DE1508156C3 - Aufhängung für kippbare metallurgische Gefäße, insbesondere für Konvertergefäße - Google Patents
Aufhängung für kippbare metallurgische Gefäße, insbesondere für KonvertergefäßeInfo
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Description
der einfachen Zahnradlagerung zurückgekehrt werden, da weder Gewichtsverlagerungen des Gefäßes
noch Wärmedehnung des Gefäßes eine nennenswerte Auswirkung auf die Lage der Kippzapfen haben, so
daß in jeder Stellung mit gutem Zahneingriff gerechnet
werden kann.
Eine Abstützung des Gefäßumfanges kann nunmehr nach einer Ausgestaltungsform der Erfindung
dennoch erreicht werden. Hierzu ist vorgesehen, daß die Zug-Druck-Träger einerseits und das Gefäß andererseits
mit Zentriermitteln für das Gefäß versehen sind.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung schematisch dargestellt und im folgenden
näher erläutert. Es zeigt
F i g. 1 den Aufriß eines Konvertergefäßes in der
erfindungsgemäßen Aufhängung,
F i g. 2 die wesentlichen Teile der erfindungsgemäßen Aufhängung in perspektivischer Ansicht und
auseinandergezogen, um deren Ausbildung klarer zu erkennen.
In den Lagern 1 bis 4 sind die beiden Zapfen 5 und 6 gehalten. Das Lager 2 ist, wie bei 7 angedeutet,
als Festlager ausgebildet, während die übrigen Lager Axialbewegungen der Zapfen zulassen.
Jeder Zapfen läuft an der dem Gefäß zugewandten Seite in einen Schild 9 bzw. 10 aus, welcher mit
waagerechten Tragflächen 11 und 12 und senkrechten Tragflächen 13 und 14 versehen ist. Auf diese
Flächen stützt sich das Konvertergefäß 15 in seinen verschiedenen Lagen ab, und zwar mit Pratzen oder
im dargestellten Beispiel mit einem der Pratzenringe 16, die fest mit dem Gefäßmantel verbunden sind.
Wenn sich das Gefäß radial ausdehnt, so werden infolge der Reibung auf die Flächen 11 und 12 Kräfte
in radialer Richtung bzw. in axialer Richtung der Zapfen ausgeübt. Damit diese Kräfte nicht auf die
Lager übertragen werden, sind die Schilde 9 und 10 durch Mittel 17, 18 miteinander verbunden, die in
der F i g. 1 symbolisch als Zug- und Druckstangen dargestellt sind. Die beispielsweise auf den Schild 9
einwirkende radiale Kraft wird über die Stangen 17 und 18 auf den Schild 10 abgesetzt, kommt also
nicht auf die Lager 1 und 2 zur Auswirkung.
ίο Um zu gewährleisten, daß das Gefäß sich nach
beiden Richtungen hin ausdehnt und nicht einseitig verlagert, können zwischen dem Gefäß 15 und den
Verbindungsmitteln 17, 18 Zentriereinrichtungen eingebaut werden, die in Fi g. 1 durch den Vorsprung
20 und die beiden Anschläge 21 symbolisch dargestellt sind.
Die Verbindungsmittel 17, 18 sind gelenkig an den Schilden 9 und 10 angeschlossen, wie aus F i g. 2
ersichtlich ist. Sie verlaufen in waagerechter Rich-
ao tung bogenförmig um das Gefäß 15 herum. Als Befestigung dienen beispielsweise Bolzen 22. Diese gelenkige
Verbindung hat einesteils den Vorteil, daß die Zapfen und die Verbindungsmittel kein starres System
bilden, zum anderen ergibt sich die Möglichkeit einfacher Montage und Demontage.
Der Antrieb erfolgt über das Zahnrad 25 (F i g. 1) und ein einfaches Übersetzungsgetriebe, das zwischen
den Lagern 1 und 2 angreift. Das Übersetzungsgetriebe kann fest im Zusammenhang mit den
Lagern 1 und 2 aufgestellt werden.
Der Gefäßmantel ist von den Lagern 2,3 praktisch nur um die Schildbreite entfernt, es kann also im
Zwischenraum zwischen den Lagern ein ungewöhnlich großer Durchmesser des Gefäßes untergebracht
werden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (1)
1 2 .
geschlossen sind, verbunden sind. Bei einer solchen
Patentansprüche: Bauart können alle Kräfte übertragen werden, und
ferner können die Auflagermittel so gewählt werden,
1. Aufhängung für kippbare metallurgische Ge- daß sich das Gefäß infolge der Wärmeeinwirkung rafäße,
insbesondere für Konvertergefäße, die mit- 5 dial ausdehnen kann. Ein besonderer Vorteil besteht
tels doppelt gelagerten, vom Gefäß getrennten darin, daß die Wärmedehnungskräfte zwischen den .
