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DE1598772A1 - Einrichtung und Methode zur schnellen Analyse von Stoffen mittels Temperaturmessung - Google Patents

Einrichtung und Methode zur schnellen Analyse von Stoffen mittels Temperaturmessung

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Publication number
DE1598772A1
DE1598772A1 DE19651598772 DE1598772A DE1598772A1 DE 1598772 A1 DE1598772 A1 DE 1598772A1 DE 19651598772 DE19651598772 DE 19651598772 DE 1598772 A DE1598772 A DE 1598772A DE 1598772 A1 DE1598772 A1 DE 1598772A1
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DE
Germany
Prior art keywords
solution
reagent
temperature
pipette
determined
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE19651598772
Other languages
English (en)
Inventor
Sajo Dipl-Chem Dr Istvan
Ujvary Dipl-Chem Janos
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Magyar Optikai Muevek
Original Assignee
Magyar Optikai Muevek
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Magyar Optikai Muevek filed Critical Magyar Optikai Muevek
Publication of DE1598772A1 publication Critical patent/DE1598772A1/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01NINVESTIGATING OR ANALYSING MATERIALS BY DETERMINING THEIR CHEMICAL OR PHYSICAL PROPERTIES
    • G01N25/00Investigating or analyzing materials by the use of thermal means
    • G01N25/20Investigating or analyzing materials by the use of thermal means by investigating the development of heat, i.e. calorimetry, e.g. by measuring specific heat, by measuring thermal conductivity
    • G01N25/48Investigating or analyzing materials by the use of thermal means by investigating the development of heat, i.e. calorimetry, e.g. by measuring specific heat, by measuring thermal conductivity on solution, sorption, or a chemical reaction not involving combustion or catalytic oxidation

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Analytical Chemistry (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Immunology (AREA)
  • Pathology (AREA)
  • Investigating Or Analyzing Materials Using Thermal Means (AREA)

Description

  • EINRICHTUNG UND METHODE ZUR SCHNELLEN ANALYSE VON STOFFEN MITTELS TEMPERATURMESSUNG Es ist bekannt, dass die chemischen Reaktionen eine für jeden Stoff charakteristische Enthalpieänderung zur Folge haben. Die Reaktionswärme infolge der Enthalpieänderung ist der Menge der Reagentien proportional, so kann deren Menge über die Messung der Reaktionswärme naoh folgendes Zusammenhang bestimmt werden: @m = @T #H worin Nm die Menge des Reagenses in Mol ausgedrückt, Q die Wärmekapazität des Systems, #H die der Umsetaung gehörige molare Enthalpieänderung und #T die Temperaturänderung des Systems während der Umsetzung ist.
  • Zur Bestimmung der Zusammensetzung von Lösungen wird die Kalorimetrie in der Praxis nicht angevendet, da die Messung der Reaktionswärme umständlich ist. Die Bestimmung der Umsetzungswärme wird dadurch erschwert, dass ausser der Temperaturänderung der Lösung noch die genaue Menge, die spezifische Wärme der zu untersuchenden Lösung, die spezifische Warme, die Menge der zum Zwecke der Durchführung der Umsetzung zugegebenen Chemikalie, sowie die Wärmekapazität der Einrichtung, die Grösse des Warmeaustausches itt der U=-gebung und die Temperaturveränderung infolge der Verdunstung der Lösung bekannt sein müssen, Auf diesem Grunde hat sich die Kalorimetrie bei Analysen von Lösungen nicht verbreiten können.
  • Den Grundgedanken der vorliegenden Erfindung bildet jene Erkenntnis, dass die Temperaturveränderung der Lösung selbst der Menge der reagentien proportional ist, wenn der Quotient Q/# H konstant ist und der Wärmeaustausch mit der Umgebung praktisch beseitigt wird. Der Wert des Quotienten Q/#H is t konstant, wenn sowohl Q als auch lI konstant sind.
  • Die Wärmekapazität des Systems (Q) ergibt sich aus der Warsekapazität der Einrichtung, der zu untersuchenden Lösung und des Reagenses. Dieser Wert ist konstant, wenn zu Jeder Bestimmung die gleiche Einrichtung benutit wird, die zu untersuchenden Lösungen in gleicher Weise vorbereitet sLnd und iu jeder Untersuchung die gleiche Menge verwendet wirdD Und schliesslich wenn zu der Lösung das Reagens von gleicher Koneznttation und von gleichem Volumen zugesetzt wird.
