DE150095C - - Google Patents
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Description
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cflalii&t'icijci-!
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KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Einrichtung zur elektrischen Beleuchtung
mittels mit Gas oder Dampf gefüllter Röhren, welche eine vollständige Abkehr von den
bisher üblichen Einrichtungen bedeutet, bei denen die elektrische Energie durch metallische
Leitungen in den zu beleuchtenden Räumen verteilt und nur an einzelnen, voneinander
. getrennten Stellen in Licht umgesetzt wird, während nach der vorliegenden
Erfindung der lichtausstrahlende Körper gleichsam über den. ganzen zu erleuchtenden Raum
ausgebreitet wird, indem die Energie in eine durch sie zum Leuchten erregte Gas- oder
Dampfsäule geschickt und diese leuchtende Säule selbst über, um oder durch die zu erleuchtenden
Räume geführt wird.
Bei Ausführung der Erfindung kann jede leitende Gas- oder Dampfart in einer dem
jeweiligen Charakter des Gases oder Dampfes, sowie der Art der angewendeten elektrischen
Energie entsprechenden, mehr oder minder starken Verdünnung benutzt werden. Das Gas wird in eine Röhre aus Glas oder einen
anderen lichtdurchlässigen Nichtleiter eingeschlossen; bei Anwendung von Glas wird die
Röhre aus einzelnen kurzen, leicht zu handhabenden Rohrstücken zusammengesetzt, indem
diese Rohrlängen an den Enden derart aneinander gefügt werden, daß ein Entweichen
des eingebrachten verdünnten Gases oder Dampfes sowie das Eindringen der atmosphärischen Luft ausgeschlossen ist. An
dazu geeigneten Stellen wird die Röhre mit
Vorkehrungen zur Übertragung der elektrischen Energie auf die Gassäule ausgerüstet.
Letzteres kann durch außen auf den betreffenden Teil der Röhre aufgebrachte Leiter,
Kappen, Umhüllungen und dergl., wie auch durch in die Röhre dicht eingesetzte innere
Leiter erfolgen. Die unmittelbar an die Hochspannungskraftquelle angeschlossenen Enden
der Röhre werden, um Verletzungen von Personen und sonstige Beschädigungen nach
Möglichkeit zu verhüten, außerhalb der zu erleuchtenden Räume, in Wandnischen oder
besonderen Schutzkästen untergebracht.
Auf den Zeichnungen zeigt
Fig. ι schematisch die Beleuchtung eines Raumes mittels eines einzigen, an den Seiten
des Raumes entlang geführten Rohres,
Fig. 2 einen Längsschnitt durch das Ende einer auch in Fig. 3 dargestellten Leuchtröhre
und
Fig. 3 einen senkrechten Schnitt durch eine Wandnische oder einen in die Wand eingesetzten
Schutzkasten,
Fig. 4 zeigt im Grundriß die Verlegung einer Leuchtröhre in einem Raum und
Fig. 5 im Aufriß die Ausrüstung der Rohrenden mit geteilten leitenden Kappen und
deren Anschluß an die Stromquelle.
Fig. 6 ist eine Stirnansicht und
Fig. 7 eine Seitenansicht eines die Strom- ■ zuführung zu den Kappen regelnden Schalters.
Fig. 8 zeigt eine andere Form der Röhrenenden.
Bei dem in Fig. 1 schematisch veranschaulichten Ausführungsbeispiel erfolgt die Beleuchtung
eines Zimmers oder dergl. mittels einer Röhre 2, die an den Seiten des Raumes entlang geführt ist und deren in einer ver-
S-: IiTA-. ti? l,r-.
ll. M
schließbaren Nische oder einem besonderen Schutzkasten 5 untergebrachte Enden 3 mit
leitenden Kappen oder Elektroden von hinreichender Größe ausgestattet sind, um die
zur Erzeugung der gewünschten Lichtstärke erforderliche Energie der Röhre zuzuführen.
Im vorliegenden Falle ist die Kraftquelle die Sekundärwicklung eines Transformators 6,
dessen Primärwicklung durch Hauptleitungen 7 von einer Zentrale aus mit Wechselstrom
versorgt wird.
Bei der Ausführung einer solchen Beleuchtungsanlage werden Glasröhren von solchen
Längen, daß man sie bequem handhaben kann, durch Zusammenschmelzen an den Enden oder
in anderer Weise in diejenige Form gebracht, die der leuchtende Rohrstrang nach Fertigstellung
der Anlage in dem zu beleuchtenden Raum einnehmen soll, d. h. also, die Röhre wird in derselben Weise durch die zu erleuchtenden
Räume geführt, wie dies mit den bei Anwendung einzelner Lampen üblichen Drahtleitungen geschehen würde, nur daß
eben die Glasröhre wegen ihrer Länge, Zerbrechlichkeit und mangelnden Biegsamkeit in
dieser Form aus einzelnen Abschnitten zusammengesetzt werden muß. Ein lichtdurchlässiges
Rohr von solcher Biegsamkeit, daß man es spiralförmig aufwickeln und in den zu erleuchtenden Räumen durch Biegen in
die erforderliche Lage bringen könnte, würde allerdings dem Zweck der Erfindung am
besten dienen. Zur Festlegung der fertigen Röhre an Wände oder Decken werden mögliehst
schmale Haken oder dergl. benutzt.
Die Unterbringung der Enden der Röhre in dem Schutzkasten 5 ist in Fig. 3 veranschaulicht.
