DE1508405C - Einrichtung zum Patentieren von Walz draht in einem Warmetragerfließbett - Google Patents
Einrichtung zum Patentieren von Walz draht in einem WarmetragerfließbettInfo
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Description
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Die Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung Wärmeträgern durch ein verhältnismäßig enges Kühlzum
Patentieren von Walzdraht in einem Wärme- rohr geführt wird, welches außen von flüssigem Stickträgerfließbett,
wobei unter Vermeidung von Bainit stoff oder auch einem anderen verflüssigten Kühlgas
ein sorbitisches Gefüge erzielt werden soll. Einrich- umgeben ist. Auch hier kann man von einem Wärmetungen
dazu bestehen, wie andere Anlagen zur Wärme- S trägerfließbett und einem Wärmeträgerkreislauf
behandlung metallischen Gutes, die mit einem Wärme- sprechen, doch sind hier die feinkörnigen Wärmeträgerfließbett
arbeiten, in ihrem grundsätzlichen Auf- träger nur Hilfsmittel, welche den Wärmeübergang
bau aus Fließbettkammer mit Gutaufgabe und Gut- vom flüssigen Stickstoff auf den Draht beeinflussen
abzug, zumeist auch einem Wärmeträgerkreislauf und sollen. Im übrigen soll bei der bekannten Einrichtung
einem Trägergasleitungssystem mit Gebläse. — Ein io der Wärmeübergang gesteuert werden durch Variation
Wärmeträgerfließbett hat bei der Patentierung von der Durchzugsgeschwindigkeit des zu behandelnden
Draht gegenüber der bloßen Luftabkühlung den Vor- Drahtes durch das Kühlrohr, die Temperatur des
zug wesentlich höherer Wärmeübergangszahlen. Es Trägergases für den Wärmeträgerkreislauf und den
ermöglicht daher insbesondere wenn der Draht in Strom des flüssigen Stickstoffs. Das ist funktionell
Windungen aufgefächert behandelt wird, die unmittel- 15 keine Regelung. Darüber hinaus ist selbst eine
bare Kombination von modernen, mit großer Ge- betriebsmäßig sichere Steuerung der Patentierung
schwindigkeit arbeitenden Drahtwalzwerken mit einer so, daß kein Bainit entsteht, kaum möglich, zumal
Patentierungsanlage, die infolge ihrer starken Kühl- die Durchzugsgeschwindigkeit vom zugeordneten
wirkung einen Draht erzeugt, der in seiner Qualität Walzwerk abhängt und kaum variiert werden
dem bleipatentierten Draht gleichwertig ist. Bekannt- 20 kann.
lieh ist die Kombination von Bleipatentierungsanlagen Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine
mit schnellaufenden Drahtstraßen bisher nicht, mög- Einrichtung zu schaffen, mit der auf einfache Weise
lieh. Ein Hauptproblem beim Patentieren von Walz- und mit Sicherheit sowie für die großtechnische Praxis
draht in einem Wärmeträgerfließbett ist die Regelung eines Drahtwerkes geeignet die Verhältnisse so ge-
der Temperatur und der Abkühlungsgeschwindigkeit 25 regelt werden können, daß die Bildung eines zum
des Drahtes, der aus der Walzhitze heraus durch das Ziehen gut geeigneten Sorbits erreicht und die BiI-
Wärmeträgerfließbett aus von dem Trägergas durch- dung von Bainit vermieden wird,
strömten feinkörnigen Wärmeträgern kontinuierlich Die Erfindung geht aus von einer Einrichtung zum
hindurchgeführt wird. Patentieren von Walzdraht in einem Wärmeträger-
Maßnahmen zum Patentieren von Stahldraht aus 30 fließbett, bestehend aus einer Fließbettkammer mit
der Walzhitze heraus sind in verschiedenen Aus- Drahtaufgabe und Drahtabzug, einem Wärmeträgerführungsformen
bekannt. Insbesondere ist bekannt kreislauf und einem Trägergasleitungssystem mit Ge-(vgl.
