DE1502510C - Einrichtung zum Schleifen und Polieren von metallischen Werkstucken - Google Patents
Einrichtung zum Schleifen und Polieren von metallischen WerkstuckenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zum Schleifen und Polieren von metallischen Werkstücken, die
auf einer Transporteinrichtung aufliegen und kontinuierlich an einem Schleif- oder Polierwerkzeug
vorbeibewegt werden, wobei ein Waagebalken vorgesehen ist, der um eine in einem Ausleger gelagerte
Antriebsspindel schwenkbar ist und am einen Ende des Waagebalkens das Werkzeug drehbar gelagert ist
und am anderen Ende ein Kraftelement angreift, das die Schwenkbewegung des Waagebalkens steuert, und
der Ausleger höhenverstellbar und schwenkbar an einem als Säule ausgebildeten Ständer angeordnet ist.
Bei einer bekannten Einrichtung dieser Art wird zur Bearbeitung eines Spültisches für das Polieren
des Bodens der Spültisch auf einem Wagen hin- und herbewegt, zur Bearbeitung der senkrechten Wände
wird das Werkzeug um eine Achse senkrecht zur Bewegungsrichtung des Werkstückes auf und ab bewegt.
Das Schleifen und Polieren beim Durchlauf der Werkstücke durch Transferstraßen erfordert jedoch
besondere Maßnahmen, da die Güte der Oberfläche eines geschliffenen oder polierten Werkstückes u. a.
durch die Eingriffszeit der Schleif- oder Polierwerkzeuge bei gegebener Werkzeugdrehzahl bestimmt
wird. Oberflächen ebener Werkstücke können in kontinuierlichem Transport und bei gleichbleibender
Transportgeschwindigkeit einwandfrei geschliffen oder poliert werden. Bei Werkstücken mit unregelmäßiger
Oberfläche ändert sich die Eingriffszeit der Schleif- oder Polierwerkzeuge bei konstanter Durchlaufgeschwindigkeit
des Werkstückes. Um eine möglichst gleichmäßige Oberflächenqualität zu erreichen,
werden deshalb zusätzliche Bearbeitungsstationen an den Stellen der Werkstückoberfläche eingesetzt, die
durch die Oberflächengestaltung bei der jeweiligen Durchlaufgeschwindigkeit ungenügend bearbeitet
würden. Die zusätzlichen Bearbeitungsstationen erfordern aber hohe Kosten.
Auf dem Gebiete der Glasschleiferei ist es an sich bekannt, Poliereinheiten mit einer durchlaufenden
Glasbahn mit zu bewegen, um die Beanspruchungen des Glases beim Polieren zu reduzieren. Es lassen
sich hier aber nur ebene Scheiben bearbeiten. Bekannt sind auch mitlaufende Trennmaschinen bei der Rohrherstellung
an kontinuierlich arbeitenden Rohrstraßen. Es werden hier die sich bewegenden Rohre
auf gleiche Längen abgeschnitten, die Abschneiderichtung liegt senkrecht zur Förderrichtung, zwischen
Werkstück und Werkzeug ist ein exakter Gleichlauf notwendig. Schließlich ist es bei der Bearbeitung von
ίο ebenen Werkstücken zur Erhöhung der Arbeitsleistung
und zur Vermeidung von Rattermarken an den Umkehrpunkten auch bekannt, den Werkzeugträger
eine zur Werkstückbewegung gegenläufige Bewegung ausführen zu lassen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zu schaffen, mit der Werkstücke mit unregelmäßiger
Oberfläche, insbesondere in Transferstraßen, so bearbeitet werden können, daß sich ein
gleichmäßiges Schliffbild mit möglichst geringem Aufwand (wenig Stationen) ergibt.
Zur Lösung dieser Aufgabe sieht die Erfindung vor, daß die Antriebsspindel mit.dem Waagebalken
und den an diesem angeordneten Werkzeug und Kraftelement auf einem mit einem Vorschubantrieb
gekoppelten Schlitten angeordnet ist, der im Ausleger parallel zur Transportrichtung des Werkstückes
geradlinig bewegbar ist.
Auf diese Weise können Werkstücke mit z. B. welliger Oberfläche bei kontinuierlichem Durchlauf
durch eine Transferstraße ohne zusätzliche Bearbeitungsstationen bearbeitet werden und einen völlig
gleichmäßigen Schliff erhalten. Obwohl also die Werkstücke mit gleichmäßiger Geschwindigkeit an
den Bearbeitungsstationen vorbeibewegt werden, wird durch die steuerbare Relativbewegung zwischen
Werkstück und Werkzeug bei geneigten Oberflächen effektiv eine konstante Vorschubgeschwindigkeit erreicht.
Werkstücke, deren Ausdehnung in Transportrichtung wesentlich geringer als der vorhandene Ver-Schiebebereich
des Werkzeugschlittens ist, können durch das mitlaufende Schleif- oder Polierwerkzeug
mehrfach bearbeitet werden, indem das Werkzeug das an sich weiterlaufende Werkstück nach dem ersten
Arbeitsgang überholt und dann erneut schleift. Die zu bewegende Masse der Mitlaufeinrichtung ist gering,
die Arbeitsspindel mit dem Werkzeug kann jeder erforderlichen Transportgeschwindigkeit leicht folgen.