Die Wände des Kastens 5 sind zweckmäßig mit Schieferplatten 13 oder
einem anderen feuersicheren Isoliermaterial ausgelegt; auf der hinteren Platte sind Träger
14 angebracht, die mit Klammern 15 ausgestattet sind, welche die Enden der leuchtenden
Röhre umfassen und festhalten. Die leitende Kappe oder Elektrode am Ende der Röhre kann aus irgend einem leitenden Material,
beispielsweise einer Masse von Graphit oder Kohle bestehen, die als Paste aufgebracht
und nach dem Erhärten mit Metallringen 16 umgeben wird, die eine leitende
Verbindung mit der Kappe herstellen und ihrerseits unmittelbar mit den Polen 17 des
Transformators 6 verbunden sind. Falls die Röhre eine sehr bedeutende Länge besitzt,
wird dadurch, daß man dem Ende der Röhre einen größeren Querschnitt gibt, eine größere
Oberfläche für die Anbringung der leitenden Kappe geschaffen, welch letztere natürlich bei
. einer langen Röhre groß sein muß, um die Zu-' und Ableitung der zur Erregung der
Leuchtröhre erforderlichen Energie vermitteln zu können. Die Vergrößerung des Querschnitts
kann in der Weise erfolgen, daß man jedes Ende des leuchtenden Teiles der Röhre
in zwei oder mehrere Zweige ausgehen läßt, von denen jeder mit einer leitenden Kappe
ausgestattet ist (Fig. 3), oder indem man, wie in Fig. 8 angegeben, das die leitende
Kappe aufnehmende Ende der Röhre erweitert. Dies gestattet, dem leuchtenden Teil der Röhre
jede beliebige Länge zu geben, die nicht leuchtenden Teile dagegen kurz zu halten.
Um nun die Leuchtkraft einer Röhre nach Belieben verändern zu können, werden die
leitenden Kappen in einzelne Abschnitte zerlegt, wie es Fig. 5 veranschaulicht. Diese
einzelnen Abschnitte sind voneinander isoliert und mit den Kontakten eines Schalters verbunden,
welcher ermöglicht, jede beliebige Anzahl dieser Abschnitte mit dem Transformator
oder der sonstigen Energiequelle zu verbinden. Auf diese Weise kann die wirksame
totale Kappenfläche und damit die durch die Vakuumröhre hindurchgeschickte
Energie leicht dem jeweiligen Bedarf ange-, paßt werden.
Der Schalter kann beispielsweise die in Fig. 6 und 7 veranschaulichte Form erhalten.
Ein mittels eines Knopfes 21 drehbarer Stift 20 trägt über einer Grundplatte 26
zwei Arme 22 aus Isoliermaterial, an denen leitende Plättchen oder Bürsten 23 befestigt
sind, die je auf einer mit einer Klemme des Transformators verbundenen leitenden Platte 24
sowie auf einer Anzahl von Kontakten 25 schleifen, welch letztere mit den verschiedenen
Abschnitten der Kappe in leitender Verbindung stehen. Durch Drehen der Arme 23 kann man beliebig" viele der Kontakte
25, der gerade gewünschten Stärke der Beleuchtung entsprechend, mit den Stromzuführungsplatten
24 in Verbindung bringen.
Wenn der Schutzkasten 5 für den gefährlichen Teil der Leitung in einer gewissen
Entfernung von dem leuchtenden Teil der Röhre belegen ist (Fig. 1), wird die Röhre
selbst auf diese Entfernung durch eine Umhüllung 9 von geeignetem Material geschützt.
Die Röhre ist mit einem oder mehreren Stutzen 10 (Fig. 2) versehen, um eine Luft- no
pumpe ansetzen oder, wenn erforderlich, die Röhre mit einem geeigneten Gas oder Dampf
füllen zu können. Derartige Stutzen 10 ermöglichen es also, die Füllung der Leuchtröhre
nach Bedarf zu erneuern oder die erforderliche Dampfspannung innerhalb der Röhre wieder herzustellen, falls sie von der
Normalspannung", welche für die Erzeugung des Lichtes am geeignetsten ist, abweichen
sollte. Nach der Verlegung der Röhre in der beschriebenen Weise können beliebige
Stoffe in die Röhre eingeführt werden, und
Claims (3)
1. Einrichtung zur elektrischen Beleuchtung mittels mit Gas oder Dampf
gefüllter Röhren, dadurch gekennzeichnet, daß die elektrische Energie, statt durch
eine Drahtleitung fortgeführt und an vereinzelten Stellen in Licht umgesetzt zu werden, in einer durch sie zum Leuchten
erregten Gas- oder Dampfsäule ringsum oder durch den zu erleuchtenden Raum geleitet wird.
2. Ausführungsform der Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Enden der die zum Leuchten zu erregende Gas- oder Dampf säule einschließenden
Röhre, welche die zur Einbezw. Ableitung der Energie dienenden Elektroden, Kappen, Hülsen oder dergl.
aufnehmen, durch Erweiterung, Verzweigung oder dergl. einen größeren Querschnitt
als der übrige Teil der Röhre erhalten, um die Zuführung größerer Energiemengen
zu ermöglichen, so daß zur Beleuchtung selbst großer Räume nur der leuchtende Teil der Röhre in dieselben
eingeführt, ihr nicht leuchtender, wegen des Anschlusses an die Kraftquelle gefährlicher
Teil dagegen außerhalb der Räume oder in nicht ohne weiteres zugänglichen Schutzkästen untergebracht
werden kann.
3. Ausführungsform der Einrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Elektroden, Kappen, Hülsen oder dergl. in voneinander isolierte Abschnitte zerlegt werden, um durch Veränderung
ihrer an die Kraftquelle angeschlossenen wirksamen Oberfläche die Leuchtkraft der Röhre regeln zu können.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
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