französische Patentschrift 1 392 709), den zu .blase. Die erfindungsgemäße Einrichtung ist gekennpatentierenden
Draht durch ein Wärmeträgerfließbett zeichnet durch einen als Zwischenrost ausgebildeten
mit bestimmter Transportgeschwindigkeit kontinuier- 35 Förderer für den aufgefächerten Draht, eine in
lieh hindurchzuführen. Der Draht wird dabei glatt den Wärmeträgerkreislauf eingeschaltete, einstellbare
oder in Windungen, z. B. auch aufgefächert, geführt. Kühlvorrichtung, eine Einrichtung zur Einstellung
Letzteres ist auch bei anderen Kühlmaßnahmen be- der Strömungsgeschwindigkeit des Trägergases, eine
kannt (vgl. USA.-Patentschrift 3103 237). Zwar kennt dem Drahtabzug zugeordnete Temperaturmeßeinman
im Rahmen der bekannten Maßnahmen genau 40 richtung für die Drahtaustrittstemperatur und einen
die thermodynamischen und metallurgischen Zu- dieser Temperaturmeßeinrichtung zugeordneten, die
sammenhänge (vgl. »Wire and Wire Products«, 1957, Transportgeschwindigkeit des Förderers beeinflussen-S.
1179 bis 1182), es kann jedoch betriebsmäßig nicht den Regelkreis. Eine regelbare Kühlung der Wärmesichergestellt
werden, daß der patentierte Stahldraht träger erreicht man einfach und funktionssicher dastets
das sorbitische Gefüge aufweist, welches für 45 durch, daß der Wärmeträgerkreislauf aus einer im
optimale Qualität erforderlich ist. Schwankende An- Bereich des Drahtabzuges angeordneten Senke für die
f angsbedingungen oder Randbedingungen in thermo- Wärmeträger, einem zur Kühlvorrichtung und von der
dynamischer Hinsicht führen zu Qualitätsbeeinträch- Kühlvorrichtung zurück zum Wärmeträgerfließbett in
tigungen, entweder durch Bildung von Bainit oder dem Bereich der Drahtaufgabe geführten Rohrsystem
eines nicht gut ausgebildeten Sorbits. Es wurde vor- 50 und einer pneumatischen Fördereinrichtung für die
geschlagen, die Qualität des Drahtes durch Verände- Wärmeträger besteht, wobei das Wärmeträgerfließbett
rung der Kühlmittelmenge, d. h. durch die Intensität von der Drahtaufgabe zum Drahtabzug abwärts geder
Kühlung zu steuern, dieses Verfahren ist bei. An- neigt angeordnet sein kann. Die Einrichtung zur Einwendung
eines Fließbettes als Kühlmittel wenig ge- stellung der Strömungsgeschwindigkeit des Trägereignet.
— Im übrigen kennt man im Zusammenhang 55 gases besteht zweckmäßigerweise aus einem oder
mit der Wärmebehandlung metallischer Gegenstände, mehreren Ventilen, die in der Trägergasverteilerleitung
die in ein Wärmeträgerfließbett gleichsam eingetaucht angeordnet sind.
werden, eine Vielzahl von regeltechnischen Maß- Die durch die Erfindung erreichten Vorteile sind
nahmen (vgl. USA.-Patentschrift 3 053 704), diese vor allem darin zu sehen, daß mit einer erfindungsführen
jedoch nicht zur Lösung der Probleme, die 60 gemäßen Einrichtung auf einfache Weise und mit
beim Patentieren von Walzdraht in einem Wärme- Sicherheit im Zuge der Patentierung von Stahldraht
trägerfließbett auftreten. Das gilt auch für eine Ein- aus der Walzhitze heraus die Bildung von Bainit verrichtung
zum Patentieren von Walzdraht aus Fließ- hindert werden kann, wobei die Einrichtung ohne
bettkammer mit Drahtaufgabe und Drahtabzug, weiteres mit modernen Drahtwalzwerken hoher WaIz-Wärmeträgerkreislauf
und Trägergasleitungssystem 65 geschwindigkeit kombinierbar ist.