Kippzapfen abgestützt sind, dadurch ge- beiden Zapfenschilden aufgenommen und nicht auf
kennzeichnet, daß die Kippzapfen (5,6) die Lager selbst übertragen werden. Die erfindungsgelaßseitig
als Schilde (9, K)) ausgebildet sind, an gemäße Bauart ergibt jedoch in verschiedener Hinderen
Ober- und Unterseite bei aufrecht ste- io sieht weitere bedeutsame Vorteile. Die Kippzapfen,
hendem Gefäß (15) senkrecht und waagerecht die Zug-Druck-Träger zwischen den beiderseitigen
. verlaufende Kraftübertragungsflächen (11, 12 Schilden und das Gefäß stellen getrennte Baueinhei-
bzvv. 13, 14) vorgesehen sind, in denen sich am ten dar, deren Montage schon in der Werkstatt ganz
Gefäß (15) befestigte Pratzen oder Pratzenringe wesentlich einfacher ist als das Zusammenschweißen
1 (16) abstützen, und daß die Kippzapfen (5, 6) un- 15 des Gefäßes mit dem Tragring und den Kippzapfen
tereinander mittels Zug-Druck-Trägern (17,18), nach den bekannten Bauarten.
die mit Gelenken (22) an die Schilde (9, 10) an- Auch die Beförderung des Gefäßes für sich ge-
. geschlossen sind, verbunden sind. trennt von den Kippzapfen mit Schilden und den
2. Aufhängung nach Anspruch 1, dadurch ge- Zug-Druck-Trägern zwischen diesen läßt sich leichkennzeichnet,
daß die Zug-Druck-Träger (17, 18) 20 ter bewerkstelligen, zumal das Gefäß ohne den üblieinerseits
und das Gefäß (15) andererseits mit chen Tragring und die Kippzapfen wesentlich leich-Zentriermitteln
(20, 21) für das Gefäß (15) verse- ter ist als bei der herkömmlichen Bauart unter Verhen
sind. . einigung der Einheiten Gefäß, Tragring und Kippzapfen. Auch die gegebenenfalls notwendig werdende
25 Demontage des Gefäßes, etwa zur Auswechslung, ist
bei dem aus getrennten Baueinheiten bestehenden erfindungsgemäßen Aufbau leichter als bei der bekannten
Bauart.
Die Erfindung betrifft eine Aufhängung für kipp- Darüber hinaus ergibt die erfindungsgemäße Gebare
metallurgische Gefäße, insbesondere für Kon- 30 staltung die Möglichkeit, den Kippzapfen-Lagerabvertergefäße,
die mittels doppelt gelagerten, vom Ge- stand bei gegebenem Gefäßdurchmesser wesentlich
faß getrennten Kippzapfen abgestützt sind. geringer zu halten als bisher.
Doppelte Zapfenlagerungen sind aus der belgi- Der Gefäßmantel ist im wesentlichen nur noch um
sehen Patentschrift 675 284 und der deutschen Aus- die Schildbreite von den Lagern entfernt, während
legeschrift 1 253 738 bekannt. Konverter und ahn- 35 bisher der Tragringdurchmesser den Lagerabstand
liehe kippbare metallurgische Gefäße der bekannten bestimmte. Hieraus folgt der Vorzug, wesentlich an
Bauart werden in der Regel mit einem Tragring ver- Länge der Konverterhalle sparen zu können, da sich
sehen, der mit zwei Zapfen in den Doppel-Lagern · die Verringerungen der Lagerabstände bei Aufstelruht.
Gefäß, Tragring und Zapfen bilden dabei eine lung mehrerer Konverter entsprechend addieren. Die
Einheit. In dieser stützt sich das Gefäß mit am Gefäß 40 Erfindung wirkt sich also letzten Endes sogar in
befestigten Pratzen auf den Tragring ab. Die hohe einer Verbilligung der Konverterhalle aus.
