klemmverbindungen eines
verseilten Kabels sich durch besonders hohe mechanische Festigkeit und niedrigen elektrischen Über- '
gangswiderstand sowie, bei Hochspannungsbetrieb, durch niedrige Koronaverluste gegenüber mechanisch,
durch Hammerschlag hergestellte Kabelverbindungen in fortschrittlicher Weise auszeichnen.
Das erfindungsgemäße Verfahren sowie zur Ausführung des erfindungsgemäßen Verfahrens dienende
ίο Werkzeuge sind in der nachfolgenden Beschreibung
im Zusammenhang mit den Figuren erörtert. Von den Figuren zeigt
Fig. 1 eine perspektivische Darstellung eines zum Ausführen der Erfindung geeigneten Klemmpörpers,
Fig. 2 eine Seitenansicht eines Teils des Klemmkörpers nach F i g. 1,
Fig. 3 eine perspektivische Ansicht eines Teils eines erfindungsgemäßen Werkzeugs,
F i g. 4 einen Längsschnitt durch das Werkzeug, .
F i g. 4 einen Längsschnitt durch das Werkzeug, .
F i g. 5 eine auseinandergezogene perspektivische Darstellung eines anderen geeigneten Klemmkörpers,
F i g. 6 eine Endansicht des Klemmkörpers nach Fig. 5 nach Ansetzen an elektrische Vollseilleitungen,
Fig. 7 eine auseinandergezogene perspektivische
Darstellung eines dritten bei der Erfindung -verwendbaren Klemmkörpers,
F i g. 8 eine perspektivische . Darstellung des Klemmkörpers nach F i g. 7 nach Ansetzen an elektrische
Vollseilleitungen,
Fig. 9 einen Längsschnitt durch ein Werkzeug, mit dem ein Klemmkörper nach Fig. 7 und 8 an
Vollseilkabel angesetzt werden kann,
Fig. 10 eine teilweise geschnittene Seitenansicht eines weiteren Klemmkörpers,
Fig. 10 eine teilweise geschnittene Seitenansicht eines weiteren Klemmkörpers,
Fig. 11 einen Schnitt längs der LinieXI-XI in
Fig. 10, J
Fig. .12 eine auseinandergezogene Darstellung noch eines weiteren Klenimkörpers,
Fig. 13 eine perspektivische Darstellung eines Klemmkörpers nach Fig. 12 nach Ansetzen an
elektrische Vollseilleitungen und
Fig. 14 eine perspektivische Darstellung einer elektrischen Vollseilleitung.
Der in F i g. 1 dargestellte Klemmkörper 1 ist von der Form einer C-förmigen Hülse, die sich innen
und außen nach rechts hin (in F i g. 1) verjüngt und zwei Seitenwände 2 und 3 aufweist, die durch einen
ebenen Bügel 4 verbunden sind; jede Seitenwand hat eine konkave Oberfläche S, welche nach der Innenseite
gerichtet ist. Innerhalb des Klemmkörpers liegt der Klemmkeil 6, der etwa I-förmigen Querschnitt
hat und zwei einander entgegengerichtete konkave Oberflächen 7 aufweist, die den Flächen 5 gegenüberliegen
und etwa in Richtung der Achse verlaufen. Der Klemmkeil ist unter dem gleichen Winkel
und in der gleichen Richtung wie die innere Verjüngung des Klemmkörpers verjüngt. Um diese
Verjüngung herzustellen, ist der Keil an seinem in Fig. 1 und 2 rechten Ende zusammengedrückt, so
daß ein Buckel 8 gebildet wird. -
In F i g. 3 und 4 ist ein Werkzeug dargestellt, mit dem der Klemmkörper zwischen die Enden von
zwei elektrischen Vollseil- bzw. Litzenleitungen eingesetzt werden kann. Wie am besten aus Fig. 3
ersichtlich ist, weist das Werkzeug eine Aufnahmevorrichtung 9 auf, die bei 10 schwenkbar an dem
Werkzeugkörper 11 befestigt ist, von dem in F i g. 3
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3 4
nur das obere Ende dargestellt ist. Die Aufnahme- schem thermoplastischem Material, der in der
vorrichtung 9 weist ein Widerlager 12 auf, das senk- Patronenhülse verschiebbar ist, und dem geschlosrecht
zur Längsachse des Körpers 11 liegt und einen senen Ende 36. Im Stopfen 39 ist ein Zündhütchen 40
Block 13, der mit dem Widerlager 12 zusammen- so angeordnet, daß es nach Zündung durch den
wirkt, so daß zwei gegenüberliegende Führungs- 5 Zündstift 30 die Ladung 38 zündet. Wenn die Paflächen
für den Klemmkörper 1 gebildet werden. Der trone eingesetzt ist, wird die Kappe 31 auf das VerBlock
13 ragt seitlich bei 15 hervor, wo er mit einem schlußstück 26 aufgeschraubt, so daß die Spitze 32
Riegel 16 in Eingriff kommen kann, der bei 17 das geschlossene Ende 36 der Patronenhülse durchschwenkbar
am Körper 11 gelagert ist und von einer sticht und der Flansch 37 zwischen der Kappe 31
Feder 18 im Gegenuhrzeigersinn in F i g. 3 und 4 io und dem Ende des Verschlußstücks 26 eingeschlosgedrängt
wird. sen ist.
