DE1505363A1 - Federungseinheit,insbesondere zur federnden Aufhaengung von Fahrzeughalbachsen - Google Patents
Federungseinheit,insbesondere zur federnden Aufhaengung von FahrzeughalbachsenInfo
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Description
DR. ING. HANS LICHTI · PATENTANWALT
TELEFON 4 1Γ24
__ - 11. Februar 1965
Dr. Expl.' 1351/64
ludwig Bacher, Staffort, Brühlstr. 23
Federungseinheit, insbesondere zur federnden Aufhängung von Fahrzeughalbachsen
Die Erfindung bezieht sich auf eine Federungseinheit,
insbesondere zur federnden Aufhängung von Fahrzeughalbachsen mit einer Gummifeder als Federelement·
Die federnde Aufhängung der Fahrzeugachsen soll harte Fahrbahnstöße in weiche, gedämpfte Schwingungen umwandeln,
so daß nur kleine Kräfte und entsprechend mäßige Beschleunigungen auf das Fahrzeug übertragen werden. Bei
den bekannten Konstruktionen dienen insbesondere Metallfedern, die als Blattfedern, Schraubenfedern oder
Drehstabfedern ausgebildet sein können, als Federelement. Diesen bekannten mit Metallfedern arbeitenden Federungs-
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einheiten haftet durchweg der Mangel einer fehlenden Eigendämpfung· an. Bei Federungseinheiten mit Blattfedern
als Federungselement ist zwar eine gewisse Eigendämpfung vorhanden, jedoch genügt diese keineswegs,
um auf gesondert anzubringende Stoßdämpfer verzichten zu können. Solche Federungseinheiten mit
Metallfedern als Federungselement sind daher wegen der gleichzeitig benötigten Stoßdämpfer verhältnismäßig
aufwendig und störanfällig. Der erforderlichpAufwand
macht sich insbesondere bei nicht-angetriebenen Fahrzeugachsen bemerkbar, da an solche nur mitlaufende
Räder aufnehmende Achsen - sofern sie nicht als Lenkachsen dienen - keine solch hohen Festigkeits- und
Sicherheitsbedingungen geknüpft sind wie an angetriebene Achsen. Derartige, insbesondere für Fahrzeuganhänger
bestimmte, nur mitlaufende Räder aufnehmende Achsen müssen daher, um wirtschaftlich verwertbar zu sein,
einfach und billig hergestellt und ohne Schwierigkeiten montiert werden können.
Es ist bekannt, Gummi-Zwischenlager bei Metallteilen zur elastischen Stoßaufnahme, zum Dämpfen von
Vibrationen und zur Unterbrechung der Leitung von Körperschall zu verwenden. In allen diesen Fällen wird
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der Gummi auf Druck beansprucht. Es iüt ferner bekannt,
auf Druck beanspruchte Gummifedern für die Radaufhängung zu verwenden. Bei derartigen auf Druck beanspruchten
Guiamifedern wirkt sich nachteilig aus, daß sich der Gummi unter der ruhenden Last zeitabhängig verformt.
Die anfänglich sehr guten und äußerst günstigen Federungseigenschaften von Gummis lassen daher mit der
Zeit nrch, so daß die Betriebssicherheit einer in solcher Weise aufgebauten Federungseinheit nicht gewährleistet
ist. Um dieses als "Kriechen" bezeichnete Verformen der Guiomifedern zu vermeiden, werden im
allgemeinen zu diesen Guimnifedern Metallfedern parallel
angeordnet, die wenigstens in der Ruhelage die Gummifeder entlasten. Durch diese Maßnahme wird zwar die
angestrebte progressive Federwirkung und eine sehr gute Dämpfung mit einer solchen Metallfeder-Gummifederkombination
erzielt, jedoch der Aufwand für die Federungseinheit beträchtlich erhöht.
Der Erfindung ist die Aufgabe gestellt, eine Federungseinheit zu schaffen, bei der als Federungselement Gummifedern, deren Federungskennlinie und
Dämpfungseigenschaften sie zur federnden Aufhängung von Fahrzeugachsen besonders geeignet erscheinen lassen,
verwendet werden sollen und die einfach und billig
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herzustellen, ohne Schwierigkeiten zu montieren und außerdem - um die ungefederte Masse niedrig zu halten verhältnismäßig
leicht sein soll.
Ausgehend von einer Federungseinheit, insbesondere zur federnden Aufhängung von Fahrzeug-Halbachsen mit
einer Gummifeder als Federelement, wird diese Aufgabe
nach der Erfindung dadurch gelöst, daß die Fahrzeug-Halbachse endständig am einen Arm eines in einem Schwenklager
am Fahrzeugchassis angelenkten zweiarmigen Hebels aufgehängt ist, dessen anderer Arm über eine Gummifeder
mit dem Fahrzeugchassis verbunden ist.
