DE1504205C - Verfahren zum Herstellen von Schlauch folien aus thermoplastischem Kunststoff sowie Vorrichtung zur Duchfuhrung des Verfahrens - Google Patents
Verfahren zum Herstellen von Schlauch folien aus thermoplastischem Kunststoff sowie Vorrichtung zur Duchfuhrung des VerfahrensInfo
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Description
1 2
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Her- Über die erwähnte, am Einsatzstück angeschlossene
stellen von Schlauchfolien aus thermoplastischem Druckluftleitung läßt sich die Zufuhr der Druckluft
Kunststoff mit am Umfang angeordneten Längs- in die zwischen Schlauchwand und Trennwand
rippen, bei dem ein durch eine Ringschlitzdüse ausge- liegende Kammer unabhängig von der Stärke des
formter Schlauch zwischen der Düse und einem 5 Luftstromes für das Blasen des Schlauches regeln und
Quetschwalzenpaar mittels Druckluft aufgeblasen damit die Größe der zusätzlichen Kammer weitwird,
gehend beeinflussen. In weiterer Ausgestaltung dieser
Es ist bereits ein Verfahren der eingangs be- Vorrichtung wird vorgeschlagen, den vom Verteilerschriebenen
Art bekannt. Mit Hilfe dieses Verfahrens kanal abzweigenden Kanal durch mehrere Durchlassen
sich mit am Innenumfang angeformten Längs- io trittslöcher zu bilden und diese in eine Materialrippen
ausgestattete Folienschläuche herstellen, die sammelkammer münden zu lassen. Diese Konstruknach
ihrer Fertigstellung entlang einer Mantellinie tion ermöglicht über den gesamten Bereich des
aufgeschnitten und als Plattenmaterial verarbeitet Formschlitzes einen gleichmäßigen Materialfluß, in
werden. Solche Kunststoffplatten finden beispiels- dem der Querschnitt dieser Durchtrittslöcher entweise
zu Dekorationszwecken Verwendung. Weiter- 15 sprechend ausgelegt werden kann,
hin ist es bereits bekannt, im Innern eines strang- Die Zuführung der Druckluft in das Einsatzstück gepreßten Hohlkörpers gleichzeitig bei dessen Her- läßt sich schließlich besonders vorteilhaft gestalten, stellung Formkörper anzuformen. Es handelt sich wenn die Druckluftleitung zwischen zwei Durchtrittsdabei um ein aus Kautschuk oder ähnlichem Material löchern dem Einsatzstück zugeführt ist.
hergestelltes Rohr, dessen Formkörper die Aufgabe 20 In der Zeichnung ist schematisch als Ausführungshaben, bei Deformieren des Rohres stets einen beispiel eine Vorrichtung zur Durchführung des ersolchen Rohrquerschnitt freizuhalten, daß auch in findungsgemäßen Verfahrens dargestellt. Es zeigt
diesem Falle der Fluß eines gasförmigen oder F i g. 1 einen Längsschnitt einer Ringschlitzdüse,
flüssigen Mediums nicht gestört wird. F i g. 2 die Draufsicht der Ringschlitzdüse gemäß
hin ist es bereits bekannt, im Innern eines strang- Die Zuführung der Druckluft in das Einsatzstück gepreßten Hohlkörpers gleichzeitig bei dessen Her- läßt sich schließlich besonders vorteilhaft gestalten, stellung Formkörper anzuformen. Es handelt sich wenn die Druckluftleitung zwischen zwei Durchtrittsdabei um ein aus Kautschuk oder ähnlichem Material löchern dem Einsatzstück zugeführt ist.
hergestelltes Rohr, dessen Formkörper die Aufgabe 20 In der Zeichnung ist schematisch als Ausführungshaben, bei Deformieren des Rohres stets einen beispiel eine Vorrichtung zur Durchführung des ersolchen Rohrquerschnitt freizuhalten, daß auch in findungsgemäßen Verfahrens dargestellt. Es zeigt
diesem Falle der Fluß eines gasförmigen oder F i g. 1 einen Längsschnitt einer Ringschlitzdüse,
flüssigen Mediums nicht gestört wird. F i g. 2 die Draufsicht der Ringschlitzdüse gemäß
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein 25 F i g. 1.