Der Werkzeugkörper 11 umfaßt einen Rohrteil 19, Auf die Kappe 31 wird jetzt beispielsweise mit
in welchem, wie in F i g. 4 dargestellt, ein Antriebs- einem Hammer geschlagen, so daß das Verschlußstößel
20 hin- und herbeweglich angeordnet ist, stück 26 gemeinsam mit der Kappe 31 in Richtung
welcher einen flachen Arbeitskopf 21 aufweist und 15 der Achse des Rohrteiles 19 bewegt wird und damit
durch eine Bohrung 22 im Rohrteil 19 greift. Der das Zündhütchen 40 an den Zündstift 30 anschlägt,
Antriebsstößel ist mit einem Kolben 23 versehen, der so daß das Zündhütchen 40 detoniert und die Lain
einer Kammer 24 im Rohrteil 19 gleiten kann, so- dung 38 zündet. Der Stopfen 39 wird dann von bei
wie mit einem Fortsatz 25, der in ein Verschlußstück Verbrennung der Ladung erzeugten Gasen durch
26 hineinragt, welches einen Flansch 27 am Um- 20 die Patronenhülse getrieben, so daß der Antriebsfang aufweist, der in einer Kammer 28 liegt, die stößel20 nach oben (gemäß Fig. 4) getrieben wird,
zwischen dem unteren (gemäß F i g. 4) Ende des und damit der Keil 6 in den Klemmkörper 1. Die
Rohrteiles 19 und einem Kragen 29 gebildet wird, Leitungen 33 werden mit allmählich anwachsender
der auf das Ende des Rohrteiles 19 aufgeschraubt Kraft zwischen die Flächen 5 und 7, den Klemmist.
Eine Madenschraube 29' hindert das Verschluß- 25 körper und den Keil eingeklemmt, wenn der Keil
stück 26 daran sich gegenüber dem Kragen 29 zu eingetrieben wird, so daß eine dauerhafte elektrische
drehen. Der Fortsatz 25 ist an seinem freien Ende Verbindung mit den Leitungen hergestellt wird,
mit einem Zündstift 30 ausgestattet, der in Richtung Am Ende des Arbeitshubs des Arbeitsstößels wird
der Achse des Verschlußstücks 26 ragt, dessen un- der Stopfen 39 von der beim Abbrennen der Ladung
teres (gemäß Fig. 4) Ende mit einer aufschraub- 30 erzeugten Hitze an die Patronenhülse 34 angebaren
Kappe 31 verschlossen ist, die innen eine schweißt, so daß diese Gase nicht in das Innere des
Spitze 32 aufweist, die ebenfalls in Richtung der Verschlußstücks entweichen und dort die Innen-Achse
des Verschlußstücks liegt. wandung des Verschlußstücks korrodieren können. Wenn ein Klemmkörper zwischen die Enden von Die Kappe wird dann abgenommen und damit die
zwei elektrischen Litzenleitungen 33 eingesetzt wer- 35 Spitze 32 aus dem geschlossenen Ende 36 der Paden
soll, wird der Riegel 16 im Uhrzeigersinn (ge- tronenhülse herausgezogen, so daß die Gase durch
maß F i g. 3 und 4) gegen die Wirkung der Feder 18 das Loch entweichen können, das durch Eindringen
gedreht, so daß die Aufnahmevorrichtung 9 ver- der Spitze 32 in das geschlossene Ende 36 gebildet
schwenkt werden kann. wurde. Da jetzt der Gasdruck innerhalb der Pa-Die Aufnahmevorrichtung 9 wird dann im Gegen- 40 tronenhülse abgelassen ist, kann die Patrone leicht
Uhrzeigersinn in Fig. 3 und 4 gedreht, so daß der aus dem Verschlußstück 26 herausgenommen werden.