Bei der erfindungsgemäß derart ausgebildeten Federungseinheit ist der Einsatz von Metallfedern, deren
Federungskennlinie durch besondere Hilfsmittel progressiv gemacht werden müßte und die außerdem zusätzliche
!Dämpfungsglieder erfordern würden, vollkommen vermieden.
Als Federungselement wird ausschließlich eine Gummifeder mit deren bekannten günstigen Federungs- und Dämpfungseigenschaften verwendet . Das sogenannte "Kriechen" der
Feder kann bei der erfindungsgemäßen Anordnung nicht
stattfinden, da die Gummifeder in der Ruhelage nur geringfügig auf Zug beansprucht ist und im Fahrbetrieb
im wesentlichen ebenfalls auf Zug beansprucht wird, wobei sich jedoch auch durch Entlastungen des abgefederten
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Rades beim Fahren Druckbelastungen einstellen.
Zu einer bevorzugten Ausführungsforra dea Erfindungsgegenstandes
aind das Schwenklager des Hebels und die chassisseitige Gummifeder-Befestigung als Baueinheit
an einem gemeinsamen Träger angeordnet, der seineraeita an dem Fahrzeugchassis zu befestigen ist. Eine solche
Federungseinheit ist ohne Schwierigkeiten in jeder Spurbreite unter dem Fahrzeugchaaaia anzubringen; sie
ist infolge Fehlens von die Federcharakteristik beeinflussenden Hilfsmitteln und Dämpfungsgliedern äußerst
leicht und sie ist ferner einfach und billig herzustellen, da sie außer dem die Fahrzeug-Halbachse tragenden Hebel
und die Gummifeder keine beweglichen Teile besitzt. Weiter aiaubt die Verwendung der erfindungagemäßen
Federeinheit als selbständige Baueinheit eine vereinfachte lagerhaltung. Solche je eine rechte oder linke
Fahrzeug-Halbachse tragenden Federeinheiten können in beliebigem Spurabatand an beliebiger Stelle dea Fahrzeugea
angebracht werden. Selbatveratändlich iat ea möglich, auch diese Halbachsen - beispielsweise durch
einen jeder Achse zugeordneten Blektromotor - anzutreiben, oder die beiden Halbachsen in besonders gelagerten Fällen
zu einer gemeinsamen Achse zu verbinden.
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Der die Fahrzeugachse tragende Hebel kann quer zur Längsrichtung des Fahrzeugs angeordnet sein, ist
jedoch vorzugsweise in Fahrzeuglängsrichtung vorgesehen. Bei einer derartigen Anordnung ist es zweckmäßig den
zweiarmigen Hebel als Knickhebel auszubilden und an seiner Knickstelle im Schwenklager derart zu lagern,
daß der Hebelarm zwischen Schwenklager und Fahrzeughalbachse in Ruhelage gegen die Chassisebene in spitzem
Winkel divergiert. Durch die Knickung des Hebels im Drehpunkt wird erreicht, daß das Chassis zum Andrehen
der Federungseinheit nicht durchbrochen werden muß.
Ferner ergibt sich dadurch eine angestrebte positive Schrägfederung und damit ein Ausweichen des aufgehängten
Rades nach oben-hinten, womit ein optimales Abfedern des Fahrzeuges gewährleistet ist.
Um den größten Federweg des Hebels zu begrenzen, ist zweckmäßig in an sich bekannter Weise auf dem Hebel,
zwischen Schwenklager und Fahrzeughalbachse ein Gummipuff er, zum Chassis weisend, angebracht.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand
schematisch dargestellt, wobei:
Fig. 1 die Federungseinheit im Längsschnitt
entlang der Schnittlinie I - I der Figur 2;
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Pig. 2 einen Querschnitt der Schnittlinie nach II - II der Figur 1
zeigt.
Eine das Fahrzeugrad tragende Fahrzeug-Halbachse ist endständig am einen Arm eines zweiarmigen Knickhebels
2 aufgehängt, der seinerseits an seinem Knickpunkt in einem Schwenk-Lager 3 gelagert ist. Am Ende
des anderen Arms des Hebels 2 ist eine Gummifeder 4
angeschraubt, die am ühassis 5 befestigt ist. Die
Schraube 6 zur Befestigung der Gummifeder durchdringt einen Rahmensehenkel 7 eines Chassisrahmens und einen
diesem anliegenden Träger 8, der die Gummifeder 4 und den die Gummifeder tragenden Hebelarm bis zum Schwenklager
3» sowie das Schwenklager 3 in sich aufnimmt. Auf dem anderen Hebelarm zwischen Fahrzeug-Halbachse 1
und Schwenklager 3 ist ein Gummipuffer 9 zum Chassis weisend angeordnet, der zusammen mit einem ihm zugeordneten
Widerlager 10 den Federweg des Hebels 2 begrenzt.
