DE1507259C - Schlegelwerk für einen Schlegelmähhäcksler - Google Patents
Schlegelwerk für einen SchlegelmähhäckslerInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Schlegelwerk für einen Schlegelmähhäcksler, das, wie etwa in der
USA.-Patentschrift 3 177 640 beschrieben, mit einem um eine waagerechte Achse rotierenden Werkzeugträger
und hieran radial abstehenden Haltevorrichtungen verseilen ist, an denen paarweise angeordnete,
abgewinkelte, auswechselbare, mit Schneidkanten versehene Schlegelmesser in Bohrungen aufgehängt
sind. Diese Schlegelmesser bestehen aus zueinander in einem stumpfen Winkel abgebogenen Plattenteilen,
die an den Seitenrändern mit Schneidkanten versehen sind. Die Aufhängeöffnungen befinden sich in diesen
Plattenteilen. Da die Schlegelmesser während ihres Umlaufs bei der Schneidarbeit erheblichen Stößen
ausgesetzt sind, unterliegen sowohl die die Haltevorrichtungen umfassenden Aufhängeöffnungen als auch
die die Schneidarbeit durchführenden Plattenteile mit ihren Schneidkanten starker Abnutzung. Dadurch
werden die Teile der Platten zwischen den Schneidkanten und den Aufhängeöffnungen in ihrer Breitenabmessung
gemindert und geschwächt. Die Gefahr eines vorzeitigen Anreißens der Messerplatten ist gegeben,
und deren Benutzungsdauer wird gemindert.
Diese Mängel sollen mit der Erfindung behoben werden, die diese Aufgabe durch eine neuartige Gestaltung
der Schlegelmesser und andersartige Anordnung der Aufhängeöffnungen erreicht. Zu diesem
Zweck weist gemäß der Lösung nach der Erfindung jedes der paarweise angeordneten Schlegelmesser
mittlere Befestigungsteile mit beidendig hiervon gleichsinnig abgewinkelten Endteilen auf, und an jedem
mittleren Befestigungsteil ist nahe den Endteilen je eine Aufhängebohrung vorgesehen. Da bei einer
solchen Ausführung die Aufhängebohrungen sich an Teilen der Schlegelmesser befinden, die außerhalb
der mit den Schneidkanten versehenen Endteile liegen, werden die auf die mit den Schneidkanten versehenen
Endteile sich auswirkende Stöße stark gemindert auf die mittleren Befestigungsteile übertragen,
und deshalb werden die dort vorgesehenen Aufhängebohrungen weit weniger ausgeschlagen und
folglich das Material weniger geschwächt, und es besteht keine Anreiß- und Bruchgefahr.
Eine zweckmäßige Ausführung dieser Bauart ergibt sich, wenn die mittleren Befestigungsteile als aneinander
zu legende flache Stegteile ausgebildet sind und die Schneidkanten der von den Stegteilen gleichsinnig
etwa im rechten Winkel abgewinkelten Endteile eine zueinander fortläufende Stirnkante bilden.
Die Haltevorrichtung besteht vorzugsweise aus einem in den freien Enden von im Werkzeugträger
befestigten Laschen angeordneten Haltebolzen und einem daran mittels ösenteilen aufgehängten V-förmigen
Bügel, an dessen tangential zu dem Haltebolzen verlaufenden Schenkeln die inneren, nicht in Schneidstellung
befindlichen Schneidkanten der in einem schrägen Winkel zu dem Werkzeugträger liegenden
Schlegelmesser anliegen.
Die Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und im folgenden näher beschrieben. Es zeigt
F i g. 1 einen Teil des Werkzeugträgers eines Schlegelmähhäcksler mit den am Träger befestigten
Schlegelmessern,
Fig. 2 einen Schnitt nach der Linie H-II der Fig. 1,
Fig. 3 ein über eine Haltevorrichtung am Werkzeugträger
aufgehängtes Messer in vergrößertem Maßstab, . .
Fig. 4 einen Schnitt nach der Linie IV-IV der Fig. 3.
Auf gegenüberliegenden Seiten eines um eine waagerechte Achse rotierenden Werkzeugträgers 1,
der im vorliegenden Ausführungsbeispiel als Vierkantlohr
ausgebildet ist, sind in bestimmten Abständen über geeignete Haltevorrichtungen 2 Schlegelmesser 3
befestigt. Der Werkzeugträger 1 ist in nicht dargestellten Lagern eines Schlegelmäh'häckslers quer zu
ίο dessen Fortbewegungsrichtung gelagert.