  • Die molare Enthalpie - Aenderung (#H) ist in dem Falle konstant, wenn im Laufe der Umsetung aus gleichen Ausgangsstoffen gleiche Endprodukte entstehen.
  • Das ist nur dnnn zu sichern, wenn die Zusammendetzung des Reagenses konstant ist (Ionenstärke, pH-Wert). Mit Sicherung dieser obigen Bedingungen ist Du erreichen, dass der Quotient Q/#H konstant ist.
  • Auf den genannten Grundgedanken basiert, ist die erfindungsgemässe Einrichtung und Methode zur Durchführung achneller Reiheuntersuchungen geeignet. In dem Falle nämlich, in dem die Konstanz des Quotienten Q/#H gesichert ist, ist Nm = k .#T, worin "k" bei gleicher Probenvoroereitung innerhalb einer Stoffart eine rtiri die gesuchte Komponente charakteristische Konstante ist. Selbstverständlich gehört sur Bestimmung eines Jeden Elementes ein anderer Wert "k". Aber bei der Anwendung einer für ein bestimmtes Element und für eine bestimmte Stoffart ausgearbeiteten Methode, den Wett "k" einmal bestimmend, ist die Menge der gesuchten Komponente aus der Temperatur-Aenderung der Lösung zu bestimmep Das Wesen der Methode unterscheidet sich von der thermometrischen Titration, wo die Wärmekapasität des Systems als Funktion der zugeteilten Messlnsungsmenge während der Titration sich kontinuierlich und stätig verändert. Deswegen kann die Menge der gesuchten Komponente bei der thermonetrischen Titration nicht ausschliesslich aus der Temperaturänderung der Lösung bestimmt werden, sondern die Temperaturveränderung der Lösung wird nur zum Feststellen des Endpunktes der Titration gemessen, in dem aus dem Aussetzen der Temperaturänderung auf den Unschlagpunkt der Reaktion geschlossen wird. Auf Grund dessen wird aus da Volumen der verbrauchten Messlösung die Menge der gesuchten Komponente festgestellt. Der Anwendungsbereich der thermometrischen Titration ist eng, da sich für diesen Zweck nur solche reaktionen eignen, die schnell, quantitativ und eindeutig ablaufen, Demgegenüber können nach der Methode der Erfindung langsam und nicht @quantitativ verlaufende Reaitionen auch angewendet werden, weil durch einen tberschuss an Reagens die zu einem Gleichgewicht führenden Reaktionen an quantitativ verlaufenden Umsetzungen gemacht werden können.
  • Dadurch werden zahlreiche Reaktionen zum Zwecke von thermometrischen Bestim@ungen brauchbar, die. sich weder ftir thermometrische Titration, noch fur andere analytische Methoden eignen. Die Keselsäure reagiert z.B. nur mit sehr wenigen Chemikalien, so sind nur enige analytische Methoden bekannt, die zur Best immun von Kieselsäure anwendbar sind. Eine ihrer bekanntesten eaktionen, in der sie mit Flussäure Silizium-Tetrafluorid bildet, ist fär Titrationszwecke unbrauchbar, da die Reaktionsgeschwindigkeit verhältnismässig gering ist, und die konplexe Stabilisationskonstante klein ist. Dem geenüber Lann die Bestimmung des Siliziums, die eine der langwierigsten und am schwierigsten durchführbaren analytischen Aufgaben ist, durch thermometrische Analyse binnen 5 Minu@en nach dem Anfertigen der Lösung erfolgen.
  • Die thermometrischen Titrationen sind apparativ sehr umständlich, da sowohl die Messflüssigkeit, als auch diC Probe während der Titration die gleiche Temperatur aufsueisen haben, dieses ist nur in einem sehr umständlich ausgebildeten Thermostatensystem zu lösen. Die Methode wird dadurch noch erschwert, dass die Zuteilung der Messflüssigkeit mittels Büretten mit temperiertem Mantel und mechanicht Steuerung üblich ist.
  • Dem gegenüber wird die krobe bei der Methode nack der Erfindung nicht titriert, sondern das @eagens wird auf einmal und immer in der @leichen Menge zugegeben. Die Menge des Reagenses wird so gewählt, dass es auch -' noch in Überschuse vorhanden ist, wenn die zu bestimmende Komponente in der grösstmöglichen Konzentration in der Lösung vorhanden wäre.
