DE1597315B - Einrichtung zum Herstellen photographischer Bilder von entwickelten Negativen auf lichtempfindlichem Papier durch Entwikkeln unter Wärmeeinwirkung - Google Patents
Einrichtung zum Herstellen photographischer Bilder von entwickelten Negativen auf lichtempfindlichem Papier durch Entwikkeln unter WärmeeinwirkungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zum Herstellen photographischer Bilder von entwickelten
Negativen auf lichtempfindlichem Papier durch Entwickeln unter Wärmeeinwirkung, bestehend aus
zwei nebeneinander angeordneten geschlossenen Gehäusen, zwischen denen sich das Vergrößerungsobjektiv
befindet, wobei das erste Gehäuse eine Lichtquelle und einen Kondensor enthält sowie eine
am Gehäuse angeordnete Vorrichtung zum Haltern eines auf das Vergrößerungsobjektiv ausgerichteten
photographischen Negativs, und wobei das zweite Gehäuse, das mit dem ersten Gehäuse verbunden ist,
eine Einrichtung zur Aufnahme eines lichtempfindlichen Photopapiers enthält, auf das das Licht aus
dem ersten Gehäuse projiziert wird, sowie eine mattierte Betrachtungsscheibe, die mindestens einen
Teil einer Seite des zweiten Gehäuses bildet und parallel zum projizierten Lichtstrahl angeordnet ist, sowie
eine schwenkbare reflektierende Platte, die das Licht auf die mattierte Betrachtungsscheibe wirft.
Eine derartige nach der USA.-Patentschrift 3 011 963 bekannte Einrichtung, bei der das Herstellen
der photographischen Bilder insbesondere von entwickelten Mikrofilmen mittels elektrolytischen
Elektrokopieverfahrens erfolgt, weist sowohl im ersten Gehäuse eine Energiequelle in Form der von
einer Glühlampe gebildeten Lichtquelle als auch im zweiten Gehäuse eine Energiequelle in Form einer
Batterie auf, die einen über einen Regelwiderstand, einen einen Elektrolyten enthaltenden Behälter, ein
den Elektrolyten aufsaugendes Kontaktpolster, ein am letzteren entlanggeführten Band aus dem lichtempfindlichen
Papier, eine letzteres abspulende Rolle sowie ein Amperemeter führenden Strompfad
zum Zwecke der Entwicklung des belichteten Papiers auf elektrolytischem Wege speist. Die bekannte Einrichtung
arbeitet automatisch oder halbautomatisch und erweist sich, abgesehen davon, daß zwei gesonderte
Energiequellen zur Belichtung und Entwicklung des lichtempfindlichen Papiers notwendig sind,
dadurch als nachteilig, daß Negative mit im wesentlichen gleichförmigem Kontrast und gleicher photographischer
Dichte erforderlich sind.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Einrichtung zur Herstellung photographischer Bilder
der eingangs erwähnten Art derart zu schaffen, daß nur eine einzige Energiequelle zum Belichten
und Entwickeln des lichtempfindlichen Papiers notwendig ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das erste Gehäuse zur Entwicklung des
belichteten Photopapiers durch Wärmeeinwirkung ein stetig gekrümmtes Oberteil aus einem wärmeleitenden
Material und ein über das Oberteil spannbares durchsichtiges und hitzfestes Niederhalteglied
des Photopapiers aufweist, und daß die in an sich bekannter Weise aus einer Glühlampe bestehende
Lichtquelle zugleich Quelle für die zum Entwickeln des belichteten Photopapiers erforderliche Wärme
ist.
Die mit der Erfindung erzielten Vorteile bestehen insbesondere darin, daß ohne das Erfordernis der
Verwendung chemischer Lösungen zum Entwickeln wie zum Fixieren der Bilder nur eine Energiequelle
in Form einer Licht- und Wärmequelle zum Belichten und Entwickeln des Photopapiers notwendig ist,
und daß Negative mit sehr unterschiedlichem Kontrast und photographischer Dichte verarbeitet werden
können.
Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der Beschreibung der Zeichnung.