Verfahren zum Herstellen von Schlauchfolien zu Der Düsenmantel 1 einer Ringschlitzdüse ist in
schaffen, die am Innen- oder Außenumfang eine zu- bekannter Weise mit dem nicht gezeichneten Umlenk-
sätzliche Trennwand aufweisen und sich insbesondere kopf eines Extruders verbunden. Zwischen Düsen-
mit Vorteil für die Fertigung von Verpackungen oder mantel 1 und Düsenkegel 2 ist ein etwas kegelförmig
Beuteln verwenden lassen. . 30 verlaufender Verteilerkanal 3 für die austretende
Die Aufgabe wird dadurch gelöst, daß eine durch Kunststoffmasse zu erkennen. Ein in der Mitte des
die Längsrippen gebildete Kammer in diesem Bereich Düsenkcgels 2 vorgesehener Hohlraum 4 dient in be-
ebenfalls mittels Druckluft aufgeblasen wird. kannter Weise zur Einführung der Blasluft.
Beim erfindungsgemäßen Verfahren werden somit Aus F i g. 2 ist zu ersehen, daß an der Innenseite
die Stege von Längsrippen miteinander verbunden, so 35 des Verteilerkanals 3 eine sehnenförmige Trenn-
daß gleichzeitig mit der Extrusion des Schlauches ent- wand 5 angeordnet ist, welche wiederum eine
weder am Innen- oder Außenumfang mindestens selbständige Kammer 7 innerhalb des Schlauches
eine zusätzliche Trennwand entsteht. Mit Hilfe des bildet, die mittels einer eigenen Druckluftleitung 6
erfindungsgemäßen Verfahrens lassen sich somit beliebig mit Blasluft versorgt werden kann. Damit ein
Folienschläuche produzieren, die durch eine Trenn- 40 gleichmäßiger Materialfluß und auch eine unge-
wand in mindestens zwei voneinander unabhängige hinderte Luftzuführung in die abgeteilte Kammer 7
Kammern geteilt sind, wobei sich durch Variieren der gewährleistet werden kann, ist ein Einsatzstück 8,
das Aufweiten des Folienschlauches bewirkenden welches im wesentlichen die Druckluftleitung 6 und
Stärke der Druckluft die Große der Kammern beein- den folgenden Luftzuführungskanal trägt, mit einer
flüssen läßt. 45 vorzugsweise parallel zur Trennwand 5 verlaufenden
Für die Herstellung von Beuteln war es bisher not- Materialsammeikammer 9 versehen, die wiederum
wendig, die Trennwand als gesondertes Teil in den über mehrere Durchtrittslöcher 10 mit dem Verteiler-Beutel
einzuziehen und in umständlicher Weise darin kanal 3 zwischen Düsenkegel 2 und Düsenmantel 1
festzuschweißen. Hierbei, war neben der zeitrauben- verbunden ist.
den Arbeit eine doppelte Anfertigung des Folien- 50 Aus den Abbildungen ist ferner zu erkennen, daß
materials erforderlich, denn es mußte sowohl die die im Einsatzstück 8 befindlichen Durchtrittslöcher
Schlauchfolie als auch das einzusetzende Folienstück 10 so angeordnet sind, daß die Druckluftleitung 6
für sich getrennt hergestellt werden. ohne Beeinflussung des Materialflusses vorgesehen
Die Erfindung betrifft auch eine Vorrichtung zur werden kann. Ein großer Vorteil ist darin zu sehen,
Durchführung des Verfahrens mit einer an einen 55 daß der auf Grund der Durchtrittslöcher 10 mehrfach
Extruder angeschlossenen Ringschlitzdüse mit einem geteilte Materialstrom in der Materialsammeiringförmigen
Verteilerkanal zum Zuführen der ge- kammer 9 wiederum vereinigt und homogenisiert
schmolzenen thermoplastischen Masse an einen wird, wobei in einfacher Weise die Möglichkeit geringförmigen
Formschlitz und mit einer aus der vom geben ist, durch Vergrößern oder Verkleinern der
Formschlitz eingeschlossenen Innenfläche austreten- 60 Durchtrittslöcher unterschiedliche Strömungsverhältden
Druckluftleitung. Diese Vorrichtung zeichnet nisse des Materials auszugleichen,