  • Die thermometrische Analyse, nach der von uns ausgearbeiteten Messmethode und mit der von uns entwickelten Einrichtung durchgeführt, ist eine der einfachsten und in den weitesten Grenzen, anwendbaren analytischen Yethoden. Dies wurde dadurch erreicht, dass unsere Messungen in einem etwa adiabatischen System durchgeführt wurden. Diese Messmethode wurde bisweilen weder in der Kaloriemetrie noch in der Analytik angewendet. Bei den Messungen wurde namlich der Wärme austausch mit der Umgebung mit Hilfe eines Wärmekomp@@ sators beseitigt, der ermöglicht, die Wärmeverluste infolge der Verdt'tung und Wärmeleitung so au ersetzen, dass die Temperatur des systems von diesen Faktoren unabhängig bleibt,k ohne das System von der Umgebung mit komplizierten technischen Lösungen zu isolieren und so adiabatisch zu gestalten Ein anderer wichtiger Faktor der praktischen Verwirklichung ist, dass der Thermostatensystem zur Sicherung der gleichen Temperatur von der Reagens- und der Probelösung dadurch umgangen wird, dass die zu untersuchende Lösung selber als thermostat für das Reagens dient.
  • Das Reagens wird nämlich noch vor Zugabe der Probelösung in einer Tauchpipette eingeschlossen, in die die zu unter suchende Lösung eingetaucht wird, ohne sich mit der Lösung zu vermischen.
  • Die zur Bestimmun@ gebrauchte Einrichtung besteht aus zwei eng zusammenhörigen Einheiten, uzw. a aus dem wärmeisolierten Gefäss zum Zwecke der Aufnahme der zu untersuchenden Lösung, dessen Bestandteile sind: ein Mischer, ein Wärmekompensator, eine Tauchpipette, und ein Wärmewiderstandsblock (Thermistorblokk) zur Messung der Temperaturveränderung; b) aus der Messeinheit, deren Hauptbestandteile eine abgewandelte Wheatstone-Brücke und ein Fühler sind.
  • Fig. 1 zeigt das Verdrahtungasystem der Messeinheit, wogegen an Fi.. 2 das unter a) genannte Gefäss samt Bestandteilen im Schnitt veranschaulicht wird.
  • Zu den Messungen wurde ein Dewar-Gefäss (1) mit weitem Mund als wärme isoliertes Gefäss gebraucht.
  • In die in dem Dewar-Gefäss beiindliche Probelösung taucht die zur Aufnahme des Reagenses dienende Tauchpipette 4, wie einerseits die genaue Zugabe der gegebenen Lösungsmenge ermöglicht, anderseits den schnellen Wärmeaustausch zwischen Probelösung und angewendetem Reagens sichert.
  • Wie auch an der Fig. 2 ersichtlich, besteht die Tauchpipette selbst aus einem das Reagens aufnehmenden Gefässteil (a) welches mit einem gekrümmten Ausflussteil (b) versehen ist. Zum Gefässteil (a) schliesst sich der Kolben (c) an.
  • In diese Pipette kann das Reagens durch den jusflussteil (b) mit Hilfe des Kolbens (c) derart aurgesaugt werden, dass zwischen der iusgangsöffnung des Ausflussteiles (b) und einem Markierungszeichen in der N§he des Gefässteiles am Ausflussteil eine Luftsäule vorhanden sein soll. Diese Luftsäule verhindert dann, dass sich die Reagenslösung mit der zu untersuchenden Lösung vor dem beabsichtigten Beginn der Reaktion berührt, selbst falls die das Reagens enthaltende Pipette in die zu untersuchende Lösung eingetaucht ist.
  • Die Wärmekompensation geht im Falle einer Tauchpipette binnen zwei Minuten vor sich, sogar in dem Falle, wenn zwischen Probe und Reagens ein Temperaturunterschied von 3 - 4°C herrscht.
  • Der Wärmekompensator 2 taucht ebenfalls in die Lösung. Er oestent aus eines in ein dünnwandiges Glasrohr ge-Schweissten Heizwiderstand. Seine Temperatur wird über einen regelbaren Widerstand so eingestellt, dass die jeweilige Umgebungswirkung der der Wärmeverlust infolge der Verdampfung kompensiert wird. Diese Kompensation kann innerhalb einer Minute so empfindlich eingestellt werten, dass das Fühleinstrument aucu nacn einer länger andauernden Beobachtung (zwei Minuten) nach der Kompensation praktisch schon keine zu korrieglerende Temperaturänderung anzeigt.
