DE1510575C3 - Aus mehreren Vorzwirnen unterschiedlicher Dehnungsfähigkeit zusammengesetzter Zwirn oder Kord - Google Patents
Aus mehreren Vorzwirnen unterschiedlicher Dehnungsfähigkeit zusammengesetzter Zwirn oder KordInfo
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- D02—YARNS; MECHANICAL FINISHING OF YARNS OR ROPES; WARPING OR BEAMING
- D02G—CRIMPING OR CURLING FIBRES, FILAMENTS, THREADS, OR YARNS; YARNS OR THREADS
- D02G3/00—Yarns or threads, e.g. fancy yarns; Processes or apparatus for the production thereof, not otherwise provided for
- D02G3/44—Yarns or threads characterised by the purpose for which they are designed
- D02G3/48—Tyre cords
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Description
male Angleichung beider Garne ergibt sich andererseits bei etwa 100 Drehungen/m — ebenfalls in
Z-Richtung — als Ausgangszustand für den Polyamidvorzwirn. Im Verlaufe des Auszwirnens gewinnt
das Reyongarn durch das Zurückdrehen seiner Vorzwirndrehung an Länge. Auch das Polyamidgarn
wird zunächst langer — jedoch nur entsprechend dem Abbau seiner 100 Vorzwirndrehungen, während
es dagegen durch das Aufbringen der nachfolgenden 400 Drehungen in S-Richtung im Endeffekt an
Länge verliert. In dem fertigen Mischzwirn zeigt sich dies darin, daß das länger gewordene Reyongarn das
kurzer gewordene Polyamidgarn umschlingt. Als erwünschte
Auswirkung ergeben sich für Reyongarn höhere, dem Polyamid ähnliche Dehnungswerte.
Durch Verstrecken eines derartigen Mischzwirnes in einem nachfolgenden Behandlungsprozeß lassen sich
Dehnungswerte erreichen, die zwischen denen von Zwirnen bzw. Korden aus jeweils nur einer Faserkomponente
liegen.
Claims (6)
1. Aus mehreren Vorzwirnen unterschiedlicher des Zwirnes aufgegebene Drehung kann in an sich
Dehnungsfähigkeit zusammengesetzter Zwirn 5 bekannter Weise der Drehung der Vorzwirne entge-
oder Kord zur Verwendung als Festigkeitsträger gengerichtet sein. Wenn dagegen die Vorzwirne unfiir
Verstärkungseinlagen insbesondere in Fahr- tereinander gleiche Drehungsrichtung aufweisen,
zeugluftreifen, dadurch gekennzeich- werden die ursprünglichen Vorzwirndrehungen beim
net, daß die Vorzwirne höherer Dehnungsfähig- Auszwirnen reduziert; doch bleiben die Drehungskeit
mit niedrigerer Drehung als die Vorzwirne io unterschiede im fertigen Zwirn erhalten,
niedrigerer Dehnüngsfähigkeit hergestellt sind. . , Ganz allgemein gilt, daß die günstigste Festigkeits-
niedrigerer Dehnüngsfähigkeit hergestellt sind. . , Ganz allgemein gilt, daß die günstigste Festigkeits-
2. Zwirn oder Kord nach Anspruch 1, dadurch ausnutzung der Einzelfäden im Mischzwirn dann ergekennzeichnet,
daß die Drehung der Vorzwirne reicht ist, wenn die Einzelfäden im Zwirnverband
mit höherer Dehungsfähigkeit niedriger als die gleiche Dehnungseigenschaften haben, d. h., wenn sie
Drehung des Auszwirnes ist. 15 bei Belastung bis zum Bruch gleichzeitig zerreißen.
3. Zwirn oder Kord nach Anspruch 1 oder 2, Es ist bekannt, die Dehnungsfähigkeit eines -Fadens
dadurch gekennzeichnet, daß die Drehung der durch Erhöhen seiner Drehung zu steigern und3 damit
Vorzwirne mit niedrigerer Dehnungsfähigkeit die auf Grund unterschiedlicher Materialeigenschafgleich
der Drehung des Auszwirnes ist. ten bestehenden Dehnungsunterschiede der Vor-
4. Zwirn oder Kord nach Anspruch 3, dadurch 20 zwirne abzubauen. Dabei erhält im fertigen Zwirn
gekennzeichnet, daß die Vorzwirne gleich oder der Vorzwirn aus dem dehnungsärmeren Material
annähernd gleich großen Fadenqüerschnitt auf- höhere Drehungen als der Vorzwirn aus dem deh- /ja
weisen. nungsreicheren Material. Dies gilt auch für den Fall, ™
5. Zwirn oder Kord nach den Ansprüchen 1 daß der Vorzwirn mit der niedrigeren Materialdehbis
4, dadurch gekennzeichnet, daß die ausge- 25 nung im fertigen Mischzwirn eine dem Auszwirn entzwirnten
Vorzwirne im wesentlichen gleich große gegengesetzte Drehung aufweist, wenn also diesem
Zerreißfestigkeit aufweisen. Vorzwirn vor dem Auszwirnen gegenüber dem
6. Zwirn oder Kord nach einem der An- Mischzwirn eine höhere und entgegengesetzte Vorsprüche
1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß er zwirndrehung erteilt war. Die hohen Vorzwirndreim
fertigen Zustand nachverstreckt ist. 30 hungen setzen jedoch die Festigkeit des Fadens besonders
bei niedrigen Dehnungswerten herab, ohne daß damit die dynamischen Eigenschaften des
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Mischzwirnes verbessert würden, da diese im wesentlichen von den Auszwirndrehungen abhängig sind.