Darin ist
F i g. 1 eine schaubildliche Darstellung der Einrichtung nach der Erfindung,
Fig. 2 eine zum Teil als Schnitt gezeichnete
Draufsicht, die die Beziehung der verschiedenen Bauteile zueinander zeigt,
Fig. 3 eine Ansicht des Lampengehäuses, von
der Linie 3-3 in der F i g. 2 aus gesehen, die einen Diapositivhalter an der Gebrauchsstelle zeigt,
F i g. 4 eine Ansicht der Belichtungs- und Betrachtungseinheit, von der Linie4-4 in der Fig. 2 aus
gesehen, die den Behälter für den Papierhalter zeigt, und die
F i g. 5 eine Draufsicht auf den Papierhalter.
Die in den Fig. 1 und 2 dargestellte Ausführungsform
der insgesamt mit 10 bezeichneten erfindungsgemäßen Einrichtung umfaßt eine Beleuchtungs-
und Erhitzungseinheit 11, ein Vergrößerungsobjektiv 32 und eine Belichtungs- und Betrachtungseinheit 35.
Die Beleuchtungs- und Erhitzungseinheit 11 hat ein im wesentlichen würfelförmiges Gehäuse 11,
dessen Kanten eine Länge von ungefähr 17 cm aufweisen, und das aus einem billigen, steifen und
zähen Kunststoff hergestellt ist, z. B. aus Polypropylen. Das Gehäuse der Beleuchtungs- und Erhitzungseinheit 11 ist mit einem abnehmbaren, gekrümmten
Oberteil 12 aus einem wärmeleitenden Material, z. B. aus Metall, versehen und ruht auf zwei trapezförmigen
Füßen 13. Als Material für das Oberteil 12 "wird zur Zeit Aluminium vorgezogen, wegen des
geringen Gewichtes, der Dauerhaftigkeit, der ausgezeichneten Wärmeleitfähigkeit, der Wartungsfreiheit
und wegen der Wirtschaftlichkeit. Das Oberteil 12 ist mit einem Belag (nicht dargestellt) aus einem dünnen
hitzefesten Material wie ein Seidensieb versehen, das eine gleichmäßige Wärmeableitung am Oberteil
12 sichert. An einer geraden Kante des Oberteiles 12 ist ein hitzefestes transparentes Niederhalteglied 14
befestigt, z.B. ein Seidensieb, das ein belichtetes Photopapier gleichmäßig gegen die Oberfläche des
Oberteils 12 drückt, wenn das Photopapier durch Einwirkung .von Wärme entwickelt wird. Die freie
Kante des Niederhaltegliedes 14 ist mit einem geeigneten Handgriff 15 versehen, der von einem Benutzer
des Gerätes erfaßt wird, um auf das auf das Oberteil 12 aufgelegte belichtete Photppapier einen
gleichmäßigen Druck auszuüben. Bei der dargestellten Ausführungsform besteht der Handgriff 15 aus
einem hölzernen Stab mit einem Durchmesser von ungefähr 9,5 mm, um den der Rand des Seidensiebes
herumgerollt und z.B. mittels Klammern befestigt ist. Natürlich könnten das hitzfeste Isoliermaterial
zusammen mit dem Niederhalteglied 14 als ein Stück in Form einer Umhüllung hergestellt werden, so daß
das Oberteil 12 nicht mit einem Belag aus einem hitzefesten Isoliermaterial versehen zu werden
ίο braucht.
Die Seitenwandung 16 der Beleuchtungs- und Erhitzungseinheit 11, die nahe am Vergrößerungsobjektiv
32 gelegen und auf dieses ausgerichtet ist, ist in der Mitte mit einer rechteckigen Öffnung 17 mit den
Abmessungen 35X25 mm versehen, welche Öffnung die waagerechte Mittellinie der Seitenwandung 16
unter einem Winkel von 20° schneidet und von vorn nach rückwärts geneigt verläuft, wie in den F i g. 1
und 3 dargestellt. Der Grund für diese Maßnahme wird später noch erläutert.
