DE1513552C - Stromversorgungsanlage mit einer Überspannungsbegrenzung durch Thyristoren - Google Patents
Stromversorgungsanlage mit einer Überspannungsbegrenzung durch ThyristorenInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Stromversorgungsanlage für parallelgeschaltete Verbraucher mit
einer praktisch konstante Nennspannung liefernden Wechselspannungsquelle und einer Überspannungsbegrenzung
durch einen steuerbaren Parallelpfad, bestehend aus zwei antiparallelgeschalteten Thyristoren
mit gemeinsamem Vorwiderstand, in deren Steuerkreisen Dioden und Z-Dioden angeordnet sind, wobei
der Wechselspannungsquelle ein Spannungsteiler parallelgeschaltet ist, der mit den Steuerelektroden der
Thyristoren verbunden ist.
Die durch Umschaltvorgänge, plötzliche Laständerungen und andere dynamische Betriebsweisen bedingten,
für die Verbraucher schädlichen Überspannungen werden durch die Überspannungsbegrenzung vermieden.
Bei einer aus der USA.-Patentschrift 3,213,349 bekanntgewordenen Stromversorgungsanlage der vorgenannten
Art dient der Vorwiderstand zu den antiparallelgeschalteten Thyristoren lediglich zur Strombegrenzung
auf einen für die gezündeten Thyristoren ungefährlichen Wert, so daß beim Zünden der Thyristoren
die Spannung plötzlich auf einen sehr kleinen Wert absinkt.
Eine solche Stromversorgungsanlage ist aber für
ίο spannungsempfindliche Verbraucher wenig oder nicht
geeignet. Solche Verbraucher sind unter Umständen noch bis zu Toleranzabweichungen von ± 10% von der
Nennspannung arbeitsfähig, dürfen aber auch nicht kurzzeitig mit gefährlichen Überspannungen betrieben
π werden. So ist insbesondere bei elektrischen Nachrichtenübertragungs-
und -Verarbeitungsanlagen, die als Gleichstromverbraucher enge Toleranzgrenzen
des Mittelwertes der gleichgerichteten Wechselspannung, bzw. als Wechselstromverbraucher enge Toleranzen
von z.B. ± 1% des Effektivwertes der Wechselspannung fordern, eine einwandfreie Stromversorgung
mit der bekannten Anlage bei Auftreten von Überspannungen nicht möglich, da in diesen Fällen die
Mittel- bzw. Effektivwerte zu weit absinken.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Stromversorgung parallelgeschalteter Verbraucher zu
schaffen, die auch bei Überspannung den Verbrauchern eine nahezu gleichbleibende Spannung liefert.
Die Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß der Spannungsteiler jeweils über gegensinnig gepolte Dioden und Z-Dioden mit den Steuerelektroden der Thyristoren verbunden ist und daß der Vorwiderstand an den Innenwiderstand der Wechselspannungsquelle angepaßt und so bemessen ist. daß die Wechselspannung von der entsprechend gewählten Zündspannung eines Thyristors geradlinig bis zu ihrem nächsten Nulldurchgang absinkt, so daß der Effektivwert bzw. Mittelwert der gleichgerichteten Wechselspannung praktisch konstant bleibt.
Die Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß der Spannungsteiler jeweils über gegensinnig gepolte Dioden und Z-Dioden mit den Steuerelektroden der Thyristoren verbunden ist und daß der Vorwiderstand an den Innenwiderstand der Wechselspannungsquelle angepaßt und so bemessen ist. daß die Wechselspannung von der entsprechend gewählten Zündspannung eines Thyristors geradlinig bis zu ihrem nächsten Nulldurchgang absinkt, so daß der Effektivwert bzw. Mittelwert der gleichgerichteten Wechselspannung praktisch konstant bleibt.
Besonders einfache Verhältnisse ergeben sich, wenn als Spannungsquelle ein Wechselrichter dient,
der eine rechteckförmige Spannung liefert, die durch einen nachgeschalteten Bandpaß in eine annähernd sinusförmige
Spannung umgewandelt wird. Der Bandpaß besteht dabei in der Regel aus einem Parallelresonanzkreis,
der über einen Serienresonanzkreis an den Wechselrichter angeschlossen ist. Unter diesen
Voraussetzungen kann der Widerstand der Begrenzeranordnung von rein ohmschem Charakter
so sein. Seine Größe läßt sich annäherungsweise leicht berechnen. Es ergibt sich dabei, daß der Kondensator
des Parallelresonanzkreises mit diesem Widerstand eine Zeitkonstante ergeben soll, die etwa einem Viertel
der Halbweliendauer entspricht. Im übrigen läßt sich das optimale Ergebnis am einfachsten experimentell
durch stetige Veränderung des Widerstandes bei gleichzeitiger oszillografischer Beobachtung der Spannungsform
ermitteln. Ein solches Verfahren wird man auch dann anwenden, wenn der Innenwiderstand der
Spannungsquelle eine induktive Komponente aufweist. In diesem Fall muß auch der Begrenzerwiderstand
eine Blindkomponente besitzen. Dieser Begrenzwiderstand besteht dann vorzugsweise aus der Reihenschaltung
eines Widerstandes mit einem Kondensator, dem ein weiterer Entladewiderstand parallelgeschaltet
ist:
Einzelheiten der Erfindung werden an Hand der Figuren erläutert.
Fig. 1 zeigt den prinzipiellen Aufbau einer Stromversorgungsanlage
mit der erfindungsgemäßen Verbesserung,
Fig. 2 den Aufbau des Begrenzers,
Fig. 3 den Verlauf der Wechselspannung mit und ohne Begrenzung und
F i g. 4 die Abhängigkeit des Effektivwertes und des Gleichrichtwertes der Wechselspannung von der
Größe der Überspannung ohne Begrenzung.