Klemmkörper 1 zwischen die Widerlage 12 und den 1^ F i g. 5 ist ein Klemmkörper 1' dargestellt, bei
Block 13 eingesetzt werden kann, wie in Fig. 4 dar- dem ein gekrümmter Bügel 4' vorgesehen ist. Wenn
gestellt ist, und zwar mit dem Ende kleineren Quer- also der Keil 6' hineingetrieben ist, wird der Bügel 4'
schnittes in Anlage an der Widerlage 12 und mit dem 45 federnd deformiert, so daß die Federkraft des
Ende größeren Querschnittes in Anlage am Block 13. Bügels 4' einen bleibenden Druck auf die Leitungen
Die Leitungen 33 werden dann eingesetzt, so daß sie ausübt. Bei dieser Ausführungsform ist es möglich,
an den beiden konkaven Flächen 5 anliegen, wie in Leitungen verschiedenen Durchmessers zu verwenden.
F i g. 4 dargestellt, und der Klemmkeil 6 wird zwi- Die in F i g. 7 dargestellte Ausführungsform besehen
die Leitungen eingesetzt, so daß sie an den 50 steht aus einem Klemmkörper von etwa C-förmigem,
Flächen 5 gehalten werden. Die Aufnahmevorrich- gleichbleibenden Querschnitt und zwei einander
tung 9 wird dann im Uhrzeigersinn gedreht, so daß gegenüberliegenden inneren Flächen 42 auf den
der Riegel 16 mit dem Block 13 bei 15 in Eingriff Seitenwänden 43, die durch einen ebenen Bügel 44
kommt und damit die Aufnahmevorrichtung 9 gegen verbunden sind, und zwei Klemmkeilen 45, die in
eine Verdrehung gegenüber dem Körper 11 ver- 55 den Klemmkörper 41 eingeschoben werden und jeder
riegelt. Das Ende des Keils 6 mit größerem Quer- eine konkave Fläche 46 und dieser gegenüber eine
schnitt liegt dabei am Kopf 21 des Antriebsstößels 20 geneigte ebene Fläche 47 aufweisen. Die beiden Keile
an. Wenn die Kappe 31 vom Verschlußstück 26 sind an ihren Flächen 47 überlappend zusammenweggenommen
ist, wird eine Patrone in das Ver- geklebt.
schlußstück 26 eingesetzt. Die Patrone besteht aus 60 Wenn ein Klemmkörper nach F i g. 7 an zwei elekeiner
Patronenhülse 34 aus organischem thermo- trische Litzenleitungen angesetzt werden soll, werden
plastischen Material und hat ein offenes Ende 35, die beiden Keile aneinander sitzen, wie in F i g. 7
durch welches der Fortsatz 25 des Antriebsstößels in dargestellt, wobei je eine Leitung zwischen je zwei
die Patronenhülse hineinragt, wenn die Patrone in konkaven Flächen 42 und 46 liegt. Die Keile werden
das Verschlußstück eingesetzt ist. Die Patronen- 65 dann schlagartig in axialer Richtung in den Klemmhülse
34 weist ein geschlossenes Ende 36 mit einem körper 41 hineingetrieben, so daß die Flächen 47
Flansch37 am Umfang auf und enthält eine Explo- vollständig aneinanderliegen, wie in Fig. 8 dargesivladung
38 zwischen einem Stopfen 39 aus organi- stellt, und die Leitungen zwischen die konkaven
Flächen 42 und 46 einklemmen, und zwar mit wachsender
Kraft, wenn die Keile 45 in die Aufnahme hineingetrieben werden.