Die Beleuchtungs- und Erhitzungseinheit 11 ist mit einer Projektionslampe 18 ausgestattet, die aus
einer 100- bis 150-Watt-Glühlampe, entweder klar
oder mattiert, besteht, die in eine herkömmliche Schraubfassung 19 eingeschraubt ist. Diese Schraubfassung
ist an der Bodenplatte 20 der Beleuchtungsund Erhitzungseinheit 11 befestigt. An Stelle einer
Glühlampe kann auch eine normale 150-Watt-Projektionslampe verwendet werden. Nach der Erfindung
dient die Projektionslampe 18 zugleich als Wärmequelle für die Entwicklung der Kontaktkopien
oder der Vergrößerungen der photographischen Aufnahmen. Diese Tatsache ist besonders
wichtig, wenn das Gerät von Kindern als Spielzeug benutzt wird. Die Erfahrung hat gezeigt, daß Kinder
und besonders jüngere Kinder sich hüten, eine brennende Glühlampe und das Gerät zu berühren und
trotzdem unbekümmert mit anderen Wärmequellen spielen, wie z. B. mit einem glühenden Widerstandsheizelement.
Die Projektionslampe 18 ist mit einer Abschirmung 21 versehen, die als Licht- und Wärmeverteiler
dient. Zwischen der Projektionslampe 18 und dem Bildfenster 17 sind zwei herkömmliche
Kondensorlinsen 22 aus optischem Glas oder aus Kunststoff in senkrechter Stellung angeordnet. Wenn
gewünscht, kann die eine der Kondensorlinsen 22 aus einer wärmeabsorbierenden Linse bestehen, so
daß das Diapositiv oder das Negativ von der von der Projektionslampe 18 erzeugten Hitze nicht sehr
beeinflußt wird. An einer Stirnwandung 24 der Beleuchtungs- und Erhitzungseinheit 11 ist ein herkömmlicher
einstellbarer Blattfeder-Thermostat 23 angebracht, der mit der Projektionslampe 18 in
einen Stromkreis eingeschaltet ist Der Thermostat hält die Temperatur des Oberteiles 12 innerhalb
eines Bereiches von 85 bis 100° C, + 3° C. An der Außenseite der Bodenplatte 20 der Beleuchtungsund
Erhitzungseinheit 11 ist ein doppelpoliger Kippschalter 25 angebracht, der mit der Projektionslampe
18 in Reihe und zum Thermostaten 23 parallel geschaltet ist. Mit Hilfe des Kippschalters 25 kann der
Thermostat 23 kurzgeschlossen werden, so daß der Lampenstromkreis nicht unterbrochen und die Diapositive
für die Projektion ununterbrochen beleuchtet werden können.
An der Stirnwandung 16 der Beleuchtungs- und Erhitzungseinheit 11 ist ein Führungsglied 26 für
einen Diapositivschieber oder Filmhalter 29 ange-
bracht, das aus einer Platte 27 mit U-förmig abgebogenen Flanschen 28 besteht, die die Führungen
für den Diapositivschieber und Filmhalter 29 bilden. Das Führungsglied 26 und der Diapositivschieber 29
bildet mit der Waagerechten gleichfalls einen Winkel von 20°. An Stelle des Diapositivschiebers 29 kann
ein nicht dargestellter Filmhalter für Negative im Format 24X36 mm oder 29X29 mm gerahmt oder
in Streifenform in das Führungsglied 26 eingeschoben werden, wenn mit der Einrichtung nach der Erfindung
Direktkopien oder Vergrößerungen hergestellt werden sollen.