mit Gebläse (vgl. britische Patentschrift 1 036 894), Im folgenden wird die Erfindung an Hand einer bei der der Walzdraht unmittelbar aus der Walzhitze lediglich ein Ausführungsbeispiel darstellenden Zeichheraus zusammen mit einem Strom von feinkörnigen nung ausführlicher erläutert,· es zeigt
mit Gebläse (vgl. britische Patentschrift 1 036 894), Im folgenden wird die Erfindung an Hand einer bei der der Walzdraht unmittelbar aus der Walzhitze lediglich ein Ausführungsbeispiel darstellenden Zeichheraus zusammen mit einem Strom von feinkörnigen nung ausführlicher erläutert,· es zeigt
3 · ■ 4
F i g. 1 schematisch eine erfindungsgemäße Ein- und legt sich folglich in Windungen aufgefächert auf.
richtung, das Fördermittel 2. Das Fördermittel 2 ist beispiels-
F i g. 2 ein Diagramm mit Abkühlungskurven von weise ein Drahtnetz oder eine ähnliche Einrichtung,
Walzdraht im Zuge von Patentierungsmaßnahmen. bei der die Förderunterlage aus mehreren parallel ge-
Die in der F i g. 1 dargestellte Einrichtung dient 5 führten Seilen aufgebaut ist. Am Eingang des Förderzum
Patentieren von Walzdraht (Stahldraht) aus der bandes läuft das Drahtnetz z. B. über eine ebene
Walzhitze heraus und besteht in ihrem grundsätz- Platte, auf der sich eine Schüttung der Wärmeträger
liehen Aufbau aus einem Wärmeträgerfließbett 1 mit aufbaut, die das Fließbett begrenzt. Im Bereich des
Förderer 2 für den Transport des zu patentierenden Ausgangs befindet sich die schon beschriebene Senke,
Walzdrahtes 3 durch das Wärmeträgerfließbett 1 hin- io welche bewirkt, daß die fluidisierten Wärmeträger
durch, Drahtaufgabe (bei 23) und Drahtabzug 8 sowie hier gleichsam eine Schürze bilden, die. von dem
Trägergasleitungssystem 19, 20 mit Gebläse. Als patentierten Draht 3 durchstoßen wird. Damit ist
Wärmeträger werden z. B. keramische Stoffe oder zwischen Drahtaufgabe 4 und Drahtabzug 8 unter Be-Magnesiumoxyd,
Schüttgewicht 1,5 bis 5 g/ccm, rücksichtigung der Transportgeschwindigkeit des För-Korngröße
0,01 bis 0,15 mm eingesetzt. Die Einrich- 15 dermittels 2 eine eindeutige Aufenthaltszeit des zu
tung besitzt einen Wärmeträgerkreislauf 5 mit darin patentierenden Drahtes im Wärmeträgerfließbett 1
eingeschalteter, einstellbarer Kühlvorrichtung 6, eine gegeben. Folglich ist es möglich, im Sinne des erfin-Einrichtung
zur Einstellung der Strömungsgeschwin- dungsgemäßen Verfahrens einerseits durch Kühlung
digkeit des Trägergases und eine dem Drahtabzug zu- der Wärmeträger und Einstellung der Strömungsgegeordnete
Temperaturmeßeinrichtung für die Draht- ao schwindigkeit des Trägergases die theoretische Abtemperatur
mit zugeordnetem, die Transportgeschwin- kühlungsgrenze für den zu patentierenden Draht 3
digkeit des Förderers 2 beeinflussendem Regelkreis. festzulegen und andererseits durch Beeinflussung der
Die Kühlvorrichtung kann auch, an anderer Stelle an- Transportgeschwindigkeit des Förderers 2 die Ausgeordnet
sein. Der Wärmeträgerkreislauf 5 weist eine trittstemperatur des patentierten Drahtes auf einen
im Bereich des Drahtabzuges angeordnete Senke 7 25 die Bildung von Bainit ausschließenden Wert zu
für die Wärmeträger auf. Zum Wärmeträgerkreislauf regeln. — Wenn zu befürchten ist, daß der eingehört
ein zur Kühlvorrichtung 6 und von der Kühl- laufende Draht starke Temperaturschwankungen aufvorrichtung
zurück zum Fließbett in den Bereich der weist, kann es zweckmäßig sein, den einlaufenden
Drahtaufgabe geführtes Rohrsystem 5 und eine For- Draht durch eine vorgeschaltete Wasserkühlung od.