sich erfindungsgemäß dadurch aus, daß vom Ver- Auf diese Weise wird erreicht, daß ein gleichteilerkanal ein Kanal abzweigt, der zu einem weiteren mäßiger Materialfluß vom Extruder über Düse zum Formschlitz führt, der mindestens zwei Punkte des Austrittsspalt und Formschlitz 5 α gewährleistet ist, ringförmigen Formschlitzes miteinander verbindet 65 wodurch es zu keinem Abreißen des Filmes bzw. der und daß aus dem vom ringförmigen Formschlitz und aufgeweiteten Folie kommt. Durch die Druckluftvom weiteren Formschlitz umgebenen Einsatzstück leitung 6, die unabhängig von der eigentlichen Blaseine angeschlossene Druckluftleitung austritt. luft für den Gesamtschlauch geregelt werden kann,
sich erfindungsgemäß dadurch aus, daß vom Ver- Auf diese Weise wird erreicht, daß ein gleichteilerkanal ein Kanal abzweigt, der zu einem weiteren mäßiger Materialfluß vom Extruder über Düse zum Formschlitz führt, der mindestens zwei Punkte des Austrittsspalt und Formschlitz 5 α gewährleistet ist, ringförmigen Formschlitzes miteinander verbindet 65 wodurch es zu keinem Abreißen des Filmes bzw. der und daß aus dem vom ringförmigen Formschlitz und aufgeweiteten Folie kommt. Durch die Druckluftvom weiteren Formschlitz umgebenen Einsatzstück leitung 6, die unabhängig von der eigentlichen Blaseine angeschlossene Druckluftleitung austritt. luft für den Gesamtschlauch geregelt werden kann,
und durch die Gestaltung der Trennwand 5 ist es möglich, die Aufweitung der Kammer und deren
Formgebung den Betriebsverhältnissen und dem Verwendungszweck der Schlauchfolie anzupassen.
Neben dem gezeigten Ausführungsbeispiel, bei der die Trennwand 5 die Form einer Sehne innerhalb des
kreisförmigen Schlauches aufweist, sind selbstverständlich noch andere Lösungen möglich. Beispielsweise
könnte die Trennwand 5 kreisbogenförmig nach dem Mittelpunkt zu gewölbt sein, um im fertigen
Schlauch eine wesentlich größere zweite Kammer zu bilden. Auch ist es möglich, die Trennwand 5 außerhalb
des Verteilerkanals 3 vorzusehen.
Claims (4)
1. Verfahren zum Herstellen von Schlauchfolien aus thermoplastischem Kunststoff mit am
Umfang angeordneten Längsrippen, bei dem ein durch eine Ringschlitzdüse ausgeformter Schlauch
zwischen der Düse und einem Quetschwalzenpaar mittels Druckluft aufgeblasen wird, dadurch
gekennzeichnet, daß eine durch die Längsrippen gebildete Kammer in diesem Bereich ebenfalls
mittels Druckluft aufgeblasen wird.
2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 mit einer an einen
Extruder angeschlossenen Ringschlitzdüse mit einem ringförmigen Verteilerkanal zum Zuführen
der geschmolzenen thermoplastischen Masse an einen ringförmigen Formschlitz, und mit einer aus
der vom Formschlitz eingeschlossenen Innenfläche austretenden Druckluftleitung, dadurch gekennzeichnet,
daß vom Verteilerkanal (3) ein Kanal abzweigt, der zu einem Formschlitz (5 a) führt, der mindestens zwei Punkte des ringförmigen
Formschlitzes miteinander verbindet, und daß aus dem vom ringförmigen Formschlitz
und vom Formschlitz (5 a) umgebenen Einsatzstück (8) eine Druckluftleitung (6) austritt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der vom Verteilerkanal (3)
abzweigende Kanal von mehreren Durchtrittslöchern (10) gebildet ist, die in eine Materialsammeikammer
(9) münden.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckluftleitung (6)
zwischen zwei Durchtrittslöchern (10) dem Einsatzstück (8) zugeführt ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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