Das Vergrößerungsobjektiv 32 weist einen aus Metall oder Kunststoff bestehenden zylindrischen
Tubus 33 auf, in den die herkömmlichen, aus optischem Glas oder aus Kunststoff bestehenden Linsen
eingesetzt sind, sowie eine aus Metall oder aus Kunststoff bestehende Objektivhalterung 34. Diese ist bei
der dargestellten Ausführungsform an der Stirnwandung 36 der Belichtungs- und Betrachtungseinheit
35 angebracht, kann jedoch auch unabhängig gelagert oder an der Beleuchtungs- und Erhitzungseinheit
11 angebracht werden. Das Objektiv 32 bewirkt eine· 3,6f ache Vergrößerung, besteht aus drei
Linsenelementen mit einem Durchmesser von 50 mm bei einer feststehenden Blendenöffnung von 3,5 und
mit einer Brennweite von 29 cm. Zum Scharfeinstellen
wird der Linsentubus 33 in der Halterung 34 verschoben. Die Einrichtung kann noch dadurch vereinfacht
werden, daß das Objektiv in der Halterung unverstellbar befestigt wird, und daß der Ort der
Film- und Papierebene festgelegt wird. Bei einem solchen Gerät wäre eine Scharfeinstellung nicht erforderlich,
so daß es von Kindern als Spielzeug benutzt werden kann.
Die Belichtungs- und Betrachtungseinheit 35 hat ein im wesentlichen würfelförmiges Gehäuse, dessen
Kanten eine Länge von je ungefähr 17,8 cm aufweisen, das aus Kunststoff hergestellt ist, und das mit
dem Gehäuse der Beleuchtungs- und Erhitzungseinheit 11 sowie mit dem Vergrößerungsobjektiv 32
zu einer Einheit verbunden ist. Bei der dargestellten Ausführungsform ist die Belichtungs- und Betrachtungseinheit
35 (und gegebenenfalls ein unabhängig gelagertes Vergrößerungsobjektiv 32) mit der Beleuchtungs-
und Erhitzungseinheit 11 durch zwei aus Metall bestehende Stäbe 37 verbunden. Werden die
Einheiten auf diesen Stäben gleitbar gelagert, so können sie in Bezug aufeinander verschoben werden.
Es kann jedoch auch jedes andere Verbindungsmittel verwendet werden, und die Einheiten können z. B.
auch durch Formen einstückig hergestellt werden.
Es wird darauf hingewiesen, daß.die Belichtungs- und Betrachtungseinheit 35 von zwei Füßen 38 getragen
wird, die gleichfalls eine Neigung von 20° aufweisen, so daß die Belichtungs- und Betrachtungseinheit
35 von vorn nach hinten sich nach unten •neigt. Diese Neigung ist gleich der Neigung des Fensters
17 und des Führungsgliedes 26.
In der Belichtungs- und Betrachtungseinheit 35 ist eine rechteckige reflektierende Platte 39 um eine
Achse 40 verschwenkbar angeordnet, z. B. ein herkömmlicher Glasspiegel, welche Platte 39 mittels
eines Hebels 41 verschwenkt werden kann, der zugleich die Lage der reflektierenden Platte 39 anzeigt.
Die reflektierende Platte 39 wirft das projizierte Bild auf eine mattierte Betrachtungsscheibe 42 und dient
ferner als Verschluß, wenn das Gerät zum Herstellen von photographischen Kopien oder Vergrößerungen
benutzt wird. Die mattierte Betrachtungsscheibe 42 bildet einen Teil der Frontplatte 43 der Belichtungs-
und Betrachtungseinheit 35. Wegen der Neigung dieser Einheit weist auch die mattierte Betrachtungsscheibe
42 eine Neigung nach rückwärts um einen Winkel von 20° auf, so daß die auf die mattierte
Betrachtungsscheibe 42 projizieren Bilder mühelos, bequem und verzerrungsfrei betrachtet werden können.
Die reflektierende Platte 39 könnte auch in der Belichtungs- und Betrachtungseinheit 35 ortsfest angeordnet
werden. : An der Stirnwandung 47 der Belichtungs- und Betrachtungseinheit 35 ist vom Vergrößerungsobjektiv
32 entfernt und auf dieses ausgerichtet ein Kopier-'
und Vergrößerungsrahmen 44 aus Kunststoff oder Metall befestigt (Fig. 1, 2 und 4), der zwei rechtwinklig
ausgestaltete Seitenschienen 45 aufweist, die durch ein Querglied 46 an dem einen Ende miteinander
verbunden sind. Die Stirnwand 47 ist in der Mitte mit einem rechteckigen Fenster 48 im Format
8,9X11,4 cm versehen, das wegen der Neigung der Belichtungs- und Betrachtungseinheit 35 gleichfalls
um 20° von vom nach hinten geneigt ist.