dereinrichtung, z. B. eine pneumatische Förderein- 30 dgl. auf bestimmte Einlauftemperatur zu regeln,
richtung aus Rohrleitungen und Gebläse, für die Zum besseren Verständnis der erfindungsgemäßen
Wärmeträger, wobei das Wärmeträgerfließbett 1 von Maßnahmen werden im folgenden an Hand der
der Drahtaufgabe4 zum Drahtabzug8 abwärts ge- Fig. 2 einige Ausführungen zur Metallurgie der
neigt angeordnet sein kann. Die Einrichtung zur Ein- Drahtpatentierung angeschlossen:
stellung der Strömungsgeschwindigkeit des Träger- 35 Bei der Wärmebehandlung von kohlenstoffhaltigen
gases besteht aus einem oder aus mehreren Ventilen 9, Drähten kommt es darauf an, ein zum Ziehen geeigdie
im Trägergasleitungssystem zumeist und im Aus- netes Gefüge zu erhalten. Die zweite Anforderung,
führungsbeispiel unterhalb des Fließbettes 1 angeord- die gestellt werden muß, ist völlige Gleichmäßigkeit
net sind. Das Trägergas wird über ein besonderes, über die gesamte Drahtlänge. Das am besten zum
nicht gezeichnetes Gebläse gefördert. Die Temperatur- 40 Ziehen geeignete Gefüge ist der Sorbit. Sorbit ist eine
meßeinrichtung 11, die sich hinter dem Drahtabzüg 8 feine Ausbildungsform des Perlits, die sich bei der
befindet, ist zweckmäßigerweise als Strahlungspyro- Umwandlung des Austenits bei etwa 550° C bildet,
meter ausgeführt. Diese Temperaturmeßeinrichtung 11 Wird der Austenit bei tieferer Temperatur, vor allem
gehört zu einem Regelkreis, der in der Figur im unter 5000C umgewandelt, so wird der Perlit sehr
Blockbild aufgebaut ist. Der von der Temperaturmeß- 45 fein als Bainit ausgebildet. Dieses Gefüge ist wesenteinrichtung
11 gemessene Meßwert der Temperatur Hch härter als Sorbit und zum Ziehen ungeeignet. Bei
wird einem Meßwertwandler 12 und von dort einem über 5500C steigenden Umwandlungstemperaturen
Sollwert-Istwert-Vergleicher 13 im Regler 14 züge- wird der gebildete Perlit gröber. Vor allem bildet sich
führt. Der Regler 14 verstellt über einen Stellmotor an den Umrandungen der Perlitkörner ein Ferritnetz
15 den Antrieb eines Förderers 2. 50 aus. Diese Ausbildungsform des Gefüges — gröberer
Zur erfindungsgemäßen Einrichtung ist im einzel- Sorbit mit Ferritnetz — wird bei der sogenannten
nen noch beachtlich eine oberhalb des Wärmeträger- Luftpatentierung erreicht. Sie ergibt ebenfalls einen
fließbettes 1 mündende Saugleitung 16 mit Gebläse 17 gut ziehbaren Draht. Jedoch hält ein luftpatentierter
bzw. Ventilator, die oberhalb des Wärmeträgerfließ- Draht nicht die Zahl von Biegungen aus, die nach
bettes 1 einen Unterdruck erzeugt. In dieser Saug- 55 der deutschen Norm für Seildrähte verlangt werden,
leitung 16 befindet sich ein Abscheider. Die Abluft Bei der Torsionsprobe hat er dagegen ein gutes Erwird
über das Gebläse 17 und eine besondere Abluft- gebnis.