Last an den Pratzen-Auflageflächen verhindert je- Wenn die Kapazität eines Stahlwerkes durch Verdoch eine anzustrebende weitestgehend freie Wärme- größerung der Konvertereinheiten gesteigert werden dehnung des Gefäßes gegenüber dem Tragring. Da * soll, so wird auf Grund der Erfindung der Vorteil erder Tragring außerdem das Gefäß in seinem mittle- 45 zielt, größere Gefäße an die Stelle der bisherigen setren Bereich überdeckt, wird an der Tragring-Innen- zen zu können, ohne den Lagerabstand ändern zu selte eine höhere Temperatur als an der Tragring- müssen. Die Leistungssteigerung durch Volumenver-Außenseite erreicht und zudem die Wärmeabstrah- größerung der Gefäße ist also durch die Erfindung lung vom Gefäß durch den Tragring behindert. Die mit dem geringsten Aufwand möglich,
bekannte Vereinigung von Gefäß, Tragring und Zap- 50 Die Erfindung bietet weiter den Vorteil, daß der fen ist somit aus mehreren Gründen nicht immer Mantel des Gefäßes nicht durch einen Tragring mit günstig. relativ nur kleinen öffnungen verdeckt wird, .so daß Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine gerade die in bezug auf Gefäßwand-Durchbrüche geAufhängung für kippbare metallurgische Gefäße zu fährdete Mittelzone jederzeit bequem überwacht werschaffen, die einerseits die Wärmedehnung des Gefä- 55 den kann und die Wärmeabstrahlung nahezu ungeßes erleichtert und andererseits eine leichtere Bau- hindert vor sich gehen kann, so daß gefährliche Manweise der bekannten Einheit, bestehend aus Gefäß, teltemperaturen vermieden werden können. Außer-Tragring und Zapfen, gestattet. dem wird der Verschleiß des Futters durch niedrigere
Last an den Pratzen-Auflageflächen verhindert je- Wenn die Kapazität eines Stahlwerkes durch Verdoch eine anzustrebende weitestgehend freie Wärme- größerung der Konvertereinheiten gesteigert werden dehnung des Gefäßes gegenüber dem Tragring. Da * soll, so wird auf Grund der Erfindung der Vorteil erder Tragring außerdem das Gefäß in seinem mittle- 45 zielt, größere Gefäße an die Stelle der bisherigen setren Bereich überdeckt, wird an der Tragring-Innen- zen zu können, ohne den Lagerabstand ändern zu selte eine höhere Temperatur als an der Tragring- müssen. Die Leistungssteigerung durch Volumenver-Außenseite erreicht und zudem die Wärmeabstrah- größerung der Gefäße ist also durch die Erfindung lung vom Gefäß durch den Tragring behindert. Die mit dem geringsten Aufwand möglich,
bekannte Vereinigung von Gefäß, Tragring und Zap- 50 Die Erfindung bietet weiter den Vorteil, daß der fen ist somit aus mehreren Gründen nicht immer Mantel des Gefäßes nicht durch einen Tragring mit günstig. relativ nur kleinen öffnungen verdeckt wird, .so daß Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine gerade die in bezug auf Gefäßwand-Durchbrüche geAufhängung für kippbare metallurgische Gefäße zu fährdete Mittelzone jederzeit bequem überwacht werschaffen, die einerseits die Wärmedehnung des Gefä- 55 den kann und die Wärmeabstrahlung nahezu ungeßes erleichtert und andererseits eine leichtere Bau- hindert vor sich gehen kann, so daß gefährliche Manweise der bekannten Einheit, bestehend aus Gefäß, teltemperaturen vermieden werden können. Außer-Tragring und Zapfen, gestattet. dem wird der Verschleiß des Futters durch niedrigere
Die Lösung der gestellten Aufgabe bei der ein- Gefäßwand-Temperaturen vermindert,
gangs erwähnten Aufhängung für kippbare metallur- 60 Die Erfindung übt schließlich auch noch auf den
gische Gefäße besteht darin, daß die Kippzapfen ge- Antrieb vorteilhafte Ausstrahlungen aus. Bisher
fäßseitig als Schilde ausgebildet sind, an deren Ober- mußte gerade bei den großen Gefäßeinheiten, die an-
und Unterseite bei aufrecht stehendem Gefäß senk- gewendet werden, die Durchbiegung, Verlagerung
recht und waagerecht verlaufende Kraftübertra- und Schränkung der Kippzapfen bei der Gestaltung
gungsflächen vorgesehen sind, in denen sich am Ge- 65 des Antriebes berücksichtigt werden. Sowohl starre
faß befestigte Pratzen oder Pratzenringe abstützen, Antriebe als auch sogenannte reitende Antriebe sind
und daß die Kippzapfen untereinander mittels Zug- nicht ohne Schwierigkeiten anzuwenden. Auf Grund
Druck-Trägern, die mit Gelenken an die Schilde an- der vorliegenden Erfindung kann nun wiederum zu
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