Ein in den Kopierrahmen 44 einschiebbarer Papierhalter 49 aus Kunststoff oder Metall (Fig. 5)
nimmt ein Blatt Photopapier zum Belichten durch das Vergrößerungsobjektiv 32 auf und besteht aus
einer Frontplatte 50 mit einer Öffnung 51 geeigneter Größe, die als Papiermaske dient, einer Abstandsbodenplatte
52 und aus den beiden seitlichen AbStandsgliedern 53, welche Abstandselemente 52, 53
zum Einmitten und Ausrichten des Photopapiers in bezug auf die Papiermaske dienen. Ferner weist der
Papierhalter 49 noch eine Rückplatte 54 mit einem rechteckigen Ausschnitt 55 auf, dessen untere Kante
sich bis unter die obere Kante des Fensters 51 an der Frontplatte 50 erstreckt, wodurch das Herausziehen
des belichteten Photopapiers aus dem Papierhalter 59 erleichtert wird. Die oberen Kanten der
Frontplatte 50 und der seitlichen Abstandsglieder 53 sind von hinten nach vorn unter einem Winkel von
45° abgeschrägt, während die Rückplatte 54 von vorn nach hinten unter einem Winkel von 45° abgeschrägt
ist. Ebenso ist der Teil der Frontplatte, der die untere Kante des Fensters 51 bildet, unter
einem Winkel von 45° von hinten nach vorn abgeschrägt, um das Einführen eines Photopapierblattes
in den Papierhalter bis zum Anstoß an das untere Abstandsglied 52 zu ermöglichen. Werden mit dem
soweit beschriebenen Gerät Negative des Kassettenfilms 126 vergrößert, so wird der Papierhalter 49 für
die Aufnahme eines. Blattes Photopapier mit den Abmessungen 10X10 cm bemessen, so daß die Öffnung51
dann ein Quadrat mit der Kantenlänge von ungefähr 8,9 cm bildet. Werden 35-mm-Negative
vergrößert, so wird der Papierhalter 49 so bemessen, daß er ein Blatt Photopapier mit den Abmessungen
von ungefähr 10X12,5 cm aufnimmt, wobei das Fenster 51 an der Frontplatte 50 dann ungefähr
8,9X11,4 cm groß ist.
Offensichtlich können Vergrößerungen in jedem geeigneten Format hergestellt werden, wenn die Abmessungen
der mattierten Betrachtungsscheibe 42, des Papierhalters 49, des Photopapierblattes, des
Fensters 48 in der Belichtungs- und Betrachtungseinheit 35 und die Entfernung zwischen dem Film
und der Ebene der Mattscheibe oder des Papiers
entsprechend geändert wird. Mit dem Gerät nach die Mattscheibe 42 projiziert wird, nachdem die
der Erfindung wurden Vergrößerungen bis zum For- reflektierende Platte 39 mit Hilfe des Hebels 41 in
mat von 12,5X17,8 cm mit Erfolg hergestellt. die in der Fig. 2 dargestellte Stellung verschwenkt
Zum Herstellen von photogräphischen Abzügen worden ist. Die Lampe 18 wird selbstverständlich
oder Vergrößerungen mit der Einrichtung nach der 5 an eine nicht dargestellte elektrische Stromquelle anErfindung
kann jedes lichtempfindliche Photopapier geschlossen und der Kippschalter 25 so betätigt, daß
verwendet werden, das durch Wärmeeinwirkung der Thermostat außer Betrieb gesetzt ist, so daß die
innerhalb eines Temperaturbereiches von ungefähr Lampe 18 brennt. Das auf die mattierte Betrach-65
bis 105° C entwickelt werden kann. Derartige tungsscheibe 42 .projizierte Bild wird dann durch
Photopapiere sind in der USA.-Patentschrift io Verschieben des Linientubus des Projektionsobjek-3
152 904 (Sorenson & Shepard) offenbart und be- tivs 32 scharf eingestellt. Inzwischen wird in den
stehen aus einem Untergrund, der belegt ist mit einer Schieber 29 ein weiterer Diapositivrahmen 31 einZusammensetzung