In F i g. 9 ist ein Werkzeug dargestellt, mit dem ein Klemmkörper gemäß Fig. 7 an die Leitungen
angesetzt werden kann. Das Werkzeug weist eine Aufnahmevorrichtung und einen Rohrteil 49 ähnlich
dem Werkzeug nach Fig. 4 auf und enthält darin einen Antriebsstößel 50, der jedoch einen Kopf
51 hat, der mit Gewinde versehen ist.
Die Aufnahmevorrichtung 48 weist einen Flansch
52 mit einer Vertiefung 53 zum Aufnehmen des Klemmkörpers 41 auf, deren Längsachse senkrecht
zu der des Rohrteiles 49 liegen soll. Der Flansch 52 ist mit zwei Schrauben 54 versehen, die angezogen
werden können, um den Klemmkörper 41 einzuklemmen. Auf den Kopf 51 des Antriebsstößels 50 ist
ein Gabelschuh 55 aufgeschraubt, durch den ein Stift 56 greift, welcher zwei Verbindungsstäbe 57
schwenkbar mit dem Gabelschuh 55 verbindet und in Schlitzen 58 in zwei Seitenplatten (von denen nur
eine dargestellt ist) in der Antriebsvorrichtung 48 verschiebbar ist. Jeder Verbindungsstab 57 ist bei 59
schwenkbar mit einem Kniehebel 60 verbunden, der bei 61 an der Antriebsvorrichtung 48 gelagert ist
und Druckarme 62 aufweist. Die Antriebsvorrichtung weist ferner eine Schulter 63 gegenüber dem Flansch
52 auf.
Die Leitungen werden zunächst in den Klemmkörper 41 eingesetzt und anschließend die Keile 45 zwischen
die Kabel gelegt. Das Ganze wird dann in das Werk eingelegt. Die Schrauben 54 werden dann angezogen,
um den Klemmkörper 41 in der Aufnahmevorrichtung 48 sicher zu halten. In dieser Lage liegen
die Druckarme 62 der Kniehebel 60 an den freien Enden der beiden Keile 45 an. Das Werkzeug wird
dann mit einer Patrone geladen, und diese wird gezündet, so daß der Antriebsstößel 50 durch seinen
Arbeitshub getrieben wird, durch den das Kniehebelgestänge 57 verschwenkt wird und die Druckarme 62
aufeinander zu bewegt werden und damit die beiden Keile 45 in entgegengesetzter Richtung in den
Klemmkörper 41 eingetrieben werden, bis sie die in F i g. 8 dargestellte Lage einnehmen.
Fig. 10 und 11 zeigen einen innen und außen sich
verjüngenden Klemmkörper 64 von C-förmigem Querschnitt, der aus zwei Seitenwänden 65 besteht,
die mit einem ebenen Bügel 66 verbunden sind und zwei einander gegenüberliegende konkave Flächen 67
aufweisen, die nach der Innenseite zeigen. Mit dem Klemmkörper 64 ist ein Führungskanal 65 aus einem
Stück geformt; der Führungskanal ist mit einem durchbohrten Ansatz 66 ausgestattet, welche an einen
Zugisolator 67' angeschlossen ist.
Ein entsprechend der Innenfläche des Klemmkörpers 64 sich verjüngender Keil 68 wird in den
Klemmkörper eingetrieben, wenn eine Leitung 62 eingeklemmt werden soll. Der Keil besitzt eine konkave
Fläche 71 gegenüber der Fläche 70. Die Fläche 71 liegt voll an der anderen Fläche 67 des
Klemmkörpers 64 an. Bei dieser Ausführungsform arbeitet die Fläche 71 mit der anliegenden Fläche 67
des Klemmkörpers zusammen, um den Keil 68 festzuhalten.
Der Keil kann mit einem Werkzeug der in F i g. 4 gezeigten Art hineingetrieben werden.