leitung 19 nach außen gedrückt oder auch über eine Für die Umwandlung eines Drahtes, der von Auste-
weitere Verbindungsleitung 20 im Kreislauf geführt, nitzustand, also von einer Temperatur oberhalb Ac3,
in dem Abscheider 18 abgeschiedene Wärmeträger 60 abgekühlt wird, ist das ZTU-Schaubild maßgeblich
werden über eine besondere Leitung 21 in die Kühl- (Kurvendarstellung). Die im Bild dick eingezeich-
vorrichtung 6 für die Wärmeträger eingeführt. Die neten Kurven stellen Beginn und Ende der Umwand-
Kühlvorrichtung 6 besteht aus einem Behälter 6, in lung dar. Ideal wäre es wahrscheinlich, wenn man
den der Wärmeträgerkreislauf einmündet, wobei den Draht gemäß Verlauf von Ac3 so schnell auf eine
dieser Behälter von Kühlschlangen 22, die ihrerseits 65 Temperatur von 5500C abkühlen könnte, daß er
von einem Kühlmittel durchströmt sind, durchsetzt ist. diese Temperatur erreicht hat, bevor die Umwandlung
Der zu patentierende Walzdraht gelangt über die beginnt, also in etwa 1,5 Sekunden. Anschließend
Drähtaufgabe 4 zu einem Haspel 23 mit Legearm müßte der Draht bei konstanter Temperatur durch
das Umwandlungsgebiet geführt werden, was etwa
18,5 Sekunden erfordert. Technisch realisierbar ist dieser Idealfall nur für sehr dünne Drähte. Für den
gängigen Drahtdurchmesser von 5,5 mm war eine derartig schnelle Abkühlung bisher nicht möglich. Sie
ist praktisch nur mit Wasser denkbar und stellt erhebliche Regelprobleme.
Die praktisch durchgeführten Methoden sind die Luft- und die Bleibadabkühlung. Die Luftabkühlung
ist als Kurve d im Bild eingesetzt. Sie ergibt ein Gefüge mit einem ausgeprägten Ferritnetz und damit
schlechtere Biegewerte. Die Abkühlung mit Luft ist so langsam, daß selbst bei Beibehaltung der vollen
Kühlwirkung während der Umwandlung nicht die Gefahr der Bildung von Bainit besteht.
Als Kurve α ist die übliche Bleibadabkühlung eingezeichnet.
Sie erfolgt in Bleibädern von etwa 500° C. Die Abkühlung erfolgt wesentlich schneller..Bei der
durch das Bleibad erreichten Abkühlungsgeschwindigkeit darf die Kühlung während der Umwandlung
nicht voll aufrechterhalten werden, weil sie sonst vor abgeschlossener Umwandlung ins Bainitgebiet einlaufen
würde und sich damit ein Anteil Bainit bilden würde. Das wird erreicht, indem das Bleibad auf der
Temperatur von etwa 500° C gehalten wird, bei der a5
sich kein Bainit bilden kann.
Als Kurven b und c ist die Abkühlung im Wärmeträgerfließbett
einer erfindungsgemäßen Einrichtung eingezeichnet. Man sieht, daß die Abkühlung nach 6
bis 8 Sekunden (je nach Wärmeübergangszahl) abgebrachen werden muß, damit die Bainitbildung verhindert
wird. Anschließend kann der Draht zum Abschluß der Umwandlung durch Luft geführt werden.