aus einem strahlungsempfind- gesetzt, so daß dieser für die Projektion bereitsteht,
liehen Bestandteil und einem bildbildenden Bestand- Wird die Einrichtung nach der Erfindung als Verteil,
der normalerweise latent ist, jedoch zu einer 15 größerungsgerät benutzt, so wird der Thermostat 23
Reaktion veranlaßt werden kann, bei der ein sieht- in den Lampenstromkreis eingeschaltet und ist wirkbares
Bild erzeugt wird, und zwar durch ein Re- sam mit der Ausnahme, wenn ein lichtempfindliches
aktionsprodukt des belichteten strahlungsempfind- Photopapier belichtet wird, wobei der von der Platte
liehen Bestandteils, wenn das Photopapier auf eine 39 betätigte Mikroschalter an der Frontplatte 43
Temperatur von ungefähr 65° C erwärmt wird. zo sichert, daß die Projektionslampe 18 für die Dauer
Bei der Beschreibung der Fig. 1 und 3 wurde der Belichtung eingeschaltet bleibt, die im allgemeibereits
bemerkt, daß das Oberteil 12 des Gehäuses nen 5 bis 10 Sekunden dauert. Bei der Herstellung
der Beleuchtungs- und Erhitzungseinheit 11 gleich- einer Vergrößerung wird an Stelle des Schiebers 29
mäßig gekrümmt ist. Bei der dargestellten Ausfüh- der bereits genannte Filmhalter verwendet. In den
rungsform des Gerätes stellt das Oberteil 12 im 25 Filmhalter wird ein entwickeltes Negativ eingeführt
Querschnitt einen Kreisbogen mit einem Radius von und auf das Fenster 17 ausgerichtet, so daß das
10 cm dar. Das Oberteil 12 bewirkt durch Wärme- Bildnegativ auf die mattierte Betrachtungsscheibe 42
einwirkung eine Entwicklung der Vergrößerungen projiziert wird. Es -wird darauf hingewiesen, daß die
oder der Kontaktabzüge. Die von der Projektions- Abmessungen der mattierten Betrachtungsscheibe 42
lampe 18 ausgestrahlte Wärme wird von der Ab- 30 den Abmessungen des Fensters 48 entsprechen, so
schirmung 21 zerstreut und vom Oberteil 12 absor- daß der Benutzer des Gerätes zu dieser Zeit den
biert, das an der Innenseite einen Belag aus einem gewünschten oder erforderlichen Bildausschnitt
die Strahlungsenergie absorbierenden Material, z. B. wählen und bestimmen kann. Nach der Scharfeinen
schwarzen Farbstoff, trägt. Die Abschirmung einstellung auf der mattierten Betrachtungsscheibe
verhindert daher, daß der unmittelbar über dieser 35 42 und nach dem Einsetzen des Photopapierhalters
gelegene Bezirk des Oberteils 12 heißer wird als der 49 mit einem Photopapier, dessen lichtempfindliche
übrige Teil des Oberteils. Aus der Praxis hat sich Seite der Projektionslampe 18 zugewandt ist, in den
ergeben, daß die Abschirmung 21 am Oberteil 12 Rahmen 44 wird die reflektierende Platte 39 aus der
eine gleichmäßige Temperatur mit einer Abweichung in der F i g. 2 dargestellten Stellung gegen die
von ± 5° C sichert. Um die Temperatur des Ober- 40 Frontplatte 43 mit Hilfe des Hebels 41 verschwenkt,
teils 12 innerhalb der Grenzen eines verwendbaren wobei das Photopapier belichtet wird. Hiernach wird
Temperaturbereichs von ungefähr 85 bis 100° C bei die reflektierende Platte 39 in die erste Stellung zueiner
Toleranz von ±3° C zu halten, ist in den rückgeschwenkt, in der die Platte als Verschluß
Stromkreis der Projektionslampe 18 ein Thermostat wirkt und die Belichtung beendet. Die Abmessungen
23 eingeschaltet. Der im Stromkreis der Lampe lie- 45 der reflektierenden Platte 39 sind so gewählt, daß