In Fig. 1 ist eine Wechselspannungsquelle, z.B. ein Wechselrichter, mit 1 bezeichnet. Er wird über eine
Eingangsklemme 11 mit Gleichspannung gespeist und ist wechselspannungsseitig an eine Sammelschiene 2
angeschlossen. Mit dieser sind verschiedene Verbraucher, z.B. zwei Wechselspannungsverbraucher 31 und
32 und zwei Gleichspannungsverbraucher 51 und 52 — letztere über vorgeschaltete Gleichrichter mit Siebgliedern
41 und 42 — verbunden. Außerdem ist an die Sammelschiene 2 die Begrenzereinrichtung 6 angeschlossen.
Einzelheiten der Begrenzereinheit 6 sind in F i g. 2 dargestellt. In diesem zweipoligen Schaltbild ist der
eigentliche Wechselrichter mit 12 bezeichnet. An ihn sind die Sammelschienen 21 und 22 über einen Serienresonanzkreis
13, 14 angeschlossen. Zwischen den Sammelschienen liegt ein Parallelresonanzkreis
15, 16. Diese Resonanzkreise sind beispielsweise auf 50 Hz abgestimmt. Zwischen den Sammelschienen
21 und 22 liegt ferner ein Begrenzungswiderstand 63 über zwei antiparallelgeschaltete Thyristoren 61 und
62. Die Steuerstrecke jedes Thyristors ist über eine Kombination 67, 68 aus einer Z-Diode und einer
gewöhnlichen Diode an zugeordnete Teilwiderstände 64 bzw. 66 eines zwischen den Schienen 21 und 22
liegenden Spannungsteilers angeschlossen, der aus den Widerständen 64,65 und 66 besteht.
Die Abgriffe an dem erwähnten Spannungsteiler und die Durchbruchspannung der verwendeten Z-Dioden
wird so gewählt, daß die Thyristoren bei einer ganz bestimmten Überspannung gezündet werden. In
Fig. 3 ist der Verlauf der Wechselspannung Uw zwisehen
den Sammelschienen, bezogen auf den Nennwert Un, dargestellt. Die Darstellung geht von der
Annahme aus, daß die Begrenzung bei 20% Überspannung, nämlich bei einer Grenzspannung Ux wirksam
werden soll. Es ist der Verlauf einer Wechsel-
M Spannungsperiode bei Nennwert der Amplitude und eine Periode bei 60% Überspannung dargestellt. Sobald die Begrenzungseinrichtung anspricht, ergibt sich
an den Sammelschienen ein dreieckförmiger Spannüngsverlauf.
Der Effektiv- und der Gleichrichtwert eines solchen Spannungsverlaufes ändert sich von einem bestimmten
Zündwinkel an mit weiter zunehmender Überspannung nur noch geringfügig. Diese Verhältnisse
zeigt Fig. 4, wo der Effektivwert (ausgezogene 5 Kurve) und der Gleichrichtwert (gestrichelte Kurve)
bezogen auf den jeweiligen Nennwert abhängig von der Größe der ebenfalls auf den Nennwert bezogenen
Wechselspannung aufgetragen ist. Man erkennt, daß sowohl Effektivwert wie auch Gleichrichtwert der
Spannung zwischen den Sammelschienen in einem Bereich bis 100% Überspannung die Toleranzgrenzen
+ 10% und —5% nicht überschreiten.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (4)
1. Stromversorgungsanlage für parallelgeschaltete Verbraucher mit einer praktisch konstante
Nennspannung liefernden Wechselspannungsquelle und einer Überspannungsbegrenzung durch einen
steuerbaren Parallelpfad, bestehend aus zwei antiparallelgeschalteten Thyristoren mit gemeinsamem
Vorwiderstand, in deren Steuerkreisen Dioden und Z-Dioden angeordnet sind, wobei der Wechselspannungsquelle
ein Spannungsteiler parallelgeschaltet ist, der mit den Steuerelektroden der Thyristoren
verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Spannungsteiler (64,65,66) jeweils
über gegensinnig gepolte Dioden und Z-Dioden (67,68) mit den Steuerelektroden der Thyristoren
(61,62) verbunden ist und daß der Vorwiderstand (63) an den Innenwiderstand der Wechselspannungsquelle
angepaßt und so bemessen ist. daß die Wechselspannung (U,,) von der entsprechend
gewählten Zündspannung (U7) eines Thyristors geradlinig
bis zu ihrem nächsten Nulldurchgang absinkt, so daß der Effekivwert bzw. Mittelwert der
gleichgerichteten Wechselspannung praktisch konstant bleibt.
2. Stromversorgungsanlage nach Anspruch 1 mit einer Wechselspannungsquelle mit überwiegend
induktivem Innenwiderstand, dadurch gekennzeichnet, daß in Reihe mit dem Vorwiderstand ein
Kondensator geschaltet ist, dem ein Entladewiderstand parallel liegt.
3. Stromversorgungsanlage nach Anspruch 1 mit einem eine rechteckförmige Spannung liefernden
Wechselrichter als Wechselspannungsquelle, an dessen Ausgang ein Parallelresonanzkreis über
einen Serienresonanzkreis angeschlossen ist, dadurch gekennzeichnet, daß als Vorwiderstand (63)
ein rein ohmscher Widerstand dient.
4. Stromversorgungsanlage nach Anspruch 3. dadurch gekennzeichnet, daß der Vorwiderstand (63)
dem Kondensator (16) des Parallelresonanzkreises (15, 16) so angepaßt ist, daß sich eine Zeitkonstante
von etwa einem Viertel der Halbwellendauer ergibt.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES0101163 | 1965-12-24 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1513552C true DE1513552C (de) | 1973-01-11 |
Family
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