  • Bei Massenanalysen kann man den Wärmekompen-@ator eventuell auch ausschalten und statt dessen das Abkühlen des Systems während z.B. einer halben Minute noch vor Zugabe des Reagensen messen und dann mit diesem Wert die Temperaturmessung bei der Reaktion korrigieren.
  • Gleichfalls taucht der zur Messung der Temperaturverän@erung während der Reaktion dienende Wärmewiderstandsblock 3 in die Lösung, der aus parallel- und in Reihe geschalteten @ärmewiderständen (Thermistoren) besteht, um dadurch die Aen@erungen in der Charakteristik der einzelnen Wärmewiderstände infolge der Alterung anszugleichen. Ausserdem taucht in das Gefäss noch ein Rührwerk (5) ein. Der Wärmewiderstandsblock schliesst sich an die Mes - und kalkulierende Einheit an.
  • Die Mess- und kalkulierende Einheit ist eine modifizierte Wheatstone-Rrücke (siehe Fig.1) in deren zwei entgegengesetzte Zweige je ein Wärmewiderstandsblock (TH1, TH2) eingebaut ist. Diese sind einzeln oder aber auch gemeinsam anzuwenden. Durch den gleichzeitigen Einbau zweier Wärmewiderstandsblöcke ist eine eventuelle Aenderung ihrer Charakteristik jeder Zeit kontrollierbar und so ist die Sicherheit der Messung zu sichern. Zur Sicherung der Reproduzierbarkeit der Messungen wird die Spannung der Messbrücke durch die genaue Einstellung der Batteriespannungen konstant gehalten. @er Widerstand der in den einen Zweig der Wheatstone-Brücke eingebauten Wärmewiderstände wird durch die in den anderen Zweig der Brücke eingebauten fixen Widerstände (R3, R4, R1, - R6, R7, R8, R9) ungefähr kompensiert. Die volle Ausgleichung der beiden Zweige der Brücke geschie@t mit Hilfe der Potentiometer (P1 und P2) (feine und grobe Einstellung). Das Einschalten der Wärmewiderstände in die Brücke geschieht mittels der Schalter (K1 und K@). tm wie Spannung der die Brücke versorgenden Batterie zu kontrollieren kann man die Wärmewiderstände auch durch fixe Widerstände ersetzen. Zwei konstante Widerstände (R1, R2) wurden für diesen Zweck in die Brücke eingebaut. Bei dem Umschalten dieser mit den Schaltern (K2 und K3) zeigt das Fühlerinstrument (G) einen gegebenen Ausschlag an. Falls der Ausschlag des Fühlerinstrumentes vom gegebenen Wert aoweicht, wird die Speisespannung der Brücke mit Hilfe der Spannungsregelnden Potentiometer (P3, P4) auf den vorgescbriebenen Wert eingestellt. Der Ausschlag des Fühlerinstrumentes verändert sich bei gleicher Temperaturänderung mit @er Speisespannung @er Brücke. Infolge dessen kann durch die Veränderung der Brückenspeisespannung erreicht werden, dass der Endausschlag des Fühlerinstrumentes bei verschiedenen Spannungen verschiedenen Temperaturänderungen entspricht.
  • Die zum gleichen prozentualen Anteil gehörigen Temperaturänderungen der verschiedenen Komponenten sind unterschiedlich. Mit dem Sendern der Brückenspannung kann aber erreicht werden, dass jedweder gegebener prozentualer Anteil eines beliebigen Elementes dem gleichen Ausschlag ergibt. Aus diesem Grunde wurden in die Brücke einstellbare feste Widerstnde (R12, R13, R14, R15, R16, R17, R18) eingebaut, die mit einem Yaxley-Schalter (x6) eingeschaltet die Spannung zur Bestimmung des gesuchten Elementes so einstellen, dass das Fhlerinstrument die Menge der zu bestimmenden Komponente unmittelbar in Prozent angibt. (Laut der Figur zeigen die Widerstände R12 bis R18 z.B. die Menge folgender Elemente: Si, Mn, Ti, V, X, Mo, Cr) Als Pühlerinstrument (G) kann ein Galvanometer mit Lichtanzeige und von einer Empfindlichkeit von 10-10 A gebraucht werden oder ein Registrator von der gleichen Empfindlichkeit. Der Gebrauch dieses Letzteren ißt besonders vorteilhaft, wenn eine Komponente nur in sehr kleinen Mengen vorkommt, und dies mit katalytischer Reaktion bestimmt werden soll.