gende und zum Thermostaten parallelgeschaltete im wesentlichen das gesamte projizierte Licht entKippschalter
25 ermöglicht, den Thermostaten 23 weder auf die mattierte Betrachtungsscheibe 42 oder
außer Betrieb zu setzen, wenn die Einrichtung als durch das Fenster 48 auf das Photopapier geworfen
Dia-Betrachtungsgerät benutzt werden soll. Ein an wird. Die Belichtungs- und Betrachtungseinheit 35
der Innenseite der Frontplatte 43 der Belichtungs- 50 kann daher als lichtdicht angesehen werden. Das
und Betrachtungseinheit 35 angebrachter und nicht belichtete Photopapier wird dann aus dem Papierdargestellter
Mikroschalter, der zum Kippschalter 25 halter 49 herausgenommen und mit der lichtempfindparallel
geschaltet ist, ermöglicht gleichfalls, den liehen Seite nach oben weisend auf das Oberteil 12
Thermostaten 23 außer Betrieb zu setzen, wenn die der Beleuchtungs- und Erhitzungseinheit 11 zum
reflektierende Platte 39 als Verschluß bei der Her- 55 Entwickeln gelegt. Damit die gesamte Fläche des
stellung von photographischen Abzügen oder Ver- belichteten Photopapiers gleichmäßig erhitzt wird,
größerungen benutzt und aus der in der F i g. 2 dar- wird das Niederhalteglied 14 auf das Photopapier
gestellten Stellung gegen die Frontplatte 43 ver- gelegt und mit Hilfe des Handgriffes 15 festgezogen,
schwenkt wird und mit dem an der Frontplatte 43 Nach einer Erhitzung innerhalb von 5 Sekunden
angebrachten Mikroschalter in Berührung gelangt. 60 wird eine Reproduktion sichtbar, die eine Vergröße-Ein
derartiges Kurzschließen des Thermostaten auf rung des im Negativ enthaltenen Bildes darstellt. Da
diese Weise ermöglicht, daß die Projektionslampe 18 das Niederhalteglied 14 durchsichtig ist, kann das
während der Zeit dieser Belichtung hell bleibt. Fortschreiten der Entwicklung beobachtet werden.
Wird die Einrichtung als Dia-Betrachtungsgerät Dies ist einmal zur Beeinflussung des Gamma-Wertes
benutzt, so wird ein gerahmtes Diapositiv 30 in den 65 des reproduzierten Bildes wichtig, und zum anderen
Schieber 29 eingesetzt und vor das Fenster 17 ge- kann auf diese Weise die photographische Dichte
schoben, so daß es von dem Projektionsobjektiv 32 des reproduzierten Bildes beeinflußt werden,
auf die reflektierende Platte 39 und von dieser auf Diese Sichtbarkeit der Entwicklung ermöglicht
ferner, daß bei dem Gerät nach der Erfindung Negative mit sehr unterschiedlichen Kontrasten verwendet
werden können. Die Erfindung eignet sich gleich gut für den ernsten Photoamateur wie als interessantes
und lehrreiches Spielzeug für Kinder aller Altersstufen. Die Entwicklung wird sofort beendet,
wenn das Photopapier vom Oberteil 12 abgenommen wird, da eine Entwicklung nur bei Anwendung von
Wärme erfolgt. Die auf diese Weise hergestellten Photographien bleiben unter normalen Umständen
im wesentlichen beständig. Alle vorstehend beschriebenen Arbeiten müssen selbstverständlich bei gedämpftem
Licht durchgeführt werden, z. B. bei einer Dunkelkammerbeleuchtung.
Wird das Gerät zum Herstellen von Kontaktabzügen benutzt, so wird ein Negativ zusammen mit
10
einem Blatt Photopapier zusammen in den Papierhalter 49 eingelegt und so lange belichtet, wie erforderlich.
Danach erfolgt die Entwicklung des Photopapiers in der oben beschriebenen Weise.