Fig. 12 und 13 zeigen einen Klemmkörper 72, dessen Querschnitt geschlossen ist, im Gegensatz zum
C-förmigen Querschnitt der oben beschriebenen Ausführungsformen. Der Klemmkörper 72 ist innen
und außen verjüngt und nimmt einen Keil 73 auf, der gleich dem Keil 6 ausgebildet ist, der in Verbindung
mit F i g. 1 beschrieben wurde. Der Klemmkörper kann an zwei Leitungen angesetzt werden,
indem der Keil eingetrieben wird, so daß er die in Fig. 13 dargestellte Lage einnimmt. Die Leitungen
können jedoch nur durch Einfädeln in die Aufnähme eingebracht werden.
Der Keil 73 kann mit dem Werkzeug nach F i g. 4 eingetrieben werden.
Wenn der Keil schlagartig durch ein explosiv betätigtes Werkzeug in der oben beschriebenen Weise
in einen Klemmkörper eingetrieben wird, wird ein Aufdrillen der Litze einer Litzenleitung durch die
Bewegung des Keils über die Einzeldrähte der Litze vermieden. Eine aufgedrillte Leitung ist in Fig. 14
dargestellt, wo zu erkennen ist, daß die einzelnen Drähte im Mittelteil der Leitung von ihrer normalen
Lage entfernt sind, so daß Lücken zwischen den Drähten bestehen.
Es wurde festgestellt, daß das schlagartige Eintreiben des Keils dafür sorgt, daß die anfänglich auf-
a5 gedrillten Einzeldrähte, wie in Fig. 4 veranschaulicht,
schnell ihre ursprüngliche Lage einnehmen, wenn der Keil eingetrieben wird.
Claims (6)
1. Verfahren zum Verklemmen verseilter
Kabel unter Anwendung eines C-förmigen Klemmkörpers und eines in den Klemmkörper
einsetzbaren Klemmkeils, wobei der Klemmkeil eine oder zwei halbzylindrische Nuten aufweist,
durch welche das Kabel gegen die entsprechend geformte Innenwandung des Klemmkörpers anpreßbar
ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Klemmkeil (6, 6') unter Anwendung
eines durch Explosionskraft betriebenen Werk-Zeuges in den C-förmigen Klemmkörper (1) eingetrieben
wird.
2. Klemmkeil nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen I-förmigen Querschnitt.
3. Werkzeug zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
in einer Aufnahmevorrichtung (9), die ein Widerlager (12) für den Klemmkörper (1) enthält, der
Klemmkörper (1) mit den eingelegten Leitungen (33) und der Klemmkeil (6) zwischen die Leitun-
gen (33) vor dem Klemmkörper (1) einsetzbar ist, daß sich an die Aufnahmevorrichtung ein Rohrteil
(19) anschließt, in dem der den Keil (6) eintreibende Antriebsstößel (20) mit einem Schlagbolzen
(30) versehen, geführt ist und einen Aufnahmeraum für die Patrone (34) aufweist, der
durch ein Verschlußstück (26, 27) und dieses mit einer Kappe (31) abgeschlossen ist.
4. Werkzeug zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
das Verschlußstück (26) mit der Kappe (31) zur Übertragung eines die Zündung bewirkenden
Hammerschlages im Rohrteil (19) axial beweglich gehalten ist.
5. Werkzeug nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufnahmevorrichtung (9)
schwenkbar mit dem Rohrteil (19) verbunden und verriegelbar ist.
6. Werkzeug zur Durchführung des Verfahrens
nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in eine Aufnahmevorrichtung (48) der Klemmkörper
(41) quer zur Werkzeugachse mit den eingelegten Leitungen einsetzbar ist, daß zur Verkeilung
der Leitung zwei Keilhälften (45, 46, 47) verwendet sind, die von beiden Seiten des
Klemmkörpers (41,) durch Druckarme (62) eines Kniehebelgestänges (50, 57) in den Klemmkörper
(41) eintreibbar sind und daß der Antrieb des Kniehebelgestänges (50, 57) durch den Arbeitsstößel (50) bewirkt ist, der im Rohrteil (49) geführt
ist, das sich an die Aufnahmevorrichtung (48) anschließt und daß der Rohrteil (49) einen
Aufnahmeraum für die Patrone aufweist, der durch ein Verschlußstück und dieses mit einer
Kappe abgeschlossen ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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