  • Zu dieser Methode soll bemerkt werden, dass die Geschwindigkeit einer katalytischen Reaktion von der Kondentration des Katalysators abhängig ist. Im Falle von Reaktionen die eine Temperaturänderung hervorrufen, kann man von der Geschwindigkeit der Temperaturänderung der zu untersuchenden Lösung auf die Konzentration des Katalysators folgen. Diese Methode ist in erster Linie zur Bestimmung von Spurenelememten geeignet, da sich bei satalytischen Rea@@onen die Reaktionswärme sozusagen vervielfältigt undzwar proportional zu der Menge der durch den Katalysator während der Zeiteinheit vereinigten oder zerstörten Molekülen.
  • Bei Analysen dieser Art wird also die Konzentration des gesuchten Elementes durch die Geschwindigkeit der Temperaturänderung ausgewertet.
  • Die allgemeine Arbeitsmethode laut der Erf indung ist die folgende: Die Arbeitsgänge können bei der thermometrischen Analyse - wie bei Jeder anderen analytischen Bestimmung - in zwei Gruppen eingeteilt werden: a) die Vorbereitung der Probe; b) die Bestimmung selber. a) Zur Analyse von Proben gleicher Stoffart werden die Probelösungen in jedem Falle in gleicher Weise vorbereitet. Dies bedeutet, dass der Stoff immer z.B. in Säure von gleicher Menge, Qualität und Konzentration gelöst wird, zum Aufschliessen immer die gleiche Menge Aufschlussmittel gebraucht wird, zum Maskieren die gleiche Menge von Reagens zugesetzt wird, der pH-Wert der Lösungen auf den gleichen Wert eingestellt wird etc. Innerhalb Je einer Reihenanalyse müssen die Volumina der Probelösungen demjenigen ert gleich sein, zu welchem die Einstellung des Sesswiderstandes der Wheatstone-Brücke derart geschehen ist, dass sich die Menge der gesuchten Komponente unmittelbar in Prozent ergebe. Die in den obigen dargelegte, gleiche Vorbereitungsmethode bedeutet in Falle von Reihenuntersuchungen auch den Vorteil, dass die angelernte Arbeitskraft den gleichen Arbeitsgang durchführt. b) Der praktische @eg der Bestimmung ist wie folgt; Die Temperatur der auf das vorgeschriebene Volumen au@gefüllten Probelösungen wird annähernd so auf Z@@mertemperatur gebracht, dass deren Temperatur mit 1 - 2°C @ber der Temperatur der Umgebung liegt. Danach wird die Lösung in das Dewar-Gefäss (1) gefüllt und in die Losung wird die das Reagens samt einer Luftsäule enthaltende Tauch-Pipette (4), weiterhin der ihrer (5), der Wärmekompensator (2) und der Wärmewiderstandsblock (3) eingetaucht. Die Wheatstone-Brücke wird mit Hilfe der Einstellpotentiometer (P1, P2) der Ausgangstemperatur der Probelösung entsprechend so kompensiert, dass der Zeiger des Fühlerinstrumentes (G) in die Grundstellung kommt. Anschliessend werden mit Hilfe der sich an den Wärmekompensator (2i anschliessenden Heiswiderstände (in der Figur nicht veranschaulicht) die infolge der Verdunstung und des Wärmeaustausches entstandenen Wärmeverluste so kompensiert, dass der Zeiger des Fühlerinstrumentes (G) während einer Beobachtung von einer halben Minute nicht aus der Grundstellung weicht. Der gesamte Arbeitsgang nimmt etwa zwei Minuten in Anspruch, während dieser Zeit gleicht sich die eventuelle Temperaturdifferenz zwischen Probe-und Reagenslösung praktisch aus, sogar dann, wenn zwischen den Ausgan@stemperaturen der zweier Lösungen ein Unterschied von 3 - 4°C vorhanden ist. Nach der Stabilisation der Temperatur der Probe wird dna Reagens der Probe aus der Pipette (4 mit Andrücken des Kolbens (c) zugesetzt und an dem Fühlerinstrument (G) die bsf den Zusatz des Reagenses entstandene Tem eraturänderung abgelesen oder registriert, die gleichzeitig den prozentualen Inteil der gesuchten Komponente angibt.