35 Die Erfindung führt entgegen den herkömmlichen
Die Erfindung bezieht sich auf aus mehreren Vor- Überlegungen zu Mischzwirnen, die eine optimale
zwirnen unterschiedlicher Dehnungsfähigkeit zusam- Festigkeitsausnutzung der Einzelkomponenten gemengesetzte
Zwirne oder Korde zur Verwendung als statten. Mit einer niedrigeren Vorzwirndrehung und
Festigkeitsträger für Verstärkungseinlagen in Fahr- folglich einer im fertigen Mischzwirn höheren Drezeugluftreifen
oder anderen Artikeln aus Gummi 4° hung des Fadens höherer Materialdehnung gegen-
oder Kunststoff. .. , . über der des Fadens niedrigerer Materialdehnung
Es ist bekannt, Stapelfasern und auch Fäden aus war eine solche Verbesserung an sich nicht zu erwarendlosen
Fasern unterschiedlicher Materialien und ten. Eine Erklärung für diese überraschende Wirmit
voneinander abweichenden physikalischen Eigen- kung findet sich darin, daß die übliche Betrachtungs- \%
schäften in einem einheitlichen Faden zusammenzu- 45 weise die während des Auszwirnprozesses durch die
fassen. Die zum Teil entgegengerichteten Eigenschaf- Drehungsänderung der Vorzwirne stattfindenden
ten der Einzelfasern bzw. -fäden finden in einem sol- Längenänderungen der Vorzwirnfäden außer acht
chen Mischgarn oder Mischzwirn einen Ausgleich, läßt. Bei der Einarbeitung in den Mischzwirn wird
der zur Entstehung eines neuartigen Festigkeitsträ- die im Vorzwirn eingedrehte Fadenverkürzung durch
gers mit einstellbaren, auf den besonderen Einsatzfall 5° den Abbau der Zwirndrehungen im Verlauf des Ausausgerichteten
Eigenschaften führt. Es lassen sich zwirnprozesses wieder aufgehoben, wobei aber die
beispielsweise die Zugfestigkeit und Haltbarkeit der gewonnene Garnlänge wegen der konstanten Zuliefe-Kordfäden
für die Verstärkungseinlagen in Fahrzeug- rung der Vorzwirngame auf der Zwirnmaschine in
luftreifen durch Zwirnen von hochfesten Polyamid- den entstehenden Mischzwirn mit eingearbeitet wird,
fäden mit Reyonfäden verbessern, ohne dafür eine 55 Entgegen der bisherigen Annahme wird daher die
unzulässige Breitenzunahme des fertigen Reifens in Dehnung der Vorzwirngame im fertigen Mischzwirn
Kauf nehmen zu müssen, wie sie bei Verwendung oder Mischkord tatsächlich mit verminderten Vorvon
Polyamid allein auftritt. zwirndrehungen reduziert, weil die Auszwirndrehun-
Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, gen notwendig höher als die Vorzwirndrehungen ausfür
die Verwendung von Verstärkungseinlagen in 60 fallen müssen.
elastischen Gummi- oder Kunststoffartikeln geeig- In Ausführung des Erfindungsgedankens kann ein
nete Mischzwirne dahingehend zu verbessern, daß Mischzwirn beispielsweise aus einem Reyongarn mit
die Festigkeitseigenschaften zweier Fäden aus unter- 500 Drehungen/m in Z-Richtung und einem Polyaschiedlichem
Material mit abweichenden physikali- midfaden zusammengesetzt werden, wobei eine Aussehen
Eigenschaften optimal genutzt werden können. 65 zwirndrehung von ebenfalls 500/m, jedoch in
Nach der Erfindung kennzeichnen sich Zwirne S-Richtung angewendet wird. Unter diesen Vorausoder Korde der eingangs geschilderten Gattung Setzungen weist das Reyongarn im fertigen Mischdurch
unterschiedliche Drehungen der Vorzwirne. zwirn keine Vorzwirndrehung mehr auf. Die opti-
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEC0038590 | 1966-03-25 |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1510575A1 DE1510575A1 (de) | 1970-03-12 |
| DE1510575B2 DE1510575B2 (de) | 1973-07-26 |
| DE1510575C3 true DE1510575C3 (de) | 1974-02-28 |
Family
ID=7023357
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19661510575 Expired DE1510575C3 (de) | 1966-03-25 | 1966-03-25 | Aus mehreren Vorzwirnen unterschiedlicher Dehnungsfähigkeit zusammengesetzter Zwirn oder Kord |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1510575C3 (de) |
Families Citing this family (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2565261B1 (fr) * | 1984-06-05 | 1987-05-15 | Verdol Sa | Procede pour la realisation de fils cables de grande regularite et dispositif pour sa mise en oeuvre |
| DE10324145B4 (de) * | 2003-05-26 | 2006-06-01 | Vibracoustic Gmbh & Co. Kg | Verwendung eines schlauchförmigen Körpers |
-
1966
- 1966-03-25 DE DE19661510575 patent/DE1510575C3/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE1510575B2 (de) | 1973-07-26 |
| DE1510575A1 (de) | 1970-03-12 |
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Legal Events
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|---|---|---|---|
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) | ||
| E77 | Valid patent as to the heymanns-index 1977 | ||
| EHJ | Ceased/non-payment of the annual fee |