Stoßstangen z. B. können im kontinuierlichen Transport ohne Umlegung mehrseitig bearbeitet werden,
sollen z. B. Schweißraupen oder Angüsse bei Gußteilen verputzt, also überschliffen werden, so kann
das Werkzeug auf einem Teil des Transportweges des Werkstückes mit gleicher Geschwindigkeit wie
das Werkstück bewegt werden, anschließend dieses überholen und im Stillstand einen Nachschliff vornehmen.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen dargestellt und wird im folgenden näher
beschrieben. Es zeigt
Fig. 1 eine Ansicht der Einrichtung, teilweise im Schnitt von vorn,
F i g. 2 eine Draufsicht hierzu ebenfalls teilweise im Schnitt,
F i g. 3 eine Ansicht dazu von der Seite gemäß dem Pfeil III in F i g. 1, teilweise im Schnitt.
Auf einem nicht näher dargestellten Ständer in Form einer Säule ist ein Ausleger 1 höhenverstellbar
und schwenkbar angeordnet. Mit diesem Ausleger 1
ist ein Rahmen 2 fest verbunden, der eine Mitlaufeinrichtung
3 trägt, die im wesentlichen aus einem Schlitten 4 besteht, an dem ein Elektromotor 5 angeflanscht
ist und der mittels Rollen 6 in Schienen 7 des Rahmens 2 geführt ist. Der Schlitten 4 kann sich
längs der Linie 8 hin- und herbewegen. Dazu ist ein Vorschubantrieb 9, z. B. ein pneumatisch betriebener
Arbeitszylinder, vorgesehen, der einmal am Rahmen 2 befestigt ist und zum anderen mit einer Kolbenstange
10 an einem fest mit dem Elektromotor 5 oder dem Schlitten 4 verbundenen Teil 11 angreift.
Die verlängerte Motorwelle 12 dient als Antriebsspindel 13, auf der ein Waagebalken 14 pendelnd
über Wälzlager 15 gelagert ist. Am einen · Arm 16 des Waagebalkens 14 ist ein Träger 17 für eine
Arbeitsspindel 18 befestigt, deren Achse 19 parallel zur Achse 20 der Antriebsspindel 13 verläuft. Die
Arbeitsspindel 18 mit dem darauf sitzenden Werkzeug 21, z. B. einer Schleifscheibe oder einer Polierscheibe,
wird über Keilriemen 22 von der Antriebsspindel 13 her angetrieben.
Am Ende des anderen Armes 23 des Waagebalkens 14 greift gelenkig eine Schubstange 24 eines Kraftelementes
25 an, das zweckmäßig wieder aus einem pneumatisch arbeitenden Zylinder gebildet ist.
Insbesondere aus der F i g. 3 ergibt sich, daß jeweils
längs einer Leiste 26 die Schienen 7 paarweise angeordnet sind und daß neben den Rollen 6 mit
horizontaler Achse auch Rollen 27 mit vertikaler Achse angeordnet sind, so daß sich in beiden Richtungen
eine nahezu spielfreie Lagerung ergibt, die eine genaue Führung bei der Bewegung des Schlittens
4 in Richtung der Linie 8 gewährleistet.
Die Werkstücke werden durch eine Transportvorrichtung in nicht näher gezeigter Weise an der
ίο Einrichtung mit konstanter Geschwindigkeit parallel
zur Linie 8 vorbeibewegt. Der unebenen zu bearbeitenden Oberfläche der Werkstücke folgt das Werkzeug
21 durch die drehbare Lagerung auf der Antriebsspindel 13, wobei das Kraftelement 25 stets für
einen gleichbleibenden Anpreßdruck des Werkzeuges 21 auf die Werkstückoberfläche sorgt. Die effektive
Vorschubgeschwindigkeit wird durch den vom Vorschubantrieb 9 her gesteuerten Mitlauf des Schlittens
4 und damit des Werkzeuges 21 auch bei gegen die Horizontale geneigten Oberflächen des Werkstückes
konstant gehalten.
Da der Ausleger 1 am Ständer in bekannter Weise um verschiedene Achsen beweglich und feststellbar
ist, kann das Werkzeug 21 in beliebiger Schräglage an das Werkstück herangeführt werden, wenn dies die
Außenform des Werkstückes erfordert.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (1)
- Patentanspruch:Einrichtung zum Schleifen und Polieren von metallischen Werkstücken, die auf einer Transporteinrichtung aufliegen und kontinuierlich an einem Schleif- oder Polierwerkzeug vorbeibewegt werden, wobei ein Waagebalken vorgesehen ist, der um eine in einem Ausleger gelagerte Antriebsspindel schwenkbar ist und am einen Ende des Waagebalkens das Werkzeug drehbar gelagert ist und am anderen Ende ein Kraftelement angreift, das die Schwenkbewegung des Waagebalkens steuert, und der Ausleger höhenverstell-• bar und schwenkbar an einem als Säule ausgebildeten Ständer angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebsspindel (13) mit dem Waagebalken (14) und den an diesem angeordneten Werkzeug (21) und Kraftelement (25) auf einem mit einem Vorschubantrieb (9) gekoppelten Schlitten (4) angeordnet ist, der im Ausleger (1) parallel zur Transportrichtung des Werkstückes geradlinig bewegbar ist.
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