  • Ausführungsbeispiel Analyse von Hochofenschlacke a) Bestimmung von Kieselsäureanteil Aus der fein zerstäubten Schlacke werden C,2 g in ein 400 ml Becherglas eingewogen, dann 30 ml Salzsäure von der Dichte 1,12 zugegeben und mit Magnetrührer 2 Minuten gerührt. Dann wird die Lösung auf 200 ml mit destilliertem. Wasser aufgefüllt, und anschliessend die Temperatur der Lösung auf ungefahr 1 0C über die Temperatur der Umgebung eingestellt. Die so vorbereitete Probe wird in ein mit Paraffin überzogenes Dewar-Gefäss gefüllt und der ebenfalls p araff inierte Wärmewiderstandsblock, Mischer, Wärrnekompensator und die aus Kunststoff hergestellte und 1 ml 40 %-ige Flussäure enthaltende Tauchpipette, werden in die Lösung eingetaucht. Nach einer Minute Wartezeit wird die Mesabrücke auf 0 eingestellt, anschliessend wird die Temperatur der Lö-Lösung mit dem Wärmekompensator stabilisiert. Nach Stabilisation der Lösungstemperatur wird die Flussäure der Probelösung zugesetzt und an den Fühlerinstrument wird der SiO2-Anteil in Prozent abgelesen. Die Bestimmung des Kieselsäureanteiles kann nach der Methode und Einrichtung gemäss der Erfindung binnen 10 Minuten durchgeführt werden, während die gleiche Bestimmung nach den herkömmlichen Methoden 2 - 3 Stunden in Anspruch nimmt.
  • Nach der Bestimmung des Kieselsäureanteiles können in der gleichen Probelösung auch andere Komponenten bestimmt werden. b) Bestimmung von Barium Das Barium reagiert mit Schwefelsäure unter Freiwerden von bedeutender Reaktions@ärme, und so kann diese Reaktion zur thermometrischen Bestimmung des Bariums gewählt werden ach der Bestimmung der Kieselsäure wird die Tauchpipette mit Schwefelsäure gefüllt und in die Lösung getaucht, der Yaxley-Schalter auf denjenigen Widerstand, der auf das Barium, ereicht wurde, geschaltet, nach erfolgter Wärmekompensation die Schwefelsäure aus der Tauchpipette in die Lösung gedrückt und an dem Fühlerinstrument der prozentuale Anteil des @ariumoxyds abgelesen. c) Bestimmung von Eisen Eisen (II) reagiert mit Wasserstoffperoxyd unter Freiwerden von bedeutenden Wärmemengen, so kann diese Reaktion zur thermometrischen Bestimmung des Eisens gewählt werden. Nach der Bariumbestimmung wird der Yaxley-Schalter auf den auf das Eisen geeichten Widerstand gestellt und als neues Reagens das Wasserstoffperoxyd mit Hilfe der Tauchpipette in die Lösung getaucht. Nach dem Temperaturausgleich wird das Wasserstoffperoxyd in die Lösung gedrückt und an dem Fühlerinstrument der prozentuale Eisenan@@l bgelesen.
  • Nach der oben beschriebenen Methode nimmt die Bestimmung dreier Komponenten in der Hochofenschlacke nur 15 Minuten in Anspruch. Nach herkömmlichen analytischen Arbeitsmethoden dauern die gleichen Bestilungen mindestens 4 - 5 Stunden.
  • Die Methode und Einrichtung nach der Erfindung bietet ferner die Möglichkeit auch solche Bestimmungen nebeneinander durchuführen, die mit den bisher bekannten analytischen Methoden nicht durchführbar waren.
  • Über den praktischen Gebrauch hinaus kann die Sinrichtung auch zu Forschungszwecken angewendet werden.