Diese Verfahrensweise läßt sich bei der erfindungsgemäßen Einrichtung ohne Schwierigkeit erreichen.
Die Abkühlung an Luft ist so langsam, daß die Bildung von Bainit nicht zu erwarten ist, zumal während
der Umwandlung auch noch Wäme frei wird. Man kann aber zusätzlich den Draht beispielsweise über
Bleche führen, die ihn vor "Abstrahlungsverlusten schützen. Es ist die allgemeine Ansicht (nicht exakt
nachgewiesen), daß die Eigenschaften, vor allem die Biegezahlen, des Drahtes umso besser werden, je
schneller die Abkühlung erfolgt, d. h. je weiter der Idealfall der isothermen Umwandlung (Abkühlung
auf 550° C vor Umwandlungsbeginn) angenähert wird. Je schneller man aber abkühlt, d. h. je näher
man an diesen Idealfall herangeht, desto exakter muß der Draht rechtzeitig aus dem Kühlmedium herausgeführt
werden, damit die Bildung von Bainit verhindert wird. Wenn man sich durch zu frühes Herausführen
des Drahtes aus dem Kühlmedium eine Sicherheitsreserve läßt, so verschlechtert man die Qualität
des Drahtes entsprechend durch Bildung gröberen Perlits und vor allem durch Bildung eines Ferritnetzes
um die Perlitkörner. Das bedeutet, daß die Anforderungen an die Regelung um so größer werden, je
mehr man die Abkühlungsgeschwindigkeit steigert. Aus der Kurve c im Bild ist zu erkennen, daß die
Abkühlungsgeschwindigkeit im Fließbett schon recht hoch ist.
Es reicht aus, wenn der Draht während der Umwandlung an Luft geführt wird, wobei er gegebenenfalls
mit Blechen abgedeckt werden kann. Dagegen kann es vorteilhaft sein, wenn er nach (z. B. an Luft)
abgeschlossener Umwandlung in einem weiteren Fließbett auf Verladetemperatur abgekühlt wird.
Claims (3)
1. Einrichtung zum Patentieren von Walzdraht in einem Wärmeträgerfließbett, bestehend aus
einer Fließbettkammer mit Drahtaufgabe und Drahtabzug, einem Wärmeträgerkreislauf und
einem Trägergasleitungssystem mit Gebläse, gekennzeichnet durch einen als Zwischenrost
ausgebildeten Förderer (2) für den ausgefächerten Draht, eine in den Wärmeträgerkreislauf
eingeschaltete, einstellbare Kühlvorrichtung (6), eine Einrichtung zur Einstellung der Strömungsgeschwindigkeit
des Trägergases, eine dem Drahtabzug (8) zugeordnete Temperaturmeßeinrichtung (11) für die Drahtaustrittstemperatur und
einen dieser Temperaturmeßeinrichtung (11) zugeordneten, die Transportgeschwindigkeit des Förderers
(2) beeinflussenden Regelkreis (12, 13, 14 und 15). .
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Wärmeträgerkreislauf (5)
aus einer im Bereich des Drahtabzuges (8) angeordneten Senke (7) für die Wärmeträger, einem
zur Kühlvorrichtung (6) und von der Kühlvorrichtung (6) zurück zum Wärmeträgerfließbett (1) in
den Bereich der Drahtaufgabe (4) geführten Rohrsystem (5) und einer pneumatischen Fördereinrichtung
für die Wärmeträger besteht, wobei das Wärmeträgerfließbett (1) von der Drahtaufgabe
(4) zum Drahtabzug (8) abwärts geneigt angeordnet sein kann.
3. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung zur
Einstellung der Strömungsgeschwindigkeit des Trägergases aus einem oder mehreren Ventilen (9)
besteht, die in der Trägergasverteilerleitung (10) angeordnet sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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