Jedes Schlegelmesser besteht aus zwei seitlich nebeneinanderliegenden Messerteilen 3', 3", die jeweils
ein mittleres, als flaches Stegteil ausgebildetes Befestigungsteil 4 sowie ein äußeres und inneres,
15- rechtwinklig abgebogenes Endteil 5 und 5' aufweisen,
an denen Schneidkanten 6 bzw. 6' vorgesehen sind. In den Befestigungsteilen 4 sind nahe deren Endteilen
5, 5' Öffnungen 7 und 8 vorgesehen, über welche die Messer an der Haltevorrichtung 2 aufgehängt sind.
Diese besteht iin einzelnen aus einem V-förmig gebogenen
Bügel 9, der mittels an seinen beiden --S£henkelenden angeordneter Ösenteile 10 einen
■' Haltebolzen 11 umgreift. Dieser parallel zum Werk-
_.. zeugträger 1 verlaufende Haltebolzenil sitzt in den
freien Enden von Laschen 12, die mit Abstand voneinander angeordnet und über ihre inneren, abgebogenen
Enden 12' auf der Innenseite des Werkzeug-
■-; trägers 1 befestigt sind.
• Die beiden Schenkel des Bügels 9 verlaufen tan-
3P gential zu dem Haltebolzen 11 (Fig. 4). Auf dem die
beiden Schenkel miteinander verbindenden Bogenteil 9' des Bügels 9 sitzen die beiden Messerteile 3', 3".
■ Durch diese Anordnung wird — wie F i g. 4 zeigt —
das Messer 3 in einem schrägen Winkel gehalten, wobei sich die inneren Schneidkanten 6' des Schneidenteiles
5' an den Schenkeln des Bügels 9 abstützen können. Diese Anordnung ermöglicht bei Auftreffen der
in Richtung des Pfeiles 13 umlaufenden Schlegelmesser 3 auf ein Hindernis ein Ausweichen im Uhrzeigersinn.
Die vorbeschriebene Schrägstellung der Messer 3 infolge der Abstützung der hinteren
Schneidkanten 6' an den Bügelschenkeln ergibt einen Selbstreinigungseffekt und einen Luftstrom.
Wenn bei der in F i g. 3 und 4 gezeigten Lage des Schlegelmessers 3 die sich gerade in Schneidstellung
befindenden Schneidkanten 6 nach einer gewissen Betriebszeit abgenutzt sind, so wird das Messer 3 von
dem Haltebügel 9 abgenommen und um 18(P herumgedreht,
d. h. der Haltebügel 9 in die Aufnahmeöffnungen 8 hineingesteckt, so daß nunmehr unter Beibehaltung
der vorbeschriebenen Schräglage des Messers 3 die Schneidkanten 6' der Endteile 5' in
Schneidstellung liegen. Die jetzt stumpfen Schneidkanten 6 stützen sich an den Schenkeln des Bügels 9
ab. Die beiden Messerteile 3', 3" brauchen nicht kraftschlüssig miteinander verbunden zu sein, um die
Möglichkeit zu schaffen, daß ζ. Β. eines der beiden Messerteile beim Auftreffen auf ein Hindernis nachgiebig
ausweichen kann.
Claims (3)
1. Schlegelwerk für einen Schlegelmähhäcksler mit einem um eine waagerechte Achse rotierenden
Werkzeugträger und hieran radial abstehenden Haltevorrichtungen, air denen paarweise an-
geordnete, abgewinkelte, auswechselbare, mit Schneidkanten versehene Schlegelmesser in Bohrungen
aufgehängt sind, dadurch gekennzeichnet,
daß jedes Schlegehnesser (3', 3") ' mittlere Befestigungsteile (4) mit beidendig hiervon
gleichsinnig abgewinkelten Endteilen (5. 5') aufweist und in jedem mittleren Befestigungsteil
nahe den Endteilen je eine Aufhängebohrung (7. 8) vorgesehen ist.
2. Schlegelwerk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Befestigungsteile (4) als aneinander
zu legende flache Stegteile ausgebildet sind und die Schneidkanten (6,6') der hiervon
ijleichsinniii etwa im rechten Winkel abuewinkelten
Endteile (5, 5') eine zueinander fortlaufende Stirnkante bilden.
3. Schlcgelwerk nach Anspruch 1 und 2. dadurch gekennzeichnet, daß die Haltevorrichtung
aus einem in den freien Enden von im Werkzeugträger (1) befestigten Laschen (12) angeordneten
Haltebolzen (II) und einem daran mittels Ösenteilen (10) aufgehängten V-förmigen Bügel (9) besteht,
an dessen tangential zu dem Bolzen (11) verlaufenden Schenkeln die inneren, nicht in
Schneidstellung befindlichen Schneidkanten (6') der in einem flachen Winkel zu dem Werkzeugträger
(1) liegenden Schlegelmesser (3. 3') anliegen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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