Claims (8)

  1. PATENTANSPRÜCHE 1. Verfahren für schnelle quantitative Bestimmung von Elementen und Verbindungen, dadurch g e k e n n -z e i c h n e t , dass das zu bestimmende Element oder die zu bestimmende Verbindung mit einem Reagens von der Probe lösung gleicher Temperatur derart in mit Temperaturveränderung verbundene chemische oder physiochemische Reaktion gebracht wird, dass inzwischen der Quotient der Wärmekapazität des Systems und der molaren Enthalpie-Aenderung der angewendeten Reaktion konstant bleibt und die Menge der gesuchten Komponente wird ausschliesslich durch Messung der hervorgerufenen Temperaturänderung bestimmt.
  2. 2. verfahren nach Anspruch 1, dadurch g e -k e n n z e i c ä n e t , dass eine Lösung der zu bestimmenden Elemente oder Verbind@ngen mit der genau auf die Temperatur dieser Lösung gebrachten Lösung des Reagenses zusammengebracht und die so entstandene Temperaturänderung gemessen wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch g e -k e n n z e i c h n e t , dass die zu bestimmen den Elemente oder Verbindungen im Falle eins Mehrstoffsystems so bestimmt werden, dass dieselben in der Reihe nach mit mehreren, aber auf die verschiedenen Komponenten selektiv wirkenden Reagentien zusammengebracht @erden und die infolge der nacheinander verl auf enden Reaktionen auftretenden Temperaturänderungen je nach Bblauf der einzelnen Reaktionen getrennt gemessen werden.
  4. 4. Verwahren nach Anspruch 3, dadurch g e -k e n n z e i c h n e t , dass bei Bestimmung von Elementen uiit nilariger Konzentration ihre Konzentration durch die Geschwindigkeit der Temperaturänderung ausgewertet wird.
  5. 5. Einrichtung zur schnellen quantiktiven B.-stimmung von Elementen oder Verbindungen, dadurch g e -. k e n n z e i c h n e t , dass sie aus einem zur Aufnahme des Reagenses dienanden, von äusseren Temperatureinflüssen isolierten Gefäss, einen Mischer (5), einer Tauchpipette (4), einem Wärmekompensator (2), einem zur Temperaturänderung-Messung dienenden Wärmewiderstandsblock (3), weiterhin aus einem zur Messung mit Wärmewiderstandsblock notwendigen elektrischen Anzeige- oder Registriergerät (G) besteht, welches mit einer so ausgebildeten Messbrücke (Fig. 1) kombiniert ist, die die Messung der Konzentration der gesuchten Bomponenten durch Veränderung der Empfindlichkeit der Brücke unmittelbar in Prozent oder in einer anderen Konzentrationseinheit ermöglicht.
  6. 6. Einrichtung nach Anspruch 5, dadurch g e -k e n n z e i c h n e t , dass die Dosiereinrichtung des Reagens es eine solche aus Glas oder Kunststoff gefertigte Tauchpipette (4) ist, die aus einem das reagens aufnehmendem Gefässteil (2) einem Giesem sich an der einen Seite anschliessenden gekrmmten Ausflussteil (b) und sich an der anderen Seite anschliessendem Kolben (c) besteht.
  7. 7. Einrichtung nach Anspruch 5, dadurch g e -k e n n z e i c h a e t, dass der Wärmekompensator (2) ein in die Lösung tauchender regelbarer elektrischer Heizkörper ist.
  8. 8. Arbeitsweise mit der Einrichtung nach Ansprüchen 5 - 7 und laut dem Verfahren nach Ansprüchen 1 - 4, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , dass in die Tauchpipette (4) die Reagenslösun@ derart aufgesaugt wird, das zwischen der Ausgangsöffnung des Ausflussteiles und einem Markierungszeichen am Ausflussteil eine Luftsäule vorhanden sein soll, die derart gefüllte Tauchpipette in die Probelnsung getaucht wird und nach Ausgleich der Temperatur zwischen Probe- und Reagenslösung die Reagenslösung mit Hilfe des Kolbens (c) der Tauchpipette in die Probelösung, gedrückt wird.
DE19651598772 1965-10-12 1965-10-12 Einrichtung und Methode zur schnellen Analyse von Stoffen mittels Temperaturmessung Pending DE1598772A1 (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2709009A1 (de) * 1977-03-02 1978-09-07 Hoechst Ag Verfahren zur quantitativen bestimmung von aluminiumorganischen verbindungen in deren loesungen
WO1981001615A1 (en) * 1979-11-30 1981-06-11 A Sorensen A method for determining the concentration of an absorbable component in a gaseous mixture

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