Wie leicht einzusehen ist, kann der optische Pfad dadurch verlängert oder verkürzt werden, daß die
Beleuchtungs- und Erhitzungseinheit 11 und die Belichtungs- und Betrachtungseinheit 35 in Bezug aufeinander
bewegbar angeordnet werden, wie bereits erwähnt, so daß auf diese Weise die Vergrößerung
des projizierten Bildes verändert werden kann. Ebenso kann an Stelle des in den Zeichnungen dargestellten
Schiebers 29 für einzelne Diapositive . ein Magazinschieber benutzt werden. Ferner kann; an
Stelle des beschriebenen Vergrößerungsobjektivs ein komplizierteres Objektiv benutzt werden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (8)
1. Einrichtung zum Herstellen photographischer Bilder von entwickelten Negativen auf
lichtempfindlichem Papier durch Entwickeln unter Wärmeeinwirkung, bestehend aus zwei
nebeneinander angeordneten geschlossenen Gehäusen, zwischen denen sich das Vergrößerungsobjektiv
befindet, wobei das erste Gehäuse eine Lichtquelle und einen Kondensor enthält, sowie
eine am Gehäuse angeordnete Vorrichtung zum Haltern eines auf das Vergrößerungsobjektiv ausgerichteten
photographischen Negativs, und wobei das zweite Gehäuse, das mit dem ersten Gehäuse
verbunden ist, eine Einrichtung zur Aufnahme eines lichtempfindlichen Photopapiers
enthält, auf das das Licht aus dem ersten Gehäuse projiziert wird, sowie eine mattierte Betrachtungsscheibe,
die mindestens einen Teil einer Seite des zweiten Gehäuses bildet und parallel zum projizierten Lichtstrahl angeordnet ist, sowie
eine schwenkbare reflektierende Platte, die das Licht · auf die mattierte Betrachtungsscheibe
wirft, dadurch gekennzeichnet, daß das erste Gehäuse (11) zur Entwicklung des belichteten
Photopapiers durch Wärmeeinwirkung ein stetig gekrümmtes Oberteil (12) aus einem
wärmeleitenden Material und ein über das Oberteil (12) spannbares durchsichtiges und hitzefestes
Niederhalteglied (14) des Photopapiers aufweist, und daß die in an sich bekannter Weise
aus einer Glühlampe (18) bestehende Lichtquelle zugleich Quelle für die zum Entwickeln des belichteten
Photopapiers erforderliche Wärme ist.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Oberteil (12) aus einem
wärmeleitenden Metall besteht und mit einem Belag aus einem dünnen hitzefesten Seidensieb
versehen ist.
3. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das dünne hitzefeste Seidensieb
mit dem Niederhalteglied (14) eine Einheit in Form einer Hülle für das zu entwickelnde
Photopapier bildet.
4. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden geschlossenen Gehäuse
(11, 35) in Bezug aufeinander für eine Verlängerung oder Verkürzung des optischen
Pfades zwischen den Gehäusen (11,35) bewegbar
sind.
5. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß an der Außenseite des zweiten Gehäuses (35) ein an sich bekannter Handgriff (41) zum Verschwenken der reflektierenden
Platte (39) aus einer ersten in eine zweite Stellung vorgesehen ist.
6. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß im ersten Gehäuse (11) ein
Thermostat (23) zum Regulieren der Temperatur der das belichtete Photopapier durch Wärmeeinwirkung
entwickelnden Einrichtung innerhalb eines Temperaturbereiches von ungefähr 85 bis
ungefähr 100° C bei einer Toleranz von ±3° C untergebracht ist.
7. Einrichtung gemäß Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß im zweiten Gehäuse (35) an
der die mattierte Betrachtungsscheibe (42) enthaltenden Seite (43) ein Mikroschalter angeordnet
ist, der von der reflektierenden Platte (39) beim Verschwenken in die erste Stellung betätigbar
ist und zum Außerbetriebsetzen des Thermostaten (25) und Versorgen der Glühlampe (18)
mit Spannung während der erforderlichen Belichtungszeit dient.
8. Einrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet,
daß die mattierte Betrachtungsscheibe (42) nach rückwärts geneigt ist.
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