In der gezeigten Anordnung ist der Hebel in Längsrichtung des Fahrzeugchassis mit gegen die Chassisebene
in spitzem Winkel nach unten divergierender Längsachse des die Fahrzeug-Halbachse tragenden Hebelarms
angeordnet. Daraus ergibt sich eine schräg-positive
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Federung 11 und somit optimale ^ederungseigenschaften.
Selbstverständlich kann der Hebel 2 auch quer zur Fahrzeuglängsachse angeordnet werden, jedoch ist
es dann zweckmäßig, den Hebel 2 im Hebeldrehpunkt weniger stark als bei der Anbringung in Fahrzeuglängsrichtung
zu knicken, um einwandfreie Auflage des Reifenprofils auf der Straßenfläche zu erreichen.
Bei der in der Zeichnung dargestelltenAusführungsform ist lediglich eine Gummifeder für alle Belastungsfälle vorgesehen. Es liegt jedoch im Rahmen der Erfindung,
zusätzlich eine sogenannte Vorfeder zur Aufnahme der Schwingungen des unbelasteten Fahrzeugs
anzuordnen, die zweckmäßig an dem die Gummifeder tragenden Arm des Hebels 2 in einer Mittellage zwischen
der Gummifeder 4 und dem Schwenklager 3 angebracht ist. Die - in der Zeichnung nicht dargestellte Vorfeder
kann eine gleichartige auf Zug beanspruchte Gummifeder oder auch eine Metallfeder sein. Die Gummifeder
4 übernimmt bei einer solchen Anordnung die Funktion der Lastfeder für das belastete Fahrzeug,
wobei für schwerere Lasten auch mehrere solcher Gummifedern 4 in gleichem Abstand vom Schwenklager 3
vorgesehen sein können.
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Claims (7)
1. Federungseinheit, insbesondere zur federnden Aufhängung von Fahrzeug-Halbachsen mit einer Gummifeder
als Federelement, dadurch gekennzeichnet, daß die Fahrzeug-Halbachse· (1) endständig am einen Arm eines in
einem Schwenklager (3) am Fahrzeugchassis (5) angelenkten zweiarmigen Hebels aufgehängt ist, dessen anderer Arm
über eine Gummifeder (4) mit dem Fahrzeugchassis (5) verbunden ist.
2. Federungseinheit nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß der Hebel in Fahrzeuglängsrichtung angeordnet ist.
3. Federungseinheit nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der zweiarmige Hebel als Knickhebel (2)
ausgebildet und an seiner Knickstelle im Schwenklager (3) derart gelagert ist, daß der Hebelarm zwischen Schwenklager
(3) und Fahrzeug-Halbachse (1) in Ruhelage gegen die Chassisebene in spitzem Winkel nach unten divergiert.
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4. Federungeinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß auf dem Arm des Hebels zwischen Hebel-Schwenklager (3) und Fahrzeug-Halbachse
(l) ein zur.i Chassis (5) gerichteter Gummipuffer (9)
vorgesehen ist.
5. Federungseinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 4f
dadurch gekennzeichnet, daß das Schwenklager (3) des Hebels und die chassisseitige Halterung der Gummifeder
(4) an einem gemeinsamen Träger (8) angeordnet sind, der (8) an dem Fahrzeug-Chassis (5) befestigbar ist.
6. Federungseinheit nach jedem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß auf dem Arm des
Hebels 2 zwischen dem Schwenklager (3) und dem Gummipuffer (4) etwa in Mittelstellung eine als Gummifeder
oder Metallfeder ausgebildete gegen das Chassis bzw. den Träger (8) abgestützte Vorfeder zur Aufnahme der
Schwingungen des unbelasteten Fahrzeugs angebracht sind.
7. Federungseinheit nach jedem der vorangegangenen
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß anstelle einer Gummifeder (4) deren mehrere im gleichen Abstand von
dem Schwenklager (3) vorgesehen sind, die einerseits am Fahrzeugchassis (5) bzw. dem Träger (8),andererseits an
einem rechtwinklig horizontal abgekröpften Teil des Hebels (